Maj-Britt
Der Stein rollt - # 5
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Aschenputtel
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Re: Der Stein rollt
Ich kenne Dich ja eh' nur als Anke. Schön, dass Du es jetzt auch amtlich bist. Herzlichen Glückwunsch, Anke Patricia!
Maj-Britt
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Bianca D.
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Re: Der Stein rollt
Moin Anke,Anke hat geschrieben:, dass ich nicht bereit bin es zu nehmen.
ich mag deine Entscheidung nicht bewerten,aber wenn du dich gegen CPA entschieden hast,dann ist das eben so.Wie du es beschrieben hast ist allerdings häufig die logische Folge daraus,so mein Doc damals. Ich hatte auch diese Diskussion damals und habe mich vom Endo überzeugen lassen,daß das Risiko vergleichsweise gering zum Nutzen der Medikation war. Von allein geht der Testowert nun mal nicht so runter,wie wir es gerne hätten.
Das ist aber noch lange hin.Was dauert daran so lange? Ich hatte meins innerhalb von zwei Wochen... Oder hast du da was besonderes? Unter Haarteil verstehe ich diese Teilperücken,die mit so kleinen Federklammern in die eigenen Haare eingeklipst werden.Anke hat geschrieben:Wenn alles glatt läuft, bekomme ich das Haarteil Anfang November.
Dazu auch hier noch mal meine Glückwünsche zu diesem wichtigen Etappenziel!Anke hat geschrieben:mein neuer Name Anke Patricia ist jetzt rechtsgültig.
LG Bianca
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Anke
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Re: Der Stein rollt
Hallo,
zu CPA/Androcur geistert ja alles mögliche durch die Foren. Daher stand ich dem Thema auch kritisch gegenüber. Meine erste Endo hat mir es auch aufgeschrieben und ich habe mich zunächst entschieden, es zu probieren. Wichtiges Argument für mich war, dass der Zeitraum, in dem ich es nehme, begrenzt ist. Nach der GAOP wird es ja nicht mehr gebraucht.
Ich habe dann zwei Anläufe damit unternommen. Beide Male ging es mir innerhalb von 2 Tagen richtig schlecht, sowohl physisch, als auch psychisch. Deshalb ist meine Entscheidung auch recht klar.
Mein Haarteil ist schon spezieller. Das ist auf jeden Fall eine Maßanfertigung mit europäischem Haar. Die dafür verwendeten Haare sind jetzt bestellt und in drei Wochen schaue ich mir das an und kann dann nochmal entscheiden, ob ich sie möchte. Das Teil wird dann zum Knüpfen weggegeben, das wird wohl in Asien gemacht. Mein Haarteil wird dann dauerhaft fixiert, wobei die Fixierung alle 6 Wochen erneuert wird.
Lieben Dank für die Glückwünsche.
Das ist wirklich ein wichtiges Etappenziel.
Liebe Grüße
Anke
zu CPA/Androcur geistert ja alles mögliche durch die Foren. Daher stand ich dem Thema auch kritisch gegenüber. Meine erste Endo hat mir es auch aufgeschrieben und ich habe mich zunächst entschieden, es zu probieren. Wichtiges Argument für mich war, dass der Zeitraum, in dem ich es nehme, begrenzt ist. Nach der GAOP wird es ja nicht mehr gebraucht.
Ich habe dann zwei Anläufe damit unternommen. Beide Male ging es mir innerhalb von 2 Tagen richtig schlecht, sowohl physisch, als auch psychisch. Deshalb ist meine Entscheidung auch recht klar.
Mein Haarteil ist schon spezieller. Das ist auf jeden Fall eine Maßanfertigung mit europäischem Haar. Die dafür verwendeten Haare sind jetzt bestellt und in drei Wochen schaue ich mir das an und kann dann nochmal entscheiden, ob ich sie möchte. Das Teil wird dann zum Knüpfen weggegeben, das wird wohl in Asien gemacht. Mein Haarteil wird dann dauerhaft fixiert, wobei die Fixierung alle 6 Wochen erneuert wird.
Lieben Dank für die Glückwünsche.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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Bianca D.
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Re: Der Stein rollt
Moin Anke,Anke hat geschrieben:Mein Haarteil wird dann dauerhaft fixiert, wobei die Fixierung alle 6 Wochen erneuert wird.
wie muß ich mir das vorstellen? Und wie ist das mit der Pflege? Kannst du die dann ganz normal waschen? Wie ist das mit schwimmen gehen und schlafen? Mir wurde seiner Zeit erklärt,daß die beim schlafen doch sehr leiden. Bei meinen bin ich immer froh,wenn ich die abends abnehmen kann. An Infos zu diesem haarigen Thema bin ich stets interessiert,von daher entschuldige die vielen Fragen. Und zuletzt: Was kostet sowas? Meine Haarteile waren mit 1200€ schon nicht günstig,das stelle ich mir noch mal ein Schüppchen teurer vor.
LG Bianca
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Anke
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Re: Der Stein rollt
Hallo Bianca,
Fragen sind völlig OK, dafür tauschen wir uns hier ja auch aus.
Pflege ist wie mit eigenen Haaren. Schwimmen und Schlafen geht auch, ich hatte auch extra nach Tauchen gefragt. Das verlängert leider nicht die Lebensdauer.
Preislich liegst Du hier deutlich höher. Das liegt aber nicht an der Befestigung, sondern an den Haaren selbst.
Von meinen Erfahrungen werde ich natürlich berichten.
Liebe Grüße
Anke
Fragen sind völlig OK, dafür tauschen wir uns hier ja auch aus.
Pflege ist wie mit eigenen Haaren. Schwimmen und Schlafen geht auch, ich hatte auch extra nach Tauchen gefragt. Das verlängert leider nicht die Lebensdauer.
Preislich liegst Du hier deutlich höher. Das liegt aber nicht an der Befestigung, sondern an den Haaren selbst.
Von meinen Erfahrungen werde ich natürlich berichten.
Liebe Grüße
Anke
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Saskia.shewulf
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Re: Der Stein rollt
Hallo Anke,
erst mal noch herzlichen Glückwunsch zur VÄ/PÄ
Beim Thema Testo hängen wir wohl grade an der selben Klippe meins will auch nicht runter oder besser gesagt wollte nicht runterjetzt habe ich die Werte
zwar wie sie sen sollten die Frage ist nur wie lang den eine weitere Spritze Decapetyl soll es nicht mehr geben .
Nun gut Dir wünsche ich jedenfalls weiter alles gute dann!!!
Lg Saskia
erst mal noch herzlichen Glückwunsch zur VÄ/PÄ
Beim Thema Testo hängen wir wohl grade an der selben Klippe meins will auch nicht runter oder besser gesagt wollte nicht runterjetzt habe ich die Werte
zwar wie sie sen sollten die Frage ist nur wie lang den eine weitere Spritze Decapetyl soll es nicht mehr geben .
Nun gut Dir wünsche ich jedenfalls weiter alles gute dann!!!
Lg Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
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Anke
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Re: Der Stein rollt
Hallo,
mein Urlaub ist vorbei und ich habe endlich wieder die Kraft und die Energie, meinen Thread fortzusetzen. Davor bin ich sozusagen auf der letzten Rille gelaufen. Meine Arbeit war sehr fordernd und mein Veränderungsprozess hat mich dann doch mehr Kraft gekostet, als ich das zunächst wahr haben wollte.
In meinem letzten Post hatte ich von meinem ersten Kundentermin berichtet. Ich war davor ziemlich aufgeregt und wenn der Termin ausgefallen wäre, dann hätte ich mich sicherlich erleichtert gefühlt. Jetzt musste ich allerdings da durch und nachdem die erste eigene Unsicherheit überwunden war, lief es auch sehr gut. Die Gesprächspartner auf der Kundenseite zeigten das gewohnte Verhalten, erstmal ein wenig unsicher, dann völlig normal, nachdem ich sie freundlich-professionell angelächelt habe. Ich wurde die gesamt Zeit als Verhandlungsführerin akzeptiert und ernst genommen. Damit ist auch dieser Schritt geschafft.
