Andrea — meine Erlebnisse - # 25
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Danke erstmal für die Glückwünsche! Damit habe ich an dieser Stelle gar nicht gerechnet, aber wenn ich schon den berühmten Wink mit dem Zaunpfahl gebe "¦
23.6.2015
Vor ein paar Tagen hatte ich bei einer Geburtstagsfeier eine (Bio-)Frau kennengelernt, die gern mal in die Oper gehen würde, aber nicht allein. So hatten wir uns für die heutige Vorstellung im Chemnitzer Opernhaus verabredet, für die wir ein Sonderangebot nutzen konnten: Zwei Karten zum Preis von einer, doch dazu später mehr!
Vormittags hatte ich zu Hause zu tun und dazu mein blaues Langarmshirt, einen blau-weiß gestreiften kurzen Rock, blaue Strumpfhosen und weinrote Hausschuhe angezogen (siehe Galerie BILD65). Zuerst nahm ich mir die Toilettenspülung vor, die nicht mehr das machte, was sie soll. Ein Loch in einer Dichtung glaubte ich als Ursache gefunden zu haben. Doch so etwas hatte ich nicht zu Hause. Da musste ich mal in einen Baumarkt am Rande der Stadt.
Kein Problem, ich war ja bereits geschminkt und bräuchte mir nur etwas anderes anzuziehen. Doch selbst darauf verzichtete ich, indem ich mir einfach meinen neuen blauen Mantel und schwarze Pumps anzog. Die blaue Stumpfhose passte da ganz gut dazu und das andere sah man ohnehin nicht.
Weil es schneller ging, beschloss ich, mit dem Bus zum Baumarkt zu fahren. An der Haltestelle traf ich einen jungen Mann, der einige Fragen zum Fahrplan hatte, die ich hoffentlich zu seiner Zufriedenheit beantworten konnte. Danach wollte der junge Mann wissen, ob er mal eine persönliche Frage stellen dürfe. "Ja, bitte", entgegnete ich und er fragte: "Kann es sein, dass Sie früher mal ein Kerl waren?" "Ja, das kann sein" antwortete ich. Das bin ich zwar auch heute mitunter noch, aber so weit wollte ich nicht ins Detail gehen. Daraufhin sagte der Mann: "Das sieht aber gut aus! Außer an der Stimme hätte ich das nie erkannt." Leider musste ich das Gespräch an dieser Stelle beenden, weil mein Bus kam. Nach diesem Erlebnis brauche ich die berühmte Frage, wer eventuell etwas gemerkt haben könnte, heute nicht zu stellen.
Im Baumarkt hatte ich nach einer kurzen Suche Dichtungen für Toilettenspülungen gefunden. Aber das war ein anderes Fabrikat, welches bei mir nicht passte. So blieb mir nichts anderes über, als ein komplettes Spülkastenventil zu nehmen.
Es war bereits Mittagszeit und ich beschloss, gleich neben dem Baumarkt an einem Imbissstand etwas zu essen. Dieser befindet sich in einer Holzhütte und bietet eine ganz ordentliche Auswahl an warmen Speisen, sodass man fast schon von einem kleinen Gasthaus sprechen könnte. Mein Problem dabei: Drinnen war es so warm, dass es blöd ausgesehen hätte, mich im Mantel dort hinzusetzen. Diesen abzulegen wollte ich aber vermeiden, weil ich darunter ja nur meine "Hausarbeitssachen" trug. Ich hab ihn dann aber doch ausgezogen, weil ich mir dachte, dass ja manche Biofrau noch weniger passend angezogen draußen herumläuft. Es hat dann auch niemand blöd geschaut.
Zu Hause war es dann eine Kleinigkeit, das Spülkastenventil zu wechseln. Jetzt funktioniert alles wieder perfekt.
Noch schnell einen anderen Einkauf erledigt, dann galt es, mich für den kulturellen Höhepunkt des Tages zurechtzumachen. Ich schminkte mich noch einmal neu und zog mein dunkelgrünes knielanges Kleid an, dazu hautfarbene Strumpfhosen, weiße Pumps und für draußen eine weiße Jacke darüber.
Inzwischen erreichte mich ein Anruf, dass meine Begleitung für die Oper erkrankt sei. Schade, aber da ich die Karten einmal hatte und die Aufführung in jeden Fall sehen wollte, machte ich mich allein nach Chemnitz auf den Weg.
Ich wartete noch etwa 20 Minuten vor dem Opernhaus und fragte die Leute, die hereinwollten, ob sie noch eine Karte bräuchten, aber die hatten alle bereits den Vorverkauf genutzt. Ein finanzieller Verlust war das für mich nicht, denn die zweite Karte gab"˜s ja gratis.
Heute stand "Der Graf von Luxemburg", eine Operette von Franz Lehár auf dem Spielplan: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Graf_von_Luxemburg Das Stück spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, was sich vor allem in den Kostümen widerspiegelte. Das heißt, es bot sich das hinlänglich bekannte Bild: Die Damen in schönen bunten Kleidern und die Herren im tristen schwarzen Einheitsfrack. Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, zeigte ein Blick auf die Kleidung der Besucher(innen).
Die Handlung, wie bei Operetten üblich, nicht sehr tiefgreifend, aber sonst ganz witzig. Dazu eine angenehm zu hörende Musik ohne besondere Glanzlichter. Mit anderen Worten: Für meine Begriffe ein Werk mit durchschnittlichen Qualitäten. Beifall gab es am Ende trotzdem reichlich.
Nach diesem sehr abwechslungsreichen Andrea-Tag war es fast ein wenig verwunderlich, dass auf der Heimfahrt nichts außergewöhnliches mehr passierte.
Danke erstmal für die Glückwünsche! Damit habe ich an dieser Stelle gar nicht gerechnet, aber wenn ich schon den berühmten Wink mit dem Zaunpfahl gebe "¦
23.6.2015
Vor ein paar Tagen hatte ich bei einer Geburtstagsfeier eine (Bio-)Frau kennengelernt, die gern mal in die Oper gehen würde, aber nicht allein. So hatten wir uns für die heutige Vorstellung im Chemnitzer Opernhaus verabredet, für die wir ein Sonderangebot nutzen konnten: Zwei Karten zum Preis von einer, doch dazu später mehr!
Vormittags hatte ich zu Hause zu tun und dazu mein blaues Langarmshirt, einen blau-weiß gestreiften kurzen Rock, blaue Strumpfhosen und weinrote Hausschuhe angezogen (siehe Galerie BILD65). Zuerst nahm ich mir die Toilettenspülung vor, die nicht mehr das machte, was sie soll. Ein Loch in einer Dichtung glaubte ich als Ursache gefunden zu haben. Doch so etwas hatte ich nicht zu Hause. Da musste ich mal in einen Baumarkt am Rande der Stadt.
Kein Problem, ich war ja bereits geschminkt und bräuchte mir nur etwas anderes anzuziehen. Doch selbst darauf verzichtete ich, indem ich mir einfach meinen neuen blauen Mantel und schwarze Pumps anzog. Die blaue Stumpfhose passte da ganz gut dazu und das andere sah man ohnehin nicht.
Weil es schneller ging, beschloss ich, mit dem Bus zum Baumarkt zu fahren. An der Haltestelle traf ich einen jungen Mann, der einige Fragen zum Fahrplan hatte, die ich hoffentlich zu seiner Zufriedenheit beantworten konnte. Danach wollte der junge Mann wissen, ob er mal eine persönliche Frage stellen dürfe. "Ja, bitte", entgegnete ich und er fragte: "Kann es sein, dass Sie früher mal ein Kerl waren?" "Ja, das kann sein" antwortete ich. Das bin ich zwar auch heute mitunter noch, aber so weit wollte ich nicht ins Detail gehen. Daraufhin sagte der Mann: "Das sieht aber gut aus! Außer an der Stimme hätte ich das nie erkannt." Leider musste ich das Gespräch an dieser Stelle beenden, weil mein Bus kam. Nach diesem Erlebnis brauche ich die berühmte Frage, wer eventuell etwas gemerkt haben könnte, heute nicht zu stellen.
Im Baumarkt hatte ich nach einer kurzen Suche Dichtungen für Toilettenspülungen gefunden. Aber das war ein anderes Fabrikat, welches bei mir nicht passte. So blieb mir nichts anderes über, als ein komplettes Spülkastenventil zu nehmen.
Es war bereits Mittagszeit und ich beschloss, gleich neben dem Baumarkt an einem Imbissstand etwas zu essen. Dieser befindet sich in einer Holzhütte und bietet eine ganz ordentliche Auswahl an warmen Speisen, sodass man fast schon von einem kleinen Gasthaus sprechen könnte. Mein Problem dabei: Drinnen war es so warm, dass es blöd ausgesehen hätte, mich im Mantel dort hinzusetzen. Diesen abzulegen wollte ich aber vermeiden, weil ich darunter ja nur meine "Hausarbeitssachen" trug. Ich hab ihn dann aber doch ausgezogen, weil ich mir dachte, dass ja manche Biofrau noch weniger passend angezogen draußen herumläuft. Es hat dann auch niemand blöd geschaut.
Zu Hause war es dann eine Kleinigkeit, das Spülkastenventil zu wechseln. Jetzt funktioniert alles wieder perfekt.
Noch schnell einen anderen Einkauf erledigt, dann galt es, mich für den kulturellen Höhepunkt des Tages zurechtzumachen. Ich schminkte mich noch einmal neu und zog mein dunkelgrünes knielanges Kleid an, dazu hautfarbene Strumpfhosen, weiße Pumps und für draußen eine weiße Jacke darüber.
Inzwischen erreichte mich ein Anruf, dass meine Begleitung für die Oper erkrankt sei. Schade, aber da ich die Karten einmal hatte und die Aufführung in jeden Fall sehen wollte, machte ich mich allein nach Chemnitz auf den Weg.
Ich wartete noch etwa 20 Minuten vor dem Opernhaus und fragte die Leute, die hereinwollten, ob sie noch eine Karte bräuchten, aber die hatten alle bereits den Vorverkauf genutzt. Ein finanzieller Verlust war das für mich nicht, denn die zweite Karte gab"˜s ja gratis.
Heute stand "Der Graf von Luxemburg", eine Operette von Franz Lehár auf dem Spielplan: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Graf_von_Luxemburg Das Stück spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, was sich vor allem in den Kostümen widerspiegelte. Das heißt, es bot sich das hinlänglich bekannte Bild: Die Damen in schönen bunten Kleidern und die Herren im tristen schwarzen Einheitsfrack. Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, zeigte ein Blick auf die Kleidung der Besucher(innen).
Die Handlung, wie bei Operetten üblich, nicht sehr tiefgreifend, aber sonst ganz witzig. Dazu eine angenehm zu hörende Musik ohne besondere Glanzlichter. Mit anderen Worten: Für meine Begriffe ein Werk mit durchschnittlichen Qualitäten. Beifall gab es am Ende trotzdem reichlich.
Nach diesem sehr abwechslungsreichen Andrea-Tag war es fast ein wenig verwunderlich, dass auf der Heimfahrt nichts außergewöhnliches mehr passierte.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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MEL
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Moin Andrea
und meinen allerherzlichsten Glückwunsch nachträglich!!!
Wünsche Dir vor allen Dingen Gesundheit und dass Du uns noch viele Jahre mit deinen Erlebnisberichten
hier unterhälst und damit vielen vor Augen führst, wie normal das (Aus-)Leben der femininen Seite doch sein kann.
Und bezogen auf deine aktuelle Schilderung ... selbst das Handwerkliche erledigt hier "Frau" mit links!
Einfach Klasse, weiter so und
ganz liebe Grüße
MEL
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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27.6.2015
Heute nahm ich mir etwas Zeit, mal wieder ein neues Outfit zusammenzustellen. Das Ergebnis: kniebedeckender violett-schwarz karierter Rock, weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhose, weiße Pumps und darüber meine weiße Jacke. Na ja, bis auf den Rock war es doch nicht so neu. Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass der Rock einigen bekannt vorkommen dürfte (siehe Bild unten).
So habe ich dann erst einmal die Einkäufe fürs Wochenende erledigt. In einen Laden ist auch meine Tochter wieder mitgekommen. Zu Hause gab es dann auch noch einiges zu tun. Meinen Einkaufstag habe ich am späten Nachmittag in Chemnitz fortgesetzt. Dort sind zahlreiche Geschäfte länger geöffnet. Eigentlich habe ich in einer Buchhandlung nur nach einem bestimmten Buch gesucht und bin auch schnell fündig geworden. Zwischendurch entstand das weiter oben bereits erwähnte Foto:
Damit sich die Fahrt nach Chemnitz auch lohne, hatte ich mir darüber hinaus vorgenommen, wieder mal Sachsenmeyers Kabarettkiste zu besuchen. Von vergangenen Vorstellungen wusste ich, dass die Nachfrage dort sich sehr in Grenzen hält. Ich verzichtete deshalb auf eine Kartenvorbestellung und sah meine Vermutung bestätigt: Ganze 12 Leute wollten die Vorstellung sehen.
Außer mir war noch eine andere Frau dabei, die einen Rock trug. Diese fiel mir nicht nur deshalb auf, weil sie der klassischen Damenbekleidung den Vorzug gab, sondern weil alles an ihrem Äußeren für meine Begriffe perfekt zusammenpasste. Schade, dass es nur wenige Frauen gibt, die dafür ein Gespür haben und das für sich persönlich auch umsetzen!
Zurück zum Kabarett: Das heutige Programm nannte sich "Er-Volks-Typen". Der Bogen spannte sich dabei von diversen Wortspielen mit den Begriffen Volk und Erfolg, verschiedenen Typen von Menschen mit mehr oder weniger Erfolg im Leben bis hin zu den Erfolgsaussichten ganzer Völkerstämme.
Das Ganze baute auf vielerlei Klischees und Vorurteile, auch und vor allem zwischen den Geschlechtern. Das hätte gerade aus unserer Sicht viel Stoff für Diskussionen gegeben. Doch im Kabarett geht es ja darum, über solche Dinge auch zu lachen und das konnte ich reichlich.
Doch was mir dabei auffiel: Vor einiger Zeit hätte ich so eine Vorstellung eher abstoßend empfunden, weil "Sachsenmeyer" mit seiner Ein-Mann-Show ein (klischeehaftes) Männerbild auf der Bühne verkörpert, mit dem ich mich ganz und gar nicht identifizieren konnte und kann. Heute sehe ich das gelassener: In der weiblichen Rolle kann ich sicher sein, dass niemand erwartet, dass ich diesem Bild entspreche. Und zu den angesprochenen weiblichen Klischees stehe ich, so sie auf mich zutreffen.
Nach der Vorstellung trat ich zufrieden und entspannt die Heimfahrt an.
28.6.2015
Ein vollkommen unspektakulärer "Hausarbeitstag". Das Outfit dazu hatte ich zu solchen Gelegenheiten schon mehrfach getragen: blaues Langarmshirt, blau-weiß gestreifter kurzer Rock, blaue Strumpfhose und weinrote Hausschuhe (siehe Galerie BILD65). Für einige kurze "Ausflüge" in den Garten zog ich meine schwarzen Sandaletten an. Nachbarn waren keine draußen, die mich hätten sehen können.
Einen großen Teil des Tages verbrachte ich mit Aufräumarbeiten, die ich schon lange vor mir herschob. Mehr gäbe es dazu nicht zu berichten.
27.6.2015
Heute nahm ich mir etwas Zeit, mal wieder ein neues Outfit zusammenzustellen. Das Ergebnis: kniebedeckender violett-schwarz karierter Rock, weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhose, weiße Pumps und darüber meine weiße Jacke. Na ja, bis auf den Rock war es doch nicht so neu. Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass der Rock einigen bekannt vorkommen dürfte (siehe Bild unten).
So habe ich dann erst einmal die Einkäufe fürs Wochenende erledigt. In einen Laden ist auch meine Tochter wieder mitgekommen. Zu Hause gab es dann auch noch einiges zu tun. Meinen Einkaufstag habe ich am späten Nachmittag in Chemnitz fortgesetzt. Dort sind zahlreiche Geschäfte länger geöffnet. Eigentlich habe ich in einer Buchhandlung nur nach einem bestimmten Buch gesucht und bin auch schnell fündig geworden. Zwischendurch entstand das weiter oben bereits erwähnte Foto:
Damit sich die Fahrt nach Chemnitz auch lohne, hatte ich mir darüber hinaus vorgenommen, wieder mal Sachsenmeyers Kabarettkiste zu besuchen. Von vergangenen Vorstellungen wusste ich, dass die Nachfrage dort sich sehr in Grenzen hält. Ich verzichtete deshalb auf eine Kartenvorbestellung und sah meine Vermutung bestätigt: Ganze 12 Leute wollten die Vorstellung sehen.
Außer mir war noch eine andere Frau dabei, die einen Rock trug. Diese fiel mir nicht nur deshalb auf, weil sie der klassischen Damenbekleidung den Vorzug gab, sondern weil alles an ihrem Äußeren für meine Begriffe perfekt zusammenpasste. Schade, dass es nur wenige Frauen gibt, die dafür ein Gespür haben und das für sich persönlich auch umsetzen!
Zurück zum Kabarett: Das heutige Programm nannte sich "Er-Volks-Typen". Der Bogen spannte sich dabei von diversen Wortspielen mit den Begriffen Volk und Erfolg, verschiedenen Typen von Menschen mit mehr oder weniger Erfolg im Leben bis hin zu den Erfolgsaussichten ganzer Völkerstämme.
Das Ganze baute auf vielerlei Klischees und Vorurteile, auch und vor allem zwischen den Geschlechtern. Das hätte gerade aus unserer Sicht viel Stoff für Diskussionen gegeben. Doch im Kabarett geht es ja darum, über solche Dinge auch zu lachen und das konnte ich reichlich.
Doch was mir dabei auffiel: Vor einiger Zeit hätte ich so eine Vorstellung eher abstoßend empfunden, weil "Sachsenmeyer" mit seiner Ein-Mann-Show ein (klischeehaftes) Männerbild auf der Bühne verkörpert, mit dem ich mich ganz und gar nicht identifizieren konnte und kann. Heute sehe ich das gelassener: In der weiblichen Rolle kann ich sicher sein, dass niemand erwartet, dass ich diesem Bild entspreche. Und zu den angesprochenen weiblichen Klischees stehe ich, so sie auf mich zutreffen.
Nach der Vorstellung trat ich zufrieden und entspannt die Heimfahrt an.
28.6.2015
Ein vollkommen unspektakulärer "Hausarbeitstag". Das Outfit dazu hatte ich zu solchen Gelegenheiten schon mehrfach getragen: blaues Langarmshirt, blau-weiß gestreifter kurzer Rock, blaue Strumpfhose und weinrote Hausschuhe (siehe Galerie BILD65). Für einige kurze "Ausflüge" in den Garten zog ich meine schwarzen Sandaletten an. Nachbarn waren keine draußen, die mich hätten sehen können.
Einen großen Teil des Tages verbrachte ich mit Aufräumarbeiten, die ich schon lange vor mir herschob. Mehr gäbe es dazu nicht zu berichten.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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30.6.2015
Noch ein Andrea-Tag, wie er für mich inzwischen fast alltäglich geworden ist: Zum sommerlich warmen Wetter gehörte natürlich ein entsprechendes Outfit. Ich holte ein buntes knielanges Sommerkleid aus dem Schrank, dazu dünne, hautfarbene Strumpfhosen und weiße Sandaletten. So habe ich vormittags einige Einkäufe in meiner Heimatstadt erledigt und anschließend im Bistro eines Einkaufszentrums etwas zu Mittag gegessen. Hier bin ich als Andrea schon fast Stammgast und es würde mich wundern, wenn ich hier noch nicht vom Sehen bekannt wäre.
Nachmittags hatte ich einen Termin bei meiner Therapeutin in Chemnitz. Danach musste ich mir wetterbedingt erst einmal in einer Eisdiele etwas Kühles gönnen. Und da ich einmal in Chemnitz war, bot es sich an, gleich noch beim TS-Gesprächskreis im "different people" vorbeizuschauen.
Es gab nette Gespräche dort. Auf der Heimfahrt hatten sich die Temperaturen auf angenehme Werte abgekühlt. Da fühlte ich mich gleich noch mal so wohl.
30.6.2015
Noch ein Andrea-Tag, wie er für mich inzwischen fast alltäglich geworden ist: Zum sommerlich warmen Wetter gehörte natürlich ein entsprechendes Outfit. Ich holte ein buntes knielanges Sommerkleid aus dem Schrank, dazu dünne, hautfarbene Strumpfhosen und weiße Sandaletten. So habe ich vormittags einige Einkäufe in meiner Heimatstadt erledigt und anschließend im Bistro eines Einkaufszentrums etwas zu Mittag gegessen. Hier bin ich als Andrea schon fast Stammgast und es würde mich wundern, wenn ich hier noch nicht vom Sehen bekannt wäre.
Nachmittags hatte ich einen Termin bei meiner Therapeutin in Chemnitz. Danach musste ich mir wetterbedingt erst einmal in einer Eisdiele etwas Kühles gönnen. Und da ich einmal in Chemnitz war, bot es sich an, gleich noch beim TS-Gesprächskreis im "different people" vorbeizuschauen.
Es gab nette Gespräche dort. Auf der Heimfahrt hatten sich die Temperaturen auf angenehme Werte abgekühlt. Da fühlte ich mich gleich noch mal so wohl.
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Anne-Mette
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Guten Abend liebe Andrea,
Dabei "erwischt" Du fast alle Aspekte: Kultur und Musik, ein wenig Landes- oder Erdkunde, (Zeit)Geschichte, Andreas Alltag, passende Bekleidung - und auch ganz persönliche Erlebnisse und Gefühle kommen nicht zu kurz.
Dafür möchte ich Dir danken
Herzliche Grüße
Anne-Mette
Das macht Deine Berichte aber nicht uninteressanter, sondern ich freue mich immer wieder darüberwie er für mich inzwischen fast alltäglich geworden ist
Dabei "erwischt" Du fast alle Aspekte: Kultur und Musik, ein wenig Landes- oder Erdkunde, (Zeit)Geschichte, Andreas Alltag, passende Bekleidung - und auch ganz persönliche Erlebnisse und Gefühle kommen nicht zu kurz.
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Inga
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo, Andrea,
Deine Berichte lese ich immer wieder gerne.
Jetzt bin ich aber besonders über zwei Sätze aus deinem Bericht vom Kabarettbesuch gestolpert. Du schriebst
"In der weiblichen Rolle kann ich sicher sein, dass niemand erwartet, dass ich diesem [klischeehaften Männer-]Bild entspreche. Und zu den angesprochenen weiblichen Klischees stehe ich, so sie auf mich zutreffen. "
Das finde ich einen durchaus spannenden Aspekt fürs CrossDressing.
Und übrigens: Das Outfit mit dem violett-schwarz-karierte Rock steht dir gut.
Liebe Grüße
Inga
Deine Berichte lese ich immer wieder gerne.
Jetzt bin ich aber besonders über zwei Sätze aus deinem Bericht vom Kabarettbesuch gestolpert. Du schriebst
"In der weiblichen Rolle kann ich sicher sein, dass niemand erwartet, dass ich diesem [klischeehaften Männer-]Bild entspreche. Und zu den angesprochenen weiblichen Klischees stehe ich, so sie auf mich zutreffen. "
Das finde ich einen durchaus spannenden Aspekt fürs CrossDressing.
Und übrigens: Das Outfit mit dem violett-schwarz-karierte Rock steht dir gut.
Liebe Grüße
Inga
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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4.7.2015
Für das Wochenende sagte der Wetterbericht eine Rekordhitze voraus - für mich kein Grund, aufs Crossdressing zu verzichten. Es kommt nur auf die passende Bekleidung an und da hat frau doch reichlich Auswahl!
Vormittags hatte ich Besuch von jemandem, dem ich meine weibliche Seite noch nicht präsentieren wollte. Danach begann ich aber sofort mit der Verwandlung. Ich zog mein knöchellanges blau-weißes Sommerkleid und weiße Sandaletten an. Auf Strumpfhosen verzichtete ich ausnahmsweise, dafür lackierte ich die Fußnägel rot und die Fingernägel sowieso.
Kurz vor Mittag war ich mit Schminken fertig und konnte draußen Wäsche aufhängen und ein paar Einkäufe tätigen. Das Thermometer zeigte da bereits 35-°C. Das ist mein persönlicher Hitzerekord im weiblichen Outfit, aber das Kleid wedelte beim Gehen zumindest unten herum ein wenig Kühle zu. Die Frauen, die ich sah, waren auch alle "luftig" gekleidet, währen die meisten Männer keine rechte Alternative zu langen dunklen Hosen gefunden hatten. Genauso erging es mir noch am Vortag, als ich im Männermodus bei "nur" 30-°C deutlich mehr schwitzte.
Nachmittags beim Abnehmen der Wäsche herrschten bereits 38-°C, doch das war nach wenigen Minuten überstanden. Im Haus war es noch einigermaßen erträglich und ich hatte mir auch nur wenig anstrengende Tätigkeiten vorgenommen.
Kurioserweise fing ich abends, als die Temperaturen allmählich wieder zurückgingen, doch merklich an zu schwitzen. Das Unangenehme daran ist ja, dass die Sachen dann am Körper zu "kleben" beginnen. Wäre das vielleicht doch mit einer dünnen glatten Strumpfhose zumindest unten herum zu verhindern gewesen? Jetzt war es zu spät dafür. Ich hätte sie gar nicht über meine verschwitzten Beine bekommen.
