Andrea — meine Erlebnisse - # 17
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ChristinaF
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
langsam wirste ein richtiges Opern/Operettenlexikon. Glückwunsch wiedermal zur gelungenen Vorstellung.
LG
Chrissie
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Chrissie
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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30.11.2014
Der Tag begann nach dem Aufstehen zunächst mit dem obligatorischen Schminken. Beim Outfit hatte ich diesmal keine Wahl. Es sollte wieder das beige Strickkleid und alles, was ich am Vortag dazu trug, sein. Etwas anderes hatte ich gar nicht im Koffer.
Das Frühstück im Hotel und das Auschecken verliefen völlig unspektakulär. Der Mann an der Rezeption sagte noch, dass ich gern wiederkommen könne. "Ja, wenn es wieder mal so eine interessante Opernaufführung gibt wie gestern", entgegnete ich darauf.
Auf dem Weg zum Bahnhof bin ich möglicherweise wieder einmal erkannt worden. Eine vierköpfige Gruppe Jugendlicher kam mir entgegen und als die vorbei waren, glaubte ich zu hören: "War das eine Frau?" Naja, zumindest waren sie sich nicht sicher. Zu Hause angekommen, habe ich zuerst einen Beitrag zu meinem dreijährigen Forenjubiläum hier reingestellt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 15#p107760
Für die Kommentare dazu werde ich mich an anderer Stelle noch einmal gesondert bedanken.
Für den Rest des Tages hatte ich im Haus zu tun. Ein Zimmer musste fertig tapeziert werden. Mein weibliches Outfit habe ich dazu nicht abgelegt. In Ermangelung geeigneter Alternativen blieb es bei dem Strickkleid, das ich gerade trug. Das mag für solche Tätigkeiten vielleicht nicht ganz passend zu sein, aber einen Vorteil hatte es doch: In dem (zur Zeit) unbeheizten Raum habe ich nicht gefroren, ganz im Gegensatz zum Männeroutfit vor einigen Tagen.
Es ist mir sogar problemlos gelungen, die schönen (Damen-)Sachen nicht zu beschmutzen. Ich hatte dazu nur ständig einen Lappen griffbereit, wenn mal etwas Kleister an die Finger kam. Vor ein paar Tagen ging diesbezüglich alles noch an (Männer-)Hemd und Hose.
So, die Tapete ist nun an der Wand. Mal sehen, welche Tätigkeiten ich demnächst noch alles meiner weiblichen Seite anvertrauen kann.
Warten wir erst einmal ab, bis ich die angestrebten 100 Werke gesehen habe!Dornröschen hat geschrieben:langsam wirste ein richtiges Opern/Operettenlexikon.
Kerstin hat geschrieben:Das Kleid steht dir gut
Danke euch nachträglich noch für diese netten Kommentare zu meinem neuesten Galeriebild!Magdalena hat geschrieben:ein schönes Kleid. Selbst der Nagellack in gleicher Farbe. Du siehst darin gut aus.
30.11.2014
Der Tag begann nach dem Aufstehen zunächst mit dem obligatorischen Schminken. Beim Outfit hatte ich diesmal keine Wahl. Es sollte wieder das beige Strickkleid und alles, was ich am Vortag dazu trug, sein. Etwas anderes hatte ich gar nicht im Koffer.
Das Frühstück im Hotel und das Auschecken verliefen völlig unspektakulär. Der Mann an der Rezeption sagte noch, dass ich gern wiederkommen könne. "Ja, wenn es wieder mal so eine interessante Opernaufführung gibt wie gestern", entgegnete ich darauf.
Auf dem Weg zum Bahnhof bin ich möglicherweise wieder einmal erkannt worden. Eine vierköpfige Gruppe Jugendlicher kam mir entgegen und als die vorbei waren, glaubte ich zu hören: "War das eine Frau?" Naja, zumindest waren sie sich nicht sicher. Zu Hause angekommen, habe ich zuerst einen Beitrag zu meinem dreijährigen Forenjubiläum hier reingestellt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 15#p107760
Für die Kommentare dazu werde ich mich an anderer Stelle noch einmal gesondert bedanken.
Für den Rest des Tages hatte ich im Haus zu tun. Ein Zimmer musste fertig tapeziert werden. Mein weibliches Outfit habe ich dazu nicht abgelegt. In Ermangelung geeigneter Alternativen blieb es bei dem Strickkleid, das ich gerade trug. Das mag für solche Tätigkeiten vielleicht nicht ganz passend zu sein, aber einen Vorteil hatte es doch: In dem (zur Zeit) unbeheizten Raum habe ich nicht gefroren, ganz im Gegensatz zum Männeroutfit vor einigen Tagen.
Es ist mir sogar problemlos gelungen, die schönen (Damen-)Sachen nicht zu beschmutzen. Ich hatte dazu nur ständig einen Lappen griffbereit, wenn mal etwas Kleister an die Finger kam. Vor ein paar Tagen ging diesbezüglich alles noch an (Männer-)Hemd und Hose.
So, die Tapete ist nun an der Wand. Mal sehen, welche Tätigkeiten ich demnächst noch alles meiner weiblichen Seite anvertrauen kann.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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6.12.2014
Heute fand im Chemnitzer Opernhaus eine Veranstaltung aus der Reihe "Ausgeplaudert" statt. In dieser Gesprächsrunde werden von einem Moderator Mitarbeiter der Oper näher vorgestellt. Da diesmal unter anderem die Darstellerin der Titelrolle der aktuellen "La Cenerentola"-Inszenierung dabei sein sollte, stellte diese Veranstaltung eine hervorragende Ergänzung zu der Premiere vor einer Woche dar. Da musste ich einfach dabei sein!
Diesmal gelang es mir, ein neues Outfit zusammenzustellen: schwarz-weiß gemusterter wadenlanger Rock, weiße Bluse, schwarze Stiefel und draußen mein cremefarbener Anorak darüber. Vormittags in einem Supermarkt noch etwas eingekauft, machte ich mich gegen Mittag auf den Weg nach Chemnitz.
Wegen des Weihnachtsmarktes herrschte der gleiche Andrang wie vor einer Woche und das bereits auf dem Bahnhof meiner Heimatstadt. Im Zug erwischte ich noch einen der letzten freien Sitzplätze.
Ich bin dann, weil noch etwas Zeit blieb, erst einmal mit auf den Weihnachtsmarkt gegangen, einmal um eine Kleinigkeit zu essen und um wieder mal ein Erinnerungsfoto machen zu lassen:
Danach ging es ins Opernhaus, gespannt darauf, was diesmal "ausgeplaudert" wird. Befragt zu ihrem Werdegang, aktuellen Aufgaben und Plänen für die Zukunft wurden heute eine junge Sängerin, die mit der "Cenerentola" wenige Tage zuvor ihr Debüt in Chemnitz gab und der Dramaturg der Oper. Der Moderator der Veranstaltung ist selbst Sänger im Haus und wirkt auch bei der genannten Rossini-Oper mit. Klar, dass diese Aufführung einen breiten Raum in dem Gespräch einnahm. Der Dramaturg ging da fast ein wenig unter, auch weil er, im Gegensatz zu den Sängern, nichts zum Vorführen hatte.
Zum Schluss gab es die obligatorische Autogrammstunde, wo man bzw. frau auch die Gelegenheit hatte, ein paar Worte mit den Künstlern zu wechseln. Ich bedankte mich so noch einmal für die schöne Vorstellung vergangene Woche. Der Moderator / Sänger glaubte, mich bei der Premierenfeier gesehen zu haben, was bei meinem nicht ganz unauffälligen Outfit (rotes Abendkleid) nicht verwunderte. Zum Schluss fehlte die freundliche Aufforderung nicht, doch bald mal wiederzukommen. Na das mache ich doch gerne!
Inzwischen war es dunkel geworden. Ich drehte noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt, bevor ich wieder nach Hause fuhr. Ein kleiner Einkaufsbummel wäre noch möglich gewesen, aber darauf verzichtete ich heute. Ich wollte zu Hause noch einiges erledigen, um am nächsten Tag zu einem weiteren Ausflug starten zu können.
6.12.2014
Heute fand im Chemnitzer Opernhaus eine Veranstaltung aus der Reihe "Ausgeplaudert" statt. In dieser Gesprächsrunde werden von einem Moderator Mitarbeiter der Oper näher vorgestellt. Da diesmal unter anderem die Darstellerin der Titelrolle der aktuellen "La Cenerentola"-Inszenierung dabei sein sollte, stellte diese Veranstaltung eine hervorragende Ergänzung zu der Premiere vor einer Woche dar. Da musste ich einfach dabei sein!
Diesmal gelang es mir, ein neues Outfit zusammenzustellen: schwarz-weiß gemusterter wadenlanger Rock, weiße Bluse, schwarze Stiefel und draußen mein cremefarbener Anorak darüber. Vormittags in einem Supermarkt noch etwas eingekauft, machte ich mich gegen Mittag auf den Weg nach Chemnitz.