Am Rande dieses ganztägigen Termins gab es auch noch eine lustige Situation. Aufgrund von Ausfällen hatten wir kurzfristig eine neue Kollegin an Bord genommen, die mich noch nicht kannte. Ich nutzte eine Verhandlungspause für eine kurze Abstimmung mit ihr, bei der Gelegenheit kamen wir ein wenig ins plaudern und irgendwann fragte sie mich, ob ich denn schwanger wäre. Als ich sie fragte, wie sie dazu käme, meinte sie nur, dass es ein wenig danach aussähe und ich öfter mal meine Hand auf meinen Bauch gelegt hätte, dass wäre für sie sehr typisch. Ich hab sie dann über mich aufgeklärt, wir haben beide herzlich gelacht und waren uns einig, dass ein wenig Frauenpower unserer männerdominierten Firma doch ganz gut tut. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat dieser kleine lustige Vorfall meinem femininen Ego sehr gut getan.
Schön fand ich auch, dass mein Kollege, mit dem ich das Projekt zusammen geleitet habe, mich nach dem Termin anrief und sich erkundigte, wie es mir mit dem Termin gegangen sei und wie ich mich dabei gefühlt habe. Kollegen, wie Frau sie sich wünscht.
Den nächsten bemerkenswerten Vorfall gab es dann im Urlaub. Ich wollte in Garmisch-Partenkirchen einen Wagen mieten. Ich hatte vorher übers Internet vor gebucht und ging frohen Mutes in die Station. Die Überraschung kam dann, als ich dort (meinen bisherigen) Personalausweis und Führerschein vorlegte. Die Dame meinte sofort, dass ich das nicht sei. Nach dem ersten Schreck konnte ich dann per Ergänzungsausweis klar machen, dass es sich um die selbe Person handelt und ich bekam anstandslos den Wagen. In diesem Moment ist mir dann auch wieder klar geworden, wie viel sich bereits verändert hat. Die Veränderungen von Tag zu Tag sind ja eher geringfügig , über einen längeren Zeitraum genommen, dann doch beträchtlich.
Den dritten schönen Vorfall gab es heute. Ich war seit längerer Zeit mal wieder bei uns am Standort ( ich arbeite von zu Hause aus) zum Essen. Beim Zurücktragen meines Tabletts bemerkte ich eine Kollegin, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Da sie ins Gespräch vertieft war, wollte ich aber nicht stören. Ein paar Minuten später traf ich sie dann an der Kaffeebar und sie erkannte mich zunächst nicht. Ich gab mich dann zu erkennen, sie war natürlich sehr über meine Veränderung überrascht und meinte, sie hätte mich auch in der Kantine gesehen und sich gefragt, wer denn die fetzige Frau sei. Ich finde der Tag kann dann kaum noch besser werden.
Heute kam auch endlich die Bestätigung, dass die Namensänderung rechtswirksam ist. Jetzt hoffe ich mal, dass das Standesamt die Änderung zügig vollzieht und ich den neuen Ausweis beantragen kann. Morgen fahre ich dann schon mal zum Landratsamt für den neuen Führerschein, die brauchen nur eine Kopie des Urteils.
Mein Urlaub selbst war sehr schön, erst über die Alpen von Oberstdorf nach Meran gewandert, dort zwei Tage verbracht und dann noch ein paar Tage Venedig. Lief alles problemlos, ich wurde überall freundlich behandelt und immer mit Frau bzw. Signora angesprochen.
Das einzige Vorkommnis war am zweiten Tag in Meran. Meine Partnerin war in Hafling reiten (genau, da kommen die Haflinger her) und ich bin ein wenig zum Fotografieren durch Meran gelaufen. Das war zunächst sehr schön, doch irgendwann hat mich so ein Gefühl der Verzweiflung überfallen. Ich weiß gar nicht mehr so recht, woher es kam, ob es an den schönen Auslagen der Läden oder an den vielen luftig gekleideten und gut gebauten Frauen lag, die da herumliefen. Ich fühlte mich plötzlich so hässlich und unfertig und diese ganze Veränderung erschien mir endlos. Ich war dann sehr froh, als ich sie wieder in Hafling abholen und ihr erzählen konnte, wie es mir gerade ging. Sie hat mich dann sehr gut aufgefangen und wieder aufgerichtet.
