Doku Soap
Doku Soap - # 5

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Dani
Beiträge: 6
Registriert: Do 16. Jun 2011, 12:10
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 61 im Thema

Beitrag von Dani »

Hallo Sandra,

danke für die tolle Fortsetzung, bitte weiter so. Wir warten schon auf den nächsten Teil.

LG Dani
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27031
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 183 Mal
Danksagung erhalten: 2025 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 62 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

irgendwie lustig, dass von Dir seit 2011 genau 4 Beiträge geschrieben wurden, die ziemlich gleich immer nur "schreib weiter so" ausdrücken :mrgreen:

Gruß
Anne-Mette
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 63 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Dann schaue ich zu Hannah herüber. Ihr Gesicht ist vor lauter Verbänden kaum zu erkennen und das was ich sehen kann sieht alles andere als schön aus. Sie sieht aus wie nach einer hefigen Schlägerei. Ich bemerke, dass sie wach ist und versuche etwas zu sagen. Da spüre ich plötzlich einen Finger auf meinem Mund. Die Schwester an meinem Bett hatte ich zunächst nicht bemerkt. "Sie dürfen die nächsten drei Tage nicht sprechen, da die Narben an den Stimmbändern noch zu empfindlich sind. Bis dahin müssen sie alles Schriftlich äußern." Sie zeigt auf einen Block und einen Stift der auf dem Nachtschrank liegt. Aber dann ist mir doch alles zu anstrengend und ich falle in einen unruhigen Schlaf. Am nächsten Morgen erscheint eine große Gruppe von Ärzten. Im Hintergrund sehe ich noch irgendwo die Kamera, aber es interessiert mich nicht wirklich. Die Verbände im Gesicht und am Hals werden teilweise abgenommen und die Ärzte begutachten das Ergebnis sehr genau. Sie werfen mit Unmengen von Fachausdrücken um sich, aber alle scheinen recht zufrieden zu sein. "Es wird etwas eine Woche dauern, bis die Schwellungen im Gesicht zurückgegangen sind und noch mal eine Woche bis ihr Gesicht wieder eine normale Farbe bekommt." Dann muss ich mich etwas aufrichten und mein "BH" wird vorsichtig entfernt. Dann darf ich mich wieder hinlegen. Dann betastet einer der Ärzte vorsichtig eine erstaunlich kleine Narbe am unteren Ende "meiner" Brüste. Die Narbe selber kann ich wegen der neunen Sicht gar nicht sehen, aber ich spüre einen leichten Schmerz. Dann werde ich gebeten, aufzustehen. Als ich mich hinstellen will sacken mir die Beine etwas weg. Und eine Schwester muss mich zunächst stützen. Dabei spüre ich zum ersten Mal das Gewicht meiner Brüste. Es fühlt sich alles sehr eng an und die Implantate sind deutlich zu spüren. Die Ärzte unterhalten sich angeregt über die Größe und die Position der Implantate. Zu meiner Beruhigung scheinen sie auch hier recht zufrieden zu sein. Dann muss ich die Arme Strecken und mich einmal nach vorne beugen. Wieder wird die Lage der Brüste genau begutachtet. Dann berührt der Arzt mit einem kalten Metallgegenstand meine Brustwarze. Eine Mischung aus Schmerz und Erregung Scheint meine gesamte Brust zu durchzucken. So etwas habe ich noch nie gespürt. Gleichzeitig bemerke ich, wie sich meine Brustwarze zusammenzieht und ihre Form verändert. Ich zucke etwas zurück. Dann folgt die gleiche Prozedur an der anderen Brustwarze. Diesmal bin ich nicht ganz so überrascht, aber wieder geht das Gefühl durch und durch. Auch der Arzt scheint etwas überrascht. " Ihr Körper scheint extrem schnell auf die Hormongaben anzusprechen. Aber das war nicht das Ziel dieses kleinen "Attentats". Es sind keine Nerven verletzt. Das ist das wichtigste. Meine Hüften werden nur kurz von Aussen begutachtet. Dann muss ich meinen MonsterBH wieder anziehen und darf mich wieder hinlegen. Dann geht das Team zu Hannah.
Als die Meute wieder draußen ist. Nehme ich den Block und Schreibe: "Tut die auch alles weh?" Hannah dreht sich zu mir rüber, aber sie kann nichts lesen. Dann zeigt sie auf das Handy. Ab da ist alles ganz einfach. Wir führen endlose WhatsApp "Gespräche" und schauen auf Hannas Wunsch sehr viel Soap im Fernsehen. Sie sagt, dass sei eine wichtige Fortbildung für mich, da ich von Frauen und Gefühlen ja noch kaum Ahnung hätte. Also versuche ich so gut es geht mit ihrem Getratsche und Geläster bezüglich der Hauptpersonen mitzuhalten. Zwischendurch brauche ich einige Lesepausen, aber nach einigen Tagen macht es mir sogar Spaß. Einmal überrasche ich mich sogar dabei, wie mir bei einer Liebesszene eine Träne die Wange runterkullert.
Nach einer Woche werden unsere Verbände abgenommen und die Fäden werden gezogen. An das Sprechen mit Handy und Notizblock habe ich mich fast gewöhnt. Aber ich habe das dringende Bedürfnis nach einer Dusche. Damit muss ich aber noch einen Tag warten. Stattdessen darf ich mich notdürftig mit feuchten Tüchern abreiben. Richtig sauber fühle ich mich aber trotzdem nicht. Nach dem Fäden ziehen werde ich zu meinen ersten Logopädietermin gebracht. "Endlich wieder Sprechen" denke ich erfreut. Dann bin ich aber doch sehr nervös. Wie wird sich meine Stimme anhören? Oder ist vielleicht etwas schiefgegangen und ich werde nie wieder sprechen können.
Die Logopädin bittet mich zu setzten. Dann erklärt sie mir, dass die ersten Sprechversuche sich sehr ungewöhnlich anfühlen könnten. Vor gibt sie mir noch einen Schluck zu trinken. Dann soll ich einige Sätze so deutlich wie möglich aber nicht laut vorlesen. "Mollige Mandelbäume malen marode Muster" Ich versuche den Satz zu sprechen, aber es kommen nur unkoordinierte eher hohe Laute aus meinem Hals. Als Sie die Angst in meinem Gesicht sieht, beruhigt sie mich: "das ist normal. Der Ganze Kehlkopf ist verändert und sie müssen wieder jeden Laut neu "finden". Wieder und wieder lese ich den Satz mit den Mandelbäumen. Nach einigen Minuten habe ich kaum noch Probleme, aber die Stimme die ich höre, erscheint mir extrem fremd. Natürlich ist sie deutlich höher und auch nicht irgendwie fiepsich, aber sie hört sich nicht wirklich wie eine Frauenstimme an. Irgendwie doch männlich. Dann bekomme ich erklärt, dass Frauen nicht nur eine höhere Stimme haben, sondern auch anders sprechen und betonen. Selbst die weibliche Wortwahl ist anders. Nach 90 Minuten und einem Haufen sinnloser Sätze später bin ich völlig erschöpft, aber die Logopädin scheint sehr zufrieden mit mir zu sein. Auf dem Weg zurück zum Zimmer sehe ich ein sehr "buntes" Gesicht, dass sich flüchtig im Fenster spiegelt. Dann wird mir klar, dass war mein Gesicht und es sah noch sehr ramponiert aus.
Als ich zurück ins Zimmer komme muss ich Hannah alles haarklein erzählen. Sie selber hat erst am Nachmittag ihren ersten Termin. Sie ist total begeistert von meiner Stimme und meint, ich höre mich schon sehr, sehr weiblich an.
Mayu
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 114
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 12:13
Geschlecht: m
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 64 im Thema

