Fachgespräch „jung. queer. glücklich?!" 10.6. KIEL
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Anne-Mette
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Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Die Grüne Landtagsfraktion lädt Sie und Euch zum Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!" am Freitag, den 10. Juni 2016, 16 bis 19 Uhr in den Kieler Landtag ein. Als ausgewiesenen Referenten konnten wir Prof. Dr. Stefan Timmermanns von der Frankfurt University of Applied Sciences gewinnen. Er wird einen Überblick der aktuellen Studienergebnisse der Lebenslagen queerer Jugendlicher in Deutschland geben. Wir sind gespannt und freuen uns auf eine lebhafte Diskussion!
In einem zweiten Teil möchten wir uns mit der Situation in Schleswig-Holstein beschäftigen. Der "Aktionsplan Echte Vielfalt" ist ein wichtiger Schritt nach vorn. Aber er allein reicht nicht aus. Es macht einen großen Unterschied, wo man wohnt und lebt — im Hamburger Rand oder auf dem "platten Land". Hierzu wird Rasmus Andresen, queerpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, einen kurzen Überblick geben. Weitere Inputs vom Lesben- und Schwulenverband Schleswig-Holstein (LSVD), dem Arbeitskreis Echte Vielfalt Flensburg, der Initiative Westküste denkt queer sowie dem SchLAu - schwul-lesbische Aufklärung - Projekt Kiel angefragt. Wir möchten auch Ihre und Eure Erfahrungen einbeziehen und freuen uns auf vielfältige Anregungen, Fragen und Vorschläge aber natürlich auch konstruktive Kritik.
Die Einladung darf gerne weiter gegeben werden! Wir sind dankbar für Hinweise auf weitere Initiativen und Adressen!
Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0431 / 988 1520 oder per Email an karen.bartels@gruene.ltsh.de

Hier wurde ein Referat von Prf. Timmermanns veröffentlicht:



Gruß
Anne-Mette
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin zusammen,

klingt interessant und wäre einen Besuch wert... war noch nie im Landtag von Schleswig-Holstein.

Frage/Anregung:
An dem Abend ist aber auch das Gruppentreffen in Flensburg eigentlich geplant. Soll das am 10.6. stattfinden, oder soll um eine Woche verschoben werden, da ich glaube, dass einige von den ständigen Teilnehmer_innen vielleicht an dem Fachgespräch interessiert sind und dort teilnehmen wollen und das Gespräch in Kiel geht bis 19:00h.

Beste Grüße, Ulrike-Marisa
Anne-Mette
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ein Verschieben ist immer schwierig, es fängt mit der Raumfrage an.
Es ist die Frage, wer (lieber) nach Kiel fahren würde. Wenn es nur einzelne/wenige sind, dann lassen wir das Treffen wie gewohnt stattfinden und hören später von den TeilnehmerInnen einen Bericht.
Wenn allerdings (fast) alle nach Kiel fahren wollen, dann ist das unser Treffen...

Gruß
Anne-Mette
Ulrike-Marisa
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 4 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo SHG-Gruppe Flensburg,

...alle in Kiel treffen, das wäre doch sicher schon fast ein Event für die Gruppe und entsprechende Mitfahrgelegenheiten müssten wir dann irgendwie organisieren. Das halte ich mit der noch vorhandenen Vorlaufzeit für möglich.

Ich täte sonst auch gerne nach Kiel fahren und den Termin dort wahrnehmen (auch als Vertreterin des Arbeitskreises LSBTI von Verdi).

Gruß an alle, Ulrike-Marisa
Anne-Mette
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
irgendwie organisieren.
ist nicht so einfach - und dann alle unter einen Hut zu bringen...

Es können sich ja erst einmal die melden, die dorthin wollen.

Gruß
Anne-Mette
Ulrike-Marisa
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 6 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...ist klar, und hoffen wir, dass es auch zu Meldungen kommt. Ich denke, dass das mal eine besondere Gelegenheit wäre, unser Anliegen angesprochen zu sehen und zu hören und vielleicht selbst etwas beitragen zu können. Wann, wenn nicht jetzt die Gelegenheit nutzen.

Gruß, Ulrike-Marisa ))):s
Anne-Mette
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich habe es zusätzlich in der Facebookgruppe gepostet mit der Bitte, die Nachricht auch den "Whatsap-Leuten" zukommen zu lassen. Bisher gab es keine Rückmeldung(en)

Gruß und schönen Sonntag
Anne-Mette
ab08
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 8 im Thema

Beitrag von ab08 »

Liebe Anne-Mette,

herzlichen Dank, dass ich die Möglichkeit hatte, Prof. Dr. Stefan Timmermanns zuzuhören.
-> Endlich mal jemand, der kompetent ist und weiß, wovon er spricht.

