"Wo Frauen nichts wert sind"
-
Olivia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2296
- Registriert: Fr 13. Apr 2012, 11:25
- Geschlecht: ?
- Pronomen: ?
- Wohnort (Name): Regensburg
- Hat sich bedankt: 46 Mal
- Danksagung erhalten: 418 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
"Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo,
unter dem Titel ist ein Buch von Maria von Welser erschienen. Aus dem Inhalt:
"Vor aller Augen, doch in seinen Ausmaßen noch kaum bemerkt, ist ein Vernichtungsfeldzug gegen Frauen im Gang: der Femizid. Weltweit. Vergewaltigungen und Morde an jungen Frauen und Mädchen in Indien machen Schlagzeilen. Wir lesen von massenhaften Abtreibungen weiblicher Föten in China. Von Beschneidungen und Verstümmelungen in afrikanischen Ländern. Von öffentlichen Hinrichtungen, Missbrauch, Misshandlungen, Zwangsverheiratungen. Von Mädchen- und Frauenhandel. Maria von Welser hat vor Ort recherchiert — in Afghanistan, in Indien, im Kongo — und zeigt die Zusammenhänge auf: Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder einzelne Fall ist Teil eines Ganzen. Teil des Femizids. Aber: Zunehmend begehren die Frauen auf. Und Maria von Welser gibt ihnen eine Stimme. Ein Buch der Wut, des Zorns und der Hoffnung. Ein notwendiges Buch, das uns die Augen öffnet für das erschütternde Schicksal von Frauen weltweit."
Grüße in die Runde
unter dem Titel ist ein Buch von Maria von Welser erschienen. Aus dem Inhalt:
"Vor aller Augen, doch in seinen Ausmaßen noch kaum bemerkt, ist ein Vernichtungsfeldzug gegen Frauen im Gang: der Femizid. Weltweit. Vergewaltigungen und Morde an jungen Frauen und Mädchen in Indien machen Schlagzeilen. Wir lesen von massenhaften Abtreibungen weiblicher Föten in China. Von Beschneidungen und Verstümmelungen in afrikanischen Ländern. Von öffentlichen Hinrichtungen, Missbrauch, Misshandlungen, Zwangsverheiratungen. Von Mädchen- und Frauenhandel. Maria von Welser hat vor Ort recherchiert — in Afghanistan, in Indien, im Kongo — und zeigt die Zusammenhänge auf: Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder einzelne Fall ist Teil eines Ganzen. Teil des Femizids. Aber: Zunehmend begehren die Frauen auf. Und Maria von Welser gibt ihnen eine Stimme. Ein Buch der Wut, des Zorns und der Hoffnung. Ein notwendiges Buch, das uns die Augen öffnet für das erschütternde Schicksal von Frauen weltweit."
Grüße in die Runde
-
Jaqueline
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1362
- Registriert: Di 16. Apr 2013, 22:02
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): 82140
- Hat sich bedankt: 3 Mal
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo Olivia,
vielen lieben Dank, für den Hinweis auf das Buch. Viele dieser von dir aufgeführten Themen sind mir bekannt. Dennoch werde ich es lesen. Ich beschäftige mich nebenbei oft mit dem Thema, da ich viel unterwegs bin.
Ganz liebe Grüsse und einen schönen 2. Advent.
Jacky
vielen lieben Dank, für den Hinweis auf das Buch. Viele dieser von dir aufgeführten Themen sind mir bekannt. Dennoch werde ich es lesen. Ich beschäftige mich nebenbei oft mit dem Thema, da ich viel unterwegs bin.
Ganz liebe Grüsse und einen schönen 2. Advent.
Jacky
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174
-
Joanna
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Danke für den Buchtipp. Ich werde es lesen. Jetzt ist ohnehin die Zeit, wo auch ich wieder mehr zum Lesen komme.
