Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof
Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof - # 7

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Lieschen
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 91 im Thema

Beitrag von Lieschen »

Nö, Angst macht mir das nicht. Das ist das falsche Wort.
Mein Sohn fordert auf seinem T-Shirt "Bildung für Nazis!" Das isses. Neonazis sind meist ziemlich ungebildet. Wer gebildet ist, wird nicht Neonazi. Ich behaupte (ohne dies allerdings mit einer Statistik belegen zu können): Vergewaltigungen und Raub werden eher von Menschen mit einem niedrigen Bildungsstand begangen.
Also brauchen wir mehr Bildung und Kultur für's Volk. Dann sind auch NPD, AfD, Pegida usw. bald Geschichte. Klar wird es dauern. Aber es wird funktionieren.

Lieschen (die das GLÜCK (es war kein eigener Verdienst) hatte, in diesem Land geboren zu sein)
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
Marielle
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 92 im Thema

Beitrag von Marielle »

Nabend zusammen,

mir macht es Sorgen, weil ich wirklich nicht sicher bin, ob genügend Menschen verstehen, was auf dem Spiel steht.

Der dumpfe Proll, der vor '33 als SA-Schläger 'Karriere' gemacht hätte, ist leider nur ein Teil des Problems. Ich fürchte, es gibt eine ganze Menge Leute im Land, denen es nicht an klassischer Bildung fehlt, sondern an der grundsätzlichen Bereitschaft für eine solidarische, liberale Gesellschaft. Das sind die Mittelklasse-Nationalisten, -Rassisten, -Sexisten, die trotz ausreichend hohem Bildungsstand bei Pegida, AfD, Demo für alle und andernorts Amoklaufen. Dazu kommen die verbalen Brandstifter bei der CDU/CSU und teils auch in der SPD. Der Chefideologe der Wirrköpfe, Sarrazin, kommt schliesslich von dort. Und die "Salonhetzer" in diversen arrivierten Zeitungsredaktionen sollte man auch nicht vergessen. Die Bildung eines Menschen hat also nichts mit dessen Intelligenz zu tun und leider schon gar nichts mit der Sozialverträglichkeit dieses Menschen.

Es geht ganz bestimmt nicht nur um die Schläger, die Wohnheime anzünden und mit lauten Parolen gegen Menschen hetzen. Es waren aber auch nicht nur 'die in Berlin', die etwas versäumt haben. Alle von Marlen angeführten Punkte treffen auch das Volk. Und das Volk sind ja wir, nicht wahr?

Das Volk hat sich / Wir haben uns jahrzehntelang kaum bis gar nicht um Fragen gekümmert, die sehr offensichtlich waren. Als Beispiel kann man den Film 'Der Marsch' nennen, der vor 25 Jahren! einen Teil dessen beschrieb, wovon wir jetzt den Anfang erleben. Statt sich mit den erkennbaren Problemen zu beschäftigen, hat man sich lieber als Export-, Fussball- und Sommermärchenweltmeister selbst gefeiert. Auch im Rüstungsexport spielte man immer gern in der Spitzengruppe mit. Für ein paar Arbeitsplätze und noch ein bisschen mehr Überschuss in der Handelsbilanz gab's Beifall und Wählerstimmen. Das Apple, Ikea, Starbucks, Amazon und viele andere hierzulande bekanntermassen kaum Steuern bezahlen, hatte kein Gegengewicht gegen Geilgeiz, Hipp-sein und etatbedingte Fahrleistungsbeschränkungen für Streifenwagen. Textilien aus Bangladesh? Wo liegt das Problem? Was interessiert es denn ein top-gestyltes Spiegelbild, wenn man dort trotz Arbeit Hunger hat? Die Grundlagen der Energieversorgung waren immer irgendwie egal, solange das Benzin nur 'bezahlbar' ist, um die Fettleber vom Wohlstandsfressen zum Arzt zu fahren. Das man damit manchem diktatorischen Regime eine erhebliche Wirtschaftsmacht geliefert hat, spielt doch keine Rolle. Es sind doch 'verlässliche Partner' (die mit der Öl-Knete Extremisten jeder Art unterstützen).

'Die Regierung' hat in den letzten 70 Jahren also nichts anderes gemacht, als ziemlich genau das zu liefern, was ein großer Teil des Volkes wollte: Ruhe, Bananen und Wohlstand. Und jetzt will ein Teil dieses Volkes, dass die Regierung dafür sorgt, dass man den Preis nicht bezahlen muss, den der eigene Egoismus hat. Menschen, die ihren Egoismus durchgängig über Solidarität stellen, die Eigennutz immer vor Gemeinwohl sehen und ihre vermeintlich zugehörigen Ansprüche aus einer geschenkten Nationalität ableiten; Bildungsbürgernazis. Es ist, nicht zufällig, ziemlich genau der Teil des Volkes, der diejenigen Menschen, die bisher schon ihre Stimme oder ihre Hand gegen all den Schwachsinn und seine Protagonisten erhoben haben, immer gern als linke Chaoten oder Gutmenschen verunglimpft hat.

Die machen mir Angst um mein Land.

Marielle
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geraldine
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 93 im Thema

Beitrag von geraldine »

Hallo Marielle
Du schreibst sehr sarkastisch aber im Kern stimme ich dir zu.
Genau das ist es was mich auch so sprachlos und ohnmächtig macht.
Ich hoffe das es für alle Beteiligten eine menschenwürdige Lösung gibt und unsere Verantwortlichen
ihre endlich ihren Job machen.
L G Geraldine
Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 94 im Thema

Beitrag von Lina »

War jemand von euch vielleicht mal auf de Website von HARRASMAP - eine ägyptische Organisation die sich u.a. für Frauenrechte einsetzt?

Dieser Bericht von ihnen ...

http://harassmap.org/en/wp-content/uplo ... -Egypt.pdf

macht zumindest bei mir den Eindruck (milde ausgedrückt), dass organiserte sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit seit Jahren stattfindet und tatsächlich auch politisch motiviert sein kann.


Haben wir zufälligerweise jemanden hier, die Arabisch versteht? Ich hätte Lust zusammen mit jemandem ein bisschen Internereschersche zu machen, um, falls möglich, rauszufinden, wie die aktuellsten Taten organisiert wurden. Die Linie kann natürlich eine Sackgasse sein. Ich will keine Verschwörungstheorien aufstellen. Aber man weiß erst was, wenn man es untersucht hat.
Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 95 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

nein, da kann ich nicht helfen, möchte aber doch eine Info beisteuern:

"Harassmap: Mit Crowdsourcing gegen sexuelle Übergriffe"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... -harassmap


Gruß
Anne-Mette
Ulrike-Marisa
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 96 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

..zu der ganzen Problematik fällt mir da ein bewährter Spruch von der Küste ein: De ni will dieken mutt wieken (Wer nicht will deichen,(Deich bauen) muss weichen. Dieser Grundsatz gilt seit Jahrhunderten an der Küste, wo es Ebbe und Flut gibt und ich denke, der ist auch auf die Politik im allgemeinen zu übertragen. Probleme lösen sich nicht durch aussitzen oder labern, sondern nur durch aktives lösungsorientiertes Handeln. Darauf warten, dass jemand anderes etwas tut, war noch nie eine gute Lösung. mir scheint es aber, dass genau das das ist, worauf unsere Politik derzeit europaweit wartet.
Wundern brauchen wir uns dann nicht mehr, wenn die AfD und andere ihren politischen Gewinn daraus ziehen können.

Gruß, Ulrike-Marisa
Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 97 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen,

ich denke, mit ganz allgemeinen Beiträgen kommen wir nicht weiter.
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Aufnahme von so vielen Flüchtlingen ohne Probleme verläuft.
Nur: es gibt zwar einen "Deichvogt" (eine Deichvogtin); aber ihren Beitrag müssen alle leisten. Dabei gehe ich nicht davon aus, durch den angesprochenen Deich eine Abgenzung zu schaffen, sondern durch gemeinsame Aktivitäten unser Land für alle schützen, die hier wohnen und sagen, es ist ihr Land und sie stehen zu unseren Regeln und halten sie ein.

Wir müssen uns weiter vernetzen. Wir sollten, wie ich schon schrieb, VernetzungspartnerInnen suchen, z.B Frauengruppen (Frauen gegen Gewalt), Männergruppen, Regenbogengruppen...
Es handelt sich um gesellschaftliche Aufgaben, nicht nur um politische - und die können und sollten wir nicht deligieren und oder denen überlassen, die jetzt am lautesten "Merkel raus" rufen.
Nun "wettet" die Presse schon, wie lange es noch dauert und wer sich gegen sie wendet. Das läuft fast so ab wie das Trainer-Entlassungs-Theater der Bundesligavereine, an dem die Presse auch gerne mittut und "eine Schippe drauflegt" wenn es hilft, das Thema am Kochen zu halten.

Viele werden sich lange Zeit gefragt haben: "... was habe ich eigentlich mit Lesben- und Schwulengruppen zu tun? Als inter- oder transsexueller Mensch gehöre ich doch nicht in diese Gruppe!"
Wir haben schon alle miteinander etwas zu tun, die sich unter Regenbogenflaggen und LSBTI sammeln können und sollten.
Wir müssen(?) - mehr als andere Menschen - mit Ausgrenzung und Bedrohungen rechnen.
Dabei sollten wir nicht vergessen, dass es die auch schon in den kleinsten (und deutschen) Keimzellen unseres Zusammenleben gibt: Ausgrenzung und Diskriminierung kann schon in Familien, Nachbarschaften, Dorfgemeinschaften, Vereinen, Arbeitsumfeldern... anfangen.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 98 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo,

... ein Deichbau war immer eine Gemeinschaftsarbeit und Leistung derer, die sich hinter dem Deich wohnen wollten oder im eingedeichten Neuen Koog. Da gab es damals sogar eine Verpflichtung zur gemeinsamen -Arbeitsleistung - darauf bezieht sich der Spruch auch. Wer nicht bereit war, die Regeln anzuerkennen, wurde aufgefordert zu gehen. (mal ganz allgemein)
Vernetzung ist das eine - die persönliche und praktische Umsetzung vor Ort, d.h. in der Familie im näheren Umfeld ist dann schon eine ganz andere Frage.
Überall gibt es da vorhandene wirkliche und scheinbare Ängste vor Veränderung und Neuem; das ist wohl auch menschlich. Alles ist immer einfacher, wenn ich selbst nicht betroffen bin. Und über Dinge zu entscheiden, die einen selbst nicht betreffen, ist noch komfortabler - Beamte entscheiden z.B. (da mehrheitlich im Bundestag/Parlamenten d. Länder vertreten) über Krankenversicherungen der Arbeiter und Angestellten, siehe zwei-Klassenmedizin...
Was können wir als Einzelne tun, wenn Europa sich nicht fähig zeigt, die anstehenden Probleme zu lösen wegen einzelstaatlicher Egoismen und auch unsere BRD wegen länderspezifischer Interessenslagen fast zur Untätigkeit verdammt, nicht mehr hinbekommt außer der Aussage: wir schaffen das. Aber was ist damit gemeint, wenn Lehrer, Sozialarbeiter, Polizisten und vieles mehr immer nur abgebaut wurden und einfach nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen, staatliche Vorsorge immer mehr ausgedünnt wurde und immer weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, wenn wirklich mal was gebraucht wird. Ich erinnere da nur an die Milliarden für die Hypo-Real-Estate oder wie das Ding hieß, wo zu deren Rettung plötzlich ohne mit der Wimper zu zucken gezahlt wurde - wofür??? weiß ich bis heute nicht - aber das Geld für wichtige und lebenswichtige Dinge ist nicht da. Wer soll denn was tun? Da gibt es doch auch keine klare Planung oder Aussage dazu außer dem scheinbaren hoffen, dass das Ehrenamt und die Nachbarn das schon richten werden; zumindest kommt es mir so vor. Und wie zieren sich Teile einiger politischer Parteien in der Sexualstrafrechtsänderungsdebatte ein "nein" als nein! anzuerkennen und nicht als vielleicht aber möglicherweise sogar selbst verschuldetes doch (von der Frau ausgehend natürlich).
...ich könnte Stunden weiter schreiben, da ärgere ich mich aber nur noch mehr über die Zustände ganz allgemein und auch im Besonderen. :(
Ich kann mich im kleinen Rahmen und der mir zur Verfügung stehen Möglichkeiten und Mitteln wohl engagieren aber auch nicht überall; das geht einfach nicht. Dafür arbeite ich in Gruppen, Vereinen und Organisationen mit - denn nur gemeinsam sind wir stark (nicht nur in der Gewerkschaft).

Gruß, Ulrike-Marisa
Marielle
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 99 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen zusammen,

soviel wird über Deiche, Zäune und Obergrenzen geredet ....... dabei muss man darüber reden, wie das Problem (bei aller Menschlichkeit: Es ist eines.) im Rahmen der freiheitlichen Grundordnung gelöst werden kann. Es nutzt nichts, wenn dazu von vielen Seiten 'Vorschläge' reingerufen werden, die nicht annähernd bis zum Ende durchdacht sind.

