Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF-S3 Leitlinie
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Anne-Mette
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Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Moin,
ja, heute erhielt ich Post von der DGfS mit dem Betreff:
Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF-S3-Leitlinie
"Diagnostik, Beratung und Behandlung bei Geschlechtsdyshporie"
Der vorletzte Absatz des Briefes:
"Als Leitungsteam der bundesweiten Arbeitsgrppe bitten wir um Verständnis, dass der umfangreiche und zeitintensive Prozess...
... viel Zeit in Anspruch nimmt.
Im gesamten Brief: nix Neues
Ganz am Schluss des Briefes wird auf die Internetseiten der DGfS verwiesen, die weitere Informationen (auch den Brief) bereithalten soll:
http://dgfs.info/category/leitlinienentwicklung/
Gruß
Anne-Mette
ja, heute erhielt ich Post von der DGfS mit dem Betreff:
Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF-S3-Leitlinie
"Diagnostik, Beratung und Behandlung bei Geschlechtsdyshporie"
Der vorletzte Absatz des Briefes:
"Als Leitungsteam der bundesweiten Arbeitsgrppe bitten wir um Verständnis, dass der umfangreiche und zeitintensive Prozess...
... viel Zeit in Anspruch nimmt.
Im gesamten Brief: nix Neues
Ganz am Schluss des Briefes wird auf die Internetseiten der DGfS verwiesen, die weitere Informationen (auch den Brief) bereithalten soll:
http://dgfs.info/category/leitlinienentwicklung/
Gruß
Anne-Mette
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ab08
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Hallo, und ganz herzlichen Dank für die Info.
unter "Beteiligte Personen" sind freundlicherweise einige Personen mal ordentlich namentlich aufgelistet, wo "Vorsicht angebracht ist".
Das sind die Experten und Expertinnen ==> So erübrigen sich wenigstens jedwede Zweifel...
Liebe Grüße
Andrea(ab)
unter "Beteiligte Personen" sind freundlicherweise einige Personen mal ordentlich namentlich aufgelistet, wo "Vorsicht angebracht ist".
Das sind die Experten und Expertinnen ==> So erübrigen sich wenigstens jedwede Zweifel...
Liebe Grüße
Andrea(ab)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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nicole.f
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Immerhin sind nach langem Streit endlich auch selbst Betroffene dabei, Annette, Marie und Christian. Ich habe Annette und Marie kennenlernen dürfen und ich habe volles Vertrauen darauf, dass sie "uns" dort gut vertreten werden. Auf tragische Weise wird in dem verlinkten Artikel mal wieder darauf hingewiesen, dass wir keine Lobby haben, Zitat:
"
...erfolglose Versuche, offizielle Trans*-Vertreter_innen zu beteiligen...
"
Wir sind also zu einem Stück weit selbst Schuld, dass wir weiter von diesen Experten fremdbestimmt werden. Wir brauchen dringend eine solche Vertretung, wie auch immer diese dann schlussendlich aussieht.
Ein Verband könnte ein Anfang sein.
Liebe Grüße
nicole
"
...erfolglose Versuche, offizielle Trans*-Vertreter_innen zu beteiligen...
"
Wir sind also zu einem Stück weit selbst Schuld, dass wir weiter von diesen Experten fremdbestimmt werden. Wir brauchen dringend eine solche Vertretung, wie auch immer diese dann schlussendlich aussieht.
Ein Verband könnte ein Anfang sein.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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Anne-Mette
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Moin,
für mich ist die Frage, wer hat die Legitimation, uns zu vertreten?
Ich schätze diejenigen, die ich persönlich kenne, auch sehr. Trotzdem stellt sich mir manchmal die Frage: "Wie würde die bestmögliche Vertretung unserer Interessen aussehen?"
Deshalb stört es mich auch, dass es bisher nicht zu einer Einbindung von ATME gekommen ist*, aber da sind wohl noch einige Grundsatzdiskussionen nötig...
Es wird auch nicht gerade einfach sein, "uns" zu vertreten; denn die Wünsche und Forderungen sind sehr unterschiedlich.
Gruß
Anne-Mette
*genau so gut könnte ich sagen: dass ATME sich nicht eingebunden hat
für mich ist die Frage, wer hat die Legitimation, uns zu vertreten?
Ich schätze diejenigen, die ich persönlich kenne, auch sehr. Trotzdem stellt sich mir manchmal die Frage: "Wie würde die bestmögliche Vertretung unserer Interessen aussehen?"
Deshalb stört es mich auch, dass es bisher nicht zu einer Einbindung von ATME gekommen ist*, aber da sind wohl noch einige Grundsatzdiskussionen nötig...
Es wird auch nicht gerade einfach sein, "uns" zu vertreten; denn die Wünsche und Forderungen sind sehr unterschiedlich.
Gruß
Anne-Mette
*genau so gut könnte ich sagen: dass ATME sich nicht eingebunden hat
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nicole.f
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Hallo!
Das mit der Legitimation ist in der Tat so ein Problem. Zur Zeit stehen wir vor dem Nichts. Wir haben nichteinmal Strukturen, um, selbst wenn wir es wollten, jemanden zu legitimieren, wie auch immer dies dann erfolgen würde.
