Der CSD in Hamburg liegt ja bereits ein wenig zurück. Inga hat ja in ihrem "aus dem Leben von Inga" Thread darüber geschrieben. Auch ich war auf dem CSD in Hamburg und gebe Euch hier einen kleinen Bericht meiner Erlebnisse. Ich möchte das nicht in Ingas Thread tun daher schreibe ich das hier separat.
Ich hatte mich für den CSD um 12:00 mit ein paar Freunden verabredet, die seit kurzem von Regina wussten, sie aber noch nie live zu Gesicht bekommen hatten.
Von mir aus, bis zu dem vereinbarten Treffpunkt kalkulierte ich so ca. 45min Fahrt ein. Ich hatte also den ganzen Vormittag Zeit mich zurecht zu machen. Ich überlegte, das meine Frau mir die Haare machen könnte, da diese nun eine Länge haben, dass man damit schon eine weibliche Frisur hin bekommt. Ich hatte auch gar keine Lust bei der Hitze mit einer Perücke unterwegs zu sein. Nun musste meine Frau diesen Samstag jedoch ab 08:00 Uhr arbeiten. Also nix mit Haare machen
Ich verbrachte dann den Rest des Vormittags mit Rasieren und Schminken. Als Outfit für den Tag wählte ich ein ärmelloses Top mit Wasserfallausschnit im Leopardenmuster. Dazu einen Stretch Mini. Zunächst wollte ich noch eine dünne Leggins drunter ziehen, da der Mini schon arg kurz war. Das sah dann aber nicht so toll aus und ich entschied mich dagegen. Ich entschied mich dann lieber für eine 10den Strumpfhose. Ohne Strumpfhose sind meine Beine immer so fleckig. Deswegen lieber mit. Aber die 10den fiel gar nicht auf. Man sah es nur ein wenig an den Zehen. Der Nagellack war nicht ganz so knallig rot wie an meinen Fingern. Dazu trug ich Sandaletten mit ca. 1,5cm Plateau und 6cm Absatz. Schließlich musste ich ja bestimmt viel laufen und die Schuhe sind einfach sau bequem.
Nun hatte ich aber immer noch die Wickler auf dem Kopf. Ich ging dann kurzerhand zu meiner Mutter (Meine Eltern wohnen direkt nebenan) und bat sie mir die Haare zu machen. Meine Mutter war zwar ein wenig überrascht, hat mir aber eine schicke Lockenfrisur auf mein Haupt gezaubert. Dabei murmelte sie: "Das habe ich mir auch nicht träumen lassen."
Nun noch das Handtäschchen packen. Geld, Brille, Sonnenbrille, Ausweis, Handy, Puder, Lippenstift, Lidschatten,...... u.s.w. Obwohl ich rechtzeitig aufgestanden bin, wurde es nun langsam knapp mit der Zeit. Ich hatte mir über das Intenet bereits eine S-Bahn Fahrkarte besorgt und bat nun meinen Vater mich zur nächsten Haltestelle zu bringen. Das tat er gern und so saß ich auch bald in der S-Bahn.
Zwischendurch möchte ich kurz anmerken, dass sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegermutter im nächsten Jahr 80 Jahre alt werden. Alle haben sie sehr viel Verständnis und gehen mit mir als Regina immer ganz lieb um.
So nun weiter im Text:
Sowohl am Bahnhof als auch in der S-Bahn gab es keine Probleme. Was habe ich mir da früher immer für ein Stress gemacht. Sicher gucken einige Leute. Aber das geht meist sehr schnell vorbei und dann ist gut. Am Hamburger Hauptbahnhof war schon total der Bär los. Megavoll. Wir hatten uns an der Langen Reihe, vor dem Lagerhaus verabredet. Da waren so viele Menschen unterwegs, ich hatte Angst ich würde meine Freunde nicht treffen. Aber dann sah ich ich sie bereits von weitem. Als ich mich vor sie stellte waren sie sehr überrascht. Das ich so aussehen kann hätten sie nicht vermutet.
Wir unterhielten uns erst einmal und warteten auf den Beginn der Parade. Zwischendurch musste ich aber ganz viel trinken. Das war soo warm. Was war ich froh nicht uach noch eine Fellmütze aufhaben zu müssen. Die Parade war unglaublich. So viel verschiedene Menschen mit den unterschiedlichsten Outfits. Als dann die Trucks bei uns vorbei fuhren blieb mir die Luft weg. Was da für ein Druck aus den Lautsprecherboxen kam. Hammer. Um jeden Truck war eine Leine gespannt, die von Security Leuten auf Abstand gehalten wurde. Damit da auch nichts passiert. Die Trucks fuhren zwar sehr langsam aber irgend jemand will dann ja immer noch schnell mal auf die andere Straßenseite. Die Security Leute trugen alle Ohrenstöpsel. Sonst wäre das auf Dauer sicher nicht auszuhalten.
Hinter dem letzten Truck reihten wir uns in die Parade ein und gingen ein kleines Stück mit, bis zur Spitaler Straße. Dort mussten wir erst einmal Getränke Nachschub besorgen. Dann gingen wir runter bis zum Mönkebrunnen um die Parade noch einmal von der anderen Seite zu bewundern. Ein paar Freunde von uns sollten auf den Wagen sein. Die hatten wir bisher nicht gesehen. Zwischendurch erhielt ich immer wieder Komplimente und anerkennende Blicke. Auch von älteren Damen. Das ist ja etwas, was ich als Mann gar nicht gewohnt bin. Könnte ich mich jedoch gut dran gewöhnen
Vom Mönkebrunnen ging es dann runter zur Alster. Direkt zum Partyturm von 136-°. Sehr coole Musik dort. Dort gab es dann erst einmal einen Cocktail. Nachdem wir dort einige Zeit mit gefeiert hatten sind wir runter ans Wasser. Es war soo voll, das ging echt nur im langsamsten Schneckentempo. Viele Leute badeten in der Alster. Wir haben dann noch bei einen anderen Partyturm der Musik zugehört und sind dann rüber zum Alsterhaus. Dort ganz nach oben in den Gourmet Tempel und zur Erfrischung Champagner mit Minze. Wir blieben dort einige Zeit und erholten uns vom vielen Stehen und Gehen.
Da mein MakeUp hat in der Sonne sicher auch sehr gelitten hatte, entschloss ich mich dazu mich im Erdgeschoss, bei "Bobbie Brown" noch einmal nach schminken zu lassen. Eines der MakeUp Girls dort hatte gerade nichts zu tun und so bat ich sie meine Fassade ein wenig zu restaurieren, was sie auch gern tat. Meine Freunde wollten dann auch alle noch verschönert werden und so dauerte es eine Weile bis wir dort wieder weg kamen. Nun ging es direkt nach draußen auf den Jungfernstieg. Hier feierten wir noch ein wenig am Jever Party Turm. Ich unterhielt mich noch mit einem älteren Ehepaar, die das bunte Treiben sehr genossen. Sie waren eigentlich nur so nach Hamburg gekommen und wussten gar nicht das da heute so die Post abgeht.
Die Musik am Jever Turm war nicht so gut, so dass meine Freunde sich dazu entschieden wieder zum 136-° Turm zurück zu gehen. Ich musste mich nun leider verabschieden. Meine Frau und ich waren noch zu einem Geburtstag eingeladen. Dort war jedoch der Mann gefragt. Daher standen noch einige Rückverwandlungsaktionen an. Ich verabredete mich mit meiner Frau, die nun bald Feierabend haben musste (Die arme musste von 08:00 bis 20:00 arbeiten), an der S-Bahn Station und dann ging es zurück nach hause.
S-Bahn fahren war wieder kein Problem. Die spätere Geburtstagsparty war langweilig. Da hätte ich lieber noch an der Alster getanzt.
Sorry für den langen Text. Ich stelle noch ein paar Bilder in die Galerie.
Liebe Grüße,
Regina