Der alltägliche Sexismus...
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nicole.f
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Der alltägliche Sexismus...
Da es mir nun in letzter Zeit ein paar mal auffiel, möchte ich das doch auch mal öffentlich kund tun...
Jetzt ist die Zeit der "Transition" für mich auch schon eine Weile her. Soo lange auch nicht, aber doch schon lange genug, dass es wirklich völliger Alltag ist. Ich denke nun gar nicht mehr darüber nach. In der Öffentlichkeit und offenbar auch in der Wahrnehmung durch Dritte bin ich Frau, ohne Frage. Dadurch, dass ich selbst darüber nicht mehr nachdenke oder besonders aufmerksam bin, fallen mir nun andere Dinge auf - oder sie fallen mir anders auf, je nachdem.
Ich bin beruflich sehr technisch unterwegs, in einem sehr speziellen Bereich. Das bedeutet also, ich stelle ein sehr spezielles und tiefes Fachwissen dar und muss dies auch glaubhaft Kunden gegenüber rüberbringen. Ich hatte nun bereits knapp 20 Jahre professionell mit anderen Menschen zu tun und weiß daher noch sehr gut, wie ich auf andere gewirkt habe und wie man sich mir gegenüber verhielt.
Dies hat sich seit meiner Transition verändert. Und ich kann dies nicht darauf schieben, dass diese Personen mit mir ein Problem haben, weil ich trans* wäre, also bleibt als Grund eigentlich nur, weil ich Frau bin.
Was ich feststelle ist, dass ich es jetzt deutlich schwerer habe, technische Sachverhalte zu erklären oder glaubhaft rüberzubringen. Nicht weil ich es verlernt hätte, nein, sondern weil ich nicht mehr ad-hoc glaubwürdig bin, weil ich eben Frau bin. Glaubt Ihr nicht? Ich schon, denn ich merke es recht deutlich, wenn ich mit neuen Kunden zu tun habe. Gestern waren wir bspw. bei einem Kunden in Frankfurt, ein männlicher Kollege und ich. Der Kunde kannte mich noch nicht. Während des gesamten Gesprächs schaute der Kunde bei technischen Fragen fast ausschließlich zu meinem männlichen Kollegen. Bei allgemeinen und formalen Fragen dann auch wieder zu mir. Das hatte nichts mit tatsächlicher Qualifikation zu tun, sondern schlicht mit geschlechtlichen Vorurteilen. Und das war nicht das erste mal, dass mir soetwas passierte. Um die gleiche Glaubwürdigkeit zu erreichen, muss ich stärker und besser argumentieren, als meine männlichen Kollegen!
Das ist ganz schön frustrierend, denn das stellt einen Teil meines Jobs zumindest ein Stück weit in Frage. Ich bin Geschäftsführerin und bin darauf angewiesen, ad-hoc Glaubwürdigkeit und Kompetenz auszustrahlen. Das ist nun drastisch schwerer und zusammen mit männlichen Kollegen dann anscheinend ein echtes Problem. Gleichberechtigung? Ja ja... auf dem Papier. Jetzt wird das für mich voraussichtlich nicht zu einem existentiellen Problem werden, aber es fällt mir doch negativ auf und ich weiß noch nicht so genau, wie ich damit umgehen soll.
Liebe Grüße
nicole
Jetzt ist die Zeit der "Transition" für mich auch schon eine Weile her. Soo lange auch nicht, aber doch schon lange genug, dass es wirklich völliger Alltag ist. Ich denke nun gar nicht mehr darüber nach. In der Öffentlichkeit und offenbar auch in der Wahrnehmung durch Dritte bin ich Frau, ohne Frage. Dadurch, dass ich selbst darüber nicht mehr nachdenke oder besonders aufmerksam bin, fallen mir nun andere Dinge auf - oder sie fallen mir anders auf, je nachdem.
Ich bin beruflich sehr technisch unterwegs, in einem sehr speziellen Bereich. Das bedeutet also, ich stelle ein sehr spezielles und tiefes Fachwissen dar und muss dies auch glaubhaft Kunden gegenüber rüberbringen. Ich hatte nun bereits knapp 20 Jahre professionell mit anderen Menschen zu tun und weiß daher noch sehr gut, wie ich auf andere gewirkt habe und wie man sich mir gegenüber verhielt.
Dies hat sich seit meiner Transition verändert. Und ich kann dies nicht darauf schieben, dass diese Personen mit mir ein Problem haben, weil ich trans* wäre, also bleibt als Grund eigentlich nur, weil ich Frau bin.
Was ich feststelle ist, dass ich es jetzt deutlich schwerer habe, technische Sachverhalte zu erklären oder glaubhaft rüberzubringen. Nicht weil ich es verlernt hätte, nein, sondern weil ich nicht mehr ad-hoc glaubwürdig bin, weil ich eben Frau bin. Glaubt Ihr nicht? Ich schon, denn ich merke es recht deutlich, wenn ich mit neuen Kunden zu tun habe. Gestern waren wir bspw. bei einem Kunden in Frankfurt, ein männlicher Kollege und ich. Der Kunde kannte mich noch nicht. Während des gesamten Gesprächs schaute der Kunde bei technischen Fragen fast ausschließlich zu meinem männlichen Kollegen. Bei allgemeinen und formalen Fragen dann auch wieder zu mir. Das hatte nichts mit tatsächlicher Qualifikation zu tun, sondern schlicht mit geschlechtlichen Vorurteilen. Und das war nicht das erste mal, dass mir soetwas passierte. Um die gleiche Glaubwürdigkeit zu erreichen, muss ich stärker und besser argumentieren, als meine männlichen Kollegen!
Das ist ganz schön frustrierend, denn das stellt einen Teil meines Jobs zumindest ein Stück weit in Frage. Ich bin Geschäftsführerin und bin darauf angewiesen, ad-hoc Glaubwürdigkeit und Kompetenz auszustrahlen. Das ist nun drastisch schwerer und zusammen mit männlichen Kollegen dann anscheinend ein echtes Problem. Gleichberechtigung? Ja ja... auf dem Papier. Jetzt wird das für mich voraussichtlich nicht zu einem existentiellen Problem werden, aber es fällt mir doch negativ auf und ich weiß noch nicht so genau, wie ich damit umgehen soll.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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Astrid
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Hallo Nicole,
Dein Bericht stimmt mich traurig, obwohl mir der Sexismus, den Du beschreibst, nicht neu ist.
Meine Frau arbeitet in der Qualitätssicherung eines Technologieunternehmens. Sie berichtet oft von ähnlichen sexistischen Diskriminierungen in ihrer Abteilung. Oftmals von ihren eigenen, fast ausschließlich männlichen Kollegen. Ich glaube, ich brauche hier nicht ins Detail gehen. Es dreht sich z.B. um Benachteiligung bei der Ausstattung, bei den Aufträgen, bei technischen Fragen, wo sie zum Teil umgangen wird.
Auch wenn Kunden anrufen, ist es schon oft vorgekommen, daß später nochmal ein männlicher Kollege konsultiert wurde.
Selbst vereinzelte männliche Betriebsratskollegen verhalten sich Frauen gegenüber ähnlich. Und das vor dem Hintergrund der Gewerkschaftskampagnen für Gleichberechtigung.
Ich selbst habe bei mir im Betrieb ähnliche Beobachtungen gemacht.
Ja, es ist wirklich frustrierend. Meine Frau und ich haben das Thema schon oft diskutiert. Aber irgendwie steht man dem oft ohnmächtig gegenüber. Wenn man dagegen angehen will, braucht man viel Kraft und einen langen Atem. Das hat nicht jeder. Meine Frau wurde, weil sie schon oft in der Firma solche Vorwürfe vorgebracht hat, vom Betriebsleiter hinter vorgehaltener Hand als eine "die ständig Probleme" macht bezeichnet.
Mittlerweile hat sie es aufgegeben.
Soviel zu meinen traurigen Erfahrungen.
Liebe Grüße - Astrid
Dein Bericht stimmt mich traurig, obwohl mir der Sexismus, den Du beschreibst, nicht neu ist.
Meine Frau arbeitet in der Qualitätssicherung eines Technologieunternehmens. Sie berichtet oft von ähnlichen sexistischen Diskriminierungen in ihrer Abteilung. Oftmals von ihren eigenen, fast ausschließlich männlichen Kollegen. Ich glaube, ich brauche hier nicht ins Detail gehen. Es dreht sich z.B. um Benachteiligung bei der Ausstattung, bei den Aufträgen, bei technischen Fragen, wo sie zum Teil umgangen wird.
Auch wenn Kunden anrufen, ist es schon oft vorgekommen, daß später nochmal ein männlicher Kollege konsultiert wurde.
Selbst vereinzelte männliche Betriebsratskollegen verhalten sich Frauen gegenüber ähnlich. Und das vor dem Hintergrund der Gewerkschaftskampagnen für Gleichberechtigung.
Ich selbst habe bei mir im Betrieb ähnliche Beobachtungen gemacht.
Ja, es ist wirklich frustrierend. Meine Frau und ich haben das Thema schon oft diskutiert. Aber irgendwie steht man dem oft ohnmächtig gegenüber. Wenn man dagegen angehen will, braucht man viel Kraft und einen langen Atem. Das hat nicht jeder. Meine Frau wurde, weil sie schon oft in der Firma solche Vorwürfe vorgebracht hat, vom Betriebsleiter hinter vorgehaltener Hand als eine "die ständig Probleme" macht bezeichnet.
Mittlerweile hat sie es aufgegeben.
Soviel zu meinen traurigen Erfahrungen.
Liebe Grüße - Astrid
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Marielle
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Hallo Nicole,
danke für diesen Beitrag. Er rückt vielleicht das schiefe, aber gern gesehene, Bild von der post-feministischen, post-gender und post-überhauptalleungleichbehandlungen Gesellschaft ein bisschen grader.
Meine Frau bestätigt deine Ausführungen komplett. Wir können das recht gut abgleichen, weil wir mit dem gleichen Wissensstand die gleichen Themen vor dem gleichen Publikum behandeln. Wir halten regelmässig Vorträge vor Ingenieuren/Technikern/Handwerkern über technische Themen aus der Baubranche, wobei ich (ganz bewusst) als 'Macker' auftrete, weil es dann leichter verdientes Geld ist. Es ist definitv so, dass sie dabei mehr für die Anerkennung ihrer Kompetenz arbeiten muss als ich oder männliche Kollegen. Darüberhinaus hat sie schon oft festgestellt, dass auch relative Kleinigkeiten an ihrer Kleidung merklichen Einfluss darauf haben. Schwarz ist besser als bunt, langweilig besser als schick. Kleid und Rock machen es nahezu unmöglich, die 'Herren' auf ein gehobenes Niveau des technischen Verständnisses zu bringen, Schuhe mit hohen Absätzen gehen gleich gar nicht.
Umgekehrt kann man das auch beschreiben: Wenn ich/wir mit Paaren (Kunden) im Gespräch sind, ist es allermeistens sehr deutlich, dass die Frauen gar nicht erst erwarten, dass man sich explizit auch an sie wendet. Tut man es doch, sind die Damen oft sehr angetan, die Herren aber sichtlich angepisst.
Aber Sexismus? WIR???? NIEMALS!!!! Wir sind doch aufgeklärte Leute.......
Hab's gut
Marielle
danke für diesen Beitrag. Er rückt vielleicht das schiefe, aber gern gesehene, Bild von der post-feministischen, post-gender und post-überhauptalleungleichbehandlungen Gesellschaft ein bisschen grader.
Meine Frau bestätigt deine Ausführungen komplett. Wir können das recht gut abgleichen, weil wir mit dem gleichen Wissensstand die gleichen Themen vor dem gleichen Publikum behandeln. Wir halten regelmässig Vorträge vor Ingenieuren/Technikern/Handwerkern über technische Themen aus der Baubranche, wobei ich (ganz bewusst) als 'Macker' auftrete, weil es dann leichter verdientes Geld ist. Es ist definitv so, dass sie dabei mehr für die Anerkennung ihrer Kompetenz arbeiten muss als ich oder männliche Kollegen. Darüberhinaus hat sie schon oft festgestellt, dass auch relative Kleinigkeiten an ihrer Kleidung merklichen Einfluss darauf haben. Schwarz ist besser als bunt, langweilig besser als schick. Kleid und Rock machen es nahezu unmöglich, die 'Herren' auf ein gehobenes Niveau des technischen Verständnisses zu bringen, Schuhe mit hohen Absätzen gehen gleich gar nicht.
Umgekehrt kann man das auch beschreiben: Wenn ich/wir mit Paaren (Kunden) im Gespräch sind, ist es allermeistens sehr deutlich, dass die Frauen gar nicht erst erwarten, dass man sich explizit auch an sie wendet. Tut man es doch, sind die Damen oft sehr angetan, die Herren aber sichtlich angepisst.
Aber Sexismus? WIR???? NIEMALS!!!! Wir sind doch aufgeklärte Leute.......
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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triona
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Ich schon.nicole.f hat geschrieben:... Glaubt Ihr nicht? ...
Hunderte Male selbst erlebt als als Verkaufsberaterin für Maschinenbauerzeugnisse (KFZ-Werkstattausrüstung) und Kundendienstmonteurin.
Ich hatte zwar damit gerechnet, nach dem was ich schon vorher darüber wußte aus Berichten anderer Frauen und eigener Anschauung. Überrascht hat mich lediglich, wie gewaltig der Unterschied ist. Das war fast, wie wenn man plötzlich in einer anderen Welt ist.
liebe grüße
triona
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Bianca D.
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Moin Nicole,nicole.f hat geschrieben:Glaubt Ihr nicht?
doch,glaube ich dir.Ich habe es auch schon so erlebt. Ich bin ja in der Werkstatt als Mechanikerin tätig und nach meinem Co ging es schleichend los,daß ich als Frau oft 150% Einsatz zeigen muß,während bei den Jungs weniger enge Maßstäbe angelegt werden.Natürlich nicht offen,aber hinten rum doch deutlich spürbar.
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Carina
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Hallo Nicole,
das ist sehr wahrscheinlich keine sexistisch gemeinte Reaktion. Es spiegelt wohl eher das berechtigte Vorurteil der Herren wieder, Frauen hätten von Technik, in der Regel, wenig Ahnung.
Ich arbeite selbst auch im wissenschaftlich-technischen Bereich als echter Fachidiot und kann das durchaus bestätigen. Ich treffe, zu meinem wirklichen Bedauern, selten auf Frauen mit echtem Interesse an dieser Thematik. Wie Marielle schrieb, sind Frauen oft sehr angetan von Erklärungen. Aber das sollte man nicht mit echtem Interesse verwechseln.
Finde dich damit ab, dass es so ist und sehe es als ein Kompliment für das offensichtlich excellente Passing.
Herzliche Grüße
Carina
das ist sehr wahrscheinlich keine sexistisch gemeinte Reaktion. Es spiegelt wohl eher das berechtigte Vorurteil der Herren wieder, Frauen hätten von Technik, in der Regel, wenig Ahnung.
Ich arbeite selbst auch im wissenschaftlich-technischen Bereich als echter Fachidiot und kann das durchaus bestätigen. Ich treffe, zu meinem wirklichen Bedauern, selten auf Frauen mit echtem Interesse an dieser Thematik. Wie Marielle schrieb, sind Frauen oft sehr angetan von Erklärungen. Aber das sollte man nicht mit echtem Interesse verwechseln.
Finde dich damit ab, dass es so ist und sehe es als ein Kompliment für das offensichtlich excellente Passing.
