Transition oder?
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Frida
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Transition oder?
Hallo!
Ich weiß, wer ich bin und ich habe eine Vorstellung von dem, was ich bin, aber es fällt mir schwer es zu benennen oder anderen zu erklären.
Selber sagte ich mir schon von klein auf, ich bin anders und wusste keinen Ausweg. Heute weiß ich, ich fühle mich weiblich und denke wohl auch so.
Ich identifiziere mich mit dem, was als weiblich gilt. Ich fühlte mich immer eher den Mädchen und Frauen zugehörig und obwohl ich schon so lange die Rolle eines Mannes lebe, wird die Diskrepanz zwischen dem, was ich fühle und dem, was ich nach außen zu sein scheine, immer größer und quälender.
Es hat sich in letzter Zeit in mir ein Druck aufgebaut, der nach Entfaltung und Verwirklichung drängt. Ich bin nicht mehr zufrieden in meiner Rolle.
War ich das denn überhaupt? Nein, nicht wirklich. Ich habe funktioniert und habe es gar nicht so schlecht hingekriegt.
Aber ich fühle mich nicht frei.
Jetzt möchte ich meine Weiblichkeit auch nach außen zeigen, und dass ich als weiblicher Mensch wahr- und angenommen werde.
Ich würde gern, wie zu Hause, auch öffentlich weibliche Kleidung tragen wollen. Ich möchte mich aber nicht verkleiden, dass man mich nicht mehr erkennt.
Ich würde nur ungern, trotz meines männlich schütteren Haares, eine Perücke tragen wollen und schminken nur in Maßen.
Bei meiner Familie bin ich geoutet. Das war nicht einfach, aber sie bemühen sich zu verstehen und haben mich nicht verstoßen. Es ist ja auch bisher nicht viel passiert. Mir ist aber klar, dass es zu einer gewissen Stigmatisierung der Familie kommen kann/wird, wenn ich meine Weiblichkeit der Öffentlichkeit offenbare.
Für meine Frau wäre das besonders einschneidend und belastend, was ihr Angst bereitet Und auch ich habe Angst vor einem solchen Schritt.
Mich bedrückt das oft und macht mich traurig...dieses Hinundher, dieser Zwiespalt.
Nicht Mann, aber auch nicht richtig Frau. Könnte ich so weiterleben? Müsste ich diesen Weg allein gehen?
Ich will meine Frau nicht verlieren, aber ich weiß nicht, wie weit sie diesen Weg mit mir gehen könnte.
Und was wäre dann? Wie würde es weitergehen? Natürlich hätte ich gern mehr Haare auf dem Kopf und würde mir gerne eine schöne weibliche Frisur machen.
Ich hätte auch gern etwas Busen. Aber ist das denn ein Wunschkonzert? Dafür Hormone nehmen?
Ja, auch eine Vagina hätte ich lieber als das, was ich jetzt habe, aber mit dem ich schon so lange lebe und auch irgendwie klargekommen bin.
Aber deswegen eine GaOp? Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich ständig und lässt mit keine Ruhe, raubt mir auch oft den Schlaf.
Im Januar habe ich eine Termin bei Frau Dr. Schleussner in Krefeld. Ich hoffe auf Hilfe für meine Orientierung. Wohin werde ich gehen müssen, damit ich mich wohl fühle in meiner Haut.
Auch die Frage, was wäre eigentlich in meinem Alter (Mitte 60) überhaupt noch möglich, beschäftigt mich sehr. Welche Auswirkungen hätten jetzt noch Hormone?
Wie sehr würde es der Gesundheit schaden können und wie würden sie sich auf das Sexualleben auswirken?
Ach, das ist jetzt alles sehr unsortiert, durcheinander, aber so sieht es auch in mir aus.
Liebe Grüße, Dita
Ich weiß, wer ich bin und ich habe eine Vorstellung von dem, was ich bin, aber es fällt mir schwer es zu benennen oder anderen zu erklären.
Selber sagte ich mir schon von klein auf, ich bin anders und wusste keinen Ausweg. Heute weiß ich, ich fühle mich weiblich und denke wohl auch so.
Ich identifiziere mich mit dem, was als weiblich gilt. Ich fühlte mich immer eher den Mädchen und Frauen zugehörig und obwohl ich schon so lange die Rolle eines Mannes lebe, wird die Diskrepanz zwischen dem, was ich fühle und dem, was ich nach außen zu sein scheine, immer größer und quälender.
Es hat sich in letzter Zeit in mir ein Druck aufgebaut, der nach Entfaltung und Verwirklichung drängt. Ich bin nicht mehr zufrieden in meiner Rolle.
War ich das denn überhaupt? Nein, nicht wirklich. Ich habe funktioniert und habe es gar nicht so schlecht hingekriegt.
Aber ich fühle mich nicht frei.
Jetzt möchte ich meine Weiblichkeit auch nach außen zeigen, und dass ich als weiblicher Mensch wahr- und angenommen werde.
Ich würde gern, wie zu Hause, auch öffentlich weibliche Kleidung tragen wollen. Ich möchte mich aber nicht verkleiden, dass man mich nicht mehr erkennt.
Ich würde nur ungern, trotz meines männlich schütteren Haares, eine Perücke tragen wollen und schminken nur in Maßen.
Bei meiner Familie bin ich geoutet. Das war nicht einfach, aber sie bemühen sich zu verstehen und haben mich nicht verstoßen. Es ist ja auch bisher nicht viel passiert. Mir ist aber klar, dass es zu einer gewissen Stigmatisierung der Familie kommen kann/wird, wenn ich meine Weiblichkeit der Öffentlichkeit offenbare.
Für meine Frau wäre das besonders einschneidend und belastend, was ihr Angst bereitet Und auch ich habe Angst vor einem solchen Schritt.
Mich bedrückt das oft und macht mich traurig...dieses Hinundher, dieser Zwiespalt.
Nicht Mann, aber auch nicht richtig Frau. Könnte ich so weiterleben? Müsste ich diesen Weg allein gehen?
Ich will meine Frau nicht verlieren, aber ich weiß nicht, wie weit sie diesen Weg mit mir gehen könnte.
Und was wäre dann? Wie würde es weitergehen? Natürlich hätte ich gern mehr Haare auf dem Kopf und würde mir gerne eine schöne weibliche Frisur machen.
Ich hätte auch gern etwas Busen. Aber ist das denn ein Wunschkonzert? Dafür Hormone nehmen?
Ja, auch eine Vagina hätte ich lieber als das, was ich jetzt habe, aber mit dem ich schon so lange lebe und auch irgendwie klargekommen bin.
Aber deswegen eine GaOp? Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich ständig und lässt mit keine Ruhe, raubt mir auch oft den Schlaf.
Im Januar habe ich eine Termin bei Frau Dr. Schleussner in Krefeld. Ich hoffe auf Hilfe für meine Orientierung. Wohin werde ich gehen müssen, damit ich mich wohl fühle in meiner Haut.
Auch die Frage, was wäre eigentlich in meinem Alter (Mitte 60) überhaupt noch möglich, beschäftigt mich sehr. Welche Auswirkungen hätten jetzt noch Hormone?
Wie sehr würde es der Gesundheit schaden können und wie würden sie sich auf das Sexualleben auswirken?
Ach, das ist jetzt alles sehr unsortiert, durcheinander, aber so sieht es auch in mir aus.
Liebe Grüße, Dita
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Marielle
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Re: Transition oder?
Hallo Dita,
ich weiss nicht, ob ich eine gute Ratgeber_in für dich bin, vielleicht hilft's aber trotzdem ein bischen.
Was die Hormone bringen und ob sich eine Operation 'lohnt' kann dir wohl niemand sagen; es gibt dazu einfach zu viele Einflüsse, die zum größten Teil individueller Art sind. Du selbst wirst für dich überlegen und festlegen müssen, was es braucht, damit du mit dir und der Welt weitgehend zufrieden bist. Meiner Ansicht nach ist 'Ausprobieren und Abwägen' ein geeigneter Weg, um zu sich selbst zu finden. Was brauchst du für dich selbst? Wie soll deine Umwelt dich sehen, damit du dich von ihr richtig wahrgenommen fühlst? Was musst du tun, um diese Wahrnehmung zu erreichen? Und als auch wichtige, aber wirklich nicht schöne, Frage: Was kannst du betreffend deine Aussen-Wahrnehmung realistisch erreichen? Wie gut kannst du mit dem Verhältnis zwischen'Aufwand und Nutzen' leben?
Vielleicht ergibt sich dein Weg, wenn du diese Fragen an dich selbst richtest, dann deine Antworten darauf, so gut es geht, in der 'Praxis' ausprobierst und immer wieder auf dich selbst schaust, um den Punkt zu finden, an dem du mit dir zufrieden bist. Ich glaube, dass du mit einer deiner Fragen schon auf einem guten Weg bist; das Leben und die eigene Körperlichkeit sind kein Wunschkonzert, sondern eine mehr oder weniger gelungene Ansammlung von Gegebenheiten und Zwängen, aber auch einigen Möglichkeiten und Chancen.
Hab es gut
Marielle
ich weiss nicht, ob ich eine gute Ratgeber_in für dich bin, vielleicht hilft's aber trotzdem ein bischen.
Was die Hormone bringen und ob sich eine Operation 'lohnt' kann dir wohl niemand sagen; es gibt dazu einfach zu viele Einflüsse, die zum größten Teil individueller Art sind. Du selbst wirst für dich überlegen und festlegen müssen, was es braucht, damit du mit dir und der Welt weitgehend zufrieden bist. Meiner Ansicht nach ist 'Ausprobieren und Abwägen' ein geeigneter Weg, um zu sich selbst zu finden. Was brauchst du für dich selbst? Wie soll deine Umwelt dich sehen, damit du dich von ihr richtig wahrgenommen fühlst? Was musst du tun, um diese Wahrnehmung zu erreichen? Und als auch wichtige, aber wirklich nicht schöne, Frage: Was kannst du betreffend deine Aussen-Wahrnehmung realistisch erreichen? Wie gut kannst du mit dem Verhältnis zwischen'Aufwand und Nutzen' leben?
Vielleicht ergibt sich dein Weg, wenn du diese Fragen an dich selbst richtest, dann deine Antworten darauf, so gut es geht, in der 'Praxis' ausprobierst und immer wieder auf dich selbst schaust, um den Punkt zu finden, an dem du mit dir zufrieden bist. Ich glaube, dass du mit einer deiner Fragen schon auf einem guten Weg bist; das Leben und die eigene Körperlichkeit sind kein Wunschkonzert, sondern eine mehr oder weniger gelungene Ansammlung von Gegebenheiten und Zwängen, aber auch einigen Möglichkeiten und Chancen.
Hab es gut
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Inga
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Re: Transition oder?
Hallo, Dita,
es ist nicht einfach, seinen Weg, sich selbst zu finden und nicht irgendwie ein Stückchen andere zu kopieren. Kein wunder, dass es in dir kreist und wirr wird.
Ich kann dich gut verstehen. Bei mir hat es auch mehrere Jahre gekreist, ich habe diverse Bücher gelesen und Erfahrungsberichte verschlungen, ich habe mir alles Mögliche vorgestellt und erträumt. Dann ist mir auf einmal schlagartig klar geworden, dass ich keinen Eingriff in meinen Körper möchte, keine Hormone, keine "geschlechtsangleichende Operation". Sondern irgendwo so einen zustand zwischen den Gechlechtern und etwas von beiden in mir habe. Doch andere mögen für sich erkennen, dass sei einen anderen Weg gehen wollen. Und das ist auch ok.
Übrigens kann gegen Operationen und Hormontherapien auch der allgemeine körperliche Zustand sprechen - da sind mit 60 die Leute sehr verschieden - doch das wird dir ein Arzt am besten sagen können.
Liebe Grüße
Inga
es ist nicht einfach, seinen Weg, sich selbst zu finden und nicht irgendwie ein Stückchen andere zu kopieren. Kein wunder, dass es in dir kreist und wirr wird.
Ich kann dich gut verstehen. Bei mir hat es auch mehrere Jahre gekreist, ich habe diverse Bücher gelesen und Erfahrungsberichte verschlungen, ich habe mir alles Mögliche vorgestellt und erträumt. Dann ist mir auf einmal schlagartig klar geworden, dass ich keinen Eingriff in meinen Körper möchte, keine Hormone, keine "geschlechtsangleichende Operation". Sondern irgendwo so einen zustand zwischen den Gechlechtern und etwas von beiden in mir habe. Doch andere mögen für sich erkennen, dass sei einen anderen Weg gehen wollen. Und das ist auch ok.
Übrigens kann gegen Operationen und Hormontherapien auch der allgemeine körperliche Zustand sprechen - da sind mit 60 die Leute sehr verschieden - doch das wird dir ein Arzt am besten sagen können.
Liebe Grüße
Inga
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ChristinaF
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Re: Transition oder?
Hallo dita,
es könnte fast mein "Lebenslauf" sein, den du oben beschrieben hast.
Und Ratschläge sind schnell von der Hand; ob sie denn helfen ist eine andere Sache.
Ich weiß nur, dass ich damals in genau der gleichen Situation gestanden bin. Und einfach nicht mehr weiter konnte. Der Druck nach außen zu gehen und die innere Weiblichkeit endlich offen zu leben konnte nicht mehr gehalten werden. Es war für mich sicher nicht leicht, und für dich wird's wahrscheinlich genauso kommen. Aber bevor deine Psyche, besser dein Unterbewusstsein, völlig versagt, wirst du dich einer Antwort stellen müssen. Und diese Antwort resultiert aus den beiden Fragen. Entweder so weiterleben wie bisher? Oder den Weg hin zur Frau einschlagen?
Liebe Grüße
Chrissie
es könnte fast mein "Lebenslauf" sein, den du oben beschrieben hast.
Und Ratschläge sind schnell von der Hand; ob sie denn helfen ist eine andere Sache.
Ich weiß nur, dass ich damals in genau der gleichen Situation gestanden bin. Und einfach nicht mehr weiter konnte. Der Druck nach außen zu gehen und die innere Weiblichkeit endlich offen zu leben konnte nicht mehr gehalten werden. Es war für mich sicher nicht leicht, und für dich wird's wahrscheinlich genauso kommen. Aber bevor deine Psyche, besser dein Unterbewusstsein, völlig versagt, wirst du dich einer Antwort stellen müssen. Und diese Antwort resultiert aus den beiden Fragen. Entweder so weiterleben wie bisher? Oder den Weg hin zur Frau einschlagen?
Liebe Grüße
Chrissie
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Marielle
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Re: Transition oder?
Hallo zusammen, Guten Tag Dita, Chrissie,
"entweder ... oder"
Ist die Verengung der Möglichkeiten wirklich hilfreich?
liebe Grüße
Marielle
"entweder ... oder"
Ist die Verengung der Möglichkeiten wirklich hilfreich?
liebe Grüße
Marielle
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Frida
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Re: Transition oder?
Hallo ihr Lieben,
verzeiht mir, wenn ich nicht sofort auf Eure Beiträge antworte, aber mir fehlt im Moment ein wenig die Zeit.
Eigentlich wolle ich schon letzte Nacht auf die ersten Antworten eingehen, aber es war sicher gut es nicht getan zu haben, weil ich von einem köstlichen Rotwein ein wenig zu viel genossen hatte und wer weiß, was ich da von mir gegeben hätte.
Wie so jedes Jahr nehmen wir, meine Frau und ich, uns vor, etwas früher mit den Weihnachtsvorbereitungen zu beginnen, doch wurde es auch diesmal wieder eng und im Moment ist alles etwas viel. Noch dazu ich erst morgen nach vier Wochen meinen Führerschein wieder haben werde ( bin wohl mal zu schnell gewesen) und außerdem hatte meine Liebste noch eine kleine Op zu überstehen und ist auch nicht voll einsatzfähig.
Ich möchte mich aber gerne mit dem, was Ihr geschrieben habt intensiv auseinandersetzen, also habt etwas Geduld mit mir.
Ich finde alles sehr hilfreich und anregend. Das mit der Verengung der Möglichkeiten inspirierte mich und ließ mich an Annette Güldenrings Aufsatz ( in Rauchfleisch) denken, in dem sie über die Idee des funktionellen Geschlechts schreibt, das im außerkörperlichen Raum und der eigenen Fantasie Angebote einholt und über die Endlosigkeit geschlechtlicher Wesensvielfalt. Alle sehr interessant und aufregend.
Ihr seht, ich bin auf der Suche nach meinemWeg.
Erst einmal vielen Dank an Euch!
Liebe Grüße, Dita
und morgen einen gemütlichen 4. Advent !
verzeiht mir, wenn ich nicht sofort auf Eure Beiträge antworte, aber mir fehlt im Moment ein wenig die Zeit.
Eigentlich wolle ich schon letzte Nacht auf die ersten Antworten eingehen, aber es war sicher gut es nicht getan zu haben, weil ich von einem köstlichen Rotwein ein wenig zu viel genossen hatte und wer weiß, was ich da von mir gegeben hätte.
