Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
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Orlando
Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Liebe Forumsgemeinde,
der Titel des heute im Zürcher Tagesanzeiger erschienenen Artikels laute eigentlich:
"Warum es überall Schwulen und Lesben gibt"
Beim Lesen des Artikels wurde mir rasch klar, dass die Quintessenz des Artikels:
Gleichgeschlechtliche Liebe ist danach weder eine Krankheit noch ein Erziehungsprodukt, wie noch heute erschreckend viele Menschen weiterhin annehmen, sondern eine ganz normale, evolutionsbiologisch nachvollziehbare Variante menschlichen Verhaltens[/quote].
für viele vom Durchschnitt abweichende Verhalten und Veranlagungen gilt.
Ich ersetzte daher "Gleichgeschlechtige Liebe" mit Transsexualität und Transvestismus .
Liebe Grüsse,
Orlando
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natu ... y/21197763.
der Titel des heute im Zürcher Tagesanzeiger erschienenen Artikels laute eigentlich:
"Warum es überall Schwulen und Lesben gibt"
Beim Lesen des Artikels wurde mir rasch klar, dass die Quintessenz des Artikels:
Gleichgeschlechtliche Liebe ist danach weder eine Krankheit noch ein Erziehungsprodukt, wie noch heute erschreckend viele Menschen weiterhin annehmen, sondern eine ganz normale, evolutionsbiologisch nachvollziehbare Variante menschlichen Verhaltens[/quote].
für viele vom Durchschnitt abweichende Verhalten und Veranlagungen gilt.
Ich ersetzte daher "Gleichgeschlechtige Liebe" mit Transsexualität und Transvestismus .
Liebe Grüsse,
Orlando
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Gleichgeschlechtliche Liebe ist danach weder eine Krankheit noch ein Erziehungsprodukt ...sondern eine ganz normale, evolutionsbiologisch nachvollziehbare Variante menschlichen Verhaltens
Ich halte Letzteres aus zwei Gründen für eine fragwürdige These.Ich ersetzte daher "Gleichgeschlechtige Liebe" mit Transsexualität und Transvestismus .
1. Ich halte sie nicht für "evolutionsbiologisch nachvollziehbar". Wäre sie es würde sich niemand Gedanken machen, woher das kommt.
2. Für den Transvestismus sehe ich in vielen Fällen durchaus eine nicht unerhebliche Folge von Erziehung, teilweise auch Selbsterziehung für möglich. Gerade die (Selbst-)Prägung in der Pubertät könnte eine Verbindung zwischen dem Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung und Sexualität bedingen. Die damit verbundene Verbindung zwischen guten Gefühlen und Kleidung könnte über das Unbewusste als Kontrollinstanz dann unser künftiges Verhalten bestimmen. Das wäre eine Erklärung für den "Drang".
Das ist aber auch nur eine These von mir.
Viele Grüße
Vicky
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Orlando
Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
bei TW mag das stimmen. Hier mögen Erziehung und Einflüsse nach der Geburt die grössere Rolle spielen. Doch für Transsexualität, die viel tiefer im Menschen verankert ist,1. Ich halte sie nicht für "evolutionsbiologisch nachvollziehbar". Wäre sie es würde sich niemand Gedanken machen, woher das kommt.
könnten, so meine Interpretation des Artikels durchaus evolutionsbiologische, eben Epigenetische Vorgänge eine Rolle spielen.
Gruss,
Orlando
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Ich finde den Artikel sehr dünn. Man hofft, dass sich die Epigenetiker der Sache annehmen und entsprechende Nachweise führen. Bis dahin ist es nur eine Theorie. Mit meinem Erfahrungswissen kann ich das nicht nachvollziehen. Nur weil in der Zeitung "evolutionsbiologisch nachvollziehbar" steht, ist es das noch lange nicht. Die ganze Story ist völlig unausgegoren. Das heißt nicht, dass sie falsch ist. Aber von einer seriösen Zeitung erwarte ich schon deutlich mehr. Ob der Journalist verstanden hat, was er geschrieben hat ?
Orlando, ich bin ganz Deiner Meinung. Der TS -Bereich ist möglicherweise etwas ganz anderes. Betroffene scheinen viel früher zu wissen, dass sie "anders" sind. Was mich irritiert, sind die "Zwischenstufen", also die Menschen, die irgendwo zwischen den Geschlechtern stehen und beides leben. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine ganze Menge Ursachen gibt und dann die Mischung entscheidet, wo der Einzelne steht. Darüber hinaus verändert sich mit der Zeit einiges.
Ich glaube nicht an den einen entscheidenden Grund.
Orlando, ich bin ganz Deiner Meinung. Der TS -Bereich ist möglicherweise etwas ganz anderes. Betroffene scheinen viel früher zu wissen, dass sie "anders" sind. Was mich irritiert, sind die "Zwischenstufen", also die Menschen, die irgendwo zwischen den Geschlechtern stehen und beides leben. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine ganze Menge Ursachen gibt und dann die Mischung entscheidet, wo der Einzelne steht. Darüber hinaus verändert sich mit der Zeit einiges.
Ich glaube nicht an den einen entscheidenden Grund.
Viele Grüße
Vicky
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MarieB
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Hallo,
ist ja immer schön, dass solche Themen aufgegriffen werden. Trotzdem frage ich mich jetzt das, was der Artikel fragt: WARUM?
Warum suche ich für Dinge die es faktisch gibt immer nach Erklärungen? Was möchte ich damit erreichen? Was mache ih denn , wenn ich einen Grund finde? Was ändert das?
Was wäre denn wenn sich rausstellen würde, dass Homosexualität oder Transidentität mit einem Gendefekt zusammenhängen würde, der durch einen kleinen, unbedenklichen Eingriff zu beheben wäre? Ich möchte mir das gar nicht ausmahlen. Plötzlich würde wahrscheinlich keine Sau mehr toleranz für diese Randgruppen und andere haben. Oder?
Es ist eigentlich egal egal warum etwas ist wie es ist.
Egal, warum jemand schwul ist.
Egal, warum jemand transident ist.
Egal, warum jemand Lust empfindet wenn er Schmerzen spürt.
Egal, warum jemand einen Flash bekommt wenn er Marathon läuft.
Egal, warum jemand Spaß verspürt stundenlang die Angel in einen See ohne Fische auszuwerfen.
usw. usw.
Es ist so und gut. Hauptsache derjenige fühlt sich gut und schädigt niemanden damit.
Marie
ist ja immer schön, dass solche Themen aufgegriffen werden. Trotzdem frage ich mich jetzt das, was der Artikel fragt: WARUM?
Warum suche ich für Dinge die es faktisch gibt immer nach Erklärungen? Was möchte ich damit erreichen? Was mache ih denn , wenn ich einen Grund finde? Was ändert das?
Was wäre denn wenn sich rausstellen würde, dass Homosexualität oder Transidentität mit einem Gendefekt zusammenhängen würde, der durch einen kleinen, unbedenklichen Eingriff zu beheben wäre? Ich möchte mir das gar nicht ausmahlen. Plötzlich würde wahrscheinlich keine Sau mehr toleranz für diese Randgruppen und andere haben. Oder?
Es ist eigentlich egal egal warum etwas ist wie es ist.
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Gruß
Marie
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LanaX
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Wahre und weise Worte Marie!MarieB hat geschrieben:
Es ist eigentlich egal egal warum etwas ist wie es ist.
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Jaddy
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Das ist der Knackpunkt! Pluralistische Gesellschaft und evolutionäre Bandbreite haben praktisch nix miteinander zu tun. Die Offenheit für andere Lebensweisen ist eine kulturelle Errungenschaft. Man kann sogar sachlich die Notwendigkeit begründen, aber letztlich muss es in der Mehrheit einfach selbstverständlich sein, dass jeder nach seiner Façon leben kann, ohne dass jemand daran herumzukritteln hat.MarieB hat geschrieben:Was wäre denn wenn sich rausstellen würde, dass Homosexualität oder Transidentität mit einem Gendefekt zusammenhängen würde, der durch einen kleinen, unbedenklichen Eingriff zu beheben wäre? Ich möchte mir das gar nicht ausmahlen. Plötzlich würde wahrscheinlich keine Sau mehr toleranz für diese Randgruppen und andere haben. Oder?
Zu dem "unbedenklichen Eingriff" gibt es eine Parallele: das Cochlea Implantat. Viele taube Menschen können damit wieder hören. Und wer von uns würde das nicht wollen? Doch es gibt auch taube Menschen, die in der Kultur der Gehörlosen verwurzelt sind. Wohlgemerkt: In der Kultur, die sich aufgrund der mangelhaften Inklusion Gehörloser in die hörende Gesellschaft entwickelt hat. So wie viele andere Szenen und Sub/Nebenkulturen.
