Wie gehen partnerinnen damit um
Wie gehen partnerinnen damit um - # 3

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Lina
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Re: Wie gehen partnerinnen damit um

Post 31 im Thema

Beitrag von Lina »

Explorer hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:[
Ja, das ist auch nicht ganz bloed.
Eiben kleinen Tipp dazu: Achtet darauf, ob ein Punkt erreicht wird, wo eure Koerperpositionen von selbst so gut wie spiegelbildlich und synchron werden. Dann habt ihr es richtig gemacht.
Wenn nicht, dann gubt es immer noch ein Problem zu klaeren.
Bei Streit und Krisen sitzen wir uns gegen Ende meist nicht Auge in Auge gegenüber, sondern liegen schließlich Arm in Arm (meist sie in meinem) da und sprechen uns aus, oder genießen die Nähe. Daher ist "spiegeln" nicht wirklich möglich.

----------------

....

:(
Ja, das hast du ungefähr so total missverstanden, wie es geht. Wie hast du das geschafft?
Franka
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Re: Wie gehen partnerinnen damit um

Post 32 im Thema

Beitrag von Franka »

Explorer hat geschrieben: Hach mann... ich weiß nicht, ob das so eine Zukunft hat. Glaubt ihr, dass ich da vielleicht einfach etwas kompromissbereiter sein müsste? Oder ihr mehr Zeit lassen müsste? Oder sind die Differenzen einfach zu groß?

:(
Hallo Sara,

in erster Linie solltest du glücklich sein. Dafür musst du natürlich erst mal für dich wissen, wieviel Freiraum deine weibliche Seite braucht. Ulrike-Marisas Frau kann mit dem Thema auch nicht umgehen und will es wohl vor allem auch gar nicht. Für mich hätte das Trennung bedeutet, aber Ulrike-Marisa scheint sich Zuhause soweit zurücknehmen zu können, dass die Partnerschaft (in meinen Augen ist es keine mehr, da eine Seite alles bestimmt, vorgibt und sich alles nach ihr richten muss) weiterbestehen kann. Solange sich Ulrike-Marisa dabei wohl fühlt und glücklich damit leben kann ist es auch ok.
Du musst dir also die Frage stellen, könntest du ggf. auch so leben? Wenn deine Frau wenigstens gesprächsbereit ist, sollte sie sich mit anderen Partnerinnen austauschen (hier im Forum oder in einer SHG), dass hat meiner Frau sehr geholfen, aber dafür muss natürlich eine gewisse Bereitschaft da sein. Wenn sie vorhanden ist, sind eure Differenzen noch nicht zu groß.
Deiner Frau mehr Zeit zu lassen ist ok, aber sie muss auch kompromissbereit werden, nicht nur du. Und CD/TV/TS ist ja nur eine von vielen Baustellen in einer Beziehung, wie weit ist bei euch sonst alles in Ordnung?
Das könnt nur ihr beurteilen. Solange ihr offene Gespräche führen könnt hat eure Beziehung auf jeden Fall eine Chance ich drücke euch beiden die Daumen und wünsche euch alles Gute auf eurem Weg in die Veränderung.

LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie gehen partnerinnen damit um

Post 33 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Sara,

kennst Du das Buch Psychologie sexueller LEidenschaft? Zugegeben, der Titel klingt nicht so ganz nach dem, was drin steht. Aber er ist ein sehr wertvoller Ratgeber für Paare. Ein wichtiger Punkt ist das s.g. "Differenzieren". Damit meint er u.a., dass man nicht zwangsläufig in allen Fragen übereinstimmen muss. Es gibt immer gemeinsame Bereiche und THemen, die nur für einen von Bedeutung sind. Es geht also darum, wie man das hin bekommt. Der Konfrontationskurs auf dem ihr gerade zu laufen scheint, ist nur insofern nützlich, dass ihr erkennt, dass Ihr schwerwiegende Probleme habt. Das muss nicht zwangsläufig das Thema Trans sein. Dahinter kann sich noch einiges verbergen.

Ich bin mit Dir einer Meinung, dass Trans* für Dich ein wichtiges Thema ist. Aber was verbirgt sich hinter ihren Ablehnungen? Auch das müssen nicht die Sätze sein, die sie spricht. Z.B. könnte ich mir vorstellen, dass sie sich von Dir nicht richtig wahr genommen fühlt oder sie das Gefühl hast, dass Du sie nicht ernst nimmst. Deine Einschätzung kann völlig daneben liegen, wenn Du meinst, auf sie wirklich einzugehen. Hier hilft vielleicht genaues zuhören. Es gibt ein Buch von Lukas Möller, "Die Wahrheit beginnt zu zweit". Es geht um eine spezielle Form des Zwiegesprächs. Es ist auch sehr interessant. Jeder hat eine halbe oder dreiviertel Stund, in der nur er/sie redet und der andere zuhören muss und selber nichts sagen darf. Es gibt noch ein paar "Spielregeln" dazu. Es ist erstaunlich, was dabei zu Tage gefördert wird.

Ich wünsche Euch viel Glück. Lieber mit der/m Alten was Neues, als mit einer/m Neuen das Alte ...