Für Lehrkräfte, die wenig über das Thema wissen, bietet sich hier eine ausgezeichnete Informationsquelle.
Nach dem Vortrag kann ich Prof. Timmermanns nur empfehlen!! (yes)
Er verfügt über profunde Kenntnisse --> Mir begegnete bis heute niemand, der sich so gut mit der Problematik auskennt. )):m

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Trotz guter Ansätze vor Ort, sehe ich persönlich auch an Bayerischen Gymnasien hier noch Handlungsbedarf...
Das Thema darf nicht "vergessen" werden, sondern sollte im Kontext mitbesprochen werden.
Die angemessene, nicht hervorgehobene(!) Behandlung im Unterricht ist wichtig! :!: -> Es geht um Normalität!
Man merkt, dass Prof. Timmermann aus der Praxis kommt, also unterrichtete, daher nicht theoretisiert, sondern weiter Kontakt zum Schulalltag hält.

==> Ergo viel Vergnügen am 10.6. in Kiel... (flo)
Zuletzt geändert von ab08 am Mo 30. Mai 2016, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 9 im Thema

Beitrag von Salmacis »

ab08 hat geschrieben:Es geht um Normalität!
Tut es das? halten immer noch Leute in Zeiten wie diesen daran fest? Dass trans* irgendwann mal "normal" sein wird. Es gibt immer mehr TS, gerade in jüngeren Jahrgängen. Doch statt mehr Befürworter kriechen nur die dunkelsten Gestalten aus ihren Ecken und rotten sich in Horden zusammen.
Ich habe da wirklich keine Hoffnung. Kompetente CIS* mag es ja geben, aber sie bleiben die Ausnahme. Und auch sie, egal wie empathisch und verständnisvoll sie auch sein mögen, verstehen nie wie es wirklich ist, haben keine Ahnung von den Blicken, den Sprüchen und dem ganzen Scheißdreck drumherum!
ab08
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 10 im Thema

Beitrag von ab08 »

Salmacis hat geschrieben: Doch statt mehr Befürworter kriechen nur die dunkelsten Gestalten aus ihren Ecken und rotten sich in Horden zusammen.
Liebe Salmacis,

natürlich gibt es aktuelle beunruhigende Entwicklungen!

Andererseits hat Schule die Aufgabe, weiter/ also in die Zukunft/ zu denken. Früher begleiteten wir unsere Schüler am Gymnasium über neun Jahre / aktuell sind es acht.
Es geht darum, die Schüler fit für ihr Leben zu machen. An Tagespolitik, oder Strömungen in der Öffentlichkeit, sollten wir uns da weniger orientieren.
In einem guten Schulssystem geschieht das auch nicht. :wink:

Zum "Fitmachen für das Leben" gehört meiner/unserer Meinung nach aber, dass Schüler erkennen,
dass LGBTI normaler Bestandteil des Alltags ist. (Die obige Bemerkung bezog sich auf die Schule und meinte in dem Zusammenhang das Lernziel "Normalität"!)
Das geschieht an den meisten Schulen bereits mit ordentlichem Erfolg. -> Trotzdem ist der Umgang mit dem Thema LGBTI an vielen Stellen verbesserungsfähig.

Als transsexuelle, unterrichtende Kollegin freut es mich, wenn jemand wie Prof. Dr. Stefan Timmermanns aus der Praxis kommt, etwas von der Materie versteht, sich mit den Zusammenhängen befasst und sich kompetent äußert. Die Punkte, die er in seinem Referat anspricht, kann ich nämlich aus eigener Erfahrung (seit 2008 in korrektem Geschlecht /Vollzeit tätig) im Grunde nur bestätigen.

Bis zur "Normailtät in der Gesellschaft" ist noch ein langer steiniger Weg, da geb ich Dir völlig Recht.
Aber in meinem schulischen Umfeld gibt es eben gute Ansätze, daher lohnt es, sich weiter zu bemühen.
(Personen wie Prof. Dr. Stefan Timmermanns betrachte ich da als willkommene Mitstreiter.)

Liebe Grüße
Andrea
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 11 im Thema

Beitrag von Salmacis »

ab08 hat geschrieben:Bis zur "Normailtät in der Gesellschaft" ist noch ein langer steiniger Weg, da geb ich Dir völlig Recht.
Aber in meinem schulischen Umfeld gibt es eben gute Ansätze, daher lohnt es, sich weiter zu bemühen.
(Personen wie Prof. Dr. Stefan Timmermanns betrachte ich da als willkommene Mitstreiter.)