5.7.2015
Noch so ein Hitze-Tag, an dem ich versuchte, möglichst wenig das Haus zu verlassen. Ich zog ein erst vor kurzem gekauftes knielanges blaues Kleid an. Es ist ganz schlicht gehalten und deshalb für verschiedene Arbeiten zu Hause ganz gut geeignet. Auf Strumpfhosen verzichtete ich erneut, aber beim Schminken zog ich das volle Programm durch, um eventuell doch einmal das Haus verlassen zu können.
Ich hatte mir einige Aufräumarbeiten vorgenommen. Da es um eine etwas staubige "Ecke" ging, sah das Kleid danach entsprechend aus. Aber auch so etwas gehört zum Frausein, schließlich gibt es ja Waschmaschinen!
Am späten Nachmittag nach getaner Arbeit bin ich dann noch ein Eis essen gegangen. Dazu zog ich noch einmal das blau-weiße Kleid vom Vortag an.
Zum Abendessen ging ich mit meiner Tochter in den Garten. Die Sitzecke ist für Nachbarn nur schwer einsehbar. Obwohl es sich allmählich abkühlte, der gleiche Effekt wie am Vortag: Ich begann zu schwitzen. Im Großen und Ganzen aber habe ich die beiden Hitze-Tage ganz gut überstanden.
MEL hat geschrieben:Einfach Klasse, weiter so "¦
Anne-Mette hat geschrieben:Das macht Deine Berichte aber nicht uninteressanter, sondern ich freue mich immer wieder darüber
Danke euch allen für die Komplimente und netten Anmerkungen!Inga hat geschrieben:Deine Berichte lese ich immer wieder gerne. "¦ Und übrigens: Das Outfit mit dem violett-schwarz-karierten Rock steht dir gut.
4.7.2015
Für das Wochenende sagte der Wetterbericht eine Rekordhitze voraus - für mich kein Grund, aufs Crossdressing zu verzichten. Es kommt nur auf die passende Bekleidung an und da hat frau doch reichlich Auswahl!
Vormittags hatte ich Besuch von jemandem, dem ich meine weibliche Seite noch nicht präsentieren wollte. Danach begann ich aber sofort mit der Verwandlung. Ich zog mein knöchellanges blau-weißes Sommerkleid und weiße Sandaletten an. Auf Strumpfhosen verzichtete ich ausnahmsweise, dafür lackierte ich die Fußnägel rot und die Fingernägel sowieso.
Kurz vor Mittag war ich mit Schminken fertig und konnte draußen Wäsche aufhängen und ein paar Einkäufe tätigen. Das Thermometer zeigte da bereits 35-°C. Das ist mein persönlicher Hitzerekord im weiblichen Outfit, aber das Kleid wedelte beim Gehen zumindest unten herum ein wenig Kühle zu. Die Frauen, die ich sah, waren auch alle "luftig" gekleidet, währen die meisten Männer keine rechte Alternative zu langen dunklen Hosen gefunden hatten. Genauso erging es mir noch am Vortag, als ich im Männermodus bei "nur" 30-°C deutlich mehr schwitzte.
Nachmittags beim Abnehmen der Wäsche herrschten bereits 38-°C, doch das war nach wenigen Minuten überstanden. Im Haus war es noch einigermaßen erträglich und ich hatte mir auch nur wenig anstrengende Tätigkeiten vorgenommen.
Kurioserweise fing ich abends, als die Temperaturen allmählich wieder zurückgingen, doch merklich an zu schwitzen. Das Unangenehme daran ist ja, dass die Sachen dann am Körper zu "kleben" beginnen. Wäre das vielleicht doch mit einer dünnen glatten Strumpfhose zumindest unten herum zu verhindern gewesen? Jetzt war es zu spät dafür. Ich hätte sie gar nicht über meine verschwitzten Beine bekommen.
5.7.2015
Noch so ein Hitze-Tag, an dem ich versuchte, möglichst wenig das Haus zu verlassen. Ich zog ein erst vor kurzem gekauftes knielanges blaues Kleid an. Es ist ganz schlicht gehalten und deshalb für verschiedene Arbeiten zu Hause ganz gut geeignet. Auf Strumpfhosen verzichtete ich erneut, aber beim Schminken zog ich das volle Programm durch, um eventuell doch einmal das Haus verlassen zu können.
Ich hatte mir einige Aufräumarbeiten vorgenommen. Da es um eine etwas staubige "Ecke" ging, sah das Kleid danach entsprechend aus. Aber auch so etwas gehört zum Frausein, schließlich gibt es ja Waschmaschinen!
Am späten Nachmittag nach getaner Arbeit bin ich dann noch ein Eis essen gegangen. Dazu zog ich noch einmal das blau-weiße Kleid vom Vortag an.
Zum Abendessen ging ich mit meiner Tochter in den Garten. Die Sitzecke ist für Nachbarn nur schwer einsehbar. Obwohl es sich allmählich abkühlte, der gleiche Effekt wie am Vortag: Ich begann zu schwitzen. Im Großen und Ganzen aber habe ich die beiden Hitze-Tage ganz gut überstanden.
Viele Grüße
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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6.7.2015
Für meinen nächsten Bericht muss ich ein wenig ausholen. Wie ich an anderer Stelle schrieb, zeigte meine Exfrau bisher keinerlei Verständnis für unsere Sache. Auch fast ein Jahr nach meinem Outing hat sich meines Erachtens daran nichts geändert. Ich hatte seitdem immer ein ungutes Gefühl, wenn ich als Andrea in meiner Heimatstadt unterwegs war, weil ich nicht abschätzen konnte, wie meine Exfrau bei einer möglichen Begegnung reagieren würde.
Irgendwie schien sie es aber vor Neugier nicht mehr auszuhalten. Bei einem Besuch vor einigen Wochen bei mir zu Hause sagte sie, ich solle doch schnell mal die (Damen-)Sachen anziehen, damit sie es wenigstens einmal sehen könne. Das lehnte ich natürlich ab, weil ich mich nur noch komplett verwandle. Zum Glück war meine Exfrau damit einverstanden, das bei einer passenden Gelegenheit nachzuholen und sagte auch zu, bei einer möglichen Begegnung nicht ausfallend zu reagieren. Danach konnte ich mich wieder ein wenig entspannter als Andrea draußen bewegen.
Angesichts der Hitze der vergangenen Tage fragte mich meine Exfrau, ob sie einen Sonnenschirm bekommen könne, den ich nicht mehr benötige. Das war die Gelegenheit einer "leibhaftigen" Begegnung, denn sie wollte den Schirm heute Vormittag abholen und ich hatte unabhängig davon wieder einen Andrea-Tag geplant.
Als Outfit wählte ich etwas ganz schlichtes: Rote lange Hosen, weißes Shirt mit schwarzen Blumenmotiven, weiße Sandaletten. Auf Strumpfhosen verzichtete ich. Dadurch kamen meine rot lackierten Fußnägel schön zur Geltung. Natürlich habe ich mich auch zeitig geschminkt, damit ich vor dieser besonderen Begegnung komplett bin.
Als es an der Haustür klingelte, nahm ich den Sonnenschirm und öffnete. Meine Exfrau schien etwas erschrocken, kam schnell herein und schloss die Haustür hinter sich: "Ich dachte, du betätigst den Türöffner, damit ich hochkommen kann. Wenn dich hier jemand so sieht!" Ich versuchte ihr klarzumachen, dass mich so schon viel mehr Leute gesehen haben, als sie annimmt. Mit etwas missmutigen Blick nahm sie den Sonnenschirm, bedankte sich kurz dafür und verließ das Haus, ohne eine Bemerkung zu meinem Outfit. Dass diese Begegnung so schnell zu Ende war, hätte ich nicht gedacht, aber es war mir nicht unrecht.
Danach erledigte ich einige Einkäufe und musste dabei in einem Einkaufszentrum auf die Toilette. Den Schlüssel dafür gab es am Verkaufsstand gegenüber. Natürlich hatte ich kein Problem, danach zu fragen, aber würde die Verkäuferin mich "richtig" einordnen und mir den "richtigen" Schlüssel geben? Meine Sorge war unbegründet: Die beiden Schlüssel sollten jeweils an beiden Türen passen.
Nachmittags hatte ich einen Termin bei meiner Therapeutin. Als ich an ihrer Praxis in Chemnitz ankam, stand ich vor verschlossener Tür. Wie sich herausstellte, stand meine Therapeutin im Stau. Sie versuchte zwar, mich zu Hause anzurufen, aber da war ich bereits unterwegs. Kurz bevor ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause fuhr, entstand noch ein Foto vor dem sogenannten Klapperbrunnen am Chemnitzer Busbahnhof:
Abends fiel mir ein, dass demnächst meine BahnCard abläuft und ich bald eine neue zugeschickt bekomme. Ich dachte, dass es doch ganz vernünftig wäre, wenn künftig mein weiblicher Name draufstünde, weil ich zu 90% als Andrea unterwegs bin. Ich erinnerte mich, dass es möglich sein soll, online die persönlichen Daten zu ändern. Anschrift, Bankverbindung und sogar die Anrede (Herr oder Frau) hätte ich so tatsächlich ändern können, aber nicht den Name.
