Mehr Gefühl durch Selbsthypnose?!
Mehr Gefühl durch Selbsthypnose?!

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Maid-Jessy

Mehr Gefühl durch Selbsthypnose?!

Post 1 im Thema

Beitrag von Maid-Jessy »

Vorweg eine kleine Warnung. Nicht einfach mal probieren, denn das kann voll daneben gehen. Ebenso wird von Fällen berichtet, in denen die Hypnose nicht mehr lösbar war, sodaß die betroffene Person dann in die geschlossene Anstalt eingeliefert werden mußte...

Selbsthypnose ist die gesteigerte Form des autogenen Trainings und kann jedes Gefühl vertiefen und auch verstärken. Ebenso kann die Sinneswahrnehmung verstärkt, manipuliert oder völlig verändert werden.

Die Dauer ist frei wählbar, wobei am Anfang das Zeitlimit von einer Stunde nicht überschritten werden sollte. Die ersten Versuche sollten somit immer mit einer eingeweihten Person, die sich mit dieser Materie auskennt, vollzogen werden.

Besonders schön ist es, wenn man nen schlechten Tag hat. Ma kann sich komplett ausklinken, wobei es wichtig ist, daß man Alles von sich weisen und loslassen kann.
Besonders berührend für mich ist es, daß es möglich ist sich wirklich 100%ig als Frau zu fühlen. Alles, was noch unecht ist, scheint mit dem Körper zu verschmelzen und Alles was noch stört scheint weg zu sein. Es macht fast süchtig...

Und es ist nicht anstrengend, da es mit völliger Entspannung beginnt und auch endet. Auch ist jeder Mensch dafür empfänglich, da die Hypnose nicht von außen kommt. Aber es ist Übung notwendig...

Bitte nicht vergessen! Nicht allein probieren!
Elysia

Re: Mehr Gefühl durch Selbsthypnose?!

Post 2 im Thema

Beitrag von Elysia »

Hi

Das ist ein interessantes Thema.

Ich war früher Stotterer und habe mich mit Selbsthypnose fast vollständig davon befreien können. Daher beschäftige ich mich schon seit etlichen Jahren mit der Sache und kann sagen, dass Selbsthypnose völlig ungefährlich ist. Ich gehe jede Wette ein, dass noch nie jemand wegen Selbsthypnose in eine Anstalt eingeliefert wurde.

Selbsthypnose geht generell nur halb so tief und intensiv wie Fremdhypnose, weil man durch die Konzentration auf die eigenen Suggestionen immer wach bleiben muss, selbst wenn sich eine leichte Trance einstellen sollte (leichte Trance erreicht man schon beim Dösen auf der Couch). Weiterhin führt das Unterbewusstsein keine Suggestionen aus, die einen selber schaden könnten. Selbst in Fremdhypnose ist es nicht möglich, jemanden zu etwas zu bringen, was komplett gegen den Willen geht... auch wenn Bühnenhypnotiseure oder Film und Fernsehn das gerne mal so darstellen.

Anleitungen zur Selbsthypnose gibt es im Internet, zB unter http://www.hypnoseland.eu/selbsthypnose-anleitung.htm

Soviel zu den Gefahren.

Ansonsten kann ich nur zustimmen, Selbsthypnose kann sicherlich dabei helfen, eine weibliche Identität zu verstärken. Nachdem ich mir klar geworden bin, dass ich meine weibliche Seite mehr fördern will, werde ich auch mit Selbsthypnose daran arbeiten. Das geht natürlich nicht auf anhieb und mit Fingerschnippsen, sondern braucht ein gewisses Training. Erstmal muss die Hypnose genügend sitzen und dann müssen die Suggestionen sich auch festigen. Regelmäßige Hypnose ist also wichtig.
Gegen das Stottern habe ich Suggestionen benutzt wie: "Meine Stimme ist ruhig, frei, flüssig und klar" und "ich spreche gerne und bin dabei in jeder Situation ruhig und gelassen" und "mit jedem Tag wird mein Sprechen besser und besser". Das sind alles positive und progressive Suggestionen, welche in Selbsthypnose am besten funktionieren.

Merkregel dabeim finden passender Suggestionen, welche man sich am besten vorher zurecht legen und einprägen sollte, ist demnach

-> Positiv, progressiv und regelmäßig

Positiv heisst also: man formuliert möglichst, was man erreichen will und nicht, was verschwinden soll. So könnte man das Gefühl, weiblich zu sein dadurch verstärken, dass man sich regelmäßig suggeriert, dass man sich in der weiblichen Rolle wohl fühlt und das Körper(haltung) und Geist sich mit jedem Tag mehr und mehr dem weiblichen Ideal angleichen.
Und progressiv heisst, dass man für eine unbestimmte Zukunft eine ständige Entwicklung in eine Richtung, statt auf einen Punkt, anstrebt. Man sollte sich also nicht unter Druck setzen, indem man etwa sagt "in 2 Monaten habe ich mein Ziel erreicht", denn Druck und Anstrengung bewirkt hier höchstens das Gegenteil.

Allerdings darf man auch keine Wunder erwarten. Selbsthypnose hat ganz klar ihre Grenzen und viele Probleme kann nur ein Therapeut lösen. Dennoch kann man mit Selbsthypnose jegliche Entwicklung unterstützen.
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