Hormon Ersatz Therapie (HET) - Welche Diagnose nehmen?
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nicole.f
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Hormon Ersatz Therapie (HET) „ Welche Diagnose nehmen?
Hallo Ihr Lieben,
mir ist kürzlich ein Thema aufgefallen, dass ich bisher noch nirgends diskutiert gesehen habe, daher wollte ich das mal hier thematisieren.
Es geht um die Diagnose für eine Hormon Ersatz Therapie (HET).
Welche Diagnose kann verwendet werden und welche sollte ggf. verwendet werden?
Vielen von Euch wird das vermutlich nicht auffallen, aber Eure Ärzte geben bei der Abrechnung mit der Kasse (bzw. der kassenärztlichen Vereinigung) für fast alle abzurechnenden Leistungen eine Diagnose an, insbesondere eben auch für Laboruntersuchungen und Verschreibungen. Also gerade das, was bei einer HET regelmäßig anfällt.
Jetzt frage ich mich gerade, ob wir für den Rest unseres Lebens mit der Diagnose "F64.0" für alles leben müssen? Ob es nötig ist, oder eben vielleicht auch nicht?
Irgendwann möchte man doch vielleicht einfach nur seine Hormone und Labor bekommen, wie jede_r andere Frau_Mann auch?
Wie ist das bei Euren Ärzten? Wisst Ihr, was sie als Diagnose verwenden? Etwas anderes als F64.0? Wenn ja, was? Wie kam es dazu? Haben sie das von sich aus gemacht? Wie ist das bei Euch bei einem Arztwechsel? Was sagt Ihr dem neuen Arzt? Legt Ihr direkt die Karten auf den Tisch "Ich bin trans* und brauche..." oder sagt Ihr etwas anderes? Wenn ja, was?
Würde mich sehr interessieren!
Liebe Grüße
nicole
mir ist kürzlich ein Thema aufgefallen, dass ich bisher noch nirgends diskutiert gesehen habe, daher wollte ich das mal hier thematisieren.
Es geht um die Diagnose für eine Hormon Ersatz Therapie (HET).
Welche Diagnose kann verwendet werden und welche sollte ggf. verwendet werden?
Vielen von Euch wird das vermutlich nicht auffallen, aber Eure Ärzte geben bei der Abrechnung mit der Kasse (bzw. der kassenärztlichen Vereinigung) für fast alle abzurechnenden Leistungen eine Diagnose an, insbesondere eben auch für Laboruntersuchungen und Verschreibungen. Also gerade das, was bei einer HET regelmäßig anfällt.
Jetzt frage ich mich gerade, ob wir für den Rest unseres Lebens mit der Diagnose "F64.0" für alles leben müssen? Ob es nötig ist, oder eben vielleicht auch nicht?
Irgendwann möchte man doch vielleicht einfach nur seine Hormone und Labor bekommen, wie jede_r andere Frau_Mann auch?
Wie ist das bei Euren Ärzten? Wisst Ihr, was sie als Diagnose verwenden? Etwas anderes als F64.0? Wenn ja, was? Wie kam es dazu? Haben sie das von sich aus gemacht? Wie ist das bei Euch bei einem Arztwechsel? Was sagt Ihr dem neuen Arzt? Legt Ihr direkt die Karten auf den Tisch "Ich bin trans* und brauche..." oder sagt Ihr etwas anderes? Wenn ja, was?
Würde mich sehr interessieren!
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
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JuliaS (†)
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Re: Hormon Ersatz Therapie (HET) „ Welche Diagnose nehmen?
Hallo Nicole,
ich kann deine Gedanken durchaus nachvollziehen. Auf mich bezogen ist es mir im Moment egal ob da F64.0 steht oder nicht. Soviel Vertrauen habe ich doch zu meinen Ärzten das sie damit umgehen können und jemand anderes sieht das ja auch nicht. Die Diagnose einer psychischen Erkrankung ist eigentlich schon per se lachhaft. Meine Logopädische Behandlung ist offiziell mit einer Stimmbandparese in Folge einer Herz-OP von 1979 begründet.
Gruß
Julia
ich kann deine Gedanken durchaus nachvollziehen. Auf mich bezogen ist es mir im Moment egal ob da F64.0 steht oder nicht. Soviel Vertrauen habe ich doch zu meinen Ärzten das sie damit umgehen können und jemand anderes sieht das ja auch nicht. Die Diagnose einer psychischen Erkrankung ist eigentlich schon per se lachhaft. Meine Logopädische Behandlung ist offiziell mit einer Stimmbandparese in Folge einer Herz-OP von 1979 begründet.
Gruß
Julia
"Tage wie diese, im hellen Sonnenschein"
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ab08
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Re: Hormon Ersatz Therapie (HET) „ Welche Diagnose nehmen?
Hallo Nicole,
bei mir steht meist(Hausärztin/Endokrinologe etc.) Transsexualismus bisweilen mit / bisweilen ohne Schlüssel F64.0.
"Stimmtherapie" hat bei mir(!) einen anderen Grund. --> Das "Carcinom in situ" auf dem linken Stimmband soll verschwinden/sich nicht ausbreiten.
2003 wurde ich da erfolglos operiert. --> Mir ist wichtig, dass es hier nicht in erster Linie um TS, sondern darum geht, anderweitig gesund zu bleiben.
Daher gehe ich (CO 2008!) bis heute regelmäßig zur "Stimmtherapie" bzw. zur Kontrolle.
Liebe Grüße
Andrea
bei mir steht meist(Hausärztin/Endokrinologe etc.) Transsexualismus bisweilen mit / bisweilen ohne Schlüssel F64.0.
