Wer ist das?
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exuser-08-04-2013
Wer ist das?
Wer ist das?
"Wer ist das"¦"?
Es war dieser huschende Gedanke, der sie zum Spiegel schauen ließ. Unmerklich und wie beiläufig sah sie aus den halb geschlossenen Lider zu ihm. Die Wimpern und das diffuse Licht des ausklingenden Tages, der sich seiner Schwester, der Nacht annäherte ließ Schemen entstehen"¦verschwimmende Farben"¦Weiche Lichter"¦Verdeckendes Dunkel"¦Bedeckende Nacht"¦Träume bringend...
"Wer ist das"¦"?
Erneut griff sie dieser Gedanke.
Dachte sie es, oder war es das Spiegelbild, welches ihr diesen Windhauch zuwarf?
Ihre Hand strich über die Lider und sie suchte den Blick zu klären.
Das Schwefelholz sprühte winzige Funken, als es den Docht der Kerze küsste und ein warmer Schein den Dämmernebel in flackerndes Licht tauchte.
"Wer"¦Wer ist das"¦"?
Es schien, als spräche es aus dem Spiegel zu ihr und die Person war ihr so fremd und dennoch so vertraut.
Die Kerze leuchtete ihr, als sie zu ihm trat "¦Zu ihm, dessen zeigendes Geschlecht einst der Magie mächtig war"¦Einst, als in den Mythen Schneewittchen sich in die Wälder flüchtete.
Ein feines Lächeln ließ sie Mundwinkel heben und der Gedanke der sie so eben noch beschäftigte wich einen Traumbild"¦
"¦Sie ging über eine Lichtung und ihr Fuß tauchte in taunasses Graß ein, dessen Tropfen die Welt zu den ungreifbaren Farben des Sternenstaubes unter ihren Füssen werden ließ.
"¦War sie Schnewittchen?
"¦War sie es, die einst in den vergangenen Zeiten durch die Haine gestrichen war?
"¦War sie es, die ehedem beim Ball von Dornröschen jene war, die man anschaute?
"¦War sie jene, die das Hemdchen von sich streckte um die Sterntaler zu fangen?
"¦War sie es einst?
"¦War sie es jetzt?
Ihr Atem behauchte das Glas des Spiegels als sie sich ihm näherte. Und auch ihm, den sie darin sah"¦Ihm, der ihr so bekannt und so fremd erschien....
"¦"Bin ich es"¦"? hauchte sie auf das Glas und sie verharrte einen Wimpernschlag lang.
Ihre Gedanken fingen die Worte auf und sie senkte den Blick ein wenig"¦
"Oder ist es nur die Hülle, die andere sehen"¦"?
Ein Finger malte die Züge des Gesichtes nach, das im Schein der flackernden Kerze ein eigenes Leben bekam. Sie trat einen Schritt zurück und auch des Wesen in der anderen Wirklichkeit folgte dem Tun.
"¦"Bin ich es wirklich"¦"?
Fragend griff ihre Hand zum Kinn, berührte die Lippen und das Spiegelbild tat es ihr gleich. "¦"Ich bin es"¦mein anderes Ich"¦. Die Welt in einem Spiegel gefangen"¦Oder bin ich der Spiegel und zeige ihm dort nur das, was er ist"¦"?
Er trug ihr Kleid und sie hörte das leise Rauschen, als die behandschuhte Hand daran entlang glitt. Ein Rauschen, das ihr dem Blätterstrich des Südwindes glich, wenn er durch Weiden am See strich"¦Dort, wo sie die Meerjungfrau war. Sie, für sich allein. Andere sahen es nicht, spürten nicht wer sie war, erkannten nicht was ihr Begehr"¦ Blinde, in der Tageshast gefangen"¦Traumlos"¦Leblos"¦Sich der Gefühle entledigt.
Sie lächelte und setzte sich auf die Kante des alten Polsterstuhles, der einst ihr Thron war"¦damals, als sie in den Kinderspielen die Prinzessin war, sie, die den Hofstaat der Puppen zum Tee einlud. "¦Damals"¦.Damals, als sie dafür geprügelt wurde, weil sie anders war als andere Jungen"¦
Ihr Atem löschte die Kerze aus und sie strich im Dunkel über ihr Kleid und versank danach in einen Traum.
Das Spiegelbild aber war es, was andere sahen, die sie belachten"¦
"¦Sie aber wusste, es war nur das Unwissen und ein Trugbild was die kalten Herzen dazu trieb."¦
"Wer ist das"¦"?
Es war dieser huschende Gedanke, der sie zum Spiegel schauen ließ. Unmerklich und wie beiläufig sah sie aus den halb geschlossenen Lider zu ihm. Die Wimpern und das diffuse Licht des ausklingenden Tages, der sich seiner Schwester, der Nacht annäherte ließ Schemen entstehen"¦verschwimmende Farben"¦Weiche Lichter"¦Verdeckendes Dunkel"¦Bedeckende Nacht"¦Träume bringend...
"Wer ist das"¦"?
Erneut griff sie dieser Gedanke.
Dachte sie es, oder war es das Spiegelbild, welches ihr diesen Windhauch zuwarf?
Ihre Hand strich über die Lider und sie suchte den Blick zu klären.
Das Schwefelholz sprühte winzige Funken, als es den Docht der Kerze küsste und ein warmer Schein den Dämmernebel in flackerndes Licht tauchte.
"Wer"¦Wer ist das"¦"?
Es schien, als spräche es aus dem Spiegel zu ihr und die Person war ihr so fremd und dennoch so vertraut.
Die Kerze leuchtete ihr, als sie zu ihm trat "¦Zu ihm, dessen zeigendes Geschlecht einst der Magie mächtig war"¦Einst, als in den Mythen Schneewittchen sich in die Wälder flüchtete.
Ein feines Lächeln ließ sie Mundwinkel heben und der Gedanke der sie so eben noch beschäftigte wich einen Traumbild"¦
"¦Sie ging über eine Lichtung und ihr Fuß tauchte in taunasses Graß ein, dessen Tropfen die Welt zu den ungreifbaren Farben des Sternenstaubes unter ihren Füssen werden ließ.
"¦War sie Schnewittchen?
"¦War sie es, die einst in den vergangenen Zeiten durch die Haine gestrichen war?
"¦War sie es, die ehedem beim Ball von Dornröschen jene war, die man anschaute?
"¦War sie jene, die das Hemdchen von sich streckte um die Sterntaler zu fangen?
"¦War sie es einst?
"¦War sie es jetzt?
Ihr Atem behauchte das Glas des Spiegels als sie sich ihm näherte. Und auch ihm, den sie darin sah"¦Ihm, der ihr so bekannt und so fremd erschien....
"¦"Bin ich es"¦"? hauchte sie auf das Glas und sie verharrte einen Wimpernschlag lang.
Ihre Gedanken fingen die Worte auf und sie senkte den Blick ein wenig"¦
"Oder ist es nur die Hülle, die andere sehen"¦"?
Ein Finger malte die Züge des Gesichtes nach, das im Schein der flackernden Kerze ein eigenes Leben bekam. Sie trat einen Schritt zurück und auch des Wesen in der anderen Wirklichkeit folgte dem Tun.
"¦"Bin ich es wirklich"¦"?
Fragend griff ihre Hand zum Kinn, berührte die Lippen und das Spiegelbild tat es ihr gleich. "¦"Ich bin es"¦mein anderes Ich"¦. Die Welt in einem Spiegel gefangen"¦Oder bin ich der Spiegel und zeige ihm dort nur das, was er ist"¦"?
Er trug ihr Kleid und sie hörte das leise Rauschen, als die behandschuhte Hand daran entlang glitt. Ein Rauschen, das ihr dem Blätterstrich des Südwindes glich, wenn er durch Weiden am See strich"¦Dort, wo sie die Meerjungfrau war. Sie, für sich allein. Andere sahen es nicht, spürten nicht wer sie war, erkannten nicht was ihr Begehr"¦ Blinde, in der Tageshast gefangen"¦Traumlos"¦Leblos"¦Sich der Gefühle entledigt.
Sie lächelte und setzte sich auf die Kante des alten Polsterstuhles, der einst ihr Thron war"¦damals, als sie in den Kinderspielen die Prinzessin war, sie, die den Hofstaat der Puppen zum Tee einlud. "¦Damals"¦.Damals, als sie dafür geprügelt wurde, weil sie anders war als andere Jungen"¦
Ihr Atem löschte die Kerze aus und sie strich im Dunkel über ihr Kleid und versank danach in einen Traum.
Das Spiegelbild aber war es, was andere sahen, die sie belachten"¦
"¦Sie aber wusste, es war nur das Unwissen und ein Trugbild was die kalten Herzen dazu trieb."¦
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Exuser-2014-02-18
Re: Wer ist das?
.
Hach.....schön.....ich krieg Gänsehaut ( im positiven Sinne )
Ich mag sowas gerne......sowas teilweise mystisches.
elgetina
PS ich habs jetzt zum zweiten mal gelesen, und ich werde es wohl noch öfter lesen.
.....So ähnlich denke und träume ich auch.
.....Es stekt soviel Wahrheit drin und auch Magie......schön
Hach.....schön.....ich krieg Gänsehaut ( im positiven Sinne )
Ich mag sowas gerne......sowas teilweise mystisches.
elgetina
PS ich habs jetzt zum zweiten mal gelesen, und ich werde es wohl noch öfter lesen.
.....So ähnlich denke und träume ich auch.
.....Es stekt soviel Wahrheit drin und auch Magie......schön
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exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Zuerst einmal dies:
Der Verfasser von "Wer ist das"? -hier öminös "Exuser" genannt - bin ich.
Nach einiger Zeit der Abwesenheit bin ich nun wieder hier und habe mich natürlich ordentlich zurück gemeldet... http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... f=2&t=8823
So nutze ich nun einfach einmal diesen Ort und stelle erneut einen Text ein.
(Dieses kann ich - sofern gewünscht - gerne weiterführen).
_________
Die Stimme
Sie trafen sich, des Hochmuts voll
und sprachen übern`n Lauf der Welt.
Sie lobten sich, sie war`n ja toll,
Allein nur ihre Meinung zählt.
Und jeder redet was erdacht
und ausgebrütet er dabei
und hört nicht wie der and`re lacht
was dieser sagt, ist Einerlei.
Weit vorwärts schaut man, Nabelschau
und sieht nur das, was eigner Wille
und kommt sich vor, so furchtbar schlau,
mir deucht, hier nützt wohl keine Brille.
So reden sie, sie wissen Alles,
verkünden Thesen, wunderbar...
doch in der hehren Lebenshalle
verirr`n sie sich, wie sonderbar?
"Wie kann das sein?" kam nun die Frage
"Wir haben alles doch bedacht
Den Weg zu finden, welche Plage.."
als unsichtbar wohl jemand lacht.
"Wer lacht da?" Schauten sie nun auf
und eine Stimme dann erklang:
"So ist nun mal der Weltenlauf,
ihr predigt grad den Untergang.
Ihr habt so Vieles euch ersonnen,
und alles mehrfach wohl beäugt,
ist der Gedanke nie gekommen,
das sich die Welt vor EUCH nicht beugt?"
"Wer bist du?" riefen sie vereint,
"Ihr wisst doch alles, sagt es Mir!"
Da schwiegen sie und einer weint.
"Geduldig ist wohl das Papier"
So sprach die Stimme, "will euch sagen,
meinen Namen, euch bekannt
Vernunft heiß ich seit alten Tagen,
doch ihr seid vor mir weggerannt."
"Niemals!" schrieen sie im Chor.
Und waren wieder stolz vereint
Erkannten nicht, das sie der Tor
Und traurig nun die Stimme weint.
Der Verfasser von "Wer ist das"? -hier öminös "Exuser" genannt - bin ich.
Nach einiger Zeit der Abwesenheit bin ich nun wieder hier und habe mich natürlich ordentlich zurück gemeldet... http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... f=2&t=8823
So nutze ich nun einfach einmal diesen Ort und stelle erneut einen Text ein.
(Dieses kann ich - sofern gewünscht - gerne weiterführen).
_________
Die Stimme
Sie trafen sich, des Hochmuts voll
und sprachen übern`n Lauf der Welt.
Sie lobten sich, sie war`n ja toll,
Allein nur ihre Meinung zählt.
Und jeder redet was erdacht
und ausgebrütet er dabei
und hört nicht wie der and`re lacht
was dieser sagt, ist Einerlei.
Weit vorwärts schaut man, Nabelschau
und sieht nur das, was eigner Wille
und kommt sich vor, so furchtbar schlau,
mir deucht, hier nützt wohl keine Brille.
So reden sie, sie wissen Alles,
verkünden Thesen, wunderbar...
doch in der hehren Lebenshalle
verirr`n sie sich, wie sonderbar?
"Wie kann das sein?" kam nun die Frage
"Wir haben alles doch bedacht
Den Weg zu finden, welche Plage.."
als unsichtbar wohl jemand lacht.
"Wer lacht da?" Schauten sie nun auf
und eine Stimme dann erklang:
"So ist nun mal der Weltenlauf,
ihr predigt grad den Untergang.
Ihr habt so Vieles euch ersonnen,
und alles mehrfach wohl beäugt,
ist der Gedanke nie gekommen,
das sich die Welt vor EUCH nicht beugt?"
"Wer bist du?" riefen sie vereint,
"Ihr wisst doch alles, sagt es Mir!"
Da schwiegen sie und einer weint.
"Geduldig ist wohl das Papier"
So sprach die Stimme, "will euch sagen,
meinen Namen, euch bekannt
Vernunft heiß ich seit alten Tagen,
doch ihr seid vor mir weggerannt."
"Niemals!" schrieen sie im Chor.
Und waren wieder stolz vereint
Erkannten nicht, das sie der Tor
Und traurig nun die Stimme weint.
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exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Vorurteile
"Vorsicht! Guck mal, ein Schwuler!"
Der Junge grinste und stieß seine Freundin an, während sie auf einem Mauervorsprung saßen und dem Mann nachschauten, der auf der anderen Straßenseite gerade an ihnen vorüber gegangen war.
"Woher weißt du das"? fragte sie und nestelte ein wenig an dem Reißverschluss ihrer Jacke herum.
"Das weiß doch jeder. Guck mal wie der läuft. So richtig tuntig."
"Meinst du"?
"Klar doch, so geht doch kein Mann. Wer weiß was der gerade getrieben hat"¦"
Anzüglich verzog er den Mund und ein schiefes Grinsen stieß keuchende Atemstöße aus.
Sie grinste.
"Außerdem", fuhr er fort, "wühlt er bestimmt in der Damenabteilung in der Wäsche herum".
"Das ist ja ekelig", entrüstete sie sich und sprang von der Mauer um dann mit dem Fuß gegen die Straßenlaterne zu treten, welche die Abendstunde spärlich erleuchtete.
"Bäh"! setzte sie hinzu.
"Da hat er bestimmt was Heißes gesucht. Das machen die doch bestimmt immer".
"Widerlich".
Das Mädchen grinste.
Der Junge zog eine Zigarettenschachtel heraus und cool steckte er sich eine Kippe in den Mundwinkel, glaubend seine Souveränität zu unterstreichen.
"Was machen wir noch"? fragte sie und deutete ein Gähnen an.
"Hm, weiß nicht. Wollen wir einen Film anschauen"?
"Kino".
"Nö, bei mir".
"Ach man, das wird doch nichts. Du willst mich doch nur wieder abschleppen".
"Hast es erfasst, Süße".
Sie zögerte ein wenig um sich dann bei ihm einzuhaken.
"Guck mal, da steht der Typ. Der wartet bestimmt auf seinen Freund".
Ein künstliches Lachen untermalte die Geringschätzigkeit der Worte.
"Oder seine Freundin", kicherte sie.
Sie kamen näher und der Mann drehte sich ihnen zu.
"Entschuldigen sie, können sie mir sagen wie spät es ist. Ich habe weder eine Uhr noch ein Handy dabei".
"Äh"¦ja sicher Frau Berger. Es ist gleich 22:00Uhr", sagte der Junge etwas unsicher und beschleunigte dann die Schritte.
Sie stieß ihn an:
"Du hast doch gesagt, das ist ein Schwuler."
"Ja, äh"¦Ich hab mich verguckt, das ist eine Arbeitskollegin meiner Mutter. Bei dem Licht habe ich sie nicht erkannt. Und die kurzen Haare und die Kleidung. Das hätte aber auch ein Schwuler sein können".
"Stimmt".
"¦"¦
"Vorsicht! Guck mal, ein Schwuler!"
Der Junge grinste und stieß seine Freundin an, während sie auf einem Mauervorsprung saßen und dem Mann nachschauten, der auf der anderen Straßenseite gerade an ihnen vorüber gegangen war.
"Woher weißt du das"? fragte sie und nestelte ein wenig an dem Reißverschluss ihrer Jacke herum.
"Das weiß doch jeder. Guck mal wie der läuft. So richtig tuntig."
"Meinst du"?
"Klar doch, so geht doch kein Mann. Wer weiß was der gerade getrieben hat"¦"
Anzüglich verzog er den Mund und ein schiefes Grinsen stieß keuchende Atemstöße aus.
Sie grinste.
"Außerdem", fuhr er fort, "wühlt er bestimmt in der Damenabteilung in der Wäsche herum".
"Das ist ja ekelig", entrüstete sie sich und sprang von der Mauer um dann mit dem Fuß gegen die Straßenlaterne zu treten, welche die Abendstunde spärlich erleuchtete.
"Bäh"! setzte sie hinzu.
"Da hat er bestimmt was Heißes gesucht. Das machen die doch bestimmt immer".
"Widerlich".
Das Mädchen grinste.
Der Junge zog eine Zigarettenschachtel heraus und cool steckte er sich eine Kippe in den Mundwinkel, glaubend seine Souveränität zu unterstreichen.
"Was machen wir noch"? fragte sie und deutete ein Gähnen an.
"Hm, weiß nicht. Wollen wir einen Film anschauen"?
"Kino".
"Nö, bei mir".
"Ach man, das wird doch nichts. Du willst mich doch nur wieder abschleppen".
"Hast es erfasst, Süße".
Sie zögerte ein wenig um sich dann bei ihm einzuhaken.
"Guck mal, da steht der Typ. Der wartet bestimmt auf seinen Freund".
Ein künstliches Lachen untermalte die Geringschätzigkeit der Worte.
"Oder seine Freundin", kicherte sie.
Sie kamen näher und der Mann drehte sich ihnen zu.
"Entschuldigen sie, können sie mir sagen wie spät es ist. Ich habe weder eine Uhr noch ein Handy dabei".
"Äh"¦ja sicher Frau Berger. Es ist gleich 22:00Uhr", sagte der Junge etwas unsicher und beschleunigte dann die Schritte.
Sie stieß ihn an:
"Du hast doch gesagt, das ist ein Schwuler."
"Ja, äh"¦Ich hab mich verguckt, das ist eine Arbeitskollegin meiner Mutter. Bei dem Licht habe ich sie nicht erkannt. Und die kurzen Haare und die Kleidung. Das hätte aber auch ein Schwuler sein können".
"Stimmt".
"¦"¦
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exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Übelst folternder Groschenroman...
(Starke Nerven erforderlich)
Jennifer
Sanft tauchte die orangerote Sonne hinter dem Tannenwald in den Horizont hinein und ihre letzten Strahlen ließen das Glas funkeln, in das Jennifer gerade den letzten Rest des Weines eingoss, vorsichtig gießend aus der handgefertigten Karaffe. Das Funkeln des Glases spiegelte sich in ihren goldblonden Haaren.
Jennifer lächelte und ihre grasgrünen Augen streiften über die Weite der Wiesen, hin zu der kleinen Burg, die auf einem trutzigen Felsen thronte, direkt hinter dem Nadelwald.
Dort lebte er, der Mann ihrer Träume.
Groß war er, von stattlicher und männlicher Gestalt mit sprühenden dunklen Augen und fast pechschwarzem Haar. Er, Graf Leonhard von Steinfels, aus dem uralten Geschlecht.
Am Sonntag hatte sie ihn zuletzt gesehen, abends, als der Vollmond die kleine Lichtung am Waldrand erhellte. Er hatte dort auf einem Baumstupf gesessen und wohl den Stimmen des Südwindes gelauscht, der einen Hauch von Afrika und Abenteuer mit sich zu bringen schien.
Behutsam setzte Jennifer das Weinglas an die vollen Lippen und der rubinrote Trank umspülte ihre perlengleichen Zähne.
Das helle Sommerkleid aus handgewobener Seide gab ihr ein elfengleiches Aussehen.
Jennifer seufzte und schaute hoch zum Firmament, wo sie eine Sternschnuppe zu sehen glaubte.
Sie schloss die Augen und in ihren Gedanken formte sich ein Wunsch. Dieser Wunsch bestand nur aus einem Namen: Leonhard!
Ihre anmutigen Hände glitten über das Weinglas, so, als würde sie es liebkosen und erneut stieß sie einen Seufzer aus, der nun den Namen des Geliebten in die Nacht entließ: "Leonhard, ach Leonhard."
Würde ihr Traum je wahr werden?
Erschöpft von der Hitze des Tages und ihren Gedanken sank sie in den geflochtenen Weidensessel und schloss erneut ihre liebreizenden Augen und träumte sich zu der Burg hinauf.
In Gedanken striffen ihre Hände über die rauen Steine des Gemäuers und ebenso in Gedanken sah sie ihn an. Er stand unterhalb des Bergfriedes, dem großen Turm, zu dessen Spitze eine knarrende Holztreppe hinauf führte. In diesem Traum trug er einen dunklen Smoking, sie erwartend in der abendlichen Sonne.
Ihre Gedanken nahmen fast Gestalt an und mit den Händen griff sie ins Nichts, doch in diesem Traum berührte sie ihn.
Was war das?
Vom Teich, der etwas abseits des Tannenwaldes das Mondlicht spiegelte klang ein Geräusch in die Nacht.
Jennifer schlug die Augen auf und ein Blick auf die diamantenbesetzte Armbanduhr zeigte ihr, dass vor einiger Zeit bereits Mitternacht gewesen war.
In ihren Gedanken war sie eingeschlafen und das fremde Geräusch hatte sie schreckend erweckt. Ein unheimliches Geräusch, eines, welches sie noch nie gehört hatte. Wie das Brechen von starken Ästen, dann aber verbunden mit dem Klang eines Stöhnens.
Ihre zierliche Hand griff sich in die goldenen Locken und sie schüttelte den Kopf.
Mit dem Tischglöckchen läutete sie den Diener herbei.
"Sie haben gerufen, Frau Baronin?"
"Unten am Teich war etwas. Sehe Er doch nach, was es war."
Der Diener verneigte sich und eilte davon.
Jennifer strich sich erneut durch das goldene Haar und mit zierlichen Schritten wandte sie sich zur Balustrade. Ihre Hand fasste den kühlen Marmor. Es war nichts zu sehen, nur der Tannen Wald hob sich dunkel vor dem Blauschwarz der Nacht ab.
Sie sah den Diener den schmalen Waldweg einschlagen und bereits nach wenigen Augenblicken war er im Dickicht verschwunden.
Wieder wanderten ihre Gedanken zu der Burg hinauf, die nun in den nebeligen Dunst der Nacht einzutauchen schien.
Vor ihren inneren Augen sah sie sich wieder tanzend. Ein Walzer war es und sie schwebte in seinen Armen, seinen starken Armen. Sie glaubte fast seine Kraft spüren zu können. Bei ihm konnte sie die zarte Frau sein, die sie in Wirklichkeit war.
Da, ein erneutes Knacken im Wald und dann ein heiseres Stöhnen.
Jennifer erschrak, schlug rasch ein Kreuzzeichen und ihre Hand verharrte vor dem halb geöffneten Mund. Sie zitterte. Ach wäre er doch hier, hier bei ihr.
Ein Frösteln kroch ihr über den Rücken und geschwind lief sie in die Halle der Villa, dann die Treppe hinauf in ihr Schlafgemach.
Hastig war sie die Tür zu und lehnte sich mit dem Rücken dagegen, während die linke Hand zitternd den Schlüssel im schloss umdrehte. Ihr kleines Herz pocherte wild und sie vermeinte den Schlag bis zum Hals hinauf zu spüren.
Sie hielt den Atem an und spreng — angekleidet wie sie war — ins Bett und zog die Eiderdaunendecke über den Kopf.
Einzarter Windhauch stieß das Fenster ein wenig auf und ließ die schweren Batistvorhänge bauschig wehen.
Jennifer lugte unter der Decke hervor, stand dann jedoch beherzt auf und lief zum Fenster.
Es war nichts zu sehen nur ein windiger Tag, den eine weiße Sonne bestrahlte.
Von der alten Kirchturmuhr schlug es die zehnte Stunde, als Jennifer ins bad eilte und sich danach in einen helles Kostüm kleidete um nun nach dem Diener zu läuten, der ihr das Frühmahl bringen sollte.
Nichts geschah. Der Diener kam nicht und mit trippelnden Schritten eilte sie in die Küche.
Auch hier war kein Personal zu finden und auch ihr Rufen wurde nicht erwidert,
Jennifer eilte durch die Räume, immer wieder rufend, aber niemand gab ihr Antwort. Die Villa war leer.
Wieder fröstelte es Jennifer, sie fühlte sich allein und verlassen. Dann nahm sie allen Mut zusammen, griff das Jagdgewehr, zog sich ein paar feste Schuhe an und lief in den Wald.
Sie wollte wissen, vor was sie sich in der Nacht gefürchtet hatte.
Zweige knackten unter ihrem verhaltenen Schritt und nach wenigen Minuten erreichte sie das Ufer des Teichs.
Sie sah sich um, ein suchender Blick nach dem Diener, aber"¦Nichts, nur einige geknickte Zweige an den Büschen und im Gras eine Spur, als wäre etwas geschliffen worden.
Jennifer fasste das Gewehr fester, spannte den Hahn und folgte zaghaft der Spur. Immer wieder hielt sie inne, schaute sich um und lauschte.
Die Spur führte in das Dickicht hinein und endete vor einer alten Eiche, die wettergegerbt hinter dem Tannenwald stand. Die Spur endete im Nichts.
Jennifer lehnte sich an den alten Baum, aber statt der erwartetet Härte spürte sie etwas Weiches, das sie umschlang.
Wie von einer unsichtbaren Hand gefasst, wurde sie in den Baum gezogen, der sie nun umfasste. Dunkelheit umgab sie und sie wunderte sich, dass sie noch atmen konnte.
Sie war Teil des Baumes geworden.
Und so endet hier bereits der Groschenroman, da Faun echt keine Nerven mehr hat, derartigen Schund zu schreiben. Das ist Folter pur.
Jennifer ist eh verschwunden, der Graf war in der Nacht auch verschwunden, die Diener auch. Alles ausgestorben. Weg. Futsch. (Endlich!)
Und wer wissen will, wie dieser Schwachsinn weitergeht:
Sucht eine Eiche und klopft an.
Ideal: Nehmt den Kopf dazu. Vielleicht sitzt Jennifer darin und antwortet.
Ihr meint das sei Unsinn?
Na, was glaubt ihr, was ich von dem Mist halte, den ich hier gerade runtergeschrieben habe. Echt:
Für so was habe ich keine Nerven mehr"¦. Und deratigem Schund habe ich mal meine Brötchen verdient. ICH SCHÄME MICH!!!
(Starke Nerven erforderlich)
Jennifer
Sanft tauchte die orangerote Sonne hinter dem Tannenwald in den Horizont hinein und ihre letzten Strahlen ließen das Glas funkeln, in das Jennifer gerade den letzten Rest des Weines eingoss, vorsichtig gießend aus der handgefertigten Karaffe. Das Funkeln des Glases spiegelte sich in ihren goldblonden Haaren.
Jennifer lächelte und ihre grasgrünen Augen streiften über die Weite der Wiesen, hin zu der kleinen Burg, die auf einem trutzigen Felsen thronte, direkt hinter dem Nadelwald.
Dort lebte er, der Mann ihrer Träume.
Groß war er, von stattlicher und männlicher Gestalt mit sprühenden dunklen Augen und fast pechschwarzem Haar. Er, Graf Leonhard von Steinfels, aus dem uralten Geschlecht.
Am Sonntag hatte sie ihn zuletzt gesehen, abends, als der Vollmond die kleine Lichtung am Waldrand erhellte. Er hatte dort auf einem Baumstupf gesessen und wohl den Stimmen des Südwindes gelauscht, der einen Hauch von Afrika und Abenteuer mit sich zu bringen schien.
Behutsam setzte Jennifer das Weinglas an die vollen Lippen und der rubinrote Trank umspülte ihre perlengleichen Zähne.
Das helle Sommerkleid aus handgewobener Seide gab ihr ein elfengleiches Aussehen.
Jennifer seufzte und schaute hoch zum Firmament, wo sie eine Sternschnuppe zu sehen glaubte.
Sie schloss die Augen und in ihren Gedanken formte sich ein Wunsch. Dieser Wunsch bestand nur aus einem Namen: Leonhard!
Ihre anmutigen Hände glitten über das Weinglas, so, als würde sie es liebkosen und erneut stieß sie einen Seufzer aus, der nun den Namen des Geliebten in die Nacht entließ: "Leonhard, ach Leonhard."
Würde ihr Traum je wahr werden?
Erschöpft von der Hitze des Tages und ihren Gedanken sank sie in den geflochtenen Weidensessel und schloss erneut ihre liebreizenden Augen und träumte sich zu der Burg hinauf.
In Gedanken striffen ihre Hände über die rauen Steine des Gemäuers und ebenso in Gedanken sah sie ihn an. Er stand unterhalb des Bergfriedes, dem großen Turm, zu dessen Spitze eine knarrende Holztreppe hinauf führte. In diesem Traum trug er einen dunklen Smoking, sie erwartend in der abendlichen Sonne.
Ihre Gedanken nahmen fast Gestalt an und mit den Händen griff sie ins Nichts, doch in diesem Traum berührte sie ihn.
Was war das?
Vom Teich, der etwas abseits des Tannenwaldes das Mondlicht spiegelte klang ein Geräusch in die Nacht.
Jennifer schlug die Augen auf und ein Blick auf die diamantenbesetzte Armbanduhr zeigte ihr, dass vor einiger Zeit bereits Mitternacht gewesen war.
In ihren Gedanken war sie eingeschlafen und das fremde Geräusch hatte sie schreckend erweckt. Ein unheimliches Geräusch, eines, welches sie noch nie gehört hatte. Wie das Brechen von starken Ästen, dann aber verbunden mit dem Klang eines Stöhnens.
Ihre zierliche Hand griff sich in die goldenen Locken und sie schüttelte den Kopf.
Mit dem Tischglöckchen läutete sie den Diener herbei.
"Sie haben gerufen, Frau Baronin?"
"Unten am Teich war etwas. Sehe Er doch nach, was es war."
Der Diener verneigte sich und eilte davon.
Jennifer strich sich erneut durch das goldene Haar und mit zierlichen Schritten wandte sie sich zur Balustrade. Ihre Hand fasste den kühlen Marmor. Es war nichts zu sehen, nur der Tannen Wald hob sich dunkel vor dem Blauschwarz der Nacht ab.
Sie sah den Diener den schmalen Waldweg einschlagen und bereits nach wenigen Augenblicken war er im Dickicht verschwunden.
Wieder wanderten ihre Gedanken zu der Burg hinauf, die nun in den nebeligen Dunst der Nacht einzutauchen schien.
Vor ihren inneren Augen sah sie sich wieder tanzend. Ein Walzer war es und sie schwebte in seinen Armen, seinen starken Armen. Sie glaubte fast seine Kraft spüren zu können. Bei ihm konnte sie die zarte Frau sein, die sie in Wirklichkeit war.
Da, ein erneutes Knacken im Wald und dann ein heiseres Stöhnen.
Jennifer erschrak, schlug rasch ein Kreuzzeichen und ihre Hand verharrte vor dem halb geöffneten Mund. Sie zitterte. Ach wäre er doch hier, hier bei ihr.
Ein Frösteln kroch ihr über den Rücken und geschwind lief sie in die Halle der Villa, dann die Treppe hinauf in ihr Schlafgemach.
Hastig war sie die Tür zu und lehnte sich mit dem Rücken dagegen, während die linke Hand zitternd den Schlüssel im schloss umdrehte. Ihr kleines Herz pocherte wild und sie vermeinte den Schlag bis zum Hals hinauf zu spüren.
Sie hielt den Atem an und spreng — angekleidet wie sie war — ins Bett und zog die Eiderdaunendecke über den Kopf.
Einzarter Windhauch stieß das Fenster ein wenig auf und ließ die schweren Batistvorhänge bauschig wehen.
Jennifer lugte unter der Decke hervor, stand dann jedoch beherzt auf und lief zum Fenster.
Es war nichts zu sehen nur ein windiger Tag, den eine weiße Sonne bestrahlte.
Von der alten Kirchturmuhr schlug es die zehnte Stunde, als Jennifer ins bad eilte und sich danach in einen helles Kostüm kleidete um nun nach dem Diener zu läuten, der ihr das Frühmahl bringen sollte.
Nichts geschah. Der Diener kam nicht und mit trippelnden Schritten eilte sie in die Küche.
Auch hier war kein Personal zu finden und auch ihr Rufen wurde nicht erwidert,
Jennifer eilte durch die Räume, immer wieder rufend, aber niemand gab ihr Antwort. Die Villa war leer.
Wieder fröstelte es Jennifer, sie fühlte sich allein und verlassen. Dann nahm sie allen Mut zusammen, griff das Jagdgewehr, zog sich ein paar feste Schuhe an und lief in den Wald.
Sie wollte wissen, vor was sie sich in der Nacht gefürchtet hatte.
Zweige knackten unter ihrem verhaltenen Schritt und nach wenigen Minuten erreichte sie das Ufer des Teichs.
Sie sah sich um, ein suchender Blick nach dem Diener, aber"¦Nichts, nur einige geknickte Zweige an den Büschen und im Gras eine Spur, als wäre etwas geschliffen worden.
Jennifer fasste das Gewehr fester, spannte den Hahn und folgte zaghaft der Spur. Immer wieder hielt sie inne, schaute sich um und lauschte.
Die Spur führte in das Dickicht hinein und endete vor einer alten Eiche, die wettergegerbt hinter dem Tannenwald stand. Die Spur endete im Nichts.
Jennifer lehnte sich an den alten Baum, aber statt der erwartetet Härte spürte sie etwas Weiches, das sie umschlang.
Wie von einer unsichtbaren Hand gefasst, wurde sie in den Baum gezogen, der sie nun umfasste. Dunkelheit umgab sie und sie wunderte sich, dass sie noch atmen konnte.
Sie war Teil des Baumes geworden.
Und so endet hier bereits der Groschenroman, da Faun echt keine Nerven mehr hat, derartigen Schund zu schreiben. Das ist Folter pur.
Jennifer ist eh verschwunden, der Graf war in der Nacht auch verschwunden, die Diener auch. Alles ausgestorben. Weg. Futsch. (Endlich!)
Und wer wissen will, wie dieser Schwachsinn weitergeht:
Sucht eine Eiche und klopft an.
Ideal: Nehmt den Kopf dazu. Vielleicht sitzt Jennifer darin und antwortet.
Ihr meint das sei Unsinn?
Na, was glaubt ihr, was ich von dem Mist halte, den ich hier gerade runtergeschrieben habe. Echt:
Für so was habe ich keine Nerven mehr"¦. Und deratigem Schund habe ich mal meine Brötchen verdient. ICH SCHÄME MICH!!!
-
exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Ich führe die Textreihe weiter.
Frisch.
Aktuell.
Am Nachmittag passiert und danach sinngemäß rasch niedergeschrieben.
__________
Computer... Oder wie man schnell zum Buhmann wird.
Es klingelte.
Genauer gesagt, es klingelt nicht, denn die heutigen Telefone erzeugen ja allerlei Melodien, ein Gedudel, welches auch gewinnbringend durch zu bezahlenden aufladbaren Sing-Sang geändert werden kann.
Mein Telefon dudelt und Sing-Sang erzeuge ich selbst.
"Hier ich, wer stört?"
"Du bist immer so unfreundlich", piepste eine Stimme in mein Ohr, "kannst du dich nicht ordentlich melden, so wie jeder Mensch es tut?"
"Nö, kann ich nicht. Was gibt es?"
" Du bist immer so direkt ..."
"Ja, bin ich. Also, was gibt es"?
"Hast du Zeit?"
"Zeit? Ich habe keine Zeit. Die Zeit hat mich. Sie ist ein ablaufendes Kontinuum, dem ich unterliege. Ich habe keine Zeit, ich habe gerade Nudeln auf dem Teller. Hilft das"?
"Aäääääh, so meine ich das nicht"¦"
"Wie dann"?
"Ich wollte fragen, ob du Zeit"¦ Ääh, ob du mal kommen kannst, mein Computer spielt doof".
"Ja? Toll. Kennt er denn die Regeln?"
"Hä?"
"Ich meine, wenn er spielt, dann sollte er die Regeln kennen. Normalerweise spielen Computer nicht doof, dafür ist eher der davor sitzende Nicht-Computer zuständig":
"Häh? Wie meinst du das, das verstehe ich nicht".
"Gut, ich bin gleich da. Kostet dich einen große Tasse voll Kaffee. Und stell die stinkenden Blumen aus dem Zimmer."
"Die sind aber schön"¦"
"Soll ich zu dir kommen oder nicht?"
"Ja, ja, ich stelle sie schon weg."
Rund 15 Minuten später.
Eine Tasse Kaffee erwartete mich und ich setzte mich an den Schreibtisch, auf dem (nicht unter ihm) der Computer stand, gekrönt von einem Plüschbären in pinkigem Pink.
Nein, ich verrate das Geschlecht der PC-Besitzerin nicht, soviel Takt muss sein"¦
"Na, dann erzähle mal, was der Nicht-PC so gemacht hat."
"Nicht-PC?"
Mein Finger deutete auf den Computer:
"Das ist der PC, " der Finger schlug einen Bogen von neuntig Grad, "das der Nicht-PC."
"Ach, du meinst mich? Dann sag das doch"¦. Also Ich habe da gestern eine Bekannte getroffen, die hat ganz viel Ahnung vom Computer"¦"
"Ganz viel Ahnung"¦?" stutzte ich und mir kamen Vorahnungen in den Sinn.
"Ja, die kann das alles."
"Was ist Alles"?
"So mit Programmen und so."
""¦Dieses "Und so" ist immer gut. Vor allem ist es sehr präzise."
"Jedenfalls spielt der Computer doof."
"Das hatten wir bereits."
"Ja, irgendwie läuft das nicht richtig."
"Seit wann?"
"Seit XY daran war. Sie hat nur einige wichtige Programme installiert."
"Wichtige Programme? Welche Programme?"
"Ja, das weiß ich nicht so richtig. Sie sagte, die braucht man."
"Habt ihr zuvor einen Systemrückstellungspunkt erstellt?"
"Einen was?"
Eine Erklärung sparte ich mir, die Frage war Antwort genug.
Einen Schluck Kaffee zu trinken, den PC einzuschalten und eine Zigarette anzuzünden war eine fast gleichzeitige Bewegung.
"Musst du hier rauchen?"
"Ja."
"Aber wir rauchen hier nicht."
"Schön für euch. Ich rauche oder ich gehe."
"Ja, aber nicht soviel bitte"¦ meine Bronchien"¦"
Ein gespieltes Räuspern unterstrich den Unwillen.
Zwischenzeitlich strahlte mich der Desktop an. Ein geschmackloses Bild in Dunkelpink mit ebenfalls pinken Katzen —allerdings in hellerem Farbton - gab mir eine optische Ohrfeige.
Ruck-Zuck den Bildschirmhintergrund in ordentliche Schwarz erstellt und dann ein Schrei.
"Du hast meine Katzen gelöscht"¦ Das schöne Bild."
"Ja, die Katzen sind weg"¦"
"Mach das wieder hin, das brauch` ich."
"Ich nicht. Ich möchte etwas sehen."
Ein brummelndes Gemaule war die Antwort.
"Also, wo hakt es."
Wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort:
"Äääh"¦Überall"¦"
Ja, das mag ich: Ich liebe präzise Ansagen"¦
Gut, ich öffnete zuerst einmal ein Word-Dokument, doch das, was ich da sah, verschlug mir die Sprache.
Statt eines weißen Blattes sprangen mich geschätzte 128 Arbeitsleisten an.
Die Schreibfläche war kaum zu sehen.
"Was soll denn das?"
"Ja, sie sagte, dann hat man immer alles zur Hand und braucht nicht zu suchen".
"Doch, die Arbeitsfläche"¦"
Somit richtete ich Word wieder arbeitsfähig her.
"Jetzt kannst du wieder schreiben."
" Damit schreibe ich doch nicht."
"Womit denn?"
"Mit dem Schreibprogramm."
"Schreibprogramm?
"Ja, Word, Editor, Notizblock, Wachsmalkreide"¦."
Ich zündete eine weitere Zigarette an und loggte mich ins Internet ein.
..
Au"¦
Wer hat schon (gezählte!) vierzehn Toolbars in Gebrauch?
"Was soll das denn?"
"Was?"
"Die Toolbaransammlung?"
"Die brauche ich, denn wenn man was bei Google nicht findet, dann nehme ich eine andere."
Muss man das verstehen?
Ich servierte die Toolbarbande ab, darunter auch übles Zeug mit beinhaltendermale oder- Add-Ware.
"Und wenn ich jetzt nichts mehr finde?"
"Dann fragst du deine Bekannte mit der vielen Ahnung. Übrigens, wieso macht die das denn hier nicht?"
"Ja, sie weiß nicht so ganz richtig"¦."
"Ich dachte sie hat den vollen Durchblick."
"Hat sie auch, sie kann Programme installieren."
"Das sehe ich."
Ein Blick in die Programmliste zeigte es mir.
Ich entfernte )ch notierte es):
11 Mal/Zeichenprogramme
7 Programme zur Erstellung von Diagrammen
6 Übersetzungsprogramme
9 Videobetrachter,
14 Schreibgeneratoren
4 Generatoren für Grußkarten
12 Bildbearbeitungsprogramme
62 (!) Dummspiele
Kurz gesgt:
Der PC war vollgemüllt.
Der PC selbst ist eine eher ältere Kiste (sehr alt"¦), mit 80 GB Festplatte und 256 MB Arbeitsspeicher, dazu Onboard-Karten, 1,6 CPU, wahrlich kein Supergerät.
"Er ist auch nicht gerade auf dem aktuellen Stand, " bemerkte ich.
"Wieso, den hab ich doch erst im letzten Jahr gekauft."
"Was hast du bezahlt?"
" 250 Euro."
Ich verschluckte mich am Kaffee.
"Wo?"
"Bei XYbay. Da stand Preis vorschlagen, das hab ich dann gemacht."
"Und dein alter Rechner?
"Den hab ich entsorgt. Der war ja schon alt. Der hier ist neu."
"Was ist alt? Was war denn drin?"
"Drin? Das, was alle haben. So Elektrozeug."
"Ich meine, welcher Prozessor, Grafikkarte"¦ ."
"Das weiß ich nicht. Er war schon fünf Jahre alt. Und am Gehäuse war eine Schramme. Der hier hat keine Schramme."
"Nein, hat er nicht."
"War das zu teuer, was ich bezahlt habe?"
"¦. Was sollte ich dazu sagen"¦.
"Na, der Verkäufer hat dir zumindest ein funktionierendes Gerät verkauft."
"Ja", strahlte mein Nicht-PC neben mir. "und geht er jetzt wieder?"
"Kaum. Dazu musst du ihm das laufen beibringen."
"Man! Du weißt schon was ich meine."
"Ja. Er funktioniert wieder. Und noch ein Tipp: Sag deiner Bekannten, sie soll die Finger von dem Ding lassen, sie mag Ahnung haben, aber nur, wie man einen PC vollmüllt. "
"Wieso."
Ich runzelte die Stirn und ging.
Wie erklärt man so was einer pinkigem Plüschbärenbesitzerin"¦..?
Kaum daheim randalierte das Telefon:
"Was ist denn mit meinem schönen Katzenbild?"
" Das ist weg. Stell es neu rein."
"Und wie macht man das?"
"Bild aufrufen, mit rechter Maustate anklicken, als Desktophintergrund verwenden anklicken. Fertig."
"Ja und wo ist das Bild?"
"Da, wo du es gespeichert hast."
"Gespeichert? Das war in einem Ordner."
"Ja. In einem Ordner gespeichert."
"In welchem?"
"In dem Ordner, in den du es hinein getan hast."
"Das weiß ich nicht mehr."
"Dann suche es mit der Suche."
"Wie geht das?"
"Hast du eine Bedienungsanleitung für das Betriebssystem?"
"Betriebsystem?"
"Ja, du hast Windows XP."
"Ja, irgendwo habe ich so ein Ratgeberbuch."
"Prima, das suchst du jetzt und dann suchst du nach Suche und anschließend nutzt du die Suche."
"Man, das ist aber kompliziert."
"Nein, das ist logisches Vorgehen."
"Kannst du das nicht eben machen?"
"Nein!"
"Du bist doof."
"Auch falsch, ich bin nicht doof, sondern der, der dir nie wieder helfen wird."
"A********."
"Oh, hast deinen Namen geändert?"
Ich legte auf.
So wird man schnell zum Buhmann.
Frisch.
Aktuell.
Am Nachmittag passiert und danach sinngemäß rasch niedergeschrieben.
__________
Computer... Oder wie man schnell zum Buhmann wird.
Es klingelte.
Genauer gesagt, es klingelt nicht, denn die heutigen Telefone erzeugen ja allerlei Melodien, ein Gedudel, welches auch gewinnbringend durch zu bezahlenden aufladbaren Sing-Sang geändert werden kann.
Mein Telefon dudelt und Sing-Sang erzeuge ich selbst.
"Hier ich, wer stört?"
"Du bist immer so unfreundlich", piepste eine Stimme in mein Ohr, "kannst du dich nicht ordentlich melden, so wie jeder Mensch es tut?"
"Nö, kann ich nicht. Was gibt es?"
" Du bist immer so direkt ..."
"Ja, bin ich. Also, was gibt es"?
"Hast du Zeit?"
"Zeit? Ich habe keine Zeit. Die Zeit hat mich. Sie ist ein ablaufendes Kontinuum, dem ich unterliege. Ich habe keine Zeit, ich habe gerade Nudeln auf dem Teller. Hilft das"?
"Aäääääh, so meine ich das nicht"¦"
"Wie dann"?
"Ich wollte fragen, ob du Zeit"¦ Ääh, ob du mal kommen kannst, mein Computer spielt doof".
"Ja? Toll. Kennt er denn die Regeln?"
"Hä?"
"Ich meine, wenn er spielt, dann sollte er die Regeln kennen. Normalerweise spielen Computer nicht doof, dafür ist eher der davor sitzende Nicht-Computer zuständig":
"Häh? Wie meinst du das, das verstehe ich nicht".
"Gut, ich bin gleich da. Kostet dich einen große Tasse voll Kaffee. Und stell die stinkenden Blumen aus dem Zimmer."
"Die sind aber schön"¦"
"Soll ich zu dir kommen oder nicht?"
"Ja, ja, ich stelle sie schon weg."
Rund 15 Minuten später.
Eine Tasse Kaffee erwartete mich und ich setzte mich an den Schreibtisch, auf dem (nicht unter ihm) der Computer stand, gekrönt von einem Plüschbären in pinkigem Pink.
Nein, ich verrate das Geschlecht der PC-Besitzerin nicht, soviel Takt muss sein"¦
"Na, dann erzähle mal, was der Nicht-PC so gemacht hat."
"Nicht-PC?"
Mein Finger deutete auf den Computer:
"Das ist der PC, " der Finger schlug einen Bogen von neuntig Grad, "das der Nicht-PC."
"Ach, du meinst mich? Dann sag das doch"¦. Also Ich habe da gestern eine Bekannte getroffen, die hat ganz viel Ahnung vom Computer"¦"
"Ganz viel Ahnung"¦?" stutzte ich und mir kamen Vorahnungen in den Sinn.
"Ja, die kann das alles."
"Was ist Alles"?
"So mit Programmen und so."
""¦Dieses "Und so" ist immer gut. Vor allem ist es sehr präzise."
"Jedenfalls spielt der Computer doof."
"Das hatten wir bereits."
"Ja, irgendwie läuft das nicht richtig."
"Seit wann?"
"Seit XY daran war. Sie hat nur einige wichtige Programme installiert."
"Wichtige Programme? Welche Programme?"
"Ja, das weiß ich nicht so richtig. Sie sagte, die braucht man."
"Habt ihr zuvor einen Systemrückstellungspunkt erstellt?"
"Einen was?"
Eine Erklärung sparte ich mir, die Frage war Antwort genug.
Einen Schluck Kaffee zu trinken, den PC einzuschalten und eine Zigarette anzuzünden war eine fast gleichzeitige Bewegung.
"Musst du hier rauchen?"
"Ja."
"Aber wir rauchen hier nicht."
"Schön für euch. Ich rauche oder ich gehe."
"Ja, aber nicht soviel bitte"¦ meine Bronchien"¦"
Ein gespieltes Räuspern unterstrich den Unwillen.
Zwischenzeitlich strahlte mich der Desktop an. Ein geschmackloses Bild in Dunkelpink mit ebenfalls pinken Katzen —allerdings in hellerem Farbton - gab mir eine optische Ohrfeige.
Ruck-Zuck den Bildschirmhintergrund in ordentliche Schwarz erstellt und dann ein Schrei.
"Du hast meine Katzen gelöscht"¦ Das schöne Bild."
"Ja, die Katzen sind weg"¦"
"Mach das wieder hin, das brauch` ich."
"Ich nicht. Ich möchte etwas sehen."
Ein brummelndes Gemaule war die Antwort.
"Also, wo hakt es."
Wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort:
"Äääh"¦Überall"¦"
Ja, das mag ich: Ich liebe präzise Ansagen"¦
Gut, ich öffnete zuerst einmal ein Word-Dokument, doch das, was ich da sah, verschlug mir die Sprache.
Statt eines weißen Blattes sprangen mich geschätzte 128 Arbeitsleisten an.
Die Schreibfläche war kaum zu sehen.
"Was soll denn das?"
"Ja, sie sagte, dann hat man immer alles zur Hand und braucht nicht zu suchen".
"Doch, die Arbeitsfläche"¦"
Somit richtete ich Word wieder arbeitsfähig her.
"Jetzt kannst du wieder schreiben."
" Damit schreibe ich doch nicht."
"Womit denn?"
"Mit dem Schreibprogramm."
"Schreibprogramm?
"Ja, Word, Editor, Notizblock, Wachsmalkreide"¦."
Ich zündete eine weitere Zigarette an und loggte mich ins Internet ein.
..
Au"¦
Wer hat schon (gezählte!) vierzehn Toolbars in Gebrauch?
"Was soll das denn?"
"Was?"
"Die Toolbaransammlung?"
"Die brauche ich, denn wenn man was bei Google nicht findet, dann nehme ich eine andere."
Muss man das verstehen?
Ich servierte die Toolbarbande ab, darunter auch übles Zeug mit beinhaltendermale oder- Add-Ware.
"Und wenn ich jetzt nichts mehr finde?"
"Dann fragst du deine Bekannte mit der vielen Ahnung. Übrigens, wieso macht die das denn hier nicht?"
"Ja, sie weiß nicht so ganz richtig"¦."
"Ich dachte sie hat den vollen Durchblick."
"Hat sie auch, sie kann Programme installieren."
"Das sehe ich."
Ein Blick in die Programmliste zeigte es mir.
Ich entfernte )ch notierte es):
11 Mal/Zeichenprogramme
7 Programme zur Erstellung von Diagrammen
6 Übersetzungsprogramme
9 Videobetrachter,
14 Schreibgeneratoren
4 Generatoren für Grußkarten
12 Bildbearbeitungsprogramme
62 (!) Dummspiele
Kurz gesgt:
Der PC war vollgemüllt.
Der PC selbst ist eine eher ältere Kiste (sehr alt"¦), mit 80 GB Festplatte und 256 MB Arbeitsspeicher, dazu Onboard-Karten, 1,6 CPU, wahrlich kein Supergerät.
"Er ist auch nicht gerade auf dem aktuellen Stand, " bemerkte ich.
"Wieso, den hab ich doch erst im letzten Jahr gekauft."
"Was hast du bezahlt?"
" 250 Euro."
Ich verschluckte mich am Kaffee.
"Wo?"
"Bei XYbay. Da stand Preis vorschlagen, das hab ich dann gemacht."
"Und dein alter Rechner?
"Den hab ich entsorgt. Der war ja schon alt. Der hier ist neu."
"Was ist alt? Was war denn drin?"
"Drin? Das, was alle haben. So Elektrozeug."
"Ich meine, welcher Prozessor, Grafikkarte"¦ ."
"Das weiß ich nicht. Er war schon fünf Jahre alt. Und am Gehäuse war eine Schramme. Der hier hat keine Schramme."
"Nein, hat er nicht."
"War das zu teuer, was ich bezahlt habe?"
"¦. Was sollte ich dazu sagen"¦.
"Na, der Verkäufer hat dir zumindest ein funktionierendes Gerät verkauft."
"Ja", strahlte mein Nicht-PC neben mir. "und geht er jetzt wieder?"
"Kaum. Dazu musst du ihm das laufen beibringen."
"Man! Du weißt schon was ich meine."
"Ja. Er funktioniert wieder. Und noch ein Tipp: Sag deiner Bekannten, sie soll die Finger von dem Ding lassen, sie mag Ahnung haben, aber nur, wie man einen PC vollmüllt. "
"Wieso."
Ich runzelte die Stirn und ging.
Wie erklärt man so was einer pinkigem Plüschbärenbesitzerin"¦..?
Kaum daheim randalierte das Telefon:
"Was ist denn mit meinem schönen Katzenbild?"
" Das ist weg. Stell es neu rein."
"Und wie macht man das?"
"Bild aufrufen, mit rechter Maustate anklicken, als Desktophintergrund verwenden anklicken. Fertig."
"Ja und wo ist das Bild?"
"Da, wo du es gespeichert hast."
"Gespeichert? Das war in einem Ordner."
"Ja. In einem Ordner gespeichert."
"In welchem?"
"In dem Ordner, in den du es hinein getan hast."
"Das weiß ich nicht mehr."
"Dann suche es mit der Suche."
"Wie geht das?"
"Hast du eine Bedienungsanleitung für das Betriebssystem?"
"Betriebsystem?"
"Ja, du hast Windows XP."
"Ja, irgendwo habe ich so ein Ratgeberbuch."
"Prima, das suchst du jetzt und dann suchst du nach Suche und anschließend nutzt du die Suche."
"Man, das ist aber kompliziert."
"Nein, das ist logisches Vorgehen."
"Kannst du das nicht eben machen?"
"Nein!"
"Du bist doof."
"Auch falsch, ich bin nicht doof, sondern der, der dir nie wieder helfen wird."
"A********."
"Oh, hast deinen Namen geändert?"
Ich legte auf.
So wird man schnell zum Buhmann.
Zuletzt geändert von exuser-2014-11-07 am Sa 23. Aug 2014, 21:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Exuserin-2015-09-09
Re: Wer ist das?
Eine tolle Kurzgeschichte aus dem Leben! Ich schmunzelte! Klasse. So sind sie, so sind wir, wir Zicken!
-
exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Ich führe die Textreihe weiter.
Heute einmal ein kurzes Märchen (Märchen?) aus meinem alten Sammelsurium.
_______
Drache
(Märchen"¦?)
Vor langer Zeit lebte einmal ein kühner Ritter der in die Welt auszog um Abenteuer zu erleben. Er fing Einhörner, besiegte Nachtmahre, rang Seeschlangen nieder und kämpfte gegen Trolle.
Eines Tages kam er in ein steiniges Bergland, Abgründe fielen rechts und links seines Weges ins Nichts, als er plötzlich ein Fauchen hörte.
Mutig zog er sein Schwert und schaute nach dem Geräusch. Hinter der Wegbiegung sah er vor einer Höhle einen Drachen liegen, der kleine Rauchwolken aus den Nüstern stieß und dabei dieses zischende Fauchen vernehmen ließ.
Mit einem Sprung war er vor dem Drachen, hob das Schwert und wollte das Untier zur Strecke bringen, da reckte sich der Drache und sagte:
"Halt, edler Ritter, erschlage mich nicht. Ich bin eine verwunschene Prinzessin."
Der Ritter zögerte.
"Das glaube ich nicht!"
"Ich beweise es dir", sagte der Drache, "komm zur Abendstunde zu mir zurück und du wirst es sehen."
Der Ritter zögerte einen Augenblickt und nickte dann:
"Gut, so soll es sein. Wenn du mich aber belogen hast, wird es dein Ende sein."
Er machte sich auf den Weg, suchte sich eine Grotte und schlief bis zur Abendstunde und machte sich dann erwartungsvoll auf den Weg zu dem Drachen.
Als er die Höhle erreichte, sah er dort eine wunderschöne Prinzessin auf einem Stein sitzen, die ihr hüftlanges Haar kämmte und ihn voller Liebreiz ansah. Nie sah er ein schöneres Wesen,
"Siehst du edler Ritter, ich sagte dir die Wahrheit."
"Wie kann das sein?" fragte er.
"Ach", seufzte die Prinzessin, "eine böse Hexe hat mich verwunschen und nur einmal im Jahr kann ich meine wahre Gestalt an nehmen."
Mit einem koketten Klick sah sie den Ritter an, verschob das hauchdünne Kleidchen ein wenig und lächelte den Ritter an, der sich auf sein Schwert gestützt hatte.
"Das ist gar schrecklich", bedauerte er sie.
"Aber", schmeichelte die Prinzessin, "der Fluch kann gebrochen werden. Wenn du mich heiratetest wird der Bann von mir genommen und mein Schatz gehört dir."
"Das will ich gerne tun", sagte der Ritter liebestoll und betrachtete die Schönste der Schönen mit vernebeltem Blick.
"Aber bedenke", sagte die Prinzessin dann weiter, "ganz kann der Fluch nicht genommen werden. Einmal am Tag muss ich mich wieder in einen Drachen verwandeln."
"Das macht mir nichts", erwiderte der Ritter, der nun keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und gab der liebreizenden Prinzessin einen Kuss auf die Nasenspitze.
Da lachte sie und so wurden die beiden ein Paar.
Nach der Hochzeit fragte er sie:
"Wie ist der Name der Hexe, die dich verwunschen hatte."
Die Prinzessin zögerte ein wenig und sagte dann:
"Natur heißt sie"¦Ihr Name ist Natur."
Moral:
Ganz gleich wie liebreizend die Prinzessin ist: Es ist immer ein Drache in ihr.
Heute einmal ein kurzes Märchen (Märchen?) aus meinem alten Sammelsurium.
_______
Drache
(Märchen"¦?)
Vor langer Zeit lebte einmal ein kühner Ritter der in die Welt auszog um Abenteuer zu erleben. Er fing Einhörner, besiegte Nachtmahre, rang Seeschlangen nieder und kämpfte gegen Trolle.
Eines Tages kam er in ein steiniges Bergland, Abgründe fielen rechts und links seines Weges ins Nichts, als er plötzlich ein Fauchen hörte.
Mutig zog er sein Schwert und schaute nach dem Geräusch. Hinter der Wegbiegung sah er vor einer Höhle einen Drachen liegen, der kleine Rauchwolken aus den Nüstern stieß und dabei dieses zischende Fauchen vernehmen ließ.
Mit einem Sprung war er vor dem Drachen, hob das Schwert und wollte das Untier zur Strecke bringen, da reckte sich der Drache und sagte:
"Halt, edler Ritter, erschlage mich nicht. Ich bin eine verwunschene Prinzessin."
Der Ritter zögerte.
"Das glaube ich nicht!"
"Ich beweise es dir", sagte der Drache, "komm zur Abendstunde zu mir zurück und du wirst es sehen."
Der Ritter zögerte einen Augenblickt und nickte dann:
"Gut, so soll es sein. Wenn du mich aber belogen hast, wird es dein Ende sein."
Er machte sich auf den Weg, suchte sich eine Grotte und schlief bis zur Abendstunde und machte sich dann erwartungsvoll auf den Weg zu dem Drachen.
Als er die Höhle erreichte, sah er dort eine wunderschöne Prinzessin auf einem Stein sitzen, die ihr hüftlanges Haar kämmte und ihn voller Liebreiz ansah. Nie sah er ein schöneres Wesen,
"Siehst du edler Ritter, ich sagte dir die Wahrheit."
"Wie kann das sein?" fragte er.
"Ach", seufzte die Prinzessin, "eine böse Hexe hat mich verwunschen und nur einmal im Jahr kann ich meine wahre Gestalt an nehmen."
Mit einem koketten Klick sah sie den Ritter an, verschob das hauchdünne Kleidchen ein wenig und lächelte den Ritter an, der sich auf sein Schwert gestützt hatte.
"Das ist gar schrecklich", bedauerte er sie.
"Aber", schmeichelte die Prinzessin, "der Fluch kann gebrochen werden. Wenn du mich heiratetest wird der Bann von mir genommen und mein Schatz gehört dir."
"Das will ich gerne tun", sagte der Ritter liebestoll und betrachtete die Schönste der Schönen mit vernebeltem Blick.
"Aber bedenke", sagte die Prinzessin dann weiter, "ganz kann der Fluch nicht genommen werden. Einmal am Tag muss ich mich wieder in einen Drachen verwandeln."
"Das macht mir nichts", erwiderte der Ritter, der nun keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und gab der liebreizenden Prinzessin einen Kuss auf die Nasenspitze.
Da lachte sie und so wurden die beiden ein Paar.
Nach der Hochzeit fragte er sie:
"Wie ist der Name der Hexe, die dich verwunschen hatte."
Die Prinzessin zögerte ein wenig und sagte dann:
"Natur heißt sie"¦Ihr Name ist Natur."
Moral:
Ganz gleich wie liebreizend die Prinzessin ist: Es ist immer ein Drache in ihr.
-
exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Ich führe die Textreihe weiter.
Heute der erste Teil einer Kurzgeschichte. (Ziehen wir das Niveau mal ein wenig an)
War es so?
Es kann so gewesen sein.
_______
Esther (1)
"Mutter, gib mir Brot"¦"
Das Mädchen zog an dem Umhang der hageren Frau, die auf einen Stein saß und sah sie aus eingefallenen Augenhöhlen an.
Die Mutter starrte ins Nichts.
"Brot will sie...Brot..."? Woher nur?
Es gab kein Brot mehr. Es gab nicht einmal mehr irgendeinen Grashalm, der auf der windigen Ebene wuchs.
Alles hatte sie schon gegessen und um den ärgsten Hunger zu bekämpfen hatte man die Sandalen ausgekocht und kaute auf dem zähen Leder herum.
"Ich habe kein Brot, Esther", presste die Mutter matt hervor, denn schon die geringste Silbe zu sprechen fiel ihr schwer. Zitternd strich sie dem Kind über das staubige Haar und kaum mehr spürte sie den Zug der kleinen Hand an ihrem Kleid.
Wieder wanderte ihr Blick über die Ebene.
Wie lange waren sie schon hier? Sie konnte es nicht sagent, aber sie wusste, dass es richtig war, hierher zu gehen; ganz gleich, wie das Ende auch sein würde.
Der von der Belagerung aujsgehende Lärm war fast nicht mehr zu hören. Nur noch ein dumpfes Grollen und ab und zu schlug ein Felsbrocken irgendwo ein.
Gestern waren die ersten römischen Speere über die Befestigungsanlage geflogen.
Nah waren sie, sehr nah und Hiram hatte ihr gesagt, dass die Römer im Tal Kreuze aufrichten würden. Ein Wald des Todes und wer die Blätter daran sein würden, war auch schon bestimmt.
Sie, sie alle hier, die einen verzweifelten Kampf fochten!
Es würde keinen Sieg geben und doch!
Jeder Lidschlag, den sie hier oben länger ausharrten, war ein Sieg. Sie, die sich auf den Festungsberg zurückgezogen hatten, den Herodes einst ausbauen ließ.
Nein, es gab auch für die Römer keinen Sieg.
Natürlich würden die Wälle brechen, aber ist es ein glorreicher Sieg, wenn Rom, das Große und Mächtige verzweifelt immer und immer wieder gegen einen Berg anrennen muss, der sich als Bollwerk zeigt?
Ihre eigene Bewaffnung war schlecht und unbewusst griff sie den Stock fester, den man ihr als Waffe gegeben hatte.
Ein Knüppel gegen Schwerter.
Schleudern gegen Bögen.
Speere gegen Belagerungsmaschinen.
Ein ungleicher Kampf.
Sie mussten verlieren, das war sicher, aber die Niederlage war auch ein Sieg. Ein Zeichen an die freien Völker und die Sklaven, dass Rom zwar die Welt beherrschte, aber kein Herr war, sondern ein plündernder Tyrann. Sie achteten nichts, nicht einmal den Glauben mit ihrem Kaiser, der sich einem Gott gleich dünkte.
Sie zerstörten die heiligen Städte und die Hufe ihrer Pferde gallopierten durch die gewihten Hallen und machten sie zum Viehstall.
Verächtlich spuckte sie aus...
...Nein, sie versuchte es, denn der Gaumen war verdorrt und die Zunge schien mit dem Gaumen eins geworden.
Mühsam erhob sie sich und noch immer hielt sich Esther an ihrem Rock fest.
Die Sonne war hoch gestiegen und die Hitze ließ das Licht auf dem Boden flirren.
Dort drüben stand Eleazar.
Ihm waren sie gefolgt. Und es war gut, ihm zu folgen.
Er stand allein und seine Hände hatte er vor das Gesicht geschlagen. Das Haupt gesenkt und den Rücken der Sonne zugewandt. Er hatte nicht mehr den aufrechten Stand, wie damals, als sie in die Festung geflüchtet waren. Seine Schultern waren gebeugt und dennoch, die Kraft, die ihn beseelte, wenn man in seine Augen sah, ließen die Kraft auf Jeden überspringen, den sein Blick streifte.
Zögernd ging sie zu ihm und er ließ die Hände kraftlos sinken. Als einziger Mann trug er ein Schwert und es lag vor ihm auf den Boden. Dolche besaßen sie, ja, aber niemand sonst hatte ein Schwert.
"Es ist heiß heute",
Seine Stimme klang ruhig. Eine dunkle Stimme, tief, als käme sie aus dem Inneren der Erde und zugleich kraftvoll. Hier stand ein Mann, der würde sich beugen, aber er würde niemals knien.
Sie nickte, denn die Trockenheit im Mund ließ sie nur noch summen.
Er lächelte leicht und sein Blick blieb auf dem Kind ruhen, wobei er sogleich den linken Arm zeigend anhob,.
"Geh mit ihr in die Grotte. Komm nicht heraus. Erzähle der Welt, was hier geschah. Ich werde es nicht mehr können".
Erschrocken sah sie auf und er deutete ihren Blick richtig.
"Ja, heute ist es soweit. Heute. Nicht mehr lange. Geh."
Sie schlug die Augen nieder und langsamen Schrittes wandte sie sich der Grotte zu, die etwas unterhalb eines Felsens lag.
Kühl war es hier und sie zog Esther an sich und drückte dem Kind die Ohren zu damit sie die Schreie nicht hören konnte.
Jetzt"¦
Jetzt war es soweit.
Die Mauer brach und es würde nicht mehr lange dauern dann würden die römischen Schnitter ihre blutige Ernte einbringen wollen.
Doch sie wusste, dass diese Schreie nicht von den Römern ausgelöst worden waren. Sie wusste es, doch das Kind nicht.
Sie wusste, was draußen geschah und ihr Körper verkrampfte sich tränenlos zu Stein"¦.
......
Im Jahr 73 der neuen Zeitrechnung fiel Masada.
15 000 römische Soldaten hatten die Festung belagert.
973 Sikarier hatten sie gehalten, so lange es ihnen möglich war.
Als die Römer die Festung betraten sahen sie dies:
Statt sich zu ergeben, hatten sich die Sikarier selbst getötet,
um der Sklaverei zu entgehen und ein Fanal der Freiheit zu sein.
Der Überlieferung nach haben nur einige Frauen und Kinder das Ende Masadas überlebt.
Eines der Kinder hieß Esther.
Denkt an sie...
Heute der erste Teil einer Kurzgeschichte. (Ziehen wir das Niveau mal ein wenig an)
War es so?
Es kann so gewesen sein.
_______
Esther (1)
"Mutter, gib mir Brot"¦"
Das Mädchen zog an dem Umhang der hageren Frau, die auf einen Stein saß und sah sie aus eingefallenen Augenhöhlen an.
Die Mutter starrte ins Nichts.
"Brot will sie...Brot..."? Woher nur?
Es gab kein Brot mehr. Es gab nicht einmal mehr irgendeinen Grashalm, der auf der windigen Ebene wuchs.
Alles hatte sie schon gegessen und um den ärgsten Hunger zu bekämpfen hatte man die Sandalen ausgekocht und kaute auf dem zähen Leder herum.
"Ich habe kein Brot, Esther", presste die Mutter matt hervor, denn schon die geringste Silbe zu sprechen fiel ihr schwer. Zitternd strich sie dem Kind über das staubige Haar und kaum mehr spürte sie den Zug der kleinen Hand an ihrem Kleid.
Wieder wanderte ihr Blick über die Ebene.
Wie lange waren sie schon hier? Sie konnte es nicht sagent, aber sie wusste, dass es richtig war, hierher zu gehen; ganz gleich, wie das Ende auch sein würde.
Der von der Belagerung aujsgehende Lärm war fast nicht mehr zu hören. Nur noch ein dumpfes Grollen und ab und zu schlug ein Felsbrocken irgendwo ein.
Gestern waren die ersten römischen Speere über die Befestigungsanlage geflogen.
Nah waren sie, sehr nah und Hiram hatte ihr gesagt, dass die Römer im Tal Kreuze aufrichten würden. Ein Wald des Todes und wer die Blätter daran sein würden, war auch schon bestimmt.
Sie, sie alle hier, die einen verzweifelten Kampf fochten!
Es würde keinen Sieg geben und doch!
Jeder Lidschlag, den sie hier oben länger ausharrten, war ein Sieg. Sie, die sich auf den Festungsberg zurückgezogen hatten, den Herodes einst ausbauen ließ.
Nein, es gab auch für die Römer keinen Sieg.
Natürlich würden die Wälle brechen, aber ist es ein glorreicher Sieg, wenn Rom, das Große und Mächtige verzweifelt immer und immer wieder gegen einen Berg anrennen muss, der sich als Bollwerk zeigt?
Ihre eigene Bewaffnung war schlecht und unbewusst griff sie den Stock fester, den man ihr als Waffe gegeben hatte.
Ein Knüppel gegen Schwerter.
Schleudern gegen Bögen.
Speere gegen Belagerungsmaschinen.
Ein ungleicher Kampf.
Sie mussten verlieren, das war sicher, aber die Niederlage war auch ein Sieg. Ein Zeichen an die freien Völker und die Sklaven, dass Rom zwar die Welt beherrschte, aber kein Herr war, sondern ein plündernder Tyrann. Sie achteten nichts, nicht einmal den Glauben mit ihrem Kaiser, der sich einem Gott gleich dünkte.
Sie zerstörten die heiligen Städte und die Hufe ihrer Pferde gallopierten durch die gewihten Hallen und machten sie zum Viehstall.
Verächtlich spuckte sie aus...
...Nein, sie versuchte es, denn der Gaumen war verdorrt und die Zunge schien mit dem Gaumen eins geworden.
Mühsam erhob sie sich und noch immer hielt sich Esther an ihrem Rock fest.
Die Sonne war hoch gestiegen und die Hitze ließ das Licht auf dem Boden flirren.
Dort drüben stand Eleazar.
Ihm waren sie gefolgt. Und es war gut, ihm zu folgen.
Er stand allein und seine Hände hatte er vor das Gesicht geschlagen. Das Haupt gesenkt und den Rücken der Sonne zugewandt. Er hatte nicht mehr den aufrechten Stand, wie damals, als sie in die Festung geflüchtet waren. Seine Schultern waren gebeugt und dennoch, die Kraft, die ihn beseelte, wenn man in seine Augen sah, ließen die Kraft auf Jeden überspringen, den sein Blick streifte.
Zögernd ging sie zu ihm und er ließ die Hände kraftlos sinken. Als einziger Mann trug er ein Schwert und es lag vor ihm auf den Boden. Dolche besaßen sie, ja, aber niemand sonst hatte ein Schwert.
"Es ist heiß heute",
Seine Stimme klang ruhig. Eine dunkle Stimme, tief, als käme sie aus dem Inneren der Erde und zugleich kraftvoll. Hier stand ein Mann, der würde sich beugen, aber er würde niemals knien.
Sie nickte, denn die Trockenheit im Mund ließ sie nur noch summen.
Er lächelte leicht und sein Blick blieb auf dem Kind ruhen, wobei er sogleich den linken Arm zeigend anhob,.
"Geh mit ihr in die Grotte. Komm nicht heraus. Erzähle der Welt, was hier geschah. Ich werde es nicht mehr können".
Erschrocken sah sie auf und er deutete ihren Blick richtig.
"Ja, heute ist es soweit. Heute. Nicht mehr lange. Geh."
Sie schlug die Augen nieder und langsamen Schrittes wandte sie sich der Grotte zu, die etwas unterhalb eines Felsens lag.
Kühl war es hier und sie zog Esther an sich und drückte dem Kind die Ohren zu damit sie die Schreie nicht hören konnte.
Jetzt"¦
Jetzt war es soweit.
Die Mauer brach und es würde nicht mehr lange dauern dann würden die römischen Schnitter ihre blutige Ernte einbringen wollen.
Doch sie wusste, dass diese Schreie nicht von den Römern ausgelöst worden waren. Sie wusste es, doch das Kind nicht.
Sie wusste, was draußen geschah und ihr Körper verkrampfte sich tränenlos zu Stein"¦.
......
Im Jahr 73 der neuen Zeitrechnung fiel Masada.
15 000 römische Soldaten hatten die Festung belagert.
973 Sikarier hatten sie gehalten, so lange es ihnen möglich war.
Als die Römer die Festung betraten sahen sie dies:
Statt sich zu ergeben, hatten sich die Sikarier selbst getötet,
um der Sklaverei zu entgehen und ein Fanal der Freiheit zu sein.
Der Überlieferung nach haben nur einige Frauen und Kinder das Ende Masadas überlebt.
Eines der Kinder hieß Esther.
Denkt an sie...
-
exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Ich führe die Textreihe weiter.
Aber:
WARNUNG!
VORSICHT!
STARKE NERVEN ERFORDERLICH!
Warum?
Nun, ich erzähle eine Geschichte, die allgemein bekannt sein dürfte. "Das Nibelungenlied."
Ihr wisst schon:
Siegfried haut Drachen um, klaut den Nibelungenhort, schäkert mit Brunhild , landet dann im Bett von Kriemhild und danach auf dem Scheiterhaufen.
Der Rest der Sippschaft machte später einen Ausflug zum ollen König Etzel und endete dort in einem großen Gemetzel. Der Hort ist jedoch fort. (Okay: Ich weiß wo er ist....).
Soweit die Kurzfassung.
Und was wurde daraus?
Nun das Folgende...
(Ich warne erneut! Und was teilweise lesbar ist, ist Doppeldeutig. Es sind keine Tippfehler).
Also dann, Schwert gegriffen und ran an die Nibelungen... Oje...
______
DIE NIBELUNGEN (...oder so ähnlich...)
"Och"¦ Onkel Rolf, erzähle doch noch eine Geschichte", bettelte Paulchen, als ich es mir gerade in meinem Lieblingssessel gemütlich machen wollte.
Seine Mutter fiel auch sofort in den gleichen Tenor. Hm, das hat man nun von Besuch. Die Frau vergnügt sich beim Wocheneinkauf und ich muss hier irgendetwas erzählen.
Gelangweilt schaue ich vom Sessel schräg nach oben auf.
" Nun, was soll es sein?"
Statt Paulchen antwortet jetzt seine Mutter:
"Wie wäre es mit dem Nibelungenlied. Dann lernt Paulchen zugleich etwas."
Tief atme ich aus, drücke mich vom Sessel weg und nehme auf der Fensterbank platz.
Schulmeisterisch beginne ich:
" Das Nibelungenlied."
Eine kurze Atempause noch und dann: Ran an den Drachen.
"Dieses deutsche Nationalepos hat Generationen begleitet und symbolisiert wohl, wie kein anderes Werk, das Wesen unseres Volkes. Ist aus dem halb-historischen Roman - der wohl in die Völkerwanderungszeit zurückreicht - eine Lehre für uns zu ziehen? Sind wir heute noch in der Lage, die Handlungen von Brunhild und Hagen zu verstehen und zu tolerieren?"
Ich hatte den Satz kaum ausgesprochen, da höre ich dies:
"Der Junge soll etwas verstehen und lernen".
"Schon gut. Ich mache es dann historisch."
"Ja, aber erzähle es richtig."
"Ja, ja."
"Na, mach!"
" Vor langer Zeit lebte einst ein Typ, der hieß Siggi:"
"Ne, so nicht. Was soll der Junge denn denken"?
"Dann erzähl du doch."
"Gut. Mache ich."
Helga setzte sich in meinen Sessel und schlug die Beine übereinander.
"Es war einmal ein Königssohn, der lernte erst Schmied, dann erschlug er einen Drachen, der einen Schatz bewachte. Das Gold nahm er an sich. Dann traf er Brunhild, verliebte sich in sie, aber dann traf er Kriemhild und verliebte sich auch in diese. Dann half er dem König, die Brunhild zu kriegen. Aber dann erschlug ihn Hagen."
Ich unterbrach.
"Glaubst du, das versteht der Junge?"
Paulchen saß auf der Couch und war eingeschlafen.
"Helga, du wirfst einiges durcheinander. Du verwechselst da auch etwas; Hagen hat den Verrat Siegfrieds an Brunhild gerächt, indem er sich von Kriemhild die verwundbare Stelle an Siegfrieds Rücken zeigen ließ.
Siegfried wurde getötet, weil er sein Versprechen Brunhild gegenüber gebrochen und sie außerdem noch an Gunther "verhökert" hatte.
Kriemhild war eine unmäßige Rächerin, die wegen Siegfrieds Tod ihr ganzes Volk und ihre ganze Familie ausgelöscht hat.
Nicht ganz.., Der Kaplan hat ja überlebt, als Hagen ihn über Bord warf. Er konnte zwar nicht schwimmen, aber die Luft unter der Kutte trug ihn ja ans Ufer.. Außerdem empfinde ich Brunhild als echt gute Frau. Die hatte wenigstens noch Stolz, Mut und Ehre, während Kriemhild mich doch eher an eine in Scheidung lebende Furie erinnert, die sich alles unter den Nagel reißen will.
Vielleicht sollte ich auch die geschichtliche Realität verweisen. Heinz Ritter Schaumburg glaubt die Örtlichkeiten des Nibelungenreiches im Neffelgau in der Eifel ausgemacht zu haben, denn der verderbende Endzug zu den Hunen (nicht Hunnen, im Original steht "Hunen) ging in die Richtung der Soester Börde, wo der germanische Kleinstamm der Hunen, unter König Atala, lebte.
Auch überquerter man nicht die Donau, sondern die Dhuna. Dieses Flüsschen ist auf alten Flurkarten gefunden worden. Es floss bei Leverkusen in den Rhein hinein.
Die Gnitaheide plaziert Schaumburg an die Externsteine und Brunhilds Burg stand auf dem Brocken. Finde den Gedanken gar nicht mal so unlogisch, oder??"
"Das versteht der Junge erst recht nicht. Und das Wort Furie gefällt mir nicht. Das beleidigt Frauen."
"Helga, ich kenne so etwas aus eigener Erfahrung. Dann lieber Brunhild, die zu Siggi ins Feuer hopste. Die stand zu ihrem Liebsten. Das war wirklich eine heiße Liebe, bis zum Schluss. Na, so sind sie eben die Frauen vom Brocken."
"Das ist ja fast wie bei einer Hexenverbrennung", entrüstet sich Helga.
"Nun aber bitte keine Unterstellungen!
Hexenverbrennungen sind übel, allein wenn man daran denkt, wie viel ökologischer Holz-Rohstoff hierfür aus der heimischen Fauna vernichtet wurde. Darüber regt sich keiner auf. Heute wird jeder Grashalm geschützt, aber damals... Andererseits war die Hexenverbrennung auch ein Wirtschaftfaktor. Was sollen die ganzen arbeitslosen Henker und ihre Knechte denn machen? Hartz-4 gab es noch nicht.
Man hielt sich eben an die Bibel, dass man Zauberer nicht leben lassen solle.
Man darf bei der Hexenverbrennung auch nicht vergessen, dass die Deliquenten das Holz zu zahlen hatten. So wurde das Geld auch wieder direkt in den Konsumkreislauf gebracht.
Geld im Konsumkreislauf bedeut die Ankurbelung der Wirtschaft, dieses wieder ermöglicht die Forschung zum Fortschritt, auch im Deliquierungsgewerbe.
Bezeichnend ist hier vielleicht Dr. Guilliott, dessen bahnbrechende Erfindung die heimischen Wälder extrem schütze, vor allem, nachdem Ludwig der XVI, alsbald auch der Kopflose genannt, die schräge Klinge erfand.
Tja, die "gute alte Zeit". Ach war es damals herrlich am Galgenwald vorbeizuschlendern und den Raben beim Futtern zuzusehen. So etwas gibt es heute gar nicht mehr. Da war die "Äk`sc`hn" noch life, nix YouTube oder TV . Vor allem im Winter war es eine soziale Errungenschaft, denn schließlich konnte sich der Pöbel kostenlos am Feuerchen aufwärmen. Wo sind heute die öffentlichen Wärmequellen im Winter...?
Gerade das Schneiderhandwerk hatte dann besonders viel zu tun, speziell die Sparte der Beutelschneider auf den Marktplätzen. Das war mal ein Aufschwungprogramm...
Ja, aber damals waren die Feuer frei und für jedermann zugänglich. Und vor den Wurstbuden stehen sie wohl nur in den Städten. Auf dem Land gibt es so etwas nicht. Da ist jeder selbst sein armes Würstchen. Da muss man im Winter die Kuh reinholen, damit es warm wird.
Der Ausdruck "Feuer frei" wurde dann auch militärisch genutzt, um aus Nächstenliebe dem Feind einzuheizen.
"Feuer frei"... und schon kam der Feind in Bewegung. Dem wurde dann richtig heiß.
Und die Kuh muss auf dem Land im Winter ins Haus.
Ja, dann kommt Leben in die Bude, vor allem wenn sie auf das Töpfchen muss. Die macht dann nie sauber. Hab ihr schon x-mal erklärt, wie die Wasserspülung geht, aber die hört ja nicht zu.
Warme Milch schmeckt aber nach Kuh. Ist nicht so toll. Muss erst runtergekühlt werden. Im Winter ist dass praktisch: Tür auf, Kuhhinterteil raus (=Euter kalt) und vorne wird es doch noch warm. Dann wird gemolken. Dann brechen wir die Euter ab und es läuft von alleine. Nur wie wir die Zitzen wieder dran kriegen, wissen wir noch nicht. Haben jetzt erst einmal ein Pflaster drauf geklebt. Und die Milch sieht etwas rosa aus. Egal die Städter merken das sowieso nicht, die glauben ja auch an lila Kühe, als erfinden wird jetzt die Himbeermilch. Noch etwas Rote Beetesaft rein und dann sieht es schon ganz gut aus. Geschmacklich kann das kein Städter feststellen. Ist rosa, ...also Himbeere.
Aber Helga, ich glaube, wir entfernen uns ein wenig aus dem Thema.
Andererseits:
Das Nibelungenlied gehört in den germanischen Sagenkreis. Und wie wir wissen, verdanken wir unsere Welt Audumla. Ohne sie gäbe es keine Berge, Wälder und Seen. Also doch noch im Thema.
Die Frage ist lediglich, wie hoch war Audumlas Milchquote, oder wurde sie bereits von Brüssel reglementiert?
Doch:
Die haben bestimmt Heimdall korrumpiert und erheben jetzt Straßenmaut für Bifrost.
Habe gerade, vor einigen Tagen, eine Schar Finanzinspektoren gesehen, die sich auf den Weg dort hin gemacht haben. Habe schnell Naglfar als Taxi gerufen. Mal sehen, was sie bei Hel anrichten. Außerdem hat Fenris gute Zähne.. und Hunger... damit erledigen wir zugleich das Brüssel-Problem. Selbst vor der Vermessung der Kartoffel machen die keinen Halt mehr.
Aber da fällt mir gerade etwas ein:
Gerade das Wort "Kart off eln" deutet schon auf die frühzeitige Verwendung motorbetriebener Kleinfahrzeuge bei den Germanen hin. Das "Kart". Da es nicht immer fuhr, war es des oft "off".
Und die Buchstaben "eln" deuten auf die Börsennotierung hin, welche das damalige Herstellungsunternehmen "Thor"
( T ransporte, H andel,O rganisation & R eise) zeichnete.
Erst das Aufkommen des Pferdes lies die prähistorische Erfindung des Kfz. bis heute in die Versenkung verschwinden.
Modelle wie "Sleipnir", sind noch heute in Gebrauch, denn ihre Möglichkeiten durch die acht Beine sind schier grenzenlos.
Das weitere Modell, der Ziegenbock-angetriebene Donar-Karren, ermöglichte erst die Transportkapazitäten der Schubkarre auszubauen, welche die Chinesen bis heute als ihre Erfindung ausgeben.(Obwohl sie die Baupläne einfach fotokopiert hatten)
Allein durch diese Hochtechnologie war es möglich, die Pyramiden von Gizeh zu bauen, die dann per Seefracht nach Ägypten gesandt wurden, um dort als Reklame für Dreieckige Schokolade zu dienen.
Auch Maulwurfshaufen sind zeitgemäße Kleinkunst-Gartendekorationen aus ökologischem Anbau.. Aber das Heu kannte man damals sehr wohl schon.
Ausgrabungen in Heu-Reka belegen dies, zumal auch der damalige Arbeitsaufruf "Ziege, Zacke, Ziege zacke... Heu, Heu, Heu," bis heute erhalten geblieben ist.
"Hel au" entstammt übrigens aus den Wurzeln den Feuchtwiesen, auf denen Hel des Morgens immer spazierte um Totenblumen zu pflücken. Immer wenn die Menschen sie mit ihrer Sense sahen (von weitem konnte man das Geschlecht nicht erkennen), freuten sie sich auf den Sensenmann, der ja auch eines Tages bei ihnen zu Gast sein würde.
"Al aaf" entstammt jedoch aus dem Wortstamm dem "Alle auf", welches in der Gegend um Köln herum sprachlich abgeschliffen wurde. Es bezeichnete den Morgenruf, der aus Heimdalls Horn tönte, wenn um 6 Uhr der Funkwecker randalierte. Dann pustete er in die Tröte und dieses "Alle auf", ist der germanische Weckruf zur Arbeit.
Eine Verbindung der beiden Worte entstand , als ihn auch die Stämme der Karnevalisten hörten, jenes berüchtigten Stammes aus dem Volk der Narren. Gerade zur Faschingszeit, (so nannte man früher die "Fashion-Time", wenn die Mailänder Modewoche stattfand), brechen sie auch heute noch, schwer bewaffnet mit Bier und Weindunst, in die Innenstätte ein und verheeren alles mit exzessivem Schunkeln und dem berüchtigten Kamellenwurf, jenen Süßwaren aus den Blüten der Kamelie. Der Undercoverjournalist Alexandre Dumas, hat in seinem reißerischen Roman "Die Kammellendame" hier tiefe und intime Eindrücke an die Öffentlichkeit gezerrt....Und Verdi hat den Kamellenwurf in Noten umgesetzt , bei denen eine Dame , jenen Kamellen schließlich rettungslos verfallen, jämmerlich zugrunde ging.
Nein, es endet noch nicht.
Verdi zog sich aus Italien zurück und machte über die Alpen in die BRD, wo er eine Gewerkschaft, bescheiden unter seinem Namen, gründete.
Schon Gajus, Julius und Cäsar sagten. "Verdi, vini, Vici", als sie den Musikanten sahen, was soviel bedeutet, wie "Verdi, Wein und Vicky", wobei sie an die dralle Vestalin dachten, die in dem Heiligtum diente, welches sie oftmals frequentierten, um dort herumzutempeln.
Vicky begann übrigens auch eine musikalische Karierre, die sie bis ins polnische Lodscszczlczcsz (oder so ähnlich ) führte, wo sie einen gewissen Theo kennen lernte, mit dem sie "gegen den Rest der Welt" anstand.
Hier trafen sie übrigens auch einen Herrn Namens Lech Wallalesia, der sein altes Bett, von neben der Donau, gen Danzig verlegt hatte. Seitdem ist da nichts mehr und die Einheimischen nennen es nur noch das Lech-fehlt.
Hier spielten die Ungarn mit den Deutschen dann das beliebte "Schwerter aufeinander-hauen", was, wie man weiß, mit einem Sieg für die Deutschen endete.
Der histerische Schlachtruf "ToooooR, TooooR für Deutschland", hallt noch bis in die heutige Zeit, und dem Recken Helmut Rahn, wurden 46376359 Denkmäler in Ballform gesetzt.
Zusätzlich ging er in die Sprichwörter ein. "Rahn an die Bulletten", deutet noch heute auf das Schlachtgetümmel hin.
Der soeben benannte "TOOOOOR" änderte seinen Namen in "Tor" und dilettiert seitdem politisch in verantwortungsvollen Positionen.
Und aus dem Schlachtgetümmel wabert es wallend, schwüles Gedünst liegt in der Luft und das Geschrei Tooor ruft den Donnergott Thor aus den Wolken hervor, der seinen gleissenden Blitzspeer in die Buchen schleudert und machtvoll und krachend für Ruhe sorgt.
Geweckt von dem infernalischen Gedonner erwachen die Rheintöchter und jammern verschüchtert : "Wagalaweia! Wallala weiala weia!"
Walle! walle
manche Strecke,
dass, zum Zwecke,
Wasser fließe...
dichtete darauf ein gewisser Göthe ( schrieb sich mit oe, weil das Ö seiner Schreibmaschine kaputt war) und erfand den Zauderlehrling, als er seinen Besen (Ehefrau) sah.
Zugleich dachte er hierbei an einen alten Zauderer, der Herr des Hauses war und sich in Oggersheim beheimatet fühlte.
Dieser Lehrling war weiblichen Geschlechts und die Musikkapelle "Rollende Steine" dichteten ihr ein Kinderlied, das sie Angie nannten.
Die Lehrzauderin folgte alsbald ihrem Vorbild in der Politik und der Leibesfülle (woran sie noch arbeitet) und setzte sein Werk des großen Nichts fort.
Dieses Nichts, welches die Herren der Zeit heraufbeschwört, ist die große Gefahr, der sich allein Mormo entgegenstellt. Durch die Gründung der ebenso benannten Eigenkirche versucht sie das Nichts aufzuhalten und durch einen Stall voller Kinder zu erfüllen.
Dem Beispiel folgten viele nach und als man den Satz "Ihr seid das Salz der Erde" vernahm, begaben sie sich an eben jenen salzigen See den sie Salt Lake, also Salzlake, nannten. Besonders das Hauptexportmittel, die Salzgurke, half dieser Gemeinschaft, bis in die heutige Zeit zu überleben.
Expansionen an die Küste ließen sie zusätzlich in das Salzheringsgeschäft einsteigen, in dem auch ausgediente Kanzler wie ein gewisser Bismarck eine Anstellung als Fischbieger fanden. Ja, gerade dieser durfte sogar ein Produkt nach seinem Namen benennen, was ihn jedoch irritierte, da ein gewisser Napoleon, braunen Fusel benamte und den Napo-Block.
Er kratzte sich die Pickel an seiner Haube auf und ward nicht mehr gesehen.
Dieser Napoleon zog sich ebenfalls zurück, auf St. Helena, doch da diese eine Heilige war, kam er dort ebenso wenig zum Zuge, wie in Paris, wo er zuvor in einem 100-Tage Test versucht hatte, in die Latex-Industrie einzusteigen."
"Ein Einwurf: Kriemhild mit Hagen und Brunhild bei Napoleon auf St. Helena, Siegfried ist ja so blond, wie er war schon um die Ecke geschoben worden, wer wäre wohl wer. Hm, so wäre wohl Siegfried der hingeschiedene Münte, Kriemhild, das wäre dann wohl Angie, Brunhild (schluck) wäre der Westi, oder neeee:.. Hagen wäre das nicht, da wäre dann wohl eher doch der StRäuber aus Bayern."
"Bayern.. Bayern.. ist das nicht das urige Bergvolk, das mit dem Maßkrug auf die Oktoberfest-Welt kommt, um dann in die Lederhosenwindel zu machen?
Richtig. Ich erinnere mich.
Damals, als mein Feldhern-Kollege Arminius den Marbod um Hilfe bat, hat er sich ganz marot aus der Affäre gezogen. Seitdem ist es eine Redewendung: Moorbid wie Marbod, welches zugleich auf die Moorlandschaft an der Isar, kurz München hindeutet.
Jene Kleinstadt (die Verniedlichungsform "chen) deutet es schon an, ist eine Gründung der Welfen, wie man kleine Hunde noch heute nennt.
Der Gründer (irgend so ein Heini, er nannte sich selbst Löwe) der Welpenstadt betreibt dort einen schwunghaften Handel mit plagiatiertern Gebrauchthunden, um seinen luxuriösen Lebenswandel zu finanzieren, seit er in eine neue Hundehütte umgezogen ist um dort mit seinem Rudel reißender Bestien zu hausen.
Seine Unfähigkeit, Wurst zu braten vermarktete er sogleich und kochte das -in Schweinedarm gefüllte Fleischbrät- so, das er bis heute noch als Erfinder der Weißwurst bekannt ist.
" Es ist mir Wurscht;" sein legendärer Satz, den er sagte, als er beim Laternengießen erwischt wurde, hat philosophische Tiefe und ist in die Literatur der Welt eingezogen. Ihm zu Ehren wurde auch das Wursterland benannt, jener Landstrich kurz hinter Irgendwo bei Nirgendwo, bei Bremen, Hamburg oder wo es sich sonst so herumtreibt.
Es könnte bei Bremen sein, welches noch bis heute auf die angekündigten Musikanten wartet, die jedoch den Recall bei DSDS nicht schafften und nun durch die Passagen der Innenstädte wandern und dort ihr Geschäft erledigen.
Wortstamm mäßig leitet sich der Bajuware von dem "Bah" "You" "Ware" ab, was soviel bedeutet, "Pfui, du Handelsgut", dessen Trefflichkeit in mooraalischer Tiefe kaum rhetorisch zu überbieten ist.
Besonders auch dieses "Moor" und "Aal" zeigt die Bodenbeschaffenheit Bajuwariens an.
Höchster Punkt ist die Zug-Spitze, ein hochkant stehender Eisenbahn-Zug von knapp ganz vielen Metern.
Mit diesem Zug kam dereinst ein kleiner Quizmaster, der immer herumsprang und brüllte "das ist Spitze" und so wurde der Berg benannt.
Und das "Aal" beweist, das die Aale der Welt zum Laichen in die nahe gelegene Saragossapfütze kommen. Die liegt zwar in Spanien oder woanders, doch Huttens Ausspruch "Das kommt mir spanisch vor", belegt die eigentliche Lage in Bajuwarien. Allein die Erosion sorgte für die Südwestdrift, so das Saragossa heute nicht mehr in Bajuwarien zu finden ist.
"Das reicht"! tobte Helga "Raus".
" Na, dann buddle ich jetzt eben den Schatz aus. Oder erschlage einen Drachen. Weit laufen muss ich da nicht...".
Oder ich gehe büssen, denn nach dieser Folter müsste ich es eigentlich? Oder?
Aber:
WARNUNG!
VORSICHT!
STARKE NERVEN ERFORDERLICH!
Warum?
Nun, ich erzähle eine Geschichte, die allgemein bekannt sein dürfte. "Das Nibelungenlied."
Ihr wisst schon:
Siegfried haut Drachen um, klaut den Nibelungenhort, schäkert mit Brunhild , landet dann im Bett von Kriemhild und danach auf dem Scheiterhaufen.
Der Rest der Sippschaft machte später einen Ausflug zum ollen König Etzel und endete dort in einem großen Gemetzel. Der Hort ist jedoch fort. (Okay: Ich weiß wo er ist....).
Soweit die Kurzfassung.
Und was wurde daraus?
Nun das Folgende...
(Ich warne erneut! Und was teilweise lesbar ist, ist Doppeldeutig. Es sind keine Tippfehler).
Also dann, Schwert gegriffen und ran an die Nibelungen... Oje...
______
DIE NIBELUNGEN (...oder so ähnlich...)
"Och"¦ Onkel Rolf, erzähle doch noch eine Geschichte", bettelte Paulchen, als ich es mir gerade in meinem Lieblingssessel gemütlich machen wollte.
Seine Mutter fiel auch sofort in den gleichen Tenor. Hm, das hat man nun von Besuch. Die Frau vergnügt sich beim Wocheneinkauf und ich muss hier irgendetwas erzählen.
Gelangweilt schaue ich vom Sessel schräg nach oben auf.
" Nun, was soll es sein?"
Statt Paulchen antwortet jetzt seine Mutter:
"Wie wäre es mit dem Nibelungenlied. Dann lernt Paulchen zugleich etwas."
Tief atme ich aus, drücke mich vom Sessel weg und nehme auf der Fensterbank platz.
Schulmeisterisch beginne ich:
" Das Nibelungenlied."
Eine kurze Atempause noch und dann: Ran an den Drachen.
"Dieses deutsche Nationalepos hat Generationen begleitet und symbolisiert wohl, wie kein anderes Werk, das Wesen unseres Volkes. Ist aus dem halb-historischen Roman - der wohl in die Völkerwanderungszeit zurückreicht - eine Lehre für uns zu ziehen? Sind wir heute noch in der Lage, die Handlungen von Brunhild und Hagen zu verstehen und zu tolerieren?"
Ich hatte den Satz kaum ausgesprochen, da höre ich dies:
"Der Junge soll etwas verstehen und lernen".
"Schon gut. Ich mache es dann historisch."
"Ja, aber erzähle es richtig."
"Ja, ja."
"Na, mach!"
" Vor langer Zeit lebte einst ein Typ, der hieß Siggi:"
"Ne, so nicht. Was soll der Junge denn denken"?
"Dann erzähl du doch."
"Gut. Mache ich."
Helga setzte sich in meinen Sessel und schlug die Beine übereinander.
"Es war einmal ein Königssohn, der lernte erst Schmied, dann erschlug er einen Drachen, der einen Schatz bewachte. Das Gold nahm er an sich. Dann traf er Brunhild, verliebte sich in sie, aber dann traf er Kriemhild und verliebte sich auch in diese. Dann half er dem König, die Brunhild zu kriegen. Aber dann erschlug ihn Hagen."
Ich unterbrach.
"Glaubst du, das versteht der Junge?"
Paulchen saß auf der Couch und war eingeschlafen.
"Helga, du wirfst einiges durcheinander. Du verwechselst da auch etwas; Hagen hat den Verrat Siegfrieds an Brunhild gerächt, indem er sich von Kriemhild die verwundbare Stelle an Siegfrieds Rücken zeigen ließ.
Siegfried wurde getötet, weil er sein Versprechen Brunhild gegenüber gebrochen und sie außerdem noch an Gunther "verhökert" hatte.
Kriemhild war eine unmäßige Rächerin, die wegen Siegfrieds Tod ihr ganzes Volk und ihre ganze Familie ausgelöscht hat.
Nicht ganz.., Der Kaplan hat ja überlebt, als Hagen ihn über Bord warf. Er konnte zwar nicht schwimmen, aber die Luft unter der Kutte trug ihn ja ans Ufer.. Außerdem empfinde ich Brunhild als echt gute Frau. Die hatte wenigstens noch Stolz, Mut und Ehre, während Kriemhild mich doch eher an eine in Scheidung lebende Furie erinnert, die sich alles unter den Nagel reißen will.
Vielleicht sollte ich auch die geschichtliche Realität verweisen. Heinz Ritter Schaumburg glaubt die Örtlichkeiten des Nibelungenreiches im Neffelgau in der Eifel ausgemacht zu haben, denn der verderbende Endzug zu den Hunen (nicht Hunnen, im Original steht "Hunen) ging in die Richtung der Soester Börde, wo der germanische Kleinstamm der Hunen, unter König Atala, lebte.
Auch überquerter man nicht die Donau, sondern die Dhuna. Dieses Flüsschen ist auf alten Flurkarten gefunden worden. Es floss bei Leverkusen in den Rhein hinein.
Die Gnitaheide plaziert Schaumburg an die Externsteine und Brunhilds Burg stand auf dem Brocken. Finde den Gedanken gar nicht mal so unlogisch, oder??"
"Das versteht der Junge erst recht nicht. Und das Wort Furie gefällt mir nicht. Das beleidigt Frauen."
"Helga, ich kenne so etwas aus eigener Erfahrung. Dann lieber Brunhild, die zu Siggi ins Feuer hopste. Die stand zu ihrem Liebsten. Das war wirklich eine heiße Liebe, bis zum Schluss. Na, so sind sie eben die Frauen vom Brocken."
"Das ist ja fast wie bei einer Hexenverbrennung", entrüstet sich Helga.
"Nun aber bitte keine Unterstellungen!
Hexenverbrennungen sind übel, allein wenn man daran denkt, wie viel ökologischer Holz-Rohstoff hierfür aus der heimischen Fauna vernichtet wurde. Darüber regt sich keiner auf. Heute wird jeder Grashalm geschützt, aber damals... Andererseits war die Hexenverbrennung auch ein Wirtschaftfaktor. Was sollen die ganzen arbeitslosen Henker und ihre Knechte denn machen? Hartz-4 gab es noch nicht.
Man hielt sich eben an die Bibel, dass man Zauberer nicht leben lassen solle.
Man darf bei der Hexenverbrennung auch nicht vergessen, dass die Deliquenten das Holz zu zahlen hatten. So wurde das Geld auch wieder direkt in den Konsumkreislauf gebracht.
Geld im Konsumkreislauf bedeut die Ankurbelung der Wirtschaft, dieses wieder ermöglicht die Forschung zum Fortschritt, auch im Deliquierungsgewerbe.
Bezeichnend ist hier vielleicht Dr. Guilliott, dessen bahnbrechende Erfindung die heimischen Wälder extrem schütze, vor allem, nachdem Ludwig der XVI, alsbald auch der Kopflose genannt, die schräge Klinge erfand.
Tja, die "gute alte Zeit". Ach war es damals herrlich am Galgenwald vorbeizuschlendern und den Raben beim Futtern zuzusehen. So etwas gibt es heute gar nicht mehr. Da war die "Äk`sc`hn" noch life, nix YouTube oder TV . Vor allem im Winter war es eine soziale Errungenschaft, denn schließlich konnte sich der Pöbel kostenlos am Feuerchen aufwärmen. Wo sind heute die öffentlichen Wärmequellen im Winter...?
Gerade das Schneiderhandwerk hatte dann besonders viel zu tun, speziell die Sparte der Beutelschneider auf den Marktplätzen. Das war mal ein Aufschwungprogramm...
Ja, aber damals waren die Feuer frei und für jedermann zugänglich. Und vor den Wurstbuden stehen sie wohl nur in den Städten. Auf dem Land gibt es so etwas nicht. Da ist jeder selbst sein armes Würstchen. Da muss man im Winter die Kuh reinholen, damit es warm wird.
Der Ausdruck "Feuer frei" wurde dann auch militärisch genutzt, um aus Nächstenliebe dem Feind einzuheizen.
"Feuer frei"... und schon kam der Feind in Bewegung. Dem wurde dann richtig heiß.
Und die Kuh muss auf dem Land im Winter ins Haus.
Ja, dann kommt Leben in die Bude, vor allem wenn sie auf das Töpfchen muss. Die macht dann nie sauber. Hab ihr schon x-mal erklärt, wie die Wasserspülung geht, aber die hört ja nicht zu.
Warme Milch schmeckt aber nach Kuh. Ist nicht so toll. Muss erst runtergekühlt werden. Im Winter ist dass praktisch: Tür auf, Kuhhinterteil raus (=Euter kalt) und vorne wird es doch noch warm. Dann wird gemolken. Dann brechen wir die Euter ab und es läuft von alleine. Nur wie wir die Zitzen wieder dran kriegen, wissen wir noch nicht. Haben jetzt erst einmal ein Pflaster drauf geklebt. Und die Milch sieht etwas rosa aus. Egal die Städter merken das sowieso nicht, die glauben ja auch an lila Kühe, als erfinden wird jetzt die Himbeermilch. Noch etwas Rote Beetesaft rein und dann sieht es schon ganz gut aus. Geschmacklich kann das kein Städter feststellen. Ist rosa, ...also Himbeere.
Aber Helga, ich glaube, wir entfernen uns ein wenig aus dem Thema.
Andererseits:
Das Nibelungenlied gehört in den germanischen Sagenkreis. Und wie wir wissen, verdanken wir unsere Welt Audumla. Ohne sie gäbe es keine Berge, Wälder und Seen. Also doch noch im Thema.
Die Frage ist lediglich, wie hoch war Audumlas Milchquote, oder wurde sie bereits von Brüssel reglementiert?
Doch:
Die haben bestimmt Heimdall korrumpiert und erheben jetzt Straßenmaut für Bifrost.
Habe gerade, vor einigen Tagen, eine Schar Finanzinspektoren gesehen, die sich auf den Weg dort hin gemacht haben. Habe schnell Naglfar als Taxi gerufen. Mal sehen, was sie bei Hel anrichten. Außerdem hat Fenris gute Zähne.. und Hunger... damit erledigen wir zugleich das Brüssel-Problem. Selbst vor der Vermessung der Kartoffel machen die keinen Halt mehr.
Aber da fällt mir gerade etwas ein:
Gerade das Wort "Kart off eln" deutet schon auf die frühzeitige Verwendung motorbetriebener Kleinfahrzeuge bei den Germanen hin. Das "Kart". Da es nicht immer fuhr, war es des oft "off".
Und die Buchstaben "eln" deuten auf die Börsennotierung hin, welche das damalige Herstellungsunternehmen "Thor"
( T ransporte, H andel,O rganisation & R eise) zeichnete.
Erst das Aufkommen des Pferdes lies die prähistorische Erfindung des Kfz. bis heute in die Versenkung verschwinden.
Modelle wie "Sleipnir", sind noch heute in Gebrauch, denn ihre Möglichkeiten durch die acht Beine sind schier grenzenlos.
Das weitere Modell, der Ziegenbock-angetriebene Donar-Karren, ermöglichte erst die Transportkapazitäten der Schubkarre auszubauen, welche die Chinesen bis heute als ihre Erfindung ausgeben.(Obwohl sie die Baupläne einfach fotokopiert hatten)
Allein durch diese Hochtechnologie war es möglich, die Pyramiden von Gizeh zu bauen, die dann per Seefracht nach Ägypten gesandt wurden, um dort als Reklame für Dreieckige Schokolade zu dienen.
Auch Maulwurfshaufen sind zeitgemäße Kleinkunst-Gartendekorationen aus ökologischem Anbau.. Aber das Heu kannte man damals sehr wohl schon.
Ausgrabungen in Heu-Reka belegen dies, zumal auch der damalige Arbeitsaufruf "Ziege, Zacke, Ziege zacke... Heu, Heu, Heu," bis heute erhalten geblieben ist.
"Hel au" entstammt übrigens aus den Wurzeln den Feuchtwiesen, auf denen Hel des Morgens immer spazierte um Totenblumen zu pflücken. Immer wenn die Menschen sie mit ihrer Sense sahen (von weitem konnte man das Geschlecht nicht erkennen), freuten sie sich auf den Sensenmann, der ja auch eines Tages bei ihnen zu Gast sein würde.
"Al aaf" entstammt jedoch aus dem Wortstamm dem "Alle auf", welches in der Gegend um Köln herum sprachlich abgeschliffen wurde. Es bezeichnete den Morgenruf, der aus Heimdalls Horn tönte, wenn um 6 Uhr der Funkwecker randalierte. Dann pustete er in die Tröte und dieses "Alle auf", ist der germanische Weckruf zur Arbeit.
Eine Verbindung der beiden Worte entstand , als ihn auch die Stämme der Karnevalisten hörten, jenes berüchtigten Stammes aus dem Volk der Narren. Gerade zur Faschingszeit, (so nannte man früher die "Fashion-Time", wenn die Mailänder Modewoche stattfand), brechen sie auch heute noch, schwer bewaffnet mit Bier und Weindunst, in die Innenstätte ein und verheeren alles mit exzessivem Schunkeln und dem berüchtigten Kamellenwurf, jenen Süßwaren aus den Blüten der Kamelie. Der Undercoverjournalist Alexandre Dumas, hat in seinem reißerischen Roman "Die Kammellendame" hier tiefe und intime Eindrücke an die Öffentlichkeit gezerrt....Und Verdi hat den Kamellenwurf in Noten umgesetzt , bei denen eine Dame , jenen Kamellen schließlich rettungslos verfallen, jämmerlich zugrunde ging.
Nein, es endet noch nicht.
Verdi zog sich aus Italien zurück und machte über die Alpen in die BRD, wo er eine Gewerkschaft, bescheiden unter seinem Namen, gründete.
Schon Gajus, Julius und Cäsar sagten. "Verdi, vini, Vici", als sie den Musikanten sahen, was soviel bedeutet, wie "Verdi, Wein und Vicky", wobei sie an die dralle Vestalin dachten, die in dem Heiligtum diente, welches sie oftmals frequentierten, um dort herumzutempeln.
Vicky begann übrigens auch eine musikalische Karierre, die sie bis ins polnische Lodscszczlczcsz (oder so ähnlich ) führte, wo sie einen gewissen Theo kennen lernte, mit dem sie "gegen den Rest der Welt" anstand.
Hier trafen sie übrigens auch einen Herrn Namens Lech Wallalesia, der sein altes Bett, von neben der Donau, gen Danzig verlegt hatte. Seitdem ist da nichts mehr und die Einheimischen nennen es nur noch das Lech-fehlt.
Hier spielten die Ungarn mit den Deutschen dann das beliebte "Schwerter aufeinander-hauen", was, wie man weiß, mit einem Sieg für die Deutschen endete.
Der histerische Schlachtruf "ToooooR, TooooR für Deutschland", hallt noch bis in die heutige Zeit, und dem Recken Helmut Rahn, wurden 46376359 Denkmäler in Ballform gesetzt.
Zusätzlich ging er in die Sprichwörter ein. "Rahn an die Bulletten", deutet noch heute auf das Schlachtgetümmel hin.
Der soeben benannte "TOOOOOR" änderte seinen Namen in "Tor" und dilettiert seitdem politisch in verantwortungsvollen Positionen.
Und aus dem Schlachtgetümmel wabert es wallend, schwüles Gedünst liegt in der Luft und das Geschrei Tooor ruft den Donnergott Thor aus den Wolken hervor, der seinen gleissenden Blitzspeer in die Buchen schleudert und machtvoll und krachend für Ruhe sorgt.
Geweckt von dem infernalischen Gedonner erwachen die Rheintöchter und jammern verschüchtert : "Wagalaweia! Wallala weiala weia!"
Walle! walle
manche Strecke,
dass, zum Zwecke,
Wasser fließe...
dichtete darauf ein gewisser Göthe ( schrieb sich mit oe, weil das Ö seiner Schreibmaschine kaputt war) und erfand den Zauderlehrling, als er seinen Besen (Ehefrau) sah.
Zugleich dachte er hierbei an einen alten Zauderer, der Herr des Hauses war und sich in Oggersheim beheimatet fühlte.
Dieser Lehrling war weiblichen Geschlechts und die Musikkapelle "Rollende Steine" dichteten ihr ein Kinderlied, das sie Angie nannten.
Die Lehrzauderin folgte alsbald ihrem Vorbild in der Politik und der Leibesfülle (woran sie noch arbeitet) und setzte sein Werk des großen Nichts fort.
Dieses Nichts, welches die Herren der Zeit heraufbeschwört, ist die große Gefahr, der sich allein Mormo entgegenstellt. Durch die Gründung der ebenso benannten Eigenkirche versucht sie das Nichts aufzuhalten und durch einen Stall voller Kinder zu erfüllen.
Dem Beispiel folgten viele nach und als man den Satz "Ihr seid das Salz der Erde" vernahm, begaben sie sich an eben jenen salzigen See den sie Salt Lake, also Salzlake, nannten. Besonders das Hauptexportmittel, die Salzgurke, half dieser Gemeinschaft, bis in die heutige Zeit zu überleben.
Expansionen an die Küste ließen sie zusätzlich in das Salzheringsgeschäft einsteigen, in dem auch ausgediente Kanzler wie ein gewisser Bismarck eine Anstellung als Fischbieger fanden. Ja, gerade dieser durfte sogar ein Produkt nach seinem Namen benennen, was ihn jedoch irritierte, da ein gewisser Napoleon, braunen Fusel benamte und den Napo-Block.
Er kratzte sich die Pickel an seiner Haube auf und ward nicht mehr gesehen.
Dieser Napoleon zog sich ebenfalls zurück, auf St. Helena, doch da diese eine Heilige war, kam er dort ebenso wenig zum Zuge, wie in Paris, wo er zuvor in einem 100-Tage Test versucht hatte, in die Latex-Industrie einzusteigen."
"Ein Einwurf: Kriemhild mit Hagen und Brunhild bei Napoleon auf St. Helena, Siegfried ist ja so blond, wie er war schon um die Ecke geschoben worden, wer wäre wohl wer. Hm, so wäre wohl Siegfried der hingeschiedene Münte, Kriemhild, das wäre dann wohl Angie, Brunhild (schluck) wäre der Westi, oder neeee:.. Hagen wäre das nicht, da wäre dann wohl eher doch der StRäuber aus Bayern."
"Bayern.. Bayern.. ist das nicht das urige Bergvolk, das mit dem Maßkrug auf die Oktoberfest-Welt kommt, um dann in die Lederhosenwindel zu machen?
Richtig. Ich erinnere mich.
Damals, als mein Feldhern-Kollege Arminius den Marbod um Hilfe bat, hat er sich ganz marot aus der Affäre gezogen. Seitdem ist es eine Redewendung: Moorbid wie Marbod, welches zugleich auf die Moorlandschaft an der Isar, kurz München hindeutet.
Jene Kleinstadt (die Verniedlichungsform "chen) deutet es schon an, ist eine Gründung der Welfen, wie man kleine Hunde noch heute nennt.
Der Gründer (irgend so ein Heini, er nannte sich selbst Löwe) der Welpenstadt betreibt dort einen schwunghaften Handel mit plagiatiertern Gebrauchthunden, um seinen luxuriösen Lebenswandel zu finanzieren, seit er in eine neue Hundehütte umgezogen ist um dort mit seinem Rudel reißender Bestien zu hausen.
Seine Unfähigkeit, Wurst zu braten vermarktete er sogleich und kochte das -in Schweinedarm gefüllte Fleischbrät- so, das er bis heute noch als Erfinder der Weißwurst bekannt ist.
" Es ist mir Wurscht;" sein legendärer Satz, den er sagte, als er beim Laternengießen erwischt wurde, hat philosophische Tiefe und ist in die Literatur der Welt eingezogen. Ihm zu Ehren wurde auch das Wursterland benannt, jener Landstrich kurz hinter Irgendwo bei Nirgendwo, bei Bremen, Hamburg oder wo es sich sonst so herumtreibt.
Es könnte bei Bremen sein, welches noch bis heute auf die angekündigten Musikanten wartet, die jedoch den Recall bei DSDS nicht schafften und nun durch die Passagen der Innenstädte wandern und dort ihr Geschäft erledigen.
Wortstamm mäßig leitet sich der Bajuware von dem "Bah" "You" "Ware" ab, was soviel bedeutet, "Pfui, du Handelsgut", dessen Trefflichkeit in mooraalischer Tiefe kaum rhetorisch zu überbieten ist.
Besonders auch dieses "Moor" und "Aal" zeigt die Bodenbeschaffenheit Bajuwariens an.
Höchster Punkt ist die Zug-Spitze, ein hochkant stehender Eisenbahn-Zug von knapp ganz vielen Metern.
Mit diesem Zug kam dereinst ein kleiner Quizmaster, der immer herumsprang und brüllte "das ist Spitze" und so wurde der Berg benannt.
Und das "Aal" beweist, das die Aale der Welt zum Laichen in die nahe gelegene Saragossapfütze kommen. Die liegt zwar in Spanien oder woanders, doch Huttens Ausspruch "Das kommt mir spanisch vor", belegt die eigentliche Lage in Bajuwarien. Allein die Erosion sorgte für die Südwestdrift, so das Saragossa heute nicht mehr in Bajuwarien zu finden ist.
"Das reicht"! tobte Helga "Raus".
" Na, dann buddle ich jetzt eben den Schatz aus. Oder erschlage einen Drachen. Weit laufen muss ich da nicht...".
Oder ich gehe büssen, denn nach dieser Folter müsste ich es eigentlich? Oder?
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Joe95
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Re: Wer ist das?
Ja, klingt alles logisch und ist nachvollziehbar...
Wird schon stimmen...
Wird schon stimmen...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Ich führe die Textreihe weiter.
Nachdem man nun die Nibelungen überlebt hat, zähneknirschend vielleicht sogar bis zum Ende las, stelle ich jetzt noch einmal (bevor ich wieder etwas Sinnvolles einstelle) ein weiteres Machwerk ein.
"Rotkäppchen".
Kennt man gewisss, sei es als Sekt, als Märchenfigur oder als Käse.
Und genau darum handelt es sich nun. Wir machen aus Rotkäppchen geschriebenen Käse.
Also:
Wie war das damals mit ihr, dem Wolf und der Großmutter?
Das weiß man.
Sicher?
Nun, es war etwas anders...
Nerven kontrollieren, Beherrschung behalten, denn hier kommt die absolute Wahrheit über...
_________
...ROTKÄPPCHEN
Es war einmal eine kleines Mädchen, die hatte niemand lieb, der sie nur ansah, am meisten hasste sie aber ihre Großmutter, die wusste gar nicht, was sie alles dem Kind hinter die Löffel geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Sammet, und weil ihm das so wohl stand und so jeder sehen konnte, wann das garstige Ding kam und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen.
Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm:
"Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich daran laben. Mach dich auf, bevor es heiß wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Großmutter hat nichts. Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiss nicht, guten Morgen zu sagen und guck nicht erst in allen Ecken herum".
"Keine Lust. Was geht mich die Oma an? Ich will Game-Boiy-spielen. Und den Kuchen esse ich selber ", sagte Rotkäppchen zur Mutter, und spuckte auf den Boden.
Die Großmutter aber wohnte draußen im Wald, eine halbe Wegstunde vom Dorf entfernt.
Wie nun Rotkäppchen in den Wald kam, begegnete ihm der Wolf. Rotkäppchen aber wusste nicht genau, was das für ein liebes Tier war, und so fürchtete sie sich nicht vor ihm.
"Guten Tag, Rotkäppchen", sprach er.
"Schönen Dank, Wolf."
"Wo hinaus so früh, Rotkäppchen"?
"ich muss zur Oma latschen".
"Was trägst du denn unter der Schürze"?
"Kuchen und Wein: Gestern haben wir gebacken und ich muss den Dienstboten spielen, wo ich doch gerade vor Level 32 stehe"¦"
"Rotkäppchen, wo wohnt denn die Großmutter? Es ist doch gut, wenn du der alten Dame hilfst".
"Man, ich muß noch eine gute Viertelstunde laufen. Sie haust weiter im Wald, unter den drei großen Eichbäumen, da steht ihr Haus, unten sind die Nusshecken, das wirst du ja wissen," sagte Rotkäppchen und öffnete die Weinflasche um einen großen Schluck zu nehmen.
Der Wolf dachte bei sich:
"Das böse Ding, das ist ein garstiges Gör, ich werde rasch der Oma Bescheid geben".
