Wie lange geheim gehalten?
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Rosa4000
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Wie lange geheim gehalten?
hi!
Gibt es wen, der seine Klamotten (und sein Geheimis) so richtig lange vor Frau/Kindern/Umfeld verstecken konnte? Es heißt ja immer, irgendwann passiert es doch versehentlich, wenn man es nicht absichtlich macht - also Familie einweihen und die geheime Klamottenkiste zeigen.
Danke!
Gibt es wen, der seine Klamotten (und sein Geheimis) so richtig lange vor Frau/Kindern/Umfeld verstecken konnte? Es heißt ja immer, irgendwann passiert es doch versehentlich, wenn man es nicht absichtlich macht - also Familie einweihen und die geheime Klamottenkiste zeigen.
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Lina
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Lies doch die ganzen Schreckensberichte hier. Viele haben alles sogar 10-20 Jahre verstecken können. Nur, weshalb - was haben die davon gehabt?
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MEL
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Antwort:Lina hat geschrieben:Lies doch die ganzen Schreckensberichte hier. Viele haben alles sogar 10-20 Jahre verstecken können. Nur, weshalb - was haben die davon gehabt?
Jede Menge verlorene Jahre, in denen ich meine feminine Seite
Nicht so ausleben konnte wie ich es nun seit meinem outing (Dezember 2012)
und vor allem auch nun mit Unterstützung und in Begleitung meiner Frau tun kann!
Das sind gerade in meinem fortgeschrittenen Alter
Jahre und verpasste Erfahrungen,
die unwiederbringlich verloren sind.
Was gäbe ich drum, meine Frau eher ins Vertrauen gezogen .... Oder treffender,
Ihr mehr Vertrauen geschenkt und dazu ihre Reaktion auf diese Offenbarung
richtig eingeschätzt zu haben!!!
Aber andererseits bin ich auch glücklich, es nun mit gewissen Einschränkungen
so ausleben zu können, wie es mir und damit seelischen Gleichgewicht gut tut.
Hätte ja auch anders ausgehen können. So konnte ich Familie ( Erwachsene Kinder
sind ebenfalls im Bilde) und meine weibliche Seite unter einen Hut bringen
OHNE ein Schlechtes GEWISSEN haben zu müssen.
Schönen Sonntagabend und
LG. MEL
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exuserin-2017-01-16
Re: Wie lange geheim gehalten?
Wozu ? Ich bin froh das es die Familie weiß ! Das ist eine Erleichterung die kann man gar nicht beschreiben vom gemeinsamen Einkaufen und Probieren gar nicht zu reden .
Man muß das immer für sich selber abschätzen wie der Partner reagieren wird, erst mal spielerisch die Meinung ertasten und dann gucken was passiert.
Wenn man sich gerne hat und aufrichtig zusammen lebt, gibt es immer einen Weg ! Ansonsten war die Beziehung vorher schon nicht in Ordnung.
Gruß Uta
Man muß das immer für sich selber abschätzen wie der Partner reagieren wird, erst mal spielerisch die Meinung ertasten und dann gucken was passiert.
Wenn man sich gerne hat und aufrichtig zusammen lebt, gibt es immer einen Weg ! Ansonsten war die Beziehung vorher schon nicht in Ordnung.
Gruß Uta
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Hi Rosa,
ja klar, 12 Jahre. Dann wurden wir aus anderen Gründen geschieden. Aber warum fragst Du ?
Grüße
Vicky
ja klar, 12 Jahre. Dann wurden wir aus anderen Gründen geschieden. Aber warum fragst Du ?
Grüße
Vicky
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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s_Roeckchen
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Da ich "nur" Wäsche und Feinstrümpfe zu verstecken hatte, konnte ich alles recht gut verstecken. Nur vor Putztagen hatte ich Stress, den Kram doch mal kurz aus der Wohnung zu schaffen.
Man glaubt es nicht, daß dieser Eiertanz 15 Jahre funktionierte. Oberbekleidung kam dann mit ihrem Wissen und teilweise Beratung nach meinem Outing dazu.
Ich hätte gerne ein paar Jährchen früher meine "Karriere" begonnen, doch ist es müßig über die verloren Jahre zu trauern, ich nutze lieber meinen Freiraum den ich jetzt habe.
s'Röckchen
Man glaubt es nicht, daß dieser Eiertanz 15 Jahre funktionierte. Oberbekleidung kam dann mit ihrem Wissen und teilweise Beratung nach meinem Outing dazu.