Beitrag von Mayu »

Ich häng an deinen Zeilen... Würde mich interessieren ob ein derartiges Experiment genug Zuschauer finden würde um kommerziell Erfolgreich zu sein ;)

Die Frage ist dann nur, wie findet man jemanden der keine bekannnten Tendenzen hat und trotzdem mit macht. Ich denke spätestens wenns ans Aufschneiden geht würde so ziemlich jede reale Person halt machen (Zumindest bräuchte man bei mir schon jede Menge überzeugungsarbeit und ich weiß nicht ob die von Erfolg gekrönt wäre, und nunja... bin nicht Grundlos in diesem Forum^^).

Aber irgendwie ist die Geschichte schon stimmig wie er in die Rolle der Laura gerutscht ist/ gedrängt wurde...
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 65 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Die nächsten Tage verbringen wir im Wesentlichen mit Logopädie, Lesen von Liebesromanen und dem Gucken von Seifenopern. Schließlich sagt man uns, dass die Zeit des Wartens vorbei ist und wir langsam wieder gesellschaftsfähig sind. Wenn ich Hannah so betrachte sehe ich zwar schon große Fortschritte in ihrem Gesicht, aber es schaut immer noch recht bunt aus. Aber das Ergebnis der OP lässt sich schon recht gut erkennen. Ihr eh schon sehr hübsches Gesicht ziert nun eine perfekte Stubsnase und auch sonst sieht alles sehr zart aus. Nur die bunten Flecken und einige nachgewachsene Barthärchen wirken sehr befremdlich. Wir bekommen für die Nacht eine Salbe in unsere Gesichter aufgetragen, damit die Reste der Verfärbungen schneller weggehen.
Am nächsten Morgen dürfen wir endlich duschen. Ich lasse Hannah den Vortritt. Es dauert recht lange, aber als sie wiederkommt mit einem Handtuch um den Kopf und die das Badetuch über den Brüsten zusammengebunden, da wirkt sie doch sehr, sehr natürlich nur die weichen, aber doch recht gut zu erkennenden restlichen Barthärchen wirken nun noch deplazierter.
Das gehe ich duschen. Das erste was ich im Bad bemerke ist ein Spiegel. Leider recht beschlagen, aber ein Spiegel. Dann steige ich unter die Dusche. Als der Wasserstahl meine Brüste berührt zucke ich zunächst etwas erschrocken zusammen. Es tut nicht mehr weh und um die Implantate als Fremdkörper zu spüren, muss ich mich schon etwas konzentrieren. Aber meine Brustwarzen sind total empfindlich geworden und auch insgesamt scheinen mein Brustbereich nun sehr viel empfindlicher als vorher. Dann bemerke ich, dass sich meine Brustwarzen verfärbt haben und deutlich größer geworden sind.
Schließlich gewöhne ich mich etwas an dieses neue Gefühl. Dann versuche ich mir meine langen Haare zu waschen. Das ist deutlich schwieriger als ich es mir gedacht habe. Ich erinnere mich, wie ich meiner Schwester früher beim Haare waschen zugeschaut habe. Schließlich gelingt es mir doch halbwegs gut meine Haare in den Griff zu bekommen. Ich spüre das Gewicht der langen nassen Haare deutlich. Als ich fertig bin, versuche ich es wie Hannah zu machen. Die Haare mit dem Handtuch zu umwickeln klappt beim zweiten Versuch. Aber das Große Handtuch über den Brüsten zusammenzustecken, dass gelingt erst etwas später. Im Zimmer zurück ist Hannah eine große Hilfe. Sie erklärt mir die kleinen Kniffe beim Fönen und Kämmen. Schließlich sind wir beide soweit fertig.
Heute hat man uns statt der roten Trainingsanzüge neben einem frischen Slip und einem passenden BH mit recht viel Spitze noch weiße Bademäntel hingelegt.
Anni
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 816
Registriert: Mo 20. Jul 2009, 20:09
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 66 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Sandra )))(:

auch an Dich ( wie eben vor Kurzem an Magdalena ) mal ein Danke ! für Deine Geschichte (smili)

Über die Authentizität solcher " modernen Märchen " mag ich nicht streiten - ich genieße sie einfach :wink:

Die Story hat Potenzial ... da freu ich mich auch schon auf die Fortsetzungen - lass uns nicht zu lange warten !

LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 67 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Was dann folgt hat ein wenig Dejavue Charakter. Ich werde wieder auf diesen gynäkologischen Stuhl gesetzt und das Ding zwischen den Beinen wird fachgerecht plattgedrückt und mit einem kleinen Latexkunstwerk abgedeckt. Schnell ziehe ich hinterher meinen Slip wieder an. Dann folgt ein gründliches Waxing und anschließend wird meine restliche Gesichtsbehaarung erneut weggelasert. Dann werde ich einen Raum mit Unmengen von Kleiderständern geführt. Aber diesmal muss ich mit selber mein Outfit zusammensuchen. Zwar habe ich die letzten zwei Wochen Unmengen von Modemagazinen gelesen und Kataloge gewälzt und Hannah hat mir sehr, sehr viel erklärt. Aber jetzt stehe ich doch reichlich verunsichert vor dieser Riesenauswahl. Vorsichtig frage ich für welchen Anlass ich mir Sachen aussuchen soll. Lisa, die mich auch diesmal begleitet lächelt. "so als wenn du gleich mit Hannah eine Runde Schoppen gehen würdest." Ich habe anscheinend die richtige Frage gestellt, aber ich bin der Lösung keinen Schritt näher. Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne scheint, aber es ist für Frühsommer recht frisch. Eine Strumpfhose ist in jedem Fall nicht falsch. In einer Ecke erkenne ich ein kleines Regal mit einer beträchtlichen Auswahl. Ich wähle die schwarze, aber recht dünne. Das Anziehen klappt diesmal erstaunlich gut. Dann gehe ich zu den Röcken und wähle einen recht kurzen aber doch elegant geschnittenen dunkel grauen heraus. Dann schaue ich mich nach einem Spiegel um, finde aber keinen. Laura lächelt mich verschmitzt an: "Mit Spiegel wäre es etwas zu einfach. Die Suche nach einem geeigneten Top ist deutlich schwieriger. Auf der Kleiderstange sehen sie alle recht ähnlich aus und der Spiegel zum Vorhalten fehlt mir nun doch. Dann entscheide ich mich für eine ockergelbe Bluse mit langen Ärmeln, die ein wenig im Hippielook geschnitten ist.
Gerade als ich zu den Schuhen weitergehen möchte, zögere ich. Was ist, wenn wir hinterher wirklich Schoppen gehen müssen? Ich überlege, wie sehr ich die Blicke der Männer auf mich ziehen werde und an meine Gedanken, wenn ich einer Frau im kurzen Rock hinterherschaue. Und wenn ich mir dann noch die Kamera dabei vorstelle.. . bis auf die Strumpfhose ziehe ich alles wieder aus. Diesmal entscheide ich mich für eine dunkelbraune Leggings . Der Schnitt der Bluse gefiel mir sehr gut, aber ich wähle diesmal die weiße Variante. Die Schuhe sind schnell gefunden. Zwei dunkelbraune Stiefeletten mit nicht allzu hohen Absätzen springen mir sofort ins Auge. Aber ich brauche noch eine Jacke. Die schwarze Lederjacke ist zu sehr Rockerbraut. Die Wildledervariante mit sehr viel Zierkram ist einfach zu viel Hippie und die rote Stoffbolerojacke passt gar nicht zu der Bluse. Am Ende lege ich die Bluse wieder weg und nehme eine weiße mit einem einfachen Schnitt. Dazu passt dann eine kurze Jeansjacke. Dann nehem ich noch ein Halstuch und Lisa hilft mir noch ein wenig beim Schmuck. Dann geht es weiter in den Salon. Der Spiegel wird zugehängt und diesmal genieße ich wir mit die Haare und das Makeup gemacht werden. Dann darf ich aufstehen und werde zu einem großen Spiegel geführt.
Zum ersten Mal sehe ich mein Gesicht. Das Makeup ist sehr dezent, aber das Gesicht im Spiegel ist mir völlig fremd. Was ich sehe ist ein absolutes Engelsgesicht. Die Nase ist zu einem Stubsnäschen verkleinert, meine Lippen wirken voller und die Gesichtskonturen erscheinen sehr stark verändert. Aber nichts wirkt übertrieben. Es ist einfach nur ein perfektes Gesicht, wie die Frauen im Modemagazin. Da helfen auch die eher unauffälligen Klamotten nichts. Das Mädchen im Spiegel hat auch eine perfekte Figur. Die Leggings bringen meine neuen Hüften perfekt zur Geltung. Und auch das Halstuch lenkt nicht von meiner neuen Oberweite ab. Jetzt verstehe ich was man über manche Frauen sagt: die können anziehen, was sie wollen, sie sehen immer gut aus. Aber irgendwie scheint mein vermeintlich unauffälliges Outfit, zusammen mit meinen langen blonden Haaren, mich zu einem ziemlichen "Hingucker" zu machen. Ich hatte mich zwar schon beim Casting als Frau gesehen und war auf einiges gefasst. Aber diese völlige Veränderung hatte ich nicht erwartet.
Melli_
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 112
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 68 im Thema