Ich schickte daraufhin per E-Mail eine Anfrage an den BahnCardService der Deutschen Bahn mit der für meine Begriffe einfachen Frage, ob meine neue BahnCard mit dem Namen Andrea "¦ versehen werden könne, unter Übernahme meiner bis dahin gesammelten Bonuspunkte. Schnell erreichte mich daraufhin die Bestätigung, dass meine Anfrage unter der Bearbeitungsnummer soundso erfasst wurde und ich bald eine Antwort bekäme. Jetzt, da ich 6 Tage später diesen Bericht schreibe, ist noch keine Antwort eingetroffen. Das scheint wohl ein schwieriges Problem zu sein.
7.7.2015
Heute mal wieder ein ganz alltäglicher Andrea-Tag! Entsprechend dem angekündigten Wetter holte ich mein buntes Sommerkleid aus dem Schrank, dazu weiße Sandaletten und diesmal wieder dünne hautfarbene Strumpfhosen.
Einiges hatte ich in der Stadt zu erledigen. Dabei ist mir aufgefallen, dass auch erstaunlich viele andere Frauen schöne Sommerkleider trugen, aber keine einzige außer mir mit Strumpfhosen.
Da es offenbar noch kein Foto von mir in diesem Outfit gibt, ließ ich von meiner Tochter im Garten eins anfertigen:
Der Rest des Tages blieb dann vorrangig der "Hausarbeit" vorbehalten.
Ansonsten bemerkte ich heute und in der Vergangenheit immer häufiger, dass Leute, die ich meist nicht einordnen kann (mein schlechtes Personengedächtnis), mich auf der Straße grüßen, wenn ich als Andrea in meiner Heimatstadt unterwegs bin. Ich nehme mal an, die kennen mich schon vom Sehen, schließlich bin ich ja oft nicht ganz unauffällig gekleidet.
Wenn das so weitergeht frage ich mich nur: Wann werde ich hier Stadtgespräch sein? Oder bin ich es bereits, ohne es zu merken?
6.7.2015
Für meinen nächsten Bericht muss ich ein wenig ausholen. Wie ich an anderer Stelle schrieb, zeigte meine Exfrau bisher keinerlei Verständnis für unsere Sache. Auch fast ein Jahr nach meinem Outing hat sich meines Erachtens daran nichts geändert. Ich hatte seitdem immer ein ungutes Gefühl, wenn ich als Andrea in meiner Heimatstadt unterwegs war, weil ich nicht abschätzen konnte, wie meine Exfrau bei einer möglichen Begegnung reagieren würde.
Irgendwie schien sie es aber vor Neugier nicht mehr auszuhalten. Bei einem Besuch vor einigen Wochen bei mir zu Hause sagte sie, ich solle doch schnell mal die (Damen-)Sachen anziehen, damit sie es wenigstens einmal sehen könne. Das lehnte ich natürlich ab, weil ich mich nur noch komplett verwandle. Zum Glück war meine Exfrau damit einverstanden, das bei einer passenden Gelegenheit nachzuholen und sagte auch zu, bei einer möglichen Begegnung nicht ausfallend zu reagieren. Danach konnte ich mich wieder ein wenig entspannter als Andrea draußen bewegen.
Angesichts der Hitze der vergangenen Tage fragte mich meine Exfrau, ob sie einen Sonnenschirm bekommen könne, den ich nicht mehr benötige. Das war die Gelegenheit einer "leibhaftigen" Begegnung, denn sie wollte den Schirm heute Vormittag abholen und ich hatte unabhängig davon wieder einen Andrea-Tag geplant.
Als Outfit wählte ich etwas ganz schlichtes: Rote lange Hosen, weißes Shirt mit schwarzen Blumenmotiven, weiße Sandaletten. Auf Strumpfhosen verzichtete ich. Dadurch kamen meine rot lackierten Fußnägel schön zur Geltung. Natürlich habe ich mich auch zeitig geschminkt, damit ich vor dieser besonderen Begegnung komplett bin.
Als es an der Haustür klingelte, nahm ich den Sonnenschirm und öffnete. Meine Exfrau schien etwas erschrocken, kam schnell herein und schloss die Haustür hinter sich: "Ich dachte, du betätigst den Türöffner, damit ich hochkommen kann. Wenn dich hier jemand so sieht!" Ich versuchte ihr klarzumachen, dass mich so schon viel mehr Leute gesehen haben, als sie annimmt. Mit etwas missmutigen Blick nahm sie den Sonnenschirm, bedankte sich kurz dafür und verließ das Haus, ohne eine Bemerkung zu meinem Outfit. Dass diese Begegnung so schnell zu Ende war, hätte ich nicht gedacht, aber es war mir nicht unrecht.
Danach erledigte ich einige Einkäufe und musste dabei in einem Einkaufszentrum auf die Toilette. Den Schlüssel dafür gab es am Verkaufsstand gegenüber. Natürlich hatte ich kein Problem, danach zu fragen, aber würde die Verkäuferin mich "richtig" einordnen und mir den "richtigen" Schlüssel geben? Meine Sorge war unbegründet: Die beiden Schlüssel sollten jeweils an beiden Türen passen.
Nachmittags hatte ich einen Termin bei meiner Therapeutin. Als ich an ihrer Praxis in Chemnitz ankam, stand ich vor verschlossener Tür. Wie sich herausstellte, stand meine Therapeutin im Stau. Sie versuchte zwar, mich zu Hause anzurufen, aber da war ich bereits unterwegs. Kurz bevor ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause fuhr, entstand noch ein Foto vor dem sogenannten Klapperbrunnen am Chemnitzer Busbahnhof:
Abends fiel mir ein, dass demnächst meine BahnCard abläuft und ich bald eine neue zugeschickt bekomme. Ich dachte, dass es doch ganz vernünftig wäre, wenn künftig mein weiblicher Name draufstünde, weil ich zu 90% als Andrea unterwegs bin. Ich erinnerte mich, dass es möglich sein soll, online die persönlichen Daten zu ändern. Anschrift, Bankverbindung und sogar die Anrede (Herr oder Frau) hätte ich so tatsächlich ändern können, aber nicht den Name.
Ich schickte daraufhin per E-Mail eine Anfrage an den BahnCardService der Deutschen Bahn mit der für meine Begriffe einfachen Frage, ob meine neue BahnCard mit dem Namen Andrea "¦ versehen werden könne, unter Übernahme meiner bis dahin gesammelten Bonuspunkte. Schnell erreichte mich daraufhin die Bestätigung, dass meine Anfrage unter der Bearbeitungsnummer soundso erfasst wurde und ich bald eine Antwort bekäme. Jetzt, da ich 6 Tage später diesen Bericht schreibe, ist noch keine Antwort eingetroffen. Das scheint wohl ein schwieriges Problem zu sein.
7.7.2015
Heute mal wieder ein ganz alltäglicher Andrea-Tag! Entsprechend dem angekündigten Wetter holte ich mein buntes Sommerkleid aus dem Schrank, dazu weiße Sandaletten und diesmal wieder dünne hautfarbene Strumpfhosen.
Einiges hatte ich in der Stadt zu erledigen. Dabei ist mir aufgefallen, dass auch erstaunlich viele andere Frauen schöne Sommerkleider trugen, aber keine einzige außer mir mit Strumpfhosen.
Da es offenbar noch kein Foto von mir in diesem Outfit gibt, ließ ich von meiner Tochter im Garten eins anfertigen:
Der Rest des Tages blieb dann vorrangig der "Hausarbeit" vorbehalten.
Ansonsten bemerkte ich heute und in der Vergangenheit immer häufiger, dass Leute, die ich meist nicht einordnen kann (mein schlechtes Personengedächtnis), mich auf der Straße grüßen, wenn ich als Andrea in meiner Heimatstadt unterwegs bin. Ich nehme mal an, die kennen mich schon vom Sehen, schließlich bin ich ja oft nicht ganz unauffällig gekleidet.
Wenn das so weitergeht frage ich mich nur: Wann werde ich hier Stadtgespräch sein? Oder bin ich es bereits, ohne es zu merken?
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Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Kerstin
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea
Chices Kleid - steht dir gut:)
Wegen den "Stadtgespräch" würde ich mir keine Sorgen machen. Hier in der Gegend gibt es noch eine zweite "Transe" - bis jetzt hat mich noch keiner darauf angesprochen.
