Was kocht oder backt ihr heute? - # 42
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Lina
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Es ist mir auch Rätselhaft, warum man so krampfhaft nach Fleisch anmutende vegetarische Gerichte machen muss. Gemüse ist ausgezeichnet als das, was es ist. Ich essen fast nur vegetarisch, habe gelegentlich einige der veganen Ersatzprodukte probiert - entweder weil sie in Sonderangebot waren oder jemand anderes sie gekauft hatte - und ich fand sie schrecklich. Und es pisst mich an, wenn Personal im Café plötzlich das Wort "Milch" nicht verstehen wollen.
Warum können sie nicht einfach die Dinge beim Namen nennen. Pflanzen sind Pflanzen und kein Fisch oder Fleisch, Hafergetränk ist genau das und keine Milch?
Warum können sie nicht einfach die Dinge beim Namen nennen. Pflanzen sind Pflanzen und kein Fisch oder Fleisch, Hafergetränk ist genau das und keine Milch?
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Patricia
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
conny hat geschrieben: Do 26. Dez 2024, 23:18 Warum muß man von Fisch sprechen, wenn es im entferntesten keiner ist?
Weil es sich beim Originalgericht um Fisch handelt, den wir eben mit Tofu ersetzt haben, da Mirjam Vegetarierin ist. Wir beide Essen Tofu in bestimmten Varianten sehr gerne. Den Namen haben wir beibehalten, weil es um die Zubereitungsart des Gemüsebetts geht. Und um ehrlich zu sein schmeckt mir die Variante mit Tofu viel besser als mit Fisch. Und das obwohl ich ab und zu gerne eben Fisch und Fleisch esse.Lina hat geschrieben: Do 26. Dez 2024, 23:56 Es ist mir auch Rätselhaft, warum man so krampfhaft nach Fleisch anmutende vegetarische Gerichte machen muss. Gemüse ist ausgezeichnet als das, was es ist. Ich essen fast nur vegetarisch, habe gelegentlich einige der veganen Ersatzprodukte probiert - entweder weil sie in Sonderangebot waren oder jemand anderes sie gekauft hatte - und ich fand sie schrecklich. Und es pisst mich an, wenn Personal im Café plötzlich das Wort "Milch" nicht verstehen wollen.
Warum können sie nicht einfach die Dinge beim Namen nennen. Pflanzen sind Pflanzen und kein Fisch oder Fleisch, Hafergetränk ist genau das und keine Milch?
Tofu oder Seitan sind keine modernen Fleischersatzprodukte sondern eine eigene Zutaten, welche ursprünglich aus asiatischer Küche stammen und welche wir in manchen Gerichten gerne verwenden. Manchmal auch eben in welche die Ursprünglich Fleisch beinhaltet haben. Es gibt eben einige Gerichte welche wir lecker finden und welche im "Originalrezept" Fleisch eine der Zutaten ist. In manchen kann man es komplett weglassen, in manchen kann man es durch Tofu oder Seitan ersetzen.
Von krampfhaft versuchen kann man hier definitiv nicht sprechen. Wir betreiben eine sehr vielfältige Art zu kochen mit einem derzeitigem Repertoire von etwas über 100 verschiedenen Gerichten, welche bei uns im Laufe des Jahres auf den Tisch kommen. Nur sehr wenige davon haben Ihren Ursprung in der Fleischküche.
Ich habe kein Problem damit, wenn Hafergetränk als Hafermilch bezeichnet wird, oder ein Produkt welches auf Tofu, Seitan oder Lupinenbasis als Geschnetzeltes bezeichnet wird. Warum denn auch? Es beschreibt für mich die Art und Weise wie es verarbeitet wurde. Und wenn ich "echtes" Geschnetzeltes essen will, dann kaufe ich das auch und bereite es mir zu. Warum soll ich mir vorschreiben lassen wie ich es nenne?
Warum muss man eigentlich immer rumjammern und Sachen schlecht reden wenn man die Hintergründe nicht kennt und nicht versteht?
In diesem Thema geht es aber rein um das was gekocht wurde und nicht darüber ob jemandem die Namensgebung oder Zubereitungsart passt. Von daher möchte ich Euch bitten beim Thema zu bleiben.