Beitrag von Melli_ »

Super Geschichte
Jetzt kommt der Schritt in die große weite Welt.
Was ist wohl aus Miss Frozen Joghurt geworden? Ob sie wohl auch ein ganz anderes Gesicht bekommen hat? Erkennt man sie wieder?
Was ist mit den Jungs, die nach Köln gegangen sind?

Weiter so, Melanie
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 69 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Im Nebenraum wartet Hannah auf mich. Zunächst muss ich ein zweites Mal hinsehen. Ihre Haare sind nun dunkel und sie trägt eine Kurzhaarfrisur ähnlich einem Bobhaarschnitt. Aber zusammen mit ihrem neuen Gesicht sieht sie einfach nur umwerfend aus. Die einzig sofort erkennbare Veränderung ist ihre Nase. Sie ist nicht ganz so "stubsig" wie meine, aber trotzdem sehr, sehr feminin. Ihr Outfit ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Einfach enganliegende Jeans und ein ockerfarbenes Langarmshirt. Dadurch kommen ihre recht hochhackigen Schuhe aber besonders zur Geltung. Als Ohrringe hat sie kleine Federn und der dünne Gürtel ist auch eher verspielt, genauso wie die "šUhr und das Armband.
"Toll siehst du aus", sagt sie als sie auf mich zukommt und mich umarmt. Der flüchtige Kuss auf die Wangen hat etwas sehr liebevolles, aber nichts erotisches. Gleichzeitig spüre ich mit meinen jetzt viel sensibleren Brustwarzen ihre und meine Brüste. Als ich sie wieder loslasse, fällt mir auf, wie schlank sie geworden ist. Dann betrachte ich meine Arme und mir fällt auf, dass auch ich deutlich abgenommen habe.
Bevor wir aber noch viel reden können, werden wir zum Auto gebracht. Wir sollen tatsächlich Shoppen und dabei gefilmt werden. Damit alles möglichst natürlich rüberkommt, wird und die Kamera draußen im Abstand folgen und im Laden sollen wir dann kurz warten. Lisa wird den Verkäuferinnen kurz alles erklären und wir können schon mal stöbern. Während der Fahrt nach Konstanz bin ich sehr abwesend. Hannah redet zwar die ganze Zeit und scheint sich offensichtlich zu freuen. Zunächst denke ich noch darüber nach, ob man uns als "falsche" Mädchen erkennt. Aber schnell wird mir klar, dass die letzten beiden Wochen Logopädie und Gestik zusammen mit dem geradezu unheimlichen OP-Ergebnis und unserem eher unauffälligen Outfit für ein perfektes Passing sorgen werden. Zudem ist Hannah als "echte" Transsexuelle eine große Hilfe. Sie scheint sich offensichtlich nicht zum ersten Mal als Mädchen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Das alles sollte mich eigentlich beruhigen. Ich streiche mir die Haare aus dem Gesicht und sehe, wie wir uns langsam der Innenstadt nähern.
Irgendwie ist es eine Art Lampenfieber. Ich habe auf einmal Angst meine Rolle nicht richtig zu spielen, obwohl ich nun wirklich nicht wenig geübt habe. Zudem ist ja alles was ich tun muss nicht aufzufallen. Dann hält der Wagen und Lisa drückt jedem 500 € in die Hand. "Ich will kein Restgeld sehen." Ich bin etwas verwirrt aber Hannah strahlt nur und fasst mich am Arm und führt mich Richtung Fußgängerzone. An nahezu jedem Schaufenster bleibt sie stehen und redet fast ununterbrochen. Irgendwie fange ich langsam an, mich etwas zu entspannen. Dann gehen wir in einen kleinen Laden mit Modeschmuck. Hannah sieht ein Paar große goldene Kreolen und hält sie sich vor die Ohren: "Und, wie findest du sie?". Sie sind sehr schick, aber sie passen irgendwie nicht zu ihrem neuen kurzen Haarschnitt. Wie soll ich ihr das vorsichtig sagen? Ich merke, dass ich von weiblicher Kommunikation noch nicht viel Ahnung habe. Ich zögere mit der Antwort: " Na, ja.."
Sie geht zum Spiegel: "Stimmt, du hast recht. Sie passen nicht zu meiner Frisur." Dann zieht sie mich zum Spiegel und hält mir die Creole an mein Ohr. "Stimmt, mit langen Haaren sieht es bessser aus", erwidere ich. Gleichzeitig verwirrt mich der Anblick dieser jungen Frau im Spiegel enorm. Sie macht die selben Bewegungen wie ich und die Ohringe stehen ihr wirklich, aber das unmöglich ich sein. Eher eine Marionette, die ich versuche zu steuern. Ich wende mich plötzlich von dem Spiegelbild ab. Hannah hat, recht. Sie stehen mir wirklich gut. Ich gehe zur Kasse uns kaufe sie. Dann schlendern wir weiter die Straße entlang. Manchmal erkenne ich mein Spiegelbild im Schaufenster. Es verwirrt mich etwas und ich kann dieses Spiegelbild irgendwie nicht mit mir in Verbindung bringen. Umso mehr konzentriere ich mich auf die Auslagen.
An einem Brunnen sitzt eine Gruppe von Jungs; etwa so alt wie wir. Ich bemerke wie einer herüberschaut und eine Bemerkung zu den anderen macht. Dann scheinen alle vermeintlich unauffällig herüberzuschauen. Mir wird klar, sie meinen uns.
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 70 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Dann kommen zwei von ihnen auf uns zu. Beide sind dunkelhaarig und sehen eher südländisch aus. Der größer von beiden schaut mich direkt an: "Hi, ich bin der Roberto und das ist Sandro..", dann lächelt er nur noch. Offensichtlich ist er etwas verlegen. "Ach, wie süß. Die sind ja schüchtern die beiden," flüstert Hannah mir zu. Das Tuscheln macht die beiden noch nervöser. Roberto macht auch schon erste Versuche sich zurückzuziehen. "Also mein Kumpel der Roberto der findet dich total süß, aber er ist halt schüchtern. Deshalb bin ich mitgekommen. An die hübschesten Mädchen traut sich keiner ran, hab ich gesagt. Die sind viel lockerer als du denkst. Ihr seid doch locker oder ??"
Ich werde rot und hoffe, dass man das unter der Schminke nicht sieht. Etwas verlegen lächle ich. Mir wird klar ich bin nun eine von den Frauen, die ich mich als Mann nie würde trauen anzusprechen. Dann rettet mich Hannah: "Wenn ihr weiter so dummes Zeug quatscht, dann gehen wir rüber zu euren Kumpels und erzählen denen, wie peinlich ihr seid." Zwei so verdatterte Typen habe ich noch nicht gesehen. Beide werden knallrot. Dann nimmt mich Roberto zur Seite: "Du ich musst mir helfen. Wenn du mich jetzt abblitzen lässt, dann machen sich meine Kumpels mindestens eine Woche über mich lustig. Und"¦und außerdem ich würde dich "¦also als ich dich aus dem Laden habe rauskommen sehen. Wie du dich bewegst und wie du lachst. Also dein Lachen. Du weißt gar nicht was du damit angerichtet hast bei mir. So total locker und natürlich und dann bist du auch noch unglaublich hübsch; trotzdem wirst du noch ein bisschen rot. Dein Freund sollte echt besser aufpassen auf dich. Du hast doch einen Freund. So jemand wie du geht doch garantiert nicht allein durch die Welt."
Wieder werde ich etwas rot. Gleichzeitig muss ich aber auch lächeln. Er schaut mich an: "Du bist nicht vergeben? Das heißt es gibt eine unendlich kleine Chance, dass ich dich wiedersehe? Also ich mache dir einen Vorschlag. Ich habe mich total blöd benommen, aber ich würde dich gerne wiedersehen." Dann schreibt er auf einen kleinen Zettel seine Nr. und drückt sie mir in die Hand. Dann verschwinden die beiden wieder zurück zu ihren Kumpels. Hannah und ich gehen zügig weiter. Als wir um die Ecke sind fängt Hannah an zu lachen. Zuerst bin ich etwas verwundert; dann muss ich auch Lachen. Die Typen waren einfach zu peinlich. Dann wird mir klar. So etwas wird mir nun häufiger passieren. Für meine Umgebung bin ich nichts anderes als eine junge, hübsche Frau und eigentlich habe ich keine Ahnung, wie ich solche Typen loswerden soll. Mir wird klar dass wir beide echte "Hingucker" sind. Wahrscheinlich würden wir sogar in unseren Trainingsanzügen aus der Klinik die Blicke auf uns ziehen. Eigentlich wollte ich ein gutes Passing, um möglichst unauffällig das kommende Jahr zu überstehen. Aber gerade wegen dieses Passings wird das nichts mit dem unauffällig. Und dann ist da noch etwas anderes. Es ist schwer zu beschreiben. So peinlich der Typ auch war. Ein ganz klein wenig hat es mir auch gefallen, wenn mir jemand Komplimente macht.
Bevor ich weiter nachdenken kann, sind wir an einem H & M Laden angekommen. Hannah zieht mich direkt hinein und dann stehen wir vor den Kleiderständern. Zunächst schaue ich Hannah einfach zu. Sie scheint so etwas alles nicht zum ersten Mal zu machen. Sie nimmt einen Rock und ein Paar Shorts mit zu Umkleide. Kurz darauf kommt sie mit dem Rock und fragt mich ob er mir gefällt. Es ist ein dunkelgrauer Glockenrock und er sieht einfach nur gut aus. Während sie sich wieder umzieht sehe ich an der Wand ein Plakat. Das Model trägt ein ärmelloses dunkelgraues fast schwarzes Kleid mit einigen hellen Stellen. Ich gehe rüber zu den Kleidern und finde es auch recht schnell. "Das ist dir garantiert zu groß" höre ich da Hannah in meinem Rücken. Dann greift sie eines in meiner vermuteten Größe und führt mich zur Kabine. Dass wir bei der ganzen Aktion gefilmt werden bemerke ich kaum. Trotzdem ziehe ich den Kabinenvorhang sorgfältig zu. Die Kabine hat eine große Spiegelwand und das Mädchen im Spiegel verwirrt mich total. Sie macht zwar die gleichen Bewegungen wie ich, aber sie sieht mir überhaupt nicht ähnlich. Als ich dann meine Leggings und die Bluse ausgezogen habe und in Strumpfhose und BH vor dem Spiegel stehe, da bin ich so verwirrt, das der kleine Kerl zwischen meinen Beinen versucht sich zu melden. Es tut zwar etwas weh, aber ich bin froh, dass er gut wegesperrt ist. Gleichzeitig ist es mir total peinlich, von meinem eigenen Spiegelbild erregt zu sein. Dann ziehe ich das Kleid an. Es steht mir wirklich gut, nur der BH passt nicht. Gleichzeitig habe ich keine Ahnung, wann ich es anziehen soll. Aber Hannah gefällt es auch und schließlich kaufe ich es.
Christiane04
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 114
Registriert: Do 15. Mai 2014, 07:58
Geschlecht: ja
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 71 im Thema

