Andrea — meine Erlebnisse - # 14
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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24.8.2014
Endlich mal wieder ein Andrea-Tag! Ich hatte mir einen Ausflug nach Rochlitz vorgenommen. Die Kleinstadt etwa 30 km nördlich von Chemnitz ist neben dem Rochlitzer Schloss vor allem durch die Steinbrüche bekannt, in denen seit Jahrhunderten mit dem Rochlitzer Porphyr ein begehrter Baustoff gefördert wird.
Genaugenommen war das wieder mal ein Ausflug, den ich seit Jahren geplant, aber als Mann nie umgesetzt habe. Jetzt war die Situation natürlich ganz anders. Ich trug heute mein blau-schwarzes figurbetontes Kleid, blaue Strumpfhosen, schwarze Pumps und darüber einen schwarzen Blazer.
Auf dem Weg zum Bahnhof stellte ich mir schon die bange Frage, wie wohl meine Exfrau nach dem dramatischen Outing vor drei Wochen reagieren würde, wenn sie mir jetzt über den Weg liefe. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, war an diesem Sonntagvormittag sehr gering.
Das Rochlitzer Schloss, welches in den vergangenen Jahren umfassend restauriert wurde, ist vom Zentrum der Stadt aus in etwa 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Bereits gegen 10 Uhr, als gerade geöffnet wurde, war ich da. Leider fand eine Führung erst gegen 12.30 Uhr statt. So entschloss ich mich, das Schloss erst einmal auf eigene Faust per Audioguide (elektronischer Museumsführer) zu erkunden.
Die Ausstellung war nicht uninteressant, aber diese "Führung" hat mich enttäuscht. Erklärt wurden die Bauweise und Geschichte des Schlosses sowie die ursprüngliche Nutzung und Details zu Rekonstruktion einzelner Räume. Die ausgestellten Objekte, vorrangig zur regionalen Wirtschafts- und Kulturgeschichte, fanden dagegen keine Erwähnung und hatten auch mit den Räumlichkeiten in der Regel nichts zu tun.
Beim Abnehmen des Audioguide verrutschte meine Perücke ein wenig. Ich konnte sie zwar gleich wieder geraderücken, aber die Frau an der Kasse hat dadurch wahrscheinlich mitbekommen, dass meine Haare nicht echt sind. Inwiefern sie oder andere Museumsbesucher(innen) gemerkt haben, dass ich als Ganzes nicht "echt" bin, konnte ich wieder einmal nicht erkennen.
Nachdem ich gegen 12 Uhr meinen Rundgang etwas enttäuscht beendet hatte, verspürte ich den Wunsch, noch die "richtige" Führung mitzumachen. Bei dieser sollte es ja um die Ausstellungsstücke gehen, allerdings nur in der aktuellen Sonderausstellung. Die Zeit bis dahin reichte gerade noch, um die Petrikirche gleich neben dem Schloss zu besichtigen.
Zu der Führung hatten sich schließlich etwa 15 Leute eingefunden. Diese sollte uns "Starke Frauen", so der Titel der Sonderausstellung, näherbringen. Das Ganze ging für meine Begriffe zwar etwas zu sehr ins Detail, aber der Grundgedanke kam doch klar rüber: (Starke) Frauen haben den Lauf der Geschichte nicht unwesentlich mit beeinflusst, nur wurden diese von den (männlichen) Geschichtsschreibern meist totgeschwiegen. Der Bogen spannte sich dabei von der Zeit der Reformation bis in die Gegenwart.
Lustig fand ich einige Plakate zum Thema Gleichberechtigung: Männer mit einem gewissen (lokalen) Bekanntheitsgrad, die es zu etwas gebracht haben, waren im weiblichen Outfit abgebildet. Darunter der Satz: "Welche Karriere hätte "¦ (Name) als Frau gemacht?"
Nachdem ich so wieder einiges dazugelernt hatte, bekam ich allmählich Hunger. Ich ging zurück ins Stadtzentrum, von wo aus ich mit dem Bus auf den Rochlitzer Berg fahren konnte. Zwischendurch blieben gerade noch 10 Minuten Zeit, um noch einen Blick in die Kunigundenkirche zu werfen — ein fast perfektes Timing.
Auf dem Gipfel der Berges, mit 353 m der höchsten Erhebung im Erzgebirgsvorland, befindet sich neben einem Aussichtsturm eine Gaststätte. Klar, dass ich letztere zuerst ansteuerte. Das Essen hatte sehr gut geschmeckt und das bei moderaten Preisen! Jetzt ging es hoch hinaus. Von der Aussichtsplattform bot sich ein eindrucksvoller Blick auf die Landschaft vom Erzgebirge bis in die Leipziger Gegend. Wieder zu ebener Erde ließ ich mir ein Erinnerungsfoto machen:
Der Aussichtsturm, vor dem das Foto entstand, ist übrigens, wie könnte es anders sein, aus Rochlitzer Porphyr gebaut. Dieses vulkanische Tuffgestein mit seiner charakteristischen rot-braunen Färbung wird hier seit Jahrhunderten abgebaut und hat insbesondere bei historischen Gebäuden nicht nur in Sachsen weite Verbreitung gefunden. Vor einigen Jahren wurde um den Rochlitzer Berg ein Porphyrlehrpfad angelegt. Auf diesem 2,7 km langen Rundweg sind an 15 Stationen historische Zeugen des Porphyrabbaus und dessen Weiterverarbeitung zu sehen. Leider fehlen an den meisten Stationen Informationstafeln, sodass es sinnvoll ist, vorher an einem Informationsstand eine entsprechende Broschüre zu erwerben.
Ich hatte zur Besichtigung etwa 2 Stunden Zeit. Das sollte auch mit Absatzschuhen kein Problem sein. Die Zeit reichte sogar noch für einen Kaffee und Kuchen, als ich auf dem Rundweg erneut an der Gaststätte vorbeikam.
Zuletzt, so gegen 18 Uhr, konnte ich mich noch ein paar Minuten auf eine Bank setzen und warten, bis mein Bus kam. Ich nutzte die Gelegenheit, meine Schuhe ein wenig sauberzumachen. Etwas vom Waldboden hatte sich doch daran abgesetzt, obwohl der größte Teil des Weges über befestigten Untergrund ging.
Auch auf dem Heimweg bin ich meiner Exfrau nicht begegnet. So konnte ich diesen Andrea-Tag zu Hause gemütlich ausklingen lassen.
24.8.2014
Endlich mal wieder ein Andrea-Tag! Ich hatte mir einen Ausflug nach Rochlitz vorgenommen. Die Kleinstadt etwa 30 km nördlich von Chemnitz ist neben dem Rochlitzer Schloss vor allem durch die Steinbrüche bekannt, in denen seit Jahrhunderten mit dem Rochlitzer Porphyr ein begehrter Baustoff gefördert wird.
Genaugenommen war das wieder mal ein Ausflug, den ich seit Jahren geplant, aber als Mann nie umgesetzt habe. Jetzt war die Situation natürlich ganz anders. Ich trug heute mein blau-schwarzes figurbetontes Kleid, blaue Strumpfhosen, schwarze Pumps und darüber einen schwarzen Blazer.
Auf dem Weg zum Bahnhof stellte ich mir schon die bange Frage, wie wohl meine Exfrau nach dem dramatischen Outing vor drei Wochen reagieren würde, wenn sie mir jetzt über den Weg liefe. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, war an diesem Sonntagvormittag sehr gering.
Das Rochlitzer Schloss, welches in den vergangenen Jahren umfassend restauriert wurde, ist vom Zentrum der Stadt aus in etwa 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Bereits gegen 10 Uhr, als gerade geöffnet wurde, war ich da. Leider fand eine Führung erst gegen 12.30 Uhr statt. So entschloss ich mich, das Schloss erst einmal auf eigene Faust per Audioguide (elektronischer Museumsführer) zu erkunden.
Die Ausstellung war nicht uninteressant, aber diese "Führung" hat mich enttäuscht. Erklärt wurden die Bauweise und Geschichte des Schlosses sowie die ursprüngliche Nutzung und Details zu Rekonstruktion einzelner Räume. Die ausgestellten Objekte, vorrangig zur regionalen Wirtschafts- und Kulturgeschichte, fanden dagegen keine Erwähnung und hatten auch mit den Räumlichkeiten in der Regel nichts zu tun.
Beim Abnehmen des Audioguide verrutschte meine Perücke ein wenig. Ich konnte sie zwar gleich wieder geraderücken, aber die Frau an der Kasse hat dadurch wahrscheinlich mitbekommen, dass meine Haare nicht echt sind. Inwiefern sie oder andere Museumsbesucher(innen) gemerkt haben, dass ich als Ganzes nicht "echt" bin, konnte ich wieder einmal nicht erkennen.
Nachdem ich gegen 12 Uhr meinen Rundgang etwas enttäuscht beendet hatte, verspürte ich den Wunsch, noch die "richtige" Führung mitzumachen. Bei dieser sollte es ja um die Ausstellungsstücke gehen, allerdings nur in der aktuellen Sonderausstellung. Die Zeit bis dahin reichte gerade noch, um die Petrikirche gleich neben dem Schloss zu besichtigen.
Zu der Führung hatten sich schließlich etwa 15 Leute eingefunden. Diese sollte uns "Starke Frauen", so der Titel der Sonderausstellung, näherbringen. Das Ganze ging für meine Begriffe zwar etwas zu sehr ins Detail, aber der Grundgedanke kam doch klar rüber: (Starke) Frauen haben den Lauf der Geschichte nicht unwesentlich mit beeinflusst, nur wurden diese von den (männlichen) Geschichtsschreibern meist totgeschwiegen. Der Bogen spannte sich dabei von der Zeit der Reformation bis in die Gegenwart.
Lustig fand ich einige Plakate zum Thema Gleichberechtigung: Männer mit einem gewissen (lokalen) Bekanntheitsgrad, die es zu etwas gebracht haben, waren im weiblichen Outfit abgebildet. Darunter der Satz: "Welche Karriere hätte "¦ (Name) als Frau gemacht?"
Nachdem ich so wieder einiges dazugelernt hatte, bekam ich allmählich Hunger. Ich ging zurück ins Stadtzentrum, von wo aus ich mit dem Bus auf den Rochlitzer Berg fahren konnte. Zwischendurch blieben gerade noch 10 Minuten Zeit, um noch einen Blick in die Kunigundenkirche zu werfen — ein fast perfektes Timing.
Auf dem Gipfel der Berges, mit 353 m der höchsten Erhebung im Erzgebirgsvorland, befindet sich neben einem Aussichtsturm eine Gaststätte. Klar, dass ich letztere zuerst ansteuerte. Das Essen hatte sehr gut geschmeckt und das bei moderaten Preisen! Jetzt ging es hoch hinaus. Von der Aussichtsplattform bot sich ein eindrucksvoller Blick auf die Landschaft vom Erzgebirge bis in die Leipziger Gegend. Wieder zu ebener Erde ließ ich mir ein Erinnerungsfoto machen:
Der Aussichtsturm, vor dem das Foto entstand, ist übrigens, wie könnte es anders sein, aus Rochlitzer Porphyr gebaut. Dieses vulkanische Tuffgestein mit seiner charakteristischen rot-braunen Färbung wird hier seit Jahrhunderten abgebaut und hat insbesondere bei historischen Gebäuden nicht nur in Sachsen weite Verbreitung gefunden. Vor einigen Jahren wurde um den Rochlitzer Berg ein Porphyrlehrpfad angelegt. Auf diesem 2,7 km langen Rundweg sind an 15 Stationen historische Zeugen des Porphyrabbaus und dessen Weiterverarbeitung zu sehen. Leider fehlen an den meisten Stationen Informationstafeln, sodass es sinnvoll ist, vorher an einem Informationsstand eine entsprechende Broschüre zu erwerben.
Ich hatte zur Besichtigung etwa 2 Stunden Zeit. Das sollte auch mit Absatzschuhen kein Problem sein. Die Zeit reichte sogar noch für einen Kaffee und Kuchen, als ich auf dem Rundweg erneut an der Gaststätte vorbeikam.
Zuletzt, so gegen 18 Uhr, konnte ich mich noch ein paar Minuten auf eine Bank setzen und warten, bis mein Bus kam. Ich nutzte die Gelegenheit, meine Schuhe ein wenig sauberzumachen. Etwas vom Waldboden hatte sich doch daran abgesetzt, obwohl der größte Teil des Weges über befestigten Untergrund ging.
Auch auf dem Heimweg bin ich meiner Exfrau nicht begegnet. So konnte ich diesen Andrea-Tag zu Hause gemütlich ausklingen lassen.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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20.9.2014
Eine Bekannte war zu Besuch und wollte die Gelegenheit nutzen, sich einmal die sächsische Landeshauptstadt Dresden anzusehen. Ich hatte ihr vor einiger Zeit mal von meiner weiblichen Seite erzählt und sie hat mit großem Interesse darauf reagiert. Was also lag näher, als ihr diesmal Andrea persönlich vorzustellen und diesen Ausflug gemeinsam als Frauen zu unternehmen?
Ich musste morgens natürlich etwas eher aufstehen, weil ich länger zum Schminken brauchte. Ich zog heute meinen kurzen roten engen Rock, meine weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, schwarze Strumpfhosen und Pumps an. Darüber kam dann noch mein schwarzer Blazer. Bei den Schuhen musste ich mich zwischen den alten mit den brüchigen Sohlen und den neuen, die noch nicht eingelaufen sind, entscheiden. Wegen dem angekündigten Regenwetter nahm ich die neuen, wohl wissend, dass es etwas riskant ist, damit gleich zu einem Tagesausflug zu starten. Das gleiche Outfit (mit alten Schuhen) hatte ich schon mal bei einem früheren Ausflug nach Dresden an: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=7787
Ein kurzer erstaunter Blick, als meine Bekannte mich so sah, danach gab es keinerlei Berührungsängste mehr, obwohl das ihre erste Begegnung mit unsereins war. Aber auch für mich war so ein Tagesausflug mit einer Biofrau eine Premiere, wenn ich den Einkaufsbummel mit meiner Tochter vor 5 Monaten mal außer Acht lasse.
Zuerst suchte ich in einem Einkaufszentrum einen Fotograf auf und ließ mir Passbilder anfertigen. Das hatte ich vor zwei Jahren schon mal gemacht, aber ich wollte gern welche mit meiner neuen Brille und keinem so grimmigen Gesicht wie damals. Mit dem Ergebnis war ich ganz zufrieden. Wozu ich die Bilder brauche, darauf komme ich zu gegebener Zeit zurück.
Weiter führte uns der Weg über den Altmarkt hin zur Frauenkirche. Natürlich haben wir uns dieses berühmte Bauwerk auch von innen angesehen. Da musste ich gleich wieder an meine ersten Schritte als Andrea in der Öffentlichkeit denken, die mich vor 2-½ Jahren hierher führten.
Unser Spaziergang führte uns weiter am Fürstenzug vorbei, dem über 100m langen Wandbild mit den sächsischen Herrschern vergangener Jahrhunderte. Dann standen wir auch schon vor der katholischen Hofkirche. Meine Begleiterin wollte auch hier einen Blick hineinwerfen. Dem schloss sich ein Rundgang durch den Dresdner Zwinger an.
Meine Bekannte machte haufenweise Fotos von all diesen Sehenswürdigkeiten und zwar so, dass sie selbst mit im Bild war. Manche nennen diese Fotos wohl Selfies. Einige Male bat sie mich, auch mit aufs Bild zu kommen.
Inzwischen machte sich eine gewisse Leere im Magen bemerkbar und wir gingen in ein Restaurant, von wo aus wir einen schönen Blick auf die Elbe hatten. Bisher hatte das Wetter gut ausgehalten, doch während des Essens ging ein kräftiger Gewitterschauer nieder.
Als es aufgehört hatte zu regnen wollten wir unseren Stadtrundgang fortsetzen. Doch als wir gerade über die Brühlsche Terrasse schlenderten, setzte erneut Regen ein. Auf der Suche nach einem Unterstand stießen wir auf den Eingang zu einer Kunstausstellung. Wir nutzen die Gelegenheit, uns die Ausstellung anzusehen.
Es ging um zeitgenössische Kunst. Einige der Werke waren derart einfach gestaltet, dass ich mir so etwas ohne weiteres selbst zugetraut hätte. Ich wäre nur nicht auf die Idee gekommen, so etwas als Kunst zu verkaufen.
Nach dieser künstlerischen Weiterbildung fuhren wir mit der Straßenbahn auf die andere Elbseite. Der Regen hatte inzwischen etwas nachgelassen, hörte aber nie ganz auf. Meine Bekannte wollte sich gern das Kraszewski-Museum ansehen. Es ist dem Leben und Werk des polnischen Schriftstellers Józef Kraszewski (1812 — 1887) gewidmet, der von 1873 bis 1879 auch hier wohnte. Parallel dazu war eine Sonderausstellung über Gerhart Hauptmann (1862 — 1946) und seine Beziehungen zum Riesengebirge zu sehen.
Nachdem wir uns das alles angesehen hatten, mussten wir langsam an die Heimfahrt denken. Die Zeit reichte noch für einen kurzen Bummel durch die Prager Straße, wo ich mir in einem Kosmetikladen meine Vorräte an Lippenstift und Nagellack etwas auffrischte. Inzwischen taten mir auch die Füße in den neuen Schuhen ein wenig weh, aber es war doch eine richtige Entscheidung, diese anzuziehen. Die alten wären wahrscheinlich vollkommen aufgeweicht worden.
Meiner Bekannten hat dieser besondere Ausflug trotz des schlechten Wetters sehr gut gefallen. Wir unterhielten uns noch fast den ganzen Rest des Tages über verschiedene Trans*-Themen. Dabei wurde auch die Idee geboren, eventuell mal einen gemeinsamen Opernabend zu organisieren. Mal sehen, ob daraus etwas wird.
20.9.2014
Eine Bekannte war zu Besuch und wollte die Gelegenheit nutzen, sich einmal die sächsische Landeshauptstadt Dresden anzusehen. Ich hatte ihr vor einiger Zeit mal von meiner weiblichen Seite erzählt und sie hat mit großem Interesse darauf reagiert. Was also lag näher, als ihr diesmal Andrea persönlich vorzustellen und diesen Ausflug gemeinsam als Frauen zu unternehmen?
Ich musste morgens natürlich etwas eher aufstehen, weil ich länger zum Schminken brauchte. Ich zog heute meinen kurzen roten engen Rock, meine weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, schwarze Strumpfhosen und Pumps an. Darüber kam dann noch mein schwarzer Blazer. Bei den Schuhen musste ich mich zwischen den alten mit den brüchigen Sohlen und den neuen, die noch nicht eingelaufen sind, entscheiden. Wegen dem angekündigten Regenwetter nahm ich die neuen, wohl wissend, dass es etwas riskant ist, damit gleich zu einem Tagesausflug zu starten. Das gleiche Outfit (mit alten Schuhen) hatte ich schon mal bei einem früheren Ausflug nach Dresden an: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=7787
Ein kurzer erstaunter Blick, als meine Bekannte mich so sah, danach gab es keinerlei Berührungsängste mehr, obwohl das ihre erste Begegnung mit unsereins war. Aber auch für mich war so ein Tagesausflug mit einer Biofrau eine Premiere, wenn ich den Einkaufsbummel mit meiner Tochter vor 5 Monaten mal außer Acht lasse.
Zuerst suchte ich in einem Einkaufszentrum einen Fotograf auf und ließ mir Passbilder anfertigen. Das hatte ich vor zwei Jahren schon mal gemacht, aber ich wollte gern welche mit meiner neuen Brille und keinem so grimmigen Gesicht wie damals. Mit dem Ergebnis war ich ganz zufrieden. Wozu ich die Bilder brauche, darauf komme ich zu gegebener Zeit zurück.
Weiter führte uns der Weg über den Altmarkt hin zur Frauenkirche. Natürlich haben wir uns dieses berühmte Bauwerk auch von innen angesehen. Da musste ich gleich wieder an meine ersten Schritte als Andrea in der Öffentlichkeit denken, die mich vor 2-½ Jahren hierher führten.
Unser Spaziergang führte uns weiter am Fürstenzug vorbei, dem über 100m langen Wandbild mit den sächsischen Herrschern vergangener Jahrhunderte. Dann standen wir auch schon vor der katholischen Hofkirche. Meine Begleiterin wollte auch hier einen Blick hineinwerfen. Dem schloss sich ein Rundgang durch den Dresdner Zwinger an.
Meine Bekannte machte haufenweise Fotos von all diesen Sehenswürdigkeiten und zwar so, dass sie selbst mit im Bild war. Manche nennen diese Fotos wohl Selfies. Einige Male bat sie mich, auch mit aufs Bild zu kommen.
Inzwischen machte sich eine gewisse Leere im Magen bemerkbar und wir gingen in ein Restaurant, von wo aus wir einen schönen Blick auf die Elbe hatten. Bisher hatte das Wetter gut ausgehalten, doch während des Essens ging ein kräftiger Gewitterschauer nieder.
Als es aufgehört hatte zu regnen wollten wir unseren Stadtrundgang fortsetzen. Doch als wir gerade über die Brühlsche Terrasse schlenderten, setzte erneut Regen ein. Auf der Suche nach einem Unterstand stießen wir auf den Eingang zu einer Kunstausstellung. Wir nutzen die Gelegenheit, uns die Ausstellung anzusehen.
Es ging um zeitgenössische Kunst. Einige der Werke waren derart einfach gestaltet, dass ich mir so etwas ohne weiteres selbst zugetraut hätte. Ich wäre nur nicht auf die Idee gekommen, so etwas als Kunst zu verkaufen.
Nach dieser künstlerischen Weiterbildung fuhren wir mit der Straßenbahn auf die andere Elbseite. Der Regen hatte inzwischen etwas nachgelassen, hörte aber nie ganz auf. Meine Bekannte wollte sich gern das Kraszewski-Museum ansehen. Es ist dem Leben und Werk des polnischen Schriftstellers Józef Kraszewski (1812 — 1887) gewidmet, der von 1873 bis 1879 auch hier wohnte. Parallel dazu war eine Sonderausstellung über Gerhart Hauptmann (1862 — 1946) und seine Beziehungen zum Riesengebirge zu sehen.
Nachdem wir uns das alles angesehen hatten, mussten wir langsam an die Heimfahrt denken. Die Zeit reichte noch für einen kurzen Bummel durch die Prager Straße, wo ich mir in einem Kosmetikladen meine Vorräte an Lippenstift und Nagellack etwas auffrischte. Inzwischen taten mir auch die Füße in den neuen Schuhen ein wenig weh, aber es war doch eine richtige Entscheidung, diese anzuziehen. Die alten wären wahrscheinlich vollkommen aufgeweicht worden.
Meiner Bekannten hat dieser besondere Ausflug trotz des schlechten Wetters sehr gut gefallen. Wir unterhielten uns noch fast den ganzen Rest des Tages über verschiedene Trans*-Themen. Dabei wurde auch die Idee geboren, eventuell mal einen gemeinsamen Opernabend zu organisieren. Mal sehen, ob daraus etwas wird.
Viele Grüße
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
es ist für mich immer wieder ein Genuss, deine Berichte über die versch. Ausflüge, Opern usw. zu lesen. Ich finde, dass du zum Schreiben echt Talent hast, denn ich kann mich richtig gut in dich und die beschriebenen Sachen hineinversetzen.
Also echt Klasse.
Und was deine Fotos betrifft, keimt bei mir so ein leichter Verdacht auf.
Liebe Grüße
Chrissie
es ist für mich immer wieder ein Genuss, deine Berichte über die versch. Ausflüge, Opern usw. zu lesen. Ich finde, dass du zum Schreiben echt Talent hast, denn ich kann mich richtig gut in dich und die beschriebenen Sachen hineinversetzen.
Also echt Klasse.
Und was deine Fotos betrifft, keimt bei mir so ein leichter Verdacht auf.
Liebe Grüße
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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28.9.2014
Heute war ich allein zu Hause, hatte einigen "Papierkram" zu erledigen. Das hinderte mich natürlich nicht daran, einen Andrea-Tag einzulegen und so habe ich mich bereits vor dem Frühstück geschminkt und ein weibliches Outfit angezogen: knielanger schwarzer enger Rock, mehrfarbige Bluse, platinfarbene Strumpfhose und weinrote Hausschuhe.
Nebenbei habe ich auch Wäsche gewaschen und diese dann zum Trocknen im Garten aufgehangen. Letzteres tat ich zum ersten Mal als Andrea. Dass mich dabei Nachbarn sehen könnten, störte mich nicht mehr, schließlich bin ich schon mehrmals beim Verlassen und Wiederbetreten des Hauses gesehen worden. Ich glaube nicht, dass ich dabei erkannt worden bin, warte aber, bis mal eine(r) fragt, wer denn die Dame sei, die da gelegentlich ein und aus geht.
Da ich keine Lust zum Kochen hatte und noch ein wenig das schöne Herbstwetter genießen wollte, ging ich zum Mittagessen in eine Gaststätte etwas abseits der Innenstadt. Das oben genannte Outfit komplettierte ich dabei mit schwarzen Pumps und meinem türkisfarbenem Blazer, also etwa wie auf diesem älteren Bild: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=8139
Ich war bisher nur selten in dieser Gaststätte, das letzte Mal vor über 10 Jahren. Da war die Wahrscheinlichkeit, vom Personal erkannt zu werden, gering. Etwas anders sah es mit den Gästen aus und so staunte ich nicht schlecht, als ich unter denen gleich drei Bekannte erblickte. Eine Frau kannte ich sogar sehr gut, ein Ehepaar dagegen nur flüchtig. Ich ließ mir (hoffentlich) nichts anmerken und nahm am letzten noch freien Tisch Platz. Verstecken ging nicht, es bestand ständig Blickkontakt zu den Bekannten. Diese waren aber so sehr in Gesprächen mit anderen Leuten an ihren Tischen vertieft, dass sie von mir, nach einem ersten kurzen Blick, keinerlei Notiz mehr nahmen.
Viel kritischer wäre dagegen eine Begegnung mit meiner Exfrau gewesen, weil deren Reaktion einfach unberechenbar ist. Hier aber sah ich dafür keine Gefahr. Dort, wo sich meine Exfrau häufiger aufhält, in den Geschäftsstraßen der Innenstadt während der Öffnungszeiten, wäre es viel "gefährlicher" gewesen.
Nachdem ich gegessen und die Rechnung bezahlt hatte, verließ ich nach einem letzten Blick und einem kurzen "Auf Wiedersehen" zum Tisch meiner Bekannten (das Ehepaar war bereits gegangen) das Lokal. Es war übrigens mein erster Restaurantbesuch als Andrea in meiner Heimatstadt, und dann gleich drei Bekannten gleichzeitig zu begegnen, das hatte ich wohl auch noch nie.
Auf dem Heimweg kam ich noch an einer Eisdiele vorbei und ließ mir eine Portion Vanilleeis schmecken. Das Wetter war ja ideal dafür. Gern hätte ich noch einen längeren Spaziergang unternommen, aber leider war der Rest des Tages völlig unspektakulärem "Papierkram" vorbehalten.
Abends kam dann meine Tochter nach Hause und wir bereiteten uns auf den nächsten Arbeits- bzw. Schultag vor.
28.9.2014
Heute war ich allein zu Hause, hatte einigen "Papierkram" zu erledigen. Das hinderte mich natürlich nicht daran, einen Andrea-Tag einzulegen und so habe ich mich bereits vor dem Frühstück geschminkt und ein weibliches Outfit angezogen: knielanger schwarzer enger Rock, mehrfarbige Bluse, platinfarbene Strumpfhose und weinrote Hausschuhe.
Nebenbei habe ich auch Wäsche gewaschen und diese dann zum Trocknen im Garten aufgehangen. Letzteres tat ich zum ersten Mal als Andrea. Dass mich dabei Nachbarn sehen könnten, störte mich nicht mehr, schließlich bin ich schon mehrmals beim Verlassen und Wiederbetreten des Hauses gesehen worden. Ich glaube nicht, dass ich dabei erkannt worden bin, warte aber, bis mal eine(r) fragt, wer denn die Dame sei, die da gelegentlich ein und aus geht.
Da ich keine Lust zum Kochen hatte und noch ein wenig das schöne Herbstwetter genießen wollte, ging ich zum Mittagessen in eine Gaststätte etwas abseits der Innenstadt. Das oben genannte Outfit komplettierte ich dabei mit schwarzen Pumps und meinem türkisfarbenem Blazer, also etwa wie auf diesem älteren Bild: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=8139
Ich war bisher nur selten in dieser Gaststätte, das letzte Mal vor über 10 Jahren. Da war die Wahrscheinlichkeit, vom Personal erkannt zu werden, gering. Etwas anders sah es mit den Gästen aus und so staunte ich nicht schlecht, als ich unter denen gleich drei Bekannte erblickte. Eine Frau kannte ich sogar sehr gut, ein Ehepaar dagegen nur flüchtig. Ich ließ mir (hoffentlich) nichts anmerken und nahm am letzten noch freien Tisch Platz. Verstecken ging nicht, es bestand ständig Blickkontakt zu den Bekannten. Diese waren aber so sehr in Gesprächen mit anderen Leuten an ihren Tischen vertieft, dass sie von mir, nach einem ersten kurzen Blick, keinerlei Notiz mehr nahmen.
Viel kritischer wäre dagegen eine Begegnung mit meiner Exfrau gewesen, weil deren Reaktion einfach unberechenbar ist. Hier aber sah ich dafür keine Gefahr. Dort, wo sich meine Exfrau häufiger aufhält, in den Geschäftsstraßen der Innenstadt während der Öffnungszeiten, wäre es viel "gefährlicher" gewesen.
Nachdem ich gegessen und die Rechnung bezahlt hatte, verließ ich nach einem letzten Blick und einem kurzen "Auf Wiedersehen" zum Tisch meiner Bekannten (das Ehepaar war bereits gegangen) das Lokal. Es war übrigens mein erster Restaurantbesuch als Andrea in meiner Heimatstadt, und dann gleich drei Bekannten gleichzeitig zu begegnen, das hatte ich wohl auch noch nie.
Auf dem Heimweg kam ich noch an einer Eisdiele vorbei und ließ mir eine Portion Vanilleeis schmecken. Das Wetter war ja ideal dafür. Gern hätte ich noch einen längeren Spaziergang unternommen, aber leider war der Rest des Tages völlig unspektakulärem "Papierkram" vorbehalten.
Abends kam dann meine Tochter nach Hause und wir bereiteten uns auf den nächsten Arbeits- bzw. Schultag vor.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Theresa
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea
Ich schließe mich Chrissis Meinung an: Deine Berichte wirken sehr autentisch und ich kann mir kaum vorstellen, dass du nicht immer als Frau unterwegs bist. Was mir imponiert ist, dass du, im Gegensatz zu mir, keinerlei Selbstzweifel hegst. (was auch, deinen Bildern nach, überhaupt nicht angebracht ist.)
Es fällt mir nicht schwer bei deinen Erlebnissen dabei zu sein.
Schade nur, dass die Anfeindungen deiner Ex die kleine Welt stören. Vielleicht ergibt sich da auch mal eine Lösung.
Mach weiter so. Ich lese dich gerne.
Viele Grüße
Theresa
Ich schließe mich Chrissis Meinung an: Deine Berichte wirken sehr autentisch und ich kann mir kaum vorstellen, dass du nicht immer als Frau unterwegs bist. Was mir imponiert ist, dass du, im Gegensatz zu mir, keinerlei Selbstzweifel hegst. (was auch, deinen Bildern nach, überhaupt nicht angebracht ist.)
Es fällt mir nicht schwer bei deinen Erlebnissen dabei zu sein.
Schade nur, dass die Anfeindungen deiner Ex die kleine Welt stören. Vielleicht ergibt sich da auch mal eine Lösung.
Mach weiter so. Ich lese dich gerne.
Viele Grüße
Theresa
Beachten sie folgenden Hinweis:
-Hä?-
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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Danke Magdalena, Chrissie und Theresa für die netten Kommentare!
Vor wenigen Tagen bekam ich meinen dgti-Ergänzungsausweis zugeschickt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=9505
Jetzt wisst ihr, wofür ich die Passbilder gebraucht habe.
Danke Magdalena, Chrissie und Theresa für die netten Kommentare!
Vor wenigen Tagen bekam ich meinen dgti-Ergänzungsausweis zugeschickt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=9505
Jetzt wisst ihr, wofür ich die Passbilder gebraucht habe.
Viele Grüße
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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3.10.2014
Die Situation war ähnlich wie am vergangenen Wochenende: Ich hatte einiges zu Hause zu tun und wollte dabei Andrea sein. Zuerst machte ich mir (wieder einmal) über ein passendes Outfit Gedanken. Es sollte nicht zu elegant sein, aber auch genügend Weiblichkeit ausstrahlen, um mich darin als Frau zu fühlen.
Ich stieß dabei auf einen kurzen braunen Rock mit Blumenmotiven, den ich vor etwa zwei Jahren gekauft, aber noch nie getragen hatte. Mir schien, eine braune blickdichte Strumpfhose und mein türkises Langarmshirt passen ganz gut dazu. Der Rock ist zwar für mich, was dessen Länge betrifft, etwas grenzwertig, aber zu Hause sollte das ja keine Rolle spielen. Während ich die Hausarbeit erledigte, unter anderem auch wieder Wäscheaufhängen im Garten, kam ich immer mehr zu der Überzeugung, dass dieses Outfit auch ganz gut für draußen ginge. Die Farben passten meines Erachtens sogar sehr gut zur (herbstlichen) Jahreszeit. Erstmals lackierte ich dazu meine Fingernägel grün. Nur meine schwarze oder weiße Handtasche kam mir da wir ein "Fremdkörper" vor. Im Fundus meiner Mutter entdeckte ich dafür noch eine braune, fast schon goldfarbene Tasche. Jetzt hatte ich alles zusammen, was ich brauchte.
Für den Abend hatte ich seit langem wieder einmal einen Kabarettbesuch geplant und ich entschloss mich, aus oben genannten Gründen, die Sachen dazu gleich anzulassen. Ich zog noch braune Stiefeletten und meinen türkisen Blazer an und fuhr am späten Nachmittag nach Chemnitz. Dort hatte ich genügend Zeit, um erst einmal in eine Gaststätte aufzusuchen und das zu Hause ausgefallene Mittagessen nachzuholen. Das milde Herbstwetter erlaubte sogar, draußen zu sitzen. Leider verpasste ich, ein Foto von meinem Outfit machen zu lassen. Das hole ich in Kürze nach.
Als ich mich etwas gestärkt hatte, machte ich mich schließlich auf den Weg zu Sachsenmeyers Kabarettkiste. Dort war ich schon mehrmals, zuletzt vor über einem Jahr zusammen mit Jaqueline aus dem Forum. Ich hatte darüber berichtet: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =90#p75923
Diesmal fand nicht Sachsenmeyers Ein-Mann-Show statt, sondern eine Frauenkabarettgruppe, genannt "Elfenpein" gab ein Gastspiel. Groß war das Interesse an dieser Veranstaltung aber nicht. Nur etwa 20 Leute fanden sich in der "Kabarettkiste" ein. Immerhin waren außer mir noch zwei Frauen dabei, die auch einen Rock trugen.
Das Programm nannte sich "Kennst du das Land "¦ ?" und es ging im weitesten Sinne um das Thema Reisen. Einige sehr lustige Sketche waren dabei, allerdings ohne allzu großen Tiefgang. In zwei Szenen schlüpften die Darstellerinnen in männliche Rollen, machten sozusagen Crossdressing anders herum.
Völlig unspektakulär verliefen dagegen mein abschließender Weg zu Bahnhof und die Heimfahrt. Auch wenn es draußen inzwischen deutlich kühler war, konnte ich den Abschluss dieses Andrea-Tages noch einmal richtig genießen.
3.10.2014
Die Situation war ähnlich wie am vergangenen Wochenende: Ich hatte einiges zu Hause zu tun und wollte dabei Andrea sein. Zuerst machte ich mir (wieder einmal) über ein passendes Outfit Gedanken. Es sollte nicht zu elegant sein, aber auch genügend Weiblichkeit ausstrahlen, um mich darin als Frau zu fühlen.
Ich stieß dabei auf einen kurzen braunen Rock mit Blumenmotiven, den ich vor etwa zwei Jahren gekauft, aber noch nie getragen hatte. Mir schien, eine braune blickdichte Strumpfhose und mein türkises Langarmshirt passen ganz gut dazu. Der Rock ist zwar für mich, was dessen Länge betrifft, etwas grenzwertig, aber zu Hause sollte das ja keine Rolle spielen. Während ich die Hausarbeit erledigte, unter anderem auch wieder Wäscheaufhängen im Garten, kam ich immer mehr zu der Überzeugung, dass dieses Outfit auch ganz gut für draußen ginge. Die Farben passten meines Erachtens sogar sehr gut zur (herbstlichen) Jahreszeit. Erstmals lackierte ich dazu meine Fingernägel grün. Nur meine schwarze oder weiße Handtasche kam mir da wir ein "Fremdkörper" vor. Im Fundus meiner Mutter entdeckte ich dafür noch eine braune, fast schon goldfarbene Tasche. Jetzt hatte ich alles zusammen, was ich brauchte.
Für den Abend hatte ich seit langem wieder einmal einen Kabarettbesuch geplant und ich entschloss mich, aus oben genannten Gründen, die Sachen dazu gleich anzulassen. Ich zog noch braune Stiefeletten und meinen türkisen Blazer an und fuhr am späten Nachmittag nach Chemnitz. Dort hatte ich genügend Zeit, um erst einmal in eine Gaststätte aufzusuchen und das zu Hause ausgefallene Mittagessen nachzuholen. Das milde Herbstwetter erlaubte sogar, draußen zu sitzen. Leider verpasste ich, ein Foto von meinem Outfit machen zu lassen. Das hole ich in Kürze nach.
Als ich mich etwas gestärkt hatte, machte ich mich schließlich auf den Weg zu Sachsenmeyers Kabarettkiste. Dort war ich schon mehrmals, zuletzt vor über einem Jahr zusammen mit Jaqueline aus dem Forum. Ich hatte darüber berichtet: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =90#p75923
Diesmal fand nicht Sachsenmeyers Ein-Mann-Show statt, sondern eine Frauenkabarettgruppe, genannt "Elfenpein" gab ein Gastspiel. Groß war das Interesse an dieser Veranstaltung aber nicht. Nur etwa 20 Leute fanden sich in der "Kabarettkiste" ein. Immerhin waren außer mir noch zwei Frauen dabei, die auch einen Rock trugen.
Das Programm nannte sich "Kennst du das Land "¦ ?" und es ging im weitesten Sinne um das Thema Reisen. Einige sehr lustige Sketche waren dabei, allerdings ohne allzu großen Tiefgang. In zwei Szenen schlüpften die Darstellerinnen in männliche Rollen, machten sozusagen Crossdressing anders herum.
Völlig unspektakulär verliefen dagegen mein abschließender Weg zu Bahnhof und die Heimfahrt. Auch wenn es draußen inzwischen deutlich kühler war, konnte ich den Abschluss dieses Andrea-Tages noch einmal richtig genießen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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ChristinaF
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Danke Magdalena, Chrissie und Theresa für die netten Kommentare!
Vor wenigen Tagen bekam ich meinen dgti-Ergänzungsausweis zugeschickt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=9505
Jetzt wisst ihr, wofür ich die Passbilder gebraucht habe.
Ich denke, dass dir der Ausweis ebenso hilft wie er mir bereits schon geholfen hat.
Liebe Grüße
Chrissie
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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4.10.2014
Dieses Wochenende fanden die Chemnitzer Modenächte statt. Diese Veranstaltung bietet jährlich im Herbst so ziemlich alles, was das Thema Mode insbesondere für uns Damen so interessant macht. Vor zwei Jahren hatte ich mal kurz "reingeschnuppert", voriges Jahr leider gar keine Zeit. Aber heute nahm ich mir gleich einen ganzen Tag Zeit dafür.
Da ich die Sachen vom Vortag noch nicht weggeräumt hatte und meine Fingernägel noch lackiert waren, blieb ich beim gleichen Outfit: kurzer brauner Rock mit Blumenmotiven, braune Strumpfhosen und Stiefeletten, türkises Langarmshirt und gleichfarbiger Blazer darüber.
Vormittags hatte ich noch einige Einkäufe zu erledigen. Das war insofern eine kritische Situation, weil in dieser Zeit oft auch meine Exfrau in der Stadt ist. Um das Risiko einer Begegnung gering zu halten, ging ich einen kleinen Umweg zu einem Supermarkt, in dem sie normalerweise nicht einkauft.
Gegen Mittag bin ich dann nach Chemnitz gefahren und dort in der Selbstbedienungsgaststätte eines großen Kaufhauses erst einmal etwas gegessen. Obwohl erst Nachmittag, waren die Modenächte bereits in vollem Gange. Auf mehreren Bühnen in der Innenstadt gab es Modenschauen und andere kulturelle Darbietungen. Die Geschäfte hatten bis 22 Uhr geöffnet und zahlreiche Händler von außerhalb boten ihre Produkte und Dienstleistungen im Bereiche Mode / Kosmetik an.
Bei diesem Angebot fiel die Frage, wo zuerst hingehen, nicht leicht. Ich bat zuerst mal eine Passantin, ein Foto von mir zu machen:
Bei diesem Outfit hätte ich gern mal eine kurze Rückmeldung, inwiefern das eventuell etwas zu gewagt erscheint.
Später sprach mich die Mitarbeiterin einer Werbeagentur an, ob sie ein Foto von mir machen dürften. Aus allen Fotos dieser Veranstaltung sollte dann, bei Einverständnis der Abgebildeten, eins für Werbezwecke ausgewählt werden. Ich habe diesen Spaß mal mitgemacht und bekam dafür auch einen Abzug des Fotos. Es sieht dem oben stehende sehr ähnlich, nur mit anderem Hintergrund. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich für den "Hauptpreis" ausgewählt werde.
Bei den Modenschauen, die ich sah, wurde immer wieder betont, dass bei den Damen (wieder mal) Röcke stark im Kommen seien. Bei den vorgeführten Kollektionen war dann auch ein sehr ausgewogenes Verhältnis Röcke zu Hosen erkennbar. Ob diese Botschaft bei den Besucherinnen der Modenächte angekommen ist und sich das demnächst im Straßenbild wiederspiegelt?
Ansätze zum Crossdressing konnte ich in keinem Fall beobachten. Keine männlich wirkenden Kleidungsstücke bei den Damen und umgekehrt erst recht nichts. Bei den Damen, die in Hosen auftraten, zeigte sich deren Outfit als ganzes doch sehr feminin. Irgendwelche Unisex-0815-Kombinationen waren nicht zu sehen.
Das hat mich dann dazu inspiriert, in den verschiedenen Damenmodegeschäften mich mal nach modernen, meist sehr schmal geschnittenen Hosen umzusehen. Das Angebot dazu war reichlich, aber nur wenige passten gut bzw. trugen sich angenehm. Letztendlich habe ich mir gleich 3 Damenhosen gekauft, zwei schwarze und eine weinrote.
Ganz zufrieden bin ich damit aber noch nicht. Um die richtige feminine Wirkung zu erzielen, fülle ich die Hosen oben herum nicht genügend aus. Da müsste ich mir wohl mal ein Teil analog meines Polsterrockes besorgen bzw. anfertigen lassen.
Neu war für mich, dass es auch in Chemnitz einen Laden gibt (etwas versteckt in einer Nebenstraße, wo ich sonst nie hinkomme), in dem Mode der 50er Jahre angeboten wird. Da hätte ich ein Outfit für die "Golden Oldies" (jährliches Volksfest im Stil der 50er Jahre in Wettenberg bei Gießen) auch hier kaufen können. Einige dieser Modelle waren auf einer der Modenschauen zu sehen — welch phantastischer Anblick!
Wie nicht anders zu erwarten war, spielte die Männermode hier bestenfalls eine Nebenrolle. Trotzdem fanden auch viele Männer den Weg in die Chemnitzer Innenstadt. Da kam mir nur mal so die Frage in den Sinn, ob die nur ihre Ehefrauen bzw. Freundinnen begleiteten, oder ob bei dem einen oder anderen nicht auch der Wunsch dahinter steckte, selbst mal solch schöne Sachen anzuziehen.
Das Ganze spielte sich bei sonnigem Herbstwetter ab, nur gegen Abend wurde es etwas kühl. Um ein kurzes Fazit zu ziehen: Ich glaube, hier kam jede modebewusste Frau voll auf ihre Kosten. Im nächsten Jahr werde ich sicher wieder dabei sein.
4.10.2014
Dieses Wochenende fanden die Chemnitzer Modenächte statt. Diese Veranstaltung bietet jährlich im Herbst so ziemlich alles, was das Thema Mode insbesondere für uns Damen so interessant macht. Vor zwei Jahren hatte ich mal kurz "reingeschnuppert", voriges Jahr leider gar keine Zeit. Aber heute nahm ich mir gleich einen ganzen Tag Zeit dafür.
Da ich die Sachen vom Vortag noch nicht weggeräumt hatte und meine Fingernägel noch lackiert waren, blieb ich beim gleichen Outfit: kurzer brauner Rock mit Blumenmotiven, braune Strumpfhosen und Stiefeletten, türkises Langarmshirt und gleichfarbiger Blazer darüber.
Vormittags hatte ich noch einige Einkäufe zu erledigen. Das war insofern eine kritische Situation, weil in dieser Zeit oft auch meine Exfrau in der Stadt ist. Um das Risiko einer Begegnung gering zu halten, ging ich einen kleinen Umweg zu einem Supermarkt, in dem sie normalerweise nicht einkauft.
Gegen Mittag bin ich dann nach Chemnitz gefahren und dort in der Selbstbedienungsgaststätte eines großen Kaufhauses erst einmal etwas gegessen. Obwohl erst Nachmittag, waren die Modenächte bereits in vollem Gange. Auf mehreren Bühnen in der Innenstadt gab es Modenschauen und andere kulturelle Darbietungen. Die Geschäfte hatten bis 22 Uhr geöffnet und zahlreiche Händler von außerhalb boten ihre Produkte und Dienstleistungen im Bereiche Mode / Kosmetik an.
Bei diesem Angebot fiel die Frage, wo zuerst hingehen, nicht leicht. Ich bat zuerst mal eine Passantin, ein Foto von mir zu machen:
Bei diesem Outfit hätte ich gern mal eine kurze Rückmeldung, inwiefern das eventuell etwas zu gewagt erscheint.
Später sprach mich die Mitarbeiterin einer Werbeagentur an, ob sie ein Foto von mir machen dürften. Aus allen Fotos dieser Veranstaltung sollte dann, bei Einverständnis der Abgebildeten, eins für Werbezwecke ausgewählt werden. Ich habe diesen Spaß mal mitgemacht und bekam dafür auch einen Abzug des Fotos. Es sieht dem oben stehende sehr ähnlich, nur mit anderem Hintergrund. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich für den "Hauptpreis" ausgewählt werde.
Bei den Modenschauen, die ich sah, wurde immer wieder betont, dass bei den Damen (wieder mal) Röcke stark im Kommen seien. Bei den vorgeführten Kollektionen war dann auch ein sehr ausgewogenes Verhältnis Röcke zu Hosen erkennbar. Ob diese Botschaft bei den Besucherinnen der Modenächte angekommen ist und sich das demnächst im Straßenbild wiederspiegelt?
Ansätze zum Crossdressing konnte ich in keinem Fall beobachten. Keine männlich wirkenden Kleidungsstücke bei den Damen und umgekehrt erst recht nichts. Bei den Damen, die in Hosen auftraten, zeigte sich deren Outfit als ganzes doch sehr feminin. Irgendwelche Unisex-0815-Kombinationen waren nicht zu sehen.
Das hat mich dann dazu inspiriert, in den verschiedenen Damenmodegeschäften mich mal nach modernen, meist sehr schmal geschnittenen Hosen umzusehen. Das Angebot dazu war reichlich, aber nur wenige passten gut bzw. trugen sich angenehm. Letztendlich habe ich mir gleich 3 Damenhosen gekauft, zwei schwarze und eine weinrote.
Ganz zufrieden bin ich damit aber noch nicht. Um die richtige feminine Wirkung zu erzielen, fülle ich die Hosen oben herum nicht genügend aus. Da müsste ich mir wohl mal ein Teil analog meines Polsterrockes besorgen bzw. anfertigen lassen.
Neu war für mich, dass es auch in Chemnitz einen Laden gibt (etwas versteckt in einer Nebenstraße, wo ich sonst nie hinkomme), in dem Mode der 50er Jahre angeboten wird. Da hätte ich ein Outfit für die "Golden Oldies" (jährliches Volksfest im Stil der 50er Jahre in Wettenberg bei Gießen) auch hier kaufen können. Einige dieser Modelle waren auf einer der Modenschauen zu sehen — welch phantastischer Anblick!
Wie nicht anders zu erwarten war, spielte die Männermode hier bestenfalls eine Nebenrolle. Trotzdem fanden auch viele Männer den Weg in die Chemnitzer Innenstadt. Da kam mir nur mal so die Frage in den Sinn, ob die nur ihre Ehefrauen bzw. Freundinnen begleiteten, oder ob bei dem einen oder anderen nicht auch der Wunsch dahinter steckte, selbst mal solch schöne Sachen anzuziehen.
Das Ganze spielte sich bei sonnigem Herbstwetter ab, nur gegen Abend wurde es etwas kühl. Um ein kurzes Fazit zu ziehen: Ich glaube, hier kam jede modebewusste Frau voll auf ihre Kosten. Im nächsten Jahr werde ich sicher wieder dabei sein.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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triona
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Wie nicht anders zu erwarten war, spielte die Männermode hier bestenfalls eine Nebenrolle. Trotzdem fanden auch viele Männer den Weg in die Chemnitzer Innenstadt. Da kam mir nur mal so die Frage in den Sinn, ob die nur ihre Ehefrauen bzw. Freundinnen begleiteten, oder ob bei dem einen oder anderen nicht auch der Wunsch dahinter steckte, selbst mal solch schöne Sachen anzuziehen.
Vielleicht ware ja auch noch ein paar dabei, die einfach nur mal Männermode schauen wollten.
Aber anscheinend haben sie da dann genauso wenig zu sehen bekommen wie du, als du nach Sachen gesucht hast, die irgendwie Geschlechtergrenzen überschreiten.
Zu deiner Frage nach einer Rückmeldung zu der von dir getragenen Ausstattung:
Einerseits wirkt es auf mich insgesamt etwas bieder. Andererseits ist der Rock einigermaßen kurz. Das wirkt auf mich also nicht ganz so stimmig. Es ist meine persönliche Meinung oder vlt eher Gefühl dabei. Und nicht daß ich etwas gegen kurze Röcke sagen will. (Ich trage ja bisweilen selber welche, obwohl ich noch ein paar Jahre älter bin als du, wenn auch nur wenige.)
Allerdings ist es geschmackvoll. Wenn es dir gefällt, und du dich darin wohlfühlst, ist es gut tragbar - auch zu diesem Anlaß, aber nicht nur. Du fällst damit wohl nicht weit aus dem Rahmen, aber du fällst auch auf keinen Fall ungünstig auf. Scheint ja auch irgendwie dein Stil zu sein - wenig auffällige, aber gediegene Alltagskleidung. Gut tragbar zum Stadtbummel (wie getan), Familienfeiern, Kaffekränzchen, oder auch auf Arbeit im Büro oder ähnlichem. Also warum nicht auch mal einen etwas kürzeren Rock dazu? Ist ja auch nicht extrem oder übertrieben jugendlich.
liebe grüße
triona
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
wieder ein schöner Bericht und vielen Dank, dass Du uns hier regelmäßig an deinen Unternehmungen teilhaben lässt.
Zum Thema Männermode bei solchen Veranstaltungen:
Ich denke, hier bestimmt ganz klar der Absatzmarkt das Geschehen?!!
... und da ist die Männerwelt wohl weitestgehend unisono gestrickt a la:
"Ey Mann, eine meiner drei Jeans will sich gerade verabschieden,
wird wohl ma wieder Zeit, mir ne Neue zuzulegen?!!"
Also rein in den Laden, Jeansstapel durchwühlen, anprobieren,
passt, zahlen und raus aus dem Laden!
Da sind wir doch ganz anders gestrickt (Gott sei Dank
)
Also zu deiner Bitte einer Rückmeldung bezüglich deines Outfits:
Also mir gefällt / erscheint der Rock nicht ganz so stimmig zu dem übrigen Outfit,
was weniger an der Länge sondern eher an Schnitt und Muster liegt!
Aber dies ist halt rein subjektiv betrachtet und wichtig ist doch,
dass DU dich darin wohlfühlst!!!
Ansonsten bin ich mit dem übrigen Outfit ganz bei Dir und wie gesagt,
auch in unserem Alter darf Frau durchaus noch Bein zeigen!
Freue mich schon auf deinen nächsten Bericht und
wünsche schon mal ein schönes Wochenende (wir bekommen Besuch!),
werde noch gleich eine Bericht von unserem Trip nach Dänemark hier einstellen
(MEL und Frau im Strumpfhosenland) und dann für die kommenden drei Tage wohl offline sein?!
GLG MEL
wieder ein schöner Bericht und vielen Dank, dass Du uns hier regelmäßig an deinen Unternehmungen teilhaben lässt.
Zum Thema Männermode bei solchen Veranstaltungen:
Ich denke, hier bestimmt ganz klar der Absatzmarkt das Geschehen?!!
... und da ist die Männerwelt wohl weitestgehend unisono gestrickt a la:
"Ey Mann, eine meiner drei Jeans will sich gerade verabschieden,
wird wohl ma wieder Zeit, mir ne Neue zuzulegen?!!"
Also rein in den Laden, Jeansstapel durchwühlen, anprobieren,
passt, zahlen und raus aus dem Laden!
Da sind wir doch ganz anders gestrickt (Gott sei Dank
Also zu deiner Bitte einer Rückmeldung bezüglich deines Outfits:
Also mir gefällt / erscheint der Rock nicht ganz so stimmig zu dem übrigen Outfit,
was weniger an der Länge sondern eher an Schnitt und Muster liegt!
Aber dies ist halt rein subjektiv betrachtet und wichtig ist doch,
dass DU dich darin wohlfühlst!!!
Ansonsten bin ich mit dem übrigen Outfit ganz bei Dir und wie gesagt,
auch in unserem Alter darf Frau durchaus noch Bein zeigen!
Freue mich schon auf deinen nächsten Bericht und
wünsche schon mal ein schönes Wochenende (wir bekommen Besuch!),
werde noch gleich eine Bericht von unserem Trip nach Dänemark hier einstellen
(MEL und Frau im Strumpfhosenland) und dann für die kommenden drei Tage wohl offline sein?!
GLG MEL
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Danke Triona und MEL für euer fachkundiges Urteil! Ja, ich habe mich in dem Outfit wohlgefühlt, war mir nur nicht sicher, wie es auf andere wirkt. Auch bei meinem nächsten Erlebnis musste ich mir solche Gedanken machen.
13.10.2014
Heute nahm ich mir einen Tag Urlaub, weil sich ein Monteur zur Reparatur meines Geschirrspülers angemeldet hatte. Da habe ich gleich einen Andrea-Tag daraus gemacht. Das hätte ich mir wahrscheinlich nicht getraut, wenn nicht zahlreiche Berichte hier im Forum mich von der Bedenkenlosigkeit dieses Vorhabens überzeugt hätten.
Was mein Outfit betrifft, wollte ich gern mal eine meiner neuen Damenhosen einweihen. Wie ich in meinem vorherigen Bericht schon schrieb, waren die Hosen sehr eng, aber um die Hüfte füllte ich sie doch nicht ganz aus. Mein Polsterrock erwies sich hier als Abhilfe ungeeignet. Von der "Füllmenge" her passte es zwar, aber der hochgeschlagene Saum zeichnete sich deutlich ab. Als Notbehelf faltete ich ein Handtuch zweimal längst, legte es um die Hüfte und fixierte das ganze mit einem Taillenformer. Da Ganze verrutschte weder beim Gehen noch beim Sitzen, nur nach jedem Toilettengang musste alles neu gerichtet werden.
Zu der schwarzen Hose zog ich meine hellblaue Bluse mit Blumenmotiven an. Später draußen dann noch schwarze Pumps und meinen türkisen Blazer (siehe Foto unten). Richtig zufrieden war ich mit dem Outfit aber nicht. Bei den Models der Chemnitzer Modenächte sah das irgendwie stimmiger aus. Die waren allerdings noch ein paar Jährchen jünger. Vielleicht sollte ich es mal mit einem längeren Oberteil versuchen?
Doch zurück zur Spülmaschinenreparatur: Ich musste lange warten, bis der Monteur kam und nutzte die Zeit, um etwas "Papierkram" zu erledigen. Als es endlich klingelte und ich die Tür öffnete, standen gleich zwei Männer vor der Tür. Einer, der schon mehrmals bei mir war, aber mich noch nie als Andrea sah und ein offenbar neuer Kollege, der von dem "alten" eingewiesen wurde. Die Reparatur des Geschirrspülers war schnell erledigt. Ich brauchte nicht einmal etwas zu bezahlen, weil da noch Garantie bestand.
Mein Outfit schien die Monteure überhaupt nicht zu beeindrucken. Keine erkennbare Reaktion oder gar Bemerkung! So blieb ich wieder mal im Unklaren, inwiefern sie mitbekommen haben, dass an der "Dame", die sie rein lies, etwas nicht stimmte.
Danach hatte ich noch einen Termin bei einem Psychologen in Chemnitz. Obwohl ich eigentlich aus anderem Grund dort war, hatten wir zuletzt auch über meine Trans*-Geschichte gesprochen. So bot es sich an, ihm auch mal meine weibliche Seite zu zeigen. Er sagte nur dazu, dass mir die Sachen sehr gut stehen.
Davon war ich zwar noch nicht hundertprozentig überzeugt, aber ich ließ mir kurz vor der Heimfahrt noch ein Foto machen, damit ihr wisst, wovon ich rede bzw. schreibe:
Ihr könnt mir gern wieder schreiben, wie ihr dieses Outfit findet.
Danke Triona und MEL für euer fachkundiges Urteil! Ja, ich habe mich in dem Outfit wohlgefühlt, war mir nur nicht sicher, wie es auf andere wirkt. Auch bei meinem nächsten Erlebnis musste ich mir solche Gedanken machen.
13.10.2014
Heute nahm ich mir einen Tag Urlaub, weil sich ein Monteur zur Reparatur meines Geschirrspülers angemeldet hatte. Da habe ich gleich einen Andrea-Tag daraus gemacht. Das hätte ich mir wahrscheinlich nicht getraut, wenn nicht zahlreiche Berichte hier im Forum mich von der Bedenkenlosigkeit dieses Vorhabens überzeugt hätten.
Was mein Outfit betrifft, wollte ich gern mal eine meiner neuen Damenhosen einweihen. Wie ich in meinem vorherigen Bericht schon schrieb, waren die Hosen sehr eng, aber um die Hüfte füllte ich sie doch nicht ganz aus. Mein Polsterrock erwies sich hier als Abhilfe ungeeignet. Von der "Füllmenge" her passte es zwar, aber der hochgeschlagene Saum zeichnete sich deutlich ab. Als Notbehelf faltete ich ein Handtuch zweimal längst, legte es um die Hüfte und fixierte das ganze mit einem Taillenformer. Da Ganze verrutschte weder beim Gehen noch beim Sitzen, nur nach jedem Toilettengang musste alles neu gerichtet werden.
Zu der schwarzen Hose zog ich meine hellblaue Bluse mit Blumenmotiven an. Später draußen dann noch schwarze Pumps und meinen türkisen Blazer (siehe Foto unten). Richtig zufrieden war ich mit dem Outfit aber nicht. Bei den Models der Chemnitzer Modenächte sah das irgendwie stimmiger aus. Die waren allerdings noch ein paar Jährchen jünger. Vielleicht sollte ich es mal mit einem längeren Oberteil versuchen?
Doch zurück zur Spülmaschinenreparatur: Ich musste lange warten, bis der Monteur kam und nutzte die Zeit, um etwas "Papierkram" zu erledigen. Als es endlich klingelte und ich die Tür öffnete, standen gleich zwei Männer vor der Tür. Einer, der schon mehrmals bei mir war, aber mich noch nie als Andrea sah und ein offenbar neuer Kollege, der von dem "alten" eingewiesen wurde. Die Reparatur des Geschirrspülers war schnell erledigt. Ich brauchte nicht einmal etwas zu bezahlen, weil da noch Garantie bestand.
Mein Outfit schien die Monteure überhaupt nicht zu beeindrucken. Keine erkennbare Reaktion oder gar Bemerkung! So blieb ich wieder mal im Unklaren, inwiefern sie mitbekommen haben, dass an der "Dame", die sie rein lies, etwas nicht stimmte.
Danach hatte ich noch einen Termin bei einem Psychologen in Chemnitz. Obwohl ich eigentlich aus anderem Grund dort war, hatten wir zuletzt auch über meine Trans*-Geschichte gesprochen. So bot es sich an, ihm auch mal meine weibliche Seite zu zeigen. Er sagte nur dazu, dass mir die Sachen sehr gut stehen.
Davon war ich zwar noch nicht hundertprozentig überzeugt, aber ich ließ mir kurz vor der Heimfahrt noch ein Foto machen, damit ihr wisst, wovon ich rede bzw. schreibe:
Ihr könnt mir gern wieder schreiben, wie ihr dieses Outfit findet.
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Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Anke
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
ich finde dein Outfit passend, stimmig und gelungen. Mit anderen Worten: ich bin der Meinung, dass Du gut aussiehst.
Und ob die Models, die Du gesehen hast in einigen Jahren noch so gut aussehen, wie Du jetzt, bleibt erst einmal abzuwarten.
Liebe Grüße
Anke
ich finde dein Outfit passend, stimmig und gelungen. Mit anderen Worten: ich bin der Meinung, dass Du gut aussiehst.
Und ob die Models, die Du gesehen hast in einigen Jahren noch so gut aussehen, wie Du jetzt, bleibt erst einmal abzuwarten.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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Kerstin
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea
Zu dieser Hose würde ich ein längeres Oberteil bzw Blazer tragen. Eventuell je nach Witterung einen Longpullover oder eine Tunika.
LG Kerstin
Zu dieser Hose würde ich ein längeres Oberteil bzw Blazer tragen. Eventuell je nach Witterung einen Longpullover oder eine Tunika.
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Liebe Andrea,
ein ganz dickes Kompliment. Du schaust bezaubernd und hinreißend als Frau aus.
Kein Wunder, dass sich deine Männer nicht um dein Aussehen gekümmert haben, denn vor ihnen stand ja eindeutig eine attraktive Frau.
LG
Chrissie
ein ganz dickes Kompliment. Du schaust bezaubernd und hinreißend als Frau aus.
LG
Chrissie