Wie so jedes Jahr nehmen wir, meine Frau und ich, uns vor, etwas früher mit den Weihnachtsvorbereitungen zu beginnen, doch wurde es auch diesmal wieder eng und im Moment ist alles etwas viel. Noch dazu ich erst morgen nach vier Wochen meinen Führerschein wieder haben werde ( bin wohl mal zu schnell gewesen) und außerdem hatte meine Liebste noch eine kleine Op zu überstehen und ist auch nicht voll einsatzfähig.
Ich möchte mich aber gerne mit dem, was Ihr geschrieben habt intensiv auseinandersetzen, also habt etwas Geduld mit mir.
Ich finde alles sehr hilfreich und anregend. Das mit der Verengung der Möglichkeiten inspirierte mich und ließ mich an Annette Güldenrings Aufsatz ( in Rauchfleisch) denken, in dem sie über die Idee des funktionellen Geschlechts schreibt, das im außerkörperlichen Raum und der eigenen Fantasie Angebote einholt und über die Endlosigkeit geschlechtlicher Wesensvielfalt. Alle sehr interessant und aufregend.
Ihr seht, ich bin auf der Suche nach meinemWeg.
Erst einmal vielen Dank an Euch!
Liebe Grüße, Dita
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Theresa
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Re: Transition oder?
Hallo dita
Ich sehe mich nicht berufen irgendwelche Ratschläge zu erteilen. Dazu sind die jeweiligen Umstände zu unterschiedlich. Ich möchte aber erzählen wie es mir bisher erging. Das ist vielleicht nicht etwas anders als die Berichte, die man sonst so liest.
Die Vorgeschichte:
Schon immer haben mich Frauen sehr interessiert. Ihre Kleidung, ihr Verhalten usw. Das ging schon in der frühen Kindheit los. Sie Saloonmädels in den Western fand ich viel reizvoller als die Helden. Auch die Mode in den 50er Jahre Heimatfilmen, die zuhause über den Bildschirm flimmerten, fand ich sehr chic.
Aber zunächst entwickelte ich einen anderen Fetisch, der, wie ich ca. 50 Jahre später erkennen musste, dazu beitrug, dass ich hier im Forum landete.
Die Vorstellung Windeln zu tragen reizte und erregte mich. Auslöser war vermutlich die Geburt meines 5 Jahre jüngeren Bruders den ich als Konkurrenten in der Familie wahr nahm.
Ausleben konnte ich das natürlich nur heimlich. Da ich aber früh ein eigenes Zimmer außerhalb der elterlichen Wohnung hatte ich doch reichlich Gelegenheit abends ein Betttuch entsprechend umzuwidmen. Ich genoss das wohlig warme Gefühl, dass mir Geborgenheit vermittelte. So mit etwas 14 Jahren kaufte ich mir vom Taschengeld eine Miederhose und Strumpfhose. Damit bekamen die "Windeln" richtig schön Halt. Das Wichtigst aber war, was mir damals nicht klar war: Meine männlichen Konturen in diesem Bereich verschwanden und der Po wurde weiblich rund.
Diese Leidenschaft ist mir, mit langjährigen Unterbrechungen, erhalten geblieben.
Meinen Freundinnen und späteren Ehefrauen versuchte mein Ideal von Weiblichkeit nahe zu bringen. Kaufte Kleider Miederwaren und später Korsetts. Natürlich mit geringem Erfolg. Im Laufe der Jahre staute sich eine Menge Frust auf. Bis mir die Idee kam, doch einfach meine eigene Traumfrau sein zu wollen.
Meine jetzige Freundin brachte mich dazu, was vorher in den Abgründen meiner Fantasie verborgen war, mir ein zu gestehen. Sie fand, dass ich eh eine feminine Ader hätte. Das viel mir plötzlich sehr leicht!
Nun kam die Zeit der Euphorie: Kleidung wurde gekauft, sie brachte mir die Grundzüge des Schminkens bei und vererbte mir ein paar Sachen von sich.
Nicht nur ich schwankte in meinen Gefühlen ständig hin und her denn die Angst mich zum Affen zu machen ist recht ausgeprägt. Auch meine Freundin schwankte ständig zwischen Begeisterung und Ablehnung. Sie sei schließlich nicht lesbisch. (Ich muss noch erwähnen dass wir eine Fernbeziehung führen und sie sich über die Ausmaße meines Tuns nicht im klaren war. Es war eben entgegen ihrer Annahme, weit mehr als ein Kleiderfetisch.)
Wenn ich mich als Frau zurecht machte und auch annehmen konnte erfüllte mich das mit großer Zufriedenheit und innerer Ruhe wie ich sie selten erlebt habe.
So raus zu gehe habe ich mich nur selten getraut. Das wäre aber mein Ziel gewesen denn ich hätte gerne ein soziales Umfeld aufgebaut. Ich lebe mein Leben rechte langweilig einsam und ereignislos.
Doch drohte die Beziehung an Theresa zu scheitern. Man warf mir vor auf einem Egotrip zu sein, was ich durchaus nachvollziehen kann. Und in Verbindung mit meinen Selbstzweifeln kam ich zu dem Schluss: Es hat keinen Zweck. Ein bisschen Angst vorm einsam sein war auch dabei.
Was mich wundert ist, dass ich das bisher verhältnismäßig leicht umsetzen konnte. Die Farbe aus den Haaren ist nun fast heraus gewachsen und der Schnäuzer wieder gewachsen. Körperbehaarung war leider sowieso nie weg, da meine Freundin sehr darauf steht.
Es bleibt ein bisschen Wehmut zurück wenn ich an Theresa denke.
Ich wäre gerne eine Transe geworden, die sich schon mal mit Freundinnen zum Kaffee oder einem Ausflug trifft. Eine OP stand allerdings nie zur Diskussion.
Meine Ausstattung werde ich nicht wegwerfen. Vielleicht werde ich sie ab und an in der Wohnung noch mal tragen. Nagellack und Schminke fehlen mir schon ein wenig.
So habe ich auch hier mein Profil und Theresa@mail.de gelöscht und mich weitgehend hier zurück gezogen.
Ich hoffe mit dieser Lösung auf längere Sicht zurecht zu kommen und meinem Leben auf anderer Weise einen Sinn geben zu können.
Warum ich das schreibe? Meist lese ich, dass Partnerschaften, Beziehungen und Lebensleistungen riskiert werden um die weibliche Seite auszuleben. Ich wollte nur sagen, dass es auch noch andere Lösungen gibt. Möglicher Weise war meine weibliche Seite auch nur nicht stark genug. Stark bin ich als Mann aber auch nicht...
Viele Grüße
besonders auch an die Mädels, die ich mal im Kölner Kattwinkel persönlich kennenlernen durfte. Ich beneide euch..
Jochen
(Theresa)
Ich sehe mich nicht berufen irgendwelche Ratschläge zu erteilen. Dazu sind die jeweiligen Umstände zu unterschiedlich. Ich möchte aber erzählen wie es mir bisher erging. Das ist vielleicht nicht etwas anders als die Berichte, die man sonst so liest.
Die Vorgeschichte:
Schon immer haben mich Frauen sehr interessiert. Ihre Kleidung, ihr Verhalten usw. Das ging schon in der frühen Kindheit los. Sie Saloonmädels in den Western fand ich viel reizvoller als die Helden. Auch die Mode in den 50er Jahre Heimatfilmen, die zuhause über den Bildschirm flimmerten, fand ich sehr chic.
Aber zunächst entwickelte ich einen anderen Fetisch, der, wie ich ca. 50 Jahre später erkennen musste, dazu beitrug, dass ich hier im Forum landete.
Die Vorstellung Windeln zu tragen reizte und erregte mich. Auslöser war vermutlich die Geburt meines 5 Jahre jüngeren Bruders den ich als Konkurrenten in der Familie wahr nahm.
Ausleben konnte ich das natürlich nur heimlich. Da ich aber früh ein eigenes Zimmer außerhalb der elterlichen Wohnung hatte ich doch reichlich Gelegenheit abends ein Betttuch entsprechend umzuwidmen. Ich genoss das wohlig warme Gefühl, dass mir Geborgenheit vermittelte. So mit etwas 14 Jahren kaufte ich mir vom Taschengeld eine Miederhose und Strumpfhose. Damit bekamen die "Windeln" richtig schön Halt. Das Wichtigst aber war, was mir damals nicht klar war: Meine männlichen Konturen in diesem Bereich verschwanden und der Po wurde weiblich rund.
Diese Leidenschaft ist mir, mit langjährigen Unterbrechungen, erhalten geblieben.
Meinen Freundinnen und späteren Ehefrauen versuchte mein Ideal von Weiblichkeit nahe zu bringen. Kaufte Kleider Miederwaren und später Korsetts. Natürlich mit geringem Erfolg. Im Laufe der Jahre staute sich eine Menge Frust auf. Bis mir die Idee kam, doch einfach meine eigene Traumfrau sein zu wollen.
Meine jetzige Freundin brachte mich dazu, was vorher in den Abgründen meiner Fantasie verborgen war, mir ein zu gestehen. Sie fand, dass ich eh eine feminine Ader hätte. Das viel mir plötzlich sehr leicht!
Nun kam die Zeit der Euphorie: Kleidung wurde gekauft, sie brachte mir die Grundzüge des Schminkens bei und vererbte mir ein paar Sachen von sich.
Nicht nur ich schwankte in meinen Gefühlen ständig hin und her denn die Angst mich zum Affen zu machen ist recht ausgeprägt. Auch meine Freundin schwankte ständig zwischen Begeisterung und Ablehnung. Sie sei schließlich nicht lesbisch. (Ich muss noch erwähnen dass wir eine Fernbeziehung führen und sie sich über die Ausmaße meines Tuns nicht im klaren war. Es war eben entgegen ihrer Annahme, weit mehr als ein Kleiderfetisch.)
Wenn ich mich als Frau zurecht machte und auch annehmen konnte erfüllte mich das mit großer Zufriedenheit und innerer Ruhe wie ich sie selten erlebt habe.
So raus zu gehe habe ich mich nur selten getraut. Das wäre aber mein Ziel gewesen denn ich hätte gerne ein soziales Umfeld aufgebaut. Ich lebe mein Leben rechte langweilig einsam und ereignislos.
Doch drohte die Beziehung an Theresa zu scheitern. Man warf mir vor auf einem Egotrip zu sein, was ich durchaus nachvollziehen kann. Und in Verbindung mit meinen Selbstzweifeln kam ich zu dem Schluss: Es hat keinen Zweck. Ein bisschen Angst vorm einsam sein war auch dabei.
Was mich wundert ist, dass ich das bisher verhältnismäßig leicht umsetzen konnte. Die Farbe aus den Haaren ist nun fast heraus gewachsen und der Schnäuzer wieder gewachsen. Körperbehaarung war leider sowieso nie weg, da meine Freundin sehr darauf steht.
Es bleibt ein bisschen Wehmut zurück wenn ich an Theresa denke.
Ich wäre gerne eine Transe geworden, die sich schon mal mit Freundinnen zum Kaffee oder einem Ausflug trifft. Eine OP stand allerdings nie zur Diskussion.
Meine Ausstattung werde ich nicht wegwerfen. Vielleicht werde ich sie ab und an in der Wohnung noch mal tragen. Nagellack und Schminke fehlen mir schon ein wenig.
So habe ich auch hier mein Profil und Theresa@mail.de gelöscht und mich weitgehend hier zurück gezogen.
Ich hoffe mit dieser Lösung auf längere Sicht zurecht zu kommen und meinem Leben auf anderer Weise einen Sinn geben zu können.
Warum ich das schreibe? Meist lese ich, dass Partnerschaften, Beziehungen und Lebensleistungen riskiert werden um die weibliche Seite auszuleben. Ich wollte nur sagen, dass es auch noch andere Lösungen gibt. Möglicher Weise war meine weibliche Seite auch nur nicht stark genug. Stark bin ich als Mann aber auch nicht...
Viele Grüße
besonders auch an die Mädels, die ich mal im Kölner Kattwinkel persönlich kennenlernen durfte. Ich beneide euch..
Jochen
(Theresa)
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-Hä?-
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
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ab08
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Re: Transition oder?
Hallo Dita,dita hat geschrieben:Auch die Frage, was wäre eigentlich in meinem Alter (Mitte 60) überhaupt noch möglich, beschäftigt mich sehr. Welche Auswirkungen hätten jetzt noch Hormone?
Wie sehr würde es der Gesundheit schaden können und wie würden sie sich auf das Sexualleben auswirken?
Alter ist im Grunde kein Hindernis (In SHG's gibt es auch ältere) Die gesundheitliche Seite ist bei korrekter ärztlicher Kontrolle weniger das Problem. Vieles wirkt sich sogar eher positiv auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Wobei dabei natürlich auch die psychische Seite einen entscheidenen Einfluss hat.
Andererseits --> Du bist eim emphatischer Mensch, gehst sehr auf die anderen ein.
Die Frage ist im Grunde, wie dringend Dein Bedürfnis ist. - Wie sehr Du bereit bist, Kompromisse einzugehen.
Es hängt auch sehr von Deiner Umgebung ab. Wie die Situation ist, wie stark die Zwänge sind, die sich daraus ergeben.
--> Ganz ohne andere vor den Kopf zu stoßen, oder andere irgendwie zu verletzen, geht es aber selten...
Ich brauchte lange, erst als ich mit dem Rücken zur Wand stand (schwere Erkrankung, die später im Laufe des CO verschwand) traf ich die Entscheidung. Mit Familie und Umgebung hatte ich Glück. (Die Scheidung, die aus dem Grund erfolgte, war über 10 Jahre her) Trotzdem gibt es Menschen, die mir seitdem aus dem Weg gehen. Dafür ergaben sich neue Beziehungen....
Liebe Grüße,
raten kann und will ich Dir nix.
Für jeden Weg gibt es ein für und wider
Andrea(ab)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Frida
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Re: Transition oder?
Hallo ihr Lieben,
bald ist Heilige Nacht.....und alles ist zur Zeit besonders schwierig...vielleicht gerade deshalb!?
Ich habe in der Kindheit Weihnachten zu Hause meist als schwierige Zeit erlebt und bin deshalb etwas geschädigt.
Natürlich kann ich das Fest feiern und mache alles es mit, besonders als die Kinder noch klein waren, bemühten wir uns es für sie so schön, wie möglich ohne Stress zu gestalten, was uns wohl auch gelungen ist, denn sie feiern gerne.
Mir geht es nicht gut. Ich spüre viel Bewegung in mir, meine Gedanken kreisen oft um meine Entwicklung, und was das mit meinem Leben macht und wirft Fragen auf, wie es denn weitergehen wird. Im Mittelpunkt dieses Denkens und der Gefühle, die ich dabei habe, steht auch die Beziehung zu meiner lieben Frau.
Wir möchten uns nicht verlieren, weil wir uns lieben und schätzen. Meine Frau bemüht sich zu verstehen und ist jetzt aber in eine große Krise gekommen, weiß nicht, wo sie steht und hat Angst vor der Zukunft. Ich versuche stets einen Mittelweg zu finden, einerseits so behutsam und geduldig vorzugehen, sie mitzunehmen, aber auch meinem Drang etwas in meinem Leben verändern zu müssen, damit ich mich wohl fühle, glücklich sein kann, voran zu bringen. Ich bin kompromissbereit, aber kann mich nicht mehr verleugnen ohne in traurige und depressive Stimmung zu fallen.
Mir ist noch nicht ganz klar, wie mein Weg aussehen wird und was ich dafür brauche, nur wie es jetzt ist, erfüllt es mich nicht.
Meine Frau hat es bisher akzeptiert, dass ich mich zu Hause fraulich kleide, d. h. aber ohne künstlichen Busen, ohne Perücke, ohne dick geschminkt zu sein, noch nicht einmal auf hohen Hacken, sondern nur mit Ballerinas, obwohl ich gern auch mal ein bisschen mehr ausprobieren würde, was mir aber nicht so sehr wichtig ist. Sie hat aber schon auch Befürchtungen, dass das in Zukunft noch mehr sein wird und sie nur noch eine Frau sehen kann.
Mir geht es einfach um die Freiheit das Leben zu können, was ich bin, wie ich mich empfinde und um die Anerkennung meines von mir selbst empfundenen Geschlechts. Ich weiß noch nicht, wie ich das verwirklichen kann. Meine Frau bekommt jetzt Angst vor der Zukunft, weiß nicht, wo sie steht und wohin es sie führt.
Da gibt es bei große Ängste vor gesellschaftlicher Stigmatisierung, was ich verstehen kann, weil ich sie selber kenne. Da sind auch Fragen, wie sich diese Veränderungen, wenn sie in mir nicht mehr den Mann sehen kann, auf das Sexualleben auswirken werden, wie auf das Begehren, ja auf das ganze Zusammenleben.
Wie ihr seht, alles ein bisschen viel im Moment. Seit gestern weiß ich, dass sie auch einen Termin bei der selben Psychiaterin/Therapeutin hat, zu der ich ab Januar zur Beratung und vielleicht Begleitung gehe. Das hatte mich überrascht, finde es aber gut, dass sie etwas tut, weil sie psychisch auch angeschlagen ist.
Ich weiß von mir selbst, wie schwer es sein kann diesen Weg zu akzeptieren und sich selbst anzunehmen, besonders, wenn dieser individuelle Weg im krassen Widerspruch zum sozialen Umfeld steht. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für nicht Betroffene ist, das alles zu verstehen und zu akzeptieren, besonders, wenn diese Veränderungen in nächster Nähe passieren und man dann doch auch selbst betroffen ist.
Ich hoffe, dass wir die Kraft und Liebe haben werden, um einen gemeinsamen Weg zu finden. Ich wünsche mir, dass meine Frau auch in Zukunft noch den Menschen in mir erkennt, den sie bisher liebte, auch wenn ich vielleicht in einer anderen Rolle leben werde, aber doch nicht so, dass nicht immer auch meine "alte " Persönlichkeit, die ja schon immer sehr weiblich war, hindurchschimmert. Dieses körperlich männliche Äußere wird wohl ( für mich leider) auch in gewisser Weise erhalten bleiben, ich will auch so wenig, wie möglich daran herumdoktern lassen, zumindest habe ich das bisher so vor.
Ich bin froh meine Frau an meiner Seite zu haben. Sie ist ein wunderbarer Mensch und ich liebe sie.
Helena ist übrigens auch hier im Forum, aber nicht sehr aktiv, sondern eher sporadisch als Besucherin.
Nochmals vielen Dank für eure Feedbacks, die mich alle ein Stück weiter bringen.
Wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest
Liebe Grüße, Dita
bald ist Heilige Nacht.....und alles ist zur Zeit besonders schwierig...vielleicht gerade deshalb!?
Ich habe in der Kindheit Weihnachten zu Hause meist als schwierige Zeit erlebt und bin deshalb etwas geschädigt.
Natürlich kann ich das Fest feiern und mache alles es mit, besonders als die Kinder noch klein waren, bemühten wir uns es für sie so schön, wie möglich ohne Stress zu gestalten, was uns wohl auch gelungen ist, denn sie feiern gerne.
Mir geht es nicht gut. Ich spüre viel Bewegung in mir, meine Gedanken kreisen oft um meine Entwicklung, und was das mit meinem Leben macht und wirft Fragen auf, wie es denn weitergehen wird. Im Mittelpunkt dieses Denkens und der Gefühle, die ich dabei habe, steht auch die Beziehung zu meiner lieben Frau.
Wir möchten uns nicht verlieren, weil wir uns lieben und schätzen. Meine Frau bemüht sich zu verstehen und ist jetzt aber in eine große Krise gekommen, weiß nicht, wo sie steht und hat Angst vor der Zukunft. Ich versuche stets einen Mittelweg zu finden, einerseits so behutsam und geduldig vorzugehen, sie mitzunehmen, aber auch meinem Drang etwas in meinem Leben verändern zu müssen, damit ich mich wohl fühle, glücklich sein kann, voran zu bringen. Ich bin kompromissbereit, aber kann mich nicht mehr verleugnen ohne in traurige und depressive Stimmung zu fallen.
Mir ist noch nicht ganz klar, wie mein Weg aussehen wird und was ich dafür brauche, nur wie es jetzt ist, erfüllt es mich nicht.
Meine Frau hat es bisher akzeptiert, dass ich mich zu Hause fraulich kleide, d. h. aber ohne künstlichen Busen, ohne Perücke, ohne dick geschminkt zu sein, noch nicht einmal auf hohen Hacken, sondern nur mit Ballerinas, obwohl ich gern auch mal ein bisschen mehr ausprobieren würde, was mir aber nicht so sehr wichtig ist. Sie hat aber schon auch Befürchtungen, dass das in Zukunft noch mehr sein wird und sie nur noch eine Frau sehen kann.
Mir geht es einfach um die Freiheit das Leben zu können, was ich bin, wie ich mich empfinde und um die Anerkennung meines von mir selbst empfundenen Geschlechts. Ich weiß noch nicht, wie ich das verwirklichen kann. Meine Frau bekommt jetzt Angst vor der Zukunft, weiß nicht, wo sie steht und wohin es sie führt.
Da gibt es bei große Ängste vor gesellschaftlicher Stigmatisierung, was ich verstehen kann, weil ich sie selber kenne. Da sind auch Fragen, wie sich diese Veränderungen, wenn sie in mir nicht mehr den Mann sehen kann, auf das Sexualleben auswirken werden, wie auf das Begehren, ja auf das ganze Zusammenleben.
Wie ihr seht, alles ein bisschen viel im Moment. Seit gestern weiß ich, dass sie auch einen Termin bei der selben Psychiaterin/Therapeutin hat, zu der ich ab Januar zur Beratung und vielleicht Begleitung gehe. Das hatte mich überrascht, finde es aber gut, dass sie etwas tut, weil sie psychisch auch angeschlagen ist.
Ich weiß von mir selbst, wie schwer es sein kann diesen Weg zu akzeptieren und sich selbst anzunehmen, besonders, wenn dieser individuelle Weg im krassen Widerspruch zum sozialen Umfeld steht. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für nicht Betroffene ist, das alles zu verstehen und zu akzeptieren, besonders, wenn diese Veränderungen in nächster Nähe passieren und man dann doch auch selbst betroffen ist.
Ich hoffe, dass wir die Kraft und Liebe haben werden, um einen gemeinsamen Weg zu finden. Ich wünsche mir, dass meine Frau auch in Zukunft noch den Menschen in mir erkennt, den sie bisher liebte, auch wenn ich vielleicht in einer anderen Rolle leben werde, aber doch nicht so, dass nicht immer auch meine "alte " Persönlichkeit, die ja schon immer sehr weiblich war, hindurchschimmert. Dieses körperlich männliche Äußere wird wohl ( für mich leider) auch in gewisser Weise erhalten bleiben, ich will auch so wenig, wie möglich daran herumdoktern lassen, zumindest habe ich das bisher so vor.
Ich bin froh meine Frau an meiner Seite zu haben. Sie ist ein wunderbarer Mensch und ich liebe sie.
Helena ist übrigens auch hier im Forum, aber nicht sehr aktiv, sondern eher sporadisch als Besucherin.
Nochmals vielen Dank für eure Feedbacks, die mich alle ein Stück weiter bringen.
Wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest
Liebe Grüße, Dita
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Bianca D.
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Re: Transition oder?
Moin Dita,
ein Jahr voller Umwälzungen liegt schon hinter dir und ein Neues mit wohl möglich noch tiefgreifenderen Veränderungen liegt vor dir/euch.Dazu wünsche ich viel Kraft! Macht euch bewußt,du wirst immer der Mensch bleiben,den sie mal geheiratet hat,denn nicht die Schale ist das A+O, sondern der Kern in dir!
Dir und deiner Frau wünsche ich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest!
LG Bianca
ein Jahr voller Umwälzungen liegt schon hinter dir und ein Neues mit wohl möglich noch tiefgreifenderen Veränderungen liegt vor dir/euch.Dazu wünsche ich viel Kraft! Macht euch bewußt,du wirst immer der Mensch bleiben,den sie mal geheiratet hat,denn nicht die Schale ist das A+O, sondern der Kern in dir!
Dir und deiner Frau wünsche ich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest!
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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ab08
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Re: Transition oder?
Hallo Dita,
zunächst wünsche ich Dir und Deiner lieben Frau ein gesegnetes, ruhiges Fest.
Noch eine Anmerkung zu "gesellschaftlicher Stigmatisierung" - Das ist zunächst nicht von der Hand zu weisen, hängt aber sehr von den Umständen ab.
Grundsätzlich gilt: Wer seinen Weg ruhig und beharrlich geht, trifft meist früher oder später auf Akzeptanz.
Im Lehrberuf ist TS eine zusätzliche Kompetenz/Qualifikation. Heute treffe ich durchaus auf Personen, die deshalb meinen Rat suchen.
In einem anderen Umfeld ist das sicher völlig anders. Es kann zu Schwierigkeiten kommen. Es gibt sicher Menschengruppen, wo Vorurteile dominieren. Natürlich werden Personen, die uns nahestehen, ungewollt einbezogen, aber das gehört zum Leben. - Unfälle, Todesfälle bzw. schwere Erkrankungen beeinflußen ja auch den Alltag der gesamten Familie...
Ganz liebe Grüße, besonders an Deine liebe Gattin
Andrea(ab)
zunächst wünsche ich Dir und Deiner lieben Frau ein gesegnetes, ruhiges Fest.
Noch eine Anmerkung zu "gesellschaftlicher Stigmatisierung" - Das ist zunächst nicht von der Hand zu weisen, hängt aber sehr von den Umständen ab.
Grundsätzlich gilt: Wer seinen Weg ruhig und beharrlich geht, trifft meist früher oder später auf Akzeptanz.
Im Lehrberuf ist TS eine zusätzliche Kompetenz/Qualifikation. Heute treffe ich durchaus auf Personen, die deshalb meinen Rat suchen.
In einem anderen Umfeld ist das sicher völlig anders. Es kann zu Schwierigkeiten kommen. Es gibt sicher Menschengruppen, wo Vorurteile dominieren. Natürlich werden Personen, die uns nahestehen, ungewollt einbezogen, aber das gehört zum Leben. - Unfälle, Todesfälle bzw. schwere Erkrankungen beeinflußen ja auch den Alltag der gesamten Familie...
Ganz liebe Grüße, besonders an Deine liebe Gattin
Andrea(ab)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Frida
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Re: Transition oder?
Hallo ihr Lieben,
danke, ihr tut mir gut!
Es gibt mir ein schönes, beruhigendes Gefühl, diese lieben Zeilen zu lesen.
Ja...ihr berührt mein Herz. Ich würde gerne sofort auf alle näher eingehen,
denn mir fällt zu allen ganz viel ein, aber...
das Fest steht nun wirklich vor der Tür.
Wir haben aber alles so weit im Griff. Geschenke sind verpackt, der Burgunderbraten in der Röhre,
Rotkohl ist auch schon fertig. Am 1. Feiertag kommen Kinder und Opi...
dann gibt es noch selbst gemachte Semmelknödel dazu.
Morgen an Heiligabend wird bei unserem Großen gefeiert. Dann gibt es eine Mangoldquiche und Zwiebelkuchen.
Auch das haben wir schon vorbereitet. Ich finde, wir sind ein prima eingespieltes Team!
Liebe Grüße, Dita
@ Andrea
Danke und liebe Grüße zurück lässt Helena ausrichten.
danke, ihr tut mir gut!
Es gibt mir ein schönes, beruhigendes Gefühl, diese lieben Zeilen zu lesen.
Ja...ihr berührt mein Herz. Ich würde gerne sofort auf alle näher eingehen,
denn mir fällt zu allen ganz viel ein, aber...
das Fest steht nun wirklich vor der Tür.
Wir haben aber alles so weit im Griff. Geschenke sind verpackt, der Burgunderbraten in der Röhre,
Rotkohl ist auch schon fertig. Am 1. Feiertag kommen Kinder und Opi...
dann gibt es noch selbst gemachte Semmelknödel dazu.
Morgen an Heiligabend wird bei unserem Großen gefeiert. Dann gibt es eine Mangoldquiche und Zwiebelkuchen.
Auch das haben wir schon vorbereitet. Ich finde, wir sind ein prima eingespieltes Team!
Liebe Grüße, Dita
@ Andrea
Danke und liebe Grüße zurück lässt Helena ausrichten.