LG Kerstin
Chices Kleid - steht dir gut:)
Wegen den "Stadtgespräch" würde ich mir keine Sorgen machen. Hier in der Gegend gibt es noch eine zweite "Transe" - bis jetzt hat mich noch keiner darauf angesprochen.
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Magdalena
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
wie immer sind Deine Berichte gut geschrieben. Auch Dein Kleid sieht gut aus. Es steht Dir. Da ich so gut wie nie mit der Bahn fahre, bin ich dennoch gespannt, wie die Bahn auf Deine Anfrage reagiert. Ich hatte mal gelesen, ist aber schon lange her, dass die Bahncard nur in Verbindung mit einem güligen Dokoment zu den Ermäßigungen berechtigt? Selbst bin mit dem Auto unterwegs. So auch in meinem letzten Urlaub.
Viele Grüße Magdalena
wie immer sind Deine Berichte gut geschrieben. Auch Dein Kleid sieht gut aus. Es steht Dir. Da ich so gut wie nie mit der Bahn fahre, bin ich dennoch gespannt, wie die Bahn auf Deine Anfrage reagiert. Ich hatte mal gelesen, ist aber schon lange her, dass die Bahncard nur in Verbindung mit einem güligen Dokoment zu den Ermäßigungen berechtigt? Selbst bin mit dem Auto unterwegs. So auch in meinem letzten Urlaub.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Inga
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo, Andrea,
sorry, wenn ich jetzt nicht alles kommentiere. Soviel aber:
Deine Blder zeigen dich in Kleidungsfragen einfach nur noch stilsicher und natürlich wirklend - ein überzeugendes Bild - einfach umwerfend!
Zu deiner BahnCard solte sich doch eine Lösung finden lassen - evtl. kann bei mehreren Namen das Zusammengehören zum aktuellen Personalausweis in Kombination mit dgti-ausweis erreicht werden.
Schaun wir mal, was der DB jetzt einfällt.
Liebe Grüße
Inga
sorry, wenn ich jetzt nicht alles kommentiere. Soviel aber:
Deine Blder zeigen dich in Kleidungsfragen einfach nur noch stilsicher und natürlich wirklend - ein überzeugendes Bild - einfach umwerfend!
Zu deiner BahnCard solte sich doch eine Lösung finden lassen - evtl. kann bei mehreren Namen das Zusammengehören zum aktuellen Personalausweis in Kombination mit dgti-ausweis erreicht werden.
Schaun wir mal, was der DB jetzt einfällt.
Liebe Grüße
Inga
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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9.7.2015
Beim Blick in die Spielpläne kleinerer Theater im Chemnitzer Raum stieß ich auf eine Aufführung von zwei einaktigen Opern von Giacomo Puccini: "Gianni Schicchi" und "Suor Angelica" (Schwester Angelica). Das Ganze fand im Theater Döbeln statt, der Spielstätte des Mittelsächsischen Theaters, die ich noch nicht kannte. Meine Verwunderung, warum es da nur eine einzige Vorstellung gab, war auf Nachfrage schnell geklärt: Es war praktisch das Abschlusskonzert einer Gruppe amerikanischer Gesangsstudent(inn)en, die zu einer Art Sommercamp in Sachsen weilten.
Die Stücke zählen sicher nicht zu den herausragenden der Opernliteratur, aber die Besonderheiten dieser Aufführung machten sie doch irgendwie interessant für mich. Daran änderte sich auch nichts, als "Gianni Schicchi" abgesagt wurde und stattdessen eine Auswahl bekannter Arien und Ensemblestücke aus Mozart-Opern erklingen sollten.
Doch zunächst begann der Tag wieder ganz alltäglich: Anziehen, Frühstück und Schminken. Ich hatte mich für ein Outfit entschieden, das ich erst kürzlich bei einem Kabarettbesuch trug: kniebedeckender violett-schwarz karierter Rock, weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhose und weiße Pumps. Unter anderem war ich so bei einem Schuster, ganze drei Häuser entfernt, um die Absätze meiner alten weißen Sandaletten erneuern zu lassen. Bisher war ich dort schon einige Male im Männermodus, zuletzt vor etwa einem halben Jahr. Ob er mich erkannt hat?
Für den Theaterbesuch habe ich nachmittags noch einmal mein Outfit gewechselt: kurzer rot-schwarz melierter Rock, terrakottafarbene Satinbluse, gemusterte schwarze Strumpfhosen, schwarze Pumps und draußen meinen schwarzen Blazer darüber. Kurz bevor ich gehen wollte, bemerkte ich ein Loch in der Strumpfhose. Bei einer anderen gefiel mir das Muster nicht. Also noch einen dritten Versuch! Fast wäre ich zu spät fertig gewesen.
Ich glaube, in diesem Theateroutfit bin ich an diesem Donnerstagnachmittag in meiner Heimatstadt doch ein wenig aufgefallen. Vielleicht hatte deshalb ein Mann in meinem Alter etwas genauer hingesehen und murmelte deutlich hörbar vor sich hin: "Ist diese Frau echt oder manipuliert?" Und dann an mich gewandt: "Entschuldigung, aber das sieht man bei Ihnen nicht genau." "Na, dann schauen Sie doch nochmal genauer hin", entgegnete ich darauf.
Wie gesagt, im Döbelner Theater war ich zum ersten Mal. Klein aber fein, würde ich meinen ersten Eindruck beschreiben. Und das Publikum durchaus festlicher gekleidet, als ich es in einem "Provinztheater" erwartet hatte. Allerdings kamen nur etwa 30 Leute zu dieser Sonderveranstaltung. Die Frau, die die Programme verkaufte, hatte deshalb genügend Zeit, gleich mal die nächste Saison näher vorzustellen.
Im ersten Teil erklangen, wie bereits erwähnt, einige bekannte Arien und Ensemblestücke aus Opern von Wolfgang A. Mozart. Es war den jungen Sängern und Sängerinnen anzusehen, dass sie mit viel Freude bei der Sache waren.
In zweiten Teil dann eine komplette einaktige Oper von Giacomo Puccini: "Suor Angelica" (Schwester Angelica). Sie spielt in einem Nonnenkloster und beschäftigt deshalb als Besonderheit nur weibliche Darsteller. Wegen der einmaligen Aufführung wurde natürlich ein wenig an der Ausstattung gespart: Nur improvisierte Kostüme und fast gar kein Bühnenbild. Dafür, dass sich das Ganze nur 4 bis 5 Meter entfernt von meinem Sitzplatz (in der 2.Reihe) abspielte, eine fast familiäre Atmosphäre. Auch hier waren die jungen Sängerinnen mit viel Eifer bei der Sache und wurden am Ende mit reichlich Beifall belohnt.
Musikalisch gehört "Suor Angelica" allerdings nicht zu meinen Favoriten. Aufgrund der Entstehungszeit (1918) ist es für mich, was klassische Musik betrifft, eher etwas grenzwertig. Ein schöner Theaterabend war es aber trotzdem und ich konnte mit einer Reihe neuer Eindrücke nach Hause fahren.
Kerstin hat geschrieben:Chices Kleid - steht dir gut
Magdalena hat geschrieben:wie immer sind Deine Berichte gut geschrieben. Auch Dein Kleid sieht gut aus. Es steht Dir.
Danke erst mal für die Komplimente! Wenn meine Stilsicherheit so ins Auge fällt, muss ich mir wohl noch einmal ernsthaft überlegen, auf Modegestalterin "umzusatteln".Inga hat geschrieben:Deine Bilder zeigen dich in Kleidungsfragen einfach nur noch stilsicher und natürlich wirkend - ein überzeugendes Bild - einfach umwerfend!
9.7.2015
Beim Blick in die Spielpläne kleinerer Theater im Chemnitzer Raum stieß ich auf eine Aufführung von zwei einaktigen Opern von Giacomo Puccini: "Gianni Schicchi" und "Suor Angelica" (Schwester Angelica). Das Ganze fand im Theater Döbeln statt, der Spielstätte des Mittelsächsischen Theaters, die ich noch nicht kannte. Meine Verwunderung, warum es da nur eine einzige Vorstellung gab, war auf Nachfrage schnell geklärt: Es war praktisch das Abschlusskonzert einer Gruppe amerikanischer Gesangsstudent(inn)en, die zu einer Art Sommercamp in Sachsen weilten.
Die Stücke zählen sicher nicht zu den herausragenden der Opernliteratur, aber die Besonderheiten dieser Aufführung machten sie doch irgendwie interessant für mich. Daran änderte sich auch nichts, als "Gianni Schicchi" abgesagt wurde und stattdessen eine Auswahl bekannter Arien und Ensemblestücke aus Mozart-Opern erklingen sollten.
Doch zunächst begann der Tag wieder ganz alltäglich: Anziehen, Frühstück und Schminken. Ich hatte mich für ein Outfit entschieden, das ich erst kürzlich bei einem Kabarettbesuch trug: kniebedeckender violett-schwarz karierter Rock, weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhose und weiße Pumps. Unter anderem war ich so bei einem Schuster, ganze drei Häuser entfernt, um die Absätze meiner alten weißen Sandaletten erneuern zu lassen. Bisher war ich dort schon einige Male im Männermodus, zuletzt vor etwa einem halben Jahr. Ob er mich erkannt hat?
Für den Theaterbesuch habe ich nachmittags noch einmal mein Outfit gewechselt: kurzer rot-schwarz melierter Rock, terrakottafarbene Satinbluse, gemusterte schwarze Strumpfhosen, schwarze Pumps und draußen meinen schwarzen Blazer darüber. Kurz bevor ich gehen wollte, bemerkte ich ein Loch in der Strumpfhose. Bei einer anderen gefiel mir das Muster nicht. Also noch einen dritten Versuch! Fast wäre ich zu spät fertig gewesen.
Ich glaube, in diesem Theateroutfit bin ich an diesem Donnerstagnachmittag in meiner Heimatstadt doch ein wenig aufgefallen. Vielleicht hatte deshalb ein Mann in meinem Alter etwas genauer hingesehen und murmelte deutlich hörbar vor sich hin: "Ist diese Frau echt oder manipuliert?" Und dann an mich gewandt: "Entschuldigung, aber das sieht man bei Ihnen nicht genau." "Na, dann schauen Sie doch nochmal genauer hin", entgegnete ich darauf.
Wie gesagt, im Döbelner Theater war ich zum ersten Mal. Klein aber fein, würde ich meinen ersten Eindruck beschreiben. Und das Publikum durchaus festlicher gekleidet, als ich es in einem "Provinztheater" erwartet hatte. Allerdings kamen nur etwa 30 Leute zu dieser Sonderveranstaltung. Die Frau, die die Programme verkaufte, hatte deshalb genügend Zeit, gleich mal die nächste Saison näher vorzustellen.
Im ersten Teil erklangen, wie bereits erwähnt, einige bekannte Arien und Ensemblestücke aus Opern von Wolfgang A. Mozart. Es war den jungen Sängern und Sängerinnen anzusehen, dass sie mit viel Freude bei der Sache waren.
In zweiten Teil dann eine komplette einaktige Oper von Giacomo Puccini: "Suor Angelica" (Schwester Angelica). Sie spielt in einem Nonnenkloster und beschäftigt deshalb als Besonderheit nur weibliche Darsteller. Wegen der einmaligen Aufführung wurde natürlich ein wenig an der Ausstattung gespart: Nur improvisierte Kostüme und fast gar kein Bühnenbild. Dafür, dass sich das Ganze nur 4 bis 5 Meter entfernt von meinem Sitzplatz (in der 2.Reihe) abspielte, eine fast familiäre Atmosphäre. Auch hier waren die jungen Sängerinnen mit viel Eifer bei der Sache und wurden am Ende mit reichlich Beifall belohnt.
Musikalisch gehört "Suor Angelica" allerdings nicht zu meinen Favoriten. Aufgrund der Entstehungszeit (1918) ist es für mich, was klassische Musik betrifft, eher etwas grenzwertig. Ein schöner Theaterabend war es aber trotzdem und ich konnte mit einer Reihe neuer Eindrücke nach Hause fahren.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
10.7.2014
Es ging wieder ganz alltäglich los: Anziehen, Frühstück und Schminken. Beim Outfit keine Veränderung zum Vortag: kniebedeckender violett-schwarz karierter Rock, weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhose und weiße Pumps. Da es draußen etwas kühler geworden war, zog ich noch meine weiße Jacke darüber.
Auf einige übliche Besorgungen am Vormittag möchte ich nicht näher eingehen.
Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg nach Zwickau. Ich wollte die Selbsthilfegruppe "Trans - Identität" besuchen und mich dort unter anderem mit meiner Freundin Emma treffen. Was ich nicht wusste: Das Treffen war wegen Krankheit abgesagt. Sollte da gleich die halbe Gruppe betroffen sein? Bei einem Krankheitsfall hätten die anderen sich doch trotzdem treffen können.
Wie dem auch sei: Als ich gerade um das Gebäude herumlief und nach dem Eingang suchte, passte mich meine Freundin Emma ab. Wir fuhren danach in die Zwickauer Innenstadt und machten dort unser privates Treffen, zuerst in einem Café, dann in einem Einkaufszentrum. Dort ist es mir gelungen, noch ein Paar schwarze Pumps zu erstehen. Wir haben natürlich auch über unsere nächsten Opernbesuche gesprochen. So wurde es doch noch ein netter Abend und die Fahrt nach Zwickau hatte sich für mich gelohnt. Emma brachte mich noch zum Bahnhof, wo wir uns verabschiedeten.
11.7.2014
Mein heutiges Outfit: roter kurzer enger Rock, weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, schwarze Strumpfhose und Pumps. Vormittags hatte ich noch einiges in meiner Heimatstadt zu erledigen. Nachmittags fuhr ich zusammen mit meiner Tochter noch einmal nach Chemnitz zum Einkaufen. Lang war unsere Einkaufsliste nicht, das heißt, eigentlich hatte nur meine Tochter eine. Ich habe nur in den Damenmodegeschäften geschaut, ob auch für mich etwas dabei wäre. Im Gegensatz zu meiner Tochter habe ich diesmal nichts Passendes gefunden. Na ja, die Läden waren auch nicht unbedingt für meine Altersgruppe.
Zuletzt gingen wir noch in eine Eisdiele, die gleiche, die wir schon bei unserem ersten gemeinsamen (Frauen-)Einkaufstag vor über einem Jahr besuchten.
12.7.2014
Heute wieder nur ein ganz simpler "Hausarbeitstag"! Ich zog dazu ein schlichtes knielanges blaues Kleid, dünne blaue Strumpfhosen und meine weinroten Hausschuhe an.
Zum Abschluss dieses Tages bzw. Wochenendes wollte ich eigentlich mit meiner Tochter im Garten grillen. Leider machte uns da das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Sonst gab es von diesem Wochenende nichts Besonderes zu berichten.
10.7.2014
Es ging wieder ganz alltäglich los: Anziehen, Frühstück und Schminken. Beim Outfit keine Veränderung zum Vortag: kniebedeckender violett-schwarz karierter Rock, weiße Bluse, hautfarbene Strumpfhose und weiße Pumps. Da es draußen etwas kühler geworden war, zog ich noch meine weiße Jacke darüber.
Auf einige übliche Besorgungen am Vormittag möchte ich nicht näher eingehen.
Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg nach Zwickau. Ich wollte die Selbsthilfegruppe "Trans - Identität" besuchen und mich dort unter anderem mit meiner Freundin Emma treffen. Was ich nicht wusste: Das Treffen war wegen Krankheit abgesagt. Sollte da gleich die halbe Gruppe betroffen sein? Bei einem Krankheitsfall hätten die anderen sich doch trotzdem treffen können.
Wie dem auch sei: Als ich gerade um das Gebäude herumlief und nach dem Eingang suchte, passte mich meine Freundin Emma ab. Wir fuhren danach in die Zwickauer Innenstadt und machten dort unser privates Treffen, zuerst in einem Café, dann in einem Einkaufszentrum. Dort ist es mir gelungen, noch ein Paar schwarze Pumps zu erstehen. Wir haben natürlich auch über unsere nächsten Opernbesuche gesprochen. So wurde es doch noch ein netter Abend und die Fahrt nach Zwickau hatte sich für mich gelohnt. Emma brachte mich noch zum Bahnhof, wo wir uns verabschiedeten.
11.7.2014
Mein heutiges Outfit: roter kurzer enger Rock, weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, schwarze Strumpfhose und Pumps. Vormittags hatte ich noch einiges in meiner Heimatstadt zu erledigen. Nachmittags fuhr ich zusammen mit meiner Tochter noch einmal nach Chemnitz zum Einkaufen. Lang war unsere Einkaufsliste nicht, das heißt, eigentlich hatte nur meine Tochter eine. Ich habe nur in den Damenmodegeschäften geschaut, ob auch für mich etwas dabei wäre. Im Gegensatz zu meiner Tochter habe ich diesmal nichts Passendes gefunden. Na ja, die Läden waren auch nicht unbedingt für meine Altersgruppe.
Zuletzt gingen wir noch in eine Eisdiele, die gleiche, die wir schon bei unserem ersten gemeinsamen (Frauen-)Einkaufstag vor über einem Jahr besuchten.