Mit dem Implantat werden sie dann aber u.U. aus ihrer peer group ausgegrenzt, weil sie "zur Gegenseite" gewechselt sind.
Wie geht man damit um? Schon im Kindesalter den "Defekt" korrigieren? Eine ganze Kultur quasi aussterben lassen und damit auch die Impulse vernichten, die aus solchen Gruppen kommen? Was ist mit denen, bei denen die OP nicht funktioniert oder schief geht? Die hören dann ständig "da gibt's doch was von Ratiopharm" oder das Gefühl vermittelt, noch ne Stufe weiter unten zu sein, weil sie unkorrigierbar sind?
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Lina
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Es wuerde sich wohl auch kaum jemand Gedanken darueber machen, wenn nicht die kulturelle Komponente "drei-Wuesten-Religionen" dazu gekommen waere. Das kann also auch nicht ein Argument gegen die evolutionsbiologische Theorie.
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
@Lina: Das verstehe ich nicht. Viele Kulturen haben "Probleme" mit TG. Oder besser gesagt, TG haben Probleme in vielen Kulturen ...
Das TG in vielen (allen ?) Kulturen vorkommt, ist eher ein Indiz für biologische Einflüsse. Das gilt wahrscheinlich am ehesten für TS. Bei TV wäre ich mir nicht sicher ...
Das TG in vielen (allen ?) Kulturen vorkommt, ist eher ein Indiz für biologische Einflüsse. Das gilt wahrscheinlich am ehesten für TS. Bei TV wäre ich mir nicht sicher ...
Viele Grüße
Vicky
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Lina
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
vr_61 hat geschrieben:@Lina: Das verstehe ich nicht. Viele Kulturen haben "Probleme" mit TG. Oder besser gesagt, TG haben Probleme in vielen Kulturen ...
Das TG in vielen (allen ?) Kulturen vorkommt, ist eher ein Indiz für biologische Einflüsse. Das gilt wahrscheinlich am ehesten für TS. Bei TV wäre ich mir nicht sicher ...
Die alten Kulturen aber meistens nicht.
Und die wo die drei Wüstenreligionen nur einen begrenzten Einfluss gehabt haben auch wenig. Natürlich sind alle mehr oder weniger von westlicher oder muslimischer Kultur beeinflusst inzwischen, aber nicht alle sodass es da extreme Auswirkung hatte.
Viele Kulturen HABEN Probleme mit TG - ja. Und seit wann und wie entstanden die?
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triona
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
vr_61 hat geschrieben:@Lina: Das verstehe ich nicht. Viele Kulturen haben "Probleme" mit TG. Oder besser gesagt, TG haben Probleme in vielen Kulturen ...
Das TG in vielen (allen ?) Kulturen vorkommt, ist eher ein Indiz für biologische Einflüsse. Das gilt wahrscheinlich am ehesten für TS. Bei TV wäre ich mir nicht sicher ...
Die "3 Wüstenreligionen" stehen da allerdings mit an der vordersten Frontlinie mit ihrer Ablehnung von allem, was nicht ihrer ideologischen Norm entspricht. Und sie sind heutzutage praktisch weltweit verbreitet - nur in Asien nicht in der Mehrheit - und üben einen bestimmenden Einfluß aus auf mittlerweile fast alle Kulturen auf diesem Planeten. Außerdem waren sie in der Vergangenheit seit ihrem Bestehen und stellenweise bis heute verantwortlich für zahreiche Gewaltausuferungen gegenüber allen Menschen, die nicht ihren Vorstellungen entsprachen.
Christentum und Islam in fast allen ihren Spielarten und Konfessionen legen darüber hinaus noch eine ausufernde Missionstätigkeit an den Tag. Deren "Alleinvertretungsanspruch" für das Seelenheil aller Menschen ist alleine dem Judentum fremd. Dafür pflegen die Juden schon seit den Zeiten des Alten Testaments ihren Anspruch, "das auserwählte Volk Gottes" zu sein. Statt Missionierung von Nicht-Juden kapseln sie sich eher ab vom Rest der Menschheit.
Im Gegensatz zu diesen "3 Wüstenreligionen" zeigen von den allgemein bzw mir bekannten Religionen mit mehr als nur lokaler Verbreitung und Bekanntheit allein verschiedene heidnische und schamanische Religionen, der Hinduismus und verschiedene Spielarten des Buddhismus eine gewisse Duldung von menschlichen "Normabweichungen". Auch zeigen die meisten von ihnen keine Missionstätigkeit bzw zählen ein Gebot zu Missionstätigkeit nicht zu ihren grundlegenden Lehrsätzen.
Teilweise sind dort sogar Kulte bekannt, die ausdrücklich auf Menschen mit "abweichender Geschlechtsidentität" Bezug nehmen. So z.B. die Kultur der Hijras im Hinduismus, verschiedene Lehren von Seelenwanderung, Two-Spirit-Kulte bei schamanischen Religionen der Ureinwohner Amerikas, und auch verschiedene heidnische Mythologien wie einige Druiden-Religionen oder die "klassische" altgriechischen Mythologie (z.B. Tiresias, Ovid u.a.). Was allerdings nicht heißt, daß in deren Einflußbereich alle diese Menschen immer und überall ohne Einschränkungen leben können. So ist z.B. die soziale Lage der Hijras im hinduistischen Indien oder die der Kathoys im buddhistischen Thailand größtenteils auch um einiges schlechter als die der "Mehrheitsbevölkerung. Allein die Tatsache, daß diese dort mehr oder weniger mehrheitlich von Prostitution leben müssen, ist ein Hinweis darauf.
Über einige weniger stark verbreitete Religionen, die dennoch meist als "Weltreligionen" angesehen werden wie z.B Bahai, Zoroasmus, die Lehren von Osho/ Baghwan u.ä. weiß ich zu wenig, um darüber eine begründete Aussage treffen zu können.
liebe grüße
triona
NB.:
Warum nur hat es der Verfasser oder die Verfasserin des verwiesenen Zeitungsartikels nicht damit belassen - und zwar ohne die beiden von mir hervorgehobenen Wörter:
letzter Halbsatz des Zitats aus "Tagesanzeiger" im Originalwortlaut:
Noch viel wichtiger wäre aber eine andere Erkenntnis: Gleichgeschlechtliche Liebe ist danach weder eine Krankheit noch ein Erziehungsprodukt, wie noch heute erschreckend viele Menschen weiterhin annehmen, sondern eine ganz normale ( ... *) Variante menschlichen Verhaltens.
*) absichtliche Auslassung von mir
... dann wäre am Ende die Welt wieder in Ordnung gewesen, und man könnte sogar noch über den anderen Mumpitz wohlwollend hinwegsehen.
Aber nein, der letzte Halbsatz heißt:
Fortsetzung Zitat aus "Tagesanzeiger":
... sondern eine ganz normale, evolutionsbiologisch nachvollziehbare Variante menschlichen Verhaltens.
... und dann natürlich noch das unvermeidliche Agenturbild von der quietschbuntesten Schwulenparade, das sie finden konnten ...
Sagt irgendwie schon fast alles über den sittlichen und geistigen Nährwert des Geschreibsels. Die Einschränkung des vorher im letzten Satz gesagten im letzten Halbsatz hat es wohl dann auch gebraucht, um das vorher Zusammengestotterte irgendwie zu rechtfertigen.
lg tri
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Orlando
Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
@Vicky schreibt:
Doch obwohl auch dieser Artikel, wie alle populäre wissenschaftlichen Berichte in den Tageszeitungen und Magazinen die Forschungsergebnisse stark reduziert wiedergibt, zeigt er doch besser um was es bei der Epigenetik geht geht.
@MarieB schreibt:
Liebe Grüsse,
Orlando
Ich hatte versäumt den Link zum etwas konkreteren Hintergrundartikel über die Forschungen an der Uni Zürich anzugeben. Hier ist er: http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natu ... y/21670270Ich finde den Artikel sehr dünn. Man hofft, dass sich die Epigenetiker der Sache annehmen und entsprechende Nachweise führen
Doch obwohl auch dieser Artikel, wie alle populäre wissenschaftlichen Berichte in den Tageszeitungen und Magazinen die Forschungsergebnisse stark reduziert wiedergibt, zeigt er doch besser um was es bei der Epigenetik geht geht.
@MarieB schreibt:
Nun ich glaube, die Suche nach Erklärungen für das was IST ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Der Römische Dichter Ovid drückte dies so aus : "Glücklich wer zu erkennen vermag die Gründe der Dinge"Warum suche ich für Dinge die es faktisch gibt immer nach Erklärungen?Es ist eigentlich egal egal warum etwas ist wie es ist.
Liebe Grüsse,
Orlando
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Lina
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
@
Im Gegensatz zu diesen "3 Wüstenreligionen" zeigen von den allgemein bzw mir bekannten Religionen mit mehr als nur lokaler Verbreitung und Bekanntheit allein verschiedene heidnische und schamanische Religionen, der Hinduismus und verschiedene Spielarten des Buddhismus eine gewisse Duldung von menschlichen "Normabweichungen". Auch zeigen die meisten von ihnen keine Missionstätigkeit bzw zählen ein Gebot zu Missionstätigkeit nicht zu ihren grundlegenden Lehrsätzen.
---
Der soziale Wechsel des Genders war aber üblich - nicht nur im schamanischen Bereich - bei unseren vorchristlichen nordgermanischen Kulturen. Ist zwar nicht viel darüber geschrieben worden. Die meisten schriftlichen Quellen sind ja römische Propagandaschriften. Andere Quellen sind z.B. von einem arabischen Geschäftsman der lange in Haithabu lebte.
Aber Grabfunde, die man mit moderner DNA-Technich wieder untersucht hat, hat einige Überreaschungen bereitet ...
Und von den amerikanischen 3 bis 4-Gender Kulturen weiß inzwischen fast jeder Bescheid, oder?
Im Gegensatz zu diesen "3 Wüstenreligionen" zeigen von den allgemein bzw mir bekannten Religionen mit mehr als nur lokaler Verbreitung und Bekanntheit allein verschiedene heidnische und schamanische Religionen, der Hinduismus und verschiedene Spielarten des Buddhismus eine gewisse Duldung von menschlichen "Normabweichungen". Auch zeigen die meisten von ihnen keine Missionstätigkeit bzw zählen ein Gebot zu Missionstätigkeit nicht zu ihren grundlegenden Lehrsätzen.
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Der soziale Wechsel des Genders war aber üblich - nicht nur im schamanischen Bereich - bei unseren vorchristlichen nordgermanischen Kulturen. Ist zwar nicht viel darüber geschrieben worden. Die meisten schriftlichen Quellen sind ja römische Propagandaschriften. Andere Quellen sind z.B. von einem arabischen Geschäftsman der lange in Haithabu lebte.
Aber Grabfunde, die man mit moderner DNA-Technich wieder untersucht hat, hat einige Überreaschungen bereitet ...
Und von den amerikanischen 3 bis 4-Gender Kulturen weiß inzwischen fast jeder Bescheid, oder?
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triona
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
Die römischen Quellen sind mir ja größtenteils bekannt. Dürftig genug und oft von schlechter sachlicher Qualität und voller Widersprüchlichkeiten sind sie ja größtenteils, ganz abgesehen davon, daß es sich meistens um gezielte politische Propaganda handelt.Lina hat geschrieben:Der soziale Wechsel des Genders war aber üblich - nicht nur im schamanischen Bereich - bei unseren vorchristlichen nordgermanischen Kulturen. Ist zwar nicht viel darüber geschrieben worden. Die meisten schriftlichen Quellen sind ja römische Propagandaschriften. Andere Quellen sind z.B. von einem arabischen Geschäftsman der lange in Haithabu lebte.
Darüber hinaus noch die Edda. Bloß wurde die ja auch erst im 12. Jh. oder so von Snorri Storlusson niedergeschrieben. (Und Altisländisch kann ich auch noch nicht, weswegen ich immer auf deutsche, schwedische oder englische Übersetzungen ausweichen muß.)
Aber hast du einen Literaturhinweis mit dem arabischen Geschäftsmann?
Das würde mich sehr interessieren. Oder kennst du wenigstens den Namen des Mannes, so daß ich selber danach suchen kann?
Daß das bei den Germanen auch über den schamanischen bzw druidischen Bereich (d.h. also über religiöse Kulte) hinaus ebenfalls weit verbreitet war, wußte ich noch nicht. Und wahrscheinlich war das auch bei den Kelten so. Da habe ich schon bisweilen mal was davon gehört - wirklich genaueres aber auch noch nicht. Quellenlage ist da ja
ähnlich schlecht, und alles größtenteils noch um einiges älter, d.h zu Zeiten des römischen Imperiums oft schon im Verschwinden begriffen oder bereits verschwunden, und daher auch von dieser Seite kaum mehr nachvollziehbar.
Und die Darstellungen und Deutungen von Ausgrabungen in der gegenwärtigen Literatur und den Museen sind leider auch bisweilen mit großer Vorsicht zu genießen. Da wird von den "Geschichtswissenschaftlern" gerne und viel aus heutiger Sicht und leider auch oft tendenziös hineingedeutet. Muß sich eben alles auch gut verkaufen lassen. Sonst wird der Geldhahn schnell zugedreht.
liebe grüße
triona
Übrigens: Was hast du denn da auf deinem neuen Avatarbildchen für ein Gewand an?
Ist da eine Fibel dran? (Auf dem kleinen Bildchen kann man es ja nicht so genau erkennen.) Ist mir schon heute früh aufgefallen.
Geht du gerne auf Mittelalter- oder Wikingerfeste, oder machst du bei Rollenspielen oder Geschichtswiederbelebungs-Veranstaltungen mit?
lg tri
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Lina
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Re: Warum es überall Transsexuelle und Crossdresser gibt
@Aber hast du einen Literaturhinweis mit dem arabischen Geschäftsmann?
Das würde mich sehr interessieren. Oder kennst du wenigstens den Namen des Mannes, so daß ich selber danach suchen kann?
Ich werde wieder danach Graben - zumindest weiß ich, dass das mit dem arabischen Geschäftsmann ein deutschsprachiger Text war - das schließt also verasir.dk und ladyofthelabyrinth. Das mit dem DNA könnte bei ladyofthelabyrinth (einfach "transgender" und "vikings" in die Suchmaschine eingeben) erwähnt worden sein. Wird aber auch wo anders erwähnt. Das sind so Sachen, die in den letzten 10 bis 15 Jahren aufgetaucht sind.
Der Araber heißt Ibrahim ibn Abraham at-Tartuschi. Er wird auch auf der Website vom Schloss Gottorf erwähnt.
Aber kurz erzählt, was man in den Gräbern gefunden hat: Normalerweise hat man die Geschlechter der Verstorbenen anhand der im Grab mitgegebenen Utensilien bestimmt. War also Frauenkleidung, soweit erhalten, Frauenkämme und andere frauenspezifische Utensilien, z.B. das kleine Messer, das man am Trug - Frau! - und waren da insbesondere Waffen, also Blankwaffen sowohl als auch Jagdwaffen - "Mann!". Muss ja so sein, oder. Bis irgend ein Biotechniker kommt und sagt, dass es in einer ganzen Menge Gräber aber umgekehrt war.
Eine der noch ungeklärten Fragen ist natürlich - wann und wie der Wechsel des sozialen Genderstatus statt fand.
Und auch, ob die Frauen, die in der Männerrolle unterwegs waren z.B. auch mit gekämpft haben, wenn was los war. Bei einigen hat man an Waffen nur Messer und Bogen gefunden. Kann als Jagdwaffe gehen. Wer sich aber ein bisschen Info über neuere Erkenntnisse in historischem Bogenschießen einholt, wird aber feststellen, dass selbst in Kampf auf kurzer Entfernung, wo man eigentlich Hammer, Schwert usw. benutzen würde, auch ein möglicherweise kleinerer "F2M-Vikinger", der sich aufs schnelle Schießen spezialisiert hat, ziemlich viel Verwüstung anrichten kann. Wer es nicht glaubt soll sich mal Lars Andersen aus Dänemark auf Youtube anschauen.
Und um zu dem Thema zurückzukehren - wenn es was Natürliches ist, warum haben dann so viele ein Problem damit. Ich möchte die Frage zurückschicken - was ist der Zweck mit der strengen Haltung zum Sex bei den drei Wüstenreligionen. Damit hängt nämlich auch gewissermaßen die Homophobie zusammen und damit auch die Transphobie. Da steckt fast immer einen machttechnischen und/oder wirtschaftlichen Zweck hinter so was.
----
Und:
Nein, ich beschäftige mich keineswegs weder mit Mittelalterspielen, Wikinger-reenactments noch Rollenspielen. Insbesondere habe ich ein Problem damit, welches Wikingerimage gepflegt wird. Das hat meistens nicht viel mit dem zu tun, was wirklich bei den Nordmännern war. Kaum beschäftigt sich diese Freizeit-Wikinger damit, wer eigentlich die Frauen waren, die zu Hause das sagen hatten, noch wer die 90% der Landfläche gerodet haben und Getreide angebaut, während die anderen unterwegs waren. Vermutlich stamme ich u.a. von Leuten, evtl. Sklaven, ab, die sie von den Britischen Inseln mitgebracht haben. Diese haben aber offensichtlich auch einen gewissen Einfluss auf die Kultur gehabt.
Das würde mich sehr interessieren. Oder kennst du wenigstens den Namen des Mannes, so daß ich selber danach suchen kann?
Ich werde wieder danach Graben - zumindest weiß ich, dass das mit dem arabischen Geschäftsmann ein deutschsprachiger Text war - das schließt also verasir.dk und ladyofthelabyrinth. Das mit dem DNA könnte bei ladyofthelabyrinth (einfach "transgender" und "vikings" in die Suchmaschine eingeben) erwähnt worden sein. Wird aber auch wo anders erwähnt. Das sind so Sachen, die in den letzten 10 bis 15 Jahren aufgetaucht sind.
Der Araber heißt Ibrahim ibn Abraham at-Tartuschi. Er wird auch auf der Website vom Schloss Gottorf erwähnt.
Aber kurz erzählt, was man in den Gräbern gefunden hat: Normalerweise hat man die Geschlechter der Verstorbenen anhand der im Grab mitgegebenen Utensilien bestimmt. War also Frauenkleidung, soweit erhalten, Frauenkämme und andere frauenspezifische Utensilien, z.B. das kleine Messer, das man am Trug - Frau! - und waren da insbesondere Waffen, also Blankwaffen sowohl als auch Jagdwaffen - "Mann!". Muss ja so sein, oder. Bis irgend ein Biotechniker kommt und sagt, dass es in einer ganzen Menge Gräber aber umgekehrt war.
Eine der noch ungeklärten Fragen ist natürlich - wann und wie der Wechsel des sozialen Genderstatus statt fand.
Und auch, ob die Frauen, die in der Männerrolle unterwegs waren z.B. auch mit gekämpft haben, wenn was los war. Bei einigen hat man an Waffen nur Messer und Bogen gefunden. Kann als Jagdwaffe gehen. Wer sich aber ein bisschen Info über neuere Erkenntnisse in historischem Bogenschießen einholt, wird aber feststellen, dass selbst in Kampf auf kurzer Entfernung, wo man eigentlich Hammer, Schwert usw. benutzen würde, auch ein möglicherweise kleinerer "F2M-Vikinger", der sich aufs schnelle Schießen spezialisiert hat, ziemlich viel Verwüstung anrichten kann. Wer es nicht glaubt soll sich mal Lars Andersen aus Dänemark auf Youtube anschauen.
Und um zu dem Thema zurückzukehren - wenn es was Natürliches ist, warum haben dann so viele ein Problem damit. Ich möchte die Frage zurückschicken - was ist der Zweck mit der strengen Haltung zum Sex bei den drei Wüstenreligionen. Damit hängt nämlich auch gewissermaßen die Homophobie zusammen und damit auch die Transphobie. Da steckt fast immer einen machttechnischen und/oder wirtschaftlichen Zweck hinter so was.
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Und:
Nein, ich beschäftige mich keineswegs weder mit Mittelalterspielen, Wikinger-reenactments noch Rollenspielen. Insbesondere habe ich ein Problem damit, welches Wikingerimage gepflegt wird. Das hat meistens nicht viel mit dem zu tun, was wirklich bei den Nordmännern war. Kaum beschäftigt sich diese Freizeit-Wikinger damit, wer eigentlich die Frauen waren, die zu Hause das sagen hatten, noch wer die 90% der Landfläche gerodet haben und Getreide angebaut, während die anderen unterwegs waren. Vermutlich stamme ich u.a. von Leuten, evtl. Sklaven, ab, die sie von den Britischen Inseln mitgebracht haben. Diese haben aber offensichtlich auch einen gewissen Einfluss auf die Kultur gehabt.