Die Jahre vergehen...
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Anne-Mette
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Die Jahre vergehen...

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

... und es bewegt sich wenig bis fast nichts.

Die Grünen haben in meinen Augen ein paar recht gute Grundzüge für einen "Gesetzentwurf zum Transsexuellenrecht" erarbeitet und veröffentlicht:

https://www.gruene-bundestag.de/themen/ ... 45539.html

Dieser stammt aus dem Jahre 2010 - und ist (bisher) nicht in die dringend notwendige Erneuerung des TSG eingeflossen.
Wie auch: die CDU erweist sich als Blockierer in Trans*- und Inter* - Angelegenheiten und hat nun schon länger mit der SPD einen destruktiven Partner, sodass gute Ideen der Grünen und der Linken in Bezug auf Trans*- und Inter*- Politik durch ein NJET im Keime erstickt werden können.

Gruß
Anne-Mette
Ninakadin
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 2 im Thema

Beitrag von Ninakadin »

So ist es. Solange "Mutti" regiert, bleibt das Thema im Giftschrank.

LG,

Nina
Ulrike-Marisa
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...und die Grünen sind nicht in der Regierungsverantwortung. Selbst wenn es so gekommen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob die Grünen das gegen die konservativen Kreise der SPD hätte durchbringen können. Bis dahin bin ich wohl schon in Rente und "Mutti" auch.
Was bleibt ist die tägliche individuelle Auseinandersetzung jeder/jedes einzelnen Betrofenen mit ihrer/seiner Familie und Umwelt und der Kampf um Anerkennung der eigenen Situation und Gefühle. Da heisst es, immer wieder dran bleiben und nicht aufgeben....

LG, Ulrike-Marisa ))):s (wo) (flo)
exuserIn-2014-09-26

Re: Die Jahre vergehen...

Post 4 im Thema

Beitrag von exuserIn-2014-09-26 »

Ninakadin hat geschrieben:So ist es. Solange "Mutti" regiert, bleibt das Thema im Giftschrank.

LG,

Nina
Wohlgemerkt, wg. eines Bauchgefühls ihrerseits. Soll sie sich halt gesünder ernähren* (der Veggie-Tag in der Parlamentskantine fand auch keine Mehrheit), dann klappts auch mit dem Bauch wieder!

LG
Franziska

* ich weiß, das es nichts mit ihrer Ernährung zu tun hat, sondern mit den Ultra-Konservativen (sogar die Amtskirchen sind mittlerweile schon weiter was Akzeptanz der Vielfalt angeht) in ihrem Umfeld.
ab08
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 5 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo,

das Theater dauert sicher noch einige Zeit. Die Grünen naja, Vorschläge schön und gut, aber ernsthaft erwarte ich auch von der Seite wenig.
Inzwischen rutscht Deutschland im Bezug auf elementare Menschenrechte bzgl. Trans/Inter immer weiter nach hinten. Selbst Mahnungen der UN verhallen wirkungslos, auch der Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg (2006-2012) fand ja trotz klarer Stellungnahmen kein Gehör. Gut, wir können uns damit trösten, das es zahlreiche Staaten gibt, wo es deutlich schlimmer ist. Aber es gibt auch Länder (nicht nur Argentinien und Dänemark), die im Bezug auf Menschenrechte fortschrittlicher sind. Deutschland rutscht eben immer weiter nach hinten.
Quasi zum Ausgleich geht es anderswo bei uns voran: Mehr Korruption, mehr organisierte Kriminalität... Vorsicht! Diese Bemerkung war kritisch & satirisch gemeint!! :wink:

Im Alltag gibt es bzgl. TS/IS positive Ansätze! Die normale Bevölkerung ist längst deutlich weiter als die Regierenden. Irgendwann können die sich den Blödsinn also nicht mehr leisten, ohne sich völlig unglaubwürdig bzw. lächerlich zu machen. Wenn die jeweilige Regierung das dann merkt, geht es sicher ganz, ganz schnell, völlig egal, welche Partei gerade regiert.
In Bayern hört man seit jeher sehr auf Volkes Stimme, das zeigen Wahlergebnisse. Auf Bundesebene, die ist leider hier zuständig, regiert man weit weniger sensibel.--> Auch das zeigen Wahlergebnisse, denn sie ändern sich stärker. --> Die Bevölkerung erhofft sich Besserung (nicht nur auf unserem Nebenschauplatz, sondern anderwo auch!!), wird enttäuscht...wechselt... wird enttäuscht... wechselt...

Schaun wir mal, wie es weiter geht...
Liebe Grüße
ab
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Magdalena
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 6 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,
ich erlebe gerade die wieder die Versprechungen der Parteien zur Landtagswahl. ab08 schreibt:
Im Alltag gibt es bzgl. TS/IS positive Ansätze! Die normale Bevölkerung ist längst deutlich weiter als die Regierenden. Irgendwann können die sich den Blödsinn also nicht mehr leisten, ohne sich völlig unglaubwürdig bzw. lächerlich zu machen.
Ich bin der Meinung, dass die Parteien sich den Blödsinn leisten. Egal ob sie damit unglaubwürdig werden. Ehrlich, wer merkt sich noch was die Parteien vor fünf Jahren versprochen haben. Die meisten in meiner Umgebung interesssiert die Urlaubsreise und ihr Auto mehr als Politik. Und gehen erst garnicht zur Wahl. Darum fällt es kaum auf, wenn sich an den Thesen der Wahlplakate wenig neues erkennen lässt.

Nur ein kleiner Kreis macht sich die Mühe, und rennt gegen Windmühlen.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
ab08
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 7 im Thema

Beitrag von ab08 »

Liebe Magdalena,

bis zu einem gewissen Grad hast Du natürlich Recht.
Allerdings, alles hat seine Grenze ---> Es gibt einen Moment, wo selbst das gutmütigste Volk aufwacht, dann ist es zu spät und es wird für Politiker unangenehm...
"Wir sind das Volk!" das fing doch in Sachsen an... In Bayern passiert viel, manches wird aufgedeckt und irgendwann ist dann jemand wirklich nicht mehr zu halten.
Deshalb gab es hier nie Regierungswechsel. Fakten bzw. Realitäten lassen sich nicht bis in alle Ewigkeit verleugnen.
:oops: bin halt eine hoffnungslose Optimistin und noch dazu Physikerin. So sehe ich als Fortschritt an, wenn sich Erkenntnisse überhaupt, wenn auch erst nach Jahrhunderten durchsetzen. Ob ich es persönlich erlebe, ist relativ unwichtig für mich. (vgl. Galilei)

Liebe Grüße,
trotzdem, falls ein Politiker hier mitliest, möchte an eine Bemerkung erinnern... "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"
ab
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Marielle
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 8 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen,

ich muss wohl nicht extra betonen, dass ich kein_e Fan von Muddi bin, aber vielleicht ist die Trägheit manch älterer Dame und ihrer Gefolgschaft nicht immer nur schlecht. Immerhin schreibt auch der Gesetzentwurf der Grünen die Existenz von (genau nur) zwei Geschlechtern fest. Es ist dort keine Rede von einem 'X' und schon gar nicht davon, den Zuordnungszwang aufzuheben.

aus der allgemeinen Begründung zum Entwurf:

"Aus der Achtung der Menschenwürde und dem Grundrecht
auf freie Entfaltung der Persönlichkeit folge das Gebot, den
Personenstand des Menschen dem Geschlecht zuzuordnen,
dem er nach seiner psychischen und physischen Konstitution
zugehört.
"

Meine ganz persönliche Ansicht ist: Gut gemeint, aber zu kurz gedacht. Wenn man die 'freie Entfaltung der Persönlichkeit' unter dem Aspekt aller bekanntermassen existenten Uneindeutigkeiten sieht, führt der Entwurf, bei allen Vorteilen die er bietet, nicht zum Ziel. Er greift insoweit zu kurz, als er zwar die freie Wahl des Vornamens ermöglicht, das eigentliche Problem, die starre Einordnung in ein bipolares System, aber nicht nur nicht in Frage stellt, sondern selbst festschreibt.


Etwas spitzfindig gelesen, birgt der Entwurf sogar eine ziemlich fette Merkwürdigkeit:

aus dem Gesetzentwurf:

"
-§4

Wirkungen der Entscheidung

(1) Von der Rechtskraft der Entscheidung an, dass der An-
tragsteller als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen
ist, richten sich seine vom Geschlecht abhängigen Rechte
und Pflichten nach dem neuen Geschlecht, soweit durch Ge-
setz nichts anderes bestimmt ist.
"

Was ist denn damit gemeint? Die Grünen schreiben die Möglichkeit einer geschlechtsbezogenen Ungleichbehandlung fest? Oder sollen damit Menschen, die mal als "Mann" geführt wurden und jetzt als "Frau" eingetragen sind, Rentenansprüche aus der 'Mütterrente' zugesprochen werden? Die haben sie ohnehin, unabhängig vom 'Geschlecht'.

Man muss sich das mal langsam durch den Kopf gehen lassen: "seine vom Geschlecht abhängigen Rechte und Pflichten" .... boarr, da läuft es einem kalt den Rücken herunter.


Der ganze Entwurf ist wohl als Kompromissvorschlag an diejenigen zu verstehen, denen die Abschaffung der Geschlechterkategorisierung noch viel schlimmer als das Fegefeuer erscheint.


Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Magdalena
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 9 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Liebe ab,

du bist eine,die gegen die Windmühlen rennt. Wir benötigen mehr davon. Gerade erst kam im Radio eine Politikerin zu Wort. Dabei ging es am Ende nur um die Frage mit wem kann ich eine Mehrheit im Parlament erreichen. Die Sachthemen entwickelten sich zur Nebensache. Schon im Vorfeld der Wahl ist das Gerangel um Positionen und Posten, und damit das Gehalt (Diät), welches ich erziele, wichtiger. Unser Thema TS ist da weit entfernt.


Eine schönen Sonntag Abend

Magdalena
Lebe jeden Tag.
Anne-Mette
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Der ganze Entwurf ist wohl als Kompromissvorschlag an diejenigen zu verstehen, denen die Abschaffung der Geschlechterkategorisierung noch viel schlimmer als das Fegefeuer erscheint.
Sicherlich ist der 4 Jahre alte Entwurf mit deutlichen und schlimmen Mängeln behaftet.
ABER: er ist in meinen Augen immerhin ein Anstoß, ein Bemühen, aus der Lethargie der Regierungsparteien herauszutreten, überhaupt Vorschläge zu machen.

Gruß
Anne-Mette
Pauline

Re: Die Jahre vergehen...

Post 11 im Thema

Beitrag von Pauline »

Papadarfich.JPG
Sticker am Bus-Stop in Oppenheim. Bisschen was bewegt sich ja.

LG Pauline )))(:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Inga
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 12 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,
Anne-Mette hat geschrieben:Moin,
Der ganze Entwurf ist wohl als Kompromissvorschlag an diejenigen zu verstehen, denen die Abschaffung der Geschlechterkategorisierung noch viel schlimmer als das Fegefeuer erscheint.
Sicherlich ist der 4 Jahre alte Entwurf mit deutlichen und schlimmen Mängeln behaftet.
ABER: er ist in meinen Augen immerhin ein Anstoß, ein Bemühen, aus der Lethargie der Regierungsparteien herauszutreten, überhaupt Vorschläge zu machen.

Gruß
Anne-Mette
Nun ja, man könnte auch der Bundestags-Grünen Fraktion Anregungen geben, dass und wie der vier Jahre alten Entwurf zu überarbeiten sein möge.

Liebe Grüße
Inga
MarieB
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Re: Die Jahre vergehen...

Post 13 im Thema

Beitrag von MarieB »

Hallo,

ist ja alles ganz schön und es heißt ja auch Transsexuellen Gesetz. Trotzdem sollte eine Gesetzgebung in Richtung aller Arten von Transidentitäten gehen. Es geht immer darum, das sich jemand einem Geschlecht zuordnen soll. Das soll vereinfacht werden. Ist ja auch ok. Aber ich denke einfach, dass es viele geben würde oder gibt, die diese Entscheidung nicht eindeutig treffen wollen. Die sowohl als "Mann" als auch als "Frau" leben wollen. Oder liege ich da voll daneben?

Warum lässt man das kennzeichnen des Geschlechts nicht einfach weg oder bei denjenigen steht dann den männlich/weiblich und Herr/Frau. Oder auch umgekehrt. Bitte nicht spitzfindig werden. Ich hätte gerne einen Pass wo beides drin steht und ich würde so gerne mir einen zweiten Vornamen (weiblich) eintragen lassen. Aber in Deutschland ist das sehr schwer. Obwohl es doch heutzutage nur ein Verwaltungakt ist. Dann würde es halt Geld kosten und gut ist. Aber man braucht eine aussagekräftige Begründung. Und ich habe keine Lust in unserer Kleinstadt auf die Gemeinde zu rennen und zu sagen ich bin Trans.... und will einen zweiten weiblichen Vornamen und zum Schluß wird das noch abgelehnt.

Ich denke einfach, dass es unter uns auch viele gibt, denen es Probleme bereitet sich entscheiden zu müssen und die dadurch in was gezwungen werden. So oder so.

Oder liege ich jetzt komplett falsch? Was meint Ihr.

Für mich jedenfalls wäre es super, wenn ich einfach so leben könnte und dass auch noch als offizielle Lebensweise.

LG
Marie
Gruß

Marie
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