Damit es nicht vergessen wird: Der derzeitige Zustand geht auf eine Entscheidung zurück, die viele Menschen davor bewahrt hat, unter widerlichen, unmenschlichen Bedingungen den Winter in diversen Staaten zu verbringen, die nicht in der Lage und/oder nicht Willens sind, zu einem menschlichen Umgang mit den Flüchtlingen und Migranten zu kommen. Man sehe sich bitte nochmal den Umgang ungarischer 'Sicherheitskräfte' mit diesen Menschen an (Fütterung in Käfigen im Herbst 2015). Wer anders entschieden oder das Problem ignoriert hätte, trüge jetzt die Verantwortung dafür. Freiwillige bitte vortreten.

Und zum Thema Zäune und Obergrenzen: Es müsste doch grade in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn bekannt sein, wie das mit den Zäunen und Grenzen funktioniert.

Ein Zaun ist zunächst mal nur die Information, dass dort wo er steht irgendeine Grenze verläuft. Diese Information kann ein Mensch, der über diese Grenze will, ernstnehmen oder ignorieren. Im ersteren Fal reicht ein kniehoher Lattenzaun. Im anderen Fall holt er sich eine Leiter und klettert rüber. Dann reicht kein Lattenzaun um die Grenze zu sichern. Wie ein Zaun aussieht, der das Ignorieren einer Grenze wirksam verhindert, ist aber hinlänglich bekannt. Die DDR hatte eine Obergrenze und sie war bereit ihren Zaun zu verteidigen. Minenstreifen, Selbstschussanlagen, Schiessbefehl und Tote; schon vergessen?

Wer Obergrenzen fordert muss auch bereit sein seinen Zaun zu verteidigen. Wer 'Obergrenze' sagt muss entweder auch 'Schiessbefehl' sagen oder sich um wirkliche Lösungen kümmern. Ansonsten handelt es sich nur um populistisches Geschwätz, das die Zeit verplemmpert, die man dringend braucht, um über wirkliche, gute Lösungen nachzudenken.


Marielle

PS:Geraldine, Sarkasmus ist manchmal einfach verbale Notwehr gegen Ignoranz, Dummheit und Unmenschlichkeit.
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Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 100 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen,
dass die gesellschaftliche Entwicklung auf das Gegenteil hinaus läuft. Statt Vernetzung werden sich alle zunehmend "einigeln".
Wir sind Teil der gesellschaftlichen Entwicklung. Noch habe ich in vielen Fällen offene Türen eingerannt, wenn ich mich um Vernetzung bemühte.
Allerdings kommt kaum jemand von allein auf uns zu - und es müssen immer wieder Vorstöße unternommen werden, AKTIV PartnerInnen zu suchen.
"Wir" sind allerdings realativ bequem geworden in den letzten Jahren; viel zu oft haben wir erwartet, dass "JEMAND" für uns die Probleme löst, die sich zeigen - oder sie zumindest soweit runterregelt, dass sie nicht mehr so drastisch auffallen.
Selbst aus der studentischen Ecke sind wenige Impulse gekommen.

Die Menschen hatten sich "eingerichtet"; nun wachen sie auf.
Wir unterschätzen, dass wir eine mehrfache Bedrohungslage haben. Viele wollen an unsere Freiheit.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 101 im Thema

Beitrag von Carina »

Anne-Mette hat geschrieben:Guten Morgen,

Wir müssen(?) - mehr als andere Menschen - mit Ausgrenzung und Bedrohungen rechnen.
Dabei sollten wir nicht vergessen, dass es die auch schon in den kleinsten (und deutschen) Keimzellen unseres Zusammenleben gibt: Ausgrenzung und Diskriminierung kann schon in Familien, Nachbarschaften, Dorfgemeinschaften, Vereinen, Arbeitsumfeldern... anfangen.

