Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"
Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet" - # 3

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Exuserin-2016-074-06

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 31 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

Anke hat geschrieben: Dass in Österreich die Uhren anders gehen, dass haben wir ja bei deren letzten Wahl zu sehen bekommen. Und das es diese Unterschiede noch gibt, ist für mich ein Unding und auf keinen Fall ein Argument für die Zwangsgutachten.
Wie würde es denn in Deutschland aussehen, wenn die Wehrpflicht noch nicht ausgesetzt wäre? Jeder Mann wäre schön doof sich nicht seinen Namen bzw. sein Geschlecht im Ausweis ändern zu lassen, damit er um die Wehrpflicht kommt. Das ist so das Hauptargument der jungen Männer in Österreich, wenn sich mit dieser Methode der Wehrdienst umgehen ließe. Nichts wäre einfacher, als sich den Namen ändern zu lassen aber weiterhin seine männlichen Attribute zu behalten und trotzdem nicht verpflichtet werden kann, weil man laut Personenstandsänderung jetzt eine Frau ist. Muss man ja seiner neuen Flamme nicht auf die Nase binden. Vor den Staat ist man halt die Franziska und für die Frau/Freundin weiterhin der Franz. Kann aber trotzdem als Mann, (im Ausweis Frau) 5 Jahre eher in Rente gehen, wie alle anderen Frauen auch. ;) Was österreichische Männer betrifft.
Anke hat geschrieben: Und der Satz mit dem "Zumpferl" geht gar nicht. Es gibt genug transsexuelle Frauen, die den letzten Schritt zur GAOP aus vielerlei und auch guten Gründen nicht gehen wollen. Das ist Denken von Vorvorgestern.
Weiß ich selber. Sag das dem Gesetzgeber, nicht mir. Das Geschlecht wird anhand der Genitalien bestimmt, wer zum Bund muss, darum sind Transfrauen weiterhin zum Wehrdienst verpflichtet und gehen dort auch 5 Jahre später in Pension, wie die Männer auch. Wenn man ganz paranoid sein würde (Politikern ist ja alles zuzutrauen), könnte man meinen, die spielen mit den Gedanken, dass sich alle Männer umoperieren lassen würden, um gesetzliche Verpflichtungen zu umgehen. Warum an dem Gesetzesentwurf tatsächlich so festgehalten wird, weiß ich allerdings nicht.
Anke hat geschrieben: So löblich es ist Fehler zu vermeiden, wenn jemand Drittes das für mich tut, dann fängt er an mich zu bevormunden. Damit verliere ich mein Recht auf Selbstbestimmung. Das Ziel ist zwar richtig, aber aus meiner Sicht ist die Maßnahme falsch.
Erschließt sich aus den vielfältigsten Problemen, wie oben beschrieben. Weißt du was ich machen würde, wenn ich bei geschlechtsspezifischen Versicherungen haufen Kohle sparen kann. Ich ändere meinen Personenstand. Nichts einfacher als das. Frauen sollen bei der Autoversicherung auch begünstigt werden, weil sie vorsichtiger fahren und weniger Unfälle bauen. Jeder männliche Autofahrer wäre schön blöd, mehr zu bezahlen, wo er einfach ohne Gutachten sich zur Frau umbenennen kann. Ich würds tun, allein des Geldes wegen. Und wenn es Sparvorteile bei den Männern gibt, na dann lass ich es rückgängig machen. Ich weiß, das löst das Problem von Betroffenen nicht und ist auch nicht Motivation, aber damit lässt sich alles unterhöhlen.
Anke hat geschrieben: Denn warum sollen die einen durch Gutachten geschützt werden und die anderen nicht.
Die Gutachten werden nur wegen rechtlichen und gesetzliche Dingen gemacht. Die Trennung von Männern und Frauen als Sozialkonstrukt ist nicht, wie wenn man aus eigener Entscheidung sich ein Ohrloch stechen lässt. Die Angleichung ist auch nicht das Problem. Das Problem ist die geschlechtliche Bezeichnung, die mit einer Angleichung einhergeht. Wenn du dich angleichen lässt aber weiterhin in deinem Ausweis dein Geburtsgeschlecht vermerkt ist und vor dem Gesetz weiterhin so behandelt wirst, was du genetisch bist, stellt das auch kein Problem dar. Ein Vollkörpertattoo ändert auch nicht das Geschlecht. Transsexuelle wollen aber die amtliche Bezeichnung geändert wissen und damit ändern sich auch rechtliche und gesetzliche Bedingungen.
Anke hat geschrieben: Im übrigen gibt es trotz der Gutachter immer wieder Fälle, bei denen die Betroffenen hinterher feststellen, dass sie einen Fehler begangen haben. Das spricht nicht gerade für die Wirksamkeit des Verfahrens.
Darum sollen genderangleichende Operationen jetzt willkürlich werden und ohne Gutachten, damit man einfach draulosschnippeln kann? Du betreibst aber ein argumentatives kauderwelsch.
Anke hat geschrieben: Statt die Menschen zu Bevormunden halte ich es für besser und wirkungsvoller, sie auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, sich selbst zu reflektieren.

Liebe Grüße

Anke
Was denn nun? Reflektion durch Gutachten oder doch einfach Angleichungen ungeprüft lassen, als würde man zum Haare schneiden gehen. Wie gesagt, es geht bei dem Problem weniger um die Selbstbestimmung des Körpers, als um gesetzliche Verpflichtungen und Rechte, die daran gekoppelt sind.
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27685
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 218 Mal
Danksagung erhalten: 2536 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 32 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Darum sollen genderangleichende Operationen jetzt willkürlich werden und ohne Gutachten, damit man einfach draulosschnippeln kann? Du betreibst aber ein argumentatives kauderwelsch.
Daran zeigt sich doch schon eine unredliche und unreflektierte Auseinandersetzungweise. Mitschnacken um jeden Preis?

Dazu muss manfrau wohl nicht mehr viel sagen. Wer hat etwas von "Rumschnippeln" gesagt?

Ich frage mich, was das soll.

Gruß
Anne-Mette
ab08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2160
Registriert: So 12. Feb 2012, 14:43
Geschlecht: Frau (TS bzw. IS)
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Nürnberg
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 33 im Thema

Beitrag von ab08 »

Zur Entspannung und Hebung des Niveaus :wink:

Kleine Anmerkung zum Begriff "kauderwelsch":
https://de.wikipedia.org/wiki/Kauderwelsch
Luther bezog das Wort auf die Rätoromanen (der Chauderwelschen oder Churwallen kahle Glossen), so dass es ursprünglich die "welsche Sprache der Einwohner von Chur in Graubünden, Churwelsch, Churer-Welsch" bedeutet und dann die allgemeine Bedeutung "unverständliche Sprache" angenommen hätte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Chur

Liebe Grüße
Andrea,

die aus dem Allgäu stammt und daher zumindest allemannisch gut versteht :wink:

@Tiffany: Manche Deiner Argumentationsketten kenn ich leider nur zu gut... LG Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Exuserin-2016-074-06

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 34 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

Hintenrum gehts ja quasi ums "rumschnippeln". Warum sollte man sonst gänzlich auf Gutachten verzichten als würde man morgens mal schnell zum Friseur gehen? Und das Ausgangsthema über die freie Geschlechterwahl in Dokumenten etc. hat das Problem, dass damit gesetzliche Bedingungen umstrukturiert werden müssen.

Beispiel. Nach welche Kriterien bewertest du einen Jungen, der sich als Mädchen fühlt/bezeichnet im Sportunterricht?
Voraussetzung er ist physisch ein Junge, in seinem Ausweis steht aber weiblich.
Bewertest du jetzt nach der gesetzlichen Bezeichnung - weiblich oder anhand seines doch unterscheidbaren männlichen Körperbau gegenüber den der Mädchen? Überlege genau.
Wenn du nach der Bezeichnung bewertest, wäre es unfair den Mädchen gegenüber, die kräftemäßig deutlich unterlegen sind.
Bewertest du anhand seiner Physik, wäre es unfair dem Jungen gegenüber sein Gender als Mädchen zu missachten und die Leistung wie bei den anderen Jungen zu bewerten.
Was tust du?

Vorab, ich weiß es selber nicht, was ich machen würde. Gleiche Probleme gab es, als Buschbaum sich zum Mann angleichen ließ. Und einige Läufer_innen wo es nicht eindeutig ist, wurden auch von der Wertung ausgeschlossen oder es wurde sich gestritten wo sie nun mitlaufen können.
Exuserin-2016-074-06

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 35 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

Kauderwelsch war die falsche Bezeichnung, geb ich zu. Argumentatives Kuddel-Muddel trifft's wohl eher.
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27685
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 218 Mal
Danksagung erhalten: 2536 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 36 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
Hintenrum gehts ja quasi ums "rumschnippeln". Warum sollte man sonst gänzlich auf Gutachten verzichten als würde man morgens mal schnell zum Friseur gehen?
Einige Zusammenhänge scheinst Du nicht zu verstehen - oder Du tust nur so. Wird Zeit, dass wir mal eine "goldene Zitrone" für besonders dumme und verletzende Postings (rumschnippeln :twisted: ) hochladen )))(:

Gruß
Anne-Mette
Exuserin-2016-074-06

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 37 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

Es ging um dieses Zitat.
Anke hat geschrieben: Denn warum sollen die einen durch Gutachten geschützt werden und die anderen nicht.
Im übrigen gibt es trotz der Gutachter immer wieder Fälle, bei denen die Betroffenen hinterher feststellen, dass sie einen Fehler begangen haben. Das spricht nicht gerade für die Wirksamkeit des Verfahrens.
Gruß
JaquelineL
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 860
Registriert: So 24. Nov 2013, 20:45
Geschlecht: Bio-TS
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 38 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Hallo allerseits, hallo Jacky,
Jaqueline hat geschrieben:Ich finde Menschen sollten davor bewahrt werden einen Fehler zu machen. Es gibt viele, die bilden sich etwas ein und vorallen die müssen geschützt werden. Daher bin ich für zwei Gutachten.
auch ich bin dafür, Menschen vor Fehlern zu bewahren. Nur, welche tiefgreifende Folgen hat diese spezielle Entscheidung für den/die Einzelne(n)? Es ist ein Verwaltungsakt, kostet Geld und Zeit. Bei "allgemeiner Freigabe" sollten Aufwandsbetroffene (bspw. Firmen, die Zeugnisse ändern müssen) sinnvoll entschädigt werden. Dass man eine Beratungspflicht einführt, würde ich unterstützen. Vielleicht bei "ProCis", die Tür direkt hinter ProFamilia, wo die Beratungsgespräche wg. Abtreibung stattfinden? (Die *davon* Betroffenen brauchen keine zwei Gutachten und entscheiden doch zudem über werdendes Leben. Was ich so auch in Ordnung finde.)

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
Exuserin-2016-074-06

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 39 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

JaquelineL hat geschrieben:(Die *davon* Betroffenen brauchen keine zwei Gutachten und entscheiden doch zudem über werdendes Leben. Was ich so auch in Ordnung finde.)

Liebe Grüße
Jackie
Die entscheiden aber nur über ihren eigenen Körper und ggf. des ungeborenen Kindes und nicht über Dokumente und Gesetze.
Die körperliche Angleichung ist nicht das Problem. Sie zieht nur die Probleme nach sich, die mit der Angleichung entstehen. Nichts anderes ist es, warum sich quer gestellt wird.
JaquelineL
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 860
Registriert: So 24. Nov 2013, 20:45
Geschlecht: Bio-TS
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 40 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Hi BaT,
(entschuldige, irgendwo hattest Du einen Namen angeboten, steht leider nicht in Deinen posts)
Breakfast at Tiffany hat geschrieben:
JaquelineL hat geschrieben:(Die *davon* Betroffenen brauchen keine zwei Gutachten und entscheiden doch zudem über werdendes Leben. Was ich so auch in Ordnung finde.)
Die entscheiden aber nur über ihren eigenen Körper und ggf. des ungeborenen Kindes und nicht über Dokumente und Gesetze.
ui, das ist schon harter Tobak, den Du hier verteilst... Dokumente sind wichtiger als Lebewesen? (Über Gesetze entscheiden Antragsteller auf PÄ genauso wie Du und ich: Indirekt, per Wahl. Und GCS (GaOP, SRS), die Du auch immer beimengst, sind eine separate Schiene, auch juristisch.)

Da fällt es mir schwer, Dich ernst zu nehmen. Vielleicht als "agent provocateur" hier?

Gruß,
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
Exuserin-2016-074-06

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 41 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

JaquelineL hat geschrieben:Dokumente sind wichtiger als Lebewesen
Nein, nur eine andere Baustelle. Habe ich hier? anhand der Wehrpflicht, Pensioneintritt und geschlechtsspezifische Versicherungsbeiträge erläutert. Ist nicht auf meinen Mist gewachsen, darüber grübeln tatsächlich Verfasser. Nennt man die so?
Außerdem gehts in dem Ausgangsthema um die formelle Geschlechterwahl und nicht um eine chirurgische Änderung.
Dolores59
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2818
Registriert: Sa 16. Jan 2016, 00:13
Geschlecht: Ist das wichtig?
Pronomen: Bedeutungslos
Wohnort (Name): Bad Fallingbostel
Hat sich bedankt: 38 Mal
Danksagung erhalten: 770 Mal
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 42 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Daenerys Targaryen hat geschrieben: Woher nehmen so viele Menschen eigentlich die Gewissheit, dass bei Wegfall eines Gutachterzwangs für VÄ/PÄ von TS tatsächlich Menschenmassen die Amtsgerichte stürmen, eine juristische Lawine auslösen und unser binärgeschlechtliches Gesellschaftssystem in ein Chaos stürzen?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es einen Ansturm auf die Gerichte gäbe. Trotz des Eindrucks, den man beim Durchstöbern der Medien hat, dürfte der Anteil an Menschen, die ihr Geschlecht per Amt ändern möchten, weniger groß sein, als viele Leute befürchten/denken/glauben/hoffen/wünschen. Ins Chaos wird unser Gesellschaftssystem dadurch bestimmt nicht gestürzt, binärgeschlechtlich bleibt's so oder so.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4376
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 193 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Watt'ne Überschrift: "Gesetz zur freien Geschlechtswahl unterzeichnet"

Post 43 im Thema

Beitrag von Lina »

Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

allerdings sollten wir nicht in Euphorie verallen, was andere Länder angeht.
Die Schritte, die Dänemark vor einiger Zeit unternommen hat, wurden auch hier überall "gefeiert". Allerdings sah es für transsexuelle Menschen "in der Praxis" ganz anders aus. Ich bin mal gespannt, wie es da weitergeht.

Wo nichts krank ist, gibt es nichts zu heilen: die nationalkonservative dänische Regierung hat der WHO gedroht, sie werde (nach Frankreich 2009) es ab 1.1.2017 verbieten Transsexualität als psychische Erkrankung zu bezeichnen, wenn die WHO bis dahin diese Einstufung nicht ändert. Ob die Dänen auch an die Kostenerstattung durch die Krankenkassen denken bleibt abzuwarten.
Wie bekannt, soll die ICD-11 der WHO ja erst 2018 verabschiedet werden.


Allerdings können solche Meldungen einen Anstoß geben - und das finde ich gut :)p

OT
Gut finde ich auch, dass wir uns (jedenfalls kurz) gesehen haben )))(: (888)

Gruß
Anne-Mette

Jetzt dämmert es endlich. Hatte ich ja auch damals gesagt. Auch hier im Forum.

Wann immer so was kommt, ist es immer eine gute Idee, sich mal zu überlegen: Wer profitiert noch davon.

Mit "profitieren" wird es meistens um entweder Geld oder den Kick an Machtausübung gehen.


Hier also einerseits, bringt so ein Gesetz mehr Unterstützung zu den Urhebern - und was machen sie damit.
Andererseits, Wenn Transsexualität nicht mehr als Krankheit, z.B. auch nicht als physiologischer Defekt gesehen wird, wo bleibt dann die gesetzliche Grundlage für die Kostendeckung der HRT oder GAOP durch die Versicherung? Wird dann wieder erst bezahlt, bei Selbstmordgefahr, so wie es früher war. Haben die Urheber des Gesetzes daran gedacht?

Hat überhaupt jemand dieses Thema angesprochen?

Hat überhaupt jemand die betreffenden Politiker dazu gefragt?

Fühlt sich überhaupt jemand außer die LGBT-Dachorganisationen sich zuständig, Politiker direkt anzusprechen?



Was Bolivia betrifft, bin ich da auch nicht so wirklich überrascht. Einerseits ist es ein katholisch angehautes Land. Andererseits besteht die Bevölkerung weitgehend aus südamerikanischen Ureinwohner. Nun, ich habe ehrlich keine Ahnung wie das Gender-System in ihrer Ur-Kultur ist, aber das kann auch ganz anders sein. Anders als das Christlich-Europäische auch anders als bei den nordamerikanischen Ureinwohnern.

Es kann ein Schnellschuss, der erstens an der allegemeinen Bevölkerung am Arsch vorbei geht und einzig und allein den Zweck haben, Bolivia als progressive Nation darzustellen. Ganz billig, 10 A4 Seiten mit Unterschrift und wir sind berühmt. Oder es kann ehrlich gemeint sein.
Antworten

Zurück zu „Meldungen, Literatur, Filme, Theater, Tanz, Fernsehsendungen“