Hallo Lucia,Lucia11235 hat geschrieben:Wie meinst du das mit bereichernder Leidenschaft? Weil es Leid schafft? Für mich ist es nicht leidenschaftlich, wenn sich mein Mann in eine Frau verwandelt. Eher gewöhnungsberftig oder befremdlich. Versteh mich nicht falsch, aber ich habe mich ja in einen Mann verliebt. Mir war schon immer klar, dass er etwas besonderes ist. Trotzdem ist es merkwürdig und ich versuche, kein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich so empfinde. Hab es aber trotzdem... Und schon fangen die Probleme an. Und wie komme ich bzw. wir da raus.? Das ist es, was ich wissen will und deshalb versuche ich Fragen zu stellen ohne zu wissen welche den die richtigen wären oder an wen ich sie eigentlich stellen soll. Und sagt. Ihr bitte nicht, dass ich mit meinem Mann sprechen soll, der hat darauf keine Lust...
auch dir ein herzliches Willkommen bei uns!
Dass es für dich nicht leidenschaftlich ist, wenn sich deine Gewohnheiten als Irrglaube darstellen, ist vollkommen einleuchtend. Schließlich bricht für dich damit ja deine heile Welt zusammen. Sorgen und Ängste machen sich breit, wo vorher Sicherheiten waren. Ich bin mir sicher, dass das hier jeder nachempfinden kann. Gerne wird da auch mal die Gegenfrage gestellt, was der Mann machen würde, wenn seine Frau plötzlich nicht mehr die wäre, die er bis dato hatte. Ich glaube sogar fast, dass die Männer in diesem Punkt die wesentlich illoyaleren wären.
Für mich ist es eine bereichernde Leidenschaft, zeitweise in die Rolle der Frau zu schlüpfen. Obgleich es auch sein kann, dass es hin und wieder auch Leid schafft, wie du so schön sagst. Bereichernd, weil ich mich so besser z.B. in meine Partnerin hineinversetzen kann. Ich weiss halt, warum sie im Bad so lange braucht, obwohl wir schon längst woanders sein müssten. Da bin ich nicht der nörgelnde, sondern der verständnisvolle Ehemann, der ihr auch noch Komplimente macht, wenn sie es dann endlich geschafft hat sich fertig zu machen.
Aber ich spreche hier ausschließlich für mich. Für andere mag es keine Leidenschaft sein, sondern eine lästige Bürde, die sie am liebsten ablegen würden, weil sie es nicht mit sich und ihrer Umwelt vereinbaren können.
Um es aber als bereichernde Leidenschaft zu sehen, muss man es geschafft haben sich so anzunehmen wie man ist. Zu akzeptieren, dass es eine Laune der Natur ist, die man eben nur annehmen und das beste draus machen kann. Dieser Weg ist aber kein einfacher.
Es ist schade, dass dein Mann sich dir gegenüber so verschliesst und keine Lust hat darüber zu reden. So macht er es euch und schlussendlich auch ihm nicht gerade leichter, mit dem Thema voran zu kommen. Denn eins ist sicher, entkommen kann er seiner unfreiwilligen Passion nicht.
LG Aria