Hallo Johanna,
wie meine Vorrednerinnen es bereits gut ausdrückten, versuche ich es auch zunächst mit Verständnis für die Probleme meines Gegenüber.
Ich geh also freundlich auf die Person zu, versuche, nicht empfindlich zu reagieren und alles im Guten zu regeln.
Bei Sturheit/echter Bösartigkeit nutze ich im Extremfall aber auch andere Wege. Wesentliches schrieb ich hier gestern:
http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 98#p127298
Kernpunkt:
Erlittenes Unrecht öffentlich zu machen, war stets meine schärfste Waffe.
Bei Problemen im privaten und beruflichen Umgang verhielt ich mich ähnlich.
Es gab zum Glück immer genügend Kollegen/Kolleginnen/Freunde/Freundinnen, die mir halfen.
Ich rede recht offen über alles. --> Mit der Folge--> Irgendwann wird für die Täter der Boden zu heiß und sie stecken zurück.
Beispiel: Einmal ganz zu Beginn (2008) wurde ich auf einer mehrtägigen Busreise von Fahrer und Mitreisenden am ersten Tag gemobbt und verspottet.
Mir blieb nichts anderes übrig und so begann ich, lautstark und sehr heftig zu heulen (Anmerkung: Ich kann das absichtlich...)
Nach zwei Stunden regelmäßig auftretender Weinkrämpfe setzte sich die erste Mitreisende neben mich und begann mich zu trösten.
Beim nächsten Halt nahmen sie mich, mit einer weiteren Mitreisenden, in die Mitte und die Damen schirmten sich künftig ab.
Damit war aber das Eis insgesamt gebrochen und niemand traute sich mehr was.
--> Natürlich beschwerte ich mich hinterher bei der Leitung des Unternehmens und buchte dort keine Reise mehr.
Andere Unternehmen mit denen ich fahre, wissen über meine Transsexualität Bescheid. (Ich machte nie ein Geheimnis draus und könnte das auch nicht, denn ich bin nun über 35 Jahre Lehrerin
vor Ort.)
In anderen Reiseunternehmen behandelt/behandelte man mich insgesamt doch korrekt.
Dort ist aber nun auch bekannt, beim
welchem ortsansässigen Unternehmen ich derart unter die Räder kam, denn ich erzähle sowas freimütig weiter.
Wie gesagt:
Erlittenes Unrecht öffentlich zu machen, war stets meine schärfste Waffe.
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Vielleicht liegt es an meinen langjährigen Erfahrungen aus dem Unterricht in der Psychiatrie. Ich konnte immer recht neutral mit sowas umgehen.
Wirklich belastet hat mich die Reaktion meiner Mitmenschen nie. Denn es ist ja
ihr Problem nicht meins.
Ich muss nur darauf achten, dass
ich mich korrekt verhalte, also hinterher noch in den Spiegel sehen kann.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz