z.B. "Transfrau"
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Lina
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 1 im Thema

Beitrag von Lina »

Du projizierst ja jetzt auch Bilder, ist dir das klar?

Transfrau gleich Transsexuell bentutz? Ist nicht mein Eindruck - scheint für viele einfach MzF TG zu bedeuten.
Marielle
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 2 im Thema

Beitrag von Marielle »

Wieder mal der immer wiederkehrende Versuch andere zu bekehren, die für sich eine Erklärlichket gefunden haben.

GET LOST!


Marielle
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ab08
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Rosi,

tut mir leid und entschuldige bitte vielmals, dass ich hier deutlich widerspreche. :oops:

Ich lebe offen. Gestern ließ ich mich z.B. für eine Klimakampagne der Stadt Nürnberg photographieren, musste mir einen Slogan einfallen lassen... Dort steht Name+Gymnasiallehrerin, weil die Transsexualität da keinerlei Rolle spielt.
Wenn ich von Cis-Frauen ungefragt Tipps bekomme, was ich hätte tun oder lassen sollen, fühle ich mich in der Regel belästigt. Ich gehe nicht darauf ein und mache weiter, was ich für richtig halte.

Jede/jeder hat das Recht, sich so zu bezeichnen, wie sie/er es für richtig hält! - Darüber steht anderen kein Urteil zu!
-> Wer das dennoch tut, und kritisiert, handelt in meinen Augen in höchstem Maße übergriffig, denn er dringt in die Privatsphäre dieses Menschen ein.

Zum Thema:
Persönlich bezeichne ich mich gegenwärtig in der Regel als Frau, wenn erforderlich als transsexuell bzw. als transsexuelle Frau.
Transfrau benütze ich, wenn ich es sprachlich abkürze. Falls ein gewisses, geistiges Niveau (wie hier im Forum) vorliegt, benütze ich oft intersexuell, weil für mich Transsexualität im weitesten Sinn zum Bereich der Intersexualität zählt. Bei mir kommt IS also meist bei fachbezogenen Diskussionen oder Fortbildungen vor.

Ich hoffe, die Erklärung meines Verhaltens war einigermaßen verständlich.
Aber Achtung, ich stelle es nicht zur Diskussion und brauche wirklich da keine Tipps (s.o.!!)
--> Denn ich erlaube mir, über mein Verhalten und meine Wortwahl selber zu entscheiden!! :wink:
Diese persönliche Freiheit mag für andere schwierig sein ("Mund fusselig reden"), aber sie ist für ein elementares, unverzichtbares Menschenrecht!

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Weil es an anderer Stelle Thema war:
Ich erwarte als Frau... angesprochen zu werden und das geschieht. Bei Anspielungen würde ich angemessen reagieren, das kann ich(CO 2007/2008 !) inzwischen.
Zuletzt geändert von ab08 am Sa 20. Jun 2015, 11:09, insgesamt 3-mal geändert.
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ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Lipstick-Lady
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 4 im Thema

Beitrag von Lipstick-Lady »

Liebe Ladies,
hier geht es ja mal wieder sehr emotional zu. Manche Dinge lassen sich mit etwas altmodischer Bildung relativ entspannt klären.

Die deutsche Sprache läßt die Bildung zusammengesetzter Substantive zu - im Gegensatz zu anderen Sprachen sogar in unbeschränkter Form. Wir haben uns als Schüler einen Spaß daraus gemacht, regelrechte Bandwurmworte zu erfinden, wie z.B.
Weserdampfschiffkapitänskajütentürschlüsselloch
Na, und was ist das? Ein "Loch" natürlich, denn nur das letzte Teilsubstantiv bestimmt den Sinn. Alle anderen davor haben lediglich adjektivischen (hinzugefügten) Charakter, verbessern also die Informationslage, ohne an der Kernbedeutung zu rühren.

Bei der Interpretation zusammengesetzter Substantive ist mitunter etwas Verstand gefordert, schließlich bedeutet ein "Ladendiebstahl" nicht, daß da der ganze Laden geklaut wurde, sondern bekanntlich nur, daß es dort passiert ist.

Das Wort "Transfrau" beinhaltet also zunächst mal eine "Frau". Der Zusatz macht klar, daß hier nicht von Anfang an ein biologisch weiblicher Körper vorgelegen hat, sondern daß vielmehr Anpassungsmaßnahmen nötig waren. Das wird durch "trans"(= hinüber) recht gut ausgedrückt.

Die Interpretation als "Gegen"frau ist Unsinn. Dafür gibt es die Zusätze "contra"(lat.) oder "anti"(gr.).

Eure Lipstick-Lady
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 5 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

ich habe gerade wegen auch wegen Rosi zwei Facebookgruppen verlassen. Irgendwie scheint es ihr Freude zu bereiten, überall Unfrieden zu stiften.

Zum Thema Transfrau hat sie unter anderem dort gepostet, dass diejenigen, die sich selbst Transfrau nennen, abgestumpft seien. Ich finde das eine Frechheit und Unverschämtheit.

Auch die Art und Weise, wie sie hier mit Marielle umgegangen ist, ist in keiner Weise akzeptabel.

Meinungsfreiheit ist das eine und ist sehr wichtig. Aber hier werden die Grenzen deutlich überschritten. Beleidigungen und in Diskussionen den Gesprächspartnern das Wort im Mund herumzudrehen umd sie damit anschließend heftig zu attackieren, das hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun und ist auch das genaue Gegenteil von Diskussionskultur.

Ich möchte mich daher Marielle anschließen: GET LOST!

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Re: z.B. "Transfrau"

Post 6 im Thema

Beitrag von Marielle »

Fettnäpfe und Tretminen ......

Guten Morgen zusammen,

ich will dir, Lipsticklady, gar nicht widersprechen, nur ist die Basis deiner Argumentation nicht für alle, aus ihrer individuellen Selbstsicht heraus, richtig. Es gibt Menschen, die für sich annehmen, dass sie eben doch biologisch weiblich (männlich) sind und immer waren. Dabei wird der körperlichen Ausprägung von 'biologisch' keine Aussagekraft gegeben, sondern auf, eben auch biologische, Prozesse im Gehirn verwiesen. Aus dieser Sicht kommt die Aversion gegen jede Art von adjektivischen Zusätzen.

Man kann natürlich prima darüber streiten, ob diese Eigensicht sinnvoll oder richtig ist oder ob sie es nicht ist. Man kann sie aber nicht endgültig widerlegen. Genausowenig wie sie, trotz aller ideologisch geprägten Kampagnen aus dem Süd-Westen, nach heutigem Kenntnisstand beweisbar ist.

Bezogen auf das Eingangsposting: Es soll sich Frau oder Mann nennen wer will. Mir ist egal, wer an welchen Zeitpunkt und welche Art der 'Geschlecht-Werdung' glaubt. Was mich aber auf die Palme bringt, ist die bodenlose Frechheit, vielleicht sogar Dummheit, sicherlich aber Intoleranz, mit der das Recht auf Selbstdefinition von manchen Leuten für sich selbst reklamiert wird, während anderen konsequent eine fehlerhafte Selbstdefinition unterstellt wird.


habt es gut

Marielle


PS: Lieben Dank, Anke, für deine Unterstützung. Es tut mir weh, auf Menschen (verbal) einzudreschen, die um die Anerkennung ihrer Selbstsicht kämpfen müssen. Aber ich werde das immer dann wieder tun, wenn sie versuchen ihre eigene Selbstsicht in der Missionierung oder gar Negierung anderer zu fundamentieren.
Zuletzt geändert von Marielle am Sa 20. Jun 2015, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 7 im Thema

Beitrag von Lina »

Rosi,
ich hatte eigentlich meinen Komentar geschrieben, weil ich gerne wissen wollte, was du eigentlich willst.

Du hast ja deutlich zum Ausdruck gebracht, was du NICHT willst - das bringt aber nicht viel. Ich will auch nicht wissen, WARUM du das nicht willst - nur WAS du dir den eigentlic vorstellst, das man tun solte. Keine Garantie, dass man es tut, nett wäre es trotzdem es zu wissen.

Also ...?
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 8 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

hier geht es gerade nicht um offenen und ehrlichen Diskurs. Hier geht es darum anderen das eigene Weltbild über zu stülpen.
Zum Wesen eines Anstoßes gehört es, dass das Ergebnis der sich daraus ergebenden Diskussion offen ist. Hier haben wir aber etwas ganz anderes. Hier wird ein bestimmtest Ergebnis vorweg genommen und es geht ausschließlich darum, dass sich alle der vorgetragenen Meinung auch brav unterwerfen.

Wer dazu auffordert in den Köpfen von anderen irgendetwas zurecht zu rücken, der hat ein sehr merkwürdiges Verständnis von Menschlichkeit. Ich finde das geradezu anmaßend. Da kommen bei mir gleich Vorstellungen von einem Umerziehungslager hoch.

Zur Argumentation, oder was auch immer das sein soll, möchte ich nicht viel sagen. Wenn etwas schlechtes immer wieder aufgekocht wird, wird es davon kaum besser.

Und zu meiner Kritik an der Person, die diesen Thread angestoßen hat stehe ich. Die Mehrzahl ihrer bisherigen Postings hier belegen für mich sehr deutlich, dass das Etikett konstruktiver Dialog lediglich als Feigenblatt dafür dient, Mitglieder dieses Forums vehement anzugehen.

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Re: z.B. "Transfrau"

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina »

Super, Rosi,
jetzt hast du aufgrund meiner Frage einen irrsinnig lamgen Beitrag geschrieben ... und immer noch mit keinem Wort beantwortet, was DU eigentlich damit erreichen willst.

Die Anderen haben aber verdeutlicht, dass sie von anderen nicht vorschreiben lassen, wie sie sich ausdruecken sollen.

Dann duerfte alles wohl klar sein. Ausser, natuerlich, dass niemand weiss, was du eigentlich wullst.
ab08
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Re: z.B. "Transfrau"

Post 10 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Rosi,

es mag sein, dass gewisse Begriffe gegenwärtig bei manchen Menschen komische Assoziationen auslösen.
Andererseits bin ich Jahrzehnte Lehrerin und weiß, dass die Bedeutung von Begriffen geändert werden kann.
Wenn ich einen Begriff in einem bestimmten Kontext gebrauche und bei unerwünschter Assoziation zurechtrücke, hat das eine Wirkung...
Wenn das andere auch tun, ändert der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch mit der Zeit die Bedeutung bzw. meine Interpretation des Begriffs setzt sich durch.

Aus pädagogischer Sicht halte ich dies für wirksamer als Kritik oder eine heftige Auseinandersetzung. :wink:

Beispiel aus meiner schulischen Praxis:
Vorgestern trat ich, als ich mich von der Tafel wieder der Klasse zuwandte, in einen frisch ausgespuckten Kaugummi.
Das passierte mir in all den Jahren noch nie!! - Daher war ich verblüfft, sagte das, ging zum Pult, setzte mich und zog den Schuh (Ballerina) aus.
Mit Hilfe eines Papiertaschentuchs zog ich den Kaugummi ab. Da frisch, gelang mir das, ähnlich wie bei einem Preisschild, ganz gut.
Dann zog ich den Schuh wieder an, lobte meine Schüler und bedankte mich ausdrücklich, dass sie mir zu der Erfahrung verhalfen.
Der Dank war übrigens ehrlich, denn so pass ich künftig auf und weiß für den Notfall, wie ich so ein Ding wieder entferne.
Diese Reaktion war sicher wirksamer, als eine Strafpredigt oder das sinnlose Suchen nach dem "Täter"
So konnte der Unterricht in guter Atmosphäre weitergehen und das ist im Interesse aller. Ich laß mich doch von einem Kaugummi nicht ausbremsen... *)

Liebe Grüße
Andrea

*) Dass Kaugummikauen / Ausspucken eines Kaugummis unmöglich ist, wissen die Schüler auch so.
Denn ich erzählte ihnen ja, dass es meine allererste Begegnung mit einem Kaugummi im Klassenzimmer war.
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Re: z.B. "Transfrau"

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Beitrag von Cybill »

Rosi_ hat geschrieben:
Ist dann aber jetzt auch nicht schlimm - wir bewegen hier nicht die Welt.
Doch!
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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