LG
Patricia
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Lina
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Weil es um ein Originalgericht handelt - aber wenn das zentrale Element des Gerichts weg ist, welchen Sinn macht es dann?
Das ist doch genau so daneben, wie wenn irgend jemand wie z.B. Gordon Ramsey angeblich Spaghetti alla Carbonara machen will, tut dann einen Hauch Zutaten zusammen, Erbsen und sonst was, aber von den ursprünglichen Zutaten bleiben nur Ei und Spaghetti - und die auch noch von der falschen Größe. Mag zwar gut sein, aber warum "Carbonara", wenn die eigentlichen Zutaten incl. dem namensgebenden Pfeffer, die es zu Carbonara machen weg sind?
Das ist doch genau so daneben, wie wenn irgend jemand wie z.B. Gordon Ramsey angeblich Spaghetti alla Carbonara machen will, tut dann einen Hauch Zutaten zusammen, Erbsen und sonst was, aber von den ursprünglichen Zutaten bleiben nur Ei und Spaghetti - und die auch noch von der falschen Größe. Mag zwar gut sein, aber warum "Carbonara", wenn die eigentlichen Zutaten incl. dem namensgebenden Pfeffer, die es zu Carbonara machen weg sind?
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Patricia
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Das zentrale Element des Gerichtes "Ryba po grecku" ist aber nicht der namensgebende Fisch, sondern das Gemüsebett und seine Zubereitungsart. Allerdings bedarf es eben einer Zutat, welche auf diesem Bett ruht und geschmacklich eine passende Ergänzung zum Gemüse darstellt. Und wie ich bereits geschrieben habe schmeckt mir dieses Gemüsebett mit angebratenem geräuchertem Tofu deutlich besser als mit Fisch und das, obwohl ich Fisch liebe.
Schade fand ich einfach, dass in meinem Post zum Thema Weihnachtsessen Du und Conny Euch nur auf die Namensgebung des Gerichtes und seine Zutaten eingeschossen habt und gemeckert habt, ohne den Rest des Beitrags auch nur mit einem Schulterzucken zu würdigen.
LG
Patricia
Schade fand ich einfach, dass in meinem Post zum Thema Weihnachtsessen Du und Conny Euch nur auf die Namensgebung des Gerichtes und seine Zutaten eingeschossen habt und gemeckert habt, ohne den Rest des Beitrags auch nur mit einem Schulterzucken zu würdigen.
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missy
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Für mich ganz klar, was es heute gibt:
Resteessen von Weihnachten.
In diesem Fall:
Reispfanne mit geschnetzeltem Schweinefilet.
Liebe Grüße,
missy
Quelle:
Resteessen von Weihnachten.
In diesem Fall:
Reispfanne mit geschnetzeltem Schweinefilet.
Liebe Grüße,
missy
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Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
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petra0103
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Bei uns trifft sich die Familie am Heilig Abend und Sylvester zu einem Raclette-Essen. Ist bei uns schon seit Jahren Tradition. Und die Reste, die da übrig bleiben, wenn dann am folgenden Tag zu einem Auflauf verabeitet.
Liebe Grüße
Petra
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Momo58
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Es waren noch Würstchen von Weihnachten übrig, also ganz pragmatisch Erbseneintopf mit Würstchen gekocht.
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conny
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Was ist daran Schade? Was soll "Fisch auf Griechisch" mit Tofu sein ", danach wurde gefragt. Ich habe im Internet auch schon Rezepte für vegane Gänasekeulen gelesen. Dem Blödsinn ein Ende!Patricia hat geschrieben: Fr 27. Dez 2024, 12:47 Schade fand ich einfach, dass in meinem Post zum Thema Weihnachtsessen Du und Conny Euch nur auf die Namensgebung des Gerichtes und seine Zutaten eingeschossen habt...
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Patricia
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Tja...conny hat geschrieben: Sa 28. Dez 2024, 20:27 Differnzierte Betrachtungen... kennen manche hier leider nur, wenn es um...