Danke nochmals
Joanna
Danke nochmals
Joanna
-
JuliaS (†)
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 270
- Registriert: Mo 4. Nov 2013, 21:09
- Geschlecht: Frau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Oldneburg
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Das traurige ist das diese Dinge schon seit längerem bekannt sind und zu Problemen führen die sich selbst erzeugen. Ich denke hier vor allem an das Phänomen das es Regionen in Indien gibt in denen in den Dörfern fast keine Frauen mehr zur Welt kommen.
Aus eigenem Erleben weiß ich auch welcher unmenschlicher Druck auf Frauen im arabischen Kulturkreis lastet männliche Kinder zu gebähren.
Aus eigenem Erleben weiß ich auch welcher unmenschlicher Druck auf Frauen im arabischen Kulturkreis lastet männliche Kinder zu gebähren.
"Tage wie diese, im hellen Sonnenschein"
-
ReaGirl
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Also was in z.b. in Indien usw abgeht ist mir ja bissl bekannt. Aber ehrlich...
Wollen die uns auslöschen? Ohne Mädchen zukünftig keine Kinder, und die Menschheit schrumpft sich zu Tode. Sone Kurzsichtigkeit ist mir ein rätsel. Naja die Welt verblödet ins Idiotentum und jeden Tag wird NOCH eine Schippe drauf gelegt... -_-
Sicher interessant das Buch zu lesen, nur ob ich aushalte bis zum Ende zu lesen?
Wollen die uns auslöschen? Ohne Mädchen zukünftig keine Kinder, und die Menschheit schrumpft sich zu Tode. Sone Kurzsichtigkeit ist mir ein rätsel. Naja die Welt verblödet ins Idiotentum und jeden Tag wird NOCH eine Schippe drauf gelegt... -_-
Sicher interessant das Buch zu lesen, nur ob ich aushalte bis zum Ende zu lesen?
-
Marielle
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1857
- Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
- Geschlecht: Mensch
- Pronomen: ikke
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo Seth,
besten Dank für diesen Beitrag.
hab es gut
Marielle
besten Dank für diesen Beitrag.
hab es gut
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
-
Ulrike-Marisa
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4822
- Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
- Geschlecht: transsexuell
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Region Schleswig
- Hat sich bedankt: 714 Mal
- Danksagung erhalten: 520 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Moin zusammen,
...wenn ich das alles so lese, werde ich richtig traurig. Zur Lösung all dieser Probleme in Bezug auf die Benachteiligung von Frauen ganz allgemein in allen Teilen der Welt auch bei uns kann ich auch nichts rechtes mal eben so beitragen. Wir sehen doch, dass all das Gerede über Gleichberechtigung von der Wirklichkeit überrollt wird. Die grundsätzlichen Menschenrechte gemäß der Charta der Vereinten Nationen sind doch weltweit noch lange nicht umgesetzt, bestenfalls teilweise. Mir gab ein Gedanke besonders zu denken, als meine Frau bei meinem Outing meiner weiblichen Wünsche und Gefühle ihr gegenüber nur meinte: du willst also deine bevorzugte Stellung als Mann in der Gesellschaft hiermit aufgeben gegen die benachteiligte Stellung als Frau in unserer Gesellschaft - und das war ernst gemeint!! Ja ich will habe ich ihr damals gesagt und kämpfe meinen Weg um Anerkennung, Toleranz etc. als Frau soweit mir das mit meinen Möglichkeiten gegeben ist. Die Freiheit des einzelnen Menschen geht in der Praxis aber immer nur so weit, wie die politischen und gesellschaftlichen Umstände es ermöglichen. Sich dagegen zu stellen und mehr zu fordern und gegebenenfalls auch aktiv dafür einzutreten, ist eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft und schon oft mit dem Leben und anderem bezahlt worden, wie wir aus der auch eigenen Geschichte wissen.
Das nur eine paar persönliche Gedanken dazu...
