Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen - # 3
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Carina
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen
Hallo Lina,
wenn das so ist, bist du eine echte Bereicherung für das Unternehmen. Mir ist schon klar was du möchtest: Einen guten Job machen, wenns darauf ankommt gerne auch mit Überstunden, als Ausgleich dann Arbeitszeiten, Pausen und Party nach eigenem Ermessen. Das kann in einem sehr kleinen Team, in einer Umgebung ohne hohen Produktionsdruck, mit hochmotivierten Mitarbeitern auch gut funktionieren. Halbstaatliche Unternehmen wie Fraunhofer, MP -Institite, ESA usw. funktionieren so. Dann gibts noch hippe Start Up's, dort wird das "Wirgefühl" von den Gründern kultiviert, die Mitarbeiter empfinden die Reibungswärme, wenn sie über den Tisch gezogen werden, dann als Nestwärme. Vom öffentlichen Dienst reden wir erst gar nicht, da ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
Das sind aber alles nicht die Standardarbeitsplätze in Deutschland. Dort ist nämlich exakt definiert wie viel Zeit der durchschnittliche Mitarbeiter für eine bestimmte Arbeit benötigt, denn danach bestimmen sich zu einem Hauptanteil die Stückkosten und die Konkurenzfähigkeit des Unternehmens. Dann kommen noch gesetzliche Vorgaben dazu und jeglicher Individualismus am Arbeitsplatz ist gestorben. Es geht auch gar nicht mehr anders. Auch das ist eine direkte Folge der digitalisierung der Arbeit. Denk nochmal drüber nach!
Viele Grüße
Carina
wenn das so ist, bist du eine echte Bereicherung für das Unternehmen. Mir ist schon klar was du möchtest: Einen guten Job machen, wenns darauf ankommt gerne auch mit Überstunden, als Ausgleich dann Arbeitszeiten, Pausen und Party nach eigenem Ermessen. Das kann in einem sehr kleinen Team, in einer Umgebung ohne hohen Produktionsdruck, mit hochmotivierten Mitarbeitern auch gut funktionieren. Halbstaatliche Unternehmen wie Fraunhofer, MP -Institite, ESA usw. funktionieren so. Dann gibts noch hippe Start Up's, dort wird das "Wirgefühl" von den Gründern kultiviert, die Mitarbeiter empfinden die Reibungswärme, wenn sie über den Tisch gezogen werden, dann als Nestwärme. Vom öffentlichen Dienst reden wir erst gar nicht, da ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
Das sind aber alles nicht die Standardarbeitsplätze in Deutschland. Dort ist nämlich exakt definiert wie viel Zeit der durchschnittliche Mitarbeiter für eine bestimmte Arbeit benötigt, denn danach bestimmen sich zu einem Hauptanteil die Stückkosten und die Konkurenzfähigkeit des Unternehmens. Dann kommen noch gesetzliche Vorgaben dazu und jeglicher Individualismus am Arbeitsplatz ist gestorben. Es geht auch gar nicht mehr anders. Auch das ist eine direkte Folge der digitalisierung der Arbeit. Denk nochmal drüber nach!
Viele Grüße
Carina
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Magdalena
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen
Hallo,
ich habe mich durch die Beiträge durch gelesen. In viele steckt ein Körnchen Wahrheit. So kann es in unterschiedlichen Unternehmen unterschiedlich geregelt sein. In vielen Arbeitsverträgen sind schon die Arbeitsauggaben festgehalten. Daneben, so ist bei mir, gibt es Arbeitsanweisungen, die einzuhalten sind. Alle sollte schon vom Arbeitnehmer eingehalten werden, da sonst negative Folgen für den Arbeitnehmer eintreten können. Ich kenne aber unter anderm Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter in den Pausenräumen einen PC zur Nutzung in der Pause bereitstellen. Da ist die Nutzung aber auch nur in der Pause erlaubt, und auch was genutzt werden kann schriftlich festgehalten. Geleiches gilt für private Gespräche per Telefon. In Notfällen, wie es bei mir war, als meine Eltern plötzlich in eienr lebensbedrohenden Situation ins Krankenhaus kamen, werden die meisten Arbeitgeber aber darüber hinwegsehen. Ich hatte zudem meinen Vorgesetzten darüber informiert, dass ich eine Anruf der Klinik erwartete. Damit war ich abgesichert, mein Handy in der fraglichen Zeit eingeschaltet zu lassen und den Anruf entgegen zu nehmen. Daneben gegebenfalls, wenn es sich um die damit im Zusammenhang stehende Notwendigkeit ergibt , weiter Telefomate führen. Aber es war eine Einmaligkeit.
Viele Grüße Magdalena
ich habe mich durch die Beiträge durch gelesen. In viele steckt ein Körnchen Wahrheit. So kann es in unterschiedlichen Unternehmen unterschiedlich geregelt sein. In vielen Arbeitsverträgen sind schon die Arbeitsauggaben festgehalten. Daneben, so ist bei mir, gibt es Arbeitsanweisungen, die einzuhalten sind. Alle sollte schon vom Arbeitnehmer eingehalten werden, da sonst negative Folgen für den Arbeitnehmer eintreten können. Ich kenne aber unter anderm Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter in den Pausenräumen einen PC zur Nutzung in der Pause bereitstellen. Da ist die Nutzung aber auch nur in der Pause erlaubt, und auch was genutzt werden kann schriftlich festgehalten. Geleiches gilt für private Gespräche per Telefon. In Notfällen, wie es bei mir war, als meine Eltern plötzlich in eienr lebensbedrohenden Situation ins Krankenhaus kamen, werden die meisten Arbeitgeber aber darüber hinwegsehen. Ich hatte zudem meinen Vorgesetzten darüber informiert, dass ich eine Anruf der Klinik erwartete. Damit war ich abgesichert, mein Handy in der fraglichen Zeit eingeschaltet zu lassen und den Anruf entgegen zu nehmen. Daneben gegebenfalls, wenn es sich um die damit im Zusammenhang stehende Notwendigkeit ergibt , weiter Telefomate führen. Aber es war eine Einmaligkeit.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Lina
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen
Eigentlich bin ich da nicht viel anders als die Meisten der Leute, mit denen ich die mindestens letzten 10 Jahre zusammen gearbeitet habe.Carina hat geschrieben:Hallo Lina,
wenn das so ist, bist du eine echte Bereicherung für das Unternehmen. Mir ist schon klar was du möchtest: Einen guten Job machen, wenns darauf ankommt gerne auch mit Überstunden, als Ausgleich dann Arbeitszeiten, Pausen und Party nach eigenem Ermessen. Das kann in einem sehr kleinen Team, in einer Umgebung ohne hohen Produktionsdruck, mit hochmotivierten Mitarbeitern auch gut funktionieren. Halbstaatliche Unternehmen wie Fraunhofer, MP -Institite, ESA usw. funktionieren so. Dann gibts noch hippe Start Up's, dort wird das "Wirgefühl" von den Gründern kultiviert, die Mitarbeiter empfinden die Reibungswärme, wenn sie über den Tisch gezogen werden, dann als Nestwärme. Vom öffentlichen Dienst reden wir erst gar nicht, da ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
Das sind aber alles nicht die Standardarbeitsplätze in Deutschland. Dort ist nämlich exakt definiert wie viel Zeit der durchschnittliche Mitarbeiter für eine bestimmte Arbeit benötigt, denn danach bestimmen sich zu einem Hauptanteil die Stückkosten und die Konkurenzfähigkeit des Unternehmens. Dann kommen noch gesetzliche Vorgaben dazu und jeglicher Individualismus am Arbeitsplatz ist gestorben. Es geht auch gar nicht mehr anders. Auch das ist eine direkte Folge der digitalisierung der Arbeit. Denk nochmal drüber nach!