Es gibt eine Reihe von eher kleineren Interessengruppen, die allerdings sehr speziell agieren und argumentieren - die von Dir zitierte ATME ist sicherlich eine solche. Die Ziele sind ganz sicher berechtigt, aber nicht alle davon überall konsensfähig. Andere Vereine wie Trans-Ident, TRIQ, dgti uvm. haben jeweils auch ganz eigene spezielle Ziele und Herangehensweisen. Keinen davon kann man eigentlich als repräsentativ bezeichnen - sollen sie ja auch gar nicht sein. Aber die meisten haben doch eine gewisse Überdeckung miteinander. Was nun, meiner Meinung nach, passieren muss ist, dass sich diese Kleingruppen zusammenraufen und sich unter einem Dach versammeln, um einen Minimalkonsens zu entwickeln und gemeinsam zu vertreten. Dies wäre dann halbwegs repräsentativ und durch die Basis der daran teilnehmenden Organisationen und deren Mitglieder auf eine Art legitimiert. Das "Dach" muss, um diese Legitimation auch glaubhaft machen zu können, im Grundsatz offen für alle Strömungen sein und integrativ wirken. Dies wäre meine Vorstellung und Idee eines Dachverbandes. Der Verband selbst sollte dann keine eigene Agenda, wie bspw. eine ATME haben, sondern alle diese versuchen so gut es geht zu vereinigen und das Ergebnis der Vereinigung zu vertreten.
Der dabei zwangsläufig entstehende Minimalkonsens ist sicherlich nicht der große Wurf, wäre aber zumindest ein Anfang. Die große Hoffnung die ich dabei allerdings habe ist, dass man damit endlich ein politisches Sprachrohr bilden könnte, dass auch von den Regierungen in Ländern und Bund ernst genommen wird. Wenn dabei eine Organisation entsteht, die einige Dutzend Vereine und damit dann mehrere hundert Mitglieder vertreten kann, hätte dies ein gewaltiges Gewicht. Auch denke ich, dass ein solche Dachverband dazu beitragen könnte, dass zur Förderung des Gemeinwohls vielleicht hier und da auf Extrempositionen verzichtet wird und stattdessen gemeinsam am Konsens gearbeitet wird. Alleine hat kaum eine der Organisationen eine Chancen ihre Extremposition durchzusetzen, doch im Verbund gibt es Chancen etwas nachhaltig zu bewirken, aber nur, wenn man alle überzeugen kann.
Die große Herausforderung dabei ist es natürlich, die ganzen unterschiedlichen Strömungen so gut wie möglich zu vertreten oder an Stellen, an denen beim besten Willen nichteinmal ein Minimalkonsens gefunden werden kann, zumindest neutral zu wirken.
Das ganze könnte jetzt als ein schier unmögliches Unterfangen erscheinen. Wir alle kennen die teils extremen und scheinbar unvereinbaren Positionen. Doch wir sind nicht die ersten, die dieses Problem haben und andere Gruppen haben dies auch gelöst. Es braucht dafür eine Gruppe mutiger Menschen, die nicht an einer großen Aufgabe verzweifeln und durchhalten. Die Schwulen- und Lesbenszene hat es im Prinzip vorgemacht. Trotz langem Streit der Einzelgruppen erwuchs der LSVD und ist heute einer der ersten Ansprechpartner, wenn um das Thema Homosexualität geht.
Die Trans* Vernetzungstreffen 2013 und 2014 im Waldschlösschen geben mir Anlass zur Hoffnung, dass die Trans* Bewegung langsam auf die Bildung eines solchen Dachverbandes zusteuert. Natürlich ist dieser zum Gründungszeitpunkt nicht repräsentativ und damit auch kein legitimer Vertreter. Genau genommen kann eigentlich nie eine formal korrekte Legitimation erfolgen, denn wir können dafür niemals alle Menschen dieser Gruppe erreichen und zu einer Art Abstimmung bitten. Man kann nur versuchen, soviele wie möglich an einen Tisch und unter einen Hut zu bringen und hoffen, dass die Repräsentanz so vieler Betroffener als Legitimationsersatz ausreichend ist. Schlussendlich ist es ja auch die Frage, zu was man hier jemanden legitimieren will? Die Entscheidungen, auf die wir gerne darüber Einfluss nehmen wollen, werden von demokratisch gewählten Repräsentanten der Bevölkerung getroffen. Verbände und Gruppen können höchstens versuchen darauf Einfluss zu nehmen, aber entscheiden können diese eigentlich nichts - oder nur sehr wenig.
Ich sehe das also ein bisschen pragmatisch. Zur Zeit haben wir gar nichts und fast niemanden und das ist ganz sicher schlechter, als fast jede andere Lösung. Je mehr mitmachen und den Verband bilden und stärken, desto besser und repräsentativer wird es. Jede demokratische Partei hat im Prinzip das gleiche Problem, einen beschlussfähigen Konsens in einer recht heterogenen Gruppe zu finden. Und es funktioniert doch, schon seit Jahren. Es ist Arbeit. Harte Arbeit und oft auch voller Undankbarkeit und Anfeindungen. Der Gewinn für diejenigen, die es durchstehen und durchhalten ist praktisch null. Dafür braucht es viel Idealismus - doch davon gibt es in unseren Gruppen, glaube ich, teils mehr als genug
Liebe Grüße
nicole
Das mit der Legitimation ist in der Tat so ein Problem. Zur Zeit stehen wir vor dem Nichts. Wir haben nichteinmal Strukturen, um, selbst wenn wir es wollten, jemanden zu legitimieren, wie auch immer dies dann erfolgen würde.
Es gibt eine Reihe von eher kleineren Interessengruppen, die allerdings sehr speziell agieren und argumentieren - die von Dir zitierte ATME ist sicherlich eine solche. Die Ziele sind ganz sicher berechtigt, aber nicht alle davon überall konsensfähig. Andere Vereine wie Trans-Ident, TRIQ, dgti uvm. haben jeweils auch ganz eigene spezielle Ziele und Herangehensweisen. Keinen davon kann man eigentlich als repräsentativ bezeichnen - sollen sie ja auch gar nicht sein. Aber die meisten haben doch eine gewisse Überdeckung miteinander. Was nun, meiner Meinung nach, passieren muss ist, dass sich diese Kleingruppen zusammenraufen und sich unter einem Dach versammeln, um einen Minimalkonsens zu entwickeln und gemeinsam zu vertreten. Dies wäre dann halbwegs repräsentativ und durch die Basis der daran teilnehmenden Organisationen und deren Mitglieder auf eine Art legitimiert. Das "Dach" muss, um diese Legitimation auch glaubhaft machen zu können, im Grundsatz offen für alle Strömungen sein und integrativ wirken. Dies wäre meine Vorstellung und Idee eines Dachverbandes. Der Verband selbst sollte dann keine eigene Agenda, wie bspw. eine ATME haben, sondern alle diese versuchen so gut es geht zu vereinigen und das Ergebnis der Vereinigung zu vertreten.
Der dabei zwangsläufig entstehende Minimalkonsens ist sicherlich nicht der große Wurf, wäre aber zumindest ein Anfang. Die große Hoffnung die ich dabei allerdings habe ist, dass man damit endlich ein politisches Sprachrohr bilden könnte, dass auch von den Regierungen in Ländern und Bund ernst genommen wird. Wenn dabei eine Organisation entsteht, die einige Dutzend Vereine und damit dann mehrere hundert Mitglieder vertreten kann, hätte dies ein gewaltiges Gewicht. Auch denke ich, dass ein solche Dachverband dazu beitragen könnte, dass zur Förderung des Gemeinwohls vielleicht hier und da auf Extrempositionen verzichtet wird und stattdessen gemeinsam am Konsens gearbeitet wird. Alleine hat kaum eine der Organisationen eine Chancen ihre Extremposition durchzusetzen, doch im Verbund gibt es Chancen etwas nachhaltig zu bewirken, aber nur, wenn man alle überzeugen kann.
Die große Herausforderung dabei ist es natürlich, die ganzen unterschiedlichen Strömungen so gut wie möglich zu vertreten oder an Stellen, an denen beim besten Willen nichteinmal ein Minimalkonsens gefunden werden kann, zumindest neutral zu wirken.
Das ganze könnte jetzt als ein schier unmögliches Unterfangen erscheinen. Wir alle kennen die teils extremen und scheinbar unvereinbaren Positionen. Doch wir sind nicht die ersten, die dieses Problem haben und andere Gruppen haben dies auch gelöst. Es braucht dafür eine Gruppe mutiger Menschen, die nicht an einer großen Aufgabe verzweifeln und durchhalten. Die Schwulen- und Lesbenszene hat es im Prinzip vorgemacht. Trotz langem Streit der Einzelgruppen erwuchs der LSVD und ist heute einer der ersten Ansprechpartner, wenn um das Thema Homosexualität geht.
Die Trans* Vernetzungstreffen 2013 und 2014 im Waldschlösschen geben mir Anlass zur Hoffnung, dass die Trans* Bewegung langsam auf die Bildung eines solchen Dachverbandes zusteuert. Natürlich ist dieser zum Gründungszeitpunkt nicht repräsentativ und damit auch kein legitimer Vertreter. Genau genommen kann eigentlich nie eine formal korrekte Legitimation erfolgen, denn wir können dafür niemals alle Menschen dieser Gruppe erreichen und zu einer Art Abstimmung bitten. Man kann nur versuchen, soviele wie möglich an einen Tisch und unter einen Hut zu bringen und hoffen, dass die Repräsentanz so vieler Betroffener als Legitimationsersatz ausreichend ist. Schlussendlich ist es ja auch die Frage, zu was man hier jemanden legitimieren will? Die Entscheidungen, auf die wir gerne darüber Einfluss nehmen wollen, werden von demokratisch gewählten Repräsentanten der Bevölkerung getroffen. Verbände und Gruppen können höchstens versuchen darauf Einfluss zu nehmen, aber entscheiden können diese eigentlich nichts - oder nur sehr wenig.
Ich sehe das also ein bisschen pragmatisch. Zur Zeit haben wir gar nichts und fast niemanden und das ist ganz sicher schlechter, als fast jede andere Lösung. Je mehr mitmachen und den Verband bilden und stärken, desto besser und repräsentativer wird es. Jede demokratische Partei hat im Prinzip das gleiche Problem, einen beschlussfähigen Konsens in einer recht heterogenen Gruppe zu finden. Und es funktioniert doch, schon seit Jahren. Es ist Arbeit. Harte Arbeit und oft auch voller Undankbarkeit und Anfeindungen. Der Gewinn für diejenigen, die es durchstehen und durchhalten ist praktisch null. Dafür braucht es viel Idealismus - doch davon gibt es in unseren Gruppen, glaube ich, teils mehr als genug
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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ab08
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Hallo,
mal ein ganz ketzerischer Vorschlag. Wieso nicht ein scharfer Schnitt...? Also TSG ersatzlos streichen, stattdessen eine unbürokratische Ummeldung und insbesondere auf solche Leitlinien ganz verzichten? Andernorts (in anderen Staaten) klappt es doch anscheinend... Wenn ich eine Frau bin, habe ich z.B. sicher Anspruch auf eine angleichende OP.
Bei solchen Treffen, egal in welcher Zusammenstellung, behalten die Behandler(!) stets das Heft fest in der Hand, sind also bei der Endfassung entscheidend beteiligt. Bei Betroffenen, die dort dabei sind, besteht die Gefahr, dass sie sich nicht "zu sehr" quer stellen. Entweder, weil sie, trotz allem, unsicher sind oder sogar, weil Abhängigkeiten bestehen. *)
Und vor allem: Bei der Komplexität der Problematik gibt es immer Personen, deren Interessen übergangen werden. Daher hab ich zwar durchaus Kontakte zu dgti, trans-ident ... aber Gruppen mit klarer Zielsetzung wie ATME oder Zwischengeschlecht sind mir lieber. Dort beteilige ich mich, wenn ich es für richtig halte. Daneben trete ich in bestehenden "klassischen" Organisationen z.B. in meinem Berufsverband stets auch(!) für unsere Rechte ein. Frei nach dem Motto "A weng was geht immer..."
Liebe Grüße
Andrea(ab)
*) Anmerkung anläßlich des heutigen "Intersex Solidarity Day 2014": Ich sehe da deutliche Parallelen zu den Operationen bei intersexuellen Neugeborenen. Da sind Gespräche etc. auch oft kontraproduktiv. Dort wird es beschönigt und die Täter winden sich heraus! Das Theater muss endlich aufhören!!
mal ein ganz ketzerischer Vorschlag. Wieso nicht ein scharfer Schnitt...? Also TSG ersatzlos streichen, stattdessen eine unbürokratische Ummeldung und insbesondere auf solche Leitlinien ganz verzichten? Andernorts (in anderen Staaten) klappt es doch anscheinend... Wenn ich eine Frau bin, habe ich z.B. sicher Anspruch auf eine angleichende OP.
Bei solchen Treffen, egal in welcher Zusammenstellung, behalten die Behandler(!) stets das Heft fest in der Hand, sind also bei der Endfassung entscheidend beteiligt. Bei Betroffenen, die dort dabei sind, besteht die Gefahr, dass sie sich nicht "zu sehr" quer stellen. Entweder, weil sie, trotz allem, unsicher sind oder sogar, weil Abhängigkeiten bestehen. *)
Und vor allem: Bei der Komplexität der Problematik gibt es immer Personen, deren Interessen übergangen werden. Daher hab ich zwar durchaus Kontakte zu dgti, trans-ident ... aber Gruppen mit klarer Zielsetzung wie ATME oder Zwischengeschlecht sind mir lieber. Dort beteilige ich mich, wenn ich es für richtig halte. Daneben trete ich in bestehenden "klassischen" Organisationen z.B. in meinem Berufsverband stets auch(!) für unsere Rechte ein. Frei nach dem Motto "A weng was geht immer..."
Liebe Grüße
Andrea(ab)
*) Anmerkung anläßlich des heutigen "Intersex Solidarity Day 2014": Ich sehe da deutliche Parallelen zu den Operationen bei intersexuellen Neugeborenen. Da sind Gespräche etc. auch oft kontraproduktiv. Dort wird es beschönigt und die Täter winden sich heraus! Das Theater muss endlich aufhören!!
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
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nicole.f
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Hallo Andrea!
So ketzerisch ist der Vorschlag doch gar nicht?
Das TSG mehr oder weniger abzuschaffen ist eigentlich das Anliegen Vieler. Ich erinnere an die Gesetzesänderungen in Dänemark, die Pläne auf Malta und zuguterletzt natürlich den Vorreiter Argentinien. Die Argumentationslinien dafür sind fast immer gleich und TGEU verfolgt recht genau diese, um dafür Lobby Arbeit in der EU zu machen. Entweder schaffen wir das aus Deutschland heraus oder das Problem wird sich früher oder später über die EU lösen. Persönlich würde ich es lieber _auch_ innerhalb Deutschlands zumindest mit anpacken wollen.
Doch das alleine löst doch nicht alle unsere Probleme? Das TSG ist eines von vielen. Als weitere große Herausforderung sähe ich die kontinuierliche qualifizierte Überarbeitung der Behandlungsrichtlinien. Praktisch jedes Jahr ergeben sich neue Erkenntnisse, die es immer wieder nicht in diese Richtlinien schaffen. Noch heute müssen die meisten Betroffenen auf ihrem Weg durch Reifen springen, die für viele Fachleute als überholt gelten. Und überhaupt diese Fachleute, das Spannungsfeld zwischen Sexualwissenschaften und Psychologie legt uns immer wieder Minen in den Weg.
Ich kenne hier auch keinen goldenen Mittelweg, denn an einigen Stellen hat fast jede Fachrichtungen durchaus nachvollziehbare Argumente. Doch manchmal kommt mir das so vor wie die ewigen Warnrufe der Polizei, man solle sein zu Hause in eine mehrfach verriegelte Festung verwandeln, wohl wissend, dass direkt neben dem Hochsicherheitsschließzyinder und dem extra großen Titan-Schließblech eine nur wenige Millimeter Dicke Glasscheibe im Fenster sitzt, die einem einfachen Stein mit wenig Mühe nachgibt. Wir werden in diesem Gebiet vermutlich nie eine endgültige Sicherheit in der Diagnose und Behandlung gewährleisten können, da es keine verlässlichen diagnostischen Verfahren gibt. Wäre es dann nicht vielleicht einfach angebracht, die Betroffenen in Eigenverantwortung handeln zu lassen und lediglich beratend dabei zu sein?
Ob das funktionieren würde oder nicht wird man nur nie erfahren, solange eine Clique von Fachleuten praktisch alleinig über die Richtlinien entscheidet, die uns dann betreffen. Dummerweise auch noch eine Gruppe, die damit gutes Geld verdient und sich damit zudem die eigene Existenzberechtigung sichert. Jetzt endlich sind mit Annette, Marie und Christian zumindest einige Betroffene in dieser KommÃssion dabei. Doch mehr als eine beratende Funktion haben sie dort auch nicht - bis auf Annette vielleicht, da sie als praktizierende Psychologin eine Doppelrolle inne hat (oder haben könnte, ich weiß gerade nicht genau, in welcher Funktion sie dort dabei ist, sondern nur, dass sie sich ihren Platz darin hart erstreiten musste - man wollte sie zunächst explizit nicht dabei haben, weil sie selbst betroffen ist).
Doch bei TSG- und Richtilinien-Reform alleine sollte es nicht bleiben. Wie wir immer wieder bei anderen sehen, z.B. den Homosexuellen, ist kontinuierliche Aufklärung und Förderung nötig, um die Akzeptanz und das Verständnis von Trans* und Inter* Menschen zu fördern. Der Anpassungsdruck unter dem viele stehen, kann zu einer enormen Belastung werden. Immer wieder Gefahr zu laufen, sich rechtfertigen zu müssen, die Blicke, die mögliche Diskriminierung, auch trotz VÄ/PÄ und aller Maßnahmen nach Richtlinien, ist zermürbend oder kann es zumindest werden. Einige haben Glück und werden "stealth". Einige können sich soweit anpassen, dass sie es fast sind. Andere bleiben aber für den Rest ihres Lebens mehr als deutlich erkennbar "anders".
Selbst wenn wir es heute schaffen sollten, durch große Kraftanstrengungen eine breite Akzeptanz durch Aufklärung zu erreichen, so zeigen uns leider andere Beispiele, wie dünn eine solche Decke ist. Praktisch über Nacht können Jahre der Aufklärungsarbeit wieder fast vollständig zunichte gemacht werden. Die Homosexuellen-Szene in Russland war bspw. bereits auf einem sehr guten Weg, bis ein dümmliches Gesetz Jahre der Arbeit mit dem "Gesäß" wieder einriss. Und sofort trat die hässliche Fratze der Xenophobie[1] ans Tageslicht. Denn machen wir uns nichts vor, um Homosexualität geht es den meisten Hetzern dabei gar nicht. Es geht gegen alle, die anders sind. Nur sind jetzt die Homosexuellen die ersten, die in Russland für den Niedergang von Kultur und Gesellschaft hingestellt werden - kommt das nur mir bekannt vor? Ich hoffe nicht. Wenn doch, könnte die Geschichte von Magnus Hirschfeld[2] erhellend wirken. Im Kielwasser der russischen Anti-Propaganda Gesetze bekommen dort jetzt auch die Trans* Aktivisten und Gruppen Probleme. Als offen lebender Trans-Mensch würde ich aktuell _nicht_ nach Russland reisen wollen.
Ich erwähne Russland hier nicht nur, weil diese Entwicklung per-se schlimm ist, sondern weil man daran hervorragend ablesen kann, wie dünn eben jene Aufklärungsdecke war, die über Jahre mühsam gewachsen ist. Innerhalb von nichteinmal einem Jahr brach alles wieder heraus, was man eingedämmt hoffte. Offene Homophobie, Diskriminierung, Gewalttaten. Aber noch schlimmer ist, dass es nicht an Russlands Grenzen halt macht. Es ist nicht das Gesetz, dass Homophobie verursacht, es ist nur das Werkzeug, dass die dünne Decke gesprengt hat. Der dadurch verursachte Riss zieht Spalten weit durch Ost-Europa und die ersten Risse sind auch schon wieder in Deutschland zu sehen. Jahre der Aufklärung sind gefährdet, wenn bereits in Schulen offen Aufklärungsprojekte als "Schwule Propaganda" von Schülern in Frage gestellt werden. Die Diskussionen in Baden-Württemberg gehen in eine ähnliche Richtung.
Die Zivilisationsdecke ist dünn. Nur weil Andersein nicht offen diskriminiert wird bedeutet das nicht, das wir damit kein Problem mehr hätten. Es fehlt nur der Auslöser und alles geht wieder los.
Wie wäre es wohl, wenn das Outing Trans zu sein nicht mehr als nur ein müdes Achselzucken und vielleicht noch ein "Na und?" verursachen würde? Das wäre zumindest mein persönliches großes Ziel in ganz ferner Zukunft. Das wird nicht über Nacht passieren und es wird ganz sicher nicht per Dekret passieren können. Es ist ein langsamer Prozess, in dem es Generation zu Generation "normaler" wird. Ich werde das Ziel vermutlich leider nicht mehr erleben, aber dafür einsetzen kann man sich ja dennoch? Und über eines bin ich mir dabei völlig sicher. Es wird nicht und niemals passieren, wenn wir, die Betroffenen, nicht endlich anfangen gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten und dafür einzutreten. Es ist genauso unwahrscheinlich, dass es andere für uns tun werden, wie es unwahrscheinlich ist, dass es von alleine geschieht.
Und genau hierfür brauchen wir einen Verband oder noch besser gesagt, einen Verbund. Ein Bündnis aller Aktivist_innen und eine gemeinsame Anstrengungen für das Große Ganze, statt eines endlosen individuellen Klein Klein. Dieser Verbund müsste auf Dauer und Beständigkeit angelegt sein, denn mit nur einer Aktion und einem Ziel wird keine nachhaltige Veränderung stattfinden. Es muss ein kontinuierlicher Prozess sein, über viele Jahre und vermutlich nie endend.
Liebe Grüße
nicole
[1] Xenophobie / Fremdenfeindlichkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindlichkeit
[2] Magnus Hirschfeld
https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld
So ketzerisch ist der Vorschlag doch gar nicht?
Das TSG mehr oder weniger abzuschaffen ist eigentlich das Anliegen Vieler. Ich erinnere an die Gesetzesänderungen in Dänemark, die Pläne auf Malta und zuguterletzt natürlich den Vorreiter Argentinien. Die Argumentationslinien dafür sind fast immer gleich und TGEU verfolgt recht genau diese, um dafür Lobby Arbeit in der EU zu machen. Entweder schaffen wir das aus Deutschland heraus oder das Problem wird sich früher oder später über die EU lösen. Persönlich würde ich es lieber _auch_ innerhalb Deutschlands zumindest mit anpacken wollen.
Doch das alleine löst doch nicht alle unsere Probleme? Das TSG ist eines von vielen. Als weitere große Herausforderung sähe ich die kontinuierliche qualifizierte Überarbeitung der Behandlungsrichtlinien. Praktisch jedes Jahr ergeben sich neue Erkenntnisse, die es immer wieder nicht in diese Richtlinien schaffen. Noch heute müssen die meisten Betroffenen auf ihrem Weg durch Reifen springen, die für viele Fachleute als überholt gelten. Und überhaupt diese Fachleute, das Spannungsfeld zwischen Sexualwissenschaften und Psychologie legt uns immer wieder Minen in den Weg.
Ich kenne hier auch keinen goldenen Mittelweg, denn an einigen Stellen hat fast jede Fachrichtungen durchaus nachvollziehbare Argumente. Doch manchmal kommt mir das so vor wie die ewigen Warnrufe der Polizei, man solle sein zu Hause in eine mehrfach verriegelte Festung verwandeln, wohl wissend, dass direkt neben dem Hochsicherheitsschließzyinder und dem extra großen Titan-Schließblech eine nur wenige Millimeter Dicke Glasscheibe im Fenster sitzt, die einem einfachen Stein mit wenig Mühe nachgibt. Wir werden in diesem Gebiet vermutlich nie eine endgültige Sicherheit in der Diagnose und Behandlung gewährleisten können, da es keine verlässlichen diagnostischen Verfahren gibt. Wäre es dann nicht vielleicht einfach angebracht, die Betroffenen in Eigenverantwortung handeln zu lassen und lediglich beratend dabei zu sein?
Ob das funktionieren würde oder nicht wird man nur nie erfahren, solange eine Clique von Fachleuten praktisch alleinig über die Richtlinien entscheidet, die uns dann betreffen. Dummerweise auch noch eine Gruppe, die damit gutes Geld verdient und sich damit zudem die eigene Existenzberechtigung sichert. Jetzt endlich sind mit Annette, Marie und Christian zumindest einige Betroffene in dieser KommÃssion dabei. Doch mehr als eine beratende Funktion haben sie dort auch nicht - bis auf Annette vielleicht, da sie als praktizierende Psychologin eine Doppelrolle inne hat (oder haben könnte, ich weiß gerade nicht genau, in welcher Funktion sie dort dabei ist, sondern nur, dass sie sich ihren Platz darin hart erstreiten musste - man wollte sie zunächst explizit nicht dabei haben, weil sie selbst betroffen ist).
Doch bei TSG- und Richtilinien-Reform alleine sollte es nicht bleiben. Wie wir immer wieder bei anderen sehen, z.B. den Homosexuellen, ist kontinuierliche Aufklärung und Förderung nötig, um die Akzeptanz und das Verständnis von Trans* und Inter* Menschen zu fördern. Der Anpassungsdruck unter dem viele stehen, kann zu einer enormen Belastung werden. Immer wieder Gefahr zu laufen, sich rechtfertigen zu müssen, die Blicke, die mögliche Diskriminierung, auch trotz VÄ/PÄ und aller Maßnahmen nach Richtlinien, ist zermürbend oder kann es zumindest werden. Einige haben Glück und werden "stealth". Einige können sich soweit anpassen, dass sie es fast sind. Andere bleiben aber für den Rest ihres Lebens mehr als deutlich erkennbar "anders".
Selbst wenn wir es heute schaffen sollten, durch große Kraftanstrengungen eine breite Akzeptanz durch Aufklärung zu erreichen, so zeigen uns leider andere Beispiele, wie dünn eine solche Decke ist. Praktisch über Nacht können Jahre der Aufklärungsarbeit wieder fast vollständig zunichte gemacht werden. Die Homosexuellen-Szene in Russland war bspw. bereits auf einem sehr guten Weg, bis ein dümmliches Gesetz Jahre der Arbeit mit dem "Gesäß" wieder einriss. Und sofort trat die hässliche Fratze der Xenophobie[1] ans Tageslicht. Denn machen wir uns nichts vor, um Homosexualität geht es den meisten Hetzern dabei gar nicht. Es geht gegen alle, die anders sind. Nur sind jetzt die Homosexuellen die ersten, die in Russland für den Niedergang von Kultur und Gesellschaft hingestellt werden - kommt das nur mir bekannt vor? Ich hoffe nicht. Wenn doch, könnte die Geschichte von Magnus Hirschfeld[2] erhellend wirken. Im Kielwasser der russischen Anti-Propaganda Gesetze bekommen dort jetzt auch die Trans* Aktivisten und Gruppen Probleme. Als offen lebender Trans-Mensch würde ich aktuell _nicht_ nach Russland reisen wollen.
Ich erwähne Russland hier nicht nur, weil diese Entwicklung per-se schlimm ist, sondern weil man daran hervorragend ablesen kann, wie dünn eben jene Aufklärungsdecke war, die über Jahre mühsam gewachsen ist. Innerhalb von nichteinmal einem Jahr brach alles wieder heraus, was man eingedämmt hoffte. Offene Homophobie, Diskriminierung, Gewalttaten. Aber noch schlimmer ist, dass es nicht an Russlands Grenzen halt macht. Es ist nicht das Gesetz, dass Homophobie verursacht, es ist nur das Werkzeug, dass die dünne Decke gesprengt hat. Der dadurch verursachte Riss zieht Spalten weit durch Ost-Europa und die ersten Risse sind auch schon wieder in Deutschland zu sehen. Jahre der Aufklärung sind gefährdet, wenn bereits in Schulen offen Aufklärungsprojekte als "Schwule Propaganda" von Schülern in Frage gestellt werden. Die Diskussionen in Baden-Württemberg gehen in eine ähnliche Richtung.
Die Zivilisationsdecke ist dünn. Nur weil Andersein nicht offen diskriminiert wird bedeutet das nicht, das wir damit kein Problem mehr hätten. Es fehlt nur der Auslöser und alles geht wieder los.
Wie wäre es wohl, wenn das Outing Trans zu sein nicht mehr als nur ein müdes Achselzucken und vielleicht noch ein "Na und?" verursachen würde? Das wäre zumindest mein persönliches großes Ziel in ganz ferner Zukunft. Das wird nicht über Nacht passieren und es wird ganz sicher nicht per Dekret passieren können. Es ist ein langsamer Prozess, in dem es Generation zu Generation "normaler" wird. Ich werde das Ziel vermutlich leider nicht mehr erleben, aber dafür einsetzen kann man sich ja dennoch? Und über eines bin ich mir dabei völlig sicher. Es wird nicht und niemals passieren, wenn wir, die Betroffenen, nicht endlich anfangen gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten und dafür einzutreten. Es ist genauso unwahrscheinlich, dass es andere für uns tun werden, wie es unwahrscheinlich ist, dass es von alleine geschieht.
Und genau hierfür brauchen wir einen Verband oder noch besser gesagt, einen Verbund. Ein Bündnis aller Aktivist_innen und eine gemeinsame Anstrengungen für das Große Ganze, statt eines endlosen individuellen Klein Klein. Dieser Verbund müsste auf Dauer und Beständigkeit angelegt sein, denn mit nur einer Aktion und einem Ziel wird keine nachhaltige Veränderung stattfinden. Es muss ein kontinuierlicher Prozess sein, über viele Jahre und vermutlich nie endend.
Liebe Grüße
nicole
[1] Xenophobie / Fremdenfeindlichkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindlichkeit
[2] Magnus Hirschfeld
https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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Re: Aktueller Stand zur Entwicklung einer AWMF„S3 Leitlinie
Hallo Nicole,
gegen einen vernünftigen Dachverband, ähnlich wie bei den Homosexuellen, in dem möglichst alle Gruppen im Laufe der Zeit vertreten wären, hätte ich natürlich nix!! Sowas würde mich freuen und ich halte es als Zukunftsprojekt für sinnvoll. Vielleicht ginge es aber auch gemeinsam mit den Homosexuellen. Bei Stonewall waren Transsexuelle, Homosexuelle, Crossdresser etc. alle gemeinsam & solidarisch dabei. Im LSVD geht es nun öfter ausdrücklich um LGBT. Vor Ort sind einige recht aktiv, daher fühle ich mich von dem Verband durchaus auch politisch vertreten.
Ich bin weiter der Meinung, dass Leitlinien/Richtlinien unnötig sind. So machte ich z.B. nie einen "Alltagstest". (Verlangt das Gesetz nicht und wäre bei mir nicht durchführbar gewesen.)
GAOp: Da gehe ich zum behandelnden Arzt --> den Kostenvoranschlag prüft KK / Beihilfestelle. (vgl. größere Zahnbehandlung) Da sich nun rumspricht, dass Transsexualität wie Homosexualität normal und keine "psychische Erkrankung" ist, sehe ich keinen Grund, im Normalfall(!) Psychiater oder Psychologen überhaupt in Anspruch zu nehmen
==> Nur unser Gesetzgeber hinkt eben, wie leider recht häufig, noch deutlich hinterher.
-> Bei meinem Engagement muss es mir andererseits in meinem Alter darum gehen, mich nicht zu verzetteln und die begrenzte Kraft und Zeit vernünftig und effektiv einzusetzen.
Bin ich halt näher dran an Bildungsdebatten, da sehe ich für mich persönlich gegenwärtig deutlich mehr Möglichkeiten...
(In Bayern geschieht das in angemessener Form und in gemäßigtem Ton, aber intern macht man sich intensive Gedanken über eine sinnvolle Vorgehensweise...)
Liebe Grüße
Andrea(ab)
gegen einen vernünftigen Dachverband, ähnlich wie bei den Homosexuellen, in dem möglichst alle Gruppen im Laufe der Zeit vertreten wären, hätte ich natürlich nix!! Sowas würde mich freuen und ich halte es als Zukunftsprojekt für sinnvoll. Vielleicht ginge es aber auch gemeinsam mit den Homosexuellen. Bei Stonewall waren Transsexuelle, Homosexuelle, Crossdresser etc. alle gemeinsam & solidarisch dabei. Im LSVD geht es nun öfter ausdrücklich um LGBT. Vor Ort sind einige recht aktiv, daher fühle ich mich von dem Verband durchaus auch politisch vertreten.
Ich bin weiter der Meinung, dass Leitlinien/Richtlinien unnötig sind. So machte ich z.B. nie einen "Alltagstest". (Verlangt das Gesetz nicht und wäre bei mir nicht durchführbar gewesen.)
GAOp: Da gehe ich zum behandelnden Arzt --> den Kostenvoranschlag prüft KK / Beihilfestelle. (vgl. größere Zahnbehandlung) Da sich nun rumspricht, dass Transsexualität wie Homosexualität normal und keine "psychische Erkrankung" ist, sehe ich keinen Grund, im Normalfall(!) Psychiater oder Psychologen überhaupt in Anspruch zu nehmen
==> Nur unser Gesetzgeber hinkt eben, wie leider recht häufig, noch deutlich hinterher.
-> Bei meinem Engagement muss es mir andererseits in meinem Alter darum gehen, mich nicht zu verzetteln und die begrenzte Kraft und Zeit vernünftig und effektiv einzusetzen.
Bin ich halt näher dran an Bildungsdebatten, da sehe ich für mich persönlich gegenwärtig deutlich mehr Möglichkeiten...
(In Bayern geschieht das in angemessener Form und in gemäßigtem Ton, aber intern macht man sich intensive Gedanken über eine sinnvolle Vorgehensweise...)
Liebe Grüße
Andrea(ab)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz