Angefangen hat wohl alles in frühester Kindheit. Da meine Eltern oft am Wochenende arbeiten waren, wurden meine Schwester und ich, an den Wochenenden, oft bei Großeltern geparkt.
Meine eine Oma war nicht besonders ordentlich und überall lagen ihre Nylonstrümpfe rum, unterm Sofakissen auf der Hollywoodschaukel, einfach überall (ich glaube von ihr habe ich meine Unordentlichkeit geerbt

)
Ich habe es geliebt mir die Strümpfe anzuziehen und meine Oma hat auch nie was dazu gesagt. Wenn wir das Wochenende bei den anderen Großeltern verbringen mussten, war es ähnlich, auch da durfte ich die Nylons meiner Oma tragen, wenn ich wollte, nur das ich sie aus der Schublade holen musste. So hat alles mal angefangen und ließ mich auch nie mehr los.
Erst als ich meine erste eigene Wohnung hatte besorgte ich mir auch Röcke, Schuhe, Perücke und was man als Frau sonst noch so braucht und trägt.
Es folgten 30 Jahre Heimlichtuerrei, wo ich mich nur meinen Partnerinnen anvertraute, was aber eher nur geduldet, als akzeptiert wurde. Woran die Beziehungen wohl am Ende auch scheiterten. Erst seit dem Auftritt von Conchita beim Grand Prix und durch die Unterstützung meiner jetzigen Frau, habe ich beschlossen mich nicht länger zu verstecken und lebe seit dem als Frau und bin am Beginn der Transition.
LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.