Interessenvertretung - # 3
-
eilinfox
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 246
- Registriert: Mi 28. Aug 2013, 21:50
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Jetzt muss ich mich doch nochmals zu Wort melden.
Ein Satz in Trishas letztem Beitrag hat mir besonders zu denken gegeben:
Ferner sind transsexuelle und intersexuelle Menschen natürlich auch "Bio"
Und genauso ist es auch wenn es hier im Forum manchmal anders dargestellt wird und ich dazu aufgerufen werde zu meiner Vergangenheit und mir zu stehen.
Warum denn?
Und weil ich als Frau eine ganz normale hetero-Beziehung zu einem Mann führe kann ich in der LGBTQ-Bewegung keine Gemeinsamkeiten für mich entdecken.
Ein Satz in Trishas letztem Beitrag hat mir besonders zu denken gegeben:
Ferner sind transsexuelle und intersexuelle Menschen natürlich auch "Bio"
Und genauso ist es auch wenn es hier im Forum manchmal anders dargestellt wird und ich dazu aufgerufen werde zu meiner Vergangenheit und mir zu stehen.
Warum denn?
Und weil ich als Frau eine ganz normale hetero-Beziehung zu einem Mann führe kann ich in der LGBTQ-Bewegung keine Gemeinsamkeiten für mich entdecken.
-
Magdalena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2733
- Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 416 Mal
- Danksagung erhalten: 524 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Hallo zusammen,
der Gedanke eine Interessenvertetung zu gründen ist erstmal nicht schlecht. Nur erinnere ich mich als es um eine Pedition zu unterstützen galt und nur eine Unterschrift zu leisten war, nur wenige mitgemacht haben. Siehehttp://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =47&t=9389, auch wenn ich nicht mit allem was in der Pedition stand einer Meinung bin. Nur mit ausreichend Unterstützer/innen wird sie ernst genommen. Wenn also nur einzele Aktivität zeigen, ist es nur ein laues Lüftchen. Und wie in den Beiträgen schon angemerkt, liegen die Interessen bereit gestreut. Es gilt eine gemeinsames Anliegen gemeinsam öffentlich zu machen. In welcher Form und ob wir uns andere mit ins Boot holen und deren Infrastrucktur zu nutzen, ist ein Gedanke von mir.
LG Magdalena
der Gedanke eine Interessenvertetung zu gründen ist erstmal nicht schlecht. Nur erinnere ich mich als es um eine Pedition zu unterstützen galt und nur eine Unterschrift zu leisten war, nur wenige mitgemacht haben. Siehehttp://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =47&t=9389, auch wenn ich nicht mit allem was in der Pedition stand einer Meinung bin. Nur mit ausreichend Unterstützer/innen wird sie ernst genommen. Wenn also nur einzele Aktivität zeigen, ist es nur ein laues Lüftchen. Und wie in den Beiträgen schon angemerkt, liegen die Interessen bereit gestreut. Es gilt eine gemeinsames Anliegen gemeinsam öffentlich zu machen. In welcher Form und ob wir uns andere mit ins Boot holen und deren Infrastrucktur zu nutzen, ist ein Gedanke von mir.
LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
-
Anke
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1412
- Registriert: Mo 2. Jun 2014, 17:14
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waldenbuch
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Hallo,Magdalena hat geschrieben: In welcher Form und ob wir uns andere mit ins Boot holen und deren Infrastrucktur zu nutzen, ist ein Gedanke von mir.
guter Gedanke! Wäre für mich aber Schritt 2.
Ich finde wir sollten erstmal sehen, was wir selbst zustande bekommen und uns die Idee im Hinterkopf behalten.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4370
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Super. Verbaende, Gruppen die sich schon intern und extern Streiten.
Dann ist alles schoen aussethalb vom Forum, wo die Forerad keinen direkten Einfluss mehr haben und niemand hat bis jetzt was man erreichen will oder wie man das beschliessen sollte.
Was ist daran neu? So war es doch die ganze Zeit.
Dann ist alles schoen aussethalb vom Forum, wo die Forerad keinen direkten Einfluss mehr haben und niemand hat bis jetzt was man erreichen will oder wie man das beschliessen sollte.
Was ist daran neu? So war es doch die ganze Zeit.
-
Magdalena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2733
- Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 416 Mal
- Danksagung erhalten: 524 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Hallo Anke,
ich gebe Dir Recht, wir sollten sehen was wir selber zu Stande bringen. Dennoch hilft es manchmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Einige von uns sind ja noch in anderen Foren, SHG aktiv. Da kommt sicher einiges an Themen zusammen, welche gemeinsame oder ähnliche Ziele verfolgen.
Liebe Grüße Magdalena
ich gebe Dir Recht, wir sollten sehen was wir selber zu Stande bringen. Dennoch hilft es manchmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Einige von uns sind ja noch in anderen Foren, SHG aktiv. Da kommt sicher einiges an Themen zusammen, welche gemeinsame oder ähnliche Ziele verfolgen.
Liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
-
Trischa
Re: Interessenvertretung
Model einer fairen und demokratischen Interessenvertretung
Aus jeder Region sollten spiegelbildlich zu TTIQ jeweils sich regelmäßig mindestens 5 Personen- oder Interessenkreise treffen. Diese müssen in jeder Region aufgebaut werden. Es darf nicht sein, dass nur einer für alle spricht. Es sollte hier auch eine eher nicht queere, heteronormative oder homonormative Betrachtung eine Rolle spielen. Ferner muss sie unabhängig von medizinischen, politischen, sexologischen und sozialwissenschaftlichen Lobbys bleiben das Waldschlösschen auch besser draußen lassen. Lieber ein ganz neutraler Ort. Das Waldschlösschen und die verschiedenen Verbände LSVD und MHS sind schwul-lesbisch-queer und leider nicht neutral. Auch der Sonntags Club usw. sind keine neutralen Anlaufstellen. Die haben alle vielmehr selbst ihre Interessen und Gesellschaftsbilder. Momentan dominiert ja auch TRIQ/TGEU, die aber eigentlich nur für das Transgender/Queer sprechen wenn wir mal ganz ehrlich sind. Sie schaffen ja auch gerade ganz aktiv transsexuelle Perspektiven ab. Es entsteht ein ähnlicher Effekt wie vor zehn Jahren beim Prostitutionsgesetz. Ein Gesetz ohne die Interessen von Prostituierten^^ in ihrer Unterschiedlichkeit.
Diese TTIQ-Kreistage sollten dann einen jährlichen Sprecher wählen. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit der Partizipation haben unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit, eben weil z.B. transsexuelle Menschen sonst nie die Möglichkeit der Partizipation haben.
Bei diesen Kreistagen sollte es auch neutrale Menschen geben, die versuchen bei Konflikten zu vermitteln. Vielleicht kann man da Hilfe aus den üblichen Vereinen und Verbänden bekommen.
Aktuelle Situation
Was aber gerade stattfindet ist ein lobbyistisches Netzwerken auf Kosten von Minderheiten. Deshalb gibt es auch die ganzen Konflikte. Dahinter verbergen sich nämlich handfeste Interessen und Klüngel. Ich finde auch immer sehr amüsant, wie gerade männlich funktionierende TTI hier wie in der heteronormativen Wirklichkeit versuchen den Vogel abzuschießen und zu dominieren.^^
Aus jeder Region sollten spiegelbildlich zu TTIQ jeweils sich regelmäßig mindestens 5 Personen- oder Interessenkreise treffen. Diese müssen in jeder Region aufgebaut werden. Es darf nicht sein, dass nur einer für alle spricht. Es sollte hier auch eine eher nicht queere, heteronormative oder homonormative Betrachtung eine Rolle spielen. Ferner muss sie unabhängig von medizinischen, politischen, sexologischen und sozialwissenschaftlichen Lobbys bleiben das Waldschlösschen auch besser draußen lassen. Lieber ein ganz neutraler Ort. Das Waldschlösschen und die verschiedenen Verbände LSVD und MHS sind schwul-lesbisch-queer und leider nicht neutral. Auch der Sonntags Club usw. sind keine neutralen Anlaufstellen. Die haben alle vielmehr selbst ihre Interessen und Gesellschaftsbilder. Momentan dominiert ja auch TRIQ/TGEU, die aber eigentlich nur für das Transgender/Queer sprechen wenn wir mal ganz ehrlich sind. Sie schaffen ja auch gerade ganz aktiv transsexuelle Perspektiven ab. Es entsteht ein ähnlicher Effekt wie vor zehn Jahren beim Prostitutionsgesetz. Ein Gesetz ohne die Interessen von Prostituierten^^ in ihrer Unterschiedlichkeit.
Diese TTIQ-Kreistage sollten dann einen jährlichen Sprecher wählen. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit der Partizipation haben unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit, eben weil z.B. transsexuelle Menschen sonst nie die Möglichkeit der Partizipation haben.
Bei diesen Kreistagen sollte es auch neutrale Menschen geben, die versuchen bei Konflikten zu vermitteln. Vielleicht kann man da Hilfe aus den üblichen Vereinen und Verbänden bekommen.
Aktuelle Situation
Was aber gerade stattfindet ist ein lobbyistisches Netzwerken auf Kosten von Minderheiten. Deshalb gibt es auch die ganzen Konflikte. Dahinter verbergen sich nämlich handfeste Interessen und Klüngel. Ich finde auch immer sehr amüsant, wie gerade männlich funktionierende TTI hier wie in der heteronormativen Wirklichkeit versuchen den Vogel abzuschießen und zu dominieren.^^
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27530
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 205 Mal
- Danksagung erhalten: 2422 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Guten Abend,
das hört sich für mich viel zu kompliziert an - und ich muss an die Worte von Jerzy Szczesny während unseres Forumtreffens denken...
Gruß
Anne-Mette
das hört sich für mich viel zu kompliziert an - und ich muss an die Worte von Jerzy Szczesny während unseres Forumtreffens denken...
Gruß
Anne-Mette
-
gaby37
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 370
- Registriert: Do 7. Jan 2010, 18:35
- Geschlecht: biomann/Teilzeitfrau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Ludwigsburg
- Hat sich bedankt: 151 Mal
- Danksagung erhalten: 169 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Hallo
Leider konnte ich aus diversen Gründen nicht nach Berlin kommen, aber die Worte von Jerzy Szczesny müssen wohl interessant gewesen sein....
Was mir im Moment in diesem Thread am meisten fehlt, ist auch nur ein (1) Statement, das alle hier gemeinsam haben (könnten).
Denn das ist doch das was zuerst gebraucht wird, oder?
Als "In-der-kälteren-Jahreszeit-Gelegenheits-Teilzeit-Frau" habe ich aber nicht so den Überblick, um mich in die erste Reihe drängen zu wollen.......
Hat niemand einen Vorschlag?
Gruß Gaby
für mich ..... auch.Anne-Mette hat geschrieben:...das hört sich für mich viel zu kompliziert an
Leider konnte ich aus diversen Gründen nicht nach Berlin kommen, aber die Worte von Jerzy Szczesny müssen wohl interessant gewesen sein....
Was waren das für Worte?Anne-Mette hat geschrieben:... und ich muss an die Worte von Jerzy Szczesny während unseres Forumtreffens denken.
Was mir im Moment in diesem Thread am meisten fehlt, ist auch nur ein (1) Statement, das alle hier gemeinsam haben (könnten).
Denn das ist doch das was zuerst gebraucht wird, oder?
Als "In-der-kälteren-Jahreszeit-Gelegenheits-Teilzeit-Frau" habe ich aber nicht so den Überblick, um mich in die erste Reihe drängen zu wollen.......
Hat niemand einen Vorschlag?
Gruß Gaby
_______________________________________________________________________________________________
Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27530
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 205 Mal
- Danksagung erhalten: 2422 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Moin,
er hat sinngemäß verdeutlicht, dass es kaum einheitliche Forderungen gibt. Jede Gruppe fordert mehr oder weniger für sich (es will ja wohl auch jede(r) ein klein wenig an der Geschichte mitschreiben).
Das ist mit ein Grund dafür, dass es mit der Reform des Transsexuellengesetzes noch nicht viel weiter gekommen ist. Die politischen Entscheidungsgremien haben keine richtigen VerhandlungsparterInnen.
"Die Transsexuellen" gibt es wohl nicht; aber wenn ich höre (oder vielmehr lese), welche Abneigungen es gegen andere Gruppen (und deren Tagsungsorte) gibt, die sich auch mit unserer Thematik beschäftigen, dann bin ich wenig optimistisch, was den Fortgang der Angelegenheit angeht.
Sicherlich können wir als Forum trotzdem eine Menge tun.
Gruß
Anne-Mette
er hat sinngemäß verdeutlicht, dass es kaum einheitliche Forderungen gibt. Jede Gruppe fordert mehr oder weniger für sich (es will ja wohl auch jede(r) ein klein wenig an der Geschichte mitschreiben).
Das ist mit ein Grund dafür, dass es mit der Reform des Transsexuellengesetzes noch nicht viel weiter gekommen ist. Die politischen Entscheidungsgremien haben keine richtigen VerhandlungsparterInnen.
"Die Transsexuellen" gibt es wohl nicht; aber wenn ich höre (oder vielmehr lese), welche Abneigungen es gegen andere Gruppen (und deren Tagsungsorte) gibt, die sich auch mit unserer Thematik beschäftigen, dann bin ich wenig optimistisch, was den Fortgang der Angelegenheit angeht.
Sicherlich können wir als Forum trotzdem eine Menge tun.
Gruß
Anne-Mette
-
Vivian Cologne
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 683
- Registriert: Di 24. Jul 2012, 14:08
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Köln
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Ja, hier im Forum sollten wir uns weiter austauschen! Wie sehr wir uns dann in die überhandnehmenden Diskussionen über Zugehörigkeit und Ausgrenzung mischen, muss sich zeigen.
Jetzt sind ja schon Tagungsorte nicht mehr neutral, wenn ich Trischa richtig verstehe. Ich habe mich im Sonntagsclub sauwohl gefühlt, was aber sicher auch an den netten Menschen lag. Und von denen sind einige queer, Teilzeitfrauen, auf dem Weg, transsexuell wie ich - da ist alles dabei. Und ich fühlte mich überhaupt nicht bevormundet. Wahrscheinlich ist das grenzenlose Naivität ...
Andererseits spielt in meinem Alltag diese Begriffsdiskussion gar keine Rolle. Meinen Freunden, meiner Familie, meinen Kunden ist das piepegal, ob ich eine "wahre Transsexuelle" bin oder irgendetwas dazwischen oder davor oder dahinter.
Was folgt daraus für unsere Interessenvertretung? Ich rede weiter gerne mit allen Menschen, die ich interessant finde. Und wenn ein Plätzchen frei ist, fahre ich auch ins Waldschlösschen. Das ist auch kein neutraler Ort? Mensch, Trischa! Am Freitagabend war ich in Berlin am Holocaust-Mahnmal und habe dort die spielenden Kinder beobachtet. Das hat mich ganz schön aus der Spur gebracht, die Atmosphäre dort. Das ist kein neutraler Ort. Ich finde, da passt die Bezeichnung.
Vivian, nachdenklich
Jetzt sind ja schon Tagungsorte nicht mehr neutral, wenn ich Trischa richtig verstehe. Ich habe mich im Sonntagsclub sauwohl gefühlt, was aber sicher auch an den netten Menschen lag. Und von denen sind einige queer, Teilzeitfrauen, auf dem Weg, transsexuell wie ich - da ist alles dabei. Und ich fühlte mich überhaupt nicht bevormundet. Wahrscheinlich ist das grenzenlose Naivität ...
Andererseits spielt in meinem Alltag diese Begriffsdiskussion gar keine Rolle. Meinen Freunden, meiner Familie, meinen Kunden ist das piepegal, ob ich eine "wahre Transsexuelle" bin oder irgendetwas dazwischen oder davor oder dahinter.
Was folgt daraus für unsere Interessenvertretung? Ich rede weiter gerne mit allen Menschen, die ich interessant finde. Und wenn ein Plätzchen frei ist, fahre ich auch ins Waldschlösschen. Das ist auch kein neutraler Ort? Mensch, Trischa! Am Freitagabend war ich in Berlin am Holocaust-Mahnmal und habe dort die spielenden Kinder beobachtet. Das hat mich ganz schön aus der Spur gebracht, die Atmosphäre dort. Das ist kein neutraler Ort. Ich finde, da passt die Bezeichnung.
Vivian, nachdenklich
-
Trischa
Re: Interessenvertretung
Echte Demokratie ist immer schwierig und von verschiedenen Gütekriterien gekennzeichnet. Eine ist die Partizipation von Minderheiten. Die Vereinten Nationen haben in den letzten Jahren oft darauf hingewiesen, dass in Deutschland die Situation von explizit transsexuellen Menschen problematisch ist. Die Methoden der Transsexuellengesetzgebung verstoßen nämlich gegen das Folterabkommen.
Anstatt jetzt aber diese Minderheiten wirklich partizipieren zu lassen, werden andere etwas dominantere LGBTQ-Lobbys dazu animiert den Raum einer vermeintlichen Geschlechtergerechtigkeit voll zu erfassen. Seit in Berlin diese Trans*-Vernetzungen stattfinden gibt es kaum noch Hilfe und Anlaufstellen für transsexuelle Menschen. Der Fall Alex ist ja auch in dieser Zeit passiert. Stattdessen nutzen LSBTQ-Lobbys die Situation ihre eigenen Vorstellungen massiv durchzusetzen.
Transsexuelle Menschen sind aber leider nicht in der Situation da mitzumachen, weil sie in ihrer geschlechtlichen Integrität nicht anerkannt oder partizipationsfähig sind. Das wird jetzt durch die Dominanz dieser LSBTQ-Politiken nicht besser. Es ist auch nicht im Interesse der Agenda der Bundesregierung, die sich selbst ganz vorurteilsfrei hier gegenüber LSBTTIQ-Kreisen offen hält. In den verschiedenen Bundsländern wird auch von LSBTTIQ gesprochen. Nur in Bundesländern mit einer starken LSBTQ-Lobby wird dieses erschwert, so auch in Berlin. Natürlich denken Behörden, dass Trans* ein neutraler Sammelbegriff sei, dahinter verbirgt sich aber in Wahrheit nur ein alter LSBT-Hut, der etwas aufgehübscht wird. Das traurige hier ist, dass sämtliche Förderungen kaum transsexuelle Menschen erreichen, sondern alte LSBT-Netzwerke oder ihre queeren Netzwerkkinder...
Es geht hier nicht darum nur mit einer Stimme zu sprechen. Sonst gäbe es ja nur ganz wenige Stimmen in Deutschland. Es gibt aber viele Menschen, viele Stimmen und eine sehr lebendige Zivilgesellschaft, so hat Berlin z.B. ich glaube 3 CSDs. Nur leider halt nicht für älle. Das gilt für deutsche Sinti, Behinderte, Kinder, Alte, Frauen mit Minderheitenproblematiken und gerade auch transsexuellen Menschen. (Die Studien der letzten Jahre sprechen eine ganz deutliche Sprache).
Dass jetzt diese eine oder zwei zentrale Akteure aufgebaut werden sollen dient nur dazu um bestimmte Interessen d.h. auch wissenschaftstheoretische Sichtweisen, die auch pekuniäre Pfründe für wenige darstellen, in Bezug auf die Pathologisierung transsexueller Menschen aufrecht zu erhalten.
Ich persönlich gehe davon aus, dass wir vor sehr großen gesellschaftlichen Veränderungen stehen. Was sollen bitte transsexuelle Menschen machen, wenn es vielleicht irgendwann nicht mehr ein Krankenkassensystem wie heute geben könnte sondern nur noch eine Grundversorgung. Schon heute sind nicht wenige Transsexuelle so arm, dass sie noch nichtmal mehr krankenversichert und wohnungslos sind. Außerdem könnte durch diese queere schöne neue Welt in Zukunft transsexuellen Menschen gesagt werden: Ihr müsst, ihr sollt euch nicht operieren lassen... geht mal in den queeren Raum. Ihr seid keine Frauen oder transsexuellen Frauen. Das gibt es doch gar nicht. Ihr seid effeminierte und wahrscheinlich nur in Wahrheit verklemmte schwule Männer. ihr braucht auch keinen weiblichen oder männlichen Personenstand, es gibt jetzt den dritten Personenstand für euch. Schon jetzt ist es sehr schwer gegenüber diesen queeren Gruppen als transsexuelle Frau wirklich ernst genommen zu werden. Man wird ausgegrenzt und findet nicht statt. Das sind auch die Realitäten von alltäglicher Transsexuellenfeindlichkeit.
Die meisten werden das so oder so ähnlich sogar tatsächlich hinter unserem Rücken von uns denken und besprechen. Sie verstehen uns nicht, akzeptieren uns nicht und wollen uns nicht partizipieren lassen. Weil es uns in ihren Augen nicht gibt. Das hat mir einer, der sehr dominant in diesen queeren Netzwerken ist einmal selbst gesagt. Wir werden auch in diesen trans*-Kontexten nicht eingeladen. Und wenn doch und wir uns offenbaren erleben wir auch da Diskriminierung.
Die Folge ist, dass gerade junge transsexuelle Frauen schlimmste Dinge in unserer Gesellschaft erleben und wenige eine echte Chance bekommen. Sie verstummen oder betäuben sich. Es gibt kaum Hilfe und Unterstützung oder ein soziales Netz. Ich bin ganz überrascht was hier im Kontext alles stattfindet. Das habe ich so für transsexuelle Menschen noch nie so gehört. Im gesellschaftlichen Leben kommen wir hier in Berlin nicht vor.
Vielleicht sind das gesagte unbegründete Befürchtungen und ich male nur schwarz. Hoffentlich irre ich mich. Vielleicht aber auch nicht. ich denke nicht. Ich war auch in der Kinderkommission des Bundestages bei der Anhörung der sogenannten Sachverständigen zu Gast. Das klang da ein bisschen so als möchten diese LSBTQ-Anlaufstellen in das Beratungs- und Behandlungssystem integriert werden. Hoffentlich habe ich das falsch verstanden. Das kann wenn es so wäre doch nicht im Interesse von transsexuellen Menschen sein.
Und auch dieser grüne Politiker ist weder Frau noch transsexuell, intersexuell oder irgendwas im Konetxt. Oder etwa doch? Warum möchte der bitte für transsexuelle Menschen sprechen? Gerade heute erfahren wir wieder aus den Nachrichten, dass es bei den Grünen durchaus auch in der eigenen Parteigeschichte Probleme mit der klaren Sicht auf Minderheiten haben. Vor ein paar Jahren war ich mal bei den Grünen in einer Frauengruppe zu Besuch. Da wurde dann besprochen, dass bald Frauentag sei. Eine meldete sich und meinte, dass sie nicht möchte, dass Transgender oder so dabei sind. Dann war ich bei den queeren Grünen mal zu Gast: Volles Haus. Alles junge und jung gebliebene Männer, die sich um die eigene Achse drehen. Ganz wenige Lesben. 1 Transsexuelle. Die Transsexuelle hielt immer den Mund, stand aber brav dabei und genoß die Außenwirkung. Allein ihre gegenwart bedeute die vermeindliche Toleranz und kleine Vielfalt der jungen Männer. Eine Lesbe meldete sich aber öfters mal zu Wort was die vielen jungen Männer immer aufregte, wenn die nur den Mund aufmachte. Dann gab es den Wunsch klassische Grüne geschlechtergerechte Wahlverfahren abzuschaffen^^. Haben es aber nicht durchgesetzt bekommen. Aber es gab halt kaum Frauuen die den strengen Wahlregeln zu Folge gewählt werden müssen. Das sind Regeln aus einer anderen zeit. Wenn sich die Grünen heute neu finden würde, gäb es diese Regelung bestimmt nicht mehr.
Wo ist denn da bitte überall die Vielfalt?
Anstatt jetzt aber diese Minderheiten wirklich partizipieren zu lassen, werden andere etwas dominantere LGBTQ-Lobbys dazu animiert den Raum einer vermeintlichen Geschlechtergerechtigkeit voll zu erfassen. Seit in Berlin diese Trans*-Vernetzungen stattfinden gibt es kaum noch Hilfe und Anlaufstellen für transsexuelle Menschen. Der Fall Alex ist ja auch in dieser Zeit passiert. Stattdessen nutzen LSBTQ-Lobbys die Situation ihre eigenen Vorstellungen massiv durchzusetzen.
Transsexuelle Menschen sind aber leider nicht in der Situation da mitzumachen, weil sie in ihrer geschlechtlichen Integrität nicht anerkannt oder partizipationsfähig sind. Das wird jetzt durch die Dominanz dieser LSBTQ-Politiken nicht besser. Es ist auch nicht im Interesse der Agenda der Bundesregierung, die sich selbst ganz vorurteilsfrei hier gegenüber LSBTTIQ-Kreisen offen hält. In den verschiedenen Bundsländern wird auch von LSBTTIQ gesprochen. Nur in Bundesländern mit einer starken LSBTQ-Lobby wird dieses erschwert, so auch in Berlin. Natürlich denken Behörden, dass Trans* ein neutraler Sammelbegriff sei, dahinter verbirgt sich aber in Wahrheit nur ein alter LSBT-Hut, der etwas aufgehübscht wird. Das traurige hier ist, dass sämtliche Förderungen kaum transsexuelle Menschen erreichen, sondern alte LSBT-Netzwerke oder ihre queeren Netzwerkkinder...
Es geht hier nicht darum nur mit einer Stimme zu sprechen. Sonst gäbe es ja nur ganz wenige Stimmen in Deutschland. Es gibt aber viele Menschen, viele Stimmen und eine sehr lebendige Zivilgesellschaft, so hat Berlin z.B. ich glaube 3 CSDs. Nur leider halt nicht für älle. Das gilt für deutsche Sinti, Behinderte, Kinder, Alte, Frauen mit Minderheitenproblematiken und gerade auch transsexuellen Menschen. (Die Studien der letzten Jahre sprechen eine ganz deutliche Sprache).
Dass jetzt diese eine oder zwei zentrale Akteure aufgebaut werden sollen dient nur dazu um bestimmte Interessen d.h. auch wissenschaftstheoretische Sichtweisen, die auch pekuniäre Pfründe für wenige darstellen, in Bezug auf die Pathologisierung transsexueller Menschen aufrecht zu erhalten.
Ich persönlich gehe davon aus, dass wir vor sehr großen gesellschaftlichen Veränderungen stehen. Was sollen bitte transsexuelle Menschen machen, wenn es vielleicht irgendwann nicht mehr ein Krankenkassensystem wie heute geben könnte sondern nur noch eine Grundversorgung. Schon heute sind nicht wenige Transsexuelle so arm, dass sie noch nichtmal mehr krankenversichert und wohnungslos sind. Außerdem könnte durch diese queere schöne neue Welt in Zukunft transsexuellen Menschen gesagt werden: Ihr müsst, ihr sollt euch nicht operieren lassen... geht mal in den queeren Raum. Ihr seid keine Frauen oder transsexuellen Frauen. Das gibt es doch gar nicht. Ihr seid effeminierte und wahrscheinlich nur in Wahrheit verklemmte schwule Männer. ihr braucht auch keinen weiblichen oder männlichen Personenstand, es gibt jetzt den dritten Personenstand für euch. Schon jetzt ist es sehr schwer gegenüber diesen queeren Gruppen als transsexuelle Frau wirklich ernst genommen zu werden. Man wird ausgegrenzt und findet nicht statt. Das sind auch die Realitäten von alltäglicher Transsexuellenfeindlichkeit.
Die meisten werden das so oder so ähnlich sogar tatsächlich hinter unserem Rücken von uns denken und besprechen. Sie verstehen uns nicht, akzeptieren uns nicht und wollen uns nicht partizipieren lassen. Weil es uns in ihren Augen nicht gibt. Das hat mir einer, der sehr dominant in diesen queeren Netzwerken ist einmal selbst gesagt. Wir werden auch in diesen trans*-Kontexten nicht eingeladen. Und wenn doch und wir uns offenbaren erleben wir auch da Diskriminierung.
Die Folge ist, dass gerade junge transsexuelle Frauen schlimmste Dinge in unserer Gesellschaft erleben und wenige eine echte Chance bekommen. Sie verstummen oder betäuben sich. Es gibt kaum Hilfe und Unterstützung oder ein soziales Netz. Ich bin ganz überrascht was hier im Kontext alles stattfindet. Das habe ich so für transsexuelle Menschen noch nie so gehört. Im gesellschaftlichen Leben kommen wir hier in Berlin nicht vor.
Vielleicht sind das gesagte unbegründete Befürchtungen und ich male nur schwarz. Hoffentlich irre ich mich. Vielleicht aber auch nicht. ich denke nicht. Ich war auch in der Kinderkommission des Bundestages bei der Anhörung der sogenannten Sachverständigen zu Gast. Das klang da ein bisschen so als möchten diese LSBTQ-Anlaufstellen in das Beratungs- und Behandlungssystem integriert werden. Hoffentlich habe ich das falsch verstanden. Das kann wenn es so wäre doch nicht im Interesse von transsexuellen Menschen sein.
Und auch dieser grüne Politiker ist weder Frau noch transsexuell, intersexuell oder irgendwas im Konetxt. Oder etwa doch? Warum möchte der bitte für transsexuelle Menschen sprechen? Gerade heute erfahren wir wieder aus den Nachrichten, dass es bei den Grünen durchaus auch in der eigenen Parteigeschichte Probleme mit der klaren Sicht auf Minderheiten haben. Vor ein paar Jahren war ich mal bei den Grünen in einer Frauengruppe zu Besuch. Da wurde dann besprochen, dass bald Frauentag sei. Eine meldete sich und meinte, dass sie nicht möchte, dass Transgender oder so dabei sind. Dann war ich bei den queeren Grünen mal zu Gast: Volles Haus. Alles junge und jung gebliebene Männer, die sich um die eigene Achse drehen. Ganz wenige Lesben. 1 Transsexuelle. Die Transsexuelle hielt immer den Mund, stand aber brav dabei und genoß die Außenwirkung. Allein ihre gegenwart bedeute die vermeindliche Toleranz und kleine Vielfalt der jungen Männer. Eine Lesbe meldete sich aber öfters mal zu Wort was die vielen jungen Männer immer aufregte, wenn die nur den Mund aufmachte. Dann gab es den Wunsch klassische Grüne geschlechtergerechte Wahlverfahren abzuschaffen^^. Haben es aber nicht durchgesetzt bekommen. Aber es gab halt kaum Frauuen die den strengen Wahlregeln zu Folge gewählt werden müssen. Das sind Regeln aus einer anderen zeit. Wenn sich die Grünen heute neu finden würde, gäb es diese Regelung bestimmt nicht mehr.
Wo ist denn da bitte überall die Vielfalt?
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27530
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 205 Mal
- Danksagung erhalten: 2422 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Moin,
irgendwie verstehe ich nicht so ganz, auf was Du hinauswillst....
und es ging um verschiedene Fragestellungen.
Es hat keiner gesagt, dass er FÜR transsexuelle Menschen sprechen wollte.
Was sollen wir mit Deinen vielen Worthülsen und Allgemeinplätzen (1000 Mal gehört
) anfangen?
Wer soll denn FÜR die Transsexuellen sprechen?
Gruß
Anne-Mette
irgendwie verstehe ich nicht so ganz, auf was Du hinauswillst....
Jerzy Szczesny war zun Forumtreffen eingeladen, war gern gesehener GastUnd auch dieser grüne Politiker ist weder Frau noch transsexuell, intersexuell oder irgendwas im Konetxt. Oder etwa doch? Warum möchte der bitte für transsexuelle Menschen sprechen?
Es hat keiner gesagt, dass er FÜR transsexuelle Menschen sprechen wollte.
Was sollen wir mit Deinen vielen Worthülsen und Allgemeinplätzen (1000 Mal gehört
Wer soll denn FÜR die Transsexuellen sprechen?
Gruß
Anne-Mette
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4370
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Bingo, das meine ich ja eben. Nur haben wir hier wieder das Problem, dass ausgesprochen wird was wir NICHT haben wollen ...Trischa hat geschrieben:Model einer fairen und demokratischen Interessenvertretung
Aus jeder Region sollten spiegelbildlich zu TTIQ jeweils sich regelmäßig mindestens 5 Personen- oder Interessenkreise treffen. Diese müssen in jeder Region aufgebaut werden. Es darf nicht sein, dass nur einer für alle spricht. ...
Aktuelle Situation
Was aber gerade stattfindet ist ein lobbyistisches Netzwerken auf Kosten von Minderheiten. Deshalb gibt es auch die ganzen Konflikte. Dahinter verbergen sich nämlich handfeste Interessen und Klüngel. Ich finde auch immer sehr amüsant, wie gerade männlich funktionierende TTI hier wie in der heteronormativen Wirklichkeit versuchen den Vogel abzuschießen und zu dominieren.^^
Genau deshalb auch mein Vorschlag, dass ganz unten auf Grassroots-Ebene eine Gruppe sich bildet, sich überlegt, welche Themen zur Parlamentarierebene weiter kommuniziert gehören - daraufhin die Möglichkeiten des Internets nutzen und eine Art "Marktanalyse" macht, um rauszufinden, ob man richtig getroffen hat. Ich habe nämlich auch stark den Eindruck, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die vor allem ihre Selbstrechtfertigung drin suchen indem sie einfach endlos Diskutieren. Macht ja auch Spaß. Erinnert an die schönen langen Abenden um der Teekanne früher im Studentenwohnheim. Ist aber oft nicht zielführend.
-
Anke
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1412
- Registriert: Mo 2. Jun 2014, 17:14
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waldenbuch
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Interessenvertretung
Hallo,
ich frage mich gerade, wie ich auf das reagieren soll, was hier gerade passiert. Ausgehend von Forumstreffen und der tollen Podiumsdiskussion hat Cybill einen wirklich guten und konstruktiven Vorschlag gemacht. Die Atmosphäre in Berlin war inspirierend und wie Cybill habe ich mich davon anstecken lassen.
Niemand weiß, ob ihr Vorschlag tatsächlich zu dem führt, was sich viele oder auch nur einige wünschen. Aber er ist es wert, dass wir ihn ausprobieren. Denn nur so werden wir es herausfinden.
Und jetzt passiert das, was ich schon mehrfach in anderen Foren oder in Facebookgruppen erlebt habe. Der Vorschlag wird zerredet und statt zu überlegen, wie wir es tun und wie erste Schritte aussehen könnten, wird schon wieder über Begriffe gestritten, herumtheoretisiert und Berechtigung abgesprochen. Noch ein paar weitere Posts und es wird persönlich, die Ausgangsidee ist längst vergessen.
All dies hat dazu geführt, dass sich auf politischen Weg nichts, aber auch rein gar nichts verändert hat. Wenn es Veränderungen gab, dann wurden sie von einzelnen per Gericht durchgefochten und erstritten. Alles andere ist im Sumpf der Streitereien um Begriffe und Abkürzungen versunken.
Wir können uns entweder weiter mit uns selbst beschäftigen und vielleicht schaffen wir es ja wirklich zu klären, wie viele T's irgendwo angehängt werden müssten. Oder wir kümmern uns darum die realen Probleme anzugehen und zu beseitigen.
Dazu ist harte Arbeit, Zielorientierung, Kreativität, Kompromissbereitschaft und -Fähigkeit, sowie die Bereitschaft erforderlich, sein eigenes Ego ein klein wenig hintanzustellen.
Weitere Mitstreiterinnen vorausgesetzt, würde ich mich sehr gerne um die realen Probleme kümmern. Dabei behaupte ich nicht, die perfekten Lösungen aus der Tasche ziehen zu können. Doch mit gemeinsamer Arbeit und Anstrengung lässt sich sicher einiges erreichen. Dafür bin ich zu haben und ich denke, dass es genau das ist, was Cybill im Sinn hatte, als sie diesen Threat eröffnet hat.
Ich würde mich daher sehr freuen, wenn wir uns in dieser Diskussion genau darauf konzentrieren könnten.
Liebe Grüße
Anke
ich frage mich gerade, wie ich auf das reagieren soll, was hier gerade passiert. Ausgehend von Forumstreffen und der tollen Podiumsdiskussion hat Cybill einen wirklich guten und konstruktiven Vorschlag gemacht. Die Atmosphäre in Berlin war inspirierend und wie Cybill habe ich mich davon anstecken lassen.
Niemand weiß, ob ihr Vorschlag tatsächlich zu dem führt, was sich viele oder auch nur einige wünschen. Aber er ist es wert, dass wir ihn ausprobieren. Denn nur so werden wir es herausfinden.
Und jetzt passiert das, was ich schon mehrfach in anderen Foren oder in Facebookgruppen erlebt habe. Der Vorschlag wird zerredet und statt zu überlegen, wie wir es tun und wie erste Schritte aussehen könnten, wird schon wieder über Begriffe gestritten, herumtheoretisiert und Berechtigung abgesprochen. Noch ein paar weitere Posts und es wird persönlich, die Ausgangsidee ist längst vergessen.
All dies hat dazu geführt, dass sich auf politischen Weg nichts, aber auch rein gar nichts verändert hat. Wenn es Veränderungen gab, dann wurden sie von einzelnen per Gericht durchgefochten und erstritten. Alles andere ist im Sumpf der Streitereien um Begriffe und Abkürzungen versunken.
Wir können uns entweder weiter mit uns selbst beschäftigen und vielleicht schaffen wir es ja wirklich zu klären, wie viele T's irgendwo angehängt werden müssten. Oder wir kümmern uns darum die realen Probleme anzugehen und zu beseitigen.
Dazu ist harte Arbeit, Zielorientierung, Kreativität, Kompromissbereitschaft und -Fähigkeit, sowie die Bereitschaft erforderlich, sein eigenes Ego ein klein wenig hintanzustellen.
Weitere Mitstreiterinnen vorausgesetzt, würde ich mich sehr gerne um die realen Probleme kümmern. Dabei behaupte ich nicht, die perfekten Lösungen aus der Tasche ziehen zu können. Doch mit gemeinsamer Arbeit und Anstrengung lässt sich sicher einiges erreichen. Dafür bin ich zu haben und ich denke, dass es genau das ist, was Cybill im Sinn hatte, als sie diesen Threat eröffnet hat.
Ich würde mich daher sehr freuen, wenn wir uns in dieser Diskussion genau darauf konzentrieren könnten.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
-
Trischa
Re: Interessenvertretung
Menschen die sagen sie sind transsexuell oder die Differenz aus möglichst vielen verschiedenen Menschen als TTIQ insgesamt.Wer soll denn FÜR die Transsexuellen sprechen?
Die Vielfalt aus TTIQ geht weit darüber hinaus und besteht aus sehr sehr vielen unterschiedlichen Menschen auch gerade jenseits von LSBT und ohne Gruppenbindungen, die körperlich, sozial, gesellschaftlich in unterschiedlichsten Kontexten sich befinden.
Es ist hier auch sehr wichtig, diese ganzen Individualfälle nicht zu bewerten, sondern die körperliche und soziale Integrität, die Würde der Menschen und ihre Selbstaussagen zu achten.
Das findet nämlich leider auch unter Berücksichtigung von Queer und Trans* nicht wirklich statt. Alles ist Queer, Hormonormativ oder Heteronormativ. Irgendwer hat immer Hausrecht ist der Obermeier und Betroffene dürfen sich an einen Dritten und meist LSBTQ-Kontext anpassen.
Noch 1 Punkt: Die TSG-Reform scheitert nicht an einem mangelnden Ansprechpartner sondern an einem nicht vorhandenen politischen Willen der Koalition.
Ich werde langsam müde und muss mich für heute verabschieden. Für das gute Gespräch in diesem Forum bedanke ich mich sehr.
LG Trischa