Was ist daran gut, ein Mann zu sein?
Was ist daran gut, ein Mann zu sein? - # 3

Lebensplanung, Standorte
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ReaGirl

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 31 im Thema

Beitrag von ReaGirl »

Jana hat geschrieben:Hallöchen,

gut daran ein mann zu sein, ist für mich das Pinkeln im stehen. Mehr eigendlich nicht. Vielleicht6 mag es viele dinge geben, die andere gut finden. Ich jedenfalls hätte gerne andere vorteile.

Gruß,
Jana
Ich sitze auch als Mann immer, der Traum einer jeden Ehefrau, nie ist die Klobrille oben :P und jeder der Southpark kuckt, weiss welche Folgen das haben kann :p :p
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 32 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo,

Laubfrosch, ich wollte nicht sagen, dass Mann zu sein besser ist, eher im Gegenteil. Ich denke sonst eher darüber nach, wie toll es wäre, eine Frau zu sein. Bei all der Fixierung auf das weibliche wollte ich mich mit der anderen Seite auch mal beschäftigen, ich habe nämlich bisher nicht viel tolles daran finden können :)

Sandra, ich sitze auch immer. Wenn man sich das von klein auf so angewöhnt hat, ist das eigentlich überhaupt gar kein Problem :)

Lana, Du hast da tolle Gründe gefunden, darüber hast Du doch bestimmt schon öfter nachgedacht :)
Nicht schlecht finde ich, dass man keinen großen Aufwand treiben muss, um gut angezogen zu sein, da hast du Recht. Und mir selbst ist vorgestern eingefallen, als ich nachts alleine durch die Stadt lief, dass man dabei als Mann nicht (so viel) Angst haben muss. Und dass man nicht so oft nervig oder aufdringlich angemacht wird, aber da habe ich allerdings auch schon das Gegenteil erlebt :?
Aber das mit dem frieren stimmt zumindest bei so nicht ganz, ich bin bei dem Wetter eine einzige Frostbeule :D
Wohlig einkuscheln in kräftige Arme.. das klingt auch aus der anderen Perspektive verlockend, vorallem, wenn man die selber nicht hat :roll:
Ich glaube, dass es hier wahrscheinlich fast alle nachvollziehen können, warum Frau neue Schuhe, so lange im Bad oder was-auch-immer braucht, das kennen hier bestimmt die meisten von sich selbst :D
Das mit der Selbstfindung muss wohl noch etwas warten, ich hab jetzt auch erkannt, dass das nicht so einfach geht und einfach irgendwann mit der Zeit so kommen muss. Bis dahin, mache ich, was sich gut anfühlt und denke am besten gar nicht weiter darüber nach, wo das irgendwann mal enden soll. Man muss nur erstmal richtig damit anfangen :?
PS: Mit meinem Studium bin ich (hoffentlich) in ein paar Wochen fertig ^^, ist aber auch "nur" ein Technikerstudium :)

Liebe Grüße euch Allen
Blauschnee
LanaX
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 33 im Thema

Beitrag von LanaX »

Ja Blauschnee, ich habe darüber schon sehr viel nachgedacht und diese Meinung hat sich auch sehr langsam herauskristallisiert.
Bevor ich mit meiner Freundin zusammen gekommen bin, habe ich nahezu kein Glück mit Frauen gehabt, bin oft in die
Freundschaftsschiene gerutscht ohne es zu wollen oder habe mich in vergebene Frauen verguckt. Während dieser Zeit
habe ich sehr oft an meiner Männlichkeit gezweifelt, da ich nie Probleme hatte Frauen kennenzulernen. Beim letzten
Schritt habe ich es halt verkackt. Da kommt man schon mal ins Grübeln ob man vielleicht nur beste Freundinnen sucht?

Jetzt weiß ich, dass ich unbewusst "nur" sehr sehr anspruchsvoll war, aber nun doch das Glück hatte, meine Partnerin zu finden!
Ich bin kein Typ, der Frauen mal so abschleppt, das gibt mir nichts... Bei meiner Freundin habe ich sofort gespürt, dass
sie die Richtige ist und es war irgendwie fast selbstverständlich ihr nach und nach von meiner zweiten Seite zu erzählen.
Begonnen habe ich mit meiner Schuhsammlung. :P

Und ich bin mir bewusst, was das für ein Glücksfall ist. Seit die Frau, die ich liebe es weiß und geblieben ist, ist bei mir eine
Art Knoten geplatzt. Vorher habe ich mehrmals ein Kaufen und Wegschmeißen von Kleidung durchgemacht in der Hoffnung,
dass dieser Wunsch weggeht.