Gruß
Anne-Mette
Hallo,

ich befürchte, dass wir mit unsererer Thematik in diesem Zusammenhang zu den Verlierern zählen werden.
Nur mal so als Gedanke: Es leben ca. 6 Millionen Muslime in Deutschland. Der Anteil an Muslimen wächst bisher beständig mit über 3% pro Jahr, dürfte aber mit der aktuellen Situation künftig zweistellig ansteigen.
Können wir bei diesen Zahlen überhaupt fordern dass die Muslime sich an unser Wertesystem und unsere Kultur anpassen? Die Integrationspolitik bei Muslimen ist bisher fulminant gescheitert und wird sich eher nicht durchsetzen. Es wird daher künftig ohne Kompromis nicht funktionieren. Unsere Gesellschaft wird islamischer werden müssen. In der Konsequenz dann auch im Rechtssystem und unseren Moralvorstellungen. Wir gehen dann, um unsere muslimischen Mitbürger nicht in Verlegenheit zu bringen, eben nicht mehr im kurzen Rock und ohne männliche Begleitung aus dem Haus. So wie jetzt schon in einigen Bezirken deutscher Metropolen.

Herzliche Grüße
Carina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 102 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wenn wir uns als Teil der Gesellschaft sehen, müssen wir auch dort aktiv werden, wo die Gesellschaft ist und nicht nur bei "Frauengruppen (Frauen gegen Gewalt), Männergruppen, Regenbogengruppen...". Ich halte es für ganz wesentlich, dass wir "ganz normal" in der Öffentlichkeit auftreten. Es gehört ein wenig Gewöhnung für unser Umfeld dazu, damit sich Menschen mit uns auseinandersetzen und sei es nur, uns als ein Bestandteil dieser Gesellschaft wahrzunehmen. Das ist ein langer Weg, weil viele Menschen reflexartig ablehnend reagieren. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Aber ich möchte die Frage nicht mit der Ausgangsfrage verknüpfen.
Viele wollen an unsere Freiheit.
Und die größten Gegner sehe ich nicht in der Fraktion der Flüchtenden. Die Brandstifter sind mitten in unser Gesellschaft ... Sie haben es viel einfacher, Stimmung zu machen. Um so wichtiger ist es, nicht zur schweigenden Masse zu gehören.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 103 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo,

[quote="Vicky_Rose"]Wenn wir uns als Teil der Gesellschaft sehen, müssen wir auch dort aktiv werden, wo die Gesellschaft ist und nicht nur bei "Frauengruppen (Frauen gegen Gewalt), Männergruppen, Regenbogengruppen...". Ich halte es für ganz wesentlich, dass wir "ganz normal" in der Öffentlichkeit auftreten. Es gehört ein wenig Gewöhnung für unser Umfeld dazu, damit sich Menschen mit uns auseinandersetzen und sei es nur, uns als ein Bestandteil dieser Gesellschaft wahrzunehmen. Das ist ein langer Weg, weil viele Menschen reflexartig ablehnend reagieren. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das sehe ich im Prinzip auch so, und ich versuche auch soweit es mir möglich ist, mein Anliegen und mein Sein auch offensiv in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das gelingt mir aber nur im weiteren Umfeld; meine Familie macht da z.B.nicht mit... da schließt sich dann wieder der Kreis der Möglichkeiten zumindest für mich, ohne andere Probleme wieder herauf zu beschwören und das auseinanderbrechen der Familie zu riskieren. Ein ewiger Spagat und Kompromisse nach der Art der Salamitaktik. Ob wir LSBTI-Menschen und Betroffene jemals in dieser Republik gleichberechtigt anerkannt werden und somit zur Normalität gehören täten, da hege ich so meine Zweifel und befürchte eher Gesellschaftspolitische Rückschritte trotz Bemühungen auf allen Ebenen durch Aktivistinnen und engagierte Menschen. Ich habe das Gefühl, dass es dafür durch andere Probleme nicht die rechte Zeit ist, wirklich in der Sache voran zu kommen. Die große Lösung habe ich aber auch nicht. Da gehören mehrere dazu...

Gruß, Ulrike-Marisa
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 104 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich habe das Gefühl, dass es dafür durch andere Probleme nicht die rechte Zeit ist, wirklich in der Sache voran zu kommen. Die große Lösung habe ich aber auch nicht. Da gehören mehrere dazu...
Aus meiner Sicht kann es nicht um "die" Lösung gehen. Geht es nicht eher darum, dass man etwas tut und nicht so sehr was und wie viel ? Viele kleine Schritte von vielen Menschen bewirken vielleicht mehr als ein Paukenschlag einer Institution.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 105 im Thema

Beitrag von Frida »

Es tut sich was!

Initiative Sexisten-gegen-Sexismus

http://daserste.ndr.de/extra3/sendungen ... 10696.html

Liebe Grüße, Frida :D
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