"Stimmtherapie" hat bei mir(!) einen anderen Grund. --> Das "Carcinom in situ" auf dem linken Stimmband soll verschwinden/sich nicht ausbreiten.
2003 wurde ich da erfolglos operiert. --> Mir ist wichtig, dass es hier nicht in erster Linie um TS, sondern darum geht, anderweitig gesund zu bleiben.
Daher gehe ich (CO 2008!) bis heute regelmäßig zur "Stimmtherapie" bzw. zur Kontrolle.
Liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Frida
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Re: Hormon Ersatz Therapie (HET) „ Welche Diagnose nehmen?
Hallo Nicole,
ich bekam von meiner Psychiaterin die Indikation zur HET.
"Diagnostisch handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen irreversiblen Transsexualismus von Mann zu Frau."
Acht Monate vorher war ich das erste Mal bei ihr und habe ihr gesagt, dass ich transsexuell bin. Bis zur Indikation war ich zu einigen lockeren
Gesprächen bei ihr, bei denen sie mich vor den Folgen meiner "Entscheidung" warnte, Stigmatisierung der Familie, körperliche Veränderung,
besonders die Erhebliche Gewichtszunahme durch die Hormoneinnahme, in der Öffentlich Aggressionen ausgesetzt sein und Ablehnung durch
die eigene Familie.
Meine Eigendiagnose fand sie überzeugend.
Meine Ärzte, Zahnärztin und Hausärztin wissen Bescheid. Meine Hausärztin, die mich schon seit mehr als 20 Jahren kennt, hatte ich vor
einigen Monaten von meiner Transsexualität erzählt. Sie war gar nicht überrascht, sondern hatte sich schon lange so etwas gedacht.
Auf meine Frage, wie sie darauf gekommen war, meinte sie, das aufgrund ihrer Menschenerfahrung an meinem Verhalten festgestellt zu haben.
Liebe Grüße, Frida
ich bekam von meiner Psychiaterin die Indikation zur HET.
"Diagnostisch handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen irreversiblen Transsexualismus von Mann zu Frau."
Acht Monate vorher war ich das erste Mal bei ihr und habe ihr gesagt, dass ich transsexuell bin. Bis zur Indikation war ich zu einigen lockeren
Gesprächen bei ihr, bei denen sie mich vor den Folgen meiner "Entscheidung" warnte, Stigmatisierung der Familie, körperliche Veränderung,
besonders die Erhebliche Gewichtszunahme durch die Hormoneinnahme, in der Öffentlich Aggressionen ausgesetzt sein und Ablehnung durch
die eigene Familie.
Meine Eigendiagnose fand sie überzeugend.
Meine Ärzte, Zahnärztin und Hausärztin wissen Bescheid. Meine Hausärztin, die mich schon seit mehr als 20 Jahren kennt, hatte ich vor
einigen Monaten von meiner Transsexualität erzählt. Sie war gar nicht überrascht, sondern hatte sich schon lange so etwas gedacht.
Auf meine Frage, wie sie darauf gekommen war, meinte sie, das aufgrund ihrer Menschenerfahrung an meinem Verhalten festgestellt zu haben.
Liebe Grüße, Frida
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Jamie
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Re: Hormon Ersatz Therapie (HET) „ Welche Diagnose nehmen?
sowas ist, und wird wohl auch in absehbarer Zeit nicht passieren (Aussage div. mir bekannterDaenerys Targaryen hat geschrieben: "¦Ich würde mich zum Beispiel nicht gut fühlen, wenn F64.0 dauerhaft auf diesem Chip in meiner Krankenkassenkarte gespeichert wäre "¦
Ärzte), nicht dort gespeichert. Und selbst wenn, wir bleiben nun mal biologisch Mann
und sind letztlich NIE eine richtige Frau. Ob es nun genehm ist oder nicht.
Und ich glaube, dass das Ärzte auch wissen MÜSSEN! Sonst behandeln sie, ungewollt,
vlt. falsch.
Liebe Grüße - Jamie
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Anke
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Re: Hormon Ersatz Therapie (HET) „ Welche Diagnose nehmen?
Hallo Nicole,
gute Frage. Da ich privat versichert bin, sehe ich die Rechnungen und da taucht der F64.0 kaum auf. Dagegen ist öfters als Diagnose "Transsexualität" genannt.
Bei den Rechnungen vom Labor steht dazu nichts. Das geht das Labor ja auch nichts an, die sollen ja nur das Blut untersuchen und die Ergebnisse bereit stellen.
Bei einem Arztwechsel kommt es drauf an, ob das Thema relevant ist. Meine Hausärztin ist informiert und würde ich mir jemand neues suchen, dann würde ich da auch die Karten auf den Tisch legen.
Derzeit habe ich keine Endokrinologin und suche mir statt dessen eine Frauenärztin. Auch dort werde ich das sofort transparent machen.
Bei anderen Ärzten sehe ich erstmal keine Notwendigkeit.
Liebe Grüße
Anke
gute Frage. Da ich privat versichert bin, sehe ich die Rechnungen und da taucht der F64.0 kaum auf. Dagegen ist öfters als Diagnose "Transsexualität" genannt.
Bei den Rechnungen vom Labor steht dazu nichts. Das geht das Labor ja auch nichts an, die sollen ja nur das Blut untersuchen und die Ergebnisse bereit stellen.
Bei einem Arztwechsel kommt es drauf an, ob das Thema relevant ist. Meine Hausärztin ist informiert und würde ich mir jemand neues suchen, dann würde ich da auch die Karten auf den Tisch legen.
Derzeit habe ich keine Endokrinologin und suche mir statt dessen eine Frauenärztin. Auch dort werde ich das sofort transparent machen.
Bei anderen Ärzten sehe ich erstmal keine Notwendigkeit.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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