Traum bleibt ein Traum....
Traum bleibt ein Traum.... - # 2

Lebensplanung, Standorte
Magdalena
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Re: Traum bleibt ein Traum....

Post 16 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Biene,
nun möchte auch ich mich mit einem Betrage melden. Was ist schon perfekt? aber es gibt hilfsmittel, die zumindest helfen beizutragen sich wohl zu fühlen. Und wenn Frau sich wohlfühlt, trägt sie es auch nach außen. Es gibt in den verschiedene Regionen speziell für Kunden wie uns Geschäfte, die sich auf Transgender eingestellt haben. Neben den Produkten wie Perücken, Make-up und vieles mehr, und wird Frau meist gut beraten. So können markante männliche Merkmale verdeckt oder kaschiert werden, ohne dauerhaft eine Veränderung machen zu müssen. Auch die Auswahl der Kleidung kann vieles kaschieren. denn selbst Bio-Frauen haben nicht die Idealfigur. Es gibt zum Beispiel den A-Typ mit schmaler Brust uns breitem Becken, weiter nch H-Typ, X-Typ und V-Typ. Dem zu Folge solte auch die Kleidung ausgesucht werden, um nicht grade das zu betonen, was nicht vorteilhaft wirkt. Jetzt kommt es darauf an, ob du Dich schon traust in ein Geschäft zu gehen und Dich beraten lässt.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
biene38
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Re: Traum bleibt ein Traum....

Post 17 im Thema

Beitrag von biene38 »

Magdalena hat geschrieben:Hallo Biene,
nun möchte auch ich mich mit einem Betrage melden. Was ist schon perfekt? aber es gibt hilfsmittel, die zumindest helfen beizutragen sich wohl zu fühlen. Und wenn Frau sich wohlfühlt, trägt sie es auch nach außen. Es gibt in den verschiedene Regionen speziell für Kunden wie uns Geschäfte, die sich auf Transgender eingestellt haben. Neben den Produkten wie Perücken, Make-up und vieles mehr, und wird Frau meist gut beraten. So können markante männliche Merkmale verdeckt oder kaschiert werden, ohne dauerhaft eine Veränderung machen zu müssen....

Dieser tägliche Aufwand wäre mir viel zu groß. Täglich Perücken zu tragen, Make up und kaschieren, das wäre mir zu stressig. Und das dann auch im Sommmer...
Grüße von der Biene (na)
Tascha

Re: Traum bleibt ein Traum....

Post 18 im Thema

Beitrag von Tascha »

Hallo zusammen,

im allgemeinen wird behauptet "Von Nichts,kommt Nichts" ich finde die Frage "Von was, kommt was" besser den wo nichts ist, kann alles werden.

Biene - du schreibst der "tägliche Aufwand wäre mir viel zu groß, Täglich Perücken zu tragen, Make up und kaschieren, das wäre mir zu stressig" selbst wenn du in frühester Jugend angefangen hättest, müsstest du täglich "Aufwand" betreiben - so wie ALLE - die auf ein äußeres Erscheinungsbild MegaGroßen wert legen, denn: Von Nichts,kommt Nichts.
Und das ist nicht nur im äußeren gültig - denn das äußere, spiegelt das innere wieder, und wenn es im inneren nicht stahlt, dann strahlt auch das äußere nicht - ganz egal welchen Aufwand man betreibt.

Damit dein Traum kein Traum bleibt, solltest du erst einmal für dich klären, Wo der Traum überhaupt her kommt - Von was, kommt was?

LG
Tascha
Sylvia50

Re: Traum bleibt ein Traum....

Post 19 im Thema

Beitrag von Sylvia50 »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:Liebe Biene,

ein Traum muß kein Traum bleiben und um wirklich glücklich zu leben, ist die Optik gar nicht so wichtig.

Lies hierzu meine Geschichte in Kurzform, wenn Du magst. Ich habe mir mal erlaubt, meinen Profiltext von Travesta zu kopieren.


"Die Frau in mir war schon immer da......irgendwie. 42 Jahre hat sie in mir geschlummert, mehr oder weniger fest. Ab und zu hat sie mal geblinzelt oder ein Auge aufgemacht, mehr aber nicht.

Ich habe bis dahin ein, wie man so schön sagt, betont männliches Leben geführt....Fußballverein, Kegelclub, Saufgelage mit Freunden, Gitarrist in einer (gar nicht mal sooo unbekannten) Heavy Metal Band, Trucker (heute Truckerin), wenn auch nicht aus Spaß an dem Job, sondern weil er mir ein Leben als Frau ermöglicht).

