Mein Kollege und ich
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Vivian Cologne
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Mein Kollege und ich
Als ich mein Facebook-Profil feminisiert hatte, meldete sich ein Ex-Kollege bei mir. Er wollte eine Reportage über mich schreiben. Ich sagte zu.
Nun ist der Artikel bei "Christ und Welt" erschienen. Das ist eine Beilage der "Zeit", die man extra abonnieren muss, und der letzte Rest des untergegangenen "Rheinischen Merkur". Der Text ist auch eine Abrechnung von uns beiden mit den Gespenstern der Vergangenheit. Aufmerksamen Leserinnen meiner Beiträge hier im Forum werden zum Besipiel die Namen Christa Meves und Gabriele Kuby wiederbegegnen.
Und der Text erzählt eine Annäherung zwischen dem Ex-Kollegen und mir. Ich fand ihn arrogant, er wusste nichts über mich, weil ich nichts preisgab. Das hat sich durch unsere Gespräche geändert.
http://www.christundwelt.de/detail/arti ... nd-vivian/
Vivian
Nun ist der Artikel bei "Christ und Welt" erschienen. Das ist eine Beilage der "Zeit", die man extra abonnieren muss, und der letzte Rest des untergegangenen "Rheinischen Merkur". Der Text ist auch eine Abrechnung von uns beiden mit den Gespenstern der Vergangenheit. Aufmerksamen Leserinnen meiner Beiträge hier im Forum werden zum Besipiel die Namen Christa Meves und Gabriele Kuby wiederbegegnen.
Und der Text erzählt eine Annäherung zwischen dem Ex-Kollegen und mir. Ich fand ihn arrogant, er wusste nichts über mich, weil ich nichts preisgab. Das hat sich durch unsere Gespräche geändert.
http://www.christundwelt.de/detail/arti ... nd-vivian/
Vivian
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Anne-Mette
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Re: Mein Kollege und ich
Moin,
und danke für den Artikel! Ich meine, das ist eine interessante Art der Auseinandersetzung mit eurer gemeinsamen beruflichen Vergangenheit, bei der ein Bogen geschlagen wird zum Thema Transsexualität - und zu Deinem Weg.
Bei der Überschrift musste ich an "Mein Freund Gerda" denken, ein Artikel, der sich mit Intersexualität auseinandersetzt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 743#p80743 (Hinweis auf einen Artikel, der Frankfurter Allgemeine).
Der Artikel "Mein Freund Vivian" stellt viele Ansätze zu Diskussionen zur Verfügung - und zu diesen Gesprächen werden wir sicherlich noch kommen.
Für mich zeigt er auch: "wie werden 'wir' von anderen Menschen aus unserem Leben gesehen?"
Selten, dass so ein ausführlicher Text zur Verfügung steht.
Ich glaube, er bringt sehr viele positive Aspekte Deines Weges zum Ausdruck, das finde ich gut
Herzliche Grüße
Anne-Mette
und danke für den Artikel! Ich meine, das ist eine interessante Art der Auseinandersetzung mit eurer gemeinsamen beruflichen Vergangenheit, bei der ein Bogen geschlagen wird zum Thema Transsexualität - und zu Deinem Weg.
Bei der Überschrift musste ich an "Mein Freund Gerda" denken, ein Artikel, der sich mit Intersexualität auseinandersetzt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 743#p80743 (Hinweis auf einen Artikel, der Frankfurter Allgemeine).
Der Artikel "Mein Freund Vivian" stellt viele Ansätze zu Diskussionen zur Verfügung - und zu diesen Gesprächen werden wir sicherlich noch kommen.
Für mich zeigt er auch: "wie werden 'wir' von anderen Menschen aus unserem Leben gesehen?"
Selten, dass so ein ausführlicher Text zur Verfügung steht.
Ich glaube, er bringt sehr viele positive Aspekte Deines Weges zum Ausdruck, das finde ich gut
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Marielle
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Re: Mein Kollege und ich
das ist .... sehr persönlich, von beiden Seiten. Es ist klasse, es ist menschlich!
bin ehrlich begeistert
Marielle
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Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
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Inga
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Re: Mein Kollege und ich
Hallo, Vivian,
super!- Das ist wirklich ein wunderschöner Artikel geworden.
Lass dich umarmen und Danke sagen.
Liebe Grüße
Inga
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Lass dich umarmen und Danke sagen.
Liebe Grüße
Inga
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FraukeTV
Re: Mein Kollege und ich
Prima und vielen Dank dafür!
Ein schöner lesenswerter Artikel, der die Diffusität der Geschlechterrollen/-identitäten sehr facettenreich beleuchtet. Wow, du bist gerade wirklich auf der Überholspur. Es geht gerade alles sehr schnell bei dir. Pass auf dich auf.
Liebe Grüße
Frauke
Ein schöner lesenswerter Artikel, der die Diffusität der Geschlechterrollen/-identitäten sehr facettenreich beleuchtet. Wow, du bist gerade wirklich auf der Überholspur. Es geht gerade alles sehr schnell bei dir. Pass auf dich auf.
Liebe Grüße
Frauke
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petra
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Re: Mein Kollege und ich
Petra
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
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ab08
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Re: Mein Kollege und ich
Ein ganz großes Danke, liebe Vivian,
auch im Namen vieler anderer,
die sich oft nicht trauen oder aufgrund der persönlichen Situation gar keine Gelegenheit haben...
Ganz liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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triona
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Re: Mein Kollege und ich
Geht also doch.
Quelle: http://up.picr.de/17281789wj.png
Danke.
Ich hab den Verweis auch gleich mal weiter verbreitet.
liebe grüße
triona
Quelle: http://up.picr.de/17281789wj.pngDanke.
Ich hab den Verweis auch gleich mal weiter verbreitet.
liebe grüße
triona
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Frida
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Re: Mein Kollege und ich
Sehr schön!
Danke Vivian!
Beim Lesen hatte ich plötzlich ganz viel Mut.
Ich freue mich für dich!
Liebe Grüße, Dita
Danke Vivian!
Beim Lesen hatte ich plötzlich ganz viel Mut.
Ich freue mich für dich!
Liebe Grüße, Dita
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Ulrike-Marisa
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Re: Mein Kollege und ich
Moin zusammen,
...ein sehr schöner und persönlicher Artikel - anrührend nicht nur für direkt Betroffene aus dem Bereich "Facetten der Nartur".
Ein Dank auch von mir an Vivian und es bleibt mir nur, mich den Worten der Vor-Schreiberinnen anzuschließen.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...nichts bleibt wie es war, auf dem Pfad der Erkenntnis...
...ein sehr schöner und persönlicher Artikel - anrührend nicht nur für direkt Betroffene aus dem Bereich "Facetten der Nartur".
Ein Dank auch von mir an Vivian und es bleibt mir nur, mich den Worten der Vor-Schreiberinnen anzuschließen.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...nichts bleibt wie es war, auf dem Pfad der Erkenntnis...
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Bianca D.
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Re: Mein Kollege und ich
Moin Vivian,
dachte ich's mir doch! Habe den Artikel zuerst auf FB gelesen,wo der verlinkt ist. Ich kannte zwar deinen alten Namen nicht,mußte bei Vivian aus der Köln/Bonner Gegend aber gleich an dich denken. Wie sich unsere Geschichten doch wieder gleichen. Muß wohl mit unserem Alter zusammen hängen. Und manchmal frage ich mich,wie viele noch damit herumlaufen und sich nicht aus dem Kämmerlein trauen.
Glückwunsch zu dem mutigen Schritt,diese Reportage zu machen und alles Gute auf deinem weiteren Weg!
LG Bianca
dachte ich's mir doch! Habe den Artikel zuerst auf FB gelesen,wo der verlinkt ist. Ich kannte zwar deinen alten Namen nicht,mußte bei Vivian aus der Köln/Bonner Gegend aber gleich an dich denken. Wie sich unsere Geschichten doch wieder gleichen. Muß wohl mit unserem Alter zusammen hängen. Und manchmal frage ich mich,wie viele noch damit herumlaufen und sich nicht aus dem Kämmerlein trauen.
Glückwunsch zu dem mutigen Schritt,diese Reportage zu machen und alles Gute auf deinem weiteren Weg!
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Lukretia
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Re: Mein Kollege und ich
Respekt für den Mut, diesen Schritt zu tun.
Zu dem Artikel wäre viel zu sagen. Vielleicht ergibt sich eine eingehendere Diskussion.
Nur ein paar Stichworte: Wir sind für unser Leben verantwortlich. Wir können die Verantwortung nicht auf andere schieben. Auch ich habe in einem Medienbetrieb gearbeitet, habe mich angepasst. Ich hätte kündigen und woanders neu anfangen können...
In dem Artikel heißt es:
In meine Augen hat Udo Rauchfleisch recht: Wir sind "seltene, nicht pathologische Facetten der Natur".
Zu Papst Benedikt: "Er" ist eine von uns. Die Frau in mir erkennt in ihm/ihr die Schwester. "Er" ist eindeutig feminin. Das steht "ihm" gut, finde ich. Ich finde "ihn" daher sympathisch. Als
"er" die Queen besuchte, trafen zwei ältere Damen zusammen, wobei die Königin über die Garderobe von Benedikta erblassen musste. Denn "er" hatte einen Hang zu den guten, alten, vorkonziliaren Kleidersitten, als die Priester noch weiße Chorhemden mit Brüsseler Spitzen trugen, und "er" hat auch den breitrandigen Papsthut, der nur zu sehr einem Damenhut gleicht, wieder eingeführt. Dazu die roten Schuhe...
Zum Rheinischen Merkur: Er war einer meiner ersten Fetische. Ich meine den alten Rheinischen Merkur unter Otto B. Roegele und Anton Böhm, Ende der 60er Jahre. Der Redakteur Paul Wilhelm Wenger ist mir unvergesslich. Ich habe immer eine besondere Beziehung zum (alten) RM gehabt. Das lag ursprünglich an der Optik. Er war auf besonders festem Papier gedruckt. Ich habe mich in das Druckbild verliebt. Erst in zweiter Linie entdeckte ich, dass er sehr konservativ war.
Eine Frage: Wie konntest Du als Frau Fußball spielen? Das hätte das Mädchen in mir nie gekonnt.
Lukretia
Zu dem Artikel wäre viel zu sagen. Vielleicht ergibt sich eine eingehendere Diskussion.
Nur ein paar Stichworte: Wir sind für unser Leben verantwortlich. Wir können die Verantwortung nicht auf andere schieben. Auch ich habe in einem Medienbetrieb gearbeitet, habe mich angepasst. Ich hätte kündigen und woanders neu anfangen können...
In dem Artikel heißt es:
Das bezweifle ich. Da ist Papst Benedikt (bei allen Vorbehalten gegen seine Thesen) meines Erachtens näher bei der Wahrheit. Als ob das alles nur eine Frage des Stichmännchens an der Klotür wäre.Der Schatten, glauben sie, definiert mein biologisches Geschlecht, der soziale Mann in mir jedoch sei älter, älter gar als ich. Er besteht aus Konventionen, Traditionen und Erwartungen der Gesellschaft an das Männliche sowie der Bereitschaft jedes Mannes, diese Erwartungen zu erfüllen — etwa wenn wir links gehen auf dem Kneipen-Klo, nur weil rechts ein Strichmännchen mit Röckchen an der Tür klebt. ...
Wie alles Soziale, glauben die Soziologen, ist auch der soziale Mann wandelbar. Ein Penis mag ein Penis sein, aber ein sozialer Penis ist eine Konstruktion der Gesellschaft. Die Gesellschaft kann ihn umgestalten, wenn sie will.
In meine Augen hat Udo Rauchfleisch recht: Wir sind "seltene, nicht pathologische Facetten der Natur".
Zu Papst Benedikt: "Er" ist eine von uns. Die Frau in mir erkennt in ihm/ihr die Schwester. "Er" ist eindeutig feminin. Das steht "ihm" gut, finde ich. Ich finde "ihn" daher sympathisch. Als
"er" die Queen besuchte, trafen zwei ältere Damen zusammen, wobei die Königin über die Garderobe von Benedikta erblassen musste. Denn "er" hatte einen Hang zu den guten, alten, vorkonziliaren Kleidersitten, als die Priester noch weiße Chorhemden mit Brüsseler Spitzen trugen, und "er" hat auch den breitrandigen Papsthut, der nur zu sehr einem Damenhut gleicht, wieder eingeführt. Dazu die roten Schuhe...
Zum Rheinischen Merkur: Er war einer meiner ersten Fetische. Ich meine den alten Rheinischen Merkur unter Otto B. Roegele und Anton Böhm, Ende der 60er Jahre. Der Redakteur Paul Wilhelm Wenger ist mir unvergesslich. Ich habe immer eine besondere Beziehung zum (alten) RM gehabt. Das lag ursprünglich an der Optik. Er war auf besonders festem Papier gedruckt. Ich habe mich in das Druckbild verliebt. Erst in zweiter Linie entdeckte ich, dass er sehr konservativ war.
Eine Frage: Wie konntest Du als Frau Fußball spielen? Das hätte das Mädchen in mir nie gekonnt.
Lukretia
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*~Laura~*
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Re: Mein Kollege und ich
Ja, in der Tat mal eine erfrischende Abwechslung, wie die Thematik angegangen wird. Und ein Artikel auf Augenhöhe, was man nicht wirklich oft hat!
Glückwunsch!
LG,
*~Laura~*
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Vivian Cologne
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Re: Mein Kollege und ich
Zuallererst: Ich bedanke mich bei euch für die schnellen, zahlreichen, liebevollen Äußerungen!
Ich habe in diesem Forum eine Art von Bestätigung, Feedback, kritischem Hinterfragen kennengelernt, wie ich mir das früher immer erhofft hatte. Mit einigen habe ich mich auch schon richtig gefetzt. Das gehört dazu. Daher war mir die Reaktion von euch besonders wichtig und ich hatte einen gewissen Bammel davor.
Der Artikel ist in der Tat ungewöhnlich. Mein Kollege, der vom Thema keinerlei Ahnung hatte, hat schnell gemerkt, dass er dieser besonderen Konstallation nur gerecht wird, wenn er den persönlichen Ton wählt. Es war ihm bei jeder Zeile wichtig, wie ich darauf reagiere, er wusste, ich würde ihm das um die Ohren hauen, wenn mir etwas nicht gefällt. Und ich habe ihm Dinge erzählt, die ich einem mir fremden Reporter niemals erzählt hätte. Mir war klar, dass Margarete eine Rolle darin spielen muss, und ich habe sie entsprechend darauf vorbereitet.
"Christ und Welt" hat eine bescheidene Reichweite. Es ist nicht die "Bild"-Zeitung. Aber in der kirchlichen, auch kirchenkritischen Szene werden diese 6 Seiten weiter beachtet. Von daher steht auch eine medienpolitische Absicht dahinter, und die Redaktion hat lange überlegt, ob sie sich da rantraut.
Und ich hegte natürlich auch eine Absicht. Es ist meine Abrechnung mit der Vergangenheit, mein offener Umgang mit mir selbst, den ich mir so lange verboten habe. Und ich will etwas bewegen, für uns. Vieles an der jetzigen Lage (TSG, Gutachten, Pathologisierung) geht mir gegen den Strich, deshalb ist mir jede Zeile, die irgendwo erscheint und die richtige Sichtweise betont, wichtig. Von daher war mir auch jede Zeile in diesem Text wichtig.
Ja, Lukretia, eine Diskussion über die Zwänge, denen wir scheinbar oder anscheinend unterliegen, möchte ich auch. Ich bin nicht der Jammerlappen, der alles auf die bösen Umstände schiebt. Dass ich mich nicht eher getraut habe, lag auch am kirchlich finanzierten Arbeitgeber, aber vor allem an mir selbst. Es brauchte schon eine besondere Person in meinem Leben, um da rauszukommen.
Dieser alte RM, den du kennst, ist für mich niepräsent gewesen. Ich war seit 1990 dabei, mit Thomas Kielinger als Chefredakteur, schon ökumenisch ausgerichtet mit "Christ und Welt" fusioniert. Bei Otto B. Roegele frage ich mich auch, wie der auf mich reagiert hätte. Ihn kenne ich als graue Eminenz, vom Alter gebeugt, der aber in den Redaktionskonferenzen einiges beitrug (nicht alles gefiel mir).
Vivian, die sich freut über eure Reaktionen
Ich habe in diesem Forum eine Art von Bestätigung, Feedback, kritischem Hinterfragen kennengelernt, wie ich mir das früher immer erhofft hatte. Mit einigen habe ich mich auch schon richtig gefetzt. Das gehört dazu. Daher war mir die Reaktion von euch besonders wichtig und ich hatte einen gewissen Bammel davor.
Der Artikel ist in der Tat ungewöhnlich. Mein Kollege, der vom Thema keinerlei Ahnung hatte, hat schnell gemerkt, dass er dieser besonderen Konstallation nur gerecht wird, wenn er den persönlichen Ton wählt. Es war ihm bei jeder Zeile wichtig, wie ich darauf reagiere, er wusste, ich würde ihm das um die Ohren hauen, wenn mir etwas nicht gefällt. Und ich habe ihm Dinge erzählt, die ich einem mir fremden Reporter niemals erzählt hätte. Mir war klar, dass Margarete eine Rolle darin spielen muss, und ich habe sie entsprechend darauf vorbereitet.
"Christ und Welt" hat eine bescheidene Reichweite. Es ist nicht die "Bild"-Zeitung. Aber in der kirchlichen, auch kirchenkritischen Szene werden diese 6 Seiten weiter beachtet. Von daher steht auch eine medienpolitische Absicht dahinter, und die Redaktion hat lange überlegt, ob sie sich da rantraut.
Und ich hegte natürlich auch eine Absicht. Es ist meine Abrechnung mit der Vergangenheit, mein offener Umgang mit mir selbst, den ich mir so lange verboten habe. Und ich will etwas bewegen, für uns. Vieles an der jetzigen Lage (TSG, Gutachten, Pathologisierung) geht mir gegen den Strich, deshalb ist mir jede Zeile, die irgendwo erscheint und die richtige Sichtweise betont, wichtig. Von daher war mir auch jede Zeile in diesem Text wichtig.
Ja, Lukretia, eine Diskussion über die Zwänge, denen wir scheinbar oder anscheinend unterliegen, möchte ich auch. Ich bin nicht der Jammerlappen, der alles auf die bösen Umstände schiebt. Dass ich mich nicht eher getraut habe, lag auch am kirchlich finanzierten Arbeitgeber, aber vor allem an mir selbst. Es brauchte schon eine besondere Person in meinem Leben, um da rauszukommen.
Dieser alte RM, den du kennst, ist für mich niepräsent gewesen. Ich war seit 1990 dabei, mit Thomas Kielinger als Chefredakteur, schon ökumenisch ausgerichtet mit "Christ und Welt" fusioniert. Bei Otto B. Roegele frage ich mich auch, wie der auf mich reagiert hätte. Ihn kenne ich als graue Eminenz, vom Alter gebeugt, der aber in den Redaktionskonferenzen einiges beitrug (nicht alles gefiel mir).
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