Adriana hat geschrieben:OK - dann schreibe ich es anders:
Wenn man es sich selbst gegenüber gänzlich eingestanden und akzeptiert hat und vor allem wenn man weiss was man ist und was man will, kann man dann fast nicht mehr anders handeln. Es geht dan eigentlich nur noch darum wie bei wem outen und in welcher Reihenfolge ! Irgendwo muss der Anfang gemacht werden. Bei der Reihenfolge hilft das Bauchgefühl genau so wie der Kopf, so meine Einschätzung. Früher oder später erfährt es sowiso jede/r die/der einem wichtig ist, Enttäuschungen und Überraschnungen sind mit inbegriffen!
Sollte man mit sich selbst alerdings noch nicht im klaren sein, macht es in meinen Augen auch nicht wirklich einen Sinn!
Stimmt auch - es hat wirklich viel damit zu tun, wie man es verkauft. Wie Leute auf eine bestimmte Sache reagieren hat in vielen Fällen wenig damit zu tun, was sie wirklich darüber denken, wenn sie darüber nachdenken - sondern damit welche Emotionen damit verbunden werden.
Wer das nicht versteht oder nicht glaubt, kann es eigentlich sehr leicht feststellen: Man sucht sich Wahlwerbespots, Wahlkampf-Talkshows aus von einem Land, wo man die Sprache nicht versteht und das Ergebnis nicht kennt. Dann schätzt man, wer gewonnen hat und schaut um man richtig liegt.
Das Gleiche, wenn man unangenehme Geheimnisse beichtet. Hier habe ich ja schon suggeriert, dass die unangenehm sind. Wenn man so fühlt, warum soll der Gesprächspartner eigentlich anders fühlen?
Ganz anders wenn:
"Sag mal, wem gehört das KLEID hier!?"
"Das ist doch meins. Habe ich gerade gekauft" (mit Freude in der Stimme)
"Wozu das denn?!"
"Ach wusstest du das nicht? Ich bin doch häufig "als Frau" unterwegs. Geschlechterrollen sind sowieso soziale Konstrukte. Warum sollte ich denn nicht wechseln, wenn es zu mir passt? Schau dir mal ..."
Wenn man dann gute Bilder auf dem Smartphone zum zeigen hat, passt es hier gut rein.
Das meine ich mit gut verkaufen. Selbstveständlichkeit, Zufriedenheit, gute positive Stimmung. Mehr müssen die Leute an sich erst auch nicht verstehen.
Wenn man wiederum mit nervös trüber Stimme so kommt:
"Eh, könntest du dir vorstsellen, dass ich vielleicht lieber eine Frau gewesen wäre"
Erstens ist die Stimmung dafür vorprogrammiert, dass was Unangenehmes kommt. Zweistens ist impliziert, die sprechende Person ist keine Frau, drittens wird dazu aufgefordert, dass der Gesprächspartner sich etwas vorstellt, was er sich wahrscheinlich nicht vorstellen kann. Wie denn? Wenn das gut geht, hat man Glück gehabt.