Schweden: geschlechtsneutrales Pronomen
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Anne-Mette
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Schweden: geschlechtsneutrales Pronomen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

GGG.at greift noch einmal auf, was auch schon durch andere Veröffentlichungne bekannt war:


Schwedische Sprache bekommt ein geschlechtsneutrales Pronomen
'Hen' für Transgender und alle, 'deren Geschlecht unbekannt oder irrelevant' ist

http://www.ggg.at/index.php?id=80&L=0\%27

Für mich ist die Frage, wie sich das "in der Praxis" einbürgert. Ich habe nach der Rechtschreibreform die Erfahrung gemacht, dass viele Leute sich "eine eigene Reform" geleistet haben, d.h. Ecken und Kanten wurden abgeschliffen...
Acuh wenn sich bei uns einiges tut - es wird sicherlich eine "Alltagssprache" geben und eine "wissenschaftliche".
Ich habe vor einigen Tagen ein Buch gelesen, das ich durch eine neue Schreibweise der Geschlechterberücksichtigung als sehr anstrengend empfand. Ob ich mich daran gewöhne?

Oft bin ich am Drucken - und da muss ich schon jetzt sehr aufpassen, dass alles in die Formulare hineinpasst. Wenn da noch einiges hinzukommt, um ganz korrekt zu arbeiten, wird es unübersichtlich.

Gruß
Anne-Mette
Lina
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Re: Schweden: geschlechtsneutrales Pronomen

Post 2 im Thema

Beitrag von Lina »

Und warum sollte das speziell in Schwedisch schwierig sein?
triona
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Re: Schweden: geschlechtsneutrales Pronomen

Post 3 im Thema

Beitrag von triona »

Ich denke, im Schwedischen dürfte es von den erforderlichen Änderungen her noch vergleichsweise einfach sein. Aber ob die Sprachaktivisten das dann mit hans / hennes, honom / henne usw auch schon weiter durchdacht haben? Hängt für eine durchgehende und flüssige Anwendung im allgemeinen Sprachgebrauch ja doch bisserl mehr dran.

Im Allgemeinen geht sowas eh nur sehr langsam von statten. Mal sehen, was auf Dauer draus wird, und ob sich das durchsetzen wird. Durch Verordnungen von oben herab wird sich jedenfalls wohl auch dort nicht allzu schnell allzu vieles ändern.


liebe grüße
triona
Anke
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Re: Schweden: geschlechtsneutrales Pronomen

Post 4 im Thema

Beitrag von Anke »

Anne-Mette hat geschrieben:

Ich habe vor einigen Tagen ein Buch gelesen, das ich durch eine neue Schreibweise der Geschlechterberücksichtigung als sehr anstrengend empfand. Ob ich mich daran gewöhne?

Oft bin ich am Drucken - und da muss ich schon jetzt sehr aufpassen, dass alles in die Formulare hineinpasst. Wenn da noch einiges hinzukommt, um ganz korrekt zu arbeiten, wird es unübersichtlich.

Hallo,

zu dem wie das im Schwedischen geht, kann ich nichts beitragen.

In unserer Sprache finde ich das schwierig und es geht mir ähnlich wie Anne-Mette.

Am Anfang meiner beruflichen Laufbahn habe ich mal im Staatsdienst gearbeitet und da gab es ein Papier, das sich mit eben diesem Thema beschäftigt hat. Als ich es in die Finger bekam, war ich voller Vorfreude, die dann beim Lesen sehr schnell verschwunden ist. Wenn ich all das anwende, was die beiden Autorinnen dort vorgeschlagen haben, dann werden meine Texte praktisch unlesbar. Ärgerlich fand ich, dass an diesem Papier zwei recht hoch bezahlte Beamtinnen (A16 und B3) ein ganzes Jahr gearbeitet haben. Das ganze Papier war reichlich unausgegoren.

Seither habe ich keine wirklich praktikable Lösung gesehen. Ich befürchte, dass solch eine Lösung recht radikal wäre und das unsere Gesellschaft dafür nicht reif ist.

Wir könnten ja zum Beispiel das ganz ähnlich machen wie in der englischen Sprache und alles neutral formulieren: das Lehrer, das Blume, das Mann, das Frau. Im Englischen ist das völlig selbstverständlich. Im Deutschen muss ich mich erst einmal überwinden, das so hinzuschreiben. Den Sturm der Entrüstung quer durchs Land kann ich mir mühelos vorstellen.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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