Warum berichte ich das so ausführlich? Weil ich zur Zeit sehr oft mit diesem Gefühl kämpfe. Die Umstellung in meinem Umfeld ist abgeschlossen und ich genieße mein Frauenleben, das mittlerweile völlig selbstverständlich ist. Seit langem gibt es keine männliche Kleidung mehr und mein früherer Vorname ist gerade noch eine ferne Erinnerung. Da kommt die Veränderung bei meinem Körper einfach nicht mit. Und je länger das geht, desto stärker empfinde ich die Diskrepanz zwischen meinem Leben und meinem Körper. Dieses Gefühl wird ständig stärker und der (Leidens-) druck nimmt zu. Das ist für mich die bisher schwierigste Phase meines Prozesses. Das macht mich auch sehr verletzlich und ich passe gerade sehr auf mich auf. Und diese netten kleinen Vorkommnisse, wie ich sie oben beschrieben haben, sind dann Balsam für die Seele.
Deshalb bin ich auch bei den Maßnahmen sehr hinterher. Da die Krankenkasse meinen ersten Antrag zur Epilation des Barts abgelehnt hat, finanziere ich die ersten Termine selbst in der Hoffnung, das Geld später zurück zu bekommen. Den Antrag zur GAOP soll im Herbst gestellt werden und ich hatte bereits ein Aufklärungsgespräch an der Uni Tübingen. Da die Kasse eine OP in Thailand vermutlich nicht übernehmen wird, werde ich es wohl dort machen lassen.
Das Gynokadin steigere ich gerade weiter (bin jetzt bei 5 Hüben), während ich das Utrogest deutlich reduziere. Letzteres hat mich ständig müde gemacht, ein Zustand den ich überhaupt nicht mag und den ich von mir auch nicht kenne. Dafür scheint sich bei der Brust langsam etwas zu entwickeln.
Alles in allem habe ich überhaupt keinen Grund zu klagen. Bei genauer Betrachtung verläuft die Entwicklung recht gut. Trotzdem fühlt es sich gerade anders an. Aber ich gehe da jetzt durch, so vieles habe ich schon bewältigt, dann werde ich das auch noch schaffen.
Liebe Grüße
Anke
mein Urlaub ist vorbei und ich habe endlich wieder die Kraft und die Energie, meinen Thread fortzusetzen. Davor bin ich sozusagen auf der letzten Rille gelaufen. Meine Arbeit war sehr fordernd und mein Veränderungsprozess hat mich dann doch mehr Kraft gekostet, als ich das zunächst wahr haben wollte.
In meinem letzten Post hatte ich von meinem ersten Kundentermin berichtet. Ich war davor ziemlich aufgeregt und wenn der Termin ausgefallen wäre, dann hätte ich mich sicherlich erleichtert gefühlt. Jetzt musste ich allerdings da durch und nachdem die erste eigene Unsicherheit überwunden war, lief es auch sehr gut. Die Gesprächspartner auf der Kundenseite zeigten das gewohnte Verhalten, erstmal ein wenig unsicher, dann völlig normal, nachdem ich sie freundlich-professionell angelächelt habe. Ich wurde die gesamt Zeit als Verhandlungsführerin akzeptiert und ernst genommen. Damit ist auch dieser Schritt geschafft.
Am Rande dieses ganztägigen Termins gab es auch noch eine lustige Situation. Aufgrund von Ausfällen hatten wir kurzfristig eine neue Kollegin an Bord genommen, die mich noch nicht kannte. Ich nutzte eine Verhandlungspause für eine kurze Abstimmung mit ihr, bei der Gelegenheit kamen wir ein wenig ins plaudern und irgendwann fragte sie mich, ob ich denn schwanger wäre. Als ich sie fragte, wie sie dazu käme, meinte sie nur, dass es ein wenig danach aussähe und ich öfter mal meine Hand auf meinen Bauch gelegt hätte, dass wäre für sie sehr typisch. Ich hab sie dann über mich aufgeklärt, wir haben beide herzlich gelacht und waren uns einig, dass ein wenig Frauenpower unserer männerdominierten Firma doch ganz gut tut. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat dieser kleine lustige Vorfall meinem femininen Ego sehr gut getan.
