Verweiblichte Unterschrift
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Nicoletta
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Verweiblichte Unterschrift

Post 1 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Hallo,

ich habe heute ein mir ganz neues Problem. Im August habe ich meine Payback-Karte mit Visa-Funktion verloren, habe daher kürzlich eine neue beantragt. Gestern kam die Karte, für die ich mich aber noch "identifizieren" muss per Postident. Das habe ich heute versucht, hat aber nicht geklappt. Der Beamte monierte, dass meine (natürlich männliche) Unterschrift mit der auf dem vier Jahre alten Personalausweis nicht übereinstimme. Ich bekam eine zweite Chance, scheiterte aber wieder. Auch wenn der Ausweis vor mir liegt, schaffe ich es einfach nicht, der Unterschrift denselben Schwung zu geben. Das war mir auch schon beim Unterschreiben der Karte aufgefallen, aber da stört es nicht, weil ich die ohnehin nie als Visa-Karte werde einsetzen wollte, es ging mir nur darum, den Verfall von Paybackpunkten zu verhindern. Könnte es sein, dass meine Transition auch zu einer Veränderung der Unterschrift geführt hat? Angeblich gibt die Unterschrift ja vieles preis über einen Menschen, warum dann nicht auch das Geschlecht? Wie ich das Problem lösen soll, weiß ich noch nicht: Üben der alten Unterschrift oder Suche nach einem weniger pingeligen Beamten.

LG Nicoletta
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Lukretia
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Re: Verweiblichte Unterschrift

Post 2 im Thema

Beitrag von Lukretia »

Könnte es sein, dass meine Transition auch zu einer Veränderung der Unterschrift geführt hat? Angeblich gibt die Unterschrift ja vieles preis über einen Menschen, warum dann nicht auch das Geschlecht?
Das würde meine These (und nicht nur meine) bestätigen, dass sich seelische Befindlichkeiten körperlich ausdrücken.
Es muss aber nicht mit der Transition zu tun haben. Ich habe schon einige Mal Schwierigkeiten mit meiner Bank gehabt, weil meine Unterschrift auf einer Überweisung nicht mit dem Muster übereinstimmt, das der Bank vorliegt. Ich kriegte dann jedes Mal einen Anruf.
Der Grund der Abweichung liegt nicht in meiner Transition, sondern darin, dass ich sehr schwungvoll unterschreibe und es bei diesem Schwung eine gewisse Schwankungsbreite gibt. Das hat sicher auch mit der momentanen Stimmungslage (das sind die seelischen Befindlichkeiten wieder) zu tun.

LG
Lukretia
Lina
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Re: Verweiblichte Unterschrift

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina »

Nicoletta hat geschrieben:Hallo,

ich habe heute ein mir ganz neues Problem. Im August habe ich meine Payback-Karte mit Visa-Funktion verloren, habe daher kürzlich eine neue beantragt. Gestern kam die Karte, für die ich mich aber noch "identifizieren" muss per Postident. Das habe ich heute versucht, hat aber nicht geklappt. Der Beamte monierte, dass meine (natürlich männliche) Unterschrift mit der auf dem vier Jahre alten Personalausweis nicht übereinstimme. Ich bekam eine zweite Chance, scheiterte aber wieder. Auch wenn der Ausweis vor mir liegt, schaffe ich es einfach nicht, der Unterschrift denselben Schwung zu geben. Das war mir auch schon beim Unterschreiben der Karte aufgefallen, aber da stört es nicht, weil ich die ohnehin nie als Visa-Karte werde einsetzen wollte, es ging mir nur darum, den Verfall von Paybackpunkten zu verhindern. Könnte es sein, dass meine Transition auch zu einer Veränderung der Unterschrift geführt hat? Angeblich gibt die Unterschrift ja vieles preis über einen Menschen, warum dann nicht auch das Geschlecht? Wie ich das Problem lösen soll, weiß ich noch nicht: Üben der alten Unterschrift oder Suche nach einem weniger pingeligen Beamten.

LG Nicoletta

Weder noch. Es muss jemand ran, der sich so gut mit Schriften auskennt, dass er kapiert, dass es um Charakterzüge in der Unterschrift geht und nicht ob die Buchstaben völlig deckungsgleich sind. Sehr deckungsgleich wäre doch eher suspekt.
Nicoletta
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Re: Verweiblichte Unterschrift

Post 4 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Bei mir sind die Unterschiede aber auch ziemlich groß. Ich habe mal Unterschriften von mir aus den letzten zehn Jahren verglichen, sie waren alle sehr verschieden. Mal hatte der erste Buchstaben des Vornamens eine eher kursive Form, mal eher die Form des Druckbuchstabens, mal war der Familienname am Anfang ein Druckbuchstabe, mal schwungvoll mit dem Rest verbunden. Mal ging der Schlussvokal praktisch verloren, mal war er deutlich. Konstant war eigentlich nur das Vorhandensein einer u-Flamme, wie man das früher nannte, ein Relikt aus der deutschen Schrift, dass ich lange (in der Schulzeit) allgemein verwendet habe und mir erst abgewöhnt, weil im Esperanto u und u mit u-Flamme zwei verschiedene Buchstaben sind. So ist das nur in der Unterschrift geblieben. Dazu kam bei der Post, dass ich eingekauft hatte, ich hatte schwer getragen, und die Hand zitterte, so dass ich auch deshalb nicht gut unterschreiben konnte. Ich werde das morgen bei einer anderen Post und einem verständnisvolleren Beamten wiederholen, hoffentlich dann mit Erfolg.

LG Nicoletta
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ReaGirl

Re: Verweiblichte Unterschrift

Post 5 im Thema

Beitrag von ReaGirl »

Das kann auch einfach mit zunehmenden alter passieren, ich musste auch mal vor längerem meine unterschrift irgendwo erneueren glaub irgendwas bei der bank, weil die vergleichsunterschrift nicht mehr mit meinen aktuellen unterschriften übereinstimmte. Bin eh gespannt wann sie sich wieder rühren, ich hab sone schwungvolle unterschrift das ich immer öfter einen der buchstaben des vornamens auslassen muss weil ich mit der armführung nicht nachkomme ^^ aber vielleicht ist der vorname ja irgendwann mal geschichte ;)
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