Auch 'ne Antwort auf eine "kleine Anfrage"...
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Anne-Mette
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Auch 'ne Antwort auf eine "kleine Anfrage"...
Moin,
"Bundesregierung lobt grün-roten Bildungsplan" überschreibt queer.de den Artikel und bezieht sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage
(http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/023/1802382.pdf)
Kleine Anfrage
Zwischen Geschlecht — Zur sozialen Lage Transsexueller, Intersexueller und
Transgender
Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Transsexuelle, Intersexuelle und
Transgender stark von Diskriminierungen betroffen sind (www.lsvd.de/
fileadmin/pics/Dokumente/TSG/Studie_NRW.pdf, www.non-discrimation.net/
content/media/Trans%20and%20intersex%20people_DE.pdf). Die Probleme
von Transsexuellen, Intersexuellen und Transgendern verdichten sich im Berufsleben. Transsexuelle, die während ihres Berufslebens ihr körperliches Geschlecht ihrer Geschlechtsidentität anpassen wollen, sind davon besonders betroffen. Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen sowie Vorgesetzte sind mit
dieser Situation häufig überfordert. ...
Die Bundesregierung "freut sich" über "eine erfreuliche Vielzahl von guten Maßnahmen".
Irgendwie liest sich der Artikel für mich so, dass die Bundesregiertung sich nicht richtig mit der Problematik auseinandergesetzt hat...
Zum queer.de-Artikel: http://www.queer.de/detail.php?article_id=22252
Ich bin schon gespannt auf konkrete Umsetzungen der Regierungsparteien.
Gruß
Anne-Mette
"Bundesregierung lobt grün-roten Bildungsplan" überschreibt queer.de den Artikel und bezieht sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage
(http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/023/1802382.pdf)
Kleine Anfrage
Zwischen Geschlecht — Zur sozialen Lage Transsexueller, Intersexueller und
Transgender
Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Transsexuelle, Intersexuelle und
Transgender stark von Diskriminierungen betroffen sind (www.lsvd.de/
fileadmin/pics/Dokumente/TSG/Studie_NRW.pdf, www.non-discrimation.net/
content/media/Trans%20and%20intersex%20people_DE.pdf). Die Probleme
von Transsexuellen, Intersexuellen und Transgendern verdichten sich im Berufsleben. Transsexuelle, die während ihres Berufslebens ihr körperliches Geschlecht ihrer Geschlechtsidentität anpassen wollen, sind davon besonders betroffen. Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen sowie Vorgesetzte sind mit
dieser Situation häufig überfordert. ...
Die Bundesregierung "freut sich" über "eine erfreuliche Vielzahl von guten Maßnahmen".
Irgendwie liest sich der Artikel für mich so, dass die Bundesregiertung sich nicht richtig mit der Problematik auseinandergesetzt hat...
Zum queer.de-Artikel: http://www.queer.de/detail.php?article_id=22252
Ich bin schon gespannt auf konkrete Umsetzungen der Regierungsparteien.
Gruß
Anne-Mette
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Re: Auch 'ne Antwort auf eine "kleine Anfrage"...
Moin,
hier nun die Original-Antwort der Bundesregierung als pdf-Dokument: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/024/1802482.pdf
Gruß
Anne-Mette
hier nun die Original-Antwort der Bundesregierung als pdf-Dokument: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/024/1802482.pdf
Gruß
Anne-Mette
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exuser-2014-11-07
Re: Auch 'ne Antwort auf eine "kleine Anfrage"...
Eine interessante Beantwortung bietet diese pdf-Datei.
Exemplarisch greife ich mal einige Sätze heraus:
Zitate aus der Antwort:
S.2
(...)Die jetzige Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbart, die zwischenzeitlich erfolgten personenstandsrechtlichen Änderungen zugunsten intersexueller Menschen zu evaluieren, gegebenenfalls auszubauen und die besondere Situation von trans- und intersexuellen Menschen in den Fokus zu nehmen. (...)
___
S. 9
(...)Das arbeitsmarktpolitische Instrumentarium der BA sieht keine speziellen Programme für diese Personengruppe vor.(...)
(...)In Baden-Württemberg und Berlin gibt es spezialisierte Angebote, die darauf zielen, Schlüsselpersonen aus den Bereichen Arbeit und Beruf zum diskriminierungsfreien Umgang mit transgeschlechtlichen Personen zu befähigen(...)
___
S.10
(...)Grundsätzlich sind Transsexuelle, Intersexuelle und Transgender gegen Diskriminierung, vor allem im Erwerbsbereich, durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) unter den Merkmalen "Geschlecht" bzw. "sexuelle Identität" geschützt. (...)
Aha.
Toll.
Oder eben nicht...
Viel Text, aber was lesen wir dann da?
Erst einmal Worte, Unmengen an Worten, (4.616 sind es) doch bereits auf der Seite 2 finden wir sowas:
"Evaluieren" wolle man (fachgerecht beurteilen), "gegebenenfalls" ebenso und dann "in den Fokus" nehmen.
Man will, gegebenenfalls usw.
Absichtserklärungen, die dann nachfolgend mit einer Listung gefüllt wird, was man denn schon alles tue und wie prima es geregelt ist.
Deshalb wohl auch dieses "gegebenenfalls", (...wenn "Die" noch mehr herummeckern...?...Grübel: Bringen "Die" eigentlich Wählerstimmen...?...Wählen "Die" überhaupt...?), denn in der Listung wird mehrheitlich auf Infoblättchen/Schriften und die Möglichkeit das Internet zu nutzen verwiesen.
Natürlich auch auf Beratungsstellen, aber das eigentliche Feld (der Arbeitsmarkt/BA für Arbeit) sieht nichts vor. Und das ist der Hauptbereich des Lebens. Das ist gefüllt mit "Nichts".
Nun, immerhin gibt es ja "spezialisierte Angebote, die darauf zielen, Schlüsselpersonen aus den Bereichen Arbeit und Beruf zum diskriminierungsfreien Umgang mit transgeschlechtlichen Personen zu befähigen".
Das haut dem Fass den Boden aus.
Spezialprogramme? Für irgendwlche "Exoten"?
So in der Art: "...Vorsicht, die sind komisch, vielleicht steckt das an, da braucht man Spezialpersonal...."
Aber man hat ja das AGG, das schützt ja jeden. Da bin ich aber beruhigt.
Papier ist geduldig und hier wurde viel Papier verwendet. Um sich selbst zu beweihräuchern? Das man doch schon soviel tue?
Es geht nicht um "Spezialprogramme", es geht darum Menschen in ihrer Vielfalt anzuerkennen, ohne das besondere "Schlüsselpersonen" geschult werden müssen.
Allein diese Wortwahl ist bereits diskriminierend. Und genau das will man doch vermeiden...Oder ?
Grundsätzlich solle sich jeder klar machen, das die Verantwortlichen nur Delegierte sind, gewählt vom Bürger und bezahlt vom Bürger. Angestellte von uns!
Ihre Aufgabe ist es für jeden Bürger die gleiche Basis zu schaffen.
Ein Blick in das Grundgesetz [(Artikel 3 (3)] beschreibt es eindeutig. Und das ist der Arbeitsauftrag. Ohne Papiermassen zu erzeugen, auch wenn sie oft nur virtuell sind.
Exemplarisch greife ich mal einige Sätze heraus:
Zitate aus der Antwort:
S.2
(...)Die jetzige Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbart, die zwischenzeitlich erfolgten personenstandsrechtlichen Änderungen zugunsten intersexueller Menschen zu evaluieren, gegebenenfalls auszubauen und die besondere Situation von trans- und intersexuellen Menschen in den Fokus zu nehmen. (...)
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S. 9
(...)Das arbeitsmarktpolitische Instrumentarium der BA sieht keine speziellen Programme für diese Personengruppe vor.(...)
(...)In Baden-Württemberg und Berlin gibt es spezialisierte Angebote, die darauf zielen, Schlüsselpersonen aus den Bereichen Arbeit und Beruf zum diskriminierungsfreien Umgang mit transgeschlechtlichen Personen zu befähigen(...)
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S.10
(...)Grundsätzlich sind Transsexuelle, Intersexuelle und Transgender gegen Diskriminierung, vor allem im Erwerbsbereich, durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) unter den Merkmalen "Geschlecht" bzw. "sexuelle Identität" geschützt. (...)
Aha.
Toll.
Oder eben nicht...
Viel Text, aber was lesen wir dann da?
Erst einmal Worte, Unmengen an Worten, (4.616 sind es) doch bereits auf der Seite 2 finden wir sowas:
"Evaluieren" wolle man (fachgerecht beurteilen), "gegebenenfalls" ebenso und dann "in den Fokus" nehmen.
Man will, gegebenenfalls usw.
Absichtserklärungen, die dann nachfolgend mit einer Listung gefüllt wird, was man denn schon alles tue und wie prima es geregelt ist.
Deshalb wohl auch dieses "gegebenenfalls", (...wenn "Die" noch mehr herummeckern...?...Grübel: Bringen "Die" eigentlich Wählerstimmen...?...Wählen "Die" überhaupt...?), denn in der Listung wird mehrheitlich auf Infoblättchen/Schriften und die Möglichkeit das Internet zu nutzen verwiesen.
Natürlich auch auf Beratungsstellen, aber das eigentliche Feld (der Arbeitsmarkt/BA für Arbeit) sieht nichts vor. Und das ist der Hauptbereich des Lebens. Das ist gefüllt mit "Nichts".
Nun, immerhin gibt es ja "spezialisierte Angebote, die darauf zielen, Schlüsselpersonen aus den Bereichen Arbeit und Beruf zum diskriminierungsfreien Umgang mit transgeschlechtlichen Personen zu befähigen".
Das haut dem Fass den Boden aus.
Spezialprogramme? Für irgendwlche "Exoten"?
So in der Art: "...Vorsicht, die sind komisch, vielleicht steckt das an, da braucht man Spezialpersonal...."
Aber man hat ja das AGG, das schützt ja jeden. Da bin ich aber beruhigt.
Papier ist geduldig und hier wurde viel Papier verwendet. Um sich selbst zu beweihräuchern? Das man doch schon soviel tue?
Es geht nicht um "Spezialprogramme", es geht darum Menschen in ihrer Vielfalt anzuerkennen, ohne das besondere "Schlüsselpersonen" geschult werden müssen.
Allein diese Wortwahl ist bereits diskriminierend. Und genau das will man doch vermeiden...Oder ?
Grundsätzlich solle sich jeder klar machen, das die Verantwortlichen nur Delegierte sind, gewählt vom Bürger und bezahlt vom Bürger. Angestellte von uns!
Ihre Aufgabe ist es für jeden Bürger die gleiche Basis zu schaffen.
Ein Blick in das Grundgesetz [(Artikel 3 (3)] beschreibt es eindeutig. Und das ist der Arbeitsauftrag. Ohne Papiermassen zu erzeugen, auch wenn sie oft nur virtuell sind.