Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs
Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs - # 2

Lebensplanung, Standorte
Lina
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Re: Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs

Post 16 im Thema

Beitrag von Lina »

Pama hat geschrieben:Den Hinweis von Vicky, dass Druck stets Gegendruck erzeugt ist plausibel.
Auch ich habe häufig darüber nachgedacht, warum ich nicht mein weibliches Ich so leben lasse, wie es notwendig wäre. Ich könnte doch den auftretenden Bedürfnissen in vollem Umfang nachkommen und wäre ausgeglichener, zufriedener und glücklicher.
Wie das sich zukünftig auf mein Leben auswirkt, ist aber nicht vorhersehbar. Das macht mir aber etwas Angst. Mir wurde bereits vor fast vierzig Jahren empfohlen ausschließlich als Frau zu leben, da bei mir eine Transsexualität vermutet wurde. Dem Rat bin ich nicht nachgekommen, ...

Gruß Pama
Musst du ja auch nicht. Denkst du, dass nur weil jemand bei dir Transsexualität vermutet, musst du alles tun was die sagen oder gleich alles ablehnen, was die sagen?
Was mir völlig daneben scheint, ist, dass du eigentlich alles von Experten-Aussagen bis hin zu sozialem Druck und daraus festgelegten Lebensregeln erwähnt hast.
Nur das WIRKLICH wesentliche, hast du mit keinem Work erwähnt: Wie fühlst du selber, dass es sein sollte. 100% in der Frauenrolle? In beruflichen und bestimmten sozialen Funktionen immer noch in der Männerrolle - so in etwa in den Situationen, wo du meinst, es könnte problematisch in der Frauenrolle werden, oder eine ganz dritte Verteilung eventuell. WAS, ganz konkret, hindert dich daran, dir das genau so auszusuchen, wie es dir gefällt.

Ich meine, du kannst es weiter unterdrücken, weiter Dampf ablassen mit solchen Fragen, die sich eh nicht beantworten lassen - und weiter NIEMAND, absolut NIEMAND außerhalb deiner vier Wände von deiner weiblichen Seiten erfahren lassen. Das ist offensichtlich deine Entscheidung, wonach du min. vierzig Jahre gelebt hast. Super, dann hälst du das wohl auch aus bis du aus natürlichen Ursachen in die Anderswelt gehst.

Nur, mich könnte echt interessieren, warum du so eine Entscheidung bis jetzt getroffen hast und es vielleicht sogar weiter tun wirst - da sie dich ja offensichtlich nicht glücklich macht.

Oder vielleicht wirst du im Neuen Jahr was daran ändern. Das ist nach wie vor deine freie Entscheidung.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs

Post 17 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Pama,

Für mich klingen diese Sätze wie z.B.
vermutlich nur noch als Frau leben, was ich nicht will.
Den Rest meines Lebens möchte ich aber nicht ausschließlich als Frau leben, weil dies mit Unannehmlichkeiten und Stress verbunden wäre, den ich kaum überleben würde
Unannehmlichkeiten und Stress würde ich haben, wenn ich künftig überwiegend als Frau leben sollte,
Wenn das Bedürfnis, die weibliche Seite leben zu lassen, so häufig auftritt, dass kaum noch Zeit für das Leben als Mann bleibt, ist dies nach meiner Auffassung ein Verdrängungsprozess. Diesen versuche ich durch Zeitlimitierung zu verhindern.
wie ein ständiges Herumgeeiere. "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" wäre der passende Spruch dazu. Du suchst eine Entscheidung und vermeidest sie gleichzeitig. Hast Angst vor Unwägbarkeiten und Ungewissheiten. Ich lese daraus ein "ich würde als Frau leben wollen, wenn mir sonst nichts passiert.

Ich denke, Du weißt genau, dass sich etwas verändern wird. Es wird sich auch verändern, wenn du nichts tust. Ich höre aus Deinen Worten ständige Unzufriedenheit. Was glaubst Du, wie sich die Menschen in Deinem Umfeld damit fühlen ? Natürlich könnte es Dir passieren, dass sich die Menschen von Dir abwenden, wenn Du beginnst, weibliche Aspekte ganz oder teilweise zu leben. Das ist oft genug passiert. Aber es kann auch positiv ausgehen. Auch dafür gibt es viele Beispiele. Was hilft es Dir also, wenn Du fragst, wie andere damit umgehen. Du musst Deinen eigenen Weg finden. Dazu gehört neben dem Mut, ganz zu sich zu stehen auch Geduld, Geduld mit Dir und Deinem Umfeld. Es braucht durchaus seine Zeit und seine Ziele erreicht man i.d.R. nicht auf direktem Weg. Aber einen Weg muss man beschreiten, sonst läuft das Leben an einem vorbei.

Ich habe mit Anfang 40 angefangen, an mir zu arbeiten. Es dauerte bisher 12 Jahre, um Stück für Stück an einem Punkt anzukommen, an dem ich die Veränderungen und Unwägbarkeiten in meinem Leben als etwas Positives wahrnehme. Dadurch habe ich vielmehr das Gefühl, das ich mein Leben lebe. Die Alternative wäre eine ähnliche Situation der Erstarrung gewesen, in der ich mein Leben nach anderen (vermeintlichen?) Meinungen ausgerichtet hätte. Es ist nicht alles perfekt und ich verspüre nach wie vor zeitweise Unsicherheiten. Aber ich habe die Zuversicht gewonnen, dass das, was mir passieren wird, richtig ist, wenn ich meinen Weg lebe, wie ich ihn für richtig halte. Ich habe, wie Du, die Zeit gebraucht, den Mut zu Entscheidungen zu finden. Rückblickend war meine Zeit der Entschlusslosigkeit, auch nur Herumgeeiere.

Es geht nicht um andere, es geht um Dich, oder ?
Viele Grüße
Vicky

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Inga
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Re: Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs

Post 18 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi, Pama,

du schriebst im letzten Beitrag - noch im alten Jahr:
Pama hat geschrieben:....Mir wurde bereits vor fast vierzig Jahren empfohlen ausschließlich als Frau zu leben, da bei mir eine Transsexualität vermutet wurde. Dem Rat bin ich nicht nachgekommen, weil ich damals stolzer Vater von zwei kleinen Kindern war. So habe ich bis heute nach Außen ausschließlich als Mann gelebt und meine weibliche Seite nur im geschlossenen Bereich leben lassen.
Meine Sorge, die weibliche Seite könnte sich so verstärken, dass ich als Mann nicht mehr existiere, ist nicht unbegründet.
Ich bin Ehemann, Vater und Großvater und viele Menschen kennen mich, die ich aber nicht alle persönlich kenne. Im Hinblick auf mein Alter ist eine Änderung meines Lebens kaum vertretbar, es sei denn der Druck würde so hoch, dass er zu Depressionen führen würde, was zur Zeit nicht der Fall ist. ...
und nun begreife ich mehr, was du meintest.

Ja,ich kenne einige unter uns, die wirklich mehr "Druck" durch Schmerzen und Leiden mit psychischen,physischen oder auch psychosomatischen Krankheiten durchlebt haben, bevor sie ihrem Leben mehr Platz für die Frau einräumten - und erst da ging es wieder besser. Ich würde dir wirklich empfehlen, über die Selbsthilfegruppen und Stammtische mit denjenigen unter uns in Kontakt zu kommen und über die Erfahrung auszutauschen, die für sich auch die Fragen immer wieder hinaus geschoben haben und die weibliche Seite begrenzt und weggedrückt haben - bis dann der Zusammenbruch kam! Das sind keine schöne Aussichten, aber wohl manchmal unvermeidlich, bevor man bereit ist. Es scheint leider manchmal so, nicht die vielen Ratschläge und das Gelesene, sondern erst das erlebte eigene Schicksal kocht einen manchmal erst wirklich weich und macht uns offen, neue Wege zu wagen.

Ich hoffe, dass du 2016 mehr Raum für deine weibliche Seite findest, dass du möglichst ohne Schmerzen und Leiden deinen Weg finden mögest - oder vielleicht anders gesagt: Dein Weg dich finden möge.

Liebe Grüße
Inga
Pama
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Re: Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs

Post 19 im Thema

Beitrag von Pama »

Vorab möchte ich klarstellen, dass bei mir auf Grund meiner Handlungen noch kein Leidensdruck besteht.
Meine dargestellten Sorgen sind lediglich Ausfluss meiner Gedanken hinsichtlich meiner künftigen Entwicklung, die nicht vorhersehbar ist.

Ich bin ein biologischer Mann, Ehemann, Vater und Großvater, der sich auch so entsprechend fühlt und auch überwiegend so benimmt. Als Mann bin ich stolz auf meine Leistungen, ausgeglichen, zufrieden und vor allem auch glücklich. Ich bin aber auch Transgender und muss meine weibliche Seite, die sich nicht männlich verhält und durchaus feminin fühlt, ausleben. Beim Leben meiner weiblichen Seite, als Teilzeitfrau bin ich kein Mann mehr. Die weibliche Kleidung ist notwendig, da es mir nicht gelingt, mein zweites Ich im Trainingsanzug leben zu lassen. Mein Aussehen muss optisch meiner Seele angepasst werden. Ich benehme mich und fühle und empfinde dann wie eine Frau, so bilde ich mir dies wenigstens ein. Ich habe also tatsächlich zwei Geschlechter, die oberflächlich betrachtet, nicht gleichzeitig auftreten.
Meine weibliche Seite zwingt mich aber regelmäßig, sie in gewissen Zeitabständen leben zu lassen. Einen Schalter zum Ausschalten des Zwanges habe ich leider nicht. Ich bin lediglich in der Lage den Zeitpunkt der notwendigen Wandlung hinauszuschieben.
Je weiter ich ihn aber verschiebe, desto schlechter fühle ich mich. Ich werde launisch, nervös und kann mich auf nichts Anderes mehr konzentrieren. Dies ist sehr lästig, zumal eine Verschiebung, nicht nur aus mangelndem Interesse, sondern auch aus sachlichen Gründen, häufig vorgenommen werden muss.
Ich kann somit nur bedingt meine zwei Leben selbst steuern und werde als Mann durch mein weibliches Ich sehr stark beeinflusst.
Ich wache morgens auf und habe das Bedürfnis, mich weiblich zu kleiden.
Mein Verstand sagt nein und ich ziehe Hemd und Hose an. Den ganzen Tag bin ich dann unzufrieden, launisch und auch etwas enttäuscht. Ferner muss ich mich regelrecht zwingen, etwas sinnvolles zu tun, um nicht den Tag zu vertrödeln.
Komme ich dem Wunsch nach und kleide mich als Frau, bin ich glücklich, ausgeglichen und mit mir zufrieden.
Da der Wunsch aber immer häufiger auftritt, darf ich ihm nur gelegentlich nachkommen, da es bei ständiger Wunscherfüllung durch die Häufigkeit dann zur täglichen Gewohnheit werden kann, was ich nicht will.
Aus diesem Grunde erfolgte die zeitliche Beschränkung auf max. zwei volle Tage in der Woche

Liebe Vicky,
ich habe doch eine Entscheidung getroffen. Mit meiner Anfrage wollte ich lediglich klären, ob es noch bessere Möglichkeiten gibt.
Auf Grund Deines Vorschlages in der zweiten Mitteilung habe ich ja auch beschlossen, mein weibliches Ich künftig weniger zu limitieren.
Mein Ziel bleibt aber, weiterhin als Mann und nur gelegentlich als Frau zu leben.



Gruß Pama
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs

Post 20 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Pama,

das ist dochin Ordnung. Ich mache das auch so. Ich kenne auch die Zustände, die Du beschreibst, wenn ich nicht dresse, obwohl ich es eigentlich will. Aber so nach und nach bin ich immer mehr zur Überzeugung gekommen, dass es ein wenig mehr "Ich" sein darf.
darf ich ihm nur gelegentlich nachkommen, da es bei ständiger Wunscherfüllung durch die Häufigkeit dann zur täglichen Gewohnheit werden kann, was ich nicht will.
Was ich aus solchen Sätzen lese, ist der Versuch etwas nicht zuzulassen, was Dir doch wichtig ist. Ja, es kann zur Gewohnheit werden, täglich z.B. Strumpfhosen anzuziehen. Aber ich mache es nur, wenn ich mich dabei besser fühle als ohne. Dann gibt es auch wieder Phasen, an denen ich gar nicht dresse. Sich selber etwas verbieten, ist etwas, was mMn in diesem Kontext nicht funktioniert. Meine Erfahrung ist, je mehr ich das lebe, was ich leben will, um so besser geht es mir. Ganz im Sinn von
Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs

Post 21 im Thema

Beitrag von Lina »

Pama hat geschrieben:...
Liebe Vicky,
ich habe doch eine Entscheidung getroffen. Mit meiner Anfrage wollte ich lediglich klären, ob es noch bessere Möglichkeiten gibt.
Auf Grund Deines Vorschlages in der zweiten Mitteilung habe ich ja auch beschlossen, mein weibliches Ich künftig weniger zu limitieren.
Mein Ziel bleibt aber, weiterhin als Mann und nur gelegentlich als Frau zu leben.



Gruß Pama
Das habe ich ja auch gesagt - du hast es entschieden und wirst es auch künftig selber tun. Und jetzt versuchst du über uns Wissen zu erlangen für weitere Entscheidungen. Dabei ist das Problem gar nicht überwiegend deine Entscheidungen, sonder die Art wie du die triffst.

Du entscheidest rationell, wann wie und wo es Sinnvoll eine Seite von dir, die du wiederum als Zwang bezeichnetst - wahrscheinlich weil das Ausleben dieser Seite dich nur "Glücklich" macht, aber nicht rationell erklärbar und auch keinen rationell definierbaren Zweck erfüllt. Jetzt suchst du dann, wieder rationell, einen Weg, diese Seite von dir, die nur Glücklich macht, weniger von der Zeit in Anspruch zu nehmen, wo du dich mit rationelleren Sachen beschäftigen willst.

...

Das trifft es doch so ungefähr, oder?

...

Es könnte mich wirklich interessieren, wie du auf die Idee gekommen bist, dass das so funktionieren sollte. Nun, vielleicht bin ich überprivilligiert - immerhin habe ich ein paar Jahre in der Werbebranche verbracht, bin auch in NLP und Hypnose unterwegs. Ich habe also reichlich Zeit gehabt Folgendes auch selber zu erfahren:
Die Entscheidungen, die Leute "rationell" treffen, basieren auf bewusste Gedanken / unbewuste Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühle ...usw in einem Verhältnis von vielleicht so wenig wie10/90 - wahrscheinlich eher 1/99.
Wenn du das nicht glaubst, dann schau dir eine gute Mentalisten-Show an - und du wirst sehen wie "frei" Leute Entscheidungen treffen ...

Das Problem bei dir ist also nicht deine Entscheidungen sondern die Art, wie du die triffst.
Solange du also weiter machst ohne auch Gefühl, Intuition, Instinkt ... usw. auch wirklich ERNST zu nehmen, dann wird sich bei dir auch kaum was ändern.

Das zu tun, lernst du aber nicht hier.
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