Liebe Grüße
Andrea
Hallo Andrea, dein Optimismus ist beneidenswert.
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 12 im Thema

Beitrag von Marielle »

Nabend zusammen,

am 10.06. kann ich leider nicht. Auf mich muss daher (Kiel oder nicht Kiel) niemand Rücksicht nehmen. Ein Besuch im Landeshaus ist allerdings schon deswegen ganz lustig, weil man da mit einem der wenigen noch existenten Pater-Noster fahren kann. Das Ding hat sogar die überdrehten Sicherheits-Vorstellungen von Frau Nahles und die professionelle Besorgtheit der GMSH überlebt!


Liebe Salma: Es gibt keine vernünftige Alternative ...... auch zum Optimismus nicht. Ja, man muss ihn pflegen und schlägt sich dabei gelegentlich die Birne an, aber passiver Pessimismus macht garantiert depressiv.

Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 13 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo zusammen,

...ich habe mir den Vortrag von Prf. Timmermanns angehört; danke Anne-Mette für diese Möglichkeit.
Die erlebte Schulwirklichkeit von mir ist natürlich aus einem anderen Jahrhundert; 1960 - 1973. Damals waren diese Fragestellungen kein Thema weder im Unterricht noch privat - allenfalls auf unterster Witz-ebene und so...
Bei meinen Kindern, die nun erwachsen sind aber im Zeitraum 1996 - 2012 in der Schule waren, gab es diese Thematik auch noch nicht. Es wurde praktisch zum Themenkreis LSBTI nicht vermittelt - vielleicht auch ein Grund für das mangelnde Verständnis meiner eigenen Kinder für meine Situation. Ich dachte, wir wären schon weiter - ist aber nicht. Da gibt es noch ganz viel zu tun im Bereich Schule und Unterricht; Herr Timmermanns hat es umfassend in seinem Vortrag dargestellt, welche Möglichkeiten es gibt. Information in Zusammenhang mit Begegnung mit Betroffenen, Vorbild sein etc. sind der mögliche Weg.
Ansätze gibt es meines Wissens nach auch in unserem Bundesland Schleswig-Holstein; verschiedene Initiativen arbeiten mit Schulen zusammen, um den Themenkreis den Jugendlichen in der Schule näher zu bringen und Verständnis zu fördern. Vom Bildungs-Ministerium habe ich noch nichts verwertbares gehört; bin aber auch nicht als Lehrkraft tätig.

Beste Grüße, Ulrike-Marisa
ab08
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Re: Fachgespräch "jung. queer. glücklich?!“ 10.6. KIEL

Post 14 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Salmacis,

Du hast recht, ich bin optimstisch. Aber das gehört zum Berufsbild "Lehrkraft":
Wer nicht an seine Arbeit und die Fähigkeiten der Schüler glaubt, kann nicht erfolgreich arbeiten.

Dazu kommt, dass ich, durch die Tätigkeit im Berufsverband und Kontakte zu anderen Schulen über entsprechende Informationen verfüge. :wink:
So wundert es mich z.B. überhaupt nicht, dass nun auch die neue Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in Baden-Württemberg,
den (ehedem von "besorgten Eltern" angefeindeten) Bildungsplan der früheren grün-roten Landesregierung verteidigt: http://www.queer.de/detail.php?article_id=26241
Ob das Saarland oder Bayern, so groß sind die Unterschiede bei Praktikern nicht. *)

Liebe Grüße
Andrea

*) Ob bei SINUS (dort lange aktiv), MNU (auch dort einige Jahre aktiv) oder im Berufsverband.
-->Wir arbeiteten öfter bundesländerübergreifend. Es gibt Kontakte(auch mit Österreich, Schweiz)
Bildung liegt uns am Herzen und wir setzen uns dafür ein. Die öffentliche Wahrnehmung von Vorhaben ist oft unterschiedlich.
Unter Praktikern gibt wenig Unterschiede/ wenig Streit, denn das Ziel ist ja das Gleiche: BILDUNG
So besuchte ich früher z.B. auch Schulen in Ba-WÜ, Hamburg, Schleswig-Holstein... :oops: War mal recht aktiv :oops:

P.S. Da zu Bildung auch vernünftige Informationen + ein vernünftiges Verhältnis zu LGBTI gehören, seh ich eben, zumindest mittelfristig, nicht schwarz. **)
Also heißt es abwarten und beharrlich weiterarbeiten. --> Und Geduld ist eben auch eine wichtige Eigenschaft, die gute Lehrkräfte haben sollten. :wink:

**) Mit einer entscheidenden Einschränkung:
Wenn Fanatiker durch radikale Parteien politisch ans Ruder kommen, könnte es eng werden. Dann gilt leider wieder mal: Gute Nacht, Deutschland :!: :!:
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
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