Herzliche Grüße
Carina
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Marielle
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Hallo Carina
Ob das "sexistisch gemeint" ist, spielt keine Rolle. Es IST sexistisch. Sexismus hat primär nichts mit anbaggern oder vögeln wollen zu tun. Es geht dabei um Zuordnungen, Erwartungen, Unterstellungen usw., die aufgrund des (dabei gleichzeitig zugewiesenen) Geschlechtes vorgenommen werden.
Hab's gut
Marielle
Nee, die sind nicht (nur) angetan von Erklärungen. Die sind, da bin ich absolut sicher, davon angetan, dass sie ernst genommen und gleich behandelt werden.Wie Marielle schrieb, sind Frauen oft sehr angetan von Erklärungen.
Ob das "sexistisch gemeint" ist, spielt keine Rolle. Es IST sexistisch. Sexismus hat primär nichts mit anbaggern oder vögeln wollen zu tun. Es geht dabei um Zuordnungen, Erwartungen, Unterstellungen usw., die aufgrund des (dabei gleichzeitig zugewiesenen) Geschlechtes vorgenommen werden.
Hab's gut
Marielle
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triona
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Genau das ist einer der wesentlichen Bestandteile der Definition von Sexismus.Carina hat geschrieben:das ist sehr wahrscheinlich keine sexistisch gemeinte Reaktion. Es spiegelt wohl eher das berechtigte Vorurteil der Herren wieder, Frauen hätten von Technik, in der Regel, wenig Ahnung.
Wie Marielle schon treffend bemerkt hat:
Marielle hat geschrieben:Ob das "sexistisch gemeint" ist, spielt keine Rolle. Es IST sexistisch. Sexismus hat primär nichts mit anbaggern oder vögeln wollen zu tun. Es geht dabei um Zuordnungen, Erwartungen, Unterstellungen usw., die aufgrund des (dabei gleichzeitig zugewiesenen) Geschlechtes vorgenommen werden.
Und ob das Vorurteil im Einzelfall mehr oder weniger "berechtigt" erscheinen mag, sei mal dahingestellt. Für meinen Teil kann ich jedenfalls sagen, daß sich meine fachlichen Fähigkeiten durch gewachsene Erfahrungen eher verbessert haben gegenüber früher.
Ein immer wieder (auch ungeprüft) angewandtes Vorurteil zeichnet sich dadurch aus, daß damit "berechtigt" oder "unberechtigt" alle davon betroffenen Menschen über einen Kamm geschert werden. Eine Nachprüfung findet meist gar nicht mehr erst statt.
liebe grüße
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Yasmine
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Re: Der alltägliche Sexismus...
...tut mir leid, aber so einen Satz finde ich sehr frauenverachtend.Carina hat geschrieben: Finde dich damit ab, dass es so ist und sehe es als ein Kompliment für das offensichtlich excellente Passing.
"Wen interessiert die Intelligenz bei dem Hintern?"
Sorry
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Kathrin_TV
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Eine Frage die sich mir stellt: Wie kann Frau sich in solchen Situationen, insbesondere in dem von Nicole beschrieben Kontext adäquat verhalten?
Lg
Kathrin
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Carina
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Hallo,
sexistisch ist für mich die grundsätzliche Unterdrückung einer Person aufgrund ihres Geschlechts. Keine Frau käme auf die Idee mit einem Mann über Lippenstifte zu reden, kein Mann käme auf die Idee mit einer Frau über Abseitsregeln zu diskutieren, warum wohl? Weil's keine Frau, bis auf seltene Ausnahmen, interessiert. Falls sich dann doch mal eine Frau findet mit der ein Mann darüber diskutieren könnte und das beharrlich ignoriert, ja, das nenne ich dann Blödheit und nicht Sexismus. Jeder Mensch reagiert auf Grund seiner Lebenserfahrung auf Situationen. Frauen machen das genauso. Das ist halt so. Ob's jetzt gefällt oder nicht.
Viele Grüße
Carina
sexistisch ist für mich die grundsätzliche Unterdrückung einer Person aufgrund ihres Geschlechts. Keine Frau käme auf die Idee mit einem Mann über Lippenstifte zu reden, kein Mann käme auf die Idee mit einer Frau über Abseitsregeln zu diskutieren, warum wohl? Weil's keine Frau, bis auf seltene Ausnahmen, interessiert. Falls sich dann doch mal eine Frau findet mit der ein Mann darüber diskutieren könnte und das beharrlich ignoriert, ja, das nenne ich dann Blödheit und nicht Sexismus. Jeder Mensch reagiert auf Grund seiner Lebenserfahrung auf Situationen. Frauen machen das genauso. Das ist halt so. Ob's jetzt gefällt oder nicht.
Viele Grüße
Carina
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Ich weiß nicht, ob du das richtig mitgekriegt hast:
Wir reden hier von Gesprächen innerhalb von bestehenden oder anzubahnenden Geschäftsbeziehungen und Arbeitsverhältnissen, in denen Frauen zugegen sind als Verhandlungspartner und ausgewiesene und ausgebildete Fachkräfte. Da wird nicht über Lippenstifte geredet o.ä.
liebe grüße
triona
Wir reden hier von Gesprächen innerhalb von bestehenden oder anzubahnenden Geschäftsbeziehungen und Arbeitsverhältnissen, in denen Frauen zugegen sind als Verhandlungspartner und ausgewiesene und ausgebildete Fachkräfte. Da wird nicht über Lippenstifte geredet o.ä.
liebe grüße
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Nabend Kathrin,Eine Frage die sich mir stellt: Wie kann Frau sich in solchen Situationen, insbesondere in dem von Nicole beschrieben Kontext adäquat verhalten?
ich finde nicht, dass das wirklich die Frage ist oder das sie es zumindest nicht sein sollte.
Meine Beste kann dir sagen wie sie damit umgeht; wie oben beschrieben. Aber eigentlich müsste die Frage doch sein: Wie kann man diese schwachsinnigen Zustände ändern?
Ich habe es oft erlebt: Meine Beste wird NICHT dümmer, wenn sie hohe Schuhe anzieht, ehrlich! Von mir behaupte ich das Gleiche übrigens auch
Ich hab neulich versucht das Thema hier anzugehen. Hat nicht recht geklappt, aber vielleicht fällt mir demnächst was brauchbares ein, um es zu reaktivieren.
Hab's gut
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Kathrin_TV
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Hallo Mariella,
für mich ist das keine Frage von entweder-oder, sondern sowohl als auch:
Meine Fragestellung bezieht sich auf den Umgang von Frau in solchen Situationen, die als sexistisch erlebt werden und es auch sind.
Deine Frage bezieht sich mehr auf die Beseitung der Zustände, wie Du es nennst.
Ich sehe da nicht zwingend einen Widerspruch.
Gruß
Kathrin
für mich ist das keine Frage von entweder-oder, sondern sowohl als auch:
Meine Fragestellung bezieht sich auf den Umgang von Frau in solchen Situationen, die als sexistisch erlebt werden und es auch sind.
Deine Frage bezieht sich mehr auf die Beseitung der Zustände, wie Du es nennst.
Ich sehe da nicht zwingend einen Widerspruch.
Gruß
Kathrin
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Beatrix
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- Geschlecht: IS.....>...F
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Re: Der alltägliche Sexismus...
Ich habe dies bezüglich etwas mehr Glück als Nicole. Ich arbeite als Systemadministratorin im Hardware- und Software-Bereich. Sowohl in der Firma, als auch extern, betreue ich mehr Frauen als Herren. Bis jetzt war es meinem Job nicht abträglich. Wie die Lage in einem halben Jahr aussieht, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ich werde mir mal ein Memo auf den Link setzen. Um dann nochmal ein zwei Sätze zum Thema zu sagen.
Liebe Grüße
Beatrix
Liebe Grüße
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"