Gruß, Ulrike-Marisa
...wenn ich das alles so lese, werde ich richtig traurig. Zur Lösung all dieser Probleme in Bezug auf die Benachteiligung von Frauen ganz allgemein in allen Teilen der Welt auch bei uns kann ich auch nichts rechtes mal eben so beitragen. Wir sehen doch, dass all das Gerede über Gleichberechtigung von der Wirklichkeit überrollt wird. Die grundsätzlichen Menschenrechte gemäß der Charta der Vereinten Nationen sind doch weltweit noch lange nicht umgesetzt, bestenfalls teilweise. Mir gab ein Gedanke besonders zu denken, als meine Frau bei meinem Outing meiner weiblichen Wünsche und Gefühle ihr gegenüber nur meinte: du willst also deine bevorzugte Stellung als Mann in der Gesellschaft hiermit aufgeben gegen die benachteiligte Stellung als Frau in unserer Gesellschaft - und das war ernst gemeint!! Ja ich will habe ich ihr damals gesagt und kämpfe meinen Weg um Anerkennung, Toleranz etc. als Frau soweit mir das mit meinen Möglichkeiten gegeben ist. Die Freiheit des einzelnen Menschen geht in der Praxis aber immer nur so weit, wie die politischen und gesellschaftlichen Umstände es ermöglichen. Sich dagegen zu stellen und mehr zu fordern und gegebenenfalls auch aktiv dafür einzutreten, ist eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft und schon oft mit dem Leben und anderem bezahlt worden, wie wir aus der auch eigenen Geschichte wissen.
Das nur eine paar persönliche Gedanken dazu...
Gruß, Ulrike-Marisa
-
Anke
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1412
- Registriert: Mo 2. Jun 2014, 17:14
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waldenbuch
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo,
Bücher wie das von Maria von Welser sind wichtig, denn sie legen den Finger in die Wunde und machen aufmerksam.
Das sollte uns aber nicht verleiten den moralischen Zeigefinger zu heben und so zu tun, als wäre hier bei uns alles bester Ordnung. Und selbst wenn es so wäre, so etwas ist einfach nicht hilfreich.
Viel wichtiger ist für mich die Frage, was getan werden kann, sowohl dort, als auch hier.
Ich hatte ein ähnliches Erlebnis wie Ulrike-Marisa bei meiner Sprachtrainerin, die meinte, dass ich auf der sozialen Leiter einige Stufen herunterfalle. Mich hat das sehr nachdenklich gemacht. Muss ich das hinnehmen? Auf keinen Fall will ich das hinnehmen!
Liebe Grüße
Anke
Bücher wie das von Maria von Welser sind wichtig, denn sie legen den Finger in die Wunde und machen aufmerksam.
Das sollte uns aber nicht verleiten den moralischen Zeigefinger zu heben und so zu tun, als wäre hier bei uns alles bester Ordnung. Und selbst wenn es so wäre, so etwas ist einfach nicht hilfreich.
Viel wichtiger ist für mich die Frage, was getan werden kann, sowohl dort, als auch hier.
Ich hatte ein ähnliches Erlebnis wie Ulrike-Marisa bei meiner Sprachtrainerin, die meinte, dass ich auf der sozialen Leiter einige Stufen herunterfalle. Mich hat das sehr nachdenklich gemacht. Muss ich das hinnehmen? Auf keinen Fall will ich das hinnehmen!
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
-
Magdalena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2738
- Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 430 Mal
- Danksagung erhalten: 544 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo,
auch ich finde das Thema ist in Deutschland noch aktuell. Sonst bräuchten wir keine Frauenhäuser. In denen einige Männer Hausverbot haben. Meist Ex-Ehemännet oder der Freund, der Gewalt gegen die eigene Frau ausübt. Besonders weil es im geschützten Umfeld und im Verborgenen passiert.
