..in einer Privatfirma ist deine Lage gewiss anders als bei mir in der Bundesverwaltung Wasser und Schiff, wo es einen Antidiskriminierungsgrundsatz gibt, der auch gelebt wird. Ich habe mich von Anfang an mit unserer Gleichstellungsbeauftragten beraten - sie unterstützt mich seitdem und habe langsam meine Kollegen informiert, Stück für Stück und jetzt am Rosenmontag bin ich als Kollegin zur Arbeit gegangen und habe allgemeine Zustimmung erhalten natürlich auch erstaunte Kulleraugen gesehen und einige haben bei mir so etwas nie vermutet - die haben wohl auch noch nie richtig hingeschaut, wie ich schon länger ausssehe mit BH, Ohrringen und Halskette zu Jeans und Bluse/Pullover. Ich arbeite als Landvermesserin vollkommen selbständig an der digitalen Leitungsdokumentation und habe eine Kollegin (die Gleichstellungsbeauftragte), die den analogen Teil des Planzeuges betreut. Vorsicht ist aber immer geboten und gesagte Worte sind nicht mehr zurücknehmbar. Bei mir war ich mir sicher, dass nichts passiert- auch mein Abteilungsleiter hat nichts dagegen - Privatsache sozusagen. Aber ständig mit Rock oder Kleid möchte mich hier vermutlich auch niemand sehen - das weiss ich aber so genau auch nicht. Ganz als Frau kann ich nicht leben - da ist meine Frau vehement dagegen. Unser Betriebsrat hat es auchwohlwollend zur Kenntnis genommen und so bleibt es alles wie es war und ein Kündigungsgrund ist das bei uns nicht - es sei denn ich täte öffentliches Ärgernis erregen oder meine Kollegen bei der Arbeit stören.
Du musst dir natürlich klar darüber werden, was du selbst willst und das dann versuchen, das mir der beruflichen wirklichkeit nd en bestehenden möglichkeiten in Einklang zu bringen. TS/CD zu sein ist ja nun heutzutage auch nicht mehr ganz so etwas exotisches, dass du damit völlig aus dem Rahmen fallen tätest. Da fehlt Information nud vermutlich auch Verständnis dafür bei der GL. Auch die ist angehalten, sich zu informieren und müsste schon gute Gründe nennen. Da fangen natürlich auch Interpretationsspielräume an, was in einer Firma toleriert wird oder schon als geschäftsschädigend angesehen wird. Vertrete dein Anliegen der GL gegenüber sachlich, diskret aber mutig in der Sache. ...wird schon schief gehen...
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa