ICD-11 - Keine Störung mehr - # 2
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Anne-Mette
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Moin,
fast würde ich sagen: ""¦geht hinaus in die Welt, erzählt von euren Erkenntnissen und handelt danach!"
Damit habe ich gute Erfahrungen (für mich) gemacht.
Ich möchte meine Forderungen erneuern:
- Änderung des Personenstandsrechtes für alle Deutschen; Erleichtern von gewünschten Umschreibungen, ganz egal, ob trans*, inter* oder was auch immer.
- Neufassung der Kassenleistungen ohne Benachteiligung der Personen, die eine Transition anstreben
... und parallel dazu die Diskussionen; wenn wir diese als Grundvoraussetzung für die Neuordnungen nehmen, dann werden wir nie fertig.
Gruß
Anne-Mette
fast würde ich sagen: ""¦geht hinaus in die Welt, erzählt von euren Erkenntnissen und handelt danach!"
Damit habe ich gute Erfahrungen (für mich) gemacht.
Ich möchte meine Forderungen erneuern:
- Änderung des Personenstandsrechtes für alle Deutschen; Erleichtern von gewünschten Umschreibungen, ganz egal, ob trans*, inter* oder was auch immer.
- Neufassung der Kassenleistungen ohne Benachteiligung der Personen, die eine Transition anstreben
... und parallel dazu die Diskussionen; wenn wir diese als Grundvoraussetzung für die Neuordnungen nehmen, dann werden wir nie fertig.
Gruß
Anne-Mette
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Kerstin
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
N' AbendMarieB hat geschrieben:.......
Aber zurück. Unsere Situation, ändert sich nicht, durch irgendwelche Änderungen der ICD, sondern nur, wenn wir eine Selbstverständlichkeit in die Welt tragen. Erst wenn es Selbstverständlich ist, dass es Menschen mit Penis gibt, die "Frauenkleidung" tragen, dass es Menschen mit Vagina gibt, die "Männerkleidung" tragen, wird es nur noch Menschen geben, die Kleidung tragen. Erst wenn es Selbstverständlich ist, dass es Menschen mit Penis und Busen oder Menschen mit Vagina ohne Busen usw. gibt, wird es letztlich nur noch Menschen geben. So Selbstverständlich wie es inzwischen ist, dass es tätowierte Menschen gibt. Und dann brauchen wir keine ICD mehr, kein Transsexuellengesetz mehr und die Krankenkassen sparen womöglich auch noch Geld.
......
LG
Marie
Diese Selbstverständlichkeit kann nicht aus der "Gesellschaft" kommen, sondern nur durch "uns" selbst. Dann heist es eben nicht mehr ich bin Trans und Ihr habt dies und/oder jenes zu tun, sonder
Ich bin Trans - na und?
Solange wir uns darin sullen nicht in die "Norm" zu passen, sollange wird diese Selbstverständlichkeit nicht erreicht werden.
Anders formuliert :
Der Schlüssel zu Normalität liegt in euch.
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Das verstehe ich nicht. Ich bewege mich draussen ganz normal als Frau, werde auch so behandelt und habe bisher weder PAe noch HrT oder GaOP. Ich habe auch noch nicht erlebt, dass mich einer zwingen will, ausser vielleicht eine Gruppe militanter TS bei denen TS nur gelten wenn sie GaOP, GesichtfeminisierungsOP, Rippenentfernung etc hinter sich haben.So uns durch die Gesellschaft im Allgemeinen und durch unser persönliches Umfeld im Besonderen , Rollenklischees mit anatomisch notwendigen
Veränderungen aufgezwungen werden , nur um in das allgemeine Verständnis und Weltbild der " Allgemeinheit " zu passen , muß die Allgemeinheit auch für die Kosten auf kommen .
Sorry, Leidensdruck als Grund für eine Kostenübernahme ( weil die Person selber einen passenden Körper möchte und nicht mit ihrem falschen Kòrper klar kommt ) lasse ich gelten. Die Allgemeinheit aber dafür verantwortlich zu machen dass ich mit meinem Körper nicht klar komme und nicht zu mir stehe und mit dieser Begründung zur Kasse zu bitten passt nicht. Dann muss demnächst mit dem gleichen Recht auch alle SchönheitsOPs übernommen werden. Die Allgemeinheit - beeinflusst durch die Werbung - möchte ja auch keine Übergewichtigen, Leute mit Hakennase, Bios mit Kòrbchen A oder B, zu kleine, zu grosse Leute und so weiter.
Nun wie werden dann die Abrechnungen am Ende des Monats aussehen? 20% Steuern, 15% Rente und Arbeitslosenversicherung und 60% Krankenkasse, die restlichen 5% werden ausgezahlt damit man damit Riester bedienen kann.
.
LG Chrissie
Mann kann nicht immer die Allgemeinheit verantwortlich machen
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Marielle
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Hallo, Moin Moin Anne Mette,
als jemand der im Vergleich mit ein paar anderen weniger 'öffentlich' ist, fühle ich mich angesprochen.
Ich tue, von dem von dir zu Recht geforderten, das, wovon ich glaube es meiner Frau, mir, unserer Partnerschaft und unserer wirtschaftlichen Grundlage zumuten zu können. Das ist nicht sehr viel, aber auch nicht sehr wenig. Ich arbeite, wo immer es mir sinnvoll erscheint, an Information, Öffentlichkeit, Engagement und Präsenz und tue dies (meistens) unter der Überschrift 'Wir'. Wenn das zu wenig sein sollte, tut es mir Leid.
Selbst bin ich allerdings für die Arbeit in Gremien und Interessensverbänden nicht zu gebrauchen, weil es mich zermürbt, wenn ich auf Sitzungen zuviel schlechten Kaffee trinke und mich immer wieder mit engstirnigen Partikularinteressen und unbegründeten Verantwortungszuweisungen auseinandersetzen muss. Das mag egoistisch sein, aber dieses Feld überlasse ich anderen. Allerdings: Wenn es eine gute Idee gibt, wie man deine Forderungen erst auf einen gemeinsamen Nenner und dann 'an den Mann' bringt, bin ich wirklich bereit, meine Ressourcen dabei einzubringen.
Ein Punkt, der schwierig auf einen Nenner zu bringen sein wird, hat sich in der letzten Zeit in verschiedenen Debatten hier im Forum herausgestelllt: Es besteht kein Konsens darüber, welches die geeignetste Form der Führung des Personenstandsregisters ist. Meiner (u.a) Ablehnung des 'F-X-M'-Modells steht der Anspruch anderer auf behördliche Anerkennung ihres Wesens entgegen; bisher ziemlich unvereinbar.
Hinsichtlich des ICD gibt es scheinbar auch verschiedene Ansichten, auch wenn die wenigsten davon wirklich formuliert wurden, sondern eher als allgemeine Skepsis daherkommen.
Ich finde das auch nicht schön und nicht gut, aber ohne Konsens bleiben wir Einzelkämpfer_innen. Ich auf meine Art, du auf deine, andere auf ihre oder gar keine.
hab es gut
Marielle
PS:
zu Chrissies Beitrag:
"Sorry, Leidensdruck als Grund für eine Kostenübernahme ..) lasse ich gelten. Die Allgemeinheit aber dafür verantwortlich zu machen .... und mit dieser Begründung zur Kasse zu bitten passt nicht.
Wer verursacht dann nach deiner Meinung den Leidensdruck, den man 'gelten lassen' kann?
als jemand der im Vergleich mit ein paar anderen weniger 'öffentlich' ist, fühle ich mich angesprochen.
Ich tue, von dem von dir zu Recht geforderten, das, wovon ich glaube es meiner Frau, mir, unserer Partnerschaft und unserer wirtschaftlichen Grundlage zumuten zu können. Das ist nicht sehr viel, aber auch nicht sehr wenig. Ich arbeite, wo immer es mir sinnvoll erscheint, an Information, Öffentlichkeit, Engagement und Präsenz und tue dies (meistens) unter der Überschrift 'Wir'. Wenn das zu wenig sein sollte, tut es mir Leid.
Selbst bin ich allerdings für die Arbeit in Gremien und Interessensverbänden nicht zu gebrauchen, weil es mich zermürbt, wenn ich auf Sitzungen zuviel schlechten Kaffee trinke und mich immer wieder mit engstirnigen Partikularinteressen und unbegründeten Verantwortungszuweisungen auseinandersetzen muss. Das mag egoistisch sein, aber dieses Feld überlasse ich anderen. Allerdings: Wenn es eine gute Idee gibt, wie man deine Forderungen erst auf einen gemeinsamen Nenner und dann 'an den Mann' bringt, bin ich wirklich bereit, meine Ressourcen dabei einzubringen.
Ein Punkt, der schwierig auf einen Nenner zu bringen sein wird, hat sich in der letzten Zeit in verschiedenen Debatten hier im Forum herausgestelllt: Es besteht kein Konsens darüber, welches die geeignetste Form der Führung des Personenstandsregisters ist. Meiner (u.a) Ablehnung des 'F-X-M'-Modells steht der Anspruch anderer auf behördliche Anerkennung ihres Wesens entgegen; bisher ziemlich unvereinbar.
Hinsichtlich des ICD gibt es scheinbar auch verschiedene Ansichten, auch wenn die wenigsten davon wirklich formuliert wurden, sondern eher als allgemeine Skepsis daherkommen.
Ich finde das auch nicht schön und nicht gut, aber ohne Konsens bleiben wir Einzelkämpfer_innen. Ich auf meine Art, du auf deine, andere auf ihre oder gar keine.
hab es gut
Marielle
PS:
zu Chrissies Beitrag:
"Sorry, Leidensdruck als Grund für eine Kostenübernahme ..) lasse ich gelten. Die Allgemeinheit aber dafür verantwortlich zu machen .... und mit dieser Begründung zur Kasse zu bitten passt nicht.
Wer verursacht dann nach deiner Meinung den Leidensdruck, den man 'gelten lassen' kann?
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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MarieB
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
OK. Ich bin da nicht so tief drin, aber wenn ich es richtig verstehe, dann bin ich doch frei. Wer ein M will bekommt ein M, wer F will ein F und wer X will ein X. Der der gar nichts will bekommt ein Leerzeichen und gut iss, oder?Marielle hat geschrieben: Ein Punkt, der schwierig auf einen Nenner zu bringen sein wird, hat sich in der letzten Zeit in verschiedenen Debatten hier im Forum herausgestelllt: Es besteht kein Konsens darüber, welches die geeignetste Form der Führung des Personenstandsregisters ist. Meiner (u.a) Ablehnung des 'F-X-M'-Modells steht der Anspruch anderer auf behördliche Anerkennung ihres Wesens entgegen; bisher ziemlich unvereinbar.
Mal ganz einfach gedacht.
Deshalb versteh ich nicht, dass es in unserem Computerzeitalter da so ein Problem gibt. Ist doch alles registriert. Damit müsste ich dann halt leben. Klar. Dann steht halt bei den Behörden das bis xxx ein M stand und ab xxx ab F, das bis xxx und dann vielelicht ab xxx ein x. Oder bis xxx hieß ich Markus und ab xxx Markus Marie und ab xxx vielleicht nur noch Marie. Ist doch egal. Hauptsache ich bekomme unbürokratisch dass, was ich will.
Aber mit dieser Transparenz muss ich dann leben. Aber wir sollten ja auch nichts zu verbergen haben.
Oder bin ich jetzt total neben der Spur?
LG
Marie
Gruß
Marie
Marie
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Anne-Mette
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Moin,
"Hinaus in die Welt"kann für jeden Menschen ein anderes Gebiet bedeuten, z.B. auch Forum-Treffen, High-Heels-Lehrgang, SHG-Treffen... und und und.
Gruß
Anne-Mette
Das wollte ich mit meinem Posting auch nicht in Frage stellen.Ich tue, von dem von dir zu Recht geforderten, das, wovon ich glaube es meiner Frau, mir, unserer Partnerschaft und unserer wirtschaftlichen Grundlage zumuten zu können.
"Hinaus in die Welt"kann für jeden Menschen ein anderes Gebiet bedeuten, z.B. auch Forum-Treffen, High-Heels-Lehrgang, SHG-Treffen... und und und.
Gruß
Anne-Mette
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Den Druck verursacht jeder für sich selbst. Es ist eine Frage wie sehr Du Dich von Werbung und TV beeinflussen lässt.Marielle hat geschrieben: Wer verursacht dann nach deiner Meinung den Leidensdruck, den man 'gelten lassen' kann?
Wenn der Druck von aussen käme würde ihn jede/r spüren, alle würden versuchen entsprechend dem optimalen Schönheitsideal gleich auszusehen. (Z.B Barbie) . Es sind aber nur einige die einen Druck fühlen wie Barbie auszusehen und dann alles daran setzen das Ziel zu erreichen.Die Mehrzahl kommt problemlos damit klar,dass sie anders, nicht so perfekt - nach Wunsch der Industrie - dafür aber einzigartig sind.
Genauso verhält es sich im Bereich TS. Käme der Druck von aussen würden alle TS HRT, GaOp, Stimmbandop, Gesichtsfeminisierung, Rippenentfernung, Fettabsaugung, Haaransatzverlagerung und und und haben wollen umd alles daran setzen es zu bekommen, dem ist aber nicht so.
Ich kenne viele TS, die noch gar keine medizinischen Massnahmen begonnen haben, viele, die nur HRT ohne OP machen, viele, die HRT und GaOP haben aber keine weiteren Op's.
Entweder leben die alle in einer Konklave, wo sie keinen Kontakt mit der feindlichen Umwelt haben, was ich nicht glaube, da ich sie draussen in der Stadt treffe, oder es gibt keinen Druck der Allgemeinheit.
Es gibt eine Beeinflussung durch Werbung. Es liegt aber an jedem einzelnen selbst zu entscheiden, ob er das, was die Werbung als non plus Ultra verkauft, als seinen persönlichen Standard annehmen will oder nicht.
Nochmal zurück zu TS: Der Aussenstehende sieht nicht ob ich echte oder falsche Brüste habe, ob unten was baumelt oder nicht. Wie soll da ein Druck entstehen? Wenn ich freundlich auf Menschen zugehe sind sie auch freundlich. Zeige ich Angst, sehe mich ständig gehetzt um ob mich ja keiner bemerkt werde ich erst recht bemerkt.
Generell ist es so, dass alle Menschen auf der Strasse immer dahin schauen, wo etwas nicht dem Durchschnitt entspricht. Dass können grössere Menschen sein (wenn ich für jedes mal "Wie ist die luft da oben" hören einen Euro bekommen hätte wäre ich Multimillionär) , kleinere, zu Dünne, zu Dicke, zu maskuline Frauen, zu feminine Männer, Menschen die sind nicht ihrem Alter entsprechend kleiden, und und und. Das ist normal und kein Druck. Wenn ein TS mit 65 im Supermini daherkommt schaut jeder. Kommt eine Bio Frau im gleichen Alter im Supermini schauen auch alle.
Wenn ich nun für mich interpretiere : Der schaut mich an, weil er den biologischen Mann erkannt hat , ich bin aber doch innerlich eine Frau, dann erzeugt das den Druck, weil man selbst nicht mit sich klar kommt. Man projeziert seine eigenen Gefühle auf andere noch dem Motto: Wenn ich mich schon nicht mag, mögen mich andere erst Recht nicht.
Genauso projezieren viele diese Gefühle wenn sie falsch angesprochen werden. Keiner hat ein Schild umhängen Herr oder Frau. Also entscheiden die Menschen nach dem Äusseren, dem Verhalten und der Stimme. Alles zusammen ergibt ein Bild wonach dann entschieden wird.
Das Aussehen kann super weiblich sein, die Stimme wie Modanna in "like a virgin", wenn die Haltung dann breitbeinig ist nach den Motto " wo ist das klavier" und SÃ tze kommen wie "Ey Alter lass ma ein Bier rüberwachsen" wird der Ober wohl eher iritiert mit " Sehr wohl der Herr" antworten. Ist das Aussehen nicht so perfekt, die Stimne dunkler dafür aber die Bewegung graziel und die Bestellung lautet " Herr Ober würden sie mir bitte ein Bier bringen? Herzlichen Dank" wird gantiert ein " Gerne gnädige Frau" kommen.
Es gibt eine alte Weisheit : Jeder ist seines Glückes Schmiedt. Diese gibt genau das wieder.
Das gesagte beruht auf meinen Erfahrungen, die ich en femme beim Shoppen, in Restaurants, Cafes, Weihnachstmärkten und und und in vielen Jahren gemacht habe. Ich bin 2,05 Meter gross und 108 kg schwer, also nicht zu übersehen. Dennoch habe ich bisher fast nur positives erlebt und die wenigen negativen Begebenheiten sind für mich kein Druck. Nicht jeder mag Steaks und nicht alle müssen mich mögen.
Liebe Grüsse Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Marielle
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Hallo Marie, Chrissie, Guten Abend zusammen,
ich war ein paar Tage unterwegs, daher erst jetzt:
Marie B schrieb:
"Wer ein M will bekommt ein M, wer F will ein F und wer X will ein X. Der der gar nichts will bekommt ein Leerzeichen und gut iss, oder?"
So könnte man es machen. Allerdings (aus meiner Sicht) nur, solange man über 'selbstbestimmungsfähige' Menschen redet. Von verschiedenen Mitglieder_innen des Forum wurde an verschiedenen Stellen gefordert, dass mindestens Operationen an Babys bzw. Kinder zu verbieten sind, wenn diese mit dem Ziel der 'Vereindeutlichung' von Geschlecht erfolgen (Genitaloperationen an IS-Kindern). In die Rechtsetzung hat dieser Ansatz Eingang gefunden, indem heutzutage das Feld 'Geschlecht' in der Geburtsurkunde leer bleiben darf, wenn das 'Geschlecht' des Kindes nicht eindeutig bestimmbar ist.
So weit, so gut. Allerdings glaube ich nicht, dass die Möglichkeit das Feld 'Geschlecht' leer zu lassen, Eltern und Ärzte davon abhalten wird eine Zuordnung zu wünschen. Solange dieses Feld existiert, glaube ich, wird die Bestrebung sein es mit 'W' oder 'M' auszufüllen.
Ähnlich sieht es für mich bei Jugendlichen aus, die eine Änderung in diesem Feld wünschen. Dem (mindestens möglichen) 'Wunsch' der Eltern nach einer 'ordentlichen' Eintragung, also 'W' oder 'M', würde ein 'X' wohl nicht gerecht. Daher wird m.E. die Situation des/der Jugendlichen nicht wirklich verbessert, wenn ein 'X' möglich ist.
Daher ist mein Vorschlag, auf die amtliche Eintragung des Geschlechts in allen Registern und in jeder Form zu verzichten. Alles andere ist m.E. 'halber Kram'.
Chrissie schrieb:
"Es gibt eine Beeinflussung durch Werbung. Es liegt aber an jedem einzelnen selbst zu entscheiden, ob er das, was die Werbung als non plus Ultra verkauft, als seinen persönlichen Standard annehmen will oder nicht."
Da ist sicherlich was dran. Was ich aber immer noch nicht verstehe ist, welche Art Leidensdruck deiner Meinung nach nun als Kassenleistung behandelt wird und welcher nicht. Dein letzter Beitrag liest sich für mich (im Gegensatz zum ersten), als ob gar keine Kosten übernommen werden sollten.
Würde man dabei nicht übersehen, dass verschiedene Menschen sehr unterschiedliche (persönliche) Möglichkeiten haben, mit äusserem Druck umzugehen bzw. ihn zu bewältigen?
Ich glaube nicht, dass der 'Druck' überwiegend aus der 'Werbung' kommt. Meiner Meinung nach spielt das nähere soziale Umfeld da eine wesentlich tragendere Rolle. Wenn man also mal nicht Schönheits-OPs als Vergleich heranzieht, sondern psychische Belastungen wie z.B. den 'Burn-Out', dann sieht man m.E. deutlicher worum es geht. Manche_r widersteht Stress besser, manche_r weniger gut. Trotz aller Relativierungsversuche des Phänomens durch neokapitalistische Spinner kommt aber kaum jemand auf die Idee, einem Menschen, der in seiner Lebenssituation 'ausbrennt', eine psychologische Behandlung 'auf Kasse' zu verweigern.
Deswegen glaube ich, dass es sehr wohl eine 'kassengemeinschaftliche' Aufgabe ist, Menschen zu helfen, die sich in dem üblichen Bild über 'Geschlecht' nicht wiederfinden. Über die Details, was wird bezahlt, was nicht, muss ein Konsens erzielt werden, ganz klar. Aber die Sache ganz aus dem Leistungskatalog rauszuhalten, ist m.E. absolut nicht richtig.
Habt es gut
Marielle
ich war ein paar Tage unterwegs, daher erst jetzt:
Marie B schrieb:
"Wer ein M will bekommt ein M, wer F will ein F und wer X will ein X. Der der gar nichts will bekommt ein Leerzeichen und gut iss, oder?"
So könnte man es machen. Allerdings (aus meiner Sicht) nur, solange man über 'selbstbestimmungsfähige' Menschen redet. Von verschiedenen Mitglieder_innen des Forum wurde an verschiedenen Stellen gefordert, dass mindestens Operationen an Babys bzw. Kinder zu verbieten sind, wenn diese mit dem Ziel der 'Vereindeutlichung' von Geschlecht erfolgen (Genitaloperationen an IS-Kindern). In die Rechtsetzung hat dieser Ansatz Eingang gefunden, indem heutzutage das Feld 'Geschlecht' in der Geburtsurkunde leer bleiben darf, wenn das 'Geschlecht' des Kindes nicht eindeutig bestimmbar ist.
So weit, so gut. Allerdings glaube ich nicht, dass die Möglichkeit das Feld 'Geschlecht' leer zu lassen, Eltern und Ärzte davon abhalten wird eine Zuordnung zu wünschen. Solange dieses Feld existiert, glaube ich, wird die Bestrebung sein es mit 'W' oder 'M' auszufüllen.
Ähnlich sieht es für mich bei Jugendlichen aus, die eine Änderung in diesem Feld wünschen. Dem (mindestens möglichen) 'Wunsch' der Eltern nach einer 'ordentlichen' Eintragung, also 'W' oder 'M', würde ein 'X' wohl nicht gerecht. Daher wird m.E. die Situation des/der Jugendlichen nicht wirklich verbessert, wenn ein 'X' möglich ist.
Daher ist mein Vorschlag, auf die amtliche Eintragung des Geschlechts in allen Registern und in jeder Form zu verzichten. Alles andere ist m.E. 'halber Kram'.
Chrissie schrieb:
"Es gibt eine Beeinflussung durch Werbung. Es liegt aber an jedem einzelnen selbst zu entscheiden, ob er das, was die Werbung als non plus Ultra verkauft, als seinen persönlichen Standard annehmen will oder nicht."
Da ist sicherlich was dran. Was ich aber immer noch nicht verstehe ist, welche Art Leidensdruck deiner Meinung nach nun als Kassenleistung behandelt wird und welcher nicht. Dein letzter Beitrag liest sich für mich (im Gegensatz zum ersten), als ob gar keine Kosten übernommen werden sollten.
Würde man dabei nicht übersehen, dass verschiedene Menschen sehr unterschiedliche (persönliche) Möglichkeiten haben, mit äusserem Druck umzugehen bzw. ihn zu bewältigen?
Ich glaube nicht, dass der 'Druck' überwiegend aus der 'Werbung' kommt. Meiner Meinung nach spielt das nähere soziale Umfeld da eine wesentlich tragendere Rolle. Wenn man also mal nicht Schönheits-OPs als Vergleich heranzieht, sondern psychische Belastungen wie z.B. den 'Burn-Out', dann sieht man m.E. deutlicher worum es geht. Manche_r widersteht Stress besser, manche_r weniger gut. Trotz aller Relativierungsversuche des Phänomens durch neokapitalistische Spinner kommt aber kaum jemand auf die Idee, einem Menschen, der in seiner Lebenssituation 'ausbrennt', eine psychologische Behandlung 'auf Kasse' zu verweigern.
Deswegen glaube ich, dass es sehr wohl eine 'kassengemeinschaftliche' Aufgabe ist, Menschen zu helfen, die sich in dem üblichen Bild über 'Geschlecht' nicht wiederfinden. Über die Details, was wird bezahlt, was nicht, muss ein Konsens erzielt werden, ganz klar. Aber die Sache ganz aus dem Leistungskatalog rauszuhalten, ist m.E. absolut nicht richtig.
Habt es gut
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ab08
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Hallo meine Lieben, hallo Marielle,
mich schockt immer wieder, mit welcher Nonchalance Menschen über Transsexuelle Urteile fällen.
Obwohl selber nicht transsexuell, glauben sie, genau zu wissen, was da wichtig und richtig ist.
Transsexualität heißt in der Praxis in erster Linie ==> Du wirst 'fremdbestimmt' und man/frau urteilt über Dich...
Empathie http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie ist bei vielen schwach ausgeprägt, daher fehlt dann echtes Verständnis.
Für die krasseren Fälle gibt es zum Glück Rechtsanwälte, ATME http://atme-ev.de/ und andere Institutionen...
Liebe Grüße
ab
Zur Sache:
- Mir persönlich ist der Geschlechtseintrag sehr wichtig! Wie viele andere möchte ich keinesfalls, dass er entfällt!
Hinweis in dem Zusammenhang: Die Bundesrepublik Deutschland ist noch ein Rechtsstaat und eine Demokratie...
- Transsexualität gehört natürlich in den Leistungskatalog der Krankenkassen, aber das sollte selbstverständlich sein.
mich schockt immer wieder, mit welcher Nonchalance Menschen über Transsexuelle Urteile fällen.
Obwohl selber nicht transsexuell, glauben sie, genau zu wissen, was da wichtig und richtig ist.
Transsexualität heißt in der Praxis in erster Linie ==> Du wirst 'fremdbestimmt' und man/frau urteilt über Dich...
Empathie http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie ist bei vielen schwach ausgeprägt, daher fehlt dann echtes Verständnis.
Für die krasseren Fälle gibt es zum Glück Rechtsanwälte, ATME http://atme-ev.de/ und andere Institutionen...
Liebe Grüße
ab
Zur Sache:
- Mir persönlich ist der Geschlechtseintrag sehr wichtig! Wie viele andere möchte ich keinesfalls, dass er entfällt!
Hinweis in dem Zusammenhang: Die Bundesrepublik Deutschland ist noch ein Rechtsstaat und eine Demokratie...
- Transsexualität gehört natürlich in den Leistungskatalog der Krankenkassen, aber das sollte selbstverständlich sein.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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ChristinaF
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
@ Chrissie
Hallo Namensschwester,
Chapeau!
Du sprichst mir mit diesem Beitrag ja so aus der Seele. Ich sehe es ganz genau so.
LG
Chrissie
Hallo Namensschwester,
Chapeau!
Du sprichst mir mit diesem Beitrag ja so aus der Seele. Ich sehe es ganz genau so.
LG
Chrissie
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
@ Marielle: Was ich mit Werbung etc meine sind Schönheitsideale. Ich denke an Staffel2 bei Rtl2 wo es um eine Op zu Verlagerung des Haaransatzes geht. Sorry, aber das ist für mich so ein Fall. Auch ohne Op ging sie gut als Frau durch.
Echter Druck ist für mich das was unmittelbar mit meinem inneren Geschlecht zu tun hat also das was zur GaOp und HRT führt. Doppel D Körbchen, Rippenentfernung, Haaransatzveränderung, Nasenkorrektur sind in meinen Augen Schönheitsops, die durch Werbung beeinflusst werden.
@Ab08: solltest Du mich mit Deinem Kommentar meinen: Woher willst Du wissen, dass ich nicht TS bin? Nur weil ich keine Schönheitsop's brauche und es für Sinnvoll erachte, wenn ein Facharzt mich vor dauerhaften körperlichen Veränderungen begleitet und dabei prüft, ob mein Wunsch nicht z.B. auf Gruppendynamik oder andere äussere Einflüsse beruht was dazu führen könnte, dass ich irgendwann meinen Entschluss bereue, soll ich nicht TS sein und mitreden können? Lehnst Du Dich da nicht etwas sehr weit aus dem Fenster?
Jeder hat einen ganz eigenen Lebensweg und ich selbst habe erlebt, wie schnell man durch Gruppen beeinflusst werden kann und dann Dinge macht, die man hinterher bereut. Daher finde ich es unverantwortlich zu sagen: Jeder soll allein entscheiden, alle gewünschten Ops müssen sofort auf Kosten der Allgemeinheit durchgeführt werden und eine Begleitung zum Ausschluss von Erkrankungen wie multiple Persönlichkeitsstörung oder Fremdbeeinflussungen durch Gruppendynamik oder ähnliches abzulehnen empfinde ich als sträflichen Leichtsinn. Da wird nämlich mit dem Leben derjenigen gespielt,die nicht wirklich TS sind sondern es nur eingeredet bekommen haben oder tatsächlich an psychischen Erkrankungen leiden, die vorübergehend zu dem Glauben führen können, man sei TS.
LG Chrissie
Echter Druck ist für mich das was unmittelbar mit meinem inneren Geschlecht zu tun hat also das was zur GaOp und HRT führt. Doppel D Körbchen, Rippenentfernung, Haaransatzveränderung, Nasenkorrektur sind in meinen Augen Schönheitsops, die durch Werbung beeinflusst werden.
@Ab08: solltest Du mich mit Deinem Kommentar meinen: Woher willst Du wissen, dass ich nicht TS bin? Nur weil ich keine Schönheitsop's brauche und es für Sinnvoll erachte, wenn ein Facharzt mich vor dauerhaften körperlichen Veränderungen begleitet und dabei prüft, ob mein Wunsch nicht z.B. auf Gruppendynamik oder andere äussere Einflüsse beruht was dazu führen könnte, dass ich irgendwann meinen Entschluss bereue, soll ich nicht TS sein und mitreden können? Lehnst Du Dich da nicht etwas sehr weit aus dem Fenster?
Jeder hat einen ganz eigenen Lebensweg und ich selbst habe erlebt, wie schnell man durch Gruppen beeinflusst werden kann und dann Dinge macht, die man hinterher bereut. Daher finde ich es unverantwortlich zu sagen: Jeder soll allein entscheiden, alle gewünschten Ops müssen sofort auf Kosten der Allgemeinheit durchgeführt werden und eine Begleitung zum Ausschluss von Erkrankungen wie multiple Persönlichkeitsstörung oder Fremdbeeinflussungen durch Gruppendynamik oder ähnliches abzulehnen empfinde ich als sträflichen Leichtsinn. Da wird nämlich mit dem Leben derjenigen gespielt,die nicht wirklich TS sind sondern es nur eingeredet bekommen haben oder tatsächlich an psychischen Erkrankungen leiden, die vorübergehend zu dem Glauben führen können, man sei TS.
LG Chrissie
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ab08
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Hallo Chrissie,
da bitte ich Dich herzlich für meine, offenbar viel zu ungenaue, Formulierung um Entschuldigung.
Die Formulierung bezog sich auf Personen, die wissen oder zu wissen glauben (wissen kann man/frau es nicht(!)), dass sie persönlich kein Problem mit TS haben.
Mit Operationen etc. hat TS, meiner Meinung nach, nix zu tun. Ich kenn zahlreiche TS, die weder Hormone nehmen noch irgendwelche Operationen vorhaben. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, viele brauchen das nicht. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass HET und GAOP überhaupt nix an der Persönlichkeit ändern.
Es gibt TS, die solche Eingriffe für ihre psychische Stabilität brauchen, bei anderen ist das nicht der Fall.
Hoffentlich drückte ich mich diesmal klarer aus.
-Bzgl. des letzten Abschnitts (Beeinflussung durch Gruppen, Persönlichkeitsstörungen etc.) stimm ich Dir völlig zu.
Natürlich muss vor allen Behandlungen, besonders bei OPs, abgeklärt werden, ob keine psychische Störung vorliegt.
Diese Abklärung muss unbedingt erfolgen! Ich bin nur der Meinung, dass die Regelungen, wie sie das TSG vorschreibt, nicht korrekt sind.
(Übrigens scheint sich nach Argentinien, Dänemark... nun auch in Spanien was zu tun. In Andalusien scheinen zumindest die praktizierten Verwaltungsvorschriften vieles zu erleichtern.)
Liebe Grüße
ab
da bitte ich Dich herzlich für meine, offenbar viel zu ungenaue, Formulierung um Entschuldigung.
Die Formulierung bezog sich auf Personen, die wissen oder zu wissen glauben (wissen kann man/frau es nicht(!)), dass sie persönlich kein Problem mit TS haben.
Mit Operationen etc. hat TS, meiner Meinung nach, nix zu tun. Ich kenn zahlreiche TS, die weder Hormone nehmen noch irgendwelche Operationen vorhaben. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, viele brauchen das nicht. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass HET und GAOP überhaupt nix an der Persönlichkeit ändern.
Es gibt TS, die solche Eingriffe für ihre psychische Stabilität brauchen, bei anderen ist das nicht der Fall.
Hoffentlich drückte ich mich diesmal klarer aus.
-Bzgl. des letzten Abschnitts (Beeinflussung durch Gruppen, Persönlichkeitsstörungen etc.) stimm ich Dir völlig zu.
Natürlich muss vor allen Behandlungen, besonders bei OPs, abgeklärt werden, ob keine psychische Störung vorliegt.
Diese Abklärung muss unbedingt erfolgen! Ich bin nur der Meinung, dass die Regelungen, wie sie das TSG vorschreibt, nicht korrekt sind.
(Übrigens scheint sich nach Argentinien, Dänemark... nun auch in Spanien was zu tun. In Andalusien scheinen zumindest die praktizierten Verwaltungsvorschriften vieles zu erleichtern.)
Liebe Grüße
ab
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Hallo AB,
dann habe ich Dich tatsächlich falsch verstanden. Sorry!
Ich finde die Regelungen des TS auch daneben.
Ich befürworte eher die Idee von Udo Rauchfleisch.
Namens und Personenstandsänderung nach dänischem oder argentinischem Vorbild ( eine kleine Hürde wie in den beiden Ländern sollte sein, damit nicht manche alle paar Wochen zum Amt rennen) Ansonsten eine psychologische Begleitung der Transistion um ggf Krankheiten und Fremdbeeinflussung auszuschliessen. Als Nachweis zur Kostenübernahme für die Kassen erstellt dieser "Begleiter" nach einer gewissen Zeit ( 6 Monate bis ein Jahr) ein Attest, aus dem hervorgeht,dass keine Krankheiten oder Fremdbeeinflussungen vorliegen, die Person über Ir-re-ver-si-bi-li-tät der medizinischen Massnahmen aufgeklärt wurde, alles verstanden hat und diese Lösung braucht um spätere Depressionen zu verhindern.
Mehr ist in meinen Augen nicht nötig um Missbrauch der Namensänderung und spätere Probleme bei vorschneller OP auszuschliessen.
Dann käme auch die Patholigisierung raus. Im ICD könnte man es so benennen um die Kostenübernahme zu gewährleisten: Depressionen hervorgerufen durch die Diskrepanz zwischen Körper und Geschlecht.
LG Chrissie
dann habe ich Dich tatsächlich falsch verstanden. Sorry!
Ich finde die Regelungen des TS auch daneben.
Ich befürworte eher die Idee von Udo Rauchfleisch.
Namens und Personenstandsänderung nach dänischem oder argentinischem Vorbild ( eine kleine Hürde wie in den beiden Ländern sollte sein, damit nicht manche alle paar Wochen zum Amt rennen) Ansonsten eine psychologische Begleitung der Transistion um ggf Krankheiten und Fremdbeeinflussung auszuschliessen. Als Nachweis zur Kostenübernahme für die Kassen erstellt dieser "Begleiter" nach einer gewissen Zeit ( 6 Monate bis ein Jahr) ein Attest, aus dem hervorgeht,dass keine Krankheiten oder Fremdbeeinflussungen vorliegen, die Person über Ir-re-ver-si-bi-li-tät der medizinischen Massnahmen aufgeklärt wurde, alles verstanden hat und diese Lösung braucht um spätere Depressionen zu verhindern.
Mehr ist in meinen Augen nicht nötig um Missbrauch der Namensänderung und spätere Probleme bei vorschneller OP auszuschliessen.
Dann käme auch die Patholigisierung raus. Im ICD könnte man es so benennen um die Kostenübernahme zu gewährleisten: Depressionen hervorgerufen durch die Diskrepanz zwischen Körper und Geschlecht.
LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Anne-Mette
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Moin,
ich möchte mal die "Waldschlösschen-Empfehlungen" als pdf-Dokument verlinken. Vielleicht ergeben sich daraus Anregungen für eine weitere Diskussion.
Zur Info: Im Waldschlösschen fand eine Tagung statt, deren Ergebnis nun als pdf-Dokument vorliegt. Allerdings wird noch darüber abgestimmt.
http://www.ws.trans-ident.com/nachricht ... hloesschen
Weitere Informationen auf der FB-Seite https://www.facebook.com/groups/tsbasis ... 091306096/
Diese wird von Dorothea Zwölfer vernatwortet.
Die Trans-Aktiv Vernetzungsgruppe: http://www.ws.trans-ident.com/
Ach ja, zum pdf-Dokument: http://www.crossdresser-forum.de/waldsc ... hen-ek.pdf
Inhalt als Text:
Waldschlösschen Erklärung
Göttingen, 24.08.2014
Wir, die Unterzeichnenden, fordern anlässlich des bundesweiten Netzwerktreffens
"Trans*Aktiv" in der Akademie Waldschlösschen vom 22.-24.08.2014 Folgendes:
1. Die breite Beteiligung von Menschen, die geschlechtliche Vielfalt leben, an der
interministeriellen Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur "Situation von Inter- und
Transsexuellen" und bei allen anderen
politischen (einschließlich gesundheitspolitischen) und
gesetzgebenden Gremien und Maßnahmen, die unsere Lebenssituationen betreffen.
2. Eine zeitnahe Reform des Transsexuellengesetzes bis hin zur Abschaffung, die mindestens
folgende Anforderungen erfüllt:
"¢ Vornamens und Personenstandsänderung ohne Gutachten und gerichtliche Entscheidung
basierend auf dem Selbstbestimmungsrecht der betreffenden Personen.
"¢ Ausbau des Diskriminierungsschutzes und des Schutzes der Privatsphäre der betreffenden
Personen.
3. Volle Durchsetzung der Menschenrechte auch für Personen, die geschlechtliche Vielfalt
leben, durch die Annahme der Yogyakarta Prinzipien als Leitlinien jedes rechtlichen,
politischen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Handelns.
4. Die Anerkennung und Wahrung der Menschenrechte von Asylsuchenden, die aufgrund
ihrer Geschlechtsidentität und/oder sexuellen Orientierung in ihren Herkunftsländern
Verfolgung oder Bedrohung erleben. Dies umfasst den vollen Zugang zu medizinischen
Maßnahmen, auch während das Asylverfahren läuft.
5. Den Ausbau des Antidiskriminierungsrechts und dessen Ausweitung auf alle
Lebensbereiche.
6. Die Sicherstellung und Verbesserung einer zugänglichen, umfassenden,
bedürfnisorientierten und präventiven Gesundheitsversorgung für alle, die sie für ihr
geschlechtliches Gesundheitsempfinden benötigen, auf Basis der informierten Einwilligung
("informed consent"). Alle benötigten Leistungen müssen im Leistungskatalog der
Kostenträger ohne zusätzliche Prüfung durch den medizinischen Dienst der
Krankenversicherungen (MDK) enthalten sein.
7. Das Hinwirken auf die Entpsychopathologisierung und Entstigmatisierung, z. B. durch eine
daraufhin ausgerichtete Arbeit in der Kommission der Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zur Überarbeitung der
medizinischen Leitlinien. Wir vertrauen den dort repräsentierten Vertreter_innen von
Organisationen, die sich für geschlechtliche Vielfalt einsetzen, und unterstützen ihre Arbeit.
8. Die Stärkung von Verbänden, Vereinen, Netzwerken, Selbsthilfegruppen und allen anderen
Organisationen, die sich für die Menschen einsetzen, die geschlechtliche Vielfalt leben, durch
finanzielle und strukturelle Unterstützung. Sie brauchen verlässliche und nachhaltige
Förderstrukturen für ihre Arbeit.
9. Den Einbezug von geschlechtlicher Vielfalt in die Satzung und proportionale Repräsentanz
ihrer Vertreter_innen in allen Gremien der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
..............................................................................................................................................................
Der Text wurde auch bei TRANSINTERQUEER verlinkt: http://www.transinterqueer.org/aktuell/ ... gstreffen/
Bei den Unterzeichnernden fällt mir allerdings auf, dass ATME (bisher) nicht dabei ist.
Es wäre sicherlich interessant zu erfahren, wie ATME dazu steht...
Edit muss noch einmal zuschlagen
Hier das Statement von ATME: http://atme-ev.de/index.php?option=com_ ... 1&Itemid=2
Gruß
Anne-Mette
ich möchte mal die "Waldschlösschen-Empfehlungen" als pdf-Dokument verlinken. Vielleicht ergeben sich daraus Anregungen für eine weitere Diskussion.
Zur Info: Im Waldschlösschen fand eine Tagung statt, deren Ergebnis nun als pdf-Dokument vorliegt. Allerdings wird noch darüber abgestimmt.
http://www.ws.trans-ident.com/nachricht ... hloesschen
Weitere Informationen auf der FB-Seite https://www.facebook.com/groups/tsbasis ... 091306096/
Diese wird von Dorothea Zwölfer vernatwortet.
Die Trans-Aktiv Vernetzungsgruppe: http://www.ws.trans-ident.com/
Ach ja, zum pdf-Dokument: http://www.crossdresser-forum.de/waldsc ... hen-ek.pdf
Inhalt als Text:
Waldschlösschen Erklärung
Göttingen, 24.08.2014
Wir, die Unterzeichnenden, fordern anlässlich des bundesweiten Netzwerktreffens
"Trans*Aktiv" in der Akademie Waldschlösschen vom 22.-24.08.2014 Folgendes:
1. Die breite Beteiligung von Menschen, die geschlechtliche Vielfalt leben, an der
interministeriellen Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur "Situation von Inter- und
Transsexuellen" und bei allen anderen
politischen (einschließlich gesundheitspolitischen) und
gesetzgebenden Gremien und Maßnahmen, die unsere Lebenssituationen betreffen.
2. Eine zeitnahe Reform des Transsexuellengesetzes bis hin zur Abschaffung, die mindestens
folgende Anforderungen erfüllt:
"¢ Vornamens und Personenstandsänderung ohne Gutachten und gerichtliche Entscheidung
basierend auf dem Selbstbestimmungsrecht der betreffenden Personen.
"¢ Ausbau des Diskriminierungsschutzes und des Schutzes der Privatsphäre der betreffenden
Personen.
3. Volle Durchsetzung der Menschenrechte auch für Personen, die geschlechtliche Vielfalt
leben, durch die Annahme der Yogyakarta Prinzipien als Leitlinien jedes rechtlichen,
politischen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Handelns.
4. Die Anerkennung und Wahrung der Menschenrechte von Asylsuchenden, die aufgrund
ihrer Geschlechtsidentität und/oder sexuellen Orientierung in ihren Herkunftsländern
Verfolgung oder Bedrohung erleben. Dies umfasst den vollen Zugang zu medizinischen
Maßnahmen, auch während das Asylverfahren läuft.
5. Den Ausbau des Antidiskriminierungsrechts und dessen Ausweitung auf alle
Lebensbereiche.
6. Die Sicherstellung und Verbesserung einer zugänglichen, umfassenden,
bedürfnisorientierten und präventiven Gesundheitsversorgung für alle, die sie für ihr
geschlechtliches Gesundheitsempfinden benötigen, auf Basis der informierten Einwilligung
("informed consent"). Alle benötigten Leistungen müssen im Leistungskatalog der
Kostenträger ohne zusätzliche Prüfung durch den medizinischen Dienst der
Krankenversicherungen (MDK) enthalten sein.
7. Das Hinwirken auf die Entpsychopathologisierung und Entstigmatisierung, z. B. durch eine
daraufhin ausgerichtete Arbeit in der Kommission der Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zur Überarbeitung der
medizinischen Leitlinien. Wir vertrauen den dort repräsentierten Vertreter_innen von
Organisationen, die sich für geschlechtliche Vielfalt einsetzen, und unterstützen ihre Arbeit.
8. Die Stärkung von Verbänden, Vereinen, Netzwerken, Selbsthilfegruppen und allen anderen
Organisationen, die sich für die Menschen einsetzen, die geschlechtliche Vielfalt leben, durch
finanzielle und strukturelle Unterstützung. Sie brauchen verlässliche und nachhaltige
Förderstrukturen für ihre Arbeit.
9. Den Einbezug von geschlechtlicher Vielfalt in die Satzung und proportionale Repräsentanz
ihrer Vertreter_innen in allen Gremien der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
..............................................................................................................................................................
Der Text wurde auch bei TRANSINTERQUEER verlinkt: http://www.transinterqueer.org/aktuell/ ... gstreffen/
Bei den Unterzeichnernden fällt mir allerdings auf, dass ATME (bisher) nicht dabei ist.
Es wäre sicherlich interessant zu erfahren, wie ATME dazu steht...
Edit muss noch einmal zuschlagen
Gruß
Anne-Mette
-
nicole.f
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- Geschlecht: trans* Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Siegen
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
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Re: ICD-11 - Keine Störung mehr
Ich war bei dem Trans*Aktiv treffen auch dabei und habe auch mit gezeichnet - Nr. 13. Transgender-Siegerland, Siegen.
Die Erklärung war vielen von uns ein großes Anliegen! Vor allem, dass diese als echtes Produkt dieses Treffens sofort aufgestellt und ratifiziert wurde - und nicht als Absichtserklärung vertagt. Der konkrete Hintergrund dazu ist im Übrigen, dass es einen konkreten Auftrag der Bunderesgierung an das Familienministerium gibt, eine Kommission einzusetzen, die sich mit dem TSG und den anderen durch den Gesetzgeber zu beeinflussenden Regelwerken zu geschlechtlicher Diversität zu beschäftigen. Das erschreckende dabei ist, dass das Familienministerium hierzu bisher keine Pläne hatte, Betroffene in irgendeiner Form in diese Erörterungen einzubeziehen! Dies sollte diese Erklärung einfordern. Es sind dann, wo man schonmal dabei ist, ein paar weitere Punkte hinzu gekommen
Das gesamte Treffen war einfach großartig und es werden ganz sicher noch viele Dinge davon ausgehen - inclusive mir selbst, d.h. ich werde mich in noch mehr Bereichen engagieren und mit helfen. Einen ausführlicheren Bericht zu dem Treffen stelle ich am Wochenende mal hier ein, sofern Interesse besteht - aber davon gehe ich einfach mal aus
?
Liebe Grüße
nicole
Die Erklärung war vielen von uns ein großes Anliegen! Vor allem, dass diese als echtes Produkt dieses Treffens sofort aufgestellt und ratifiziert wurde - und nicht als Absichtserklärung vertagt. Der konkrete Hintergrund dazu ist im Übrigen, dass es einen konkreten Auftrag der Bunderesgierung an das Familienministerium gibt, eine Kommission einzusetzen, die sich mit dem TSG und den anderen durch den Gesetzgeber zu beeinflussenden Regelwerken zu geschlechtlicher Diversität zu beschäftigen. Das erschreckende dabei ist, dass das Familienministerium hierzu bisher keine Pläne hatte, Betroffene in irgendeiner Form in diese Erörterungen einzubeziehen! Dies sollte diese Erklärung einfordern. Es sind dann, wo man schonmal dabei ist, ein paar weitere Punkte hinzu gekommen
Das gesamte Treffen war einfach großartig und es werden ganz sicher noch viele Dinge davon ausgehen - inclusive mir selbst, d.h. ich werde mich in noch mehr Bereichen engagieren und mit helfen. Einen ausführlicheren Bericht zu dem Treffen stelle ich am Wochenende mal hier ein, sofern Interesse besteht - aber davon gehe ich einfach mal aus
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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