Von einer die loszog ...
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Anke
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Von einer die loszog ...

Post 1 im Thema

Beitrag von Anke »

... ihre frühere Männerkleidung los zu werden und dabei versucht hat, noch etwas gutes zu tun.

Hallo,

vor einiger Zeit habe ich meinen Kleiderschrank komplett von männlicher Kleidung befreit, ihn sozusagen "entmannt". Seitdem lagern die Sachen auf dem Dachboden.

Nachdem ich etwas Abstand dazu hatte, habe ich mir überlegt, was ich mit den Sachen anstelle. Am besten gefiel mir der Gedanke, sie einem wohltätigen Zweck zur Verfügung zu stellen. Damit hätten die Sachen eine gute Verwendung gefunden und andere hätten auf diese Weise Anteil an meinem Glück.

So schön die Idee auch ist, so schwierig scheint sie umzusetzen zu sein. Mein erster Gedanke war, die Sachen den Flüchtlingen zukommen zu lassen. Also im Internet die Seiten der Flüchtlingshilfe gegoogelt und da gab es auch Hinweise zu Kleiderspenden. Zu meiner großen Überraschung stellte sich dabei heraus, dass die Hilfsorganisationen in meiner Gegend derzeit keine Kleiderspenden annehmen, weil sie Zuviel davon haben. Das hat mich dann schon sehr überrascht, ich hatte eigentlich gedacht, dass man mir meine Sachen förmlich aus den Händen reißen würde. Aber gut, sei es drum. Und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, das hier kein Mangel herrscht.

Nächster Versuch waren die Second-Hand-Läden. Dabei bin ich auf Oxfam gestoßen. Die verkaufen die Sachen und finanzieren damit Entwicklungsprojekte. Das klang für mich gut und so machte ich mich auf in die Filiale nach Stuttgart. Nachdem ich dort frohes Mutes den Laden betreten hatte, setzte bei mir sehr schnell Ernüchterung ein. Die Frage, ob ich denn Frühlingssachen hätte, fand ich ja noch in Ordnung. Als ich dann kurz erklären wollte, was ich hätte, wurde mir recht schnell das Wort abgeschnitten. Dass ich die Sachen in Säcken hätte ginge ja gar nicht (Natürlich habe ich die Sachen in Plastiksäcken gelagert. In Kisten wären sie nur feucht und muffig geworden) und schließlich würde man gebügelte Sachen erwarten.

Offen gestanden kam ich mir wie eine Bittstellerin vor und eine Organisation, die so mit Leuten umgeht, werde ich keinesfalls unterstützen. Deshalb habe ich postwendend meine Sachen genommen und hab den Laden unverrichteter Dinge verlassen.

Damit bin ich wieder am Anfang und überlege, welche Möglichkeiten es noch gibt. Auch deshalb die Frage an diejenigen, die sich auch von ihrer früheren Kleidung getrennt haben:

Was habt ihr damit gemacht und wie waren eure Erfahrungen dabei?

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Anke
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Re: Von einer die loszog ...

Post 2 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo Saari,

das ist für mich die letzte Option, weil ich da nicht so recht weiß, was mit den Saxhen passiert.

Liebe Grüße

Anke
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Magdalena
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Re: Von einer die loszog ...

Post 3 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Anke,

ich hatte schon mehrmals bei der Heilsarmee Kleiderspenden abgegeben. Die waren bisher immer sehr dankbar.

Liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Veronika
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Re: Von einer die loszog ...

Post 4 im Thema

Beitrag von Veronika »

Hallo Anke,

Ähnliches kann ich auch berichten. Ich wollte von meiner Mutter auch für die Flüchlinge Oberbekleidung abgeben. Als Antwort bekam ich eine Mail mit einer 3-seitigen Auflistung über Dinge die benötigt werden. Man war dort nicht wirklich an der Kleidung interessiert.
Ich konnte die Sachen dann beim Sozialdienst katholischer Frauen abgeben, allerdings lagen diese gefaltet im Kofferraum meines Autos.
Der SkF hat bei uns einen Secand Hand Shop.

LG Veronika
exuserin-2016-12-21

Re: Von einer die loszog ...

Post 5 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 »

Hi Anke,
durch meine vielen Kinder und eigene Kleidungsstücke ,sotiert meine Frau oft aus und steckt Kleidung und Schuhe in einen festen Plastikbeutel.
Abgabe sind Container bei der Caritas (meistens unmittelbar bei der Kirche stationiert oder das DRK . Denke Malteser schmeißen immer Tüten im Briefkasten und die stellst du zu einem gewissen Termin gut sichtbar irgendwo an die Straße . Das wäre mein Tipp!!


Liebe Grüße Inge (ki)
Yasmine
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Re: Von einer die loszog ...

Post 6 im Thema

Beitrag von Yasmine »

...na ihr macht mir Mut, schließlich lagern bei mir auch noch Kisten...
Ich hoffe auch, ihr wisst etwas.
LG
Yasmine
Andrea aus Sachsen
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Re: Von einer die loszog ...

Post 7 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Anke,
in meiner Heimatstadt gibt es eine Kleiderkammer vom "Roten Kreuz". Die nehmen immer gern Spenden an.
Einen anderen Teil meiner alten Männersachen brachte ich zu H&M. Dort gibt es seit einigen Monaten bei Abgabe von Altkleidern sogar Rabattgutscheine: http://www.hm.com/de/garment-collecting
So ist von meinen alten Sachen bisher noch nichts in den Müll gewandert.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Nicole Pêcheur

Re: Von einer die loszog ...

Post 8 im Thema

Beitrag von Nicole Pêcheur »

Hey,

also das mit den Kleiderspenden läuft folgendermaßen :
In Deutschland dürfen nur Hilfsorganisationen (HiOrg) Kleiderspenden offiziell sammeln. Dafür stehen diese Container überall rum. 99% der Klamotten werden aber an Putzlappenhersteller verkauft und somit geschreddert. Damit verdienen die Hilfsorganisationen gutes Geld (ich sag euch lieber nicht wie viel, sonst werft ihr da nie wieder was rein) , was sie auch bitter nötig haben.
HiOrg's dürfen allerdings, da sie Vereine sind, keinen Gewinn erwirtschaften, und so was regelt sich am einfachsten durch solche dinge. Was nicht reinkommt, macht auch keinen unnötigen gewinn. Die meisten Mitarbeiter bei so einer HiOrg sind Ehrenamtliche, die nur wenig zeit in der Wache oder der Niederlassung verbringen, also haben sie auch wenig zeit sich um solche dinge zu kümmern. Anschaffungen wie Fahrzeuge usw werden meist vom Land bzw. Katastrophenschutz bezahlt oder gefördert und sind nicht von solchen einnahmen gedeckelt, somit nur Kleinigkeiten, wie Zubehör für die Rettungshundestaffeln oder sonstiges.
Es ist äusserst selten das die Altkleidercontainer von den HiOrgs selbst durchsucht werden nach brauchbarer Kleidung, das wird nur dann gemacht wenn ein Hilfstransport oder ähnliches statt findet. Ansonsten ist man in der Regel einfach zu sehr auf das Geld angewiesen was die Lappenindustrie (teilweise auch die Kleidungsindustrie) dafür zahlt.
Grade was Flüchtlinge angeht, werden viele überschussproduktionen /Vorjahresmode genommen von großen firmen. Hat den Vorteil sie sind neu und fertig in größe sortiert, da braucht sich keiner mehr hinstellen und aussortieren. Ist einfach zu umständlich.

Also tut euch selbst den gefallen, was nicht mehr Brauchbar ist in den Altkleidercontainer, was noch gut ist in eBay Kleinanzeigen oder normal eBay, für ab einen Euro und gut. Für den Gewinn kauft euch was schönes, oder spendet es einer Hilfsorganisation in eurer nähe. Somit habt ihr gleich 2 Glücklich gemacht, denjenigen der nen Schnapp bei Kleidung gemacht hat, und die HiOrgs.
Ich weiß das auch nur weil ich selbst Jahrelang Ehrenamtlich tätig war, und auch Hilfstransporte mitgefahren und Organisiert habe. Also könnt ihr mir das ruhig glauben.

LG

Nicole
Marielle
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Re: Von einer die loszog ...

Post 9 im Thema

Beitrag von Marielle »

Namd zusammen, Hallo Anke,

die Sache mit den Kleiderspenden läuft im Grunde nach marktwirtschaftlichen Gesetzmässigkeiten: Im Ganzen gibt es ein massives (Über-)Angebot auf dem 'Markt' und zyklisch wird immer das 'Falsche' angeboten, weil z.B. Winterkleidung natürlich zum Frühjahr hin aussortiert wird. Das hilft dir, Anke, natürlich nicht weiter und trifft auch nicht deinen Fall, weil es bei dir einen sachlichen Grund für die Abgabe deiner Kleidung gibt (den Rest dieses Beitrages also bitte nicht auf dich beziehen). Letztlich bist du das Opfer der 'Mode-Opfer' (welch ein Quatsch-Begriff!), die eine erhebliche Differenz zwischen Beschaffungsmenge und Verschleiß ihrer Kleidung moralisch irgendwie verbuchen müssen.

Man sagt auch, daß diese Kleidungstücke sogar ins Ausland gehen. Aber deswegen mache ich mir keine großen Gedanken. Ich will die Sachen nur los werden, denn ich kann damit nichts mehr anfangen. Also Klappe auf, Sack rein und Klappe wieder zu.
Nunja.... Man sagt auch, dass es durch billige Gebrauchttextilien-Importe in manchen Ländern Afrikas keine eigene Textil-Herstellung mehr gibt, in der Menschen arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen können. Aber machen wir uns ruhig weiterhin keine Gedanken darum, dass Menschen in Bangladesh für noch weniger Geld als die Menschen in Afrika Klamotten zusammennähen die wir dreimal tragen bevor wir damit nichts mehr anfangen können, um sie dann an die Afrikaner weiterverhökern zu lassen, die zwar keine Arbeit mehr, dafür aber schicke T-Shirts haben. Wissen wir doch jetzt wenigstens warum die Menschen, die uns ungefragt besuchen kommen, nicht wunschgemäß abgerissen und ärmlich aussehen, sondern so schick und adrett gekleidet sind, dass man sich fragt, warum die uns eigentlich besuchen kommen.


Ja, ich weiss....... Ich habe selbst blinde Stellen in meiner Beschaffungsbilanz. Aber ich arbeite daran.


Marielle

http://www.zeit.de/2011/45/NDR-Reportag ... ider-Luege
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
ChristinaF
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Re: Von einer die loszog ...

Post 10 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Schließe mich Inges Beitrag an. Sie hat recht mit der Caritas.
Genauso haben wir es bei der Abgabe meiner alten Wäsche und Kleidung getan. Alles gewaschen, in Säcke sortiert und abgegeben. Kein Problem, dafür ein großes Danke schön.
LG
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Re: Von einer die loszog ...

Post 11 im Thema

Beitrag von steffiSH »

Ja mit Oxfam, Darmstadt, habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, aber die Leute, die den Laden führen haben da gewisse Spielräume. Es kommt also immer darauf an auf wen man trifft und was der Laden für Vorgaben trifft. In Berlin habe ich eine Bekannte bei Oxfam die mir gelegentlich davon erzählt. Da hilft nur Eins: Hingehen, schauen wie die drauf sind und dann wiederkommen oder vergessen.
sum sum sum - no Latein
Anke
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Re: Von einer die loszog ...

Post 12 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

lieben Dank für die Beiträge und Vorschläge. (yes)

Ein paar Worte zu Oxfam: ich kann gut verstehen, dass die nicht alles sofort nehmen. Ich fand nur die Art, wie sie mit mir und auch noch einer anderen gleichzeitig anwesenden Spenderin umgegangen sind, sehr unterirdisch.

Ich hab jetzt in der Nähe noch einen Diakonieladen gefunden und die haben mir schon einen großen Teil abgenommen. Da gab es auch Freundlichkeit und ein nettes Gespräch.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Von einer die loszog ...

Post 13 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Bei uns gibt es die Skm, Obdachlosenhilfe, dort wird ohne zu zicken alles an Kleidung angenommen.

Gruß Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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