In mir ist auch ein Mädchen
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Lukretia
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In mir ist auch ein Mädchen
In mir, biologisch ein Mann, ist einmal ein dralles und pralles Vollweib, das richtige Kerle will, die es befriedigen. In mir ist zum zweiten eine schlanke junge Frau, die hübsche junge Männer will. So weit, so gut. Aber das ist noch nicht alles.
In mir ist zum dritten ein junges Mädchen, das mit Jungs (etwa 14-17) schmusen und kuscheln möchte. Ich muss betonen, dass ich alle drei Seiten meines Wesens nicht auslebe, sondern mich seit Jahrzehnten auf die Autoerotik zurückgezogen habe (zu der ich im Kapitel über Dildos etwas gesagt habe).
In mir gibt es also eine weibliche Bandbreite vom pubertären Mädchen bis zum Vollweib. Sexuell befinde ich mich auf der Höhe des Vollweibs und der jungen Frau. Das Mädchen in mir möchte keinen harten Sex, sondern es möchte mit Jungs Zärtlichkeiten austauschen.
Ich war als Junge schon im Grunde ein Mädchen: introvertiert, verträumt, scheu, in praktischen Dingen ungeschickt, weich, passiv usw. Deshalb konnte ich in der Gruppe der Gleichaltrigen nicht mithalten. Wenn die zum Beispiel Tischfußball spielten, war ich Außenseiter(in), hatte zwei linke Hände. Schon früh (mit 14) hatte ich mich in einen Klassenkameraden verliebt. Ich wäre gerne dessen Freundin gewesen, hätte gerne gehabt, wenn er mir den Hof gemacht hätte. Aber das waren Träume.
Leider habe ich Jahrzehnte gebraucht, um zu mir selbst zu finden und mit mir selbst ins Reine zu kommen. Aber das Mädchen von damals steckt zu einem Teil immer noch in mir. Es scheint so, als sei dieses Mädchen weiter auf der Suche nach dem, was es einst nicht bekommen hatte: einen netten Jungen zum Schmusen.
Lukretia
In mir ist zum dritten ein junges Mädchen, das mit Jungs (etwa 14-17) schmusen und kuscheln möchte. Ich muss betonen, dass ich alle drei Seiten meines Wesens nicht auslebe, sondern mich seit Jahrzehnten auf die Autoerotik zurückgezogen habe (zu der ich im Kapitel über Dildos etwas gesagt habe).
In mir gibt es also eine weibliche Bandbreite vom pubertären Mädchen bis zum Vollweib. Sexuell befinde ich mich auf der Höhe des Vollweibs und der jungen Frau. Das Mädchen in mir möchte keinen harten Sex, sondern es möchte mit Jungs Zärtlichkeiten austauschen.
Ich war als Junge schon im Grunde ein Mädchen: introvertiert, verträumt, scheu, in praktischen Dingen ungeschickt, weich, passiv usw. Deshalb konnte ich in der Gruppe der Gleichaltrigen nicht mithalten. Wenn die zum Beispiel Tischfußball spielten, war ich Außenseiter(in), hatte zwei linke Hände. Schon früh (mit 14) hatte ich mich in einen Klassenkameraden verliebt. Ich wäre gerne dessen Freundin gewesen, hätte gerne gehabt, wenn er mir den Hof gemacht hätte. Aber das waren Träume.
Leider habe ich Jahrzehnte gebraucht, um zu mir selbst zu finden und mit mir selbst ins Reine zu kommen. Aber das Mädchen von damals steckt zu einem Teil immer noch in mir. Es scheint so, als sei dieses Mädchen weiter auf der Suche nach dem, was es einst nicht bekommen hatte: einen netten Jungen zum Schmusen.
Lukretia
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Lukretia
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Hallo Jana,
danke für die Antwort und die Tipps. Dass der Sport ein Weg ist, zu sich selbst zu kommen bzw. sich zu verwirklichen, habe ich auch schon von anderen gehört. Leider bin ich da bis jetzt unterbelichtet.
Ansonsten stehe ich gerade erst am Anfang meines Weges. Das ist zwar etwas spät in meinem Alter, aber nicht völlig zu spät. Ich werde sehen, was sich machen lässt und was für mich noch drin ist.
Liebe Grüße
Lukretia
danke für die Antwort und die Tipps. Dass der Sport ein Weg ist, zu sich selbst zu kommen bzw. sich zu verwirklichen, habe ich auch schon von anderen gehört. Leider bin ich da bis jetzt unterbelichtet.
Ansonsten stehe ich gerade erst am Anfang meines Weges. Das ist zwar etwas spät in meinem Alter, aber nicht völlig zu spät. Ich werde sehen, was sich machen lässt und was für mich noch drin ist.
Liebe Grüße
Lukretia
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hannelore
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Mir geht es ähnlich,nur ist es leider nicht so einfach sich einen vestädnissvollen Typen zu suchen.
Schwule Männer suchen Männer,Heteros suchen Biofrauen.
Gruß
Hannelore
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Lukretia
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Ja, das ist schwierig, wenn man als Transsexueller in einem männlichen Körper steckt, aber sexuell als heterosexuelle Frau empfindet. Kurzfristige sexuelle Kontakte mögen zu finden sein, aber eine langfristige engere Bindung?
In einer Selbsthilfegruppe erlebte ich einmal einen transsexuellen Mann, der sich im Prozess der Geschlechtsumwandlung befand und entrüstet reagierte, als ich sagte, ich stünde auf Männer. Auf Männer?, so er. Nie! Er sei mit einer Frau zusammen und liebe sie und sie wollten weiter zusammen bleiben.
Diese Transsexuellen haben es offenbar leichter.
Lukretia
In einer Selbsthilfegruppe erlebte ich einmal einen transsexuellen Mann, der sich im Prozess der Geschlechtsumwandlung befand und entrüstet reagierte, als ich sagte, ich stünde auf Männer. Auf Männer?, so er. Nie! Er sei mit einer Frau zusammen und liebe sie und sie wollten weiter zusammen bleiben.
Diese Transsexuellen haben es offenbar leichter.
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Vivian Cologne
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Wenn ich Zeit hätte, würde ich dir den Hintern versohlen wegen deiner Wahl der Begriffe. Auch wenn ich nicht mehr so biestig sein wollte.
Du meinst sicher eine transsexuelle Frau, die im Prozess der Geschlechtsangleichung, nicht -Umwandlung war, oder?
Ein Transsexueller kann nicht ein einem männlichen Körper stecken, nur eine Transsexuelle. Wer mich als Mann bezeichnet, kriegt was auf die Finger, verbal natürlich nur. Du bist ja neu hier, also kannst du ruhig noch dazulernen.
Vivian
Du meinst sicher eine transsexuelle Frau, die im Prozess der Geschlechtsangleichung, nicht -Umwandlung war, oder?
Ein Transsexueller kann nicht ein einem männlichen Körper stecken, nur eine Transsexuelle. Wer mich als Mann bezeichnet, kriegt was auf die Finger, verbal natürlich nur. Du bist ja neu hier, also kannst du ruhig noch dazulernen.
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Lukretia
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Ich meine einen biologischen Mann, der auf dem Weg war, sich in eine biologische Frau zu verwandeln. Deshalb meine Assoziation "Umwandlung".
Ein anderes Beispiel: Neben mir saß ein Mann mit kurzrasiertem Schädel. Erst am Ende der Stunde begriff ich, dass es sich um eine biologische Frau handelte, die auf dem Weg war, sich in einen biologischen Mann zu verwandeln. Die Verwandlung war wohl noch nicht beendet. Jetzt begriff ich, warum er vorhin auf der Toilette nicht das Pissbecken, sondern die Kabine benutzt hatte.
Ich bitte um Entschuldigung, aber da kann man als Neuling in Verwirrung kommen.
Ein anderes Beispiel: Neben mir saß ein Mann mit kurzrasiertem Schädel. Erst am Ende der Stunde begriff ich, dass es sich um eine biologische Frau handelte, die auf dem Weg war, sich in einen biologischen Mann zu verwandeln. Die Verwandlung war wohl noch nicht beendet. Jetzt begriff ich, warum er vorhin auf der Toilette nicht das Pissbecken, sondern die Kabine benutzt hatte.
Ich bitte um Entschuldigung, aber da kann man als Neuling in Verwirrung kommen.