LG Magdalena
auch ich finde das Thema ist in Deutschland noch aktuell. Sonst bräuchten wir keine Frauenhäuser. In denen einige Männer Hausverbot haben. Meist Ex-Ehemännet oder der Freund, der Gewalt gegen die eigene Frau ausübt. Besonders weil es im geschützten Umfeld und im Verborgenen passiert.
LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
-
Ulrike-Marisa
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4822
- Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
- Geschlecht: transsexuell
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Region Schleswig
- Hat sich bedankt: 714 Mal
- Danksagung erhalten: 520 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Moin,
...traurige Realität - scheinbar auch auf dem Kölner Bahnhofvorplatz.
Das Problem ist also mitten unter uns auch auf dieser Ebene, unabhängig davon, was die Untersuchungen wenn denn an Fakten überhaupt ergeben wird. die Tatsache als solche, dass bei uns so etwas passieren kann, spricht doch Bände, wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist. Deutschland schafft sich ab und damit vielleicht auch die Rechte der Frauen, die immerhin die Mehrheit der Bevölkerung stellen; vielleicht hat er Recht der Berliner Herr Sarrazin, wer weiß... Wer anderer Meinung ist, muss aber dafür kämpfen und einstehen und Rückrat zeigen. Ich denke, auch Integration muss erkämpft werden, denn von alleine bewegt sich nichts - nicht mal die Presse und die Politik.
(das ist sicher eine provokante Zustandsbeschreibung von mir und kein Lösungsansatz)
Gruß, Ulrike-Marisa - traurig, wütend und vieles mehr
...traurige Realität - scheinbar auch auf dem Kölner Bahnhofvorplatz.
Das Problem ist also mitten unter uns auch auf dieser Ebene, unabhängig davon, was die Untersuchungen wenn denn an Fakten überhaupt ergeben wird. die Tatsache als solche, dass bei uns so etwas passieren kann, spricht doch Bände, wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist. Deutschland schafft sich ab und damit vielleicht auch die Rechte der Frauen, die immerhin die Mehrheit der Bevölkerung stellen; vielleicht hat er Recht der Berliner Herr Sarrazin, wer weiß... Wer anderer Meinung ist, muss aber dafür kämpfen und einstehen und Rückrat zeigen. Ich denke, auch Integration muss erkämpft werden, denn von alleine bewegt sich nichts - nicht mal die Presse und die Politik.
(das ist sicher eine provokante Zustandsbeschreibung von mir und kein Lösungsansatz)
Gruß, Ulrike-Marisa - traurig, wütend und vieles mehr
-
Astrid
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 396
- Registriert: Mi 22. Jan 2014, 17:58
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Neulich habe ich aufgrund des Threads https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... hp?t=11395 ausführlich auf der Internetseite der EMMA gelesen.
Vor allem die Artikel über Pornographie haben mir wirklich die Sprache verschlagen und die Galle hochkommen lassen.
Und eins ist mir hier sehr deutlich geworden: Die Geringschätzung von Frauen ist bei Weitem nicht nur ein Thema was andere Kulturkreise betrifft. Auch in der westlichen Zivilisation scheint die Gesinnung vieler Männer eine ähnliche zu sein. Nur findet sie hier eher im stillen Kämmerlein statt.
Deswegen finde ich es schon ein gutes Stück heuchlerisch, wenn die Diskussion über die Ereignisse in Köln hauptsächlich vor dem Hintergrund der Einwanderung geführt wird.
Bleibt nur zu hoffen, oder besser alles Mögliche zu tun, dass diese Vorfälle nicht Schule machen und dazu wäre m.E. eine gehörige Portion mehr Selbstkritik seitens der westlichen "Männerwelt" dringend nötig.
Liebe Grüße - Astrid
Vor allem die Artikel über Pornographie haben mir wirklich die Sprache verschlagen und die Galle hochkommen lassen.