Da ging er ein Weilchen neben Rotkäppchen her, dann sprach er:
"Rotkäppchen, sieh einmal die schönen Blumen, die ringsumher stehen, warum schaust du dich nicht um? Ich glaube, du hörst gar nicht, wie die Vöglein so lieblich singen? Du kannst doch einige Blumen pflücken um die Großmutter zu erfreuen."
"Wozu, damit ich noch mehr tragen muss? Oma ist sowieso krank. NÖ, ich habe keine Lust".
Rotkäppchen schlug die Augen auf und als es sah, wie die Sonnenstrahlen durch die Bäume hin- und her tanzten und alles voll schöner Blumen stand, murmelte es zu sich:
"Wenn ich einen frischen Strauss pflücke, kann ich den vielleicht später verkaufen und mir erst mal eine Schachtel Zigaretten besorgen. Ja, das tue ich"¦".
So lief sie vom Wege ab, trat auf einige ihr nicht gefallende Blumen und stapfte in den Wald hinein. Und wenn es eine Blume gebrochen hatte, meinte es, tiefer im Wald hinein stünde gewiss noch eine Schönere, und so geriet sie immer tiefer in den Wald hinein.
Der Wolf aber ging geradeswegs zu dem Haus der Großmutter, und klopfte an die Türe.
"Wer ist draußen"?
"Ich, der Wolf. Deine Enkelin hat gerade den Wein geöffnet und besäuft sich".
"Drück nur auf die Klinke", rief die Großmutter, "ich bin zu schwach und kann nicht aufstehen."
Der Wolf drückte auf die Klinke, die Türe sprang auf und er setzte sich auf den angebotenen Platz und schwatzte mit der alten Dame
Rotkäppchen aber war zum Pflücken der Blumen weit herumgelaufen und als es so viel zusammen hatte, dass es keine mehr tragen konnte, fiel ihm die Großmutter wieder ein und es machte sich maulend auf den Weg zu ihr.
Das Gör wunderte sich, dass die Türe aufstand, und wie es in die Stube trat, so kam es ihm so seltsam darin vor, dass es dachte:
-Mist, der Wolf ist ja schon hier- Um dann zu laut rufen: "Hey, Leute"!
Es bekam aber keine Antwort, denn die Großmutter sah, dass das Rotkäppchen betrunken war. Es torkelte zum Bett und übergab sich.
"Puh, ist mir schlecht. Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren? Ei, Großmutter, was hast du für große Augen? Ei, Großmutter, was hast du für große Hände. Aber, Großmutter, was hast du für ein entsetzlich zahnloses Maul!" "stammelte es und die Großmutter steckte rasch ihr Gebiss in den Mund.
Rotkäppchen aber brach sich erst einmal ein Stück Kuchen ab und verteilte die Krümel im Bett.
Der Wolf stand auf und holte Besen und Kehrblech und beseitigte sogleich den gröbsten Schmutz. Rotkäppchen jedoch schlief schnarchend ein.
Der Jäger ging eben an dem Haus vorbei und dachte:
"Wie die alte Frau schnarcht, du musst doch sehen, ob ihr etwas fehlt".
Da trat er in die Stube und wie er vor das Bett kam, so sah er, dass Rotkäppchen darin lag. "Was ist denn hier los"? fragte er, "Am helllichten Tag schlafen"?
"Ach, die Göre ist mal wieder besoffen", sagte die Großmutter und der Wolf nickte.
"Das ist übel mit dem Kind", "sagte er da, "wir sollten die Polizei anrufen und das Gör in die Ausnüchterungszelle stecken. Zumal sie gestern wieder im Laden geklaut hat. 3 Schachteln Zigaretten und zwei Flaschen Appelkorn".
Da nickten Wolf und Großmutter vergnügt; der Jäger telefonierte rasch mit dem Handy und die Großmutter zog das Bett ab, denn Rotkäppchen hatte sich inzwischen erneut erbrochen.
Kurz darauf kam die Polizei und nahm die Rotznase mit sich.
Die drei aber aßen vergnügt von dem Kuchen und tranken Kaffee, den der Wolf rasch gekocht hatte und waren froh, das Blag los zu sein.
Rotkäppchen jedoch beschwerte sich anschließend beim Jugendamt und erzählte den Sachbearbeitern dann seine Sicht der Geschichte. Da Kinder ja nie lügen glaubte man es. Die Großmutter wurde i ein Pflegeheim abgeschoben, ihr Haus verkauft um die Unkosten zu decken, der Wolf wurde ausgestopft und der Jäger musste eine saftige Geldstrafe zahlen, da er unnötigerweise die Polizei verständigt hatte, die sich gerade in einem extrem gefährlichen Einsatz befand und einen Radfahrer kontrollierte.
Und diese Geschichte, die Rotkäppchen erzählte, veröffentlichten dann gewisse Gebrüder Grimm.
Nachdem man nun die Nibelungen überlebt hat, zähneknirschend vielleicht sogar bis zum Ende las, stelle ich jetzt noch einmal (bevor ich wieder etwas Sinnvolles einstelle) ein weiteres Machwerk ein.
"Rotkäppchen".
Kennt man gewisss, sei es als Sekt, als Märchenfigur oder als Käse.
Und genau darum handelt es sich nun. Wir machen aus Rotkäppchen geschriebenen Käse.
Also:
Wie war das damals mit ihr, dem Wolf und der Großmutter?
Das weiß man.
Sicher?
Nun, es war etwas anders...
Nerven kontrollieren, Beherrschung behalten, denn hier kommt die absolute Wahrheit über...
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...ROTKÄPPCHEN
Es war einmal eine kleines Mädchen, die hatte niemand lieb, der sie nur ansah, am meisten hasste sie aber ihre Großmutter, die wusste gar nicht, was sie alles dem Kind hinter die Löffel geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Sammet, und weil ihm das so wohl stand und so jeder sehen konnte, wann das garstige Ding kam und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen.
Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm:
"Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich daran laben. Mach dich auf, bevor es heiß wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Großmutter hat nichts. Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiss nicht, guten Morgen zu sagen und guck nicht erst in allen Ecken herum".
"Keine Lust. Was geht mich die Oma an? Ich will Game-Boiy-spielen. Und den Kuchen esse ich selber ", sagte Rotkäppchen zur Mutter, und spuckte auf den Boden.
Die Großmutter aber wohnte draußen im Wald, eine halbe Wegstunde vom Dorf entfernt.
Wie nun Rotkäppchen in den Wald kam, begegnete ihm der Wolf. Rotkäppchen aber wusste nicht genau, was das für ein liebes Tier war, und so fürchtete sie sich nicht vor ihm.
"Guten Tag, Rotkäppchen", sprach er.
"Schönen Dank, Wolf."
"Wo hinaus so früh, Rotkäppchen"?
"ich muss zur Oma latschen".
"Was trägst du denn unter der Schürze"?
"Kuchen und Wein: Gestern haben wir gebacken und ich muss den Dienstboten spielen, wo ich doch gerade vor Level 32 stehe"¦"
"Rotkäppchen, wo wohnt denn die Großmutter? Es ist doch gut, wenn du der alten Dame hilfst".
"Man, ich muß noch eine gute Viertelstunde laufen. Sie haust weiter im Wald, unter den drei großen Eichbäumen, da steht ihr Haus, unten sind die Nusshecken, das wirst du ja wissen," sagte Rotkäppchen und öffnete die Weinflasche um einen großen Schluck zu nehmen.
Der Wolf dachte bei sich:
"Das böse Ding, das ist ein garstiges Gör, ich werde rasch der Oma Bescheid geben".
Da ging er ein Weilchen neben Rotkäppchen her, dann sprach er:
"Rotkäppchen, sieh einmal die schönen Blumen, die ringsumher stehen, warum schaust du dich nicht um? Ich glaube, du hörst gar nicht, wie die Vöglein so lieblich singen? Du kannst doch einige Blumen pflücken um die Großmutter zu erfreuen."
"Wozu, damit ich noch mehr tragen muss? Oma ist sowieso krank. NÖ, ich habe keine Lust".
Rotkäppchen schlug die Augen auf und als es sah, wie die Sonnenstrahlen durch die Bäume hin- und her tanzten und alles voll schöner Blumen stand, murmelte es zu sich:
"Wenn ich einen frischen Strauss pflücke, kann ich den vielleicht später verkaufen und mir erst mal eine Schachtel Zigaretten besorgen. Ja, das tue ich"¦".
So lief sie vom Wege ab, trat auf einige ihr nicht gefallende Blumen und stapfte in den Wald hinein. Und wenn es eine Blume gebrochen hatte, meinte es, tiefer im Wald hinein stünde gewiss noch eine Schönere, und so geriet sie immer tiefer in den Wald hinein.
Der Wolf aber ging geradeswegs zu dem Haus der Großmutter, und klopfte an die Türe.
"Wer ist draußen"?
"Ich, der Wolf. Deine Enkelin hat gerade den Wein geöffnet und besäuft sich".
"Drück nur auf die Klinke", rief die Großmutter, "ich bin zu schwach und kann nicht aufstehen."
Der Wolf drückte auf die Klinke, die Türe sprang auf und er setzte sich auf den angebotenen Platz und schwatzte mit der alten Dame
Rotkäppchen aber war zum Pflücken der Blumen weit herumgelaufen und als es so viel zusammen hatte, dass es keine mehr tragen konnte, fiel ihm die Großmutter wieder ein und es machte sich maulend auf den Weg zu ihr.
Das Gör wunderte sich, dass die Türe aufstand, und wie es in die Stube trat, so kam es ihm so seltsam darin vor, dass es dachte:
-Mist, der Wolf ist ja schon hier- Um dann zu laut rufen: "Hey, Leute"!
Es bekam aber keine Antwort, denn die Großmutter sah, dass das Rotkäppchen betrunken war. Es torkelte zum Bett und übergab sich.
"Puh, ist mir schlecht. Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren? Ei, Großmutter, was hast du für große Augen? Ei, Großmutter, was hast du für große Hände. Aber, Großmutter, was hast du für ein entsetzlich zahnloses Maul!" "stammelte es und die Großmutter steckte rasch ihr Gebiss in den Mund.
Rotkäppchen aber brach sich erst einmal ein Stück Kuchen ab und verteilte die Krümel im Bett.
Der Wolf stand auf und holte Besen und Kehrblech und beseitigte sogleich den gröbsten Schmutz. Rotkäppchen jedoch schlief schnarchend ein.
Der Jäger ging eben an dem Haus vorbei und dachte:
"Wie die alte Frau schnarcht, du musst doch sehen, ob ihr etwas fehlt".
Da trat er in die Stube und wie er vor das Bett kam, so sah er, dass Rotkäppchen darin lag. "Was ist denn hier los"? fragte er, "Am helllichten Tag schlafen"?
"Ach, die Göre ist mal wieder besoffen", sagte die Großmutter und der Wolf nickte.
"Das ist übel mit dem Kind", "sagte er da, "wir sollten die Polizei anrufen und das Gör in die Ausnüchterungszelle stecken. Zumal sie gestern wieder im Laden geklaut hat. 3 Schachteln Zigaretten und zwei Flaschen Appelkorn".
Da nickten Wolf und Großmutter vergnügt; der Jäger telefonierte rasch mit dem Handy und die Großmutter zog das Bett ab, denn Rotkäppchen hatte sich inzwischen erneut erbrochen.
Kurz darauf kam die Polizei und nahm die Rotznase mit sich.
Die drei aber aßen vergnügt von dem Kuchen und tranken Kaffee, den der Wolf rasch gekocht hatte und waren froh, das Blag los zu sein.
Rotkäppchen jedoch beschwerte sich anschließend beim Jugendamt und erzählte den Sachbearbeitern dann seine Sicht der Geschichte. Da Kinder ja nie lügen glaubte man es. Die Großmutter wurde i ein Pflegeheim abgeschoben, ihr Haus verkauft um die Unkosten zu decken, der Wolf wurde ausgestopft und der Jäger musste eine saftige Geldstrafe zahlen, da er unnötigerweise die Polizei verständigt hatte, die sich gerade in einem extrem gefährlichen Einsatz befand und einen Radfahrer kontrollierte.
Und diese Geschichte, die Rotkäppchen erzählte, veröffentlichten dann gewisse Gebrüder Grimm.
Zuletzt geändert von exuser-2014-11-07 am Di 16. Sep 2014, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Kerstin
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Re: Wer ist das?
Hallo Faun
Das ist schon stark wie du so bekannte Märchen umschreiben kannst und dabei auch noch voll aus dem Leben.
Herzlichen Dank dafür.
LG Kerstin
Das ist schon stark wie du so bekannte Märchen umschreiben kannst und dabei auch noch voll aus dem Leben.
Herzlichen Dank dafür.
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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exuser-2014-11-07
Re: Wer ist das?
Ich führe die Textreihe weiter.
Nachdem wir nun die wahre Wahrheit (die eindeutige Wahrheit, die absolute Wahrheit , die totale Wahrheit...oder was man sonst noch für Steigerungsformen erfindet) über das Gör Rotkäppchen kennen, folgt ein drastischer Schnitt.
Poesie.
Hä?
So ein langweiliges Zeug, irgend ein gereimter Quatsch?
Nun, entscheide selbst, denn nicht jede Versform ist so inhaltsleer wie "Ene-mene-muh-raus-bist-du".
Manche Gedichte haben einen Inhalt der sich erst durch etwas erschließt, was heutzutage sehr antiquirt erscheint:
Eigenes Denken und gesteigert: Nachdenken.
Ja, ja, das ist konservativ, das brauchen wir nicht mehr.
Man sagt uns schon was ist. Warum selber nachdenken, zumal doch gleich Folge 4325 der wichtigen Seifenoper beginnt....
(Für jene Vorgenannten - in ihrer Schreib-und Sprachform - damit dieser Hinweis auch wirkt:
"" Hey, dat isn sowat gereimtet, total langwheilich. Kanze vagessen. Keine Äktschn und Ecksplodirn tut auch nix. Villeicht kuck ich da ma, wenn da vafilmt is...")
Ich versuche es trotzdem, denn... Noch gebe ich die Hoffnung nicht.
Vielleicht können es einige Menschen nachvollziehen, möglicherweise erkennen sie sich sogar....
_________
Zweifel
In dem Spiegel ein Gesicht,
über das ein Windhauch streicht;
dunkle Schemen, Dämmerlicht,
was deinem Innern gleicht.
Ein Abbild zweier Leben,
die Hüllen deiner Seins,
die innig sich verweben,
nach Außen scheinst du Eins.
Ach, angeriss`ne Träume"¦
Nur noch Schatten bergen dich,
ein Wald der toten Bäume,
ein Spross"¦regt er noch sich?
Dein Atem trübt das Glas ein
und malst deinen Namen hin,
doch welcher ist der Deine?
Wer gibt dir nun den Sinn?
Wer bist du in dem Traume?
Oder küsst dich Morpheus nicht?
Sanft rührst du an dem Saume
spürst Glut und flackernd Licht
des Kleides welches Halt gibt,
voller Anmut Hülle birgt"¦
Wer ist jener den man liebt?
Ist alles schon verwirkt?
Nachdem wir nun die wahre Wahrheit (die eindeutige Wahrheit, die absolute Wahrheit , die totale Wahrheit...oder was man sonst noch für Steigerungsformen erfindet) über das Gör Rotkäppchen kennen, folgt ein drastischer Schnitt.
Poesie.
Hä?
So ein langweiliges Zeug, irgend ein gereimter Quatsch?
Nun, entscheide selbst, denn nicht jede Versform ist so inhaltsleer wie "Ene-mene-muh-raus-bist-du".
Manche Gedichte haben einen Inhalt der sich erst durch etwas erschließt, was heutzutage sehr antiquirt erscheint:
Eigenes Denken und gesteigert: Nachdenken.
Ja, ja, das ist konservativ, das brauchen wir nicht mehr.
Man sagt uns schon was ist. Warum selber nachdenken, zumal doch gleich Folge 4325 der wichtigen Seifenoper beginnt....
(Für jene Vorgenannten - in ihrer Schreib-und Sprachform - damit dieser Hinweis auch wirkt:
"" Hey, dat isn sowat gereimtet, total langwheilich. Kanze vagessen. Keine Äktschn und Ecksplodirn tut auch nix. Villeicht kuck ich da ma, wenn da vafilmt is...")
Ich versuche es trotzdem, denn... Noch gebe ich die Hoffnung nicht.
Vielleicht können es einige Menschen nachvollziehen, möglicherweise erkennen sie sich sogar....
_________
Zweifel
In dem Spiegel ein Gesicht,
über das ein Windhauch streicht;
dunkle Schemen, Dämmerlicht,
was deinem Innern gleicht.
Ein Abbild zweier Leben,
die Hüllen deiner Seins,
die innig sich verweben,
nach Außen scheinst du Eins.
Ach, angeriss`ne Träume"¦
Nur noch Schatten bergen dich,
ein Wald der toten Bäume,
ein Spross"¦regt er noch sich?
Dein Atem trübt das Glas ein
und malst deinen Namen hin,
doch welcher ist der Deine?
Wer gibt dir nun den Sinn?
Wer bist du in dem Traume?
Oder küsst dich Morpheus nicht?
Sanft rührst du an dem Saume
spürst Glut und flackernd Licht
des Kleides welches Halt gibt,
voller Anmut Hülle birgt"¦
Wer ist jener den man liebt?
Ist alles schon verwirkt?