Schön fand ich auch, dass mein Kollege, mit dem ich das Projekt zusammen geleitet habe, mich nach dem Termin anrief und sich erkundigte, wie es mir mit dem Termin gegangen sei und wie ich mich dabei gefühlt habe. Kollegen, wie Frau sie sich wünscht.
Den nächsten bemerkenswerten Vorfall gab es dann im Urlaub. Ich wollte in Garmisch-Partenkirchen einen Wagen mieten. Ich hatte vorher übers Internet vor gebucht und ging frohen Mutes in die Station. Die Überraschung kam dann, als ich dort (meinen bisherigen) Personalausweis und Führerschein vorlegte. Die Dame meinte sofort, dass ich das nicht sei. Nach dem ersten Schreck konnte ich dann per Ergänzungsausweis klar machen, dass es sich um die selbe Person handelt und ich bekam anstandslos den Wagen. In diesem Moment ist mir dann auch wieder klar geworden, wie viel sich bereits verändert hat. Die Veränderungen von Tag zu Tag sind ja eher geringfügig , über einen längeren Zeitraum genommen, dann doch beträchtlich.
Den dritten schönen Vorfall gab es heute. Ich war seit längerer Zeit mal wieder bei uns am Standort ( ich arbeite von zu Hause aus) zum Essen. Beim Zurücktragen meines Tabletts bemerkte ich eine Kollegin, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Da sie ins Gespräch vertieft war, wollte ich aber nicht stören. Ein paar Minuten später traf ich sie dann an der Kaffeebar und sie erkannte mich zunächst nicht. Ich gab mich dann zu erkennen, sie war natürlich sehr über meine Veränderung überrascht und meinte, sie hätte mich auch in der Kantine gesehen und sich gefragt, wer denn die fetzige Frau sei. Ich finde der Tag kann dann kaum noch besser werden.
Heute kam auch endlich die Bestätigung, dass die Namensänderung rechtswirksam ist. Jetzt hoffe ich mal, dass das Standesamt die Änderung zügig vollzieht und ich den neuen Ausweis beantragen kann. Morgen fahre ich dann schon mal zum Landratsamt für den neuen Führerschein, die brauchen nur eine Kopie des Urteils.
Mein Urlaub selbst war sehr schön, erst über die Alpen von Oberstdorf nach Meran gewandert, dort zwei Tage verbracht und dann noch ein paar Tage Venedig. Lief alles problemlos, ich wurde überall freundlich behandelt und immer mit Frau bzw. Signora angesprochen.
Das einzige Vorkommnis war am zweiten Tag in Meran. Meine Partnerin war in Hafling reiten (genau, da kommen die Haflinger her) und ich bin ein wenig zum Fotografieren durch Meran gelaufen. Das war zunächst sehr schön, doch irgendwann hat mich so ein Gefühl der Verzweiflung überfallen. Ich weiß gar nicht mehr so recht, woher es kam, ob es an den schönen Auslagen der Läden oder an den vielen luftig gekleideten und gut gebauten Frauen lag, die da herumliefen. Ich fühlte mich plötzlich so hässlich und unfertig und diese ganze Veränderung erschien mir endlos. Ich war dann sehr froh, als ich sie wieder in Hafling abholen und ihr erzählen konnte, wie es mir gerade ging. Sie hat mich dann sehr gut aufgefangen und wieder aufgerichtet.
Warum berichte ich das so ausführlich? Weil ich zur Zeit sehr oft mit diesem Gefühl kämpfe. Die Umstellung in meinem Umfeld ist abgeschlossen und ich genieße mein Frauenleben, das mittlerweile völlig selbstverständlich ist. Seit langem gibt es keine männliche Kleidung mehr und mein früherer Vorname ist gerade noch eine ferne Erinnerung. Da kommt die Veränderung bei meinem Körper einfach nicht mit. Und je länger das geht, desto stärker empfinde ich die Diskrepanz zwischen meinem Leben und meinem Körper. Dieses Gefühl wird ständig stärker und der (Leidens-) druck nimmt zu. Das ist für mich die bisher schwierigste Phase meines Prozesses. Das macht mich auch sehr verletzlich und ich passe gerade sehr auf mich auf. Und diese netten kleinen Vorkommnisse, wie ich sie oben beschrieben haben, sind dann Balsam für die Seele.
