OK, da Rosi sich offensichtlich weigert, auf meine Frage einzugehen, die ich u.a. so formuliert habe ...
"Sorry Leute, aber egal wie eindeutig eine Definition scheinen mag, gibt es trotzdem nicht zwei Personen die sich genau dasselbe darunter vorstellen.
Ich würde immer noch gerne von Rosi und den anderen ihrer Fraktion hören, was genau sie sich davon erwarten ... (genauer in meinem vorigen Post zu lesen)?"
... werde ich auf ihre folgende Denkweise eingehen und erklären, warum sie einfach nicht funktioniert:
Rosi_ hat geschrieben:...
Wenn ich bereits früher schon von "Erfinder" der Definition gesprochen habe bzw. auf die ursprüngliche
Entstehung und Beschreibung seitens Magnus Hirschfeld hingewiesen habe, dann meine ich das schon
auch genau so (LaraC). Wenn dann Sexologen hergehen und daraus eine Geschlechtsidentität mit abgeleiteter
Geschlechtsidentitätsstörung, von "fühlen", Unbehagen und "Wunschgeschlecht" sprechen, dann ist das
bereits ein Produkt der Umdeutung der ursprünglichen Beschreibung. Alleine schon das Ergebnis aus
solchen Umdeutungen, dass es sich um geistesgestörte Männer handelt, offenbart das Abweichen von
der eigentlichen ersten Definition: "... seelisch dem einen (IST), körperlich aber dem anderen Geschlecht
zugehörten (IST)". Da geht man also von einem souveränen (IST) Zustand aus.
Gerne wiederhole ich auch für Alle nochmals, dass es sich bei der von mir nun schon mehrfach zitierten
Beschreibung von Transsexualität, nicht um meine "engstirnige Definition" handelt, sondern um die
Beschreibung (des genau für mich zutreffenden Phänomens) seitens Magnus Hirschfeld vor ca. 100 Jahren.
Also rund ein halbes Jahrhundert, bevor ich zur Welt kam.
..

Nur, weil jemand ein Wort ausgedacht hat um etwas bestimmtes zu beschreiben - so wie MH der Urheber der Wörter "Transsexuell" und "Transvestit" ist - bedeutet es nicht, dass ein Wort zwangsläufig nie mehr als in exakt dieser Definition benutzt werden sollte. So funktioniert Sprache einfach nicht.
Und Sprache funktioniert DESHALB nicht so, weil auch wenn eine Person - ein Forscher wie MH beispielsweise - ein Phänomen entdeckt, dieses mit einer neuen Wortschöpfung bezeichnet, dann wird er zu dem Zeitpunkt kaum - eigentlich NIE alles über dieses Phänomen herausgefunden haben, was es darüber zu wissen gibt.
Jetzt können unterschiedliche Sachen passieren: Das Wort wird von einem Haufen Banausen benutzt, die vorn und hinten nicht wissen, worüber die Sprechen und ihre Benutzung des Wortes macht so oder so keinen Sinn. Das ist irritierend, man kann sie dazu auffordern die Klappe zu halten bis sie begriffen haben, wovon sie reden. Es ist aber ihr im Grundgesetz gesichertes Recht auch Blödsinn zu reden. Mehr kann man also nicht tun. Lassen wir die erst mal außen vor.
Dann können es Leute geben die zufälligerweise das Wort benutzen und genau das damit Meinen, was der Urheber des Wortes auch gedacht hat. Das ist schon möglich, jedoch nicht besonders wahrscheinlich. Das ist sogar sehr unwahrscheinlich weil: Die "festgelegte Definition" immer nur eine Kurzbeschreibung von was viel Komplexerem sein wird. Sonst bräuchte man ja nicht ein dickes Buch übers Thema zu schreiben. Jeder wird unterschiedliche Blickwinkeln und Erfahrungen haben, sodass jeder sein individuelles Bild vom Phänomen "X" hat, obwohl er meint, dass es schon genau in die Grunddefinition rein passt.
Dann können andere weitere Aspekte des Begriffs "X" entdeckt haben. MH hat auch nicht alles über das Thema "Transsexualität" entedeckt. Einige werden durch eigene Erfahrungen und durch Forschung mehr Wissen zu dem Thema dazugebpackt haben. Jetzt könnte jeder, der auch nur ein bisschen dazu beigetragen hat, natürlich sagen "ohhh, das geht weiter als die Definition, die MH so schön exakt und messerscharf für uns festgelegt hat - ich muss noch ein neues Wort erfinden." Super Idee, nicht wahr? Bald würden wir also 100-200 neue Wortschöpfungen haben, die ungefähr aber nicht exakt das Gleiche beschreiben. Und dann würden wir natürlich auch alle treudoof uns laufend, Woche für Woche über die neuen Wortschöpfungen informieren, in allen Themenbereichen, über die wir überhaupt irgendwann reden würden - müssten wir zumindest, weil wir sonst nichts mehr verstehen würden. - Tut man das? Funktioniert die verbale Kommunikation so? Wie Groß müsste der Wortschatz eines Menschen sein, um sich nur über die einfachsten Sachen zu reden?
Sorry, aber das kann doch kein vernünftig denkender Mensch im ernst meinen - das kannst du ruhig wieer abhaken, Rosi!
WENN NICHT, dann müsste es logischerweise auch für alle andere Wörter gelten. Wenn nicht die geringste Erweiterung der Ur-Definition von z.B. "Transsexuell" oder "Transvestit" zulässig wäre, dann müsste das gleiche auch für Wörter wie "Mann" und "Frau" gelten.
Das weiß ja jeder, was die Wörter bedeuten - in ihrer unveränderten Ur-Definition: Mann ist ein Meinsch mit einem Penis und Frau ist ein Meinsch mit einer Vagina und sie kann im normalen jugendlichen gesunden Zustand Kinder Gebähren. Dann brauchen diese beiden Begriffe auch keine abgewandelte Bedeutung. So ist is und so bleibt es. Der Haken ist nur, ... ja, muss das eigentlich weiter erklären. Dadurch sind Transsexuelle "Frauen" also immer noch kastrierte Männer - weil wir logischerweise auch keine auch die Grunddefinition von Frau genausowenig ändern dürfen wie die Grunddefinition von "Transsexuell".
So funktioniert Sprache aber nicht - weil Sprache so einfach nicht funktionieren kann. Dann wäre die ungeeignet dazu mehr als ganz simple Informationen zu übermitteln. Höchstens.
In der Tat gibt es ja zig abgewandelte Definitionen von dem Wort "Frau". Einem Spezialisten in Fruchtbahrkeits-Medizin braucht in seinem Alltag in der Kommunikation mit den Patienten nicht mehr als "Mensch mit Vagina - kann Kinder gebähren ..." - Alles andere ist irrelevant. Da zählt nur die Physiologie. Eine Redakteurin von einer Zeitschrift denkt vielleicht an genau die gleichen Personen hat aber ein ganz Anderes Bild präsent - visuelle Merkmale, Mode, politische Aspekte usw., und der Psychologe der mit TG (in der Ur-Definition als Überbegriff gemeint) zu tun hat, muss eine erweiterte Definition von "Frau" haben, die über die Physiologie hinaus geht.
Und genau so funtkioniert es auch beim Wort "Transsexuell". Seit MH gibt so viel mehr dazu zu sagen. Also wird es auch da - kontextbezogen - unterschiedliche Auslegungen davon geben - weil sonst funktioniert die Kommunikation einfach nicht.
Gerade deshalb entstehen auch solche teilweise komplett sinnlose Diskussionen jedes mal, wenn jemand glaubt die einzig wahre Definition von irgend etwas zu kennen.
Rosi, samt Fraktion, genau darauf bezog sich meine Frage. Ich hätte nur gedacht, dass die Frage alleine zum Nachdenken angeregt hätte.