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Vivian Cologne
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Entschuldigung angenommen, aber ohne eine kleine Nachhilfe wird es wohl für dich nicht ausgehen.
Salmacis hat gerade einen guten Link geteilt. Dort sind 8 Dinge aufgeführt, die Transsexuelle nicht hören wollen, weil sie verletzend sind.
Vivian
Salmacis hat gerade einen guten Link geteilt. Dort sind 8 Dinge aufgeführt, die Transsexuelle nicht hören wollen, weil sie verletzend sind.
Vivian
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Lukretia
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Hallo Vivian,
ich will nicht nachkarten, muss mich aber noch mal melden, weil ich irgendwo im Forum einen älteren Beitrag von Dir gelesen habe, in dem Du Deine tiefe Unsicherheit und Deine Zweifel an Dir selbst thematisierst.
Einige im Forum arbeiten, wie ich gesehen habe, mit Prozentzahlen: 40 Prozent weiblich, 60 männlich, oder so. Auch das ist mit Sicherheit ungenau. Aber ich empfinde es als ehrlich, denn darin steckt ein Hinweis auf die Variabilität des Geschlechtlichen und der Identität. Das sagt mir eher zu.
Ich gebe im übrigen zu, dass mir noch vieles unklar ist, auch und gerade in der Begrifflichkeit.
LG
Lukretia
ich will nicht nachkarten, muss mich aber noch mal melden, weil ich irgendwo im Forum einen älteren Beitrag von Dir gelesen habe, in dem Du Deine tiefe Unsicherheit und Deine Zweifel an Dir selbst thematisierst.
Ja, ich lerne dazu, ich lerne etwas über Dich. Ich vermute bei Dir Voluntarismus. Du willst das so haben, wie Du das dekretierst und deshalb muss es so sein. Das ist sozusagen Dein Rettungsanker, an dem Du Dich festklammerst, sonst wirst Du im Meer der Ungewissheit und des Selbstzweifels fortgerissen.Du bist ja neu hier, also kannst du ruhig noch dazulernen.
Eine andere Benutzerin hat mit Tritte in den Hintern angedroht wegen meiner Wortwahl. Ich vermute, dass auch bei diesem rabiaten, sprachpolizeilichen (männlichen?) Auftreten Unsicherheit verdeckt wird.Wenn ich Zeit hätte, würde ich dir den Hintern versohlen wegen deiner Wahl der Begriffe.
In einem männlichen Körper kann viel stecken, das kann ich dir verraten.Ein Transsexueller kann nicht in einem männlichen Körper stecken, nur eine Transsexuelle.
Ja, da geht es ans Eingemachte. Ich war am Samstag beim Stammtisch im Kattwinkel. Bei den meisten schimmert das Männliche im Körperlichen durch. Das ist nicht schlimm, das soll kein Werturteil sein. Aber die Konturen, die starken Schultern etwa, sind eindeutig. Eine völlig Diskrepanz zwischen Seele und Körper halte ich für unmöglich. Beide spiegeln einander in mehr oder weniger starkem Ausmaß. Der Körper "spricht" ja. Also muss auch in der Seele etwas Männliches sein.Wer mich als Mann bezeichnet, kriegt was auf die Finger, verbal natürlich nur.
Einige im Forum arbeiten, wie ich gesehen habe, mit Prozentzahlen: 40 Prozent weiblich, 60 männlich, oder so. Auch das ist mit Sicherheit ungenau. Aber ich empfinde es als ehrlich, denn darin steckt ein Hinweis auf die Variabilität des Geschlechtlichen und der Identität. Das sagt mir eher zu.
Ich gebe im übrigen zu, dass mir noch vieles unklar ist, auch und gerade in der Begrifflichkeit.
LG
Lukretia
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Vivian Cologne
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Hurra, es lebe der freie Wille! Dann ziehe ich mich mal ganz voluntaristisch aus dieser Diskussion zurück.
Du hast die sachliche Ebene verlassen und beginnst mich zu analysieren? Bitte sehr, aber ohne mich. Du bist auch nicht der Erste, der hier im Forum einer Transfrau typisch männliche Verhaltensweisen vorwirft. Das empfinden wir als Angriff, und so war es wohl auch gemeint.
Vivian
PS: Sprachpolizei gefällt mir. Damit habe ich lange mein Geld verdient.
Du hast die sachliche Ebene verlassen und beginnst mich zu analysieren? Bitte sehr, aber ohne mich. Du bist auch nicht der Erste, der hier im Forum einer Transfrau typisch männliche Verhaltensweisen vorwirft. Das empfinden wir als Angriff, und so war es wohl auch gemeint.
Vivian
PS: Sprachpolizei gefällt mir. Damit habe ich lange mein Geld verdient.
Zuletzt geändert von Vivian Cologne am Mi 5. Nov 2014, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Anne-Mette
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Moin,
ich denke, es ist auch langsam genug (und langweilig) mit den Deutungsversuchen. Wir sind eine freie (Forums)Gesellschaft und jede(r) steht für sich und das was ersie ist.
Wer irgendetwas genau wissen will, kann es mal mit Fragen versuchen; das "Einstufen" von anderen Menschen ist zwar weit verbreitet, aber das bedeutet nicht, dass es gut ist - ganz im Gegenteil.
Es muss nicht immer alles "gemessen" und "geregelt werden".
Gruß
Anne-Mette
ich denke, es ist auch langsam genug (und langweilig) mit den Deutungsversuchen. Wir sind eine freie (Forums)Gesellschaft und jede(r) steht für sich und das was ersie ist.
Wer irgendetwas genau wissen will, kann es mal mit Fragen versuchen; das "Einstufen" von anderen Menschen ist zwar weit verbreitet, aber das bedeutet nicht, dass es gut ist - ganz im Gegenteil.
Es muss nicht immer alles "gemessen" und "geregelt werden".
Gruß
Anne-Mette
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Marielle
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Guten Morgen zusammen,
Voluntarismus ist im Kontext dieses Forums ein ziemlich dicker Vorwurf, Lukretia. Jedenfalls dann, wenn man ihn im Sinne eines Vorrangs der Willensentscheidung vor der individuellen Vernunft sieht. Bei allen Schwierigkeiten die ich selbst mit manchen Verhaltensweisen, Selbstdarstellungen usw. habe: Ich glaube bestimmt nicht, dass sich das mit 'Voluntarismus' beschreiben lässt.
Auch die 'sozialisationsbasierten' Gender-Bezeichnungen 'Mann', 'männlich' usw. werden hier überwiegend als 'versuchte Beleidigung' angesehen. Aus der Sicht des Mitglieds einer kleinen Gruppe, die sich einer 'bestimmenden Masse' gegenüber sieht, sollte das nachvollziehbar sein. Insbesondere dann, wenn man selbst mindestens einen Punkt in der eigenen Persönlichkeit hat, der nicht 'massenkonsensfähig' ist (über den ich beim lesen dieses Threads grade ziemlich gestolpert bin).
Zum letzten Absatz deines Beitrages: Machst du dort nicht grade das, was dir in einem anderen Thread selbst sauer aufgestossen ist? Den Versuch einer Eigendefinition über die Negierung der Selbstwahrnehmung anderer Personen?
Deine Ausführungen betreffend Körper und Seele und die Unmöglichkeit einer (völligen) Trennung sind ja erstmal Behauptungen. Auch wenn du das an dir selbst so erlebst, muss das nicht für andere auch so gelten. Wenn es doch gelten soll, müsstest du belegen, dass breite Schultern einen charakterisierenden Einfluss auf die 'seelische' Selbstwahrnehmung haben. Und zwar nicht dergestalt, dass sie 'ja nur subjektiv' (seelisch) als 'falsch' wahrgenommen werden (das bliebe weiterhin eine Behauptung, die man nur für sich selbst aufstellen kann), sondern dahingehend, dass sie die eigene Selbstwahrnehmung zwingend in Richtung 'männlich' determinieren. Dabei gilt es übrigens auch zu berücksichtigen, dass deine Wahrnehmung der Schulterbreite anderer Menschen durch deine individuelle Sozialisation//Determination beeinflusst wird.
Ich bin selbst auch der Ansicht, dass die Beschreibung von 'Gender' als Kontinuum richtig ist bzw. dass das bipolare Modell völliger Unfug ist. Aber selbst das 'kontinuellste' Modell beinhaltet die beiden Gender-Positionen 'Mann' und 'Frau'. Sie sind nicht besser als alle anderen Positionen, aber eben auch nicht schlechter.
Habt einen guten Tag
Marielle
Voluntarismus ist im Kontext dieses Forums ein ziemlich dicker Vorwurf, Lukretia. Jedenfalls dann, wenn man ihn im Sinne eines Vorrangs der Willensentscheidung vor der individuellen Vernunft sieht. Bei allen Schwierigkeiten die ich selbst mit manchen Verhaltensweisen, Selbstdarstellungen usw. habe: Ich glaube bestimmt nicht, dass sich das mit 'Voluntarismus' beschreiben lässt.
Auch die 'sozialisationsbasierten' Gender-Bezeichnungen 'Mann', 'männlich' usw. werden hier überwiegend als 'versuchte Beleidigung' angesehen. Aus der Sicht des Mitglieds einer kleinen Gruppe, die sich einer 'bestimmenden Masse' gegenüber sieht, sollte das nachvollziehbar sein. Insbesondere dann, wenn man selbst mindestens einen Punkt in der eigenen Persönlichkeit hat, der nicht 'massenkonsensfähig' ist (über den ich beim lesen dieses Threads grade ziemlich gestolpert bin).
Zum letzten Absatz deines Beitrages: Machst du dort nicht grade das, was dir in einem anderen Thread selbst sauer aufgestossen ist? Den Versuch einer Eigendefinition über die Negierung der Selbstwahrnehmung anderer Personen?
Deine Ausführungen betreffend Körper und Seele und die Unmöglichkeit einer (völligen) Trennung sind ja erstmal Behauptungen. Auch wenn du das an dir selbst so erlebst, muss das nicht für andere auch so gelten. Wenn es doch gelten soll, müsstest du belegen, dass breite Schultern einen charakterisierenden Einfluss auf die 'seelische' Selbstwahrnehmung haben. Und zwar nicht dergestalt, dass sie 'ja nur subjektiv' (seelisch) als 'falsch' wahrgenommen werden (das bliebe weiterhin eine Behauptung, die man nur für sich selbst aufstellen kann), sondern dahingehend, dass sie die eigene Selbstwahrnehmung zwingend in Richtung 'männlich' determinieren. Dabei gilt es übrigens auch zu berücksichtigen, dass deine Wahrnehmung der Schulterbreite anderer Menschen durch deine individuelle Sozialisation//Determination beeinflusst wird.
Ich bin selbst auch der Ansicht, dass die Beschreibung von 'Gender' als Kontinuum richtig ist bzw. dass das bipolare Modell völliger Unfug ist. Aber selbst das 'kontinuellste' Modell beinhaltet die beiden Gender-Positionen 'Mann' und 'Frau'. Sie sind nicht besser als alle anderen Positionen, aber eben auch nicht schlechter.
Habt einen guten Tag
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
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Lukretia
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Hallo zusammen,
ich lasse mich ungern von oben herab schulmeistern und gönnerhaft behandeln. Dazu bin ich zu alt. Deshalb habe ich reagiert, wie ich reagiert habe. Was Vivian betrifft, so bin ich beruflich auch vom Fach und weiß, wovon ich rede. Ich habe jahrelang unter der politischen Korrektheit gelitten und bin deshalb besonders empfindlich.
Ich will hier keine Frau als "Mann" beleidigen. Ich habe in den letzten Tagen einen Crossdresser-Stammtisch und eine Transsexuellen-Selbsthilfegruppe kennen gelernt. Ich beschreibe meine ersten Eindrücke. Kann sein, dass ich in einem halben Jahr andere Eindrücke habe.
Was die breiten Schultern betrifft, so komme ich ganz altmodisch von der Philosophie, von Platon, her. Ich glaube, dass sich seelische Befindlichkeiten im Körperlichen ausdrücken (können). Das heißt nicht, dass ich eine Frau, die breite Schultern hat, abwerte. Möglicherweise hat diese Frau aber mehr männliche Anteile in sich, als sie sich selbst eingestehen will.
In Zukunft werde ich mich aber mit Definitionen zurückhalten. Das habe ich durch die langjährige Analyse gelernt. Mein Analytiker hat sich ebenfalls zurückgehalten, das ärgerte mich lange. Jetzt sehe ich aber immer klarer, dass es richtig war. Ich bin wie ich bin, andere sind wie sie sind.
Jedenfalls steckt in mir eine Frau, zu welchem Prozentsatz auch immer, und ich habe endlich das Gefühl, hier im Forum an der richtigen Adresse angekommen zu sein, vor allem, als ich gestern zum ersten Mal in die Bildersammlung der Mitglieder ging.
Zum Thema Ehe: Sicherlich ist es für die Frau ein Schock, wenn ihr Mann sich als weiblich outet. Aber ich höre und lese immer wieder, dass das klappen kann. Beide lieben sich, und die Frau kauft für ihren "Mann" die BH's.
Lukretia
ich lasse mich ungern von oben herab schulmeistern und gönnerhaft behandeln. Dazu bin ich zu alt. Deshalb habe ich reagiert, wie ich reagiert habe. Was Vivian betrifft, so bin ich beruflich auch vom Fach und weiß, wovon ich rede. Ich habe jahrelang unter der politischen Korrektheit gelitten und bin deshalb besonders empfindlich.
Ich will hier keine Frau als "Mann" beleidigen. Ich habe in den letzten Tagen einen Crossdresser-Stammtisch und eine Transsexuellen-Selbsthilfegruppe kennen gelernt. Ich beschreibe meine ersten Eindrücke. Kann sein, dass ich in einem halben Jahr andere Eindrücke habe.
Was die breiten Schultern betrifft, so komme ich ganz altmodisch von der Philosophie, von Platon, her. Ich glaube, dass sich seelische Befindlichkeiten im Körperlichen ausdrücken (können). Das heißt nicht, dass ich eine Frau, die breite Schultern hat, abwerte. Möglicherweise hat diese Frau aber mehr männliche Anteile in sich, als sie sich selbst eingestehen will.
In Zukunft werde ich mich aber mit Definitionen zurückhalten. Das habe ich durch die langjährige Analyse gelernt. Mein Analytiker hat sich ebenfalls zurückgehalten, das ärgerte mich lange. Jetzt sehe ich aber immer klarer, dass es richtig war. Ich bin wie ich bin, andere sind wie sie sind.
Jedenfalls steckt in mir eine Frau, zu welchem Prozentsatz auch immer, und ich habe endlich das Gefühl, hier im Forum an der richtigen Adresse angekommen zu sein, vor allem, als ich gestern zum ersten Mal in die Bildersammlung der Mitglieder ging.
Zum Thema Ehe: Sicherlich ist es für die Frau ein Schock, wenn ihr Mann sich als weiblich outet. Aber ich höre und lese immer wieder, dass das klappen kann. Beide lieben sich, und die Frau kauft für ihren "Mann" die BH's.
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Hallo Daenerys Targaryen,
wenn der Partner tatsächlich transsexuell ist und sich einer Operation unterzieht oder Hormone nimmt, ist das natürlich ein Unterschied. Ich las von einzelnen Fällen, in denen die Ehefrau auch in diesem Fall die Treue hält und jetzt mit einer Frau zusammenlebt. Das sind aber mit Sicherheit Ausnahmen.
LG
Lukretia
wenn der Partner tatsächlich transsexuell ist und sich einer Operation unterzieht oder Hormone nimmt, ist das natürlich ein Unterschied. Ich las von einzelnen Fällen, in denen die Ehefrau auch in diesem Fall die Treue hält und jetzt mit einer Frau zusammenlebt. Das sind aber mit Sicherheit Ausnahmen.
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Re: In mir ist auch ein Mädchen
Hallo Marielle,
LG
Lukretia
Das gebe ich zu. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch bei transsexuellen Menschen voluntaristische Tendenzen gibt. Eine Transfrau kann zu 80 Prozent Transfrau sein, definiert aber, dass Transfrauen immer zu 100 Prozent Transfrauen sind und will auch selbst bei 100 Prozent sein, obwohl sie "nur" bei 80 Prozent ist. So meine ich das.Voluntarismus ist im Kontext dieses Forums ein ziemlich dicker Vorwurf, Lukretia.
LG
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