Viele Grüße
Carina
Es gab natürlich hier und da von kürzerer Dauer Ausnahmen. Ich habe in Agenturen gearbeitet, wo es wirklich zu Zeiten, wo es zu Zeiten - wenn weniger zu tun war - absoluten verrückten Krams gemacht wurde, in einer auch wo in den lange Mittagspausen gegrillt wurde. Wenn aber viel zu tun war oder ein Job schnell fertig werden musste oder eine Präsentation für einen Pitch ... der Rekord war mal Feierabend in der Nacht um 02:30. für so eine Präsentation. Das macht man natürlich, weil man weiß, dass vielleicht einen Auftrag zu 50.000 dran hängen kann und weil man ohnehin einen guten Job mit schicken will. Das ist mir auch Recht wenn dann auch, wenn der Auftrag wirklich real ist, ausreichend Sektkorken knallen und der Belegschaft die Möglichkeit gegeben wird, zusammen ein Gefühl wie - mann-sind-wir-mega-geil-und-es-macht-Spaß-mit-denen-zusammen-zu-sein - zu erleben. In einer Werbeagentur ist das natürlich extra extrem - aber tendenziell geht das eigentlich überall. Es hängt mehr von den Leuten ab, die man als Team zusammensetzt, als mit der Art der Arbeit selbst. Es hängt u.a. davon ab, wie sehr die Leute sich für das interessieren, was sie tun - auf der einen Seite - und auf der anderen Seite, dass sie verstehen was der Kunde braucht und erwartet und warum das allesentscheidend ist. Der Rest ist eigentlich dann nur gute Kommunikation auf allen Ebenen, auf denen ein Mensch kommuniziert. Das ist aber erlernbar.So funktioniert es auch gut und solche Firmen sind in der Regel erfolgreich.
Deshalb akzeptiere ich auch in keinster Weise solche Ebsenzählerei oder Machtgeilheit oder was immer es ist, wo der Chef mir oder Kollegen vorschreiben will, wie wir den Arbeitstag einteilen. Wir wissen doch am besten selber, wann wie und wo wir Entspannung oder Pausen brauchen, um das zu leisten, was verlangt wird.
Ich hatte übrigens mal einen Chef, der mich mal in Chefbüro zitierte, weil er einen privaten Text auf meinem Bildschirm gesehen hatte. Das hat mich ziemlich empört und wie man sich vielleicht denken kann, war die Antwort sinngemäß: Wenn hier nach den Regeln gearbeitet werden soll, dann mach dir mal klar, was das in äußerster Konsequenz bedeutet. Ich ließ ihn stillschweigend in seinem Büro sitzen und er hat das Thema nie wieder angesprochen. Was sollte er auch tun - gut er hätte zugeben können, dass man seinerseits viel zu oft nur Undankbarkeit und mangelnder Wertschätzung erlebt und sich dafür entschuldigen - aber sonst? Mich feuern etwa - hätte er auch ohne weiteren Formalitäten tun können. Aber er hatte ja eine Firma die funktionieren und das leisten musste, was die Kunden erwarten.
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Olivia
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen
Hallo,
zu dem Thema passt folgendes:
"Arbeitgeber dürfen unter Umständen den Browserverlauf eines Mitarbeiters überprüfen. Das gilt, wenn es sich nicht anders klären lässt, ob ein Kündigungsgrund vorliegt. Die Zeitschrift "Personalmagazin" weist auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichtes Berlin-Brandenburg hin. In dem Fall wurde einem Mitarbeiter gekündigt, weil er privat im Netz surfte. Um das zu belegen checkte der Arbeitgeber ohne Zustimmung des Mitarbeiters seinen Browserverlauf. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig."
MZ vom 26.03.2016
Liebe Grüße von Olivia
zu dem Thema passt folgendes:
"Arbeitgeber dürfen unter Umständen den Browserverlauf eines Mitarbeiters überprüfen. Das gilt, wenn es sich nicht anders klären lässt, ob ein Kündigungsgrund vorliegt. Die Zeitschrift "Personalmagazin" weist auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichtes Berlin-Brandenburg hin. In dem Fall wurde einem Mitarbeiter gekündigt, weil er privat im Netz surfte. Um das zu belegen checkte der Arbeitgeber ohne Zustimmung des Mitarbeiters seinen Browserverlauf. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig."
MZ vom 26.03.2016
Liebe Grüße von Olivia