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Inga
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Liebe Leute,conny hat geschrieben: So 29. Dez 2024, 22:37Was ist daran Schade? Was soll "Fisch auf Griechisch" mit Tofu sein ", danach wurde gefragt. Ich habe im Internet auch schon Rezepte für vegane Gänasekeulen gelesen. Dem Blödsinn ein Ende!Patricia hat geschrieben: Fr 27. Dez 2024, 12:47 Schade fand ich einfach, dass in meinem Post zum Thema Weihnachtsessen Du und Conny Euch nur auf die Namensgebung des Gerichtes und seine Zutaten eingeschossen habt...
Wo ist euer Sinn für Toleranz abgeblieben?
Als meine Mutter früher immer wieder "Falschen Hasen" gemacht hat, war da garantiert kein Hase drin. Das Gericht hieß aber nun mal so. Nun die Frage "War es "falsch""? - Es war einfach lecker zubereitet.
Wie ist es übrigens mit der " Hamburger Aalsuppe" wo alles mögliche drin ist, bloß kein Aal? Oder der beliebten "Hochzeitssuppe" wo auch keine Hochzeit drin ist? Wie auch?
Hier hat Patricia uns leckere etwas weniger alltäglichen Essen vorgestellt und dafür sollte die nicht auch noch angemacht werden. Finde ich zumindest.
Bei einem Essen ist es mir übrigens immer noch wichtiger was drin ist und wie es schmeckt und nicht so sehr, ob die Bezeichnung für alle Lebenslagen "political correct " ist.
Liebe Grüße
Inga
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Momo58
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Heute gab es einen super leichten Sommersalat.
1 Kohlrabi schälen, zuerst in Scheiben, dann in dünne Streifen schneiden. Mit 2 Prisen Salz bestreuen, durchmengen, 30 Minuten ziehen lassen. So nimmst du die Schärfe aus dem Kohlrabi und er wird weicher.
Zwischenzeitlich Romanasalat, 1 Nektarine und fettarmen Fetakäse klein schneiden. Alle Zutaten vermengen.
Ein Salatdressing aus 4 EL Rapsöl, Saft einer Zitrone, etwas Senf und Honig, Pfeffer und dem aufgefangen Salzwasser des Kohlrabi zubereiten, über den Salat geben.
Guten Appetit
1 Kohlrabi schälen, zuerst in Scheiben, dann in dünne Streifen schneiden. Mit 2 Prisen Salz bestreuen, durchmengen, 30 Minuten ziehen lassen. So nimmst du die Schärfe aus dem Kohlrabi und er wird weicher.
Zwischenzeitlich Romanasalat, 1 Nektarine und fettarmen Fetakäse klein schneiden. Alle Zutaten vermengen.
Ein Salatdressing aus 4 EL Rapsöl, Saft einer Zitrone, etwas Senf und Honig, Pfeffer und dem aufgefangen Salzwasser des Kohlrabi zubereiten, über den Salat geben.
Guten Appetit
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Heute gab es bei mir Fischsuppe, bestehend aus:
Wildlachsfilet, Black Tiger Garnelen (beides Tiefkühlware), eine klein geschnittene Paprikaschote, Tomatenmark und Paprikamark, der Saft einer halben Zitrone, ein paar Teigwaren und Gewürze.
War sehr lecker
Wildlachsfilet, Black Tiger Garnelen (beides Tiefkühlware), eine klein geschnittene Paprikaschote, Tomatenmark und Paprikamark, der Saft einer halben Zitrone, ein paar Teigwaren und Gewürze.
War sehr lecker
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Lavendellöwin
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Gute Idee hier mal wieder reinzuschauen...
ich arbeite da grade an was..vielleicht ist das auch nur doch eine fixe Idee, aber wie findet ihr die Rezept-Geschichte Mischung?
„Das letzte Rezept“
In einem kleinen italienischen Dorf an der ligurischen Küste, wo die Wellen gegen die Felsen rauschten und der Duft von Rosmarin durch die engen Gassen zog, lebte eine alte Frau namens Nonna Lucia. Sie war bekannt für zwei Dinge: ihre laute Lache und ihr legendäres Rezept für Spaghetti ai Gamberi.
Lucia führte seit über fünfzig Jahren ein winziges Restaurant mit nur vier Tischen und karierten Tischdecken. Sie kochte immer selbst, ohne Hilfe, und auf der Karte stand nur ein einziges Gericht: Spaghetti mit Garnelen. Wer sie einmal gegessen hatte, vergaß sie nie wieder. Touristen nahmen stundenlange Umwege auf sich, nur um einen Platz bei Nonna zu ergattern.
Was keiner wusste: Lucia besaß ein kleines, handgeschriebenes Kochbuch, das sie von ihrer Großmutter geerbt hatte. Zwischen vergilbten Seiten und Ölspuren war dort auch das Rezept für ihre berühmten Spaghetti notiert – aber es war nicht vollständig. Denn das Geheimnis lag in einer Geste, einem Blick, dem richtigen Moment. Lucia kochte nicht nach Maß – sie kochte nach Gefühl, nach Erinnerung, nach Liebe.
Eines Tages betrat ein junger Mann namens Matteo ihr Lokal. Er war Kochlehrling aus Genua und auf der Suche nach dem „Geschmack, der das Herz berührt“, wie sein Vater es genannt hatte. Als Lucia ihm einen dampfenden Teller ihrer Spaghetti vorsetzte, wusste er: Das war es. Der Geschmack war wie ein Sonnenuntergang am Meer, wie der erste Kuss, wie ein Lied, das man lange vergessen hatte.
„Nonna“, sagte er vorsichtig nach dem Essen, „würdest du mir das Rezept verraten?“
Lucia lachte herzlich. „Wenn du es aufschreiben willst – vergiss es. Das kannst du nicht lernen. Aber wenn du bereit bist zu fühlen, zu scheitern, und immer wieder neu zu kochen – dann bleib.“
Und so blieb Matteo. Tag für Tag beobachtete er Lucias Hände – wie sie die Garnelen säuberte, die Pasta mit der Zange drehte, das Basilikum erst ganz am Ende hinzufügte. Aber immer, wenn er es selbst versuchte, fehlte etwas. Mal war es zu scharf, mal zu fad, mal zu trocken.
„Du denkst zu viel“, sagte Lucia. „Du musst mit dem Herzen würzen.“
Nach drei Monaten wollte Matteo aufgeben. Er packte seinen Koffer, enttäuscht und erschöpft. Doch in der Nacht hörte er, wie Lucia hustete. Am nächsten Morgen stand das Restaurant geschlossen.
Lucia war krank. Sehr krank. Und sie wusste, ihre Zeit war gekommen.
Matteo saß an ihrem Bett, als sie ihm schließlich das kleine Notizbuch reichte. „Du bist bereit“, sagte sie mit schwacher Stimme. „Nicht für das Rezept. Sondern für die Liebe, die man schmecken kann.“
Lucia starb in derselben Nacht.
Wochen später öffnete Matteo das Restaurant wieder – nicht als Nachahmer, sondern als Hüter ihrer Seele. Er nannte es „Cuore di Mare – Herz des Meeres“. Er kochte nicht wie Lucia. Aber er kochte für sie. Mit derselben Sorgfalt, derselben Hingabe, demselben Herzen.
Die Gäste kamen. Und sie sagten, es sei nicht dasselbe – aber es sei genau richtig. Eine junge Frau, die zum ersten Mal dort aß, weinte leise bei der ersten Gabel.
„Was ist das?“, fragte sie.
Matteo lächelte. „Erinnerung. In Knoblauch geschwenkt.“
Und auf der Wand über der Küche stand in geschwungener Schrift:
„Das beste Rezept ist das, das man nie ganz versteht – sondern fühlt.“
________________________________________
Spaghetti ai Gamberi – Rezept wie von Nonna Lucia
Zutaten (für 2 Personen):
• 200 g Spaghetti
• 200 g Garnelen (geschält, entdarmt – mit oder ohne Schwanz)
• 2–3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
• 1 kleine rote Chilischote (frisch oder getrocknet, fein geschnitten – optional)
• 1–2 EL Olivenöl (extra vergine)
• 100 ml trockener Weißwein (z. B. Vermentino)
• 6–8 Cocktailtomaten oder 2 mittelgroße Tomaten (gewürfelt)
• Frisches Basilikum oder Petersilie (grob gehackt)
• Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• Optional: etwas Zitronenabrieb oder ein Spritzer Zitronensaft
________________________________________
Zubereitung:
1. Spaghetti kochen
In reichlich Salzwasser al dente kochen (1 TL Salz pro Liter Wasser). Das Kochwasser aufheben – du brauchst später vielleicht ein paar Löffel davon.