Beitrag von Christiane04 »

Hallo Sandra,

Vielen Dank für die schöne neue Folge! Ich mag sehr die Wendungen der Geschichte und vor allem die dezent realistische Art in der du die Vorkommnisse beschreibst. Dezent ist absolut positiv gemeint und bezieht sich auf das Vermeiden von allzu plumper Darstellung von männlich/weiblicher Gefühlswelt! Aber das haben all deine Geschichten so an sich und lässt viel Raum für die Phantasie oder auch Identifikation......
Lg Christiane
"Ein Mann kann anziehen, was er will, er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau. " Coco Chanel
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 72 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Von Kati, unserer Kamerafrau werden wir unauffällig in den einen oder anderen Markenladen geschleust. Irgendwie scheinen die Verkäuferinnen bereits Bescheid zu wissen und es wird kaum Aufheben um die Kamera gemacht. Hannah und ich sind so im Kaufrausch, dass wir das kaum merken. Als wir unsere Taschen kaum noch schleppen können nimmt Kati sie uns ab. Wir verabreden uns im Schuhladen gegenüber. Schnell finde ich ein paar Stiefeletten, die ich unbedingt haben muss. Ich wusste gar nicht wie viel Spaß Schuhe kaufen machen kann. Dann bemerke wie Hannah mich etwas traurig anschaut. "Kann ich dir helfen?" frage ich. "Das glaube ich kaum. Schuhgröße 43, das ist mein Problem. Solche Kundinnen wollen die hier anscheinend nicht." Dann bemerke ich es auch. Mit meinen kleinen Füßen zwischen 40 und 41 habe ich hier kaum Probleme, aber für Hannah ist die Auswahl echt begrenzt. "Na ja, es gibt ja noch das Internet, aber bestellen macht nur halb so viel Spaß. Wir schicken Kati eine Nachricht und setzen uns in ein Eiskaffee.
Nach zehn Minuten kommt Kati zu uns. Eine zeitlang unterhalten wir uns über alles Mögliche. Dann erzählt sie uns, dass sie wie die meisten Freiberuflerin ist und hofft das ganze Jahr über immer wieder engagiert zu werden. Sie habe aber keine Ahnung, was sie eigentlich festhalten soll. Dass Ganze sei sehr vertraulich und nur wenn sie für das Ganze Jahr gebucht würde - das wären dann über 100 Drehtage — würde sie genauer eingewiesen. Sie möchte den Auftrag natürlich unbedingt haben. Bislang sei das Material eher enttäuschend. Zwei Mädels beim Einkaufen. Das einizig gute waren die beiden Jungs; die hat sie auch direkt gefragt, ob sie im Fernsehen gezeigt werden wollen. Erst haben sie etwas gezögert, aber dann habe ich sie gekriegt." "Wie hast du das denn geschafft. Die waren doch eher peinlich." "So etwas bringt immer Quote. Also habe ich gesagt, dass sie auf mich total süß gewirkt haben mit ihrer etwas schüchternen Art. Und ob sie Interesse hätten mal in einer Talkshow mitzumachen. Sie sähen echt gut aus und für so einen Nachmittag gäbe es ein schönes Taschengeld. Das hat dann überzeugt." "Aber ich kann mir die beiden überhaupt nicht in einer Talkshow vorstellen," erwidert Hannah. "Doch ich schon," werfe ich ein, "Wenn sie erfahren, warum du uns filmst" Hannah muss sofort loslachen und ich kann kaum an mich halten bei dem Gedanken, wie die beiden vor Millionenpublikum dunkelrot werden, wenn sie erfahren wen sie da angebaggert haben.
"Also jetzt macht ihr beiden mich doch echt neugierig? Also Transen seid ihr schon mal nicht. Dafür kleidet ihr euch zu normal und ihr seht auch nicht aus als hätte euch ein durchgeknallter Schönheitschirurg in Barbiepuppen verwandelt. Ich hab mal so eine Sendung mitgemacht und die waren alle total schräg die Typen; egal ob operiert oder nicht. War echt schwer wenigstens eine halbwegs glaubhaft rüber zu bringen. Aber auch die hatte eine merkwürdige Stimme."
Als wir schließlich noch mehr lachen fällt bei Kati der Groschen. Ihre Augen weiten sich um ca. 200% und dann hört sie mit dem Fragen gar nicht mehr auf. Wir müssen ihr alles haarklein erzählen. Zwischendurch macht sie uns immer wieder Komplimente, wie natürlich wir rüberkommen. Dann wird Kati auf einmal sehr nachdenklich. "Da hast gerade gesagt, beim ersten Casting seien die echten Transsexuellen aussortiert worden. Aber wenn ich dich so beobachte Hannah, dann kann ich das irgendwie nicht glauben. Du bist zu perfekt in deiner Rolle. Ich würde zwar auch bei Laura überhaupt nicht darauf kommen dass sie eigentlich ein Junge ist und zudem noch ganz normal. Aber da gibt es wenigstens so kleine Hinweise. Als du so verunsichert warst, als die beiden Kerle dich angequatscht haben. Eine Frau mit deinem Aussehen hat so eine Situation schon tausend mal erlebt und lässt solche Typen routiniert abblitzen. Aber Hannah macht einfach überhaupt keine Fehler. Und das könnte ein Problem für dich und für meinen Job werden."
Jetzt erkennen wir den Ernst der Lage. Wir werden gnadenlos rausgekickt, wenn rauskommt, dass Hannah sich "eingeschlichen" hat. Aber dann hat Kati eine Idee: "Wir drehen einfach ein paar Szenen nach. Die Privaten nehmen es eh nicht so ganz genau mit der Wahrheit. Dann entwerfen wir zusammen ein paar Szenen haben sehr viel Spaß.
Magdalena
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2704
Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dresden
Hat sich bedankt: 355 Mal
Danksagung erhalten: 451 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 73 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Sandra,

wieder eine spannende Fortsetzung. Alles liest sich so, als ob Frau selber dabei ist. In meinenm Kopf kann ich Hanna und Laura beim Shoppen sehen.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
MichelleMarie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 548
Registriert: So 22. Mär 2015, 11:44
Geschlecht: Immer ich...
Pronomen: Sie
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 13 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 74 im Thema

Beitrag von MichelleMarie »

Tolle Geschichte wie aus einem Guss. ....bin sehr gespannt wie es weitergeht und vor allem wie sie irgendwann....endet. Gibt es ein zurück oder wird der Weg dauerhaft....

Vielen Dank Sandra für diese Geschichte

LG Marie
"Durch die Leidenschaft lebt der Mensch; durch die Vernunft existiert er bloß."
– Nicolas-Sebastien Chamfort
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 75 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Hannah hat Probleme weil die Blusenknöpfe auf der falschen Seite sind; ich setzte mich breitbeinig auf eine Parkbank. Und natürlich muss ich Hannah davon abhalten auf das Herrenklo zu gehen. Sie übertreibt es ein wenig und geht wirklich herein. Die Typen dort starren uns dermaßen blöd an. Schade, dass das nicht gefilmt wird. Anschließend müssen wir so lachen, dass wir es noch mehrmals drehen müssen; diesmal aber ohne Reingehen. Schließlich schlägt Kati vor, die Jungs von vorhin anzurufen und noch ein paar peinliche Flirtszenen zu drehen. "Die sind einfach Naturtalente", meint sie, aber ich habe dann doch zu viel Angst die beiden nicht mehr loszuwerden. Alternativ sollen versuchen "versehentlich" unsere männlichen Stimmen zu benutzen. Aber das klappt gar nicht. Wir hören uns beide an wie Mädchen, die ungeschickt versuchen Jungenstimmen nachzuäffen. Zunächst komme ich aus dem Lachen kaum heraus, aber dann wird es mir etwas unheimlich; was ist wenn die RückOP nicht so toll klappt und ich ein Leben lang mit einer Mädchenstimme sprechen muss. Aber dann verdränge ich den Gedanken sofort wieder. So hervorragend wie die ersten OPs gelaufen sind, da werden die das Ganze ebenso elegant wieder rückgängig machen. Als wir wieder zurück sind wird uns mitgeteilt, dass morgen unser Abreisetag ist. Leider müsse ich mich nun für einige Tage von Laura trennen, aber wir werden hinterher beide nach Düsseldorf zu unseren jeweiligen Gastfamilien kommen. Aber vorher müssen wir noch einen Tag mit jemandem verbringen, den wir schon sehr lange kennen. Mir rutscht das Herz in die Hose; ich habe noch niemandem zu erzählt, was ich das nächste Jahr machen werde. Und wenn ich mir vorstelle morgen so wie ich bin meiner Mutter oder meinem kleinen Bruder gegen über zu stehen. Das geht einfach überhaupt nicht. "Das ist total unfair", schimpfe ich; "das könnt ihr mit uns nicht machen. Ich will nicht, dass das gezeigt wird." Dann kommt Lisa hinzu und nimmt mich bei Seite: "Natürlich kannst du jederzeit aussteigen, aber dann must du halt auf sehr viel Geld verzichten. Ich bin davon ausgegangen, dass du den Vertrag genau durchgelesen hast." "Ich seid gemeine Betrüger", sage ich mit erstickender Stimme. Dann laufe ich hoch auf unser Zimmer und falle weinend auf mein Bett. Die machen mit mir, was sie wollen und ich bin völlig hilflos dabei. Auf einmal spüre ich, wie mir Hannah sanft durch das Haar streicht. "ich kann schon verstehen, dass das für dich sehr schwer wird, aber du kannst ja gut erklären warum du das tust." "Gar nichts kannst du verstehen! Deine Familie weiß ja bestimmt Bescheid und ihr müsst nur ein kleines Laienschauspiel aufführen." Dann werfe ich wieder mein Gesicht ins Kissen und heule hemmungslos. Irgendwann beruhige ich mich dann wieder. Hannah sitzt immer noch an meiner Bettkante. Jetzt erst bemerke ich wie verheult das Kissen ist und ziemlich verschmiert mit Makeup. "Ich hab herausgefunden, wen du morgen triffst: deine Schwester. Ich glaube so wie du sie mir beschrieben hast, wird sie dich bestimmt verstehen. Wenn du willst, kann ich vorher mit ihr reden, ich hab ja schon ein wenig Erfahrung mit überraschten Verwandten; aber nur wenn du willst"
"Meinst du, du kannst sie überzeugen mich nicht auszulachen und dem Rest meiner Familie erst mal nichts zu erzählen?" Recht hilflos schaue ich sie an. "Sie kennt dich doch gar nicht" "Kati hat schon mit ihr gesprochen. Sie dürfte natürlich nicht sagen, was mit dir los ist. Nur dass du dich etwas verändert hast. Wenn jetzt noch jemand anruft, dann macht das auch nichts. Aber wenn ich es nicht gut mache, dann darfst du nicht sauer auf mich sein." "Versprochen", flüstere ich. Dann geht Hannah raus. Eine Ewigkeit später scheint sie wieder zu kommen. Dann lächelt sie verschmitzt. Also es war nicht ganz einfach, aber jetzt ist sie unheimlich gespannt, Laura kennen zu lernen. Natürlich hat sie versprochen überrascht zu tun, wenn sie dich als Mädchen sieht. Aber wir hatten aber dann ein paar tolle Ideen, wie ihr euren Tag gestalten könnt." Natürlich will ich wissen, was die beiden sich ausgedacht haben, aber Hannah schweigt und lächelt.
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“