Wegen des Weihnachtsmarktes herrschte der gleiche Andrang wie vor einer Woche und das bereits auf dem Bahnhof meiner Heimatstadt. Im Zug erwischte ich noch einen der letzten freien Sitzplätze.
Ich bin dann, weil noch etwas Zeit blieb, erst einmal mit auf den Weihnachtsmarkt gegangen, einmal um eine Kleinigkeit zu essen und um wieder mal ein Erinnerungsfoto machen zu lassen:
Danach ging es ins Opernhaus, gespannt darauf, was diesmal "ausgeplaudert" wird. Befragt zu ihrem Werdegang, aktuellen Aufgaben und Plänen für die Zukunft wurden heute eine junge Sängerin, die mit der "Cenerentola" wenige Tage zuvor ihr Debüt in Chemnitz gab und der Dramaturg der Oper. Der Moderator der Veranstaltung ist selbst Sänger im Haus und wirkt auch bei der genannten Rossini-Oper mit. Klar, dass diese Aufführung einen breiten Raum in dem Gespräch einnahm. Der Dramaturg ging da fast ein wenig unter, auch weil er, im Gegensatz zu den Sängern, nichts zum Vorführen hatte.
Zum Schluss gab es die obligatorische Autogrammstunde, wo man bzw. frau auch die Gelegenheit hatte, ein paar Worte mit den Künstlern zu wechseln. Ich bedankte mich so noch einmal für die schöne Vorstellung vergangene Woche. Der Moderator / Sänger glaubte, mich bei der Premierenfeier gesehen zu haben, was bei meinem nicht ganz unauffälligen Outfit (rotes Abendkleid) nicht verwunderte. Zum Schluss fehlte die freundliche Aufforderung nicht, doch bald mal wiederzukommen. Na das mache ich doch gerne!
Inzwischen war es dunkel geworden. Ich drehte noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt, bevor ich wieder nach Hause fuhr. Ein kleiner Einkaufsbummel wäre noch möglich gewesen, aber darauf verzichtete ich heute. Ich wollte zu Hause noch einiges erledigen, um am nächsten Tag zu einem weiteren Ausflug starten zu können.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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7.12.2014
Bekanntlich fahre ich gern und viel mit der Bahn. Von daher interessieren mich auch alte Eisenbahnen. In der Vergangenheit bin ich als Mann schon einige Male in Dampflok-Sonderzügen mitgefahren, aber als Andrea hatte ich dieses Erlebnis noch nicht. Das sollte sich heute ändern.
Ich musste zeitig aufstehen, um gegen 8 Uhr komplett geschminkt das Haus zu verlassen. Wegen des kühlen Wetters zog ich wieder mein beiges Strickkleid, schwarze Stiefeletten und meinen cremefarbenen Anorak an, diesmal das Ganze mit einer cremefarbenen Strickstrumpfhose komplettiert.
Mit Regelzügen fuhr ich zunächst bis Nossen, einer Kleinstadt westlich von Dresden. Ein Teil der Fahrt ging über eine von der Stilllegung bedrohte Strecke. Allein die Tatsache, hier möglicherweise zum letzten Mal unterwegs zu sein, hatte einen gewissen Erlebniswert.
In Nossen startete dann der Sonderzug. Bereits beim Umsteigen spürte ich die Atmosphäre, die mir aus meiner Kindheit noch bestens vertraut war: Die alten Wagen, die Dampflok, der unverkennbare Geruch und die Geräusche — ja, das war Bahnfahren in einer vergangenen Zeit!
Die Fahrt ging in die Grenzstadt Görlitz. Dort war ich noch nie. Somit gibt es wieder eine Stadt mehr, wo ich nur als Andrea weilte. Unterwegs saß ich in einer Sitzgruppe zusammen mit einem Ehepaar, das auch mehr oder weniger regelmäßig solche Fahrten unternimmt. Wir haben uns fast während der gesamten Fahrt unterhalten, aber eine Frage oder Anmerkung zu meiner Person kam (wieder einmal) nicht. Auch diesbezügliche Reaktionen konnte ich nicht beobachten. Sollten Sie tatsächlich nicht gemerkt haben, dass ich nicht "echt" bin oder haben sie nur sehr professionell (das heißt gar nicht) reagiert?
In Görlitz hatten wir reichlich drei Stunden Zeit für einen Besuch des Schlesischen Christkindelmarktes und anderer Sehenswürdigkeiten. Ich entschied mich zunächst für die weihnachtliche Tradition und ließ am Eingang gleich noch ein Foto machen. Im Nachhinein betrachtet fand ich mein Outfit diesmal nicht so gut gelungen. Ich hätte wohl doch wieder eine dunkle Strumpfhose nehmen sollen, doch urteilt selbst:
Ja, dieser Weihnachtsmarkt inmitten des historischen Stadtkerns ist durchaus sehenswert, nur das Wetter hätte an diesem Tag besser sein können. Bereits auf dem Weg ins Stadtzentrum setzte leichter Sprühregen ein. Nach einem ersten Rundgang ging ich deshalb in eine Gaststätte und während ich mir Kaffee und Kuchen schmecken ließ, spielte sich an zwei Nachbartischen ein amüsantes Schauspiel ab:
Von drei befreundeten Paaren, die das gleiche vorhatten, setzten sich die Männer an einen und die Frauen an einen andern Tisch. Die Bestellungen wurden aber paarweise aufgegeben. Bis die Kellnerin glaubte verstanden zu haben, wer was möchte — als sie es dann brachte, konnte sie es schon nicht mehr zuordnen. Aber auch einige der Gäste wussten nicht mehr genau, was sie bestellt hatten. Ob sie sich später beim Abkassieren schneller einigen konnten, habe ich nicht mehr mitbekommen.
Nach einer weiteren Runde über den Christkindelmarkt habe ich mir noch das Schlesische Museum angeschaut. Das befindet sich ebenfalls mitten in der historischen Altstadt und da im Erdgeschoss ein Kunsthandwerkermarkt aufgebaut war, gehörte zumindest dieser Teil des Museums mit zu der weihnachtlichen Attraktion.
Ansonsten zeigt das Schlesische Museum eine kulturhistorische Sammlung über diesen ehemaligen Teil Deutschlands. Vom obersten Stockwerk aus gab es zudem einen schönen Blick auf fast den gesamten Weihnachtsmarkt, der um diese Zeit bereits hell erleuchtet war.
Nach etwa einer Stunde war ich durch die Ausstellung durch, gerade rechtzeitig, um gemütlich zum Bahnhof zurückzulaufen, wo der Sonderzug für die Rückfahrt wartete. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und ich konnte den Weg durch die auch außerhalb des Zentrums weihnachtlich geschmückten Straßen noch einmal richtig genießen.
Auf der Rückfahrt musste ich bereits in Dresden in "normale" Züge umsteigen, weil sonst keine Möglichkeit bestand, rechtzeitig (im Hinblick auf meinen nächsten Arbeitstag) wieder zu Hause zu sein.
7.12.2014
Bekanntlich fahre ich gern und viel mit der Bahn. Von daher interessieren mich auch alte Eisenbahnen. In der Vergangenheit bin ich als Mann schon einige Male in Dampflok-Sonderzügen mitgefahren, aber als Andrea hatte ich dieses Erlebnis noch nicht. Das sollte sich heute ändern.
Ich musste zeitig aufstehen, um gegen 8 Uhr komplett geschminkt das Haus zu verlassen. Wegen des kühlen Wetters zog ich wieder mein beiges Strickkleid, schwarze Stiefeletten und meinen cremefarbenen Anorak an, diesmal das Ganze mit einer cremefarbenen Strickstrumpfhose komplettiert.
Mit Regelzügen fuhr ich zunächst bis Nossen, einer Kleinstadt westlich von Dresden. Ein Teil der Fahrt ging über eine von der Stilllegung bedrohte Strecke. Allein die Tatsache, hier möglicherweise zum letzten Mal unterwegs zu sein, hatte einen gewissen Erlebniswert.
In Nossen startete dann der Sonderzug. Bereits beim Umsteigen spürte ich die Atmosphäre, die mir aus meiner Kindheit noch bestens vertraut war: Die alten Wagen, die Dampflok, der unverkennbare Geruch und die Geräusche — ja, das war Bahnfahren in einer vergangenen Zeit!
Die Fahrt ging in die Grenzstadt Görlitz. Dort war ich noch nie. Somit gibt es wieder eine Stadt mehr, wo ich nur als Andrea weilte. Unterwegs saß ich in einer Sitzgruppe zusammen mit einem Ehepaar, das auch mehr oder weniger regelmäßig solche Fahrten unternimmt. Wir haben uns fast während der gesamten Fahrt unterhalten, aber eine Frage oder Anmerkung zu meiner Person kam (wieder einmal) nicht. Auch diesbezügliche Reaktionen konnte ich nicht beobachten. Sollten Sie tatsächlich nicht gemerkt haben, dass ich nicht "echt" bin oder haben sie nur sehr professionell (das heißt gar nicht) reagiert?
In Görlitz hatten wir reichlich drei Stunden Zeit für einen Besuch des Schlesischen Christkindelmarktes und anderer Sehenswürdigkeiten. Ich entschied mich zunächst für die weihnachtliche Tradition und ließ am Eingang gleich noch ein Foto machen. Im Nachhinein betrachtet fand ich mein Outfit diesmal nicht so gut gelungen. Ich hätte wohl doch wieder eine dunkle Strumpfhose nehmen sollen, doch urteilt selbst:
Ja, dieser Weihnachtsmarkt inmitten des historischen Stadtkerns ist durchaus sehenswert, nur das Wetter hätte an diesem Tag besser sein können. Bereits auf dem Weg ins Stadtzentrum setzte leichter Sprühregen ein. Nach einem ersten Rundgang ging ich deshalb in eine Gaststätte und während ich mir Kaffee und Kuchen schmecken ließ, spielte sich an zwei Nachbartischen ein amüsantes Schauspiel ab:
Von drei befreundeten Paaren, die das gleiche vorhatten, setzten sich die Männer an einen und die Frauen an einen andern Tisch. Die Bestellungen wurden aber paarweise aufgegeben. Bis die Kellnerin glaubte verstanden zu haben, wer was möchte — als sie es dann brachte, konnte sie es schon nicht mehr zuordnen. Aber auch einige der Gäste wussten nicht mehr genau, was sie bestellt hatten. Ob sie sich später beim Abkassieren schneller einigen konnten, habe ich nicht mehr mitbekommen.
Nach einer weiteren Runde über den Christkindelmarkt habe ich mir noch das Schlesische Museum angeschaut. Das befindet sich ebenfalls mitten in der historischen Altstadt und da im Erdgeschoss ein Kunsthandwerkermarkt aufgebaut war, gehörte zumindest dieser Teil des Museums mit zu der weihnachtlichen Attraktion.
Ansonsten zeigt das Schlesische Museum eine kulturhistorische Sammlung über diesen ehemaligen Teil Deutschlands. Vom obersten Stockwerk aus gab es zudem einen schönen Blick auf fast den gesamten Weihnachtsmarkt, der um diese Zeit bereits hell erleuchtet war.
Nach etwa einer Stunde war ich durch die Ausstellung durch, gerade rechtzeitig, um gemütlich zum Bahnhof zurückzulaufen, wo der Sonderzug für die Rückfahrt wartete. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und ich konnte den Weg durch die auch außerhalb des Zentrums weihnachtlich geschmückten Straßen noch einmal richtig genießen.
Auf der Rückfahrt musste ich bereits in Dresden in "normale" Züge umsteigen, weil sonst keine Möglichkeit bestand, rechtzeitig (im Hinblick auf meinen nächsten Arbeitstag) wieder zu Hause zu sein.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
hallo andrea,Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Wir haben uns fast während der gesamten Fahrt unterhalten, aber eine Frage oder Anmerkung zu meiner Person kam (wieder einmal) nicht. Auch diesbezügliche Reaktionen konnte ich nicht beobachten. Sollten Sie tatsächlich nicht gemerkt haben, dass ich nicht "echt" bin oder haben sie nur sehr professionell (das heißt gar nicht) reagiert?
so wie ich dich persönlich kennen gelernt habe, tippe ich auf die erste variante! dies auch, weil deine stimme durchaus als weibliche durchgehen kann.
görlitz ist auf jeden fall eine reise wert, oder? aber gerade hier stellt das pflaster der weitläufigen altstadt die dame mit gepflegtem schuhwerk vor besondere herausforderungen
lg
conny
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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19.12.2014
Meine letzte große Reise in diesem Jahr führte mich nach Frankfurt/M. Bereits im Vorfeld sah es allerdings nicht besonders gut aus. Ich hatte Schmerzen im Rücken und konnte kaum gerade stehen. Dieses Leiden befällt mich immer wieder einmal für ein paar Tage.
Da die Schmerzen am Tag vor meiner geplanten Abreise immer noch anhielten, ließ ich mir vom Arzt eine Spritze geben, die für einige Tage Linderung versprach.
Am nächsten Morgen war ich tatsächlich fast beschwerdefrei, sodass ich mich ganz entspannt in Andrea verwandeln konnte, um mit dem bereits am Vorabend gepackten Koffer vormittags das Haus zu verlassen. Mein heutiges Outfit hatte ich in geringfügiger Abwandlung schon mehrmals getragen: knielanger schwarzer Rock, mehrfarbige Bluse, platinfarbene Strumpfhose und schwarze Stiefeletten. Draußen kam noch mein cremefarbener Anorak darüber.
Die Fahrt verlief problemlos, nur das Wetter spielte nicht so recht mit. Als ich in Frankfurt ankam regnete es und ich musste meinen Schirm aus dem Koffer holen. Bis zum Hotel war es zum Glück nicht weit. Beim Einchecken verlangte der Herr an der Rezeption meinen Ausweis. Um mich nicht gleich zu outen, legte ich meinen dgti-Ergänzungsausweis vor und fragte, ob der reiche. "Ja, das reicht", meinte er und gab meine Daten in den Computer ein. Es ging wohl nur darum, mir das handschriftliche Ausfüllen des Anmeldeformulars zu ersparen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause machte ich mich auf den Weg. Nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt befindet sich Transnormal, wo sich unsereins professionell verwandeln lassen kann. Ich komme inzwischen zwar ohne derartige Hilfe für meine Begriffe ganz gut zurecht, aber da ich einmal hier war, wollte ich wenigstens mal einen kurzen Blick in diesen "Laden" werfen.
Das ist mir gelungen, aber die Inhaberin war zu dieser Zeit etwas "kurz angebunden", weil sie gerade andere Kund(inn)en bediente. Mein Makeup fand sie übrigens nicht besonders gut gelungen und bot mir an, es zu einem anderen Zeitpunkt besser zu machen. Gut, mein Makeup war da schon über 8 Stunden "alt" und es hätte mich schon interessiert, wie es verbessert werden kann. Aber neben dem, was ich sonst noch hier vorhatte, war da nichts drin. Vielleicht beim nächsten Mal?!
Für den Rest des Tages hatte ich mir noch einen Einkaufsbummel vorgenommen. Am besten geht das in der Zeil, Frankfurts berühmter Fußgängerzone. Da weiß frau gar nicht, in welches Damenmodegeschäft sie zuerst reingehen soll. Von meinem letzten Besuch an gleicher Stelle kannte ich auch ein Schuhgeschäft, welches ein reichliches Angebot an Übergrößen führt. Das steuerte ich zuerst an, in der Hoffnung, hier erfolgreicher zu sein, als vor einigen Wochen in Hamburg, wo ich in einem ähnlichen Laden vergeblich nach passenden Stiefeln suchte.
Das Angebot hielt sich hier aber in Grenzen. Nur drei Paar kamen in die engere Wahl, weil sie optische etwa meinen Wünschen entsprachen. Doch dann das alte Lied: Einmal drückte es vorn, dann war der Schaft zu weit und ein anderes Mal zu kurz. Ich habe mich aber dann doch für die braunen Wildlederstiefel mit dem etwas kurzen Schaft entschieden, auch weil sie im Sonderangebot standen und sonst meinen finanziellen Rahmen gesprengt hätten. Ganz ohne Kompromisse geht es wohl nicht!
Während ich noch bei der Anprobe war, sah ich einen Mann, der ziemlich hohe Damenschuhe anprobierte und sich dabei verschiedene lange Abendkleider vor den Körper hielt, um im Spiegel zu sehen, was zusammenpasst. Eine Verkäuferin stand ihm dabei mit Rat und Tat zur Seite. Als er mich erblickte grüßte er freundlich und fragte, ob ich ihn kenne. Als ich verneinte, stellte er sich als Claudia "¦ (den Nachnamen habe ich vergessen) vor und glaubte wohl, mich zu kennen. Letzteres stellte sich aber als Irrtum heraus. Wie ich noch mitbekam, ist er bzw. sie wohl mehr im Bereich der Travestie unterwegs.
Natürlich suchte ich auch einige der Damenmodegeschäfte in der Fußgängerzone auf. Ich kaufte dort einen knielangen Glockenrock in einem türkisen Farbton und ein dunkelgrünes sehr figurbetontes Kleid, ebenfalls knielang. Letzteres könnte mit passenden Accessoires durchaus einen festlichen Charakter bekommen und als farbliche Alternative zu dem verbreiteten "kleinen Schwarzen" fungieren.
Am Ende der Zeil war ein Teil des Frankfurter Weihnachtsmarktes aufgebaut. Dort aß ich noch etwas, bevor ich mich ins Hotel zurückzog.
Ich setzte mich an meinen Rechner, um einen Blick hier ins Forum zu werfen und gleich noch meinen Bericht zu diesem Tag zu schreiben. Doch nach einer halben Stunde meldete sich mein Rücken eindringlich zu Wort. Ich hatte große Mühe, überhaupt aufzustehen. Irgendwie schaffte ich es aber noch, mich auszuziehen und abzuschminken. Der Bericht erscheint deshalb erst jetzt. Na, das konnte für die nächsten Tage ja heiter werden!
19.12.2014
Meine letzte große Reise in diesem Jahr führte mich nach Frankfurt/M. Bereits im Vorfeld sah es allerdings nicht besonders gut aus. Ich hatte Schmerzen im Rücken und konnte kaum gerade stehen. Dieses Leiden befällt mich immer wieder einmal für ein paar Tage.
Da die Schmerzen am Tag vor meiner geplanten Abreise immer noch anhielten, ließ ich mir vom Arzt eine Spritze geben, die für einige Tage Linderung versprach.
Am nächsten Morgen war ich tatsächlich fast beschwerdefrei, sodass ich mich ganz entspannt in Andrea verwandeln konnte, um mit dem bereits am Vorabend gepackten Koffer vormittags das Haus zu verlassen. Mein heutiges Outfit hatte ich in geringfügiger Abwandlung schon mehrmals getragen: knielanger schwarzer Rock, mehrfarbige Bluse, platinfarbene Strumpfhose und schwarze Stiefeletten. Draußen kam noch mein cremefarbener Anorak darüber.
Die Fahrt verlief problemlos, nur das Wetter spielte nicht so recht mit. Als ich in Frankfurt ankam regnete es und ich musste meinen Schirm aus dem Koffer holen. Bis zum Hotel war es zum Glück nicht weit. Beim Einchecken verlangte der Herr an der Rezeption meinen Ausweis. Um mich nicht gleich zu outen, legte ich meinen dgti-Ergänzungsausweis vor und fragte, ob der reiche. "Ja, das reicht", meinte er und gab meine Daten in den Computer ein. Es ging wohl nur darum, mir das handschriftliche Ausfüllen des Anmeldeformulars zu ersparen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause machte ich mich auf den Weg. Nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt befindet sich Transnormal, wo sich unsereins professionell verwandeln lassen kann. Ich komme inzwischen zwar ohne derartige Hilfe für meine Begriffe ganz gut zurecht, aber da ich einmal hier war, wollte ich wenigstens mal einen kurzen Blick in diesen "Laden" werfen.
Das ist mir gelungen, aber die Inhaberin war zu dieser Zeit etwas "kurz angebunden", weil sie gerade andere Kund(inn)en bediente. Mein Makeup fand sie übrigens nicht besonders gut gelungen und bot mir an, es zu einem anderen Zeitpunkt besser zu machen. Gut, mein Makeup war da schon über 8 Stunden "alt" und es hätte mich schon interessiert, wie es verbessert werden kann. Aber neben dem, was ich sonst noch hier vorhatte, war da nichts drin. Vielleicht beim nächsten Mal?!
Für den Rest des Tages hatte ich mir noch einen Einkaufsbummel vorgenommen. Am besten geht das in der Zeil, Frankfurts berühmter Fußgängerzone. Da weiß frau gar nicht, in welches Damenmodegeschäft sie zuerst reingehen soll. Von meinem letzten Besuch an gleicher Stelle kannte ich auch ein Schuhgeschäft, welches ein reichliches Angebot an Übergrößen führt. Das steuerte ich zuerst an, in der Hoffnung, hier erfolgreicher zu sein, als vor einigen Wochen in Hamburg, wo ich in einem ähnlichen Laden vergeblich nach passenden Stiefeln suchte.
Das Angebot hielt sich hier aber in Grenzen. Nur drei Paar kamen in die engere Wahl, weil sie optische etwa meinen Wünschen entsprachen. Doch dann das alte Lied: Einmal drückte es vorn, dann war der Schaft zu weit und ein anderes Mal zu kurz. Ich habe mich aber dann doch für die braunen Wildlederstiefel mit dem etwas kurzen Schaft entschieden, auch weil sie im Sonderangebot standen und sonst meinen finanziellen Rahmen gesprengt hätten. Ganz ohne Kompromisse geht es wohl nicht!
Während ich noch bei der Anprobe war, sah ich einen Mann, der ziemlich hohe Damenschuhe anprobierte und sich dabei verschiedene lange Abendkleider vor den Körper hielt, um im Spiegel zu sehen, was zusammenpasst. Eine Verkäuferin stand ihm dabei mit Rat und Tat zur Seite. Als er mich erblickte grüßte er freundlich und fragte, ob ich ihn kenne. Als ich verneinte, stellte er sich als Claudia "¦ (den Nachnamen habe ich vergessen) vor und glaubte wohl, mich zu kennen. Letzteres stellte sich aber als Irrtum heraus. Wie ich noch mitbekam, ist er bzw. sie wohl mehr im Bereich der Travestie unterwegs.
Natürlich suchte ich auch einige der Damenmodegeschäfte in der Fußgängerzone auf. Ich kaufte dort einen knielangen Glockenrock in einem türkisen Farbton und ein dunkelgrünes sehr figurbetontes Kleid, ebenfalls knielang. Letzteres könnte mit passenden Accessoires durchaus einen festlichen Charakter bekommen und als farbliche Alternative zu dem verbreiteten "kleinen Schwarzen" fungieren.
Am Ende der Zeil war ein Teil des Frankfurter Weihnachtsmarktes aufgebaut. Dort aß ich noch etwas, bevor ich mich ins Hotel zurückzog.
Ich setzte mich an meinen Rechner, um einen Blick hier ins Forum zu werfen und gleich noch meinen Bericht zu diesem Tag zu schreiben. Doch nach einer halben Stunde meldete sich mein Rücken eindringlich zu Wort. Ich hatte große Mühe, überhaupt aufzustehen. Irgendwie schaffte ich es aber noch, mich auszuziehen und abzuschminken. Der Bericht erscheint deshalb erst jetzt. Na, das konnte für die nächsten Tage ja heiter werden!
Zuletzt geändert von Andrea aus Sachsen am Mi 24. Dez 2014, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
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Kerstin
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
gute BesserungAndrea aus Sachsen hat geschrieben:.
19.12.2014
....sich mein Rücken eindringlich zu Wort. ....
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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20.12.2014
Der Tag begann wenig verheißungsvoll: Mein Rücken schmerzte wieder (oder immer noch) bei jeder Bewegung. Aber ich wusste aus Erfahrung: Wenn ich laufe, verschafft mir das am meisten Linderung. Längeres Stehen oder Sitzen (besonders danach wiederaufzustehen) ist dagegen sehr unangenehm. Gut, ich hatte mir vorgenommen, einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Das sollte unter diesen Umständen kein Problem sein, aber zunächst galt es, mich anzuziehen und zu schminken. Insbesondere das Anziehen von allem unterhalb der Gürtellinie ist eine Herausforderung, wenn frau die Hände nicht mehr bis zu den Füßen bekommt.
Fast eine Stunde länger als sonst hat es gedauert, bis ich endlich zum Frühstück gehen konnte. Ich hatte ein Outfit gewählt, bei dem ich gleich meine neuen braunen Wildlederstiefel einweihen konnte: kurzer rot-schwarz melierter Rock, terrakottafarbene Satinbluse, gemusterte schwarze Strumpfhose und draußen meinen schwarzen Anorak darüber. Ich weiß, das ist für einen Stadtbummel ein wenig zu festlich, aber ich fühle mich sehr wohl darin. Beim Frühstück dann hätten die vorgeführten Kleidungsstile unterschiedlichen nicht sein können: Ich, wie gesagt, ein wenig festlich, zwei Pärchen normale Alltagskleidung und eine Gruppe männlicher Jugendlicher in Joggingklamotten.
Mich danach vom Stuhl wieder zu erheben, war mit etwas Mühe verbunden, aber nach Überwindung dieser "Hürde" konnte es endlich losgehen. Ich hatte mir vorgenommen, an einer Führung durch das Goethehaus teilzunehmen und schaffte es gerade noch, 5 Minuten vorher da zu sein. Fast wäre die Führung ausgefallen, weil diese erst ab 3 Personen stattfindet und ich die erste Interessentin an diesem Tag war. Aber der Museumsführer fragte kurzerhand ein Pärchen, das gerade dazukam und die sagten spontan zu.
Die Führung durch das originalgetreu rekonstruierte Geburtshaus des großen Dichters brachte viel Interessantes aus dessen Leben und Werk zutage, aber ich war auch froh, als sie vorbei war, denn das längere Stehen tat meinem Rücken nicht gut. Ein wenig durch das Goethemuseum im Nachbarhaus schlendern war da viel weniger problematisch. Dort sind fast ausschließlich Gemälde aus der Goethezeit (1749 — 1832) zu sehen. Anhand dieser Bilder lässt sich unter anderem sehr gut die Mode dieser Zeit studieren.
Der Vollständigkeit wegen möchte ich noch erwähnen, dass es im gleichen Gebäude auch einen Laden gibt, der eine umfangreiche Auswahl CDs mit klassischer und anderer Musik jenseits der aktuellen Charthits bietet. Da bin auch ich fündig geworden.
Inzwischen war es Zeit zum Mittagessen. Eine Gaststätte fand sich schnell. Die war zwar auf den ersten Blick voll besetzt, aber ein Kellner führte mich zu einem der letzten freien Plätze. Das Aufstehen nach dem Essen erwies sich wieder als etwas mühevoll, aber nach wenigen Schritten war das vergessen.
Gerade wieder draußen, stand ich vor dem Rosa Weihnachtsmarkt. Der war für LGBT - Personen und deren Gäste gedacht. Das einzig besondere, was mir hier auffiel, war eine gewisse Dominanz der Farbe Rosa, sei es ein Weihnachtsbaum (siehe Bild unten), Tischdecken oder die Kleidung einiger Mitarbeiter. Leute, die auffällig anders waren, fand ich hier nicht, und ich wurde auch nicht wegen meiner Besonderheit angesprochen. Wie ich erfuhr, ist diese Veranstaltung umstritten, weil durch die Lage etwas abseits vom Rest des Weihnachtsmarktes eine gewisse Abgrenzung vorgenommen wird.
Zuletzt entstand wieder ein Erinnerungsfoto. Die Einkauftüte vom CD-Laden im Goethemuseum passt zufällig farblich perfekt dazu:
Schließlich bin ich auch über den "richtigen" Weihnachtsmarkt gegangen um bei dieser Gelegenheit auf eine dritte Attraktion dieser Art zu stoßen, den Künstlerweihnachtsmarkt. Dazu präsentierten sich in einer Ausstellungshalle über 50 regionale Künstler, um ihre Werk vorzustellen und zum Verkauf anzubieten. Ich habe mir aber nichts davon gekauft.
Danach ging ich erst einmal ins Hotel zurück. Das Bahnhofsviertel, in dem sich das Hotel befand, gehört nicht zu den attraktivsten Gegenden Frankfurts. Ein hoher Anteil Bewohner mit Migrationshintergrund macht es scheinbar für unsereins bedenklich. Mir wurde z.B. einmal "Na, Mädel!" hinterhergerufen und ein andermal sagte ein Mann im Vorbeigehen: "Aha, aha!" Keine Ahnung, welche bedeutende Erkenntnis er gerade erlangte.
Wer meine bisherigen Berichte kennt, wird sich vielleicht fragen: Hier fehlt doch noch etwas. Wo bleibt denn der kulturelle Höhepunkt des Tages bzw. der Reise? Nein es fehlt nichts. Auch diesmal stand wieder eine Opernaufführung auf dem Programm.
Das bedeutete, sich ein theatertaugliches Outfit auszusuchen und das Makeup noch einmal nachzubessern. Ursprünglich wollte ich mal probieren, was zu meinem neuen Kleid passen könnte. Da meine Beweglichkeit aber immer noch eingeschränkt war, hätte das zu lange gedauert und ich griff auf Bewährtes zurück: weinroter, knöchellanger Rock, dunkelblaue halbtransparente Bluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten.
Zu dem Opernbesuch hatte ich mich mit Vivian aus unserem Forum verabredet. Ich brauchte nicht lange vor dem Hotel zu warten, da stieg sie aus der Straßenbahn und wir gingen das letzte Stück zur Oper gemeinsam zu Fuß. Diesmal war es uns nicht gelungen, im gleichen Hotel unterzukommen.
Heute stand "La sonnambula" (Die Nachtwandlerin) von Vincenzo Bellini (1801 — 1835) auf dem Programm. Eine halbe Stunde vor der Vorstellung gab es wie üblich eine kleine Einführungsveranstaltung. Die war so gut besucht, dass Vivian und ich nicht einmal einen Sitzplatz fanden. Wer etwas mehr dazu wissen möchte, kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/La_sonnambula
Bei der Kleidung der anderen Besucher(innen) herrschten wieder einmal schwarz und andere dunkle Farben vor. Da ist Vivian mit ihrem weißen Kleid ein klein wenig aufgefallen. Aber so einen langen Rock, wie ich ihn trug, sah ich auch höchsten bei einer Handvoll anderer Besucherinnen.
Die Inszenierung bestach durch ein überaus einfaches Bühnenbild: Zeitweise wurde eine Winterlandschaft eingeblendet und der hintere Teil der Bühne mehr oder weniger weit angehoben. Mehr war nicht nötig, die wunderschöne Musik Bellinis, für meine Begriffe die beste seiner Opern, spricht allein für sich. Eine weitere Besonderheit dieser Inszenierung: Obwohl die Handlung in eine gegenwartsnahe Zeit versetzt wurde, trugen alle weiblichen Darsteller auf der Bühne Röcke oder Kleider. Die Männer hatten diesbezüglich sowieso keine Wahl. Ob der Regisseur oder Kostümbildner damit etwas sagen wollte?
Mein größtes Problem an diesem Abend war das Aufstehen zur Pause und nach der Vorstellung. Da musste ich mich erst mal am Geländer (wir saßen 1. Reihe 2. Rang) festhalten und warten, bis die anderen Besucher vorbei waren. Erst dann konnte ich wieder einigermaßen aufrecht gehen.
In der Pause bestellten Vivian und ich uns etwas zu trinken. Dabei rutschte dem Mann am Tresen ein "Herr" heraus. Auf Vivians Hinweis korrigierte er das aber gleich. Was wir jedoch nicht erwarten konnten: Nach der Vorstellung trafen wir den Mann noch einmal im Treppenhaus und da hat er sich bei uns noch einmal für seinen "Ausrutscher" entschuldigt.
Trotz der etwas widrigen Umstände hat mir dieser Opernabend sehr gut gefallen und nach dem Schlussapplaus zu urteilen, den meisten anderen Besucher(inne)n auch. Vivian begleitete mich noch bis zum Hotel, wo wir uns verabschiedeten und für den nächsten Tag noch einmal verabredeten.
20.12.2014
Der Tag begann wenig verheißungsvoll: Mein Rücken schmerzte wieder (oder immer noch) bei jeder Bewegung. Aber ich wusste aus Erfahrung: Wenn ich laufe, verschafft mir das am meisten Linderung. Längeres Stehen oder Sitzen (besonders danach wiederaufzustehen) ist dagegen sehr unangenehm. Gut, ich hatte mir vorgenommen, einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Das sollte unter diesen Umständen kein Problem sein, aber zunächst galt es, mich anzuziehen und zu schminken. Insbesondere das Anziehen von allem unterhalb der Gürtellinie ist eine Herausforderung, wenn frau die Hände nicht mehr bis zu den Füßen bekommt.
Fast eine Stunde länger als sonst hat es gedauert, bis ich endlich zum Frühstück gehen konnte. Ich hatte ein Outfit gewählt, bei dem ich gleich meine neuen braunen Wildlederstiefel einweihen konnte: kurzer rot-schwarz melierter Rock, terrakottafarbene Satinbluse, gemusterte schwarze Strumpfhose und draußen meinen schwarzen Anorak darüber. Ich weiß, das ist für einen Stadtbummel ein wenig zu festlich, aber ich fühle mich sehr wohl darin. Beim Frühstück dann hätten die vorgeführten Kleidungsstile unterschiedlichen nicht sein können: Ich, wie gesagt, ein wenig festlich, zwei Pärchen normale Alltagskleidung und eine Gruppe männlicher Jugendlicher in Joggingklamotten.
Mich danach vom Stuhl wieder zu erheben, war mit etwas Mühe verbunden, aber nach Überwindung dieser "Hürde" konnte es endlich losgehen. Ich hatte mir vorgenommen, an einer Führung durch das Goethehaus teilzunehmen und schaffte es gerade noch, 5 Minuten vorher da zu sein. Fast wäre die Führung ausgefallen, weil diese erst ab 3 Personen stattfindet und ich die erste Interessentin an diesem Tag war. Aber der Museumsführer fragte kurzerhand ein Pärchen, das gerade dazukam und die sagten spontan zu.
Die Führung durch das originalgetreu rekonstruierte Geburtshaus des großen Dichters brachte viel Interessantes aus dessen Leben und Werk zutage, aber ich war auch froh, als sie vorbei war, denn das längere Stehen tat meinem Rücken nicht gut. Ein wenig durch das Goethemuseum im Nachbarhaus schlendern war da viel weniger problematisch. Dort sind fast ausschließlich Gemälde aus der Goethezeit (1749 — 1832) zu sehen. Anhand dieser Bilder lässt sich unter anderem sehr gut die Mode dieser Zeit studieren.
Der Vollständigkeit wegen möchte ich noch erwähnen, dass es im gleichen Gebäude auch einen Laden gibt, der eine umfangreiche Auswahl CDs mit klassischer und anderer Musik jenseits der aktuellen Charthits bietet. Da bin auch ich fündig geworden.
Inzwischen war es Zeit zum Mittagessen. Eine Gaststätte fand sich schnell. Die war zwar auf den ersten Blick voll besetzt, aber ein Kellner führte mich zu einem der letzten freien Plätze. Das Aufstehen nach dem Essen erwies sich wieder als etwas mühevoll, aber nach wenigen Schritten war das vergessen.
Gerade wieder draußen, stand ich vor dem Rosa Weihnachtsmarkt. Der war für LGBT - Personen und deren Gäste gedacht. Das einzig besondere, was mir hier auffiel, war eine gewisse Dominanz der Farbe Rosa, sei es ein Weihnachtsbaum (siehe Bild unten), Tischdecken oder die Kleidung einiger Mitarbeiter. Leute, die auffällig anders waren, fand ich hier nicht, und ich wurde auch nicht wegen meiner Besonderheit angesprochen. Wie ich erfuhr, ist diese Veranstaltung umstritten, weil durch die Lage etwas abseits vom Rest des Weihnachtsmarktes eine gewisse Abgrenzung vorgenommen wird.
Zuletzt entstand wieder ein Erinnerungsfoto. Die Einkauftüte vom CD-Laden im Goethemuseum passt zufällig farblich perfekt dazu:
Schließlich bin ich auch über den "richtigen" Weihnachtsmarkt gegangen um bei dieser Gelegenheit auf eine dritte Attraktion dieser Art zu stoßen, den Künstlerweihnachtsmarkt. Dazu präsentierten sich in einer Ausstellungshalle über 50 regionale Künstler, um ihre Werk vorzustellen und zum Verkauf anzubieten. Ich habe mir aber nichts davon gekauft.
Danach ging ich erst einmal ins Hotel zurück. Das Bahnhofsviertel, in dem sich das Hotel befand, gehört nicht zu den attraktivsten Gegenden Frankfurts. Ein hoher Anteil Bewohner mit Migrationshintergrund macht es scheinbar für unsereins bedenklich. Mir wurde z.B. einmal "Na, Mädel!" hinterhergerufen und ein andermal sagte ein Mann im Vorbeigehen: "Aha, aha!" Keine Ahnung, welche bedeutende Erkenntnis er gerade erlangte.
Wer meine bisherigen Berichte kennt, wird sich vielleicht fragen: Hier fehlt doch noch etwas. Wo bleibt denn der kulturelle Höhepunkt des Tages bzw. der Reise? Nein es fehlt nichts. Auch diesmal stand wieder eine Opernaufführung auf dem Programm.
Das bedeutete, sich ein theatertaugliches Outfit auszusuchen und das Makeup noch einmal nachzubessern. Ursprünglich wollte ich mal probieren, was zu meinem neuen Kleid passen könnte. Da meine Beweglichkeit aber immer noch eingeschränkt war, hätte das zu lange gedauert und ich griff auf Bewährtes zurück: weinroter, knöchellanger Rock, dunkelblaue halbtransparente Bluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten.
Zu dem Opernbesuch hatte ich mich mit Vivian aus unserem Forum verabredet. Ich brauchte nicht lange vor dem Hotel zu warten, da stieg sie aus der Straßenbahn und wir gingen das letzte Stück zur Oper gemeinsam zu Fuß. Diesmal war es uns nicht gelungen, im gleichen Hotel unterzukommen.
Heute stand "La sonnambula" (Die Nachtwandlerin) von Vincenzo Bellini (1801 — 1835) auf dem Programm. Eine halbe Stunde vor der Vorstellung gab es wie üblich eine kleine Einführungsveranstaltung. Die war so gut besucht, dass Vivian und ich nicht einmal einen Sitzplatz fanden. Wer etwas mehr dazu wissen möchte, kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/La_sonnambula
Bei der Kleidung der anderen Besucher(innen) herrschten wieder einmal schwarz und andere dunkle Farben vor. Da ist Vivian mit ihrem weißen Kleid ein klein wenig aufgefallen. Aber so einen langen Rock, wie ich ihn trug, sah ich auch höchsten bei einer Handvoll anderer Besucherinnen.
Die Inszenierung bestach durch ein überaus einfaches Bühnenbild: Zeitweise wurde eine Winterlandschaft eingeblendet und der hintere Teil der Bühne mehr oder weniger weit angehoben. Mehr war nicht nötig, die wunderschöne Musik Bellinis, für meine Begriffe die beste seiner Opern, spricht allein für sich. Eine weitere Besonderheit dieser Inszenierung: Obwohl die Handlung in eine gegenwartsnahe Zeit versetzt wurde, trugen alle weiblichen Darsteller auf der Bühne Röcke oder Kleider. Die Männer hatten diesbezüglich sowieso keine Wahl. Ob der Regisseur oder Kostümbildner damit etwas sagen wollte?
Mein größtes Problem an diesem Abend war das Aufstehen zur Pause und nach der Vorstellung. Da musste ich mich erst mal am Geländer (wir saßen 1. Reihe 2. Rang) festhalten und warten, bis die anderen Besucher vorbei waren. Erst dann konnte ich wieder einigermaßen aufrecht gehen.
In der Pause bestellten Vivian und ich uns etwas zu trinken. Dabei rutschte dem Mann am Tresen ein "Herr" heraus. Auf Vivians Hinweis korrigierte er das aber gleich. Was wir jedoch nicht erwarten konnten: Nach der Vorstellung trafen wir den Mann noch einmal im Treppenhaus und da hat er sich bei uns noch einmal für seinen "Ausrutscher" entschuldigt.
Trotz der etwas widrigen Umstände hat mir dieser Opernabend sehr gut gefallen und nach dem Schlussapplaus zu urteilen, den meisten anderen Besucher(inne)n auch. Vivian begleitete mich noch bis zum Hotel, wo wir uns verabschiedeten und für den nächsten Tag noch einmal verabredeten.
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Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Anne-Mette
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Liebe Andrea,
das klingt alles so rund, so stimmig, so informativ, so persönlich, so authentisch, so schön (trotz Deiner gesundheitlichen Einschränkungen; ich hoffe, es geht Dir bald wieder besser), dass ich ganz begeistert bin und mich sehr freue, dass es hier so etwas zu lesen gibt
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Anni
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea
... da kann ich Anne - Mette nur zustimmen
So ich Zeit habe - oder mir - wie in Deinem Fall , nehme - lese ich solche Beiträge auch sehr gerne .
Sie zeigen auf unspektakuläre Weise , das wir uns in das " gesellschaftliche Leben " durchaus gut integrieren und uns darin behaupten können .
Was mir an Deinen Beiträgen auch auf fällt , ist , das Du von Mal zu Mal routinierter wirkst - was mich durchaus freut
Die Wortwahl in Deinen Berichten lässt mich aber auch so manches Mal schmunzeln ... so zum Beispiel , wenn Du von Dir mit Deiner " Besonderheit "
sprichst , bzw. von den Kommentaren der Leute zu Dir :
" Mir wurde z.B. einmal "Na, Mädel!" hinterhergerufen und ein andermal sagte ein Mann im Vorbeigehen: "Aha, aha!" Keine Ahnung, welche bedeutende Erkenntnis er gerade erlangte. "
Also ich würde diese " Kommentare " durchaus positiv bewerten - zum einen , weil Du als DAS erkannt wirst , was Du ja bist und zum Anderen könnte die erlangte Erkenntnis aus lauten : aha - sehen ja gar nicht sooo schräg aus , wie immer in den Medien propagiert
Bin also gespannt auf den nächsten Teil Deines Berichtes und hoffe , Dir geht es inzwischen wieder besser
LG von frecher Anni
... da kann ich Anne - Mette nur zustimmen
So ich Zeit habe - oder mir - wie in Deinem Fall , nehme - lese ich solche Beiträge auch sehr gerne .
Sie zeigen auf unspektakuläre Weise , das wir uns in das " gesellschaftliche Leben " durchaus gut integrieren und uns darin behaupten können .
Was mir an Deinen Beiträgen auch auf fällt , ist , das Du von Mal zu Mal routinierter wirkst - was mich durchaus freut
Die Wortwahl in Deinen Berichten lässt mich aber auch so manches Mal schmunzeln ... so zum Beispiel , wenn Du von Dir mit Deiner " Besonderheit "
sprichst , bzw. von den Kommentaren der Leute zu Dir :
" Mir wurde z.B. einmal "Na, Mädel!" hinterhergerufen und ein andermal sagte ein Mann im Vorbeigehen: "Aha, aha!" Keine Ahnung, welche bedeutende Erkenntnis er gerade erlangte. "
Also ich würde diese " Kommentare " durchaus positiv bewerten - zum einen , weil Du als DAS erkannt wirst , was Du ja bist und zum Anderen könnte die erlangte Erkenntnis aus lauten : aha - sehen ja gar nicht sooo schräg aus , wie immer in den Medien propagiert
Bin also gespannt auf den nächsten Teil Deines Berichtes und hoffe , Dir geht es inzwischen wieder besser
LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Danke Anne-Mette und Anni für eure Kommentare! Auf meinen Gesundheitszustand werde im nächsten Beitrag noch einmal eingehen. Jetzt aber zunächst, wie es in Frankfurt/M. weiterging:
21.12.2014
Es begann wie am Vortag: Mein Rücken schmerzte und ich hatte Mühe, mich anzuziehen. Irgendwie habe ich es aber doch geschafft, dass ich wenigstens erst einmal frühstücken gehen konnte.
Da ich am Nachmittag abreisen wollte, musste ich noch meinen Koffer einpacken. Das alles dauerte ungewöhnlich lange. Um 10 Uhr hatte ich mich mit Vivian in meinem Hotel verabredet. Ich aber war noch nicht fertig. Mit einer Viertelstunde Verspätung konnten wir endlich losgehen. Meinen Koffer deponierte ich derweil an der Rezeption. Als Outfit hatte ich mir meinen schwarz-weiß gemusterten wadenlangen Rock, eine weiße Bluse, schwarze Stiefel und darüber meinen cremefarbener Anorak ausgewählt.
Unser erstes Ziel war das Senckenberg Naturmuseum, nur zwei U-Bahn-Stationen vom Hauptbahnhof entfernt. Schon seit meiner Jugendzeit fasziniert mich das Leben auf der Erde in seiner ganzen Vielfältigkeit, Anpassungsfähigkeit und Verletzlichkeit. Deshalb schaue ich mir immer gern Museen und Ausstellungen zu diesem Thema an, weil es fast jedes Mal interessante neue Erkenntnisse zu gewinnen gibt.
So hat es mir auch hier sehr gut gefallen. In der Eingangshalle des Museums bot sich die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto:
Es war bereits Zeit zum Mittagessen. Vivian und ich fuhren dazu mit der U-Bahn zurück ins Zentrum, wo wir am Römer, Frankfurts altem Marktplatz, noch zwei Plätze in einer Gaststätte fanden. Das Aufstehen nach dem Essen bereitete mir wie am Vortag noch einige Schwierigkeiten, aber nach ein paar Schritten ging es wieder.
Um Frankfurt/M. mal von oben zu sehen, beschlossen wir, auf den Maintower zu fahren. Bis dahin waren es nur einige hundert Meter Fußweg. Vor dem vierthöchsten Gebäude Frankfurts angekommen, ging es zunächst durch die Sicherheitskontrolle. Unsere Handtaschen und Jacken mussten wir zum Durchleuchten abgeben, während wir durch die Sicherheitsschleuse geschickt wurden. Bei mir hatte es dabei kurz gepiept, aber niemand hat darauf reagiert. Wir durften unsere Sachen wieder in Empfang nehmen und in den Fahrstuhl steigen, der uns auf die Aussichtsplattform in 200 Meter Höhe brachte.
Ja, der Blick von da oben ist schon imposant, aber nachdem ich einmal rundum in alle Richtungen geschaut hatte, zog es mich wieder hinein in den windgeschützten Vorraum. Zu groß war meine Sorge, ein kräftiger Windstoß könnte meine Perücke wegwehen. Vivian hatte diesbezüglich vorgesorgt. Sie zog einfach die Kapuze ihres Anoraks hoch. Wenn ich das nächste Mal an so einen windigen Ort komme, werde ich mir vorher auch etwas einfallen lassen.
Wieder zu ebener Erde blieben noch knapp zwei Stunden Zeit, bis mein Zug abfährt. Das sollte noch für einen Rundgang durch das Deutsche Architekturmuseum reichen. Seit dem Mittagessen verbesserte sich die Situation mit meinem Rücken ständig. Jetzt, auf dem Weg auf die andere Seite des Mains empfand ich kaum noch Einschränkungen in meinen Bewegungen.
Dafür verspürte ich einen zunehmenden Druck in der Magengegend und war deshalb froh, im Architekturmuseum angekommen, erst einmal die Toilette aufsuchen zu können. Das war ein starker Durchfall und es hat lange gedauert, bis alles raus schien. Vivian machte inzwischen schon einen Rundgang durch die Ausstellung und hätte fast schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Als wir uns dann endlich wiedergefunden hatten, musste ich noch einmal auf die Toilette zurück. Als dann wirklich alles raus war, war auch die Zeit für die Besichtigung um. Somit blieb die Damentoilette das einzige architektonische Objekt, das ich ausgiebig betrachten konnte.
Draußen verabschiedete ich mich dann von Vivian. Sie ging zu ihrem Auto und ich holte meinen Koffer aus dem Hotel und ging zum Bahnhof. Pünktlich fuhr mein Zug ab, aber nach einer halben Stunde machte sich meine Rücken wieder bemerkbar. Um der Gefahr zu entgehen, am Ziel nicht mehr aus dem Sitz hochzukommen, musste ich mich ständig irgendwie in Bewegung halten: Alle 5 Minuten die Sitzposition ändern und zwischendurch mehrmals durch den kompletten Zug laufen. Mein Magen hatte sich zu Glück wieder beruhigt.
So kam ich doch einigermaßen wohlbehalten zu Hause an. Im Großen und Ganzen hat mir Reise aber trotz der Beeinträchtigungen Spaß gemacht. Ich hoffe nur, Vivian ist nicht zu sehr enttäuscht, weil ich sie mit meinen Problemen doch immer wieder genervt habe.
Danke Anne-Mette und Anni für eure Kommentare! Auf meinen Gesundheitszustand werde im nächsten Beitrag noch einmal eingehen. Jetzt aber zunächst, wie es in Frankfurt/M. weiterging:
21.12.2014
Es begann wie am Vortag: Mein Rücken schmerzte und ich hatte Mühe, mich anzuziehen. Irgendwie habe ich es aber doch geschafft, dass ich wenigstens erst einmal frühstücken gehen konnte.
Da ich am Nachmittag abreisen wollte, musste ich noch meinen Koffer einpacken. Das alles dauerte ungewöhnlich lange. Um 10 Uhr hatte ich mich mit Vivian in meinem Hotel verabredet. Ich aber war noch nicht fertig. Mit einer Viertelstunde Verspätung konnten wir endlich losgehen. Meinen Koffer deponierte ich derweil an der Rezeption. Als Outfit hatte ich mir meinen schwarz-weiß gemusterten wadenlangen Rock, eine weiße Bluse, schwarze Stiefel und darüber meinen cremefarbener Anorak ausgewählt.
Unser erstes Ziel war das Senckenberg Naturmuseum, nur zwei U-Bahn-Stationen vom Hauptbahnhof entfernt. Schon seit meiner Jugendzeit fasziniert mich das Leben auf der Erde in seiner ganzen Vielfältigkeit, Anpassungsfähigkeit und Verletzlichkeit. Deshalb schaue ich mir immer gern Museen und Ausstellungen zu diesem Thema an, weil es fast jedes Mal interessante neue Erkenntnisse zu gewinnen gibt.
So hat es mir auch hier sehr gut gefallen. In der Eingangshalle des Museums bot sich die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto:
Es war bereits Zeit zum Mittagessen. Vivian und ich fuhren dazu mit der U-Bahn zurück ins Zentrum, wo wir am Römer, Frankfurts altem Marktplatz, noch zwei Plätze in einer Gaststätte fanden. Das Aufstehen nach dem Essen bereitete mir wie am Vortag noch einige Schwierigkeiten, aber nach ein paar Schritten ging es wieder.
Um Frankfurt/M. mal von oben zu sehen, beschlossen wir, auf den Maintower zu fahren. Bis dahin waren es nur einige hundert Meter Fußweg. Vor dem vierthöchsten Gebäude Frankfurts angekommen, ging es zunächst durch die Sicherheitskontrolle. Unsere Handtaschen und Jacken mussten wir zum Durchleuchten abgeben, während wir durch die Sicherheitsschleuse geschickt wurden. Bei mir hatte es dabei kurz gepiept, aber niemand hat darauf reagiert. Wir durften unsere Sachen wieder in Empfang nehmen und in den Fahrstuhl steigen, der uns auf die Aussichtsplattform in 200 Meter Höhe brachte.
Ja, der Blick von da oben ist schon imposant, aber nachdem ich einmal rundum in alle Richtungen geschaut hatte, zog es mich wieder hinein in den windgeschützten Vorraum. Zu groß war meine Sorge, ein kräftiger Windstoß könnte meine Perücke wegwehen. Vivian hatte diesbezüglich vorgesorgt. Sie zog einfach die Kapuze ihres Anoraks hoch. Wenn ich das nächste Mal an so einen windigen Ort komme, werde ich mir vorher auch etwas einfallen lassen.
Wieder zu ebener Erde blieben noch knapp zwei Stunden Zeit, bis mein Zug abfährt. Das sollte noch für einen Rundgang durch das Deutsche Architekturmuseum reichen. Seit dem Mittagessen verbesserte sich die Situation mit meinem Rücken ständig. Jetzt, auf dem Weg auf die andere Seite des Mains empfand ich kaum noch Einschränkungen in meinen Bewegungen.
Dafür verspürte ich einen zunehmenden Druck in der Magengegend und war deshalb froh, im Architekturmuseum angekommen, erst einmal die Toilette aufsuchen zu können. Das war ein starker Durchfall und es hat lange gedauert, bis alles raus schien. Vivian machte inzwischen schon einen Rundgang durch die Ausstellung und hätte fast schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Als wir uns dann endlich wiedergefunden hatten, musste ich noch einmal auf die Toilette zurück. Als dann wirklich alles raus war, war auch die Zeit für die Besichtigung um. Somit blieb die Damentoilette das einzige architektonische Objekt, das ich ausgiebig betrachten konnte.
Draußen verabschiedete ich mich dann von Vivian. Sie ging zu ihrem Auto und ich holte meinen Koffer aus dem Hotel und ging zum Bahnhof. Pünktlich fuhr mein Zug ab, aber nach einer halben Stunde machte sich meine Rücken wieder bemerkbar. Um der Gefahr zu entgehen, am Ziel nicht mehr aus dem Sitz hochzukommen, musste ich mich ständig irgendwie in Bewegung halten: Alle 5 Minuten die Sitzposition ändern und zwischendurch mehrmals durch den kompletten Zug laufen. Mein Magen hatte sich zu Glück wieder beruhigt.
So kam ich doch einigermaßen wohlbehalten zu Hause an. Im Großen und Ganzen hat mir Reise aber trotz der Beeinträchtigungen Spaß gemacht. Ich hoffe nur, Vivian ist nicht zu sehr enttäuscht, weil ich sie mit meinen Problemen doch immer wieder genervt habe.
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Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Vivian Cologne
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Nun, das Deutsche Architekturmuseum ist eigentlich zu spannend, um sich nur auf die Damentoilette zu konzentrieren. Aber manchmal geht es nicht anders. Ich war tatsächlich kurz davor, eine Suchaktion im Museum zu starten. Aber wir konnten ums dann doch noch verabschieden ...
Der Wind auf dem Maintower war in der Tat kräftig. Und meine Haare sind mir doch zu wertvoll, um sie davonwehen zu lassen. Kapuze sieht nicht schick aus, ist aber praktisch.
Ich bin übrigens mehrmals in der Mainmetropole angemacht worden, eindeutig sexuell diskriminierend. Das ist mir so in Köln noch nicht passiert. Wäre wohl mal einen eigenen Thread wert. Wie gehen wir damit um, sind wir selber schuld, gibt es bestimmte Gruppen, die mich nicht mögen?
Vivian
Der Wind auf dem Maintower war in der Tat kräftig. Und meine Haare sind mir doch zu wertvoll, um sie davonwehen zu lassen. Kapuze sieht nicht schick aus, ist aber praktisch.
Ich bin übrigens mehrmals in der Mainmetropole angemacht worden, eindeutig sexuell diskriminierend. Das ist mir so in Köln noch nicht passiert. Wäre wohl mal einen eigenen Thread wert. Wie gehen wir damit um, sind wir selber schuld, gibt es bestimmte Gruppen, die mich nicht mögen?
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo, Andrea,
ich hoffe, es geht dir jetzt wieder etwas besser.
Doch möchte ich einfach wieder für die schönen Berichte aus Frankfurt bedanken und zu den Bildern und Berichten zusammen mit Vivian: Zwei Freundinnen unterwegs.
Liebe Grüße
Inga
ich hoffe, es geht dir jetzt wieder etwas besser.
Doch möchte ich einfach wieder für die schönen Berichte aus Frankfurt bedanken und zu den Bildern und Berichten zusammen mit Vivian: Zwei Freundinnen unterwegs.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
ich möchte mich an dieser Stelle einmal für Deine interssanten Berichte bedanken. Wenn ich in der Übersicht sehe, dass es etwas Neues von Dir gibt, wird es immer als Erstes angeklickt.
Ich staune dann immer über die Selbstverständlichkeit, mit der Du Dich durch die Öffentlichkeit bewegst. Ich gehe zwar inzwischen auch ohne "Bauchschmerzen" raus, aber solche Aktionen wie Oper, Museum usw. habe ich mir noch nicht getraut. Außerdem kann ich einige Deiner Ausflüge nachvollziehen (Chemnitz, Rochlitzer Berg), handelt es sich doch dabei um meine alte Heimat. Also, immer fleissig weiterschreiben!
Liebe Grüße
maia
ich möchte mich an dieser Stelle einmal für Deine interssanten Berichte bedanken. Wenn ich in der Übersicht sehe, dass es etwas Neues von Dir gibt, wird es immer als Erstes angeklickt.
Ich staune dann immer über die Selbstverständlichkeit, mit der Du Dich durch die Öffentlichkeit bewegst. Ich gehe zwar inzwischen auch ohne "Bauchschmerzen" raus, aber solche Aktionen wie Oper, Museum usw. habe ich mir noch nicht getraut. Außerdem kann ich einige Deiner Ausflüge nachvollziehen (Chemnitz, Rochlitzer Berg), handelt es sich doch dabei um meine alte Heimat. Also, immer fleissig weiterschreiben!
Liebe Grüße
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"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit zu jedem Thema etwas sagen zu müssen!" Teresa von Ãvila (1515-1582)
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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26.12.2014
Zunächst einmal für alle, die sich um meinen Gesundheitszustand Sorgen machen: Seit meiner Frankfurt-Reise ging es mir von Tag zu Tag besser. Heute nun hatte ich erstmal von Anfang keine nennenswerten Beschwerden mehr. Die weihnachtlichen Verwandtenbesuche sind auch alle hinter mich gebracht. Was also lag näher, als gleich mal einen Andrea-Tag einzuschieben.
Ausflug hatte ich keinen geplant, aber zu Hause gab es auch genug zu tun: Weihnachtspost beantworten, Wäsche bügeln, Bericht über Frankfurt-Reise fertigstellen, meine neue (Doppel-)CD anhören u.a. Ich wählte das Outfit, welches ich mir bereits vor einiger Zeit extra für zu Hause zusammengestellt hatte: blaues Langarmshirt, blau-weiß gestreifter kurzer Rock, blaue Strumpfhose und weinrote Hausschuhe. Diesmal habe ich davon ein Foto in meine Galerie gestellt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=9764
Gegen Abend hatte ich dann etwas Zeit, die in Frankfurt gekauften Kleidungsstücke noch einmal anzuprobieren und dabei zu sehen, was dazu am besten passen könne. Von dem grünen Kleid bin ich begeistert. Zusammen mit dem Polsterrock, den ich üblicherweise darunter trage, macht es eine für meine Begriffe sehr gute Figur. Einige weiße Accessoires dazu — das werde ich demnächst mit Sicherheit mal anziehen.
Um es genauer zu sagen: Ich werde morgen zu einem weiteren Wochenendausflug starten, der eine gute Möglichkeit bietet, das neue Kleid einzuweihen. Also packte ich es nicht in den Schrank, sondern mit allem, was dazugehört, erst einmal in den Koffer.
26.12.2014
Zunächst einmal für alle, die sich um meinen Gesundheitszustand Sorgen machen: Seit meiner Frankfurt-Reise ging es mir von Tag zu Tag besser. Heute nun hatte ich erstmal von Anfang keine nennenswerten Beschwerden mehr. Die weihnachtlichen Verwandtenbesuche sind auch alle hinter mich gebracht. Was also lag näher, als gleich mal einen Andrea-Tag einzuschieben.
Ausflug hatte ich keinen geplant, aber zu Hause gab es auch genug zu tun: Weihnachtspost beantworten, Wäsche bügeln, Bericht über Frankfurt-Reise fertigstellen, meine neue (Doppel-)CD anhören u.a. Ich wählte das Outfit, welches ich mir bereits vor einiger Zeit extra für zu Hause zusammengestellt hatte: blaues Langarmshirt, blau-weiß gestreifter kurzer Rock, blaue Strumpfhose und weinrote Hausschuhe. Diesmal habe ich davon ein Foto in meine Galerie gestellt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=9764
Gegen Abend hatte ich dann etwas Zeit, die in Frankfurt gekauften Kleidungsstücke noch einmal anzuprobieren und dabei zu sehen, was dazu am besten passen könne. Von dem grünen Kleid bin ich begeistert. Zusammen mit dem Polsterrock, den ich üblicherweise darunter trage, macht es eine für meine Begriffe sehr gute Figur. Einige weiße Accessoires dazu — das werde ich demnächst mit Sicherheit mal anziehen.
Um es genauer zu sagen: Ich werde morgen zu einem weiteren Wochenendausflug starten, der eine gute Möglichkeit bietet, das neue Kleid einzuweihen. Also packte ich es nicht in den Schrank, sondern mit allem, was dazugehört, erst einmal in den Koffer.
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Andrea aus Sachsen
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