Lucia hat geschrieben:Guten morgen Ihr Lieben!
...
@ Lina Du hast natürlich Recht, es sind "nur" meine Eltern und ja, diese Art, wie sie die Sachen angegangen sind bringt absolut nix. Bei jedem anderen Menschen hätte ich vermutlich sofort dicht gemacht und diese Personen meiner Wohnung verwiesen. Das fällt mir allerdings bei meinen Eltern schwer, da wir stets eine wirkliche sehr gute Beziehung hatten und es mich deshalb auch ziemlich unsicher macht.
Der Aspekt mit den "w" Fragen ist allerdings absolut genial, da wäre ich zugegebener Maßen selbst nicht darauf gekommen.
...vereinfacht.
... Eurer LucÃa
Das mit den W-Fragen: Ich habe auch nicht Urheberrecht darauf. Das "Warum" sollte man in der Regel meiden, weil es zu häufig benutz wird, ohne dass der Fragende wirklich eine Antwort haben will, sondern nur Vorwürfe machen.
Die anderen "W-Fragen" sind gut, weil sie u.a. Aufklären kann welche Ziele jeweils angestrebt werden. Wenn A z.B. als Ergebnis des Gesprächs wünscht, festzustellen, ob ein Coming-Out sich bei B überhaupt lohnt, während B sich aufgrund von jahrelanger Hirnwäsche unbewusst versucht rauszufinden, ob er A bei der nächsten Kreuzigungs- oder Hexenverbrennungszeremonie der Kirche anmelden soll, helfen W-Fragen dies aufzuklären. Vielleicht hat B noch gar nicht selber verstanden, dass er unbewusst in solchen Bahnen denkt.
Eine Frage, die ich mehrmals bei sich aufbauenden Streitgesprächen z.B. unter Kollegen ist diese: "Was ist jetzt für dich das ideale Ergebnis dieses Gesprächs - oder wie ist das Ziel des Gesprächs erreicht." Wenn ich dann jeden einzelnen Teilnehmer frage, stellt sich (natrlich) heraus, dass alle jeweils unterschiedliche Ziele und Erwartungen zum Gespräch haben. Das ist ihnen meistens nicht klar - aber wenn es klar wird, dann regelt sich immer einiges ...
Probier es aus.
Kleines Beispiel am Rande (Sorry Conny - den Text habe ich von dir geklaut)
warum machst du dir mit der planung der aufklärung den druck und stress? ich würde erst einmal abwarten wie sich deine eltern verhalten, ob sie das thema von sich aus überhaupt ansprechen. ich würde sie kommen lassen und dann anhand ihren äußerungen in geeigneter weise antworten.
Warum ...!! Und dann die eigene Ansicht, wie es zu tun ist. (Sorryyyy Conny - du willst ja nichts Böses, aber die Ausdrucksweise ist wirklich klassisch und zeigt es besser als jedes fiktive Beispiel, das ich mir ausdenken könnte)
Ich hätte z.B. so gefragt:
Du willst scheinbar so schnell wie möglich das ganze aufklären, obwohn niemand dich dazu zwingt. Was meinst du, dass du damit erreichst? Beziehungsweise, siehst du vielleicht eine Möglichkeit das Gleiche zu erreichen, wenn du es ohne festen Zeitplan über die Bühne ziehst.
Im Grunde will ich dasselbe sagen. Entscheide selber, was zu konstruktivere Gedanken führt.