Der religiöse (Anti-) Gender-Wahn
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Frida
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Der religiöse (Anti„) Gender„Wahn

Post 1 im Thema

Beitrag von Frida »

Der religiöse (Anti-) Gender-Wahn

Warum die Angriffe auf die LGTBI-Bewegung wissenschaftlich absurd sind
Thorsten Barnickel , Humanistischer Pressedienst


http://hpd.de/artikel/religioese-anti-g ... nopaging=1

"Wenn die LGBTI Bewegung etwas eint, dann die Forderung, über den eigenen Körper, die eigene Sexualität und das eigne Leben selbstbestimmt verfügen zu können. Dieses Ziel ist nicht an die Richtigkeit irgendeiner Gendertheorie gebunden und wird in keiner Weise bedroht von einer aufgeklärten Sicht auf die Natur des Menschen."


Wie ich finde, ein interessanter und kluger Artikel.

Liebe Grüße, Frida
Ulrike-Marisa
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Re: Der religiöse (Anti„) Gender„Wahn

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...denke so wie Frida.
In Den Kirchen bahnt sich aber langsam ein Wandel an, mit z.T. heftigen Diskussionen, aber das kirchliche Weltbild vom realen Leben der Menschen wird sich den realen Gegebenheiten anpassen müssen, sonst geraten die Kirchen bei den Menschen ins Hintertreffen.

Gruß, Ulrike-Marisa
Lina
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Re: Der religiöse (Anti„) Gender„Wahn

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina »

Das wirklich perverse an der ganzen Diskussion ist, dass sie in etwa so funktioniert:

Gruppierung X argumentiert mit: Unsere armen Kinder. Die Gender-Theorie ist böse. Gruppierung Y ist böse weil die für Gender Mainstreaming ist.

Darauf reagiert Gruppierung Y erst gar nicht, weil sie keine Ahnung hat, was sie mit der sogenannten Gender-Theorie zu tun haben sollen, weil DIE sogenannte "Gender-Theorie" ein Hirngespinst von Gruppieung X ist. Und was soll schlimm an Gender-Mainstreaming sein? Der Ausdruck hat seinen Ursprung in UNO-Kreisen, nicht bei einer bestimmten Partei, und der Grundstein davon ist die Schaffung von Chancengleichheit der Gender.

Gruppierung X hat dadurch freien lauf, die dümmsten Menschen der Gesellschaft einzutrichtern wie böse die "Gender-Theorie" und "Gender-Mainstreaming" sind, alles Mögliche hineininterpretieren, was Ihnen gefällt - bis hin zu Absichten von legalisierung von Kinderschändung. Die können es ungehindert in so einem Ausmaß tun, dass sogar Frauen sich hin stellen können und gegen "Gender-Mainstreaming" wettern - und wenn man Fragt, warum eigentlich eine Frau sich in Politik einmischt und dabei ausgerechnet sich gegen Chancengleichheit stellt, bekommt man inzwischen die Antwort von einigen, dass "Gender-Mainstreaming", damit nichts zu tun habe.
Die ganze Argumentation der Grupperung X bekommt sozusagen eine Eigendynamik, die ähnlich wie Verschwörungstheorien nach folgendem Prinzip funktioniert:
Gender-Mainstreaming = Gender-Theorie = alles Böse was uns gerade gefällt da hineinzuinterpretieren = Politik der Grupperung Y.

Grupperung Y sagt dazu nichts, weil die keine Ahnung haben, dass sie angeblich Urheber oder Protagonist der sogenannten "Gender-Theorie" sein soll. Fast alle Andere, die sich zu wort melden fangen dann auch noch an auf die Prämissen der Grupperung X zu diskutieren. Dies ist natürlich sinnlos, weil die Grupperung X kann oder will - auch nicht auf Anfrage - was eigentlich diese "Gender-Theorie" oder gar "Gender-Ideologie" sein soll oder wer der oder die Urheber überhaupt sind, wo man nachlesen kann woraus die besteht. So ist es natürlich erfolglos, dagegen zu argumentieren, weil jeder der Grupperung X einfach jedes Argument abweisen kann mit: Es geht ja um was ganz anderes. DIE wollen doch ...

Mir ist es ehrlich gesagt unbegreiflich, dass Leute - selbst einige Foreras in diesem Forum - sich so weit von denen manipulieren lassen ... neulich kam doch wieder etwas von der sorte: Es muss doch DIE Gender-Forschung gegen den Strich gehen, wenn sie sehen, was alles an Frauenzeitschriften angeboten und auch überwiegend von Frauen gekauft wird - wenn die Gender alles nur ein ergebnis der Prägung sein soll.
Hey ... Leute wake up! Es GAB Forscher, die das meinten. Ja, das WAR in einigen Kreisen eine gängige Theorie. Das ist verdammt noch mal 50 Jahre her. Oder einige behaupten, dass die anwendung von geschlechtsneutralen Pronomen würden soll den Zweck haben, Kinder würden nicht wissen, ob sie Jungen oder Mädchen sind. - Das ist doch dummes Zeugs, das von der o.g. Gruppierung X kommt - und hat auch noch den Weg in die Hirne von Leuten in diesem Forum gefunden. Die Befürworter des geschlechtsneutralen Pronomens - auch die in den schwedischen Egalia Kindergärten - wissen doch ausgezeichnet, dass Kinder sehr früh ein Gender-Identitätsgefühl haben. Es geht darum, dass den Kindern nicht einfach was aufgedrängt wird, ohne dass sie eine Chance bekommen, selber zu wählen.

Also meine Aufforderung:
Macht euch bemerkbar da drausen und bring die Diskussionen auf den Punkt. Wenn jemand sagt "Die Gender-Forschung sagt ..." - dann fragt: "WER genau sagt das? Welcher Forscher, sagt genau was? - Sprechen wir überhaupt von einer These die heute noch von jemandem unterstützt wird?"
Wenn jemand sagt: "Gender-Ideologie" - dann fragt, "WELCHE Ideologie genau? Nenne mir einen Einzigen in der politischen Landschaft, der "DIE Gender-Ideologie" auf dem Programm hat. Woraus basiert die und wer sagt, dass sie das tut?"
Wenn sie nicht antworten, dann fragt wieder - und tue es, wo andere es auch mit bekommen. Sonst ist es ja sinnlos. Die WERDEN es nämlich nicht beantworten wollen oder können, weil ihre ganze Argumentation basiert darauf, dass diese Schlüssel-Faktoren nie auf den Punkt gebracht werden. Dann können sie sie nämlich verdrehen und immer was Neues hineininterpretieren, je nach Situation.

Kurz gesagt - das dümmste, was man tun kann, ist nur zu diskutieren auf den Bedingungen, die Andere vorgeben.
Erst mal logisch denken und dann selber Bedingungen aufstellen ...
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