Deshalb bin ich auch bei den Maßnahmen sehr hinterher. Da die Krankenkasse meinen ersten Antrag zur Epilation des Barts abgelehnt hat, finanziere ich die ersten Termine selbst in der Hoffnung, das Geld später zurück zu bekommen. Den Antrag zur GAOP soll im Herbst gestellt werden und ich hatte bereits ein Aufklärungsgespräch an der Uni Tübingen. Da die Kasse eine OP in Thailand vermutlich nicht übernehmen wird, werde ich es wohl dort machen lassen.
Das Gynokadin steigere ich gerade weiter (bin jetzt bei 5 Hüben), während ich das Utrogest deutlich reduziere. Letzteres hat mich ständig müde gemacht, ein Zustand den ich überhaupt nicht mag und den ich von mir auch nicht kenne. Dafür scheint sich bei der Brust langsam etwas zu entwickeln.
Alles in allem habe ich überhaupt keinen Grund zu klagen. Bei genauer Betrachtung verläuft die Entwicklung recht gut. Trotzdem fühlt es sich gerade anders an. Aber ich gehe da jetzt durch, so vieles habe ich schon bewältigt, dann werde ich das auch noch schaffen.
Liebe Grüße
Anke
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Anne-Mette
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Re: Der Stein rollt
Guten Abend liebe Anke,
das klingt doch alles sehr gut
Deine Bereitschaft, so "schutzlos" auch von unangenehmen Gedanken und Gefühlen zu berichten, bewegt mich
Schön, dass es doch insgesamt sehr gut ausschaut - so wie Du
Herzliche Grüße
Anne-Mette
das klingt doch alles sehr gut
Deine Bereitschaft, so "schutzlos" auch von unangenehmen Gedanken und Gefühlen zu berichten, bewegt mich
Schön, dass es doch insgesamt sehr gut ausschaut - so wie Du
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Bianca D.
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Re: Der Stein rollt
Moin Anke,
danke für deinen ausführlichen Bericht!Zu Fuß über die Alpen-
Quelle: http://www.smileygarden.de/smilie/Schilder/00000681.gif. Meran ist ein hübsches Fleckchen,war ich vor 20 Jahren mal.
LG Bianca
danke für deinen ausführlichen Bericht!Zu Fuß über die Alpen-
Quelle: http://www.smileygarden.de/smilie/Schilder/00000681.gifDas kenn ich von mir auch. Erst nach dem die GA in greifbarer Nähe war,lies der Druck langsam nach.Weiterhin alles Gute für dich.Anke hat geschrieben:Da kommt die Veränderung bei meinem Körper einfach nicht mit. Und je länger das geht, desto stärker empfinde ich die Diskrepanz zwischen meinem Leben und meinem Körper. Dieses Gefühl wird ständig stärker und der (Leidens-) druck nimmt zu.
LG Bianca
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ReaGirl
Re: Der Stein rollt
Hab mir jetzt mal ein paar seiten durchgelsen und freue mich das im Grossen und Ganzen alles paletti läuft
Hoffe das mit den manchmal negativen gefühlen gibt sich wieder, und gut dasu dich davon nicht vom weitergehen aufhälten lässt 
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exuserin-2016-12-21
Re: Der Stein rollt
Hi Anke,deine Geschichte hier ist echt toll , und ich finde es schoen das du deinen Weg gehst ,dass Leben was wir führen und haben ist kurz und überschaubar...es ist endlich,und dieses hat man nur einmal.Viel,Viel Glück und Weissheit,ich freue mich dich mal kennenzulernen !!!Liebe Grüße Inge
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Anke
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Re: Der Stein rollt
Hallo,
vielen Dank für die lieben Kommentare, das tut mir immer sehr gut.