12.7.2014
Heute wieder nur ein ganz simpler "Hausarbeitstag"! Ich zog dazu ein schlichtes knielanges blaues Kleid, dünne blaue Strumpfhosen und meine weinroten Hausschuhe an.
Zum Abschluss dieses Tages bzw. Wochenendes wollte ich eigentlich mit meiner Tochter im Garten grillen. Leider machte uns da das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Sonst gab es von diesem Wochenende nichts Besonderes zu berichten.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Zunächst einmal eine kurze Information, wie das mit meiner BahnCard weiterging: Nach 8 Tagen bekam ich die Mitteilung, ich solle einen Nachweis meiner Namensänderung vorlegen. Daraufhin reichte ich eine Kopie meines dgti-Ausweises ein. Das führte erst mal zu der automatischen Antwort: "Uns erreichen zurzeit sehr viele Briefe und E-Mails, die wir nicht alle umgehend bearbeiten können. "¦ Wir bitten daher noch um etwas Geduld und werden uns schnellstmöglich wieder bei Ihnen melden."
Na wenn es ohne diese Mitteilung schon 8 Tage dauert "¦ Ich befürchtete schon, das wird bis September, wenn meine alte BahnCard abläuft, nichts mehr. Umso mehr staunte ich, als bereits wenige Stunden später die Antwort eintraf:
"Sehr geehrter Herr "¦,
vielen Dank, dass Sie uns über die Änderung Ihres Namens informiert haben.
Sie können Ihre aktuelle BahnCard auch weiterhin uneingeschränkt nutzen. Die Folgekarte stellen wir dann auf Ihren neuen Namen aus."
Ich schaute gleich mal online in meinem Profil nach und da stand tatsächlich mein weiblicher Name! Die falsche Anrede konnte ich selbst korrigieren. Jetzt warte ich noch, bis mir die neue Karte (wahrscheinlich im August) zugeschickt wird.
15.7.2014
Vor zwei Tagen rief (wieder einmal) meine Exfrau an und fragte, ob ich ihr bei einem technischen Problem helfen können. Gut, heute hätte ich Zeit, aber auch einen Andrea-Tag geplant. Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich jetzt eins von beiden verschoben. Diesmal aber sagte ich, dass ich nur als Andrea kommen könne. Notgedrungen (sonst hätte sie keine Hilfe bekommen) akzeptierte meine Exfrau dies. Ich befürchtete allerdings, dass sie bei dieser Gelegenheit wieder einmal ihren Unmut zum Ausdruck bringen würde, dass ich mich so auch vor der Tochter zeige.
So machte ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg zu ihrer Wohnung. Ich trug heute meinen knielangen Rock mit weiß-blauem Blumenmuster, eine hellblaue Bluse, hautfarbene Strumpfhosen, cremefarbene Sandaletten und darüber meine weiße Jacke.
Ein wenig überrascht hat mich die Reaktion dann doch: Es gab nämlich keine! Wie schon bei unserer letzten Begegnung wurde mein Outfit mit keinem einzigen Wort erwähnt, nur ihre Blicke konnte ich nicht so recht deuten.
So war ich mit all dem schneller fertig als gedacht und konnte eine Stunde eher nach Chemnitz fahren, wo ich noch einen Termin bei meiner Therapeutin hatte. Mir blieb dadurch vorher genügend Zeit, in einer Selbstbedienungsgaststätte etwas zu Mittag zu essen und ein wenig in Damenmodegeschäften zu stöbern.
Beim Essen wurde ich wieder einmal mit "junge Frau" angesprochen, als eine andere Frau sich an den gleichen Tisch setzen wollte. Beim anschließenden kurzen Einkaufsbummel konnte ich bei einem kniefreien blau gemusterten Sommerkleid nicht widerstehen. Ich kann mir vorstellen, dass ich das bereits in den nächsten Tagen einweihen kann, denn es wurde draußen immer wärmer. Nach dem Besuch bei meiner Therapeutin konnte ich die Jacke auslassen.
Ich fuhr wieder nach Hause, denn auch dort hatte ich noch einiges zu tun.
Zunächst einmal eine kurze Information, wie das mit meiner BahnCard weiterging: Nach 8 Tagen bekam ich die Mitteilung, ich solle einen Nachweis meiner Namensänderung vorlegen. Daraufhin reichte ich eine Kopie meines dgti-Ausweises ein. Das führte erst mal zu der automatischen Antwort: "Uns erreichen zurzeit sehr viele Briefe und E-Mails, die wir nicht alle umgehend bearbeiten können. "¦ Wir bitten daher noch um etwas Geduld und werden uns schnellstmöglich wieder bei Ihnen melden."
Na wenn es ohne diese Mitteilung schon 8 Tage dauert "¦ Ich befürchtete schon, das wird bis September, wenn meine alte BahnCard abläuft, nichts mehr. Umso mehr staunte ich, als bereits wenige Stunden später die Antwort eintraf:
"Sehr geehrter Herr "¦,
vielen Dank, dass Sie uns über die Änderung Ihres Namens informiert haben.
Sie können Ihre aktuelle BahnCard auch weiterhin uneingeschränkt nutzen. Die Folgekarte stellen wir dann auf Ihren neuen Namen aus."
Ich schaute gleich mal online in meinem Profil nach und da stand tatsächlich mein weiblicher Name! Die falsche Anrede konnte ich selbst korrigieren. Jetzt warte ich noch, bis mir die neue Karte (wahrscheinlich im August) zugeschickt wird.
15.7.2014
Vor zwei Tagen rief (wieder einmal) meine Exfrau an und fragte, ob ich ihr bei einem technischen Problem helfen können. Gut, heute hätte ich Zeit, aber auch einen Andrea-Tag geplant. Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich jetzt eins von beiden verschoben. Diesmal aber sagte ich, dass ich nur als Andrea kommen könne. Notgedrungen (sonst hätte sie keine Hilfe bekommen) akzeptierte meine Exfrau dies. Ich befürchtete allerdings, dass sie bei dieser Gelegenheit wieder einmal ihren Unmut zum Ausdruck bringen würde, dass ich mich so auch vor der Tochter zeige.
So machte ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg zu ihrer Wohnung. Ich trug heute meinen knielangen Rock mit weiß-blauem Blumenmuster, eine hellblaue Bluse, hautfarbene Strumpfhosen, cremefarbene Sandaletten und darüber meine weiße Jacke.
Ein wenig überrascht hat mich die Reaktion dann doch: Es gab nämlich keine! Wie schon bei unserer letzten Begegnung wurde mein Outfit mit keinem einzigen Wort erwähnt, nur ihre Blicke konnte ich nicht so recht deuten.
So war ich mit all dem schneller fertig als gedacht und konnte eine Stunde eher nach Chemnitz fahren, wo ich noch einen Termin bei meiner Therapeutin hatte. Mir blieb dadurch vorher genügend Zeit, in einer Selbstbedienungsgaststätte etwas zu Mittag zu essen und ein wenig in Damenmodegeschäften zu stöbern.
Beim Essen wurde ich wieder einmal mit "junge Frau" angesprochen, als eine andere Frau sich an den gleichen Tisch setzen wollte. Beim anschließenden kurzen Einkaufsbummel konnte ich bei einem kniefreien blau gemusterten Sommerkleid nicht widerstehen. Ich kann mir vorstellen, dass ich das bereits in den nächsten Tagen einweihen kann, denn es wurde draußen immer wärmer. Nach dem Besuch bei meiner Therapeutin konnte ich die Jacke auslassen.
Ich fuhr wieder nach Hause, denn auch dort hatte ich noch einiges zu tun.
Viele Grüße
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maia
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea!
Vielleicht hatt deine "Ex" geofft, dass Du diesen Termin im Frauenmodus wahrnimmst. Bei ersten Versuch mit dem Schirm war es ja anscheinend aus ihrer Sicht nicht ganz erfolgreich.
Das es kaum eine Reaktion gab, ist womöglich dem Umstand zu verdanken, dass sie die "Erscheinung" doch nicht so negativ empfand wie erwartet und sich deshalb diverse verbale Entgleisungen von selbst verboten. Ich bin eigentlich immer Optimist ...
Schöne Grüße
Maia
Vielleicht hatt deine "Ex" geofft, dass Du diesen Termin im Frauenmodus wahrnimmst. Bei ersten Versuch mit dem Schirm war es ja anscheinend aus ihrer Sicht nicht ganz erfolgreich.
Das es kaum eine Reaktion gab, ist womöglich dem Umstand zu verdanken, dass sie die "Erscheinung" doch nicht so negativ empfand wie erwartet und sich deshalb diverse verbale Entgleisungen von selbst verboten. Ich bin eigentlich immer Optimist ...
Schöne Grüße
Maia
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit zu jedem Thema etwas sagen zu müssen!" Teresa von Ãvila (1515-1582)