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Lebensplanung, Standorte
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Nicoletta
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Post 1 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Wer hier schon länger mitliest, weiß von den Äußerungen meiner Mutter (fast 91) zu mir. Das reichte von "pervers" über" so etwas hätte man früher vergast" und die Aussage, dass sie bedaure, "mich nicht abgetrieben zu haben", wobei sie verschweigt, dass sie es versucht hat. Inzwischen ist meine Mutter fast blind (physisch, aber mehr noch im übertragenen Sinne), legt aber Wert darauf, dass meine Schwester, die sie als bettlägerig betreut mir schreibe. Neben entstellenden Aussagen, Lügen und Verdrehungen werde ich in dem Brief aufgefordert, aus meiner Homepage ihre Namen und die aller Verwandten und Vorfahren bis in das 18. Jahrhundert zu tilgen, und das unter Androhung gerichtlicher Konsequenzen. Man werde das überprüfen. Mit anderen Worten, man beraubt mich, so empfinde ich es, meiner Geschichte. Ich darf jetzt also in meiner Homepage nur noch schreiben, dass ich 1948 als erstes Kind eines anonymen Studenten mit einer anonymen Frau geboren wurde, später gab es noch eine anonyme Schwester, meine anonymen Vorfahren, die für meine berufliche Entwicklung nicht unerheblich waren, darf ich nicht erwähnen, um die heilige Familie nicht in den Schmutz hineinzuziehen, in dem ich mich als Transmensch natürlich suhle. In der ersten Verletzung habe ich meiner Tante, der Schwester meiner Mutter, die zu mir steht, geschrieben und vielleicht etwas hart formuliert. Ich bin jetzt also ein Bastard, was immerhin den Vorteil hat, dass ich zur Beerdigung meiner Mutter nicht mehr erscheinen muss, würde mir vielleicht ohnehin gerichtlich untersagt. Natürlich täuscht diese Härte nur über die tiefe Verletzung hinweg. Ich habe durchaus jahrzehntelange gute Erinnerungen an meine Eltern, nicht nur meinen verstorbenen Vater, sondern auch meine Mutter, aber das alles darf ich nicht mehr Mein nennen. Wie gemein können Menschen sein!? Den Brief möchte ich der einzig geziemenden Ablage "Papierkorb" zuführen, nichts mehr beantworten und evtl. folgende Briefe, die selbstverständlich nur an meinen männlichen Namen adressiert sind, mit dem Vermerk "Empfänger unbekannt" zurückzusenden. Würdet Ihr anders handeln?

Gut, dass es Euch gibt. Liebe Grüße,

Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
Julia
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Post 2 im Thema

Beitrag von Julia »

Wenns so is, laß dich am A... lecken. Den Streit gewinnst du nicht. Du lebst jetzt und der Rest ist Geschichte. Die Zeit frisst die Erinnerung.
LG Julia
Franka
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Re: Wie findet Ihr das?

Post 3 im Thema

Beitrag von Franka »

Wie ich das finde? Ganz furchtbar. Fühl dich bitte erstmal ganz herzlich in den Arm genommen.
Familie kann man sich leider nicht aussuchen, Freunde schon. Ich hoffe du hast Freunde, die dich etwas auffangen können oder du findest welche, die wieder eine positive Wendung in dein Leben bringen.
Ich würde in dieser Situation sicher auch keinen Kontakt mehr wollen und auch so handeln, wie du es oben schreibst.

LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Jalana
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Post 4 im Thema

Beitrag von Jalana »

Hallo Nicoletta,

in einem früheren Thread hast Du bereits Deine Schwierigkeiten im Umgang mit Deiner Mutter und Schwester beschrieben. Es ist sicher sehr schmerzhaft, wenn man solche Worte von der eigenen Mutter zu lesen bekommt. Deine Mutter ist inzwischen 91 Jahre alt. Dazu kommt noch ihre fortgeschrittene Demenz. Du wirst sie nicht mehr umstimmen können, fürchte ich. Insofern macht eine Antwort auf das Schreiben mMn wenig Sinn. Es kostet Dich nur Zeit und Kraft.

Du hast hier Deine Trauer, Deine Wut und Dein Unverständnis formuliert. Ich denke, dass wir das alle verkraften können und das ist auch gut so.

Darf ich Dir einen Rat geben? Ignoriere das Schreiben soweit Du kannst. Ja, pack es in die Ablage P. Lass Dich davon bitte nicht unterkriegen! Nutze Deine Energie für die schönen Seiten Deines Lebens.

Liebe Grüße
Jalana
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ReaGirl

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Post 5 im Thema

Beitrag von ReaGirl »

Fühl dich ganz dolle gedrückt..es ist hart immer wieder damit konfrontiert zu werden was für ein fehler der natur man ist, und würde den Kontakt jetzt einfach kappen, es steht sich nicht dafür sich ständig sein Leben schlecht machen zu lassen. Zieh einen Schlussstrich!
Und dann beginn dein Leben zu genießen, in Freiheit!
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Post 6 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo Nicoletta,

so etwas innerhalb einer Familie ist eigentlich no-go Niveau. Das ist nicht zu tolerieren und kann eigentlich nur mit einem Schlussstrich beendet werden, so weh das auch tut. Eigener Vergangenheit gerichtlich hinterlegt und sanktioniert beraubt zu sein, das ist do das letzte, was ein Mensch ertragen kann - da bin ich sprachlos, wie deine Mutter und Schwester so etwas überhaupt in Angriff nehmen konnten. Andere Meinungen kann man zu etwas haben und mit dem Handeln der Kinder nicht einverstanden sein - das erleben wir auch mit unseren kindern - aber so was, das geht nicht.
Ratschläge stehen mir eigentlich nicht zu, aber ich täte wirklich den Kontakt zu den Menschen abbrechen und mir eine eigene neue Identität suchen und schaffen. Früher sind Menschen ausgewandert und waren für die Zurückgebliebenen auch nicht mehr greifbar, sie haben in der neuen Welt an dortige Sprachen adaptierte Namen angenommen und damit auch eine neue eigenen Identität begründet - frei dem, was in der früheren Heimat war...
Entscheiden kannst nur du und die dir zugetanen Menschen, diesen Schritt zu gehen und alles Verangenene konsequent hinter dir zu lassen.
Aber das wird nicht einfach sein, so einen Schritt zu wagen - aber ich denke das ist in deinem Falle alternativlos, wie unsere modernen Politiker immer dann sagen, wenn es scheinbar keine anderen vernünftigen Lösungen mehr gibt; nur so kannst du dich befreien von Menschen, die mit dir rein gar nichts mehr anfangen können.

Sei gegrüßt, Ulrike-Marisa
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Post 7 im Thema

Beitrag von Theresa »

Hallo Nicoletta,
Es ist erstaunlich was Menschen so alles machen!
Statt, ihre Tage zu genießen verwendet sie ihre Energie darauf wegen pillepall vor Gericht zu ziehen und das eigene Kind fertig zu machen. Hier handelt es sich schließlich nicht um unbedachte Äußerungen.
Ein sehr erbärmliches Verhalten. Vielleicht hat sie nichts anderes mehr worum ihre Gedanken kreisen können....
Ich würde jetzt schon versuchen mich so weit wie möglich innerlich von ihr distanzieren. Das ist sicher leichter gesagt als getan weil es die Mutter ist aber Angesicht des geballten Hasses, der dir entgegen schlägt schon aus Selbstschutz nötig.
Es wäre noch die Frage in wie weit sie unterstützt wird. Liest eine fast blinde bettlägerige Frau tatsächlich im Internet?
Was die Homepage betrifft kann ich nichts dazu sagen. Vielleicht würde ich sie, bzw. die betreffenden Passagen, vorübergehend vom Netz nehmen nur um keinen Angriffspunkt zu geben.
Ich wünsche dir die Kraft das durch zu stehen.

Viele Grüße

Theresa
Beachten sie folgenden Hinweis:
-Hä?-
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
Nicoletta
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Post 8 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Danke für Eure antworten, die in meiner jetzigen Situation natürlich tröstlich sind. Natürlich hat meine 91jährige und halbblinde Mutter nicht im Internet recherchiert, das war schon meine Schwester. Oftmals möchte ich Aussagen auch eher ihr zuschreiben als meiner Mutter, aber dieses Mal schrieb meine Schwester ausdrücklich, dass sie im Auftrage meiner Mutter schreibe. Die Drohung mit Gericht passt allerdings besser zu meiner Schwester, die ständig in Clinch mit Handwerkern liegt, einfach mit keinem Menschen zurechtkommt, die Schuld aber immer nur bei den anderen sucht. So ist sie immer böse, dass niemand sie besucht, was sie gar nicht verstehen, keiner der noch lebenden Verwandten, um ihr Arbeit abzunehmen. Noch in einem Brief machte sie mir entsprechende Vorwürfe. Sie habe ein schönes Haus gebaut für sich und ihre Mutter, weil ja beide allein sind, wohl wissend, dass solch ein Haus viel Arbeit macht, aber da hatten sie auf meine Hilfe gehofft. Dass ich auch mein eigenes Leben habe, ist ihnen offenbar nicht bewusst geworden. Später sollte ich dann die Wohnung meiner Mutter, deren Miete ich mir gar nicht leisten könnte. Einmal meinte meine Schwester auch einmal zu mir, ich solle mir schon einmal überlegen, was von meinen Möbeln in mit umziehen wollen würde, d.h. ich sollte die voll (übervoll) eingerichtete Wohnung meiner Mutter übernehmen bis auf ein paar Erinnerungsstücke aus meiner bisherigen Wohnung, dazu Handwerks- und Gartenarbeiten leisten und das ganze mit meiner Mietzahlung finanzieren. Dazu das Leben am Ende der Welt (Euskirchen statt Bonn) und den ständigen Kontakt mit meiner Schwester, die ich kaum zwei Stunden ertragen kann mit all der Negativität, die sie beständig ausstrahlt. Die richtet sich ja nicht nur gegen mich, sondern eigentlich alles um sie herum, alle Mitmenschen, alle technischen Neuerungen, Mode, Politik, Ausländer. Sie ist in den frühen 60er Jahren stehengeblieben, seither sei alles schlechter geworden. Und von meiner Mutter bekam ich einmal zu hören, ich hätte mich verändert. Einen schlimmeren Vorwurf kannte sie nicht. Dass Veränderung Leben bedeutet, ist den beiden nie klar geworden.

Ich habe einen Schlussstrich gezogen, wie ich schon oft in der Versuchung war, es zu tun, bin aber noch in der Trauerphase. Es gibt keinen anderen Weg, außer ich würde mich ihrem Diktat unterwerfen, mich völlig aufgeben und mit medizinischer Hilfe wieder "normal" werden, was aber nur heißen könnte, mich zu einem willigen Sklaven machen zu lassen.

Meine Homepage habe ich nicht vom Netz genommen, habe aber alle wie gefordert getilgt, dafür aber auf der Startseite angemerkt, dass durch unter Drohung mit gerichtlichen Folgen durch meine Mutter und Schwester geschehen ist. Das wird ihnen nicht gefallen, können dagegen aber nichts unternehmen, weil ihre Namen ja nicht genannt werden.

Heute feiere ich mit meiner Frau unseren 20. Hochzeitstag. Meine Frau hat heute ein Buch begonnen, in dem sie sich mit ihrem Alkoholismus auseinandersetzt. Für uns beide beginnt heute ein neues Leben, und wir vertrauen darauf, dass es ein gutes wird.

Liebe Grüße in die Runde,

Nicoletta
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Anne-Mette
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Re: Wie findet Ihr das?

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
Heute feiere ich mit meiner Frau unseren 20. Hochzeitstag.
Zu diesem Feiertag wünsche ich alles Liebe und Gute ---)))

Meine VorrednerInnen haben zum anderen Thema eigentlich schon alles gesagt; fühl Dich auch von mir in den Arm genommen )))(:

Herzliche Grüße
Anne-Mette
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