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ab08 hat geschrieben:
Für mich hat das nix männliches, denn ich betrachte mich als emanzipierte, selbstständige Frau. Dazu gehört in meinen Augen, bei Bedarf alle verfügbaren Möglichkeiten zu nutzen.
Sehe ich genau so
Okay - den schmachtenden Augenaufschlag muß ich noch ein bisschen üben
Zum anderen sollte aber jeder Mensch die Zügel für sein Leben selber und fest in der Hand halten
Das Manches unerreichbar bleibt , gilt wohl für alle Menschen ( wer ist schon mit sich selbst zu 120 % zufrieden ?! ), was uns aber nicht davon ab halten sollte, so zu leben , wie wir es möchten
LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Anni hat geschrieben:Zum anderen sollte aber jeder Mensch die Zügel für sein Leben selber und fest in der Hand halten
Liebe Anni,
da hast Du völlig Recht!!
Andererseits "sollte" ist Konjunktiv. Manchen Menschen spielt das Schicksal übel mit, die haben es daher sehr schwer, das wirklich zu schaffen.
Andere, wie z.B. ich, haben es einfacher, sind privilegiert. Dass mir so vieles leichter fällt, ist mir bewußt und ich bin dafür sehr dankbar.
Liebe Grüße
ab
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Hi,
Geschlechterwechsel
Meine Antwort ist "ja"
Ich gehöre zu der "kleinen" Gruppe hier, die die GAOP anstreben.
Das ich das Geschlecht nicht wirklich wechseln kann sondern so gut wie möglich angeglichen werde ist mir klar.
Ich werde die GAOP im Januar 2015 beantragen.
GlG
Jaqueline
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
Jaqueline hat geschrieben:Das ich das Geschlecht nicht wirklich wechseln kann sondern so gut wie möglich angeglichen werde ist mir klar.
Ich werde die GAOP im Januar 2015 beantragen.
Hallo Jaqueline,
ist völlig in Ordnung. Wenn ich beim CO jünger gewesen wär, hätte ich die GAOP sofort in Angriff genommen und ich kenn einige, die zunächst zurückschreckten und es dann trotzdem angingen. Es stört, keine Frage! Daher weiß ich nicht, ob ich es nicht auch mache, wenn ich das beruflichen Hamsterrad mal hinter mir habe.
Als Geschlechtswechsel seh ich das nicht, aber es ist eine optische Verbesserung mit erheblichem Wohlfühlfaktor. Geschlechtsangleichende Op ist daher ein sinnvoller Begriff.
Alles Gute, freu mich für Dich
ab
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
da ich mich gerade selbst mit dem Thema beschäftige, finde ich die Frage und den Thread sehr interessant. Nicht zuletzt deshalb, weil ich ein paar interessante Parallelen zu mir selbst gefunden habe. Aber mal der Reihe nach:
Zwischen den Ohren ist alles klar: ich bin Frau, war immer Frau und werde es immer sein. Hier kann ich mir überhaupt keinen Wechsel vorstellen, wie soll das auch gehen.
Mein Körper ist, ob mir das nun gefällt oder nicht männlich. Und selbst wenn ich mich auf Veränderungen einlasse, ein Rest wird immer männlich bleiben, auch wenn es nicht mehr so sichtbar ist. Im Augenblick habe ich dahinter erstmal ein Fragezeichen gesetzt. Mit geht es wie einigen anderen, die hier geschrieben haben, einige Jahre jünger und die Entscheidung wäre schnell gefällt. Aus der derzeitigen Perspektive sieht die Sache eben anders aus. Einen Wechsel kann ich hier auch nicht sehen, mir gefällt der Begriff "Angleichung" besser.
Das wichtigste und entscheidendste ist für mich der Rollenwechsel. Aufgrund meines männlichen Körpers wurde ich männlich erzogen und in die entsprechende Rolle gedrängt. Und ich habe viel zu lange alles gegeben, um dieser Rolle gerecht zu werden. Und genau das hat mich leiden lassen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich das jeden Tag ein wenig mehr aufgebe und meinem ich und meiner inneren Stimme folge. Einen Geschlechterwechsel kann ich auch hier nicht erkennen.
Für mich gibt es demnach keinen Geschlechterwechsel, auch wenn es für die Umwelt vielleicht so aussehen könnte.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
Anke hat geschrieben:Hallo,
Zwischen den Ohren ist alles klar: ich bin Frau, war immer Frau und werde es immer sein. Hier kann ich mir überhaupt keinen Wechsel vorstellen, wie soll das auch gehen.
Das wichtigste und entscheidendste ist für mich der Rollenwechsel. Aufgrund meines männlichen Körpers wurde ich männlich erzogen und in die entsprechende Rolle gedrängt. Und ich habe viel zu lange alles gegeben, um dieser Rolle gerecht zu werden. Und genau das hat mich leiden lassen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich das jeden Tag ein wenig mehr aufgebe und meinem ich und meiner inneren Stimme folge.
Das hast Du soo schön formuliert, mir stehen die Tränen in den Augen.
LG Pauline
@ Ilektra...und nicht vergessen, was Vivian sagte: "Zur Strafe musst du alles lesen, was wir schreiben."
herzlichen Dank für Deine schönen Formulierungen.
Sie drücken auch meine Gedanken/Gefühle gut aus. Der Körper, mit dem wir geboren wurden, hat eben männliche Macken.
Ob und welche Eingriffe sinnvoll sind, bzw. wir brauchen, sollte jede von uns wirklich sehr genau prüfen.
Manches klappt oft zufriedenstellend, aber zu große Illusionen sollte niemand haben, sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert.
Bei Realismus und nicht zu großen Erwartungen können wir trotzdem glücklich leben.
Liebe Grüße
ab