Bis zu jenen schicksalhaften Träumen im Sommer 2011. Ich träumte, mich als Frau zurecht zu machen und raus zu gehen. Ich hatte haargenau den selben Traum zwei Nächte hintereinander, was mir vorher, zumindest bewußt, noch nie passiert war.

Erinnerungen kamen in mir hoch, an die Kindheit.....an den Schulkarneval, an dem ich eigentlich als Cowboy gehen
wollte, meine Mutter mich aber überredete als Mädchen zu gehen. Schließlich sollten die besten drei Kostüme prämiert
werden und Cowboy war da irgendwie zu einfallslos. Also ging ich als Mädchen.

Ich schmecke heute noch den Geschmack des Lippenstiftes und fühle das Kleben der Wimperntusche an den Augen. War das der ausschlaggebende Moment? Ich weiß es nicht!
Transidentität ist angeboren, so sagt man und ich denke das auch. Noch mehr Erinnerungen.....das Mädel aus der Nachbarschaft, mit dem ich öfter "Verkleiden spielte", das heimliche Tragen von Strumpfhosen hin und wieder, die Frage, warum die Kumpels Pornoheftchen anschauten und mich mehr die Damenmode in Versandhauskatalogen interessierte.

Also setzte ich meine Träume in die Tat um, machte mich als Frau zurecht und hatte sofort das Gefühl, angekommen zu sein. Alles fühlte sich so "richtig" an, so ganz normal, ohne irgendeinen sexuellen Reiz.
Mit einem Mal war mir auch schlagartig klar, woher diese unterschwellige Unzufriedenheit kam, die mich quasi
mein ganzes Leben bis dahin begleitet hatte. Ich redete mit meiner Frau über all dies.

Was folgte waren Tränen, Streit, Unverständnis und trotzdem hat sie mich unterstützt, wobei unterstützt noch stark untertrieben ist. Sie ist mit mir einkaufen gegangen, brachte mir Schminktricks bei, "jagte" mich als Frau vor die Tür und hinein in die Öffentlichkeit, schubste mich immer wieder ins kalte Wasser. Heute denke ich, sie wollte mich testen, sehen wie weit ich gehen würde und wie wichtig mir das alles wirklich war. Doch all dies habe ich mit Bravour gemeistert, auch wenn ich oft ein mulmiges Gefühl hatte. Sie ist 1000% hetero und kann mit einer Michelle in sexueller Hinsicht nix anfangen, ich mit Biofrauen übrigens auch nicht mehr wirklich. Das Beste aber ist: Wir sind heute allerbeste Freundinnen, reden über alles und helfen und unterstüzen uns gegenseitig wo es nur geht.

Komplimente und Bestätigung sorgten mehr und mehr für ein Selbstbewußtsein, das ich in meinem alten Leben nie gekannt hatte. So ist es auch nicht verwunderlich, das die Frau in mir immer stärker wurde und dem männlichen Ich sowas von in den Arsch trat;-)
Ja, ich kann es so sagen....das Leben als Mann wurde für mich zunehmend unerträglicher und jeder Tag als Mann war für mich ein verlorener Tag. Ich hielt es nicht mal mehr aus, als Mann verkleidet täglich 8 Stunden lang meine Brötchen zu verdienen, so zuwider war mir das alles. Ein Outing in meiner damaligen Firma, einer konservativen Spießerbude hoch 10, war damals undenkbar. So schmiss ich alles hin und suchte mir einen Job, den ich problemlos als Frau machen konnte.

Kurz vorher habe ich eine Psychotherapie begonnen und hielt am 21.11.13 endlich mein Rezept für die HRT in den
Händen. Für mich war es wie ein zweiter Geburtstag, wie ein Startschuss in ein neues Leben. Nun lebe ich also seit
Januar 2013 komplett als Frau, habe soooo viele neue und wertvolle Freundschaften geschlossen und bin einfach nur noch glücklich und zufrieden........und sehr gespannt, was da noch so kommen mag:-)"


Liebe Grüße
Michelle
Eine bewegende Biografie! Mit viel Energieverlust und -gewinn verbunden. Du bist zu Recht belohnt worden mit Dir selbst!
Sehnsüchtige und bewegte Grüße
Sylvia50
Anne-Mette
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Re: Traum bleibt ein Traum....

Post 20 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich habe es schon einmal (oder mehrmals) an anderer Stelle geschrieben:

Es ist mir ein Rätsel , dass so ein langer Text zitiert wird - und dann kommt da ein Zweizeiler drunter.

Gruß
Anne-Mette
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