Bei meinem letzten Post war ich so richtig im Tal. Der Zustand hat noch gut 2 Wochen angedauert, dann ging es langsam bergauf. So unschön sich das auch angefühlt hat, es war bestimmt wichtig solch eine Phase einmal zu durchleben und durchzustehen. Mittlerweile geht es mir viel besser, ein Zustand, der sich vor ein paar Tagen fühlbar eingestellt hat. Jetzt weiß ich auch, dass ich solch eine Zeit durchstehen kann und fühle mich für künftiges besser gewappnet.
Mit dem reduzierten Utrogest komme ich besser klar. Allerdings ist es Zeit einen neuen Termin bei der Endokrinologin zu machen. Eine gute Alternative habe ich noch nicht gefunden. Also nochmal zur bisherigen, schließlich möchte ich auch eine neue Laboruntersuchung haben.
Seit ein paar Tagen habe ich auch meinen neuen Personalausweis, den Reisepass und den neuen Führerschein.
Beim Vorgespräch mit dem Operateur zur GAOP habe ich auch das Thema Haare im Intimbereich angesprochen. Der Arzt hatte das gar nicht so richtig auf dem Schirm, Kästchendenken. Ich habe in anderen Foren häufig gelesen, dass es damit nach der GAOP große Probleme gibt, scheint also verbreitet zu sein. Da ich die OP für Anfang nächsten Jahres anstrebe, habe ich jetzt schon mal mit der Haarentfernung angefangen. Nochmal ein weiterer Termin. Wenn ich das alles hinter mir habe, dann weiß ich vermutlich gar nicht mehr, was ich mit der vielen Zeit anfangen soll.
Den größten Sprung hat es bei meiner beruflichen Entwicklung gegeben. Wenige Tage nach meiner offiziellen Namensänderung bin ich in ein unternehmensweites Förderprogramm hineingerutscht. Letzte Woche Montag und Dienstag waren dazu die Auftaktveranstaltungen. Diese beiden Tage haben mich sehr inspiriert, zum einen durch die Kontakte zu vielen interessanten Kollegen, zum anderen durch spannende Gespräche mit unserem Topmanagement. Persönliches Highlight war mein erster Vortrag als Frau. Ich war sehr aufgeregt, doch alles ist gut gegangen.
Meine Vorgesetzten haben mir außerdem die Übernahme einer Aufgabe mit mehr Verantwortung angeboten. Dazu hatte ich ein langes Gespräch und die einzige die irgendwelche Zweifel hatte, war ich selbst. Einer meinte, dass sie zwar schon vorher von mir überzeugt gewesen wären, dass ich aber seit meiner Veränderung eine tolle Ausstrahlung hätte, die alle spüren und wahrnehmen würden.
Damit erlebe ich beruflich so eine Art Wiedergeburt. Ich habe einige recht schwierige Zeiten hinter mich gebracht und es gab Zeiten, in denen mir übel mitgespielt wurde und ich sehr verunsichert war. Nach meinem Coming Out wäre ich schon froh gewesen, dass ich einfach unbehelligt meiner Arbeit hätte nachgehen können. Und nun öffnen sich plötzlich Möglichkeiten und Türen, die ich für fest verschlossen gehalten habe. Damit hätte ich nie gerechnet. Ich kann mein Glück kaum fassen.
Liebe Grüße
Anke
vielen Dank für die lieben Kommentare, das tut mir immer sehr gut.
Bei meinem letzten Post war ich so richtig im Tal. Der Zustand hat noch gut 2 Wochen angedauert, dann ging es langsam bergauf. So unschön sich das auch angefühlt hat, es war bestimmt wichtig solch eine Phase einmal zu durchleben und durchzustehen. Mittlerweile geht es mir viel besser, ein Zustand, der sich vor ein paar Tagen fühlbar eingestellt hat. Jetzt weiß ich auch, dass ich solch eine Zeit durchstehen kann und fühle mich für künftiges besser gewappnet.
Mit dem reduzierten Utrogest komme ich besser klar. Allerdings ist es Zeit einen neuen Termin bei der Endokrinologin zu machen. Eine gute Alternative habe ich noch nicht gefunden. Also nochmal zur bisherigen, schließlich möchte ich auch eine neue Laboruntersuchung haben.