Wie wäre es damit?
http://www.zgedichte.de/gedichte/khalil ... liebe.html
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Ulrike-Marisa
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Re: Wie gehen partnerinnen damit um

Post 34 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo Dahlia,

...da möchte ich doch noch mal zu sagen. Du kannst von außen bestimmt nicht genau beurteilen, wie unsere bestehende Partnerschaft aussieht und was sie letztlich beinhaltet, so dass ich diese Bezeichnung gewählt habe. Für uns ist es nach langer Ehe auch weiterhin eine Partnerschaft, auch wenn sich persönliche Veränderungen ergeben haben - auch wir sind weiterhin die Menschen geblieben, die ganz viel Gemeinsamkeiten haben und ganz viel miteinander machen - unter Berücksichtigung des Status Quo und es ist bestimmt nicht so, dass meine Frau unser Leben alleine bestimmt; da gehören schon immer zwei dazu. Richtig ist, dass wir in dem einen Punkt, was meine weiblichen Wünsche und Gefühle betrifft, eben nicht einer Meinung sind - aber dafür alles aufgeben, das ist nicht das Ziel. Da mag es sicher unterschiedliche Sichtweisen geben...

Beste Grüße, Ulrike-Marisa ))):s
Moni ka

Re: Wie gehen partnerinnen damit um

Post 35 im Thema

Beitrag von Moni ka »

Hallo an in die Runde,

ich hoffe es ist okay das ich mich hier einfach mal dran hänge aber genau die Frage geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf.

Ich bin 33 Jahr und seit 3 1/2 Jahren mit meinem Freund in einer Beziehung.

Ich weiß schon seit ein paar Monaten das mein Freund hin und wieder mal Frauenkleider trägt... Er hat es mal erwähnt aber irgendwie hat man da nicht so wirklich drüber nachgedacht weil dann auch nicht mehr drüber gesprochen wurde.
Seit ein paar Tagen ist es aber irgendwie Hauptthema geworden und ich weiß nicht mehr genau wie kam es so im Gespräch auf und er hat mir alles darüber erzählt. Er trägt einfach gerne wenn er arbeitet (Homeoffice) Frauenkleider. Er zieht dann hohe Schuhe an, ein Top oder Kleid und fühlt sich einfach gut dabei. Er tut es für sich sagt er. Letzte Woche fing es an, das er sich die Beine rasiert hat und da hab ich ihn natürlich dann auch darauf angesprochen. Er hat sich jetzt auch noch neue Kleidung bestellt und sogar Make Up und Nagellack weil er das einfach mal gerne für sich machen möchte und wissen möchte wie er sich fühlt wenn er sich auch schminkt und eine Perücke anzieht. Irgendwie schockt es mich nicht so sehr wie man denken sollte... Aber trotzdem frage ich mich warum obwohl er es mir eklärt hat und ich fühle mich gerade so keine Ahnung wie. Ich hab ihn gerfragt warum er es nicht schon vorher erzählt hat. Er hatte irgendwie Angst ich würde ihn dann nicht mehr als Mann sehen und obwohl ich es nicht zugegeben habe ist genau das im Moment das Gefühl womit ich kämpfe. Gestern Abend standen wir gemeinsam im Bad und er hat mir die Sachen vorgeführt die er sich neu bestellt hat. Ich wollte es eigentlich nicht sehen aber ich wollte ihn auch nicht verletzten udn habe mitgemacht. Ich habe auch Angst das er kein interesse mehr an mir als Frau haben könnte aber auch das ich einfach kein interesse mehr an ihm habe weil er mir nicht mehr männlich genung ist. Ich war so froh als er gestern mal ein paar Bartstoppeln im Gesicht hatte aber ich weiß auch er wird sie sich wieder abrasieren. Wir wohnen nicht zusammen und er hat auch noch einen Sohn der bei ihm wohnt. Aber zu wissen das er heute in Frauenkleidung am Schreibtisch sass (Er hat mir ein Bild geschickt) oder wenn sein Sohn am WE bei seiner Mutter ist er sich schminkt und zurecht macht ist so komisch. Das schlimme ist ich kann mit keinem darüber reden weil ich natürlich Angst vor den reakltinonen meiner Freundinen habe aber er mich auch gebeten hat es niemandem zu erzählen aber mit ihm kann ich nicht über meine Gefühle und Gedabnken reden weil ich ihn einfach nicht verletzen möchte.
Ich hoffe so sehr, dass ich hier ein paar Frauen finde, denen es auch so geht und mit denen ich mich austauschen kann. Ich wäre wirklich dankbar dafür.

Freu mich über Nachrichten.

LG Moni ka
MEL
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Re: Wie gehen partnerinnen damit um

Post 36 im Thema

Beitrag von MEL »

Hallo Moni ka,

erstmal auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen!

Also ich kann das Geschriebene von Explorer nur unterstreichen und möchte mich daher hier nicht wiederholen.
Auch wenn Du schreibst, dass Du schon seit einigen Monaten davon weisst, dass dein Freund eine weibliche Seite hat,
so ist es doch noch relativ unbekanntes Terrain für dich, zumal ihr nicht ausgiebig darüber gesprochen habt.

Da sind wir auch schon bei einem weiteren zentralen Punkt - ergänzend zu den Ausführungen von Explorer - nämlich
das Gespräch suchen, der permanente und vor allem offen-ehrliche Meinungsaustausch ist hier geboten.
Daneben ist aber auch Geduld gefragt, um sich und dem/der Partner-in Zeit und Gelegenheit zu geben,
Klarheit über die eigenen Wünsche und Vorstellungen zu erlangen wie auch über die Gefühle und Wertschätzung
zum-r Partner-in.
Neben dem Austausch hier im Forum wäre auch die Kontaktaufnahme / der Besuch einer Selbsthilfegruppe/Stammtisch
in Erwägung zu ziehen?! Außerdem besteht die Möglichkeit, sich hier direkt mit anderen Partnerinnen auszutauschen.

Also, lies dich weiter ein und wenn du Fragen hast, kannst du dich auch gerne via pn melden.

Liebe Grüße

Mel (und Frau, die hier sporadisch mitliest/von mir informiert wird)
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