2. Garnelen vorbereiten
Die Garnelen waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen. Leicht salzen und pfeffern.
3. In der Pfanne
In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen. Knoblauch und Chili darin bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis der Knoblauch goldgelb ist – nicht braun!
Dann die Garnelen dazugeben. Ca. 1 Minute pro Seite anbraten, bis sie rosa und gar sind. Aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitelegen.
4. Saucenbasis
In derselben Pfanne die Tomaten anbraten, kurz köcheln lassen. Mit Weißwein ablöschen und ca. 3–5 Minuten leicht reduzieren lassen.
5. Pasta vollenden
Die gekochten Spaghetti direkt in die Pfanne geben. Gut durchschwenken, evtl. 1–2 EL vom Kochwasser dazugeben, damit alles schön sämig wird.
6. Finale
Die Garnelen zurück in die Pfanne geben, vorsichtig unterheben. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und ggf. Zitronenabrieb. Mit Basilikum oder Petersilie bestreuen.
________________________________________
Nonna Lucias Tipp:
„Wenn du beim Umrühren lächelst, schmeckt es doppelt so gut.“
ich arbeite da grade an was..vielleicht ist das auch nur doch eine fixe Idee, aber wie findet ihr die Rezept-Geschichte Mischung?
„Das letzte Rezept“
In einem kleinen italienischen Dorf an der ligurischen Küste, wo die Wellen gegen die Felsen rauschten und der Duft von Rosmarin durch die engen Gassen zog, lebte eine alte Frau namens Nonna Lucia. Sie war bekannt für zwei Dinge: ihre laute Lache und ihr legendäres Rezept für Spaghetti ai Gamberi.
Lucia führte seit über fünfzig Jahren ein winziges Restaurant mit nur vier Tischen und karierten Tischdecken. Sie kochte immer selbst, ohne Hilfe, und auf der Karte stand nur ein einziges Gericht: Spaghetti mit Garnelen. Wer sie einmal gegessen hatte, vergaß sie nie wieder. Touristen nahmen stundenlange Umwege auf sich, nur um einen Platz bei Nonna zu ergattern.
Was keiner wusste: Lucia besaß ein kleines, handgeschriebenes Kochbuch, das sie von ihrer Großmutter geerbt hatte. Zwischen vergilbten Seiten und Ölspuren war dort auch das Rezept für ihre berühmten Spaghetti notiert – aber es war nicht vollständig. Denn das Geheimnis lag in einer Geste, einem Blick, dem richtigen Moment. Lucia kochte nicht nach Maß – sie kochte nach Gefühl, nach Erinnerung, nach Liebe.
Eines Tages betrat ein junger Mann namens Matteo ihr Lokal. Er war Kochlehrling aus Genua und auf der Suche nach dem „Geschmack, der das Herz berührt“, wie sein Vater es genannt hatte. Als Lucia ihm einen dampfenden Teller ihrer Spaghetti vorsetzte, wusste er: Das war es. Der Geschmack war wie ein Sonnenuntergang am Meer, wie der erste Kuss, wie ein Lied, das man lange vergessen hatte.
„Nonna“, sagte er vorsichtig nach dem Essen, „würdest du mir das Rezept verraten?“
Lucia lachte herzlich. „Wenn du es aufschreiben willst – vergiss es. Das kannst du nicht lernen. Aber wenn du bereit bist zu fühlen, zu scheitern, und immer wieder neu zu kochen – dann bleib.“
Und so blieb Matteo. Tag für Tag beobachtete er Lucias Hände – wie sie die Garnelen säuberte, die Pasta mit der Zange drehte, das Basilikum erst ganz am Ende hinzufügte. Aber immer, wenn er es selbst versuchte, fehlte etwas. Mal war es zu scharf, mal zu fad, mal zu trocken.
„Du denkst zu viel“, sagte Lucia. „Du musst mit dem Herzen würzen.“
Nach drei Monaten wollte Matteo aufgeben. Er packte seinen Koffer, enttäuscht und erschöpft. Doch in der Nacht hörte er, wie Lucia hustete. Am nächsten Morgen stand das Restaurant geschlossen.
Lucia war krank. Sehr krank. Und sie wusste, ihre Zeit war gekommen.
Matteo saß an ihrem Bett, als sie ihm schließlich das kleine Notizbuch reichte. „Du bist bereit“, sagte sie mit schwacher Stimme. „Nicht für das Rezept. Sondern für die Liebe, die man schmecken kann.“
Lucia starb in derselben Nacht.
Wochen später öffnete Matteo das Restaurant wieder – nicht als Nachahmer, sondern als Hüter ihrer Seele. Er nannte es „Cuore di Mare – Herz des Meeres“. Er kochte nicht wie Lucia. Aber er kochte für sie. Mit derselben Sorgfalt, derselben Hingabe, demselben Herzen.
Die Gäste kamen. Und sie sagten, es sei nicht dasselbe – aber es sei genau richtig. Eine junge Frau, die zum ersten Mal dort aß, weinte leise bei der ersten Gabel.
„Was ist das?“, fragte sie.
Matteo lächelte. „Erinnerung. In Knoblauch geschwenkt.“
Und auf der Wand über der Küche stand in geschwungener Schrift:
„Das beste Rezept ist das, das man nie ganz versteht – sondern fühlt.“
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Zutaten (für 2 Personen):
• 200 g Spaghetti
• 200 g Garnelen (geschält, entdarmt – mit oder ohne Schwanz)
• 2–3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
• 1 kleine rote Chilischote (frisch oder getrocknet, fein geschnitten – optional)
• 1–2 EL Olivenöl (extra vergine)
• 100 ml trockener Weißwein (z. B. Vermentino)
• 6–8 Cocktailtomaten oder 2 mittelgroße Tomaten (gewürfelt)
• Frisches Basilikum oder Petersilie (grob gehackt)
• Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• Optional: etwas Zitronenabrieb oder ein Spritzer Zitronensaft
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1. Spaghetti kochen
In reichlich Salzwasser al dente kochen (1 TL Salz pro Liter Wasser). Das Kochwasser aufheben – du brauchst später vielleicht ein paar Löffel davon.
2. Garnelen vorbereiten
Die Garnelen waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen. Leicht salzen und pfeffern.
3. In der Pfanne
In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen. Knoblauch und Chili darin bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis der Knoblauch goldgelb ist – nicht braun!
Dann die Garnelen dazugeben. Ca. 1 Minute pro Seite anbraten, bis sie rosa und gar sind. Aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitelegen.
4. Saucenbasis
In derselben Pfanne die Tomaten anbraten, kurz köcheln lassen. Mit Weißwein ablöschen und ca. 3–5 Minuten leicht reduzieren lassen.
5. Pasta vollenden
Die gekochten Spaghetti direkt in die Pfanne geben. Gut durchschwenken, evtl. 1–2 EL vom Kochwasser dazugeben, damit alles schön sämig wird.
6. Finale
Die Garnelen zurück in die Pfanne geben, vorsichtig unterheben. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und ggf. Zitronenabrieb. Mit Basilikum oder Petersilie bestreuen.
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„Wenn du beim Umrühren lächelst, schmeckt es doppelt so gut.“
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Vielen Dank für die tolle Geschichte und das Rezept..Lavendellöwin hat geschrieben: Mi 13. Aug 2025, 17:10
„Das letzte Rezept“
Nonna Lucias Tipp:
„Wenn du beim Umrühren lächelst, schmeckt es doppelt so gut.“
Ich werde versuchen es nachzukochen, mit dem Herzen, der besten Zutat.
LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Was kocht oder backt ihr heute?
Verführung (Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten)
Sie war fast so groß wie ich, nur 3 cm kleiner und hatte einen Tag nach mir Geburtstag. Wir hatten noch mehr Gemeinsamkeiten. Sie wollte wissen, was Männlichkeit bedeutetund Ich fühlte die Frau in mir. Während einer Vorlesung in einem alten Hörsaal lernte ich sie kennen. Sie saß neben mir und wir gingen nach der Vorlesung in die Cafeteria einen Kaffee trinken. "Wie wäre es, wenn Du heute Abend zu mir zum Abendessen kommst" fragte ich bang. Sie freute sich über die Einladung in mein kleines Studentenreich. Ich hatte ein winziges Zimmer und gekocht wurde mit einem kleinen 2-flammigen Kocher auf dem Flur über dem Kellerabgang. Ein kleines Himmelreich, da es ein kleiner Anbau an eine Garage war und mitten im Garten stand. Der Weg zum Eingang ging unter Weinreben, an dem die Trauben einem fast in den Mund wuchsen.
"Für mich hat noch niemand gekocht" sagte sie, als sie durch die Türe trat. Was machst Du da ?" "Ein Rezept, wie ich es von meiner Schwester gelernt habe. Pommes Dauphinois mit Steak und Salat. Du nimmst eine feuerfeste Form, fettest sie mit Olivenöl und reibst sie mit Knobloch aus. Dann schichtest ggfs.vorgekochte, dünn geschnittene Kartoffeln, am besten mehlig kochende und Käse, ich bevorzuge Gruyiere, in der Form. Jede Schicht würzt Du mit weißem Pfeffer und Salz. Dann nimmst Du eine Mischung aus Milch und Rahm mit dem gepressten Knoblauch und gießt es in die Form, so dass sie ca. halb gefüllt ist. Dann ab in den Backofen bei Temperaturen um 120 bis 150 Grad, mindestens 60 Minuten. Das ist alles." "Klingt und riecht lecker" meinte sie und ihre Zunge strich über die Lippen. "Was so eine Hausfrau alles kann ..."
Ich wurde wahrscheinlich leicht rot. Hatte sie mich schon durchschaut ?
Das Steak habe ich medium in der Pfanne gebraten und den Salat mit eine Senf-Öl-Vinaigrette angerichtet. Zum Abwasch kamen wir nicht mehr und den Rest des Tages dürft Ihr Euch vorstellen ... Es waren schöne dreieinhalb Jahre mit ihr. Wir hatten viel Spaß und für mich gab es viel zu lernen, denn sie war meine erste Freundin. Aber mit Essen verführen oder verführt zu werden, das klappt ziemlich gut ...

Sie war fast so groß wie ich, nur 3 cm kleiner und hatte einen Tag nach mir Geburtstag. Wir hatten noch mehr Gemeinsamkeiten. Sie wollte wissen, was Männlichkeit bedeutetund Ich fühlte die Frau in mir. Während einer Vorlesung in einem alten Hörsaal lernte ich sie kennen. Sie saß neben mir und wir gingen nach der Vorlesung in die Cafeteria einen Kaffee trinken. "Wie wäre es, wenn Du heute Abend zu mir zum Abendessen kommst" fragte ich bang. Sie freute sich über die Einladung in mein kleines Studentenreich. Ich hatte ein winziges Zimmer und gekocht wurde mit einem kleinen 2-flammigen Kocher auf dem Flur über dem Kellerabgang. Ein kleines Himmelreich, da es ein kleiner Anbau an eine Garage war und mitten im Garten stand. Der Weg zum Eingang ging unter Weinreben, an dem die Trauben einem fast in den Mund wuchsen.
"Für mich hat noch niemand gekocht" sagte sie, als sie durch die Türe trat. Was machst Du da ?" "Ein Rezept, wie ich es von meiner Schwester gelernt habe. Pommes Dauphinois mit Steak und Salat. Du nimmst eine feuerfeste Form, fettest sie mit Olivenöl und reibst sie mit Knobloch aus. Dann schichtest ggfs.vorgekochte, dünn geschnittene Kartoffeln, am besten mehlig kochende und Käse, ich bevorzuge Gruyiere, in der Form. Jede Schicht würzt Du mit weißem Pfeffer und Salz. Dann nimmst Du eine Mischung aus Milch und Rahm mit dem gepressten Knoblauch und gießt es in die Form, so dass sie ca. halb gefüllt ist. Dann ab in den Backofen bei Temperaturen um 120 bis 150 Grad, mindestens 60 Minuten. Das ist alles." "Klingt und riecht lecker" meinte sie und ihre Zunge strich über die Lippen. "Was so eine Hausfrau alles kann ..."
Viele Grüße
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