Seit ein paar Tagen habe ich auch meinen neuen Personalausweis, den Reisepass und den neuen Führerschein.
Beim Vorgespräch mit dem Operateur zur GAOP habe ich auch das Thema Haare im Intimbereich angesprochen. Der Arzt hatte das gar nicht so richtig auf dem Schirm, Kästchendenken. Ich habe in anderen Foren häufig gelesen, dass es damit nach der GAOP große Probleme gibt, scheint also verbreitet zu sein. Da ich die OP für Anfang nächsten Jahres anstrebe, habe ich jetzt schon mal mit der Haarentfernung angefangen. Nochmal ein weiterer Termin. Wenn ich das alles hinter mir habe, dann weiß ich vermutlich gar nicht mehr, was ich mit der vielen Zeit anfangen soll.
Den größten Sprung hat es bei meiner beruflichen Entwicklung gegeben. Wenige Tage nach meiner offiziellen Namensänderung bin ich in ein unternehmensweites Förderprogramm hineingerutscht. Letzte Woche Montag und Dienstag waren dazu die Auftaktveranstaltungen. Diese beiden Tage haben mich sehr inspiriert, zum einen durch die Kontakte zu vielen interessanten Kollegen, zum anderen durch spannende Gespräche mit unserem Topmanagement. Persönliches Highlight war mein erster Vortrag als Frau. Ich war sehr aufgeregt, doch alles ist gut gegangen.
Meine Vorgesetzten haben mir außerdem die Übernahme einer Aufgabe mit mehr Verantwortung angeboten. Dazu hatte ich ein langes Gespräch und die einzige die irgendwelche Zweifel hatte, war ich selbst. Einer meinte, dass sie zwar schon vorher von mir überzeugt gewesen wären, dass ich aber seit meiner Veränderung eine tolle Ausstrahlung hätte, die alle spüren und wahrnehmen würden.
Damit erlebe ich beruflich so eine Art Wiedergeburt. Ich habe einige recht schwierige Zeiten hinter mich gebracht und es gab Zeiten, in denen mir übel mitgespielt wurde und ich sehr verunsichert war. Nach meinem Coming Out wäre ich schon froh gewesen, dass ich einfach unbehelligt meiner Arbeit hätte nachgehen können. Und nun öffnen sich plötzlich Möglichkeiten und Türen, die ich für fest verschlossen gehalten habe. Damit hätte ich nie gerechnet. Ich kann mein Glück kaum fassen.
Liebe Grüße
Anke
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Re: Der Stein rollt
Alles Gute, liebe Anke
Bzgl. Beruf --> Wenn Du gelassen und beharrlich bleibst, zahlt sich das meist aus.
Ganz liebe Grüße
Andrea
P.S. Bei mir waren in erster Linie 2008-2010 heftig. Bin froh, dass es heute ruhiger ist.
Nachtrag: Ganz herzlichen Dank, dass Du Anne-Mette durch Moderation mancher Bereiche hilfst...
Bzgl. Beruf --> Wenn Du gelassen und beharrlich bleibst, zahlt sich das meist aus.
Ganz liebe Grüße
Andrea
P.S. Bei mir waren in erster Linie 2008-2010 heftig. Bin froh, dass es heute ruhiger ist.
Nachtrag: Ganz herzlichen Dank, dass Du Anne-Mette durch Moderation mancher Bereiche hilfst...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Der Stein rollt
Moin Anke,Anke hat geschrieben: Haare im Intimbereich angesprochen..... nach der GAOP große Probleme gibt, ....habe ich jetzt schon mal mit der Haarentfernung angefangen.
versteh ich das jetzt richtig,du läßt die Schambehaarung wegmachen? Wozu soll das gut sein? Gut,wenn man eh auf kahle Muschi's steht,ist das eine Gelegenheit,aber aus medizinischer Sicht? Hab ich noch nie von gehört. An welche Probleme denkst du? Ich habe mich am Abend vor der OP frisch rasiert,wie das bei jeder anderen Op auch nötig ist und das war's dann.
Ansonsten-schön,daß es bei dir auch im Job so gut läuft! Alles Gute weiterhin!
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial