Interessenvertretung
Interessenvertretung - # 4

allgemeiner Austausch
Antworten
Marlen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 292
Registriert: So 4. Mär 2012, 17:00
Pronomen:
Wohnort (Name): Oberfranken
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 46 im Thema

Beitrag von Marlen »

Paff! Stecker gezogen! Diskussion im Eimer!

Was soll denn jemand denken, der diesen Thread unvoreingenommen liest?
Der schaltet ab und lebt weiter in seiner jeweiligen Trans- oder sonstwie Welt!

Wäre doch wirklich schade, wenn der Schwung verloren ginge!

Also fange ich mal unten an:

1. WER ist denn überhaupt aus diesem Forum bereit sich ernsthaft einzubringen und nicht nur zu diskutieren (schönes "WG Teekannen Bild", Lina)
Liste potentieller Teilnemerinnen:
Anke
Vivian
Cybill
Marlen
NN
NN
NN

2. ZIELE:
Vorschlag: erstmal hier eine Gruppe bilden, die sich darüber austauscht. Geschlossene Gruppe würde ich raten, damit die Diskussionskultur erhalten bleibt. Später kann man die Gruppe immer noch öffnen.

3. AUSTAUSCH:
Zu welchen Gruppen besteht Kontakt?
Was wollen die?
Erfahrungsberichte aus anderen Gruppen
Wen können WIR ansprechen?

Ist zum Fortschreiben gedacht!
Ihr seid aufgerufen!

Liebe Grüße
Marlen
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27532
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 2423 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 47 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

sicherlich sollte/kann eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, wie sie auch zu "Worte und Begriffe" tätig war.
Natürlich wird die Arbeit zur INTERESSENVERTRETUNG nicht als festes Dokument zur Verfügung stehen, sondern es wird eine Fortschreibung erfolgen.

Es mag unschön erscheinen, dass erst einmal ausgelotet wird/wurde, wer sich "zusammenraufen" kann und um welche INTERESSENVERTRETUNGEN es geht, aber ich halte das trotzdem für notwendig, auch wenn es ann manchen Stellen knirscht.

Wenn sich die Gruppe etabliert hat, dann wird sie in Ruhe arbeiten können.

Gruß
Anne-Mette
Marielle
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1857
Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
Geschlecht: Mensch
Pronomen: ikke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 48 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend zusammen,

ich finde es einigermassen befremdlich, wenn, und sei es auch nur mangels Alternative, erst in einer rechts-konservativ-populistischen Online-Postille Front gegen eine nicht näher abgegrenzte Lobby gemacht wird und dann das Ganze nahtlos auf die persönliche Initiative von Einzelpersonen übertragen wird, denen hetero- oder homonormatives Bestreben zu unterstellen nichts anderes als eine (hilflos wirkende) Frechheit ist. Aber sei's drum; die schlichte Gegebenheit der Notwendigkeit von Affirmationsarbeit ist manchen vielleicht noch zu wenig bewusst. Oder in einfacher Sprache: Eine Gruppe, die sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht selbst vertreten kann oder will, sollte Menschen, die sich auch für sie einsetzen wollen, nicht an's Bein pissen.


Diejenigen, die sich hier in einem offenen Sinn dazu bereit erklärt haben, an einer Initiative mitzuwirken. bitte ich, sich nicht demotivieren zu lassen. Wenn aus unserem Engagement ein Kolateralnutzen für richtige Transsexuelle und (wenn's so sein soll) auch Spitzenhöschen-Liebhaber_innen entsteht, wäre es eben noch erfolgreicher, als es wäre, wenn 'nur' Queere davon profitieren. Ihr kriegt morgen elektrische Post.


Habt es gut

Narielle N. (die Initialen sind nicht ganz richtig, Marlen :wink: )
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Magdalena
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2733
Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dresden
Hat sich bedankt: 416 Mal
Danksagung erhalten: 524 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 49 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo!

Ich glaube langsam das eigentliche Anliegen verschwindet aus den Augen. und ich muss mich Vivian anschließen.

.
Andererseits spielt in meinem Alltag diese Begriffsdiskussion gar keine Rolle. Meinen Freunden, meiner Familie, meinen Kunden ist das piepegal, ob ich eine "wahre Transsexuelle" bin oder irgendetwas dazwischen oder davor oder dahinter.
Ich lebe nicht auf einer einsamen Insel. Ich möchte normal am öffentlichen Leben teilhaben. Zur Zeit bereite ich mich auf meine bevorstehenden Urlaub vor. Also was, was andere auch planen , um erholsame Tage zu erleben.


Nach meinem Verständnis sollten wir uns nich vorher selbstzerfleischen und im Definitionen stecken bleiben. Wichtig scheint mir, dass wir so wie wir sind angenommen werden. Egal ob CD, TV, TS, denn oft ist sind die Übergänge fließend, da eine Entwicklung stattfindet. Wir hatten hier im Forum das Thema Selbstkategorisierung. Dabei war es mitunter schwer den eigenen derzeitigen Zustand zu beschreiben. Man ist auf einer Reise, bei der das Ziel nicht immer eindeutig ist. Die persönlichen Gründe, warum die Eine eine OP anstrebt, die Andere nicht, sind nach meiner Meinung nicht immer in Definitionen zu fassen. Weil auch Ängste eine wichtige Rolle spielen. Vertrage ich die Hormone? Bin ich danach wirklich angekommen? ....

Wir solten also beginnen nicht Trennendes in den Vordergrund zu stellen sondern Ziele erarbeiten die es gilt dafür einzutreten.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
Cybill
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2461
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Falkensee
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 9 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 50 im Thema

Beitrag von Cybill »

Hallo Gemeinde!

Panta rhei! - Alles fließt. Diese Feststellung ist schon sehr alt (wirklich sehr alt). Das gilt auch für unsere Gemeinde und auch für die persönlichen Standorte der Betroffenen. Wenn wir an dieser Stelle schon beginnen, ausschließende Kriterien für die Vertretenen einzuführen, dann können wir das Ganze gleich sein lassen. Ich verlange an dieser Stelle von keinem Menschen uns zuzugestehen eine allumfassende, jeden vollständig vertretende Idee zu entwickeln.
Bitte begreift, dass ein Prozeß - wie der an dieser Stelle angestoßene - nur dafür sorgen kann, eine Plattform zu entwickeln, die für alle die wenigsten Widersprüche darstellt.
Das verhält sich genauso, wie die politische Willenbildung bei Wahlen: keiner wählt das, mit vollständiger Übereinstimmung, sondern immer nur das, was die größtmögliche Menge an Übereinstimmungen bietet.
Es ist mir durchaus klar, dass es schwierig ist, Befindlichkeiten auszublenden und auf der objektiven Ebene zu arbeiten, aber um ein brauchbaren Gremium auf die Beine zu stellen, ist das unabdingbar.

Sinnvoll ist es auch, auf bestehende Organisationen kritisch zu sehen und deren Probleme zu analysieren, um diese nicht zu wiederholen. Ich entnehme den bisherigen Posts, dass es bei uns hier bereits viele Erfahrungen und Beobachtungen gibt, und bitte die betreffenden Personen sich auch weiterhin an unserer Diskussion zu beteiligen.

Weiterhin: Untersuchungen aus der Gruppen- und Arbeitspsychologie haben ergeben, dass ein allzu großer Arbeitskreis sich negativ auf die Qualität der Ergebnisse auswirkt (und hat damit die "Viele Köche"-These bewiesen). Ich warne auch vor der Hoffnung, dass es eine schnelle Bildung einer Interessenvertretung geben wird. Über die Ergebnisse solcher Orga-Bildungen haben wir schon einiges lesen können.

Ich könnte mir daher vorstellen, dass wir einen AK mit 5-10 Personen bilden, der die Inputs aus diesem Forum entsprechend verarbeitet und die Ergebnisse als erneute Diskussionsgrundlage an dieser Stelle publiziert. Dann funktioniert das Ganze wie ein Regelkreis und sorgt mittelfristig für eine größtmögliche Akzeptanz. Ein Großteil der Arbeit kann über sicher über unser Forum abgearbeitet werden, aber regelmäßige Workshops werden auch notwendig sein.

Im Moment sollten wir uns zunächst Gedanken um das "Wie" (Organsation) und weniger um das "Was" (Inhalte) machen, sonat verzettelt sich die Diskussion - wie bereits zu lesen ist.


Soweit für heute, lasst uns weiter diskutieren und bald Nägel mit Köpfen machen.
-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4370
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 52 Mal
Danksagung erhalten: 189 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 51 im Thema

Beitrag von Lina »

Marlen hat geschrieben:Paff! Stecker gezogen! Diskussion im Eimer!

Was soll denn jemand denken, der diesen Thread unvoreingenommen liest?
Der schaltet ab und lebt weiter in seiner jeweiligen Trans- oder sonstwie Welt!

Wäre doch wirklich schade, wenn der Schwung verloren ginge!

Also fange ich mal unten an:

1. WER ist denn überhaupt aus diesem Forum bereit sich ernsthaft einzubringen und nicht nur zu diskutieren (schönes "WG Teekannen Bild", Lina)
Liste potentieller Teilnemerinnen:
Anke
Vivian
Cybill
Marlen
Lina
NN
NN

2. ZIELE:
Vorschlag: erstmal hier eine Gruppe bilden, die sich darüber austauscht. Geschlossene Gruppe würde ich raten, damit die Diskussionskultur erhalten bleibt. Später kann man die Gruppe immer noch öffnen.

3. AUSTAUSCH:
Zu welchen Gruppen besteht Kontakt?
Was wollen die?
Erfahrungsberichte aus anderen Gruppen
Wen können WIR ansprechen?

Ist zum Fortschreiben gedacht!
Ihr seid aufgerufen!

Liebe Grüße
Marlen

Ich wäre dabei. Jedoch würde ich gerne auch mit einer kleinen Gruppe auf analoger Ebene zusammenarbeiten. (Also wer in Hamburg ist interessiert ...) Ein wesentlicher Grund dazu ist, dass ich meine Stärken u.a. darin sehen Idéen - also auch die von Anderen - auf den Punkt zu bringen und in präsentationsfähige Form bringen als nur da zu stehen und tun als hätte ich selbt die ganzen Idéen, Meinungen etc.
Cybill
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2461
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Falkensee
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 9 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 52 im Thema

Beitrag von Cybill »

Lina hat geschrieben: ...
Ich wäre dabei. Jedoch würde ich gerne auch mit einer kleinen Gruppe auf analoger Ebene zusammenarbeiten. (Also wer in Hamburg ist interessiert ...) Ein wesentlicher Grund dazu ist, dass ich meine Stärken u.a. darin sehen Idéen - also auch die von Anderen - auf den Punkt zu bringen und in präsentationsfähige Form bringen als nur da zu stehen und tun als hätte ich selbt die ganzen Idéen, Meinungen etc.
Die Frau können wir hier gebrauchen! (siehe mein letzter Beitrag)
Danke Lina!

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Marielle
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1857
Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
Geschlecht: Mensch
Pronomen: ikke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 53 im Thema

Beitrag von Marielle »

Liste potentieller Teilnehmerinnen:

Anke
Vivian
Cybill
Marlen
Lina
Marielle



Die oben angekündigte elektrische Post ist damit wohl überflüssig; es läuft ja was an. Vielen Dank für euer Engagement! (ap)

Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Anke
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1412
Registriert: Mo 2. Jun 2014, 17:14
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Waldenbuch
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 54 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

wie schön, es geht konstruktiv weiter. (ap)

Danke an Marlen, das ist der richtige Ansatz. Alles weitere wird unterwegs erarbeitet. Wie Cybill geschrieben hat, es ist ein Prozess.

Wie es aussieht, ist das Vebindende doch stärker. ))):s

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

https://www.transcuisine.com

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
ab08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2160
Registriert: So 12. Feb 2012, 14:43
Geschlecht: Frau (TS bzw. IS)
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Nürnberg
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 55 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo,

Euer Anliegen verfolge ich mit Sympathie. Öffentlich engagiert bin ich auch. Aber ... im Moment hat weit über 90 % meiner Arbeit nix mit TS/IS zu tun + ich bin ziemlich beschäftigt.

Wenn ihr mich bzw. meine Erfahrungen aus der schulischen Praxis in irgendeinem Stadium des Prozesses brauchen könnt, beteilige ich mich aber gern. *)

Liebe Grüße
Andrea

*) Persönlich sehe ich die Sache im größeren Zusammenhang eingebettet. vgl. Schulen ohne Rassimus
In der aktuellen Ausgabe / Seite 9 "Ein Junge kam als Mädchen zur Welt"
http://www.schule-ohne-rassismus.org/fi ... 270415.pdf
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Marlen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 292
Registriert: So 4. Mär 2012, 17:00
Pronomen:
Wohnort (Name): Oberfranken
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 56 im Thema

Beitrag von Marlen »

Das ist doch schon mal eine personelle Ausstattung!
Vielleicht schließen sich noch Leute an.

Einen eigenen "Verband" hier zu gründen halte ich für vorschnell. Jedoch sollten wir eine Gruppe innerhalb des Forums sein und dieses auch nach außen vertreten. Bspw bei den anstehenden Treffen in Weimar und im Waldschlösschen. Persönliche Querverbindungen wie mit freiROOM halte ich in diesem Zusammenhang für hilfreich - das kann ja künftig eine breite Basis für einen, wie auch immer gearteten "Verband" sein. Auch Stammtische wie in Köln können hier durchaus eine Bereicherung sein und vor allem für Verbreitung der "Sache" dienen. (Ich liebe dieses "Wehner- Wort" - hab aber keine Pfeife dabei im Mund).
Vielleicht sollten wir dahingehend mal in unserer jeweiligen Region mal die Initiativen, SHGs usw sammeln und der Reihe nach aufsuchen, um mal ein Bild zu bekommen, was die so wollen und wie weit die sind. Und die schon vorhandenen daingehenden Erfahrungen in einen Pool einbringen.
So entstünde ein Lage Bild, anhand dessen wir uns überlegen können, was wo und wie wir uns einbringen können und wir evtl keine doppelte Arbeit leisten.

Am Beginn sollte jedoch stehen, daß wir uns hier über die Ziele einig werden.
LG
Marlen
Saskia.shewulf
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 832
Registriert: Di 19. Feb 2013, 06:32
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 57 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf »

Hallo ,


na so langsam gehts ja Voran :D

natürlich sind wir auch dabei (na) uns trägt immer noch der ,,Geist von Berlin". in Iserlohn gibts doch auch eine Gruppe vielleicht
sagt Chrissie was dazu dort sollten wir auch mal anklopfen

LG Saskia (flo)
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
nicole.f
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 788
Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
Geschlecht: trans* Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Siegen
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 58 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Hallo Ihr Lieben,
nach längerer Abstinenz vom Forum (mea culpa!) muss ich doch gerade zu diesem Thread mal etwas, hoffentlich Konstruktives, beitragen.
Umpf... tut mir leid, jetzt wird's mal wieder etwas länglich...

Einer der Gründe, warum es gerade von meiner Seite aus etwas stiller wurde ist, dass ich gerade in aktivistischer Arbeit zu ertrinken drohe - aber im positiven Sinne, es ist eher wie Ersaufen in einem Fass Champagner :)

Die Idee einer Interessenvertretung ist völlig richtig! Aber nicht neu. Auch ich hatte das hier im Forum schon mehr als einmal angesprochen und auch recht ausführlich beschrieben, wie ich es mir vorstellen könnte. Kurz darauf kam ich, wie es auch schon von Vivian und Anke erwähnt wurde, mit Trans*Aktiv in Kontakt. Seit August 2014 bin ich aktiv daran beteiligt. In diesem und anderen Kontexten, von dgti bis Trans-NRW[1] habe ich immer mehr Einblick in die aktuelle Situation bekommen und viele aktive Menschen kennenlernen dürfen. Es sind *viele* aktiv, nur ist das Wissen um diese Aktivitäten leider nicht sehr weit verbreitet. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen und einer davon ist ganz sicher, dass es an einer Dachstruktur fehlt - wie auch immer diese aussehen mag. Es gibt Dutzende von Gruppen! Nur leider wissen die meisten nichts voneinander. Es gibt unglaublich großartige Aktionen! Nur bekommen das viel zu wenige Menschen mit. Und es gibt den festen Willen der Politik im Bund und den Ländern, unsere Belange zu stärken! Nur wissen sie nicht, wen sie dafür ansprechen können oder sollen.

Wir sind selbst Schuld an dieser Situation. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, bevor wir laut nach Veränderungen rufen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine gemeinsame Basis gibt, die ein solches Dach tragen kann. Ich bin davon überzeugt, dass _jetzt_ der richtige Zeitpunkt dafür ist, diese Konstruktion zu schaffen. Ich bin allerdings auch davon überzeugt, dass es eine neue Konstruktion sein muss und das wir nicht damit einen bestehenden Verein, wie ATME, dgti oder welchen auch immer, beauftragen können. An anderer Stelle hatte ich es bereits einmal geschrieben, ich halte es für extrem wichtig, dass ein solches Dach nach allen Seiten offen ist und von seinen Mitgliedern getragen werden muss - auch thematisch. Das Dach selbst gibt nur das formale Gerüst, mit Inhalten wird es von den Mitgliedern gefüllt. Vereine wie ATME oder dgti haben eine eigene Agenda - die sicherlich berechtigt ist, aber nicht als Vertretung einer möglichst großen Gruppe verwendet werden kann. Sie sind Themengeber unter diesem Dach. Für ein solches Dach denke zumindest ich eher an soetwas wie den Paritätischen, ein großes Dach für viele Kleine. In einem Plenum, bestehend aus den Mitgliedern bzw. ihren Vertreter_innen, werden dann zu aktuellen Themen konsensuale Stellungsnahmen und/oder Aktionen beschlossen, die dann von dem Verband nach außen vertreten und intern organisiert werden können.

In der anderen Richtung dient das Dach, der Verband, dann als Multiplikator von Informationen. Informationen, die an den Verband gerichtet werden, können dann an alle Mitglieder verteilt werden. Damit sollte dann hoffentlich endlich die nicht-Information aufhören und eine bundesweite Vernetzung etabliert werden können. Ich würde mir wünschen, dass Vereine, Gruppen und auch aktive Einzelmitglieder von der Nord-/Ostsee bis zum Bodensee die gleichen Informationen zur Hand haben und nicht immer und immer wieder das gleiche Rad neu erfunden werden muss.

Nur zusammen und gemeinsam können wir stark sein! Wir müssen endlich das unsägliche Klein Klein von bspw. Begriffsdiskussionen hinter uns lassen. Bestes Beispiel ist die EU-Ratsresolution 2048 - sie spricht, auf Englisch, nur von "transgender" und "self determination", also freier Selbstbestimmung. Es ist doch wirklich völlig unerheblich, ob sich ein Mensch als "trans" in der einen oder anderen Ausprägung definiert? Es gibt eine ganze Reihe von Problemen und Missständen, die alle gleichermaßen betreffen. Alleine diese anzugehen ist es wert, die Gräben zu überwinden und endlich nach den Gemeinsamkeiten zu suchen, statt in kleinlichen aber unendlichen Diskussionen neue Gräben auszuheben. Wenn ein Mensch in meine Beratung kommt und wegen seiner Geschlechtsidentität ein Problem hat, ist es mir völlig egal, ob sich dieser Mensch als transsexuell, transgender oder sonst irgendwie definiert. Das ist seine ganz persönliche Sache. Trans* sind sie dennoch und teilen mit allen anderen trans*-Menschen eine individuelle Schnittmenge von Problemen.

Last but not least, jedes Engagement kostet Geld. Wir werden Geld brauchen, um dieses Dach zu decken und die Arbeit zu stärken. Die Politik ist Willens, dies zu leisten! Nur kann sie es zur Zeit nicht, denn sie können nicht jeden einzelnen kleinen Verein einzeln ansprechen. Ein Dachverband könnte dies leisten, die Mittel verwalten und an die Mitglieder für Projekte verteilen.

Nun zur Bestandsaufnahme.
Die bekanntesten Vereine wurden bereits genannt, wie ATME, Trans-Ident [6] oder die dgti. In diesem Zusammenhang sollte man auf jeden Fall auch auf TrIQ [2] in Berlin hinweisen, die in vielen Bereichen einfach großartige Arbeit leisten. Für einen Teil der östlichen Bundesländer hat sich Anfang diesen Jahres der Verein "Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland" [3] gegründet, der genau eine solche Dachverbandsorgansisation für diese Region sein möchte. Super! In Niedersachsen gibt es seit 2014 den LtSN [4], der eine Verbandsstruktur für die Gruppen, Vereine und Einzelmitglieder in Niedersachsen etabliert. Der LtSN wurde praktisch von Tag-1 an vom Land Niedersachsen finanziell gefördert. Eine der ersten Aktionen des LtSN ist die Trans* Beratungsqualifizierung im Waldschlösschen seit Dezember 2014, bei der Trans*-Berater_innen in fünf Modulen qualifiziert werden sollen. Ziel ist es, eine qualifizierte Beratung flächendeckend anbieten zu können. Dieses Projekt wurde explizit vom Land Niedersachsen gewünscht und finanziell gefördert. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und NRW beteiligen sich daran, d.h. sie finanzieren die Teilnahme ihrer Landeskinder. In NRW gibt es seit 2012 den Aktionsplan zur Stärkung von LSBTTI, in dessen Rahmen auch Trans-NRW [1] und andere Aktionen gefördert wurden. Das unausgesprochene Ziel war eigentlich auch die Begründung eines Verbandes in NRW, doch das ist leider an der Uneinigkeit der Gruppen bisher gescheitert. Das Land NRW hat daher, wieder einmal, keinen Ansprechpartner, um Förderungen zu vergeben. Vereinzelte Projekte werden über den LSVD [5] realisiert, doch das ist eine eher unglückliche Lösung, denn Trans* ist nicht L,S oder B, Trans* ist Trans*. Nur gibt es gerade keine Alternativen.

Das Bewusstsein darüber ist bei den Gruppen in NRW inzwischen gewachsen und so gibt es gerade einen zweiten Anlauf, doch noch ein engeres Netzwerk zu knüpfen und vielleicht einen Landesverband zu schaffen. Wer aus NRW daran Interesse hat, melde sich bitte bei mir! Auf Bundesebene gibt es seit 2013, ebenfalls bereits angesprochen, Trans*Aktiv. Bei dem letzten Treffen 2014 waren über 60 Vertreter_innen von Gruppen und Vereinen sowie individuelle Teilnehmer_innen aus dem gesamten Bundesgebiet dabei! Seit diesem Treffen arbeiten einige vom Plenum eingesetzte AGs an den Grundlagen, z.B. einem Satzunsentwurf, Zielfindung, Namensfindung, Formulierung einer Präambel, Sondierung von Mitteln etc. Das nächste Trans*Aktiv Treffen im August diesen Jahres findet wieder im Waldschlösschen bei Göttingen statt- wir haben wieder etwas mehr als 60 Plätze zur Verfügung, die Anmeldung ist noch offen [7]! Nur um das auch mal in Perspektive zu setzen, jeder Platz wird alleine mit über 100€ bezuschusst, d.h. dafür gehen bereits über 6.000€ drauf, nicht zu reden von der Unmenge an Arbeitszeit aller ehrenamtlich tätigen sowie den Kosten für zusätzliches Personal (Moderator_in etc.). Das ganze wird über Fördergelder des Bundes finanziert. Auch hier das ausdrückliche Angebot, wer Interesse an Trans*Aktiv hat, kann mich sehr gerne jederzeit ansprechen.

Dies sind nur die Dinge, die gerade stattfinden und von denen *ich* weiß. Das ist sicherlich nur ein kleiner Teil dessen, was gesamt abläuft. Was sich aber daraus vielleicht deutlich ergibt ist, dass es, denke ich, nicht nötig ist, noch eine Gruppe zu gründen. Vielmehr würde ich sehr darum bitten, dass sich jede_r informiert und sich einer bestehenden oder gerade in Entstehung befindlichen Gruppe anschließt. Wir haben akut das Problem, dass wir viel zu fragmentiert, zu zersplittert sind, um wirklich etwas bewegen zu können.

Doch bewegen müssen wir ganz viel!

Ich bin davon überzeugt, dass wir gerade eine epochale Wende im Trans* Bereich erleben. Die EU Ratsresolution 2048 ist eines der deutlichsten Zeichen davon, hinzu kommen die Initiativen auf Malta, in Portugal und Dänemark. In fast keinem anderen Land gibt es solche kleinlichen Streitereien, wie sie leider in Deutschland immer wieder aufflammen. Das hat sicherlich geschichtliche Gründe, doch es sorgt leider auch dafür, dass die Trans* Lobby in Deutschland bestimmt eine der schwächsten ist und das wir hier nach wie vor als ein Anhängsel von LSB betrachtet werden. Doch so wie Trans* in den 1970er Jahren von den aufkommenden Schwulen- und Lesbenbewegungen abgetrennt wurde, so müssen wir uns heute, denke ich, wieder aus der Vereinnahmung durch sie emanzipieren. LSB ist berechtigt, keine Frage, doch da geht es um sexuelle Orientierung, nicht um geschlechtliche Identität.

Es gibt genug Möglichkeiten, sich einzubringen.
Die Frage ist nicht, ob es bereits eine Gruppe gibt oder nicht, sondern eher, was ist jede_r wirklich bereit dafür zu tun?

Sowohl bei Trans-NRW als auch bei Trans*Aktiv mache ich gerade (leider) die Erfahrung, dass die Bereitschaft zu großen Worten und Diskussionen immens ist. Doch wenn es darum geht, wirklich etwas zu tun, verstummen auf einmal fast alle und es meldet sich nur eine Hand voll, nämlich die, die sich immer melden und auf deren Schultern immer wieder fast alles abgeladen wird, die aber hinterher dann wieder nur Gemecker und kaum Wertschätzung ihrer Arbeit erfahren. Ich finde fast, Kritik sollten nur noch die üben dürfen, die auch bereit gewesen wären, es selbst zu tun :) In diesem Sinne, und das soll keinerlei Eigenlob sein, halte ich es eben auch. Ich sehe die Notwendigkeit für einen Bundesverband absolut gegeben. Die beste Chance hat Trans*Aktiv, also arbeite ich dort mit. NRW ist mein Bundesland, also versuche ich mitzuhelfen, Trans-NRW vorwärts zu bringen. Beratung ist mir wichtig, also habe ich mir einen Platz bei der Qualifizierung erkämpft.

Aktiv zu werden bedeutet auch, sichtbar zu werden - für einen selbst aber auch für das große Ganze. Wir müssen sichtbar werden. Stealth ist ein toller Zustand, für die die ihn erreichen. Doch auch ihr Weg wird von denen getragen, die einmal sichtbar waren und diesen Weg ebneten. Wenn wir nicht sichtbar werden und bleiben, werden diese Wege wieder verschüttet (oder wachsen zu). Wir sind es unseren Vorgänger_innen, den Vorkämpfer_innen und unserer Nachwelt schuldig, nicht einfach in der Bequemlichkeit der Unsichtbarkeit zu entschwinden. Entwicklungen, wie das wieder Erstarken von Homo- und auch Transphobie, sind nur möglich, solange sich nicht eine signifikante Gruppe aktiv dagegen stellt. Dafür müssen wir und alle möglicherweise ebenfalls Betroffene sichtbar werden, um unmissverständlich klar zu machen, dass diese Entwicklungen reale Menschen an oder sogar über den Rand ihrer Existenz bringen. Ich erinnere an dieser Stelle an den tragischen Freitod von Leelah Alcorn. Dieses Menschenleben wäre zu retten gewesen, wenn Trans* zu sein eine Normalität und kein Stigma wäre. Jedes Leben ist wertvoll! So viel wertvoller, als jede nutzlose Begriffsdebatte. Lasst uns bitte endlich anfangen, Gemeinsamkeiten statt Differenzen zu suchen. Lasst uns, wie es Leelah als ihr Erbe an uns hinterließ, endlich diese Gesellschaft in Ordnung bringen, "Fix society. Please.".

Ich bin trans* - und das ist gut so!

Liebe Grüße
nicole


[1]
http://www.trans-nrw.de

[2]
http://www.transinterqueer.org/

[3]
http://www.trans-inter-aktiv.de/

[4]
http://trans-in-niedersachsen.de/

[5]
http://www.lsvd.de/

[6]
http://www.trans-ident.de/

[7]
http://www.ws.trans-ident.com/aktuelles ... aktiv-2015
Zuletzt geändert von nicole.f am Fr 22. Mai 2015, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Anni
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 816
Registriert: Mo 20. Jul 2009, 20:09
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 59 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Mädels )))(:

Uff --- das bissl Zeit , was mir bleibt , um an der " Sache " mit zu wirken , geht ja schon fast beim Lesen dieses Threads drauf :shock: - nun ja , wat mut , dat mut :!:

Liste potentieller Teilnehmerinnen:

Anke
Vivian
Cybill
Marlen
Lina
Marielle

... also wieder ( wie Nicole F. ja auch schon ansprach ) die üblichen Verdächtigen :?:

na dann fügt sich die freche Anni mal dazu :lol:

Marleen hat gut vorgelegt ... wer , was , wann , wie und womit - so lassen sich Probleme lösen :!:

die Quasi-Absage von ab08 - " Aber ... im Moment hat weit über 90 % meiner Arbeit nix mit TS/IS zu tun + ich bin ziemlich beschäftigt. " kann ich sooo als Aussage nicht verstehen .
Ob nun Trans , Halbtrans , Queer oder wer weiß wieviele TTTTT ..... - wenn , dann bin ich DAS - und DAS rund um die Uhr - da hab ich tausend und eine Möglichkeit , dies stets und ständig zu leben und vor Allem und Allen zu zeigen .

Fragt mich jetzt nicht , wer wann es schon gesagt hat - für mich ( jedem Tierchen sein Pläsierchen :P ) ist die Sichtbarkeit unserer Vielschichtigkeit
ein grundlegender Aspekt .
Was nutzt es , wenn von 'zig Vereinen , SHG's , Interessenvertretungen , etc. ( Danke Nicole - ich wußte nicht , das es schon sooo viele Grüppchen gibt ) noch mehr Diskussionsrunden gibt , wenn die breite Öffentlichkeit davon Nichts mit bekommt :?:

Stichwort Stealth-Modus - na Klasse - bloß nicht auffallen , die Devise ???

... na dann hoffe ich mal , das ich jetzt und hier nicht zu negativ aufgefallen bin :mrgreen:

LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Anke
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1412
Registriert: Mo 2. Jun 2014, 17:14
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Waldenbuch
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Interessenvertretung

Post 60 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
nicole.f hat geschrieben:Und es gibt den festen Willen der Politik im Bund und den Ländern, unsere Belange zu stärken! Nur wissen sie nicht, wen sie dafür ansprechen können oder sollen.

Wir sind selbst Schuld an dieser Situation. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, bevor wir laut nach Veränderungen rufen.
So sehe ich das auch. Die Zeit war noch nie so günstig und es liegt an uns, ob wir die Gelegenheit nutzen oder nicht.
nicole.f hat geschrieben:Nur zusammen und gemeinsam können wir stark sein! Wir müssen endlich das unsägliche Klein Klein von bspw. Begriffsdiskussionen hinter uns lassen. Bestes Beispiel ist die EU-Ratsresolution 2048 - sie spricht, auf Englisch, nur von "transgender" und "self determination", also freier Selbstbestimmung. Es ist doch wirklich völlig unerheblich, ob sich ein Mensch als "trans" in der einen oder anderen Ausprägung definiert?
Und nach meiner Überzeugung ist es auch weniger wichtig, wie es bezeichnet wird. Wichtig finde ich, dass jede und jeder gemäß seiner eigenen Identität leben kann und dabei bestmöglich unterstützt wird.
nicole.f hat geschrieben:Lasst uns bitte endlich anfangen, Gemeinsamkeiten statt Differenzen zu suchen.
Eigentlich brauchen wir da gar nicht lange suchen. Gerade in diesem Forum ist die Welt bunt, auch beim Forumstreffen war das deutlich zu sehen. Aber gleichzeitig spüre ich hier viel Gemeinsamkeit, auf jeden Fall mehr Gemeinsamkeit, als Differenzen.

nicole.f hat geschrieben:Sowohl bei Trans-NRW als auch bei Trans*Aktiv mache ich gerade (leider) die Erfahrung, dass die Bereitschaft zu großen Worten und Diskussionen immens ist. Doch wenn es darum geht, wirklich etwas zu tun, verstummen auf einmal fast alle und es meldet sich nur eine Hand voll, nämlich die, die sich immer melden und auf deren Schultern immer wieder fast alles abgeladen wird, die aber hinterher dann wieder nur Gemecker und kaum Wertschätzung ihrer Arbeit erfahren.
Das ist leider ein sehr bekanntes Phänomen, das es nicht nur bei uns gibt. Aber davon möchte ich mich nicht abhalten lassen und vielleicht schaffen wir es ja, die eine oder andere dazu zu bringen, ein wenig von der Last mitzutragen.
Marlen hat geschrieben:Vielleicht sollten wir dahingehend mal in unserer jeweiligen Region mal die Initiativen, SHGs usw sammeln und der Reihe nach aufsuchen, um mal ein Bild zu bekommen, was die so wollen und wie weit die sind. Und die schon vorhandenen dahingehenden Erfahrungen in einen Pool einbringen.
Dieser Gedanke schwirrt mir auch schon eine Weile im Kopf herum. Mit der einen oder anderen Verbündeten sollte sich hier in BW doch was machen lassen.
Anni hat geschrieben:Was nutzt es , wenn von 'zig Vereinen , SHG's , Interessenvertretungen , etc. ( Danke Nicole - ich wußte nicht , das es schon sooo viele Grüppchen gibt ) noch mehr Diskussionsrunden gibt , wenn die breite Öffentlichkeit davon Nichts mit bekommt
Eben! Aber die Landschaft ist jetzt so und jetzt kommt es darauf an, all das Gute, was es bereits gibt, zusammen zu bringen. Dann wird es auch gelingen, die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit herzustellen.

Und ich finde, dass dieses Forum gar kein schlechter Ort ist, um genau dies voranzubringen.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

https://www.transcuisine.com

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
Antworten

Zurück zu „Crossdresser Transgender DWT Portal“