Und eins ist mir hier sehr deutlich geworden: Die Geringschätzung von Frauen ist bei Weitem nicht nur ein Thema was andere Kulturkreise betrifft. Auch in der westlichen Zivilisation scheint die Gesinnung vieler Männer eine ähnliche zu sein. Nur findet sie hier eher im stillen Kämmerlein statt.
Deswegen finde ich es schon ein gutes Stück heuchlerisch, wenn die Diskussion über die Ereignisse in Köln hauptsächlich vor dem Hintergrund der Einwanderung geführt wird.
Bleibt nur zu hoffen, oder besser alles Mögliche zu tun, dass diese Vorfälle nicht Schule machen und dazu wäre m.E. eine gehörige Portion mehr Selbstkritik seitens der westlichen "Männerwelt" dringend nötig.
Liebe Grüße - Astrid
-
Marielle
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1857
- Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
- Geschlecht: Mensch
- Pronomen: ikke
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo Ulrike,
ich entschuldige mich schon mal vorab. Du kannst mir übermorgen dann gegen's Schienbein treten, falls erforderlich.
Oder schafft Deutschland sich als Land mit mit einer weitgehend egalitären Rechtsordnung, mit einem relativ hohen Standard von Freiheitsrechten, einem halbwegs brauchbaren Bildungssystem, einem vergleichsweise niedrigen Einfluss von Korruption und einem halbwegs funktionierenden Sozialwesen ab? Wenn das der Fall sein sollte, liegt das aber bestimmt nicht an ein paar widerlichen Typen, die "mitten unter uns sind". Dann sind eher Sarrazin und die anderen Schreihälse die Totengräber, die immer ganz genau wissen, wo der Feind steht und wie mit ihm umzugehen ist.
Diese Schreihälse stellen Forderungen auf, von denen sie selbst nicht sagen können (oder nur noch nicht wieder sagen wollen?), wie sie umgesetzt werden sollen. Nur ein Beispiel, die Schwätzhofersche 'Obergrenze': Der zweihunderttausendunderste Asylsuchende steht an der Bundesgrenze und will herein; Obergrenze überschritten, und nun? Stellen wir dann ein armes Schwein mit einem blauen Kampfanzug, hinten steht 'Bundespolizei' drauf, mit einem Maschinengewehr dahin? Sind wir dann stolz, wenn die 'Obergrenze' gehalten wurde? Dazu sagt keiner der Schreihälse etwas.
Ja, es wird noch mehr Vorfälle geben, weil auch Menschen zu uns kommen, die unsere Werte nicht verstehen oder gar ablehnen. Es wird auch schlichte, praktische Probleme geben; über Jahre. Es ist keine einfach Situation, wenn so viele Menschen in einen laufenden Betrieb aufgenommen werden müssen. Aber tun wir doch bitte nicht so, als kämen nur Verbrecher und 'Invasoren' und als wäre 'der Deutsche' perse eine heilige Lichtgestalt, die immer nur Gutes tut. Die letzte Erfahrung mit Menschen, die mir erklären wollten, dass ich im Rock nicht in 'ihr' Land gehöre, hatte ich übrigens mit urdeutschen Arschlöchern.
Die Lage ist zu komplex, um sie hier vollständig zu erörtern. Mir macht es aber wirklich langsam Angst, wie sehr viele unter uns Deutschen die Frage beantworten, die die Grundlage für alle Überlegungen ist: Wollen wir das Deutschland sein, in dem Menschenrechte nur für privilegierte Menschen gelten oder stehen wir zu den Werten, die wir alle hier brauchen, und verteidigen diese Werte mit den Mitteln einer liberalen Gesellschaft? Hart gegen Täter, aber ohne Sippenhaft.
Das ist keine Frage die allein 'die Politik' für uns beantworten muss. Wir müssen sie, jede_r für sich, beantworten.
Marielle
ich entschuldige mich schon mal vorab. Du kannst mir übermorgen dann gegen's Schienbein treten, falls erforderlich.
Die Thesen des 'Herrn' Sarrazin sind autoritärer und identitärer Dünnsinn, der mit einer liberalen Gesellschaft und individuellen Freiheitsrechten nichts zu tun hat. Was heisst denn "Deutschland schafft sich ab"? Als was schafft es sich ab? Als Gruppe von Volksgenossen, die ganz genau wissen, wer sich wie zu benehmen hat? Die genau wissen, wer das Recht auf Freiheit hat und wer nicht? Sind wir das, ist Deutschland das? Soll es so sein? Erst wenn es das (wieder) wäre, könnte es sich als solches abschaffen. Dann wäre es aber auch nicht schade drum.Deutschland schafft sich ab und damit vielleicht auch die Rechte der Frauen, die immerhin die Mehrheit der Bevölkerung stellen; vielleicht hat er Recht der Berliner Herr Sarrazin, wer weiß...
Oder schafft Deutschland sich als Land mit mit einer weitgehend egalitären Rechtsordnung, mit einem relativ hohen Standard von Freiheitsrechten, einem halbwegs brauchbaren Bildungssystem, einem vergleichsweise niedrigen Einfluss von Korruption und einem halbwegs funktionierenden Sozialwesen ab? Wenn das der Fall sein sollte, liegt das aber bestimmt nicht an ein paar widerlichen Typen, die "mitten unter uns sind". Dann sind eher Sarrazin und die anderen Schreihälse die Totengräber, die immer ganz genau wissen, wo der Feind steht und wie mit ihm umzugehen ist.
Diese Schreihälse stellen Forderungen auf, von denen sie selbst nicht sagen können (oder nur noch nicht wieder sagen wollen?), wie sie umgesetzt werden sollen. Nur ein Beispiel, die Schwätzhofersche 'Obergrenze': Der zweihunderttausendunderste Asylsuchende steht an der Bundesgrenze und will herein; Obergrenze überschritten, und nun? Stellen wir dann ein armes Schwein mit einem blauen Kampfanzug, hinten steht 'Bundespolizei' drauf, mit einem Maschinengewehr dahin? Sind wir dann stolz, wenn die 'Obergrenze' gehalten wurde? Dazu sagt keiner der Schreihälse etwas.
Ja, es wird noch mehr Vorfälle geben, weil auch Menschen zu uns kommen, die unsere Werte nicht verstehen oder gar ablehnen. Es wird auch schlichte, praktische Probleme geben; über Jahre. Es ist keine einfach Situation, wenn so viele Menschen in einen laufenden Betrieb aufgenommen werden müssen. Aber tun wir doch bitte nicht so, als kämen nur Verbrecher und 'Invasoren' und als wäre 'der Deutsche' perse eine heilige Lichtgestalt, die immer nur Gutes tut. Die letzte Erfahrung mit Menschen, die mir erklären wollten, dass ich im Rock nicht in 'ihr' Land gehöre, hatte ich übrigens mit urdeutschen Arschlöchern.
Die Lage ist zu komplex, um sie hier vollständig zu erörtern. Mir macht es aber wirklich langsam Angst, wie sehr viele unter uns Deutschen die Frage beantworten, die die Grundlage für alle Überlegungen ist: Wollen wir das Deutschland sein, in dem Menschenrechte nur für privilegierte Menschen gelten oder stehen wir zu den Werten, die wir alle hier brauchen, und verteidigen diese Werte mit den Mitteln einer liberalen Gesellschaft? Hart gegen Täter, aber ohne Sippenhaft.
Das ist keine Frage die allein 'die Politik' für uns beantworten muss. Wir müssen sie, jede_r für sich, beantworten.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
-
Ulrike-Marisa
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4822
- Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
- Geschlecht: transsexuell
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Region Schleswig
- Hat sich bedankt: 714 Mal
- Danksagung erhalten: 520 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo zusammen ,
...warum treten? - muss ich nicht.