Ich hätte gerne ein paar Jährchen früher meine "Karriere" begonnen, doch ist es müßig über die verloren Jahre zu trauern, ich nutze lieber meinen Freiraum den ich jetzt habe.
s'Röckchen
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
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Aurora Luna
Re: Wie lange geheim gehalten?
Hihi...3 Monate...ich wollte von Anfang an kein Geheimnis daraus machen, auch wenn es dadurch nicht einfacher und momentan unsere Ehe eine Zerreißprobe ist. Aber irgendwie wird das schon.... alle machen sich nur Sorgen um die Enkel also unsere Kinder.
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Lieschen
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Re: Wie lange geheim gehalten?
5 Wochen - seitdem hält unsere Partnerschaft/Ehe nun schon 39 Jahre.
Lieschen
Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
lieschen-77ätgmx.de
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Sheila
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Huhu Ihr alle!
Bis vor 1 1/2 Jahren wußte keiner von Sheila... Unterm Strich habe ich Mädels - Klamotten also ca. 15 Jahre versteckt.... Erst vor Eltern dann vor Freundin(nen). Heute ist das anders, lasse mich gerne auch beraten, wenn's um's Styling-Fragen geht
Lebt sich schon besser, so wie's jetzt ist.
Liebe Grüße,
S h e i l a
Quelle: http://up.picr.de/21907654ez.jpg
Bis vor 1 1/2 Jahren wußte keiner von Sheila... Unterm Strich habe ich Mädels - Klamotten also ca. 15 Jahre versteckt.... Erst vor Eltern dann vor Freundin(nen). Heute ist das anders, lasse mich gerne auch beraten, wenn's um's Styling-Fragen geht
Lebt sich schon besser, so wie's jetzt ist.
Liebe Grüße,
Quelle: http://up.picr.de/21907654ez.jpg-
Exuserin-2015-08-11
Re: Wie lange geheim gehalten?
Ich brauchte auch sehr lange circa 35 Jahre .Nun da ich einen eigenen Schrank besitze geht es zufriedendstellend .Gruss
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Aria
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Ich weiss nicht wie lange ich es vor ihr geheim gehalten hätte, wäre es nicht zum unfreiwilligen Outing gekommen.
Sie fand meine Sachen als sie bei mir alleine zuhause war. Sie reagierte darauf ziemlich gelassen und wollte mich
dann auch gleich in den Klamotten sehen. Das war mir natürlich sehr unangenehm, doch meine Angst davor war unbegründet.
Doch mal angenommen, es wäre nicht so gekommen, wie es kam. Wie lange hätte ich mit dem Outing gewartet. Sicher nicht ewig,
dessen bin ich mir bewusst. Ich denke, ich hätte versucht durch geschickte Fragestellung ihre Einstellung dazu zu erfahren. Und
wenn diese gepasst hätte ihr auch davon erzählt. Doch was wäre, wenn ihre Einstellung dazu nicht gepasst hätte? Was hätte ich
dann gemacht? Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich so lange geheim gehalten, bis ich erwischt worden wäre oder der Druck zu groß
geworden wäre und ich es ihr schlussendlich hätte doch beichten müssen.
Was wäre das für eine Zwickmühle gewesen, damit zu rechnen, dass man wahrscheinlich die Frau verliert, die man liebt, nur weil
man nicht mehr länger verheimlichen kann, was man ebenfalls liebt. Von daher kann ich gut verstehen, wenn jemand es seiner Freundin/Frau
nicht sagen kann, weil die Konsequenzen Liebeskummer und die Aussicht jemanden zu finden, die eine Frau als Mann haben möchte sehr gering sind.
Sie fand meine Sachen als sie bei mir alleine zuhause war. Sie reagierte darauf ziemlich gelassen und wollte mich
dann auch gleich in den Klamotten sehen. Das war mir natürlich sehr unangenehm, doch meine Angst davor war unbegründet.
Doch mal angenommen, es wäre nicht so gekommen, wie es kam. Wie lange hätte ich mit dem Outing gewartet. Sicher nicht ewig,
dessen bin ich mir bewusst. Ich denke, ich hätte versucht durch geschickte Fragestellung ihre Einstellung dazu zu erfahren. Und
wenn diese gepasst hätte ihr auch davon erzählt. Doch was wäre, wenn ihre Einstellung dazu nicht gepasst hätte? Was hätte ich
dann gemacht? Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich so lange geheim gehalten, bis ich erwischt worden wäre oder der Druck zu groß
geworden wäre und ich es ihr schlussendlich hätte doch beichten müssen.
Was wäre das für eine Zwickmühle gewesen, damit zu rechnen, dass man wahrscheinlich die Frau verliert, die man liebt, nur weil
man nicht mehr länger verheimlichen kann, was man ebenfalls liebt. Von daher kann ich gut verstehen, wenn jemand es seiner Freundin/Frau
nicht sagen kann, weil die Konsequenzen Liebeskummer und die Aussicht jemanden zu finden, die eine Frau als Mann haben möchte sehr gering sind.
¡no lamento nada!
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Rosa4000
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Hi Mädels,
Vielen Dank für die Antworten. Vicky fragte, warum ich das frage. Kann ich nicht sicher beantworten. Meine Frau weiß Bescheid, die Kinder nicht. Ergo ist genauso verstecken angesagt. Ich könnte die Gründe nicht sagen, weil es ein Stück weit schon Fetisch ist.
Aber nicht bewegt auch die Vorstellung, ob es in 100 Jahren genauso selbstverständlich wie heute Frauenwahlrecht (ja, blödes Bsp; aber schaut Euch Gesetze und Wertevorstellungen von vor 100Jahren an) oder Kondomwerbung. Wird man(n) in Rock zur Arbeit gehen können? Mit lackierten Nägeln?
Vielen Dank für die Antworten. Vicky fragte, warum ich das frage. Kann ich nicht sicher beantworten. Meine Frau weiß Bescheid, die Kinder nicht. Ergo ist genauso verstecken angesagt. Ich könnte die Gründe nicht sagen, weil es ein Stück weit schon Fetisch ist.
Aber nicht bewegt auch die Vorstellung, ob es in 100 Jahren genauso selbstverständlich wie heute Frauenwahlrecht (ja, blödes Bsp; aber schaut Euch Gesetze und Wertevorstellungen von vor 100Jahren an) oder Kondomwerbung. Wird man(n) in Rock zur Arbeit gehen können? Mit lackierten Nägeln?
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exuserin-2017-01-16
Re: Wie lange geheim gehalten?
Moin wie alt sind deine Kinder ? Meine sind zwischen 5 und 10 es war ganz einfach . Ich fragte mal ob eine Märchenfee zum Vorlesen kommen soll (die Kinder kannten mich so von einem Fasching). Nach ihrem Jaaa ging es ganz locker , Kinder sehen in die Seele und sind noch nicht negativ beeinflusst. Wenn ich früher zu Hause und schon Uta bin heißt es nur hallo Uta.
Ich hatte auch das Versteckspielen satt immer nur Nachts und alles wegräumen müssen. Kinder merken auch wenn irgend etwas nicht stimmt oder komisch ist ewig kann man das nicht verheimlichen. Sie sind neugierig suchen auf dem Boden in einer Kiste nach irgend etwas und schon ist es passiert. Ich kann nur dazu raten .
Gruß Uta
Ich hatte auch das Versteckspielen satt immer nur Nachts und alles wegräumen müssen. Kinder merken auch wenn irgend etwas nicht stimmt oder komisch ist ewig kann man das nicht verheimlichen. Sie sind neugierig suchen auf dem Boden in einer Kiste nach irgend etwas und schon ist es passiert. Ich kann nur dazu raten .
Gruß Uta
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie lange geheim gehalten?
Moin,
natürlich steckt jede in einer anderen Situation, aber aus meiner Sicht ist es für Kinder überhaupt kein Problem, wenn Papa (zeitweise) zur Mama wird. Man muss es ihnen noch nicht einmal erklären, wenn sie es von Anfang an nicht anders kennen. Problematisch wird es eher, wenn es durch Außenkontakte wie Freunde oder Schule zu Irritationen kommt. Spätestens dann in der Pubertät und die lieben Kleinen sich auch geschlechtlich orientieren müssen, kann es schwierig werden. Dann ist es sicher nicht falsch, wenn sie noch "männliche" Vorbilder haben, an denen sie sich orientieren und ihren eigenen Weg finden können.
Ich denke, stabile Verhältnisse, in denen Kinder sich geborgen und beschützt fühlen, ist die Ausgangsbasis für Vertrauen und Selbstvertrauen. Ob das Mama und Papa, zwei Frauen oder Oma/Opa sind, ist völlig zweitrangig. Lernen sie, dass TG etwas völlig Normales und Unspektakuläres ist, ist es kein Thema für sie und sie haben eine Option mehr, ihr Leben zu leben. Es sind wir, die Erwachsenen, die etwas "Schlimmes" zumindest etwas besonderes daraus machen. Warum eigentlich ? Kann man das nicht auch anders, also ganz unspektakulär sehen ?
Wie die Welt in 30, 50 oder 100 Jahren aussieht, kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber Röcke und Nagellack dürften da weitgehend verschwunden sein. Wer nutzt Kosmetik und Kleidung, die vor 100 Jahren "in" waren ? Aber ich bin davon überzeugt, dass es Mittel geben wird, männlich und weiblich auszudrücken und damit auch für die Menschen dazwischen genügend Möglichkeiten, sich auszudrücken. Ich hoffe nur, dass das dann "normaler" wird.
Es ist mMn Teil der Persönlichkeit, die gelebt werden will. dabei ist die Frage unerheblich, woher es kommt (für diese Erkenntnis habe ich 10 bis 20 Jahre gebraucht), sondern nur, wie ich es leben kann. Damit wird es zwangsläufig Bestandteil der Beziehung, egal ob ich darüber rede oder nicht. Es beeinflusst mein Handeln. Durch "Geheimhalten" kann ich meine Partnerin nicht davor verschonen. Sie wird immer unsere Unzufriedenheit spüren.
Ich bin der Meinung, wenn man sich, seine Bedürfnisse und seine Gefühle nicht ernst und wichtig nimmt, ist man zu einer tiefen Beziehung unfähig. Vergesse ich mich selber und denke, ich müsste nur auf die Bedürfnisse der Partnerin schauen, wird das der Partnerin zwar schmeicheln, aber sie wird auf Dauer den Respekt verlieren. Unsere (industrialisierten) Vorstellungen von Liebe sind so verkitscht, dass grundlegende eigene Bedürfnisse auf der Strecke bleiben.
Ich habe mehrere langjährige Beziehungen, davon eine Ehe, hinter mir. Ich habe mich zwei Partnerinnen von ihnen anvertraut, die aber davon nichts wissen wollten. Die Beziehungen gingen (aus anderen Gründen) auseinander. Aber ich hätte in beiden nicht weiter leben wollen. Erst jetzt habe ich die Partnerin gefunden, die das akzeptiert, wenn auch nicht begeistert ist. Auch sie muss sich damit auseinander setzen, was eine Menge Mühe macht. Aber diese Beziehung hat für mich ein Fundament, weil ich spüre, dass ich angenommen werde, wie ich bin und fühle. Umgekehrt habe ich natürlich auch die Bedürfnisse meiner Partnerin zu respektieren. Unter dieser Voraussetzung können auch Ehen zwischen Menschen funktionieren, die sich vor der Ehe nie gesehen haben.
Ich glaube, das ist gar nicht so sehr ein Glücksfall mit meiner Partnerin zusammen zu sein (auch wenn es mich glücklich macht), sondern wenn man sich selber nicht aus den Augen verliert, sondern ganz in die Beziehung einbringt, also sich selber im Fokus behält, wird man immer zumindest zu einer Situation kommen, die einem gerecht wird. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man im Leben neben den richtigen Freunden und auch die richtige Partnerin findet.
Grüße
Vicky
natürlich steckt jede in einer anderen Situation, aber aus meiner Sicht ist es für Kinder überhaupt kein Problem, wenn Papa (zeitweise) zur Mama wird. Man muss es ihnen noch nicht einmal erklären, wenn sie es von Anfang an nicht anders kennen. Problematisch wird es eher, wenn es durch Außenkontakte wie Freunde oder Schule zu Irritationen kommt. Spätestens dann in der Pubertät und die lieben Kleinen sich auch geschlechtlich orientieren müssen, kann es schwierig werden. Dann ist es sicher nicht falsch, wenn sie noch "männliche" Vorbilder haben, an denen sie sich orientieren und ihren eigenen Weg finden können.
Ich denke, stabile Verhältnisse, in denen Kinder sich geborgen und beschützt fühlen, ist die Ausgangsbasis für Vertrauen und Selbstvertrauen. Ob das Mama und Papa, zwei Frauen oder Oma/Opa sind, ist völlig zweitrangig. Lernen sie, dass TG etwas völlig Normales und Unspektakuläres ist, ist es kein Thema für sie und sie haben eine Option mehr, ihr Leben zu leben. Es sind wir, die Erwachsenen, die etwas "Schlimmes" zumindest etwas besonderes daraus machen. Warum eigentlich ? Kann man das nicht auch anders, also ganz unspektakulär sehen ?
