Vorstellung / auf der Suche nach rat
Vorstellung / auf der Suche nach rat

Lebensplanung, Standorte
Antworten
Anni
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 816
Registriert: Mo 20. Jul 2009, 20:09
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 1 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Lucia )))(:

Richtig HELFEN kann Dir wohl keine von uns - da mußt Du letztendlich alleine durch - und " gute Ratschläge " sind da auch immer so eine Sache ...

Ich würde Dir raten , die Bekanntschaft , die ja eigentlich noch gar keine ist ( Bekanntschaft ist abgeleitet von " kennen " - und wirklich kennen tust Du
Ihn/Sie ja wohl noch nicht ) erst einmal für Dich zu behalten und ab zu warten , ob und was daraus wird - gegebenen Falles kannst Du DAS als eigene
Erfahrung abhaken .

Ich denke , das Du Deinen Eltern aber schon eine kleine Erklärung für Dich selbst schuldig bist ... Deine " Neigung " ist ja nun so was Besonderes auch nicht mehr - nicht jede von uns kann eine Concita Wurst sein :wink:

Viel Glück und
LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Franka
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 806
Registriert: Fr 25. Mai 2012, 22:18
Geschlecht: Transgender
Pronomen:
Wohnort (Name): Salzgitter
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 2 im Thema

Beitrag von Franka »

Hallo Lucia,

wenn du der Meinung bist, dass du dich bei deinen Eltern outen musst, dann tue es.
Ich habe es, für mich selbst, auch kurz überlegt, aber es muss ja nicht unbedingt an den Feiertagen sein.
Was deine neue Beziehung angeht, würde ich erst mal warten wie sie sich entwickelt. Natürlich bist du im Moment sehr euphorisch und willst es allen kundtun, aber überlege es dir noch mal und schlaf eine Nacht oder zwei drüber.
Genaue Ratschläge kann dir keiner geben, wir kennen weder dich, deine Freundin, noch deine Eltern und mit den Konsequenzen musst du ja dann leben können.

LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Franka
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 806
Registriert: Fr 25. Mai 2012, 22:18
Geschlecht: Transgender
Pronomen:
Wohnort (Name): Salzgitter
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 3 im Thema

Beitrag von Franka »

Vielleicht haben deine Eltern gar nichts gesehen? Wenn das Shirt lang genug war, auf rasierte Arme und Beine achten andere Leute so gut wie gar nicht und ist auch schon alltäglich, z. B. bei Sportlern.
Das Thema könnte auch einfach totgeschwiegen werden, weil deine Eltern sich nicht trauen darüber zu reden, willst du dann den Anfang machen?
Wenn sie doch auf einer Erklärung bestehen, kannst du ihnen immer noch erzählen was dich bewegt so zu sein wie du eben bist.
Aber von deiner neuen Liebe würde ich noch nichts erzählen, bis ihr nicht wirklich ernste Pläne habt. Da kann sich noch viel ändern.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4107
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 1435 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vermutlich haben Deine Eltern gar nicht so viel gesehen. Ich würde mit dem Outing warten, bis Du Dir Deiner selbst sicherer bist. Je selbstbewusster Du auftreten kannst, umso besser wird das laufen. Wenn es schief geht brauchst Du ohnehin jedes Quentchen Selbstbewusstsein, um damit klar zu kommen.

Zum ersten Treffen: Neutraler Boden ist eine gute Idee. Und Covern ist vielleicht auch eine gute Massnahme.
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4107
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 1435 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Saari hat geschrieben:Ich habe zwei Bekannte, [...] zwischenzeitlich geheiratet haben und der eine nun den Namen seines Freundes als gemeinsamen Familiennamen angenommen habe.
Für mich bleibt die "Frage", wie spreche ich den einen nun an: Als Frau XY oder als nunmehr, gleich dem Anderen, dem Namensgeber, auch als Herr X.
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um ein schwules Paar. Die Frage nach dem Herr/Frau stellt sich damit nicht. Es gibt keine Frau in der Beziehung. Punkt.
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://pix.echtlustig.com/1406/aeh-wer- ... -gabel.jpg

Die schwulen Paare in meiner Umgebung sprechen von ihrem Partner auch als "mein Mann", bzw. die lesbischen von "meine Frau".
Löst euch doch mal ein bisschen von dieser binären Denke.
blauschnee
Beiträge: 45
Registriert: Sa 11. Okt 2014, 09:48
Geschlecht: TG
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 6 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Saari,
Du schreibst ja bei beiden Personen von "Er". Wenn es keine Trans*-Personen sind, warum willst du dann jemanden als Frau XY ansprechen? In dem Fall sind doch dann beide Herr XY.

Nur man so weit gehen würde, die beiden nach ihren Präferenzen beim Sex (Aktiv/Passiv) ansprechen zu wollen, könnte man auf den Gedanken kommen, einen von beiden als Frau zu betiteln. Aber einerseits ist das Sexleben der beiden sicher Privatsache, und außerdem würde das dann auch nur so gehen, falls beide nie ihre Rollen als Aktiver/Passiver Part tauschen. Ich denke aber, dass man seine Anrede definitiv nicht nach diesen Gründen auswählen sollte, sondern wie hier im Forum gemäß ihrer gelebten Geschlechtsidentität. Wenn Du sagst, wie die beiden auftreten, könnte man vielleicht mehr dazu sagen.

Liebe Grüße
Blauschnee
blauschnee
Beiträge: 45
Registriert: Sa 11. Okt 2014, 09:48
Geschlecht: TG
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 7 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Lucia,

wenn Deine Eltern Frauenkleidung und Schwulsein miteinander verbinden, dann solltest Du vielleicht auch erklären, daß das nicht zusammengehört. Die meisten Crossdresser hier im Forum und auch anderswo sind nicht schwul sondern in der Mehrheit hetero, das solltest du erstmal klarstellen und ja auch nicht unwahr. So kannst du dein "Outing" ja erstmal darauf beschränken, dass Du gerne Frauensachen trägst. Dass du auf DWTs und TVs stehst, würde ich erst erzählen, wenn du kurz davor bist, ihn deinen Eltern vorzustellen :)
Wenn deine Eltern sonst ziemlich aufgeschlossen sind, kann ihre Wortwahl vielleicht wegen ihrer Überraschung etwas unglücklich oder untypisch gewesen sein. Versetz dich in ihre Lage: Besorgt wegen deiner Grippe besuchen sie Dich. Sie klingeln, und erwarten dass ein verschnupftes Häufchen Elend :) , vielleicht noch dick eingemummelt, ihnen die Tür aufmacht, aber dann steht da ihr Sohn nur mit T-Shirt und String. Damit haben Sie dann aber nicht gerechnet und sind sehr überrascht... Vielleicht waren sie so geschockt, dass sie deswegen so beunruhigt waren und ihre Reaktion und Wortwahl nicht so passend war. Mittlerweile sind ja auch ein paar Tage vergangen, da wird sich ihre Aufregung wahrscheinlich etwas gelegt haben.
Totschweigen würde ich das auch lieber nicht, ich könnte mir nämlich auch gut vorstellen, dass das dann eine Distanz zwischen Euch aufbaut.
Wenn Ihr sprecht, und besonders wenn sie fragen, warum du ihnen nichts geantwortet hast, dann würde ich auf jeden Fall sagen, warum: Dass du von ihrer Reaktion so überrumpelt und verletzt warst. Vielleicht wird ihnen dadurch auch bewusst, dass ihre Reaktion vielleicht etwas zu übertrieben war.
Mehr Tipps kann ich dir leider nicht geben, mein Outing bei meinen Eltern liegt noch vor mir. Denk nur daran, dass, wenn Ihr euch ruhig, freundlich und anständig darüber unterhaltet, schafft das so die besten Bedingungen für eure weitere Beziehung zueinander. Ein Streit und festes Beharren auf der eigenen Meinung bringt niemanden etwas.

Ich wünsche Dir viel Glück dabei und auch ein schönes Weihnachten.

Liebe Grüße
Blauschnee


PS
Lucia hat geschrieben:ich habe bei meinem 2. Post direkt auf Aurelia geantwortet, kann es sein, dass dann niemand anderes den Inhalt lesen kann?
Ich kann Deinen zweiten Post lesen, alle Anderen dann bestimmt auch.
Zuletzt geändert von blauschnee am Mi 24. Dez 2014, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
blauschnee
Beiträge: 45
Registriert: Sa 11. Okt 2014, 09:48
Geschlecht: TG
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 8 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo nochmal Saari,

ich finde das Thema hier eigentlich etwas Off-Topic und es sollte in einem eigenen Thread sein.

Sind das nicht beides Bekannte von Dir? Dann weisst Du doch eigentlich schon, wie die beiden leben und ob einer Transgender ist.
Für den Fall, dass sich jemand von den beiden in der Zwischenzeit als TG offenbart hat und es offen lebt, siehst Du es dann ja auch wenn es so weit ist. Erst dann würde ich über ein Frau XY nachdenken.

Liebe Grüße
Blauschnee
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4375
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 191 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina »

Lucia hat geschrieben:Hallo!
Ich glaube, ich weiß jetzt, warum Ihr nicht die Details kennt: ich habe bei meinem 2. Post direkt auf Aurelia geantwortet, kann es sein, dass dann niemand anderes den Inhalt lesen kann?
Falls dem so ist, zitiere ich mich mal kurz selbst, was oben zu lesen ist:
"Bekleidet war ich nur im String und T Shirt, was meine Eltern zu tiefst schockierte. Sie wollten unbedingt wissen, was denn mit mir los sei, bin ich schwul, warum wieso weshalb. Da ich mich aber eh so oder so nicht gut fühlte, hatte ich weder die Lust, noch die Kraft, mich ihnen anzuvertrauen.
Ich weiß, dass das nicht gut war, aber ich fühlte mich eh schon sehr bescheiden, verletzlich und brachte es nicht auf, ihnen die Wahrheit zu sagen."

Sie haben es gesehen und die Reaktion kam prompt und sehr energisch, was ja einerseits verständlich ist, mir aber in dem Moment nicht wirklich geholfen hat, den Anfang zu finden. Ich hatte einen riesigen Kloß im Hals und war irgendwo zwischen wütend und kurz vorm Heulen.
Der Haupt Grund, warum ich nicht sofort damit raus kam, weil ich zum einen zu verängstigt war, mich überrumpelt und verletzlich gefühlt habe.

Zu leugnen gibt es also in dieser Geschichte nichts, tot schweigen habe ich auch Angst vor, weil ich befürchte, dass es unserer Beziehung zu sehr schadet.
Was ich meinen Eltern zumuten kann, müsste ich selbst am besten wissen, aber gibt es aus der Ferne betrachtet eine behutsame Lösung, wie ich das Thema so ehrlich aber schonend wie möglich erklären kann?!
Dank Euch!

Ja, sicher, aber wenn sie so dämlich fragen, müssen die doch mit einer ziemlich krassen Antwort rechnen. Was stellen sie sich den vor? Wer glauben sie, dass sie sind? Allein der Titel "Eltern" gibt doch kein Anrecht auf ein Vertrauen, wozu in der gesammten Stimmung in ihrer Frage nicht eingeladen wird. Ich meine, schon die Ausdruckweise "...was mit mir los sei ...", sagt mir, dass sie nicht in einem netten Ton gefragt haben.

Ich meine - Eltern sind ja OK, die haben viel Gutes getan, meisens. Man kann theoretisch auch mehr Vertrauen in Eltern aufbringen als bei anderen Personen. Trotzdem gibt es keine magisch-naturgesetz-mäßige Regel, dass es Zwangsläufig so sein muss. Vielmehr läuft das nach genau denselben Regeln wie bei allen anderen Menschen. Es gibt Menschen wo die Kommunikation so entspannt fließt, dass man ihnen schon zwei Stunden nachdem man die zum ersten Mal getroffen hat, intimste Sachen erzählt. Und es gibt welche die sich nie dafür qualifizieren. Mal muss man selber sich damit abfinden zur letzteren Kategorie zu gehören, mal sind es andere.

Es gibt aber kein Recht, von jemandem so ein Vertrauen zu verlangen, also sind Schuldgefühle wegen einer krassen Reaktion auf eine solch überzogene Erwartung nicht angebracht.

Beim nächsten mal kann ich also nur empfehlen, die Frage evtl. mit einer Gegenfrage die mit "w" anfängt - "warum" ausgenommen - zu erwidern. "Bist du schwul?" - "Was bringt es dir, wenn ich das beantworten kann?" Z.B.

Die "w-Fragen" können viel Konstruktives an den Tag bringen. Z.B. die Gesprächspartner daran erinnern, was sie eigentlich mit dem Gespräch bezwecken. Oder sich darüber Gedanken zu machen, falls die es nicht wissen. Das ist immer gut.

Siehst du was ich meine?
conny
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3720
Registriert: Mo 9. Nov 2009, 18:54
Geschlecht: vorhanden
Pronomen:
Wohnort (Name): Lüneburg
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 10 im Thema

Beitrag von conny »

Saari hat geschrieben:Hallo Blauschnee,
die Frage des Auftretens wird sich beim bevorstehenden Besuch ergeben.
Sicher ist jedenfalls, die Sache mit "schwul" oder "lesbisch" ist eine Privatsache, die geht einem Dritten nichts an.
Ich berichte zu gegebener Zeit.
hallo saari,

abgesehen davon, dass das von dir dargestellte "problem" wie schon dargelegt, keines ist, warum "missbrauchst du für dein anliegen diesen thread?
Franka
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 806
Registriert: Fr 25. Mai 2012, 22:18
Geschlecht: Transgender
Pronomen:
Wohnort (Name): Salzgitter
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 11 im Thema

Beitrag von Franka »

Hallo Lucia,

ein paar Gedanken machen kann bestimmt nicht schaden, dann hast du vielleicht schon ein paar passende Antworten auf die Fragen die kommen werden.
Ansonsten abwarten, vor allem ruhig bleiben und dich nicht provozieren lassen.
Kannst ja auch DSDS und Conchita Wurst als Beispiele anführen, vielleicht können sie damit was anfangen, um ihnen zu zeigen, das CD kein Weltuntergang ist, sondern man damit sogar den Grand Prix gewinnen kann.
Und mit Hilfe deiner Cousine wird das schon schiefgehen, ich drücke dir die Daumen.

LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
conny
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3720
Registriert: Mo 9. Nov 2009, 18:54
Geschlecht: vorhanden
Pronomen:
Wohnort (Name): Lüneburg
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 12 im Thema

Beitrag von conny »

hallo lucia,
Lucia hat geschrieben: Bekleidet war ich nur im String und T Shirt, was meine Eltern zu tiefst schockierte. Sie wollten unbedingt wissen, was denn mit mir los sei, bin ich schwul, warum wieso weshalb.
nur mal zum verständnis:
war denn das t-shirt und der string als für damen bestimmt erkennbar?
gelegentlich werden ja auch die träger männlicher strings in die schwulenschublade gesteckt.

warum machst du dir mit der planung der aufklärung den druck und stress? ich würde erst einmal abwarten wie sich deine eltern verhalten, ob sie das thema von sich aus überhaupt ansprechen. ich würde sie kommen lassen und dann anhand ihren äußerungen in geeigneter weise antworten.

lg
conny
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4375
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 191 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 13 im Thema

Beitrag von Lina »

Lucia hat geschrieben:Guten morgen Ihr Lieben!
...
@ Lina Du hast natürlich Recht, es sind "nur" meine Eltern und ja, diese Art, wie sie die Sachen angegangen sind bringt absolut nix. Bei jedem anderen Menschen hätte ich vermutlich sofort dicht gemacht und diese Personen meiner Wohnung verwiesen. Das fällt mir allerdings bei meinen Eltern schwer, da wir stets eine wirkliche sehr gute Beziehung hatten und es mich deshalb auch ziemlich unsicher macht.
Der Aspekt mit den "w" Fragen ist allerdings absolut genial, da wäre ich zugegebener Maßen selbst nicht darauf gekommen.
...vereinfacht.
... Eurer Lucía
Das mit den W-Fragen: Ich habe auch nicht Urheberrecht darauf. Das "Warum" sollte man in der Regel meiden, weil es zu häufig benutz wird, ohne dass der Fragende wirklich eine Antwort haben will, sondern nur Vorwürfe machen.

Die anderen "W-Fragen" sind gut, weil sie u.a. Aufklären kann welche Ziele jeweils angestrebt werden. Wenn A z.B. als Ergebnis des Gesprächs wünscht, festzustellen, ob ein Coming-Out sich bei B überhaupt lohnt, während B sich aufgrund von jahrelanger Hirnwäsche unbewusst versucht rauszufinden, ob er A bei der nächsten Kreuzigungs- oder Hexenverbrennungszeremonie der Kirche anmelden soll, helfen W-Fragen dies aufzuklären. Vielleicht hat B noch gar nicht selber verstanden, dass er unbewusst in solchen Bahnen denkt.
Eine Frage, die ich mehrmals bei sich aufbauenden Streitgesprächen z.B. unter Kollegen ist diese: "Was ist jetzt für dich das ideale Ergebnis dieses Gesprächs - oder wie ist das Ziel des Gesprächs erreicht." Wenn ich dann jeden einzelnen Teilnehmer frage, stellt sich (natrlich) heraus, dass alle jeweils unterschiedliche Ziele und Erwartungen zum Gespräch haben. Das ist ihnen meistens nicht klar - aber wenn es klar wird, dann regelt sich immer einiges ...
Probier es aus.




Kleines Beispiel am Rande (Sorry Conny - den Text habe ich von dir geklaut)

warum machst du dir mit der planung der aufklärung den druck und stress? ich würde erst einmal abwarten wie sich deine eltern verhalten, ob sie das thema von sich aus überhaupt ansprechen. ich würde sie kommen lassen und dann anhand ihren äußerungen in geeigneter weise antworten.

Warum ...!! Und dann die eigene Ansicht, wie es zu tun ist. (Sorryyyy Conny - du willst ja nichts Böses, aber die Ausdrucksweise ist wirklich klassisch und zeigt es besser als jedes fiktive Beispiel, das ich mir ausdenken könnte)


Ich hätte z.B. so gefragt:

Du willst scheinbar so schnell wie möglich das ganze aufklären, obwohn niemand dich dazu zwingt. Was meinst du, dass du damit erreichst? Beziehungsweise, siehst du vielleicht eine Möglichkeit das Gleiche zu erreichen, wenn du es ohne festen Zeitplan über die Bühne ziehst.


Im Grunde will ich dasselbe sagen. Entscheide selber, was zu konstruktivere Gedanken führt.
conny
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3720
Registriert: Mo 9. Nov 2009, 18:54
Geschlecht: vorhanden
Pronomen:
Wohnort (Name): Lüneburg
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 14 im Thema

Beitrag von conny »

hallo lucia,

egal welche strategie du nun wählst und ob es dir gelingt, diese auch klar durchzuziehen:
lasse dich nicht in die angeklagtenrolle drängen und ich würde auch die frage stellen, ob für deine eltern die erkenntnis deines "andersseins" (das wäre m.e. noch näher zu klären)wirklich bedeutet, alles bisherige über den haufen zu schmeissen.
viel glück!

lg
conny
conny
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3720
Registriert: Mo 9. Nov 2009, 18:54
Geschlecht: vorhanden
Pronomen:
Wohnort (Name): Lüneburg
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung / auf der Suche nach rat

Post 15 im Thema

Beitrag von conny »

Lucia hat geschrieben:
Meinst Du denn, dass ich zusätzlich zum Wäsche Thema von meiner Vorliebe zu meiner neuen Partnerin erzählen sollte (generell)?
ich glaube, dass es mir helfen würde, wenn ich auch mit Angehörigen über meine Situation reden könnte, insbesondere über den Verlauf mit meiner Partnerin.

LG Lucía
in deiner von die beschriebenen momentanen situation verwirrt mich dein ansinnen etwas. wieso denkst du an den zweiten schritt bevor der erste nicht einvernehmlich (!) erledigt ist?
Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“