Ich habe das mit dem Herrn Sarrazin auch provokant gemeint und geschrieben, wer anderer Meinung ist, der...
Was dahinter steckt ist eine Entwicklung, die es in unserem Land aber doch beobachtbar gibt. Wir werden immer anspruchsvoller, immer perfekter in unserem gesellschaftlichen und politischen Handeln, so dass wir in vielen Fällen auf hohem verwaltungstechnischen oder rechtlichen Niveau in scheinbarer und oft auch praktischer Bewegungslosigkeit verharren, weil nicht mehr geht, weil nicht mehr entschieden wird und keiner mehr die Verantwortung für etwas übernehmen will oder auch nicht mehr kann. Dafür gibt es mittlerweile viele beredte Beispiele. Und da sehe ich tatsächlich eine Gefahr, indem wir vor lauter vielleicht gut gemeinter Liberalität, oder wie auch zu bezeichnender Gutmenschlichkeit uns in Beliebigkeit verlieren und nicht mehr nach den Grundsätzen der Pädagogik von Aktion und Reaktion handeln, bzw. der Notwendigkeit aus einem Verhalten Konsequenzen mit Sanktionen zu entwickeln und auch durchzusetzten. Anders gesagt, noch aus meiner damaligen Berufsausbildung in Erinnerung; antiautoritäres Erziehungsverhalten führt nachweislich in die Sackgasse - der Bogen - dann schaffen wir uns im Sinne von Sarrazin tatsächlich ab, wenn wir nicht mehr handeln. Da sind wir wieder alle aufgerufen nämlich zu handeln, damit solches nicht passiert.
Darüber lässt sich sicher alles auch kontrovers diskutieren...
Gruß, Ulrike-Marisa
@Marielle, werde vermutlich meine halbhohen Winterstiefel anhaben und die haben ganz weiches Leder...
...warum treten? - muss ich nicht.
Ich habe das mit dem Herrn Sarrazin auch provokant gemeint und geschrieben, wer anderer Meinung ist, der...
Was dahinter steckt ist eine Entwicklung, die es in unserem Land aber doch beobachtbar gibt. Wir werden immer anspruchsvoller, immer perfekter in unserem gesellschaftlichen und politischen Handeln, so dass wir in vielen Fällen auf hohem verwaltungstechnischen oder rechtlichen Niveau in scheinbarer und oft auch praktischer Bewegungslosigkeit verharren, weil nicht mehr geht, weil nicht mehr entschieden wird und keiner mehr die Verantwortung für etwas übernehmen will oder auch nicht mehr kann. Dafür gibt es mittlerweile viele beredte Beispiele. Und da sehe ich tatsächlich eine Gefahr, indem wir vor lauter vielleicht gut gemeinter Liberalität, oder wie auch zu bezeichnender Gutmenschlichkeit uns in Beliebigkeit verlieren und nicht mehr nach den Grundsätzen der Pädagogik von Aktion und Reaktion handeln, bzw. der Notwendigkeit aus einem Verhalten Konsequenzen mit Sanktionen zu entwickeln und auch durchzusetzten. Anders gesagt, noch aus meiner damaligen Berufsausbildung in Erinnerung; antiautoritäres Erziehungsverhalten führt nachweislich in die Sackgasse - der Bogen - dann schaffen wir uns im Sinne von Sarrazin tatsächlich ab, wenn wir nicht mehr handeln. Da sind wir wieder alle aufgerufen nämlich zu handeln, damit solches nicht passiert.
Darüber lässt sich sicher alles auch kontrovers diskutieren...
Gruß, Ulrike-Marisa
@Marielle, werde vermutlich meine halbhohen Winterstiefel anhaben und die haben ganz weiches Leder...
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27687
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 218 Mal
- Danksagung erhalten: 2536 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Moin,
wir haben schon lange Gelegenheit gehabt zu zeigen, dass uns Frauen ebenso viel wert sind wie Männer, aber wie sieht es damit bei uns im Lande aus?
Wir haben auch schon lange Gelegenheit gehabt, lesbischen und schwulen Menschen die gleichen Rechte einzuräumen, aber wie sieht es damit bei uns im Lande aus?
Wir haben schon lange Gelegenheit gehabt, intersexuelle Menschen zu schützen vor ungewollten geschlechtszuweisenden und/oder kosmetischen Operationen - wie sieht es damit aus?
Wir haben schon lange Gelegenheit gehabt, "unsere (nun angeblich bedrohte) Glaubenskultur" zu leben. Wer hat uns daran gehindert?
Die Reihe ließe sich fortsetzen.
... und nun kommen viele "Schützer" unserer bedrohter Errungenschaften und Tugenden...
Ich denke, wir haben viel verschlafen und viele Jahre "vertorft" (würde manfrau hier im Norden sagen), uns deutlicher zu positionieren und zu zeigen, was uns etwas wert ist - aus einem positiven Gemeinschaftsgefühl heraus.
Gruß
Anne-Mette
wir haben schon lange Gelegenheit gehabt zu zeigen, dass uns Frauen ebenso viel wert sind wie Männer, aber wie sieht es damit bei uns im Lande aus?
Wir haben auch schon lange Gelegenheit gehabt, lesbischen und schwulen Menschen die gleichen Rechte einzuräumen, aber wie sieht es damit bei uns im Lande aus?
Wir haben schon lange Gelegenheit gehabt, intersexuelle Menschen zu schützen vor ungewollten geschlechtszuweisenden und/oder kosmetischen Operationen - wie sieht es damit aus?
Wir haben schon lange Gelegenheit gehabt, "unsere (nun angeblich bedrohte) Glaubenskultur" zu leben. Wer hat uns daran gehindert?
Die Reihe ließe sich fortsetzen.
... und nun kommen viele "Schützer" unserer bedrohter Errungenschaften und Tugenden...
Ich denke, wir haben viel verschlafen und viele Jahre "vertorft" (würde manfrau hier im Norden sagen), uns deutlicher zu positionieren und zu zeigen, was uns etwas wert ist - aus einem positiven Gemeinschaftsgefühl heraus.
Gruß
Anne-Mette
-
Anke
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1412
- Registriert: Mo 2. Jun 2014, 17:14
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waldenbuch
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: "Wo Frauen nichts wert sind"
Hallo,
das sind genau die richtigen Fragen. In den letzten Tagen und Wochen habe ich mir auch mehrfach die Augen und Ohren reiben müssen. Sind die Konservativen die wahren Vorkämpfer des Regenbogens? Kann ich irgendwie nicht glauben.
Aus meiner Sicht wäre die beste Reaktion auf solche Äußerungen, die entsprechenden Protagonisten beim Wort zu nehmen. Es wäre doch ein guter Zeitpunkt den Respekt für Homosexualität nicht nur in Sonntagsreden zu äußern, sondern gesetzgeberisch entsprechend tätig zu werden. Gleiches gilt natürlich für Transsexualität, Intersexualität oder die Gleichberechtigung.
Liebe Grüße
Anke
das sind genau die richtigen Fragen. In den letzten Tagen und Wochen habe ich mir auch mehrfach die Augen und Ohren reiben müssen. Sind die Konservativen die wahren Vorkämpfer des Regenbogens? Kann ich irgendwie nicht glauben.
Aus meiner Sicht wäre die beste Reaktion auf solche Äußerungen, die entsprechenden Protagonisten beim Wort zu nehmen. Es wäre doch ein guter Zeitpunkt den Respekt für Homosexualität nicht nur in Sonntagsreden zu äußern, sondern gesetzgeberisch entsprechend tätig zu werden. Gleiches gilt natürlich für Transsexualität, Intersexualität oder die Gleichberechtigung.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g