Wie die Welt in 30, 50 oder 100 Jahren aussieht, kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber Röcke und Nagellack dürften da weitgehend verschwunden sein. Wer nutzt Kosmetik und Kleidung, die vor 100 Jahren "in" waren ? Aber ich bin davon überzeugt, dass es Mittel geben wird, männlich und weiblich auszudrücken und damit auch für die Menschen dazwischen genügend Möglichkeiten, sich auszudrücken. Ich hoffe nur, dass das dann "normaler" wird.
Es gibt aber Möglichkeiten, dieser Zwickmühle zu entrinnen. Am besten ist die Situation, wenn man bereits am Anfang mit offenen Karten spielt und der Partnerin mitteilt, wie man sich selber sieht. Das Risiko ist definitiv vorhanden, dass die Partnerin geht. Aber da hält es sich mit möglichem Kummer noch in Grenzen. Aber auch später kann man jederzeit das offene Gespräch suchen. Natürlich wird es immer schmerzhafter, wenn es dann schief geht, aber das Schlüsselwort ist für mich Authentizität oder "Ich bin wie ich bin". Man muss zu sich selber stehen und seine Bedürfnisse auch leben können. Ich kenne keine TG, die das nur als "Hobby" nebenbei betreibt.Was wäre das für eine Zwickmühle gewesen, damit zu rechnen, dass man wahrscheinlich die Frau verliert, die man liebt, nur weil
man nicht mehr länger verheimlichen kann, was man ebenfalls liebt....weil die Konsequenzen Liebeskummer und die Aussicht jemanden zu finden, die eine Frau als Mann haben möchte sehr gering sind.
Es ist mMn Teil der Persönlichkeit, die gelebt werden will. dabei ist die Frage unerheblich, woher es kommt (für diese Erkenntnis habe ich 10 bis 20 Jahre gebraucht), sondern nur, wie ich es leben kann. Damit wird es zwangsläufig Bestandteil der Beziehung, egal ob ich darüber rede oder nicht. Es beeinflusst mein Handeln. Durch "Geheimhalten" kann ich meine Partnerin nicht davor verschonen. Sie wird immer unsere Unzufriedenheit spüren.
Ich bin der Meinung, wenn man sich, seine Bedürfnisse und seine Gefühle nicht ernst und wichtig nimmt, ist man zu einer tiefen Beziehung unfähig. Vergesse ich mich selber und denke, ich müsste nur auf die Bedürfnisse der Partnerin schauen, wird das der Partnerin zwar schmeicheln, aber sie wird auf Dauer den Respekt verlieren. Unsere (industrialisierten) Vorstellungen von Liebe sind so verkitscht, dass grundlegende eigene Bedürfnisse auf der Strecke bleiben.
Ich habe mehrere langjährige Beziehungen, davon eine Ehe, hinter mir. Ich habe mich zwei Partnerinnen von ihnen anvertraut, die aber davon nichts wissen wollten. Die Beziehungen gingen (aus anderen Gründen) auseinander. Aber ich hätte in beiden nicht weiter leben wollen. Erst jetzt habe ich die Partnerin gefunden, die das akzeptiert, wenn auch nicht begeistert ist. Auch sie muss sich damit auseinander setzen, was eine Menge Mühe macht. Aber diese Beziehung hat für mich ein Fundament, weil ich spüre, dass ich angenommen werde, wie ich bin und fühle. Umgekehrt habe ich natürlich auch die Bedürfnisse meiner Partnerin zu respektieren. Unter dieser Voraussetzung können auch Ehen zwischen Menschen funktionieren, die sich vor der Ehe nie gesehen haben.
Ich glaube, das ist gar nicht so sehr ein Glücksfall mit meiner Partnerin zusammen zu sein (auch wenn es mich glücklich macht), sondern wenn man sich selber nicht aus den Augen verliert, sondern ganz in die Beziehung einbringt, also sich selber im Fokus behält, wird man immer zumindest zu einer Situation kommen, die einem gerecht wird. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man im Leben neben den richtigen Freunden und auch die richtige Partnerin findet.
Grüße
Vicky
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Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Respekt ist nicht teilbar.