Und eben, weil es jemanden gibt, der mich so liebt wie ich bin, habe ich auch den Mann in mir lieben gelernt.
Mittlerweile kann ich mir nicht mehr wirklich vorstellen dass mein Beinpelz für Lana schwinden muss und ja
ich habe tolle männliche Beine, die sich aber auch in einer blickdichten Strumpfhose sehen lassen können.
Auch die Haar auf der Brust bleiben am Schmusebären ;)

Das ist aus Lanas Sicht nicht optimal und schränkt die Kleiderwahl stark ein, aber damit muss sie leider leben.
Außerdem wird es bei mir sowieso schwer die breiten Schultern und Arme zu kaschieren. Daher macht das
den Kohl auch nicht mehr fett ;)

Bei mir dauerts übrigens noch 2 Jahre mit dem Studium ;)
Gute Nacht
Lana
ClaraCD
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 34 im Thema

Beitrag von ClaraCD »

Hallo an alle,

sehr vielschichtige Diskussion. Deutlich wird, dass es sehr viele Meinungen, die letztlich auch nicht unter einen Hut zu bringen sind, gibt. Auch wenn es der einen oder anderen nicht passt - biologisch betrachtet sind wir alle (naja, >99%) Männer, haben unsere Hormonausstattung und daher unser Äußeres. Ja, ich weiss, jetzt werden viele sagen "aber darauf kommt es nicht an, entscheidend ist, was im Kopf stattfindet" - und da habe wir ihn, den unauflöslichen Widerspruch: Welche Wahrheit zählt? Die Biologie? Oder die Psyche? Keine(r) kann das entscheiden.

Als Indiz mag gelten, dass - zumindest für die nicht Religiösen unter uns - die Psyche Ergebnis der Biologie ist. Und bei fast allen Menschen "funktioniert" das in der vorhergesehenen Weise, Crossdresser und Transgender sind eine Seltenheit (ich will mich nicht über Zahlen streiten, wohl maximal 10%).

Bei denen, wo das nicht so klappt, gibt es Gründe - die Biologiker werden sagen, das sind prägende Erlebnisse, die den "Computer" in eine andere Richtung lenken, die anderen werden sagen, das ist nicht hinterfragbar. Ich bin da eher Biologiker. Uns allen gemeinsam ist es, dass wir aus der Nicht-Mann-Rolle gewisse Vorteile ziehen - wir statten uns mit den von jedem einzelnen aus unterschiedlichen Gründen als erstrebenswert empfundenen Atrributen einer Frau aus. Im Ergebnis heißt das, dass wir in unterschiedlichem Ausmaß unsere Rolle als Mann abzulegen versuchen, die einen alle 6 Wochen für 2 Stunden, die anderen 100%. Und da ist der Punkt - wir haben alle ein mehr oder weniger großes Problem mit unserer biologisch bestimmten Rolle als Mann, wir wollen aus den unterschiedlichsten Motiven zuumindest zeitweise diese Rolle abstreifen.

Jetzt wird es wieder ganz einfach - je mehr wir versuchen, diese Rolle abzustreifen, um so mehr Nachteile erleben wir in der Rolle als Mann - um so mehr lehnen wir den Mann ab. Dieser Thread wie alle anderen werden da nie Einigkeit bringen - und (Wowereit) - das ist gut so.

Grüße aus Sachsen

Clara
LanaX
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 35 im Thema

Beitrag von LanaX »

ClaraCD hat geschrieben:
Jetzt wird es wieder ganz einfach - je mehr wir versuchen, diese Rolle abzustreifen, um so mehr Nachteile erleben wir in der Rolle als Mann - um so mehr lehnen wir den Mann ab.
So sehe ich es auch! Für alle Teilzeitfrauen muss ein Kompromiss her und Kompromisse haben immer auch Nachteile. Also muss man Prioritäten setzen.
Ich habe lange darüber nachgedacht, wie viel Einfluss Lana auf mein (männliches) Äußeres haben darf. Und dabei ist heraus gekommen, dass der Mann in mir am Ende die letzte Entscheidung trifft...

Das heißt im Konkreten:
- wenn ich gerade keine Lust haben, den Bart zu rasieren, dann muss Lana damit leben, was zum Beispiel einen Spaziergang auschließt, da ist Lana ja eitel ;)
- Beinbehaarung und Brustbehaarung sind tabu, damit muss Lana leben, unter den Armen bin ich sowieso rasiert, Rücken und Bart sind erlaubt (an den Armen gibts noch ne Diskussion ;))
-beim Thema Gewichtsreduktion sind wir uns einig, da geht noch was ;)
-und ganz wichtig: Ich liebe meine Freundin und das mehr als Lana! Somit muss Lana auch gewisse Rahmenbedingungen akzeptieren, die meiner Freundin an mir gefallen ;) (zum Glück deckt sich das mit meinem männlich Körpergefühl ganz gut)

Generell ist Lana ein zweites Ich für mich. Seit ich diese Erkenntnis gewonnen habe, kann ich mir einige "Widersprüche" in meinem Verhalten sehr viel besser erklären! Als Beispiel: ich hasse Verkleidungen, Fasching war als Kind immer eine Qual, ich wollte am liebsten als ich selbst gehen ;) Als ich noch geglaubt habe, dass ich mich eben gern mal als Frau "verkleide", habe ich mich nicht verstanden...

Mittlerweile sehe ich eben einen zweiten Teil in mir und das ist Lana. Und Lana ist mal mehr und mal weniger da, sprich sie beeinflusst meine Entscheidungen auch mal mehr und mal weniger. Hinzu kommt, dass sie auch mal überwiegend nur sexuell motiviert auftaucht. All diese Beobachtungen an mir selbst haben dazu geführt, dass ich der Meinung bin, eine zweite Seite zu haben. Das hilft auch wieder dabei, mal einfacher sagen zu können: "Lana jetzt nicht!". Dann muss man aber eben damit rechnen, dass sie später zickig ist und ihren Willen umso mehr durchsetzen möchte.

Ich denke aber, dass jeder da seinen eigenen Weg finden muss, wie er mit seiner Vorliebe umgeht. Für mich funktioniert es momentan, wie beschrieben. Lana ist im Laufe diesen Jahres erst entstanden und ich bin eigentlich gespannt, was sie noch so alles parat hält. Das lasse ich auf mich zukommen.

Liebe Grüße
Lana
ClaraCD
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 36 im Thema

Beitrag von ClaraCD »

Und noch ein Hallo, bevor ich wieder weg muss...

Es gibt da einen weiteren und in meinen Augen sehr positiven Aspekt - wir können in unserer aktuellen Gesellschaft unsere Neigungen viel intensiver ausleben als das die letzten 1000 Jahre in unserer Kultur je möglich war. Wir fürchten zwar die soziale Ausgrenzung, wenn wir entdeckt werden, und das ist schon eine massive Beeinträchtigung - aber die Obrigkeit verfolgt uns nicht! Im Gegenteil, wir können uns gegebenenfalls sogar unter ihren Schutz stellen - das sind Vorteile, von denen man vor 100 Jahren nur träumen konnte. Und vor 80 Jahren nicht einmal das...

Und ich finde, wir sollten uns nicht allzusehr über das Unverständnis unserer Umgebung (der Gesellschaft) ärgern: Immerhin kratzen wir mit unserem Handeln an den Grundverständnissen des sozialen Zusammenlebens. Ist das Gegenüber ein Mann oder eine Frau - die (im praktischen Alltag völlig hypothetische) Frage "Paaren oder aus dem Weg räumen" ist ganz tief im Unterbewußtsein bei uns allen immer noch vorhanden. Auch in der steinzeit endete sie fast nie bei einer der beiden Alternativen, aber es ist diese Grundsatzentscheidung, die wir mit unserem Auftreten als Frau gegenüber den Unbeteiligten immer ad absurdum führen. Die Ablehnung, die uns gerade "am STammtisch" entgegengebracht wird, rührt einfach daher, dass sich viele Männer schlicht und ergreifend vera... ehem, veräppelt fühlen.
Und genau diese Spannung spielt mit Sicherheit immer auch mit - schaffe ich es, als Frau durchzukommen oder nicht - das übt einen sehr großen Reiz aus.
Ganz anders bei den Eingeweihten - sie werden gerade nicht veräppelt, sie betrachten uns nicht nach dem Auftreten, sondern wie wir als Mensch sind, halt komisch gekleidet, sonst nichts.

Muss weg
Clara
@ Julia
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 37 im Thema

Beitrag von @ Julia »

Hai,
für mich ist Männlichkeit in erster Linie eine hormonelle Sache. Der Rest ist reine Erziehung. Als die Männer noch durch den Wald zogen um Wild zu erlegen, endet der Beutefang heute im Supermarkt, und da sind Männer und Frauen gleichberechtigt (oder ziehen da auch mal wieder die Männer den kürzeren :? ). Was ist daran gut, ein Mann zu sein? Ich denke sie denken rationaler und strukturierter als Bio Frauen und sowiso: Ein Indianer kennt keinen Schmerz :lol:

Julia
Wir werden weiblich oder männlich geboren, zu Mann und Frau erst gemacht. Julia
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 38 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Lana,
ich glaube, so ganz langsam komme ich auch bei mir dahinter. Bei Frauen hatte ich auch sehr oft die gleichen Probleme, aber ich glaube, das liegt bei mir auch noch an etwas anderem... Toll, dass du so eine Freundin gefunden hast, die dich so mag, wie du bist, und du auch so gut weißt, was du willst.
Mir würde das allerdings nicht ganz reichen, das ist bei mir eher andersherum: Ich ordne im Prinzip das männliche dem weiblichen unter, bloß nicht zuviele Muskeln oder zu dick werden, schmale Augenbrauen, kein Bart, Kleidungsstil auch etwas untypisch, Verhalten im Alltag auch nicht maskulin und noch vieles mehr. Und ich würde noch viel mehr machen, um meinem Ziel näher zu kommen. Zum Glück brauche ich keine breiten Schultern und Arme kaschieren ^^ Das sind alles so Sachen, die nicht gerade helfen, als "vollwertiger" Mann von der Gesellschaft anerkannt zu werden. Aber man muss eben Prioritäten setzen :)

Hallo ClaraCD, ja es kommen hier sehr verschiedene Ansichten zusammen. Aber das ist auch sehr schön, denn so kann man auch einiges aus anderen Blickwinkeln sehen, was machmal gut fürs Verstehen ist.
Welche Wahrheit zählt? Ich würde für mich sagen, die Psyche. Denn daher kommt mein Ich, der Körper ist nur die Hülle und der muss mitmachen, was die Psyche will :)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass
Und bei fast allen Menschen 'funktioniert' das in der vorhergesehenen Weise, Crossdresser und Transgender sind eine Seltenheit (ich will mich nicht über Zahlen streiten, wohl maximal 10%). Bei denen, wo das nicht so klappt [...]

das nur durch prägende Erlebnisse ausgelöst wurde, vielleicht spielt da auch noch Veranlagung mit rein. Sonst könnte wahrscheinlich bei vielen Menschen hier dieses prägende Erlebnis z.B. in Sitzungen beim Psychologen oder aus Erinnerungen entdeckt werden. Aber man liest dagegen oft von den ersten Erfahrungen mit Frauensachen in der frühen Kindheit. Das hat so ein bisschen den Charakter von "in die Wiege gelegt".
Zu Deinem Satz
Jetzt wird es wieder ganz einfach - je mehr wir versuchen, diese Rolle abzustreifen, um so mehr Nachteile erleben wir in der Rolle als Mann - um so mehr lehnen wir den Mann ab.
fällt mir die Frage ein:
Geht es anderen auch so wie mir, daß sie seit der frühen Kindheit erlebt haben, daß sie mit ihrem Geburtsgeschlecht nicht sonderlich zufrieden waren?
Denn mir ging es so, und zu der Zeit habe ich wahrscheinlich noch nicht versucht, diese Rolle abzustreifen. Die Ablehnung müsste dann andere Gründe gehabt haben. So einfach ist das vielleicht doch nicht ganz :?

Hallo Julia. Ein Indianer kennt keinen Schmerz? Nein, er darf ihn nur nicht zeigen :? Vermutlich ist auch das rationale und strukturierte Denken eine Folge von Erziehung und Übung, also auch nicht alleine Männern gegönnt.

Liebe Grüße
Blauschnee
LanaX
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 39 im Thema

Beitrag von LanaX »

Hey Blauschnee,

deine Wahl der Prioritäten ist genauso okay wie meine, möchte ich zunächst mal sagen.
Da schließt sich dann auch der Kreis, dass wir alle gleich und doch unterschiedlich sind ;)

Und wenn ich ehrlich zurück blicke, habe ich als Kind nie Probleme mit meinem Geschlecht
gehabt. Bei mir fing irgendwann eine gewisse Begeisterung für hohe Schuhe an (ich liebe
die Herausforderung). Dann ging es so weiter, dass ich gern mal einen Rock getragen
habe, dann wieder alles weggeschmissen, weil der Mann in mir um die Ecke kam und
gesagt hat, lass doch den Frauenkram ;)

Und mittlerweile habe ich Lana (meistens) als Teil von mir akzeptiert und versuche, sie so
zu gestalten, wie sie es sich wünscht, soweit es möglich ist, da ich dabei eigentlich
der Mann bleiben möchte, der ich jetzt bin (bisschen weniger Bauch vielleicht :P)

Liebe Grüße
Lana
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 40 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Lana,
ja, jeder hat seine eigenen Prioritäten, und bei jedem sind es die richtigen, das will ich auch niemandem streitig machen. :)

Bei mir gab es schon seit früher Kindheit "ein Problem".. Was es ist, versuche ich herauszufinden. Scheinbar klappt das nur nicht ohne Hilfe.

Alles wegschmeissen würde ich wahrscheinlich nicht übers Herz kriegen, und ich hab auch noch nie daran gedacht. Erst war es mir peinlich irgendwelche Sachen zu haben, die "Mann" nicht hat, mittlerweile sind es einfach MEINE Sachen :) Aber früher hatte ich schon öfter Gedanken wie: "Warum machst du das, du bist doch irgendwie krank oder nicht normal", aber schon früh eingesehen, dass das untrennbar zu mir gehörte.

So wie du von Lana schreibst, klingt das, dass du hier im Männermodus unterwegs bist, oder zwei verschiedene Persönlichkeiten bist. Empfindest du das so?
Ich kenne diese "Teilung" nicht. :? Das ist vielleicht der Unterschied zwischen uns.

Liebe Grüße
Blauschnee
LanaX
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 41 im Thema

Beitrag von LanaX »

Hi Blauschnee,

viel habe ich nicht weggeschmissen, weil es zu einem Zeitpunkt war, wo
sich noch nicht viel angesammelt hatte (ich kann die Dinge eigentlich
noch fast an 2 Händen abzählen).

Ich denke, die "Teilung", die ich da beschreibe, war auch etwas übertrieben
beschrieben um deutlich zu machen, was ich meine. Lana ist schon immer
da, mal mehr mal weniger. Falls weniger, kann man wirklich sagen, dass ich
hier im Männermodus unterwegs bin. Dann beschäftigt mich meine weibliche
Seite manchmal aber trotzdem, allerdings ohne, dass ich mich jetzt
"verwandeln" möchte.

Aus den genannten Gründen funktioniert diese Art "zweite Perönlichkeit"
für mich, weil es für mich dann auch mal leichter ist, Lana beiseite zu schieben,
wenn ich sie gerade nicht gebrauchen kann ;)

Das ist entweder eine clevere Lösung oder eine besonders dumme. Das wird
sich in den nächsten Wochen/Monaten/Jahren zeigen ;)

Und ich denke auch hier gilt wieder, dass das dann auch nur für mich
eine gute Lösung sein könnte. Das muss man bei Lösungsvorschlägen
im Forum oder generell im Netz im Hinterkopf behalten. Wie ich
bereits geschrieben habe:

Wir sind alle gleich (haben eine feminine Seite), aber wir sind dennoch
unterschiedliche Menschen, was Erziehung, Genpool, Umfeld und eben
auch den Umfang der Frau in uns, angeht.

Und zu Empfinden: Gerade bin ich im "Männermodus", was nicht bedeutet,
dass Lana nicht genauso mitredet, wie der Mann eben auch nicht ganz
verschwunden ist, wenn Lana "übernimmt"/sichtbar ist.

Daher ist diese beschriebene Teilung eben auch ein Stück weit falsch,
weil das so gar nicht ganz geht, aber mir hilft diese Wahrnehmung von
Lana. Und das zählt für mich :)

Jetzt hab ich schon wieder mehr geschnabbelt als ich wollte :D
Was ich dir damit sagen will ist, höre in dich hinein, was du willst.
Sei auch ehrlich zu dir, ob es vielleicht noch andere Baustellen
in deinem Leben gibt. Ich befinde mich auch noch in der "Entwicklung",
allerdings ging es gefühlt in riesigen Schritten voran in diesem Jahr...

Warst du en femme schon mal draußen?

Liebe Grüße
Lana
Natascha

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 42 im Thema

Beitrag von Natascha »

Die Frage muß nicht lauten was gut daran ist daran ein Man zu sein, sondern was einfach toll an Männern ist. Denn ich als Ts finde zwarv Sache toll an Männern und super, will die aber nicht selbst sein. Also fangen wir an. Ich find toll an Männern...

-Das sie so souverän sind.
-wenn sie mich beschützen.
-Wenn sie laut sind wenn sie mit anderen Männern reden und ganz lieb wenn sie mit mir reden.
-dass sie so viel Kraft haben.
-Das sie so forderd sein können.
-das sie so süß sind wenn sie fordernd sind.
-Das ie alles machen können, was ich nicht kann und nicht mag.
-Das sie zuvorkommend sind (zumindest die Guten) ;)
-das ich mich an ihnen anlehnen kann.
-das ich mich bei ihnen so sicher fühl.
-das ich sie einfach liebe weil es sie gibt. :)

Toll am Mann SEIn ist etwas nur für einen Mann. Aber tolle Sachen an Männern gibt es jede Menge. Kommt immer auf die Sichtweise an eben. :)

LG,

Tasha
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 43 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Lana,
das fände ich manchaml auch ganz gut, wenn ich meine weibliche Seite so wegschieben könnte.. Das passiert bei mir meistens andersherum, dass wenn ich mal meine männliche Seite brauche, die dann weggeschoben wird :)
Hoffen wir mal, dass das für Dich so eine gute Lösung ist, denn eigentlich klingt das ja ganz clever :)

Du hast recht, wir sind gleich, aber auch verschieden, dem schließe ich mich auch an..

Mit der "Teilung" ist das dann ja doch nicht so ausgeprägt. Schade, dachte ich doch, das könnte mir zu mehr Gewissheit über mich verhelfen, weil ich das selbst ja so nicht habe.
"Jetzt hab ich schon wieder mehr geschnabbelt als ich wollte" Kein problem, im Gegenteil :)
Was für andere Baustellen meinst Du denn? Ich bin auch noch ziemlich weit am Anfang meiner Entwicklung, aber es geht immer weiter. Draußen war ich leider noch nicht, aber es wird hoffentlich nicht mehr lange dauern. Ich spüre einen großen Drang dazu.


Hallo Natasha, das sind wirklich schöne Eigenschaften, da schliesse ich mich vollkommen an. Aber für mich auch eher wie aus Deinem Standpunkt gesehen. Wenn ich die Frage so gestellt hätte, dann hätte ich auch selbst einige Antworten gefunden :) Aber mir ging es ja um die andere Perspektive, sozusagen als weitere kleine Entscheidungshilfe für "Mann bleiben oder Frau werden".

Liebe Grüße
Blauschnee
Marielle
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 44 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend zusammen,

ich will ja nicht stören, aber .....

"Mann bleiben oder Frau werden".

Müsste man nicht erstmal wissen was das ist, ein 'Mann', eine 'Frau'?

"Als Indiz mag gelten, dass ...... die Psyche Ergebnis der Biologie ist."

Ist diese These nicht vielleicht ein bischen kühn?


Dieserlei Fragen werden sich imho nicht beantworten lassen, ohne das man (auch) sein eigenes Sein ohne Vorbedingungen in Frage stellt, zur Not bis es weh tut.

So lange die Debatte auf der vordefinierten Menge der 'zulässigen Selbstverständnisse' basiert, kann sie keine Antwort auf die gestellte Frage erbringen. Und, das ist meine eigene Sicht auf die Dinge, wenn man diese Basis verlässt, ist die Antwort nicht mehr wichtig, weil die Frage gar nicht mehr existiert :wink:

Habt es gut

Marielle

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Weil sie mir grade durch den Kopf gingen noch ein paar wirre Worte:

muss man Mann sein
kann Mann Mann sein
darf Mann Frau sein
will Frau Mann sein

muss frau Mann werden
kann man Frau werden
darf Frau Frau werden
will Mann Mann werden

muss man Mann bleiben
kann Mann Frau bleiben
darf frau Frau bleiben
will Mann Frau bleiben

muss, kann, darf, will ich ich sein, werden, bleiben?
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 45 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Marielle
"Mann bleiben oder Frau werden".

Müsste man nicht erstmal wissen was das ist, ein 'Mann', eine 'Frau'?
Ich habe das absichtlich in Anführungszeichen gesetzt. Ich denke, die Bedeutung für diesen Fall sollte sich mittlerweile aus dem Kontext und der bisherigen Diskussion ergeben.

Claras Aussage
Als Indiz mag gelten, dass - zumindest für die nicht Religiösen unter uns - die Psyche Ergebnis der Biologie ist.
kann ich so auch nicht ganz zustimmen, und ich bin nicht einmal religiös. Ich denke so einfach ist das nicht, da spielen gewiss noch mehr Einflüsse mit ein.

Liebe Grüße,
Blauschnee
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