Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?
Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst? - # 2

Lebensplanung, Standorte
Bea Magdalena
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 16 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Frieda hat geschrieben: Di 25. Jun 2019, 17:07 Hallo liebe Vanessa❣️

........


Irvin Yalom sagte einmal "Je besser wir uns selber kennen, desto besser wird unser Leben." oder anders formuliert... "Je mehr ungelebtes Leben in uns ist, desto größer ist der Horror vor dem Tod... Je mehr wir bedauern, was wir nicht gelebt haben, desto mehr fürchten wir den Tod."
Yalom sagt auch, wenn wir uns klar machen was wir in unserem bisherigen Leben bereut haben, dann kann uns das zu dem nächsten Schritt bringen wo wir uns fragen...."Was können wir tun, das wir in den nächsten 2 Jahren so leben, daß wir nichts bereuen?"


Danke für deine spannenden Gedanken liebe Vanessa. 🤗
Namaste 🙏
Mit meinen Worten:
Liebe Vanessa, lebe aus, was Du fühlst! Es ist Dein Leben!
Wenn Du das nicht machst, wird Dir etwas fehlen und sehr wahrscheinlich wirst Du es bereuen.

Alles Liebe und Gute
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Diana.65
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 17 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Danke Vanessa für diesen Thread. (hs) (ap) Er hat meine Gedanken wieder mal so richtig in Fahrt gebracht.
Anja hat geschrieben: Di 25. Jun 2019, 11:08 ...
Seit ich das erste Mal komplett zurecht gemacht unter die Leute ging, das war 2011, wurden die sogenannten "Frauentage" bei mir kontinuierlich mehr. Jedes Jahr brauchte ich mehr Tage. Es war als ob ich ständig Durst hatte, dann trank ich was, aber das hielt nicht lange vor. Mit den Jahren kamen auch immer mehr Eingeweihte hinzu, so dass sich die Frauentage relativ problemlos immer weiter aufstocken ließen. Das gipfelte dann darin, das ich eigentlich nur noch als Mann zur Arbeit ging und fast jedes Wochenende zwei Frauentage hatte.
Im Laufe des Jahres 2014 gab ich dann endgültig auf und gestand mir selbst ein, das ich eine Frau bin. Vorher habe ich ja immer versucht mich irgendwie zweigeschlechtlich einzuordnen (Bi-Gender oder Two-Spirit, davor Crossdresser)
Trotzdem versuchte ich das Doppelleben weiter aufrecht zu halten, da ich natürlich etwaige Konsequenzen fürchtete. ....
Hallo Anja.

Wenn ich deine Worte lese und mit meiner derzeitigen Situation vergleiche, dann kommt mir spontan für mich ein Spruch in den Sinn:
"Nachtigall, ich hör dir trapsen."
Liebe Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 18 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Guten Morgen!

Ich freue mich natürlich sehr, wenn meine Zeilen angenommen werden und dazu anregen, eine Diskussion zu führen. Entweder in der Gruppe oder eben mit sich selbst.
Einige Beiträge gehen an meiner Fragestellung etwas vorbei und haben eine leicht andere Richtung. Aber das ist völlig OK.
Das Modell Yin und Yang ist ja nichts Neues und auch in unserer Kultur verhaftet. Gut - Böse, Engel - Teufel etc.
Mann - Frau? Das Prinzip ist ziemlich binär, wenn man es so sieht. Zeigt die Extreme, die Gegenpole auf. Dabei schafft es die Verbindung zwischen den Naturwissenschaften und Religion(en) sowie dem Menschen an sich in seiner Vielfalt. Quasi eine Weltformel?!
Darüber denke ich grade nach ....
Man stößt nämlich täglich auf dieses Prinzip.

Liebe Grüße
Vanessa
YvonneTV
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 19 im Thema

Beitrag von YvonneTV »

Hallo Vanessa (moin)

spannendes Thema, welches ich zugleich etwas anders sehe: Das Symbol von Yin & Yang sind ja einfach gesagt zwei "Tropfen", die sich "falschrum" aneinander zu einem Kreis fügen.

Selbiges mag ich nicht kritisieren, doch mein erstes Tattoo ist letzendlich ein Triskele geworden (drei Tropfen, die einen Kreis bilden). Der Bedeutung ist vielfälltig, eine der wichtigsten für mich ist: Es gibt nicht nur schwarz oder weiss (Mann & Frau/gut & böse/richtig & falsch/ die Liste wäre endlos), sondern gaaaaanz viel dazwischen (smili) Wichtig ist, was man selbst ist, was einem gut tut, wie man wirklich ist. Auch: Was für einen Menschen gut ist, das will ein anderer nicht.

Sich selbst finden (das nennt sich im Yin & Yang dann wohl im Einklang und Gleichgeweicht), das sein, was einem selbst entspricht ! Das macht es aus und das ist erst mal gar nicht so einfach.

Ganz tief innen haben Menschen einen Kern (ich meine jetzt NICHT das in der Art "harte Schale, weicher Kern"), der im Laufe der Zeit schon im Kindesalter immer mehr durch die Umgebung verbogen wird :cry: Ein Kind lernt "das macht man nicht" (macht ein Baby ein Bäucherchen ist das niedlich, der gleiche Mensch als Teenager kriegt Ärger :lol: Banales Beispiel und doch irgendwie ein Widerspruch). Es wird durch die Gesellschaft (was auch immer genau das sein mag) "festgelegt", was ok ist und was nicht ! Auch die Religion mag eine grosse Rolle spielen. Im Laufe des Lebens können diese Schalen wieder aufbrechen, wenn wir danach suchen, wer wir wirklich sind und was wir möchten (smili) Wir werden freier, leben freier. Was erst eine echte Herausforderung ist, fühlt sich beim Ausleben dann plötzlich richtig und gut an ! Das trifft wohl auch darauf zu, wenn wir die Frau in uns (oder die wir sind) ausleben. Dafür gbt es hier ja unzählige Beispiele :D

Ich mag es eben NICHT binär, wie sind sooooooo verschieden und das ist wundervoll (888)

Wie oft habe ich von vielen "Mädels" hier gehört: "Wenn ich nur so könnte, wie ich will ....." Ich finde die Überlegung interessant wenn man drüber nachdenkt, was genau man tun würde, wenn es keinerlei Einfluss auf die Familie, Beziehung, Freunde und den Job haben würde, egal was man tut. Dann scheint oft soooo viel möglich und mag den inneren Kern zeigen. Es gilt zu entscheiden, wie frei wir leben möchten, damit wir im Einklang sind - mit uns selbst (smili)

Hoffe ich bin nicht zuweit abgedriftet vom Thema :mrgreen:

GLG Yvi (dr)

PS: Wenn der Text mitten drin aufhört, dann bin ich verglüht oder mein Lappi ist geschmolzen :lol: :lol:
Ganz liebe Grüsse - Yvi
Whoopy Highfly
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 20 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Yvi,
Wahre Worte, vieles davon habe ich von meinen Bekannten auch gehört. Nur leider ist die Gesellschaft noch nicht soweit.
Daran sind die Religionen und die Herrschenden nicht ganz unschuldig.

GLG

PS. Eine aufgeklärte Gesellschaft ist toleranter, ebenso einen hohes Bildungswesen.
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
Nicole Fritz
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 21 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

jetzt mal ganz abgesehen von Yin und Yang, im Rahmen meiner Parawissenschaft sehe ich so gut wie in allem im Universum ein Gleichgewicht: bei den Kräften, die das Weltall zusammen halten, bei Materie und Antimaterie, positive und negative elektrische Ladung, Selektion und Symbiose bei der Evolution und vieles mehr. Also gehört ein inneres Gleichgewicht der Seele auch dazu.

Ich habe hier vor einiger Zeit mal einen Beitrag zum Thema 'sich selbst lieben' verfasst. Hier braucht es für mein Empfinden auch ein Gleichgewicht. Bei mir war es extrem in Richtung Selbsthass gekippt. Wenn es anders herum kippt, wird Narzissmus daraus. Wer sich selbst hasst, zieht in einen Krieg, den er nur verlieren kann. Alles was der gespielten Rolle nutzt, schadet mindestens im gleichen Maße der Seele

Während ich also die Figur abgrundtief hasste, die ich spielte, ist ein Narzisst vollkommen in diese verliebt. Also steckt er alle seine Energie in eine völlig überzogene Selbstdarstellung. Dem Erfolg ist beides nicht zuträglich. In beiden Fällen zeigt man nicht sich selbst, sondern ein Idealbild, dem man nacheifert. Und beides kommt bei den anderen meistens nicht gut an. Nur wer in sich selbst verliebt ist, merkt das wohl nicht.

Wenn ich in einigen Beiträgen hier, aber besonders bei einer Transgender-Gruppe bei Facebook sehe, wie man sich präsentiert, hat das ganz viel von Narzissmus. Da soll ein biologischer Mann zur perfekten Frau werden. Und dazu wird manchmal alles ausgeschöpft, wozu die moderne Medizin fähig ist. Wenn dann, wie bei einer Bekannten, Papa zahlt, wird nach dem Brustaufbau auch noch das Gesicht operativ angepasst (was dann bei anderen, die ein solches finanzielles Polster nicht haben, in einer SHG gar nicht gut ankommt).

Einzig sinnvoll ist also wieder einmal ein gesunder Mittelweg und damit ein Gleichgewicht. Wo sich das schließlich einpendelt, ist individuell verschieden: nur Frauenkleider (wie bei mir) oder nur HT oder HT und GaOP oder vielleicht noch weitere OPs.

Wie ist es also bei mir? Ich wurde zunächst gelegentlich alleine zu hause zu einer Frau, die ich rein körperlich (männlich-heterosexuell) liebte. Als diese Frau dann in die Öffentlichkeit durfte, hatte ich kein Bedürfnis mehr den verhassten Mann zu zeigen. Da es auch niemand mehr von mir verlangte, ließ ich es schließlich.

Aus dem aus meiner Phantasie entsprungenen Sexobjekt (extrem lange Haare, Minirock, hohe Absätze) wurde nun ein Bild einer Frau, das ich im Alltag zeigen kann. Und die sexuell geprägte zeitweilige Selbstverliebtheit ließ langsam nach. Nun zeigt sich auch der Mann in mir wieder und fordert eine gewisse Aufmerksamkeit. Der kann es beispielsweise überhaupt nicht leiden, wenn ich mich ewig lange am Spiegel mit meinem Aussehen beschäftige. Und es gibt keinen verhassten Mann-Modus mehr, den ich bei jeder Gelegenheit mit einem möglichst perfekten Erscheinungsbild als Frau ausgleichen möchte.

Also pendelt es sich so nach und nach zu einem Gleichgewicht ein. Ich probiere verschiedene Outfits aus und beobachte, wie ich damit ankomme. Wenn ich den Eindruck habe so angenommen oder akzeptiert zu werden, wie ich mich zeige, kann ich mich wohl fühlen. Es sollte nur möglichst keine Ähnlichkeit mehr mit dem verhassten Männerbild haben. Dabei erkenne ich immer mehr, dass ich dafür keine richtige oder perfekte Frau zeigen muss. Es sollte einfach nur möglichst ehrlich rüber kommen und nicht irgendwie gewollt, aber nicht gekonnt.

Für mich ist es hier wieder, wie bereits bei meinem Bild vom Universum und dem Urknall, ein fließendes Gleichgewicht zwischen zwei Grenzwerten die nie erreicht werden können: Hier sind es der perfekte Mann und die perfekte Frau. Beim Universum sind es eine unendliche Dichte der Materie ohne Ausdehnung im Urknall und eine unendliche Ausdehnung ohne Inhalt irgendwann einmal am Ende aller Tage. Beide Grenzwerte sind unmöglich und unerreichbar. Sie sind das absolute NICHTS (Nirwana ?). Das Universum beginnt so - wie alles im Leben - mit dem Werden Yang und endet nach einem stetigen Fließen mit dem Vergehen Yin.

Und genau wie das Universum ein Etwas zwischen zwei unerreichbaren Grenzwerten des Nichts darstellt, gibt es zwischen den Grenzwerten 'männlich' und 'weiblich' ebenfalls ein buntes Universum eines fließenden Übergangs. Leider sieht unsere Gesellschaft da aber immer noch oft nur schwarz und weiß.

LG Nicole
Lorelai74
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 22 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Spannende Frage.

Ein Mädel hat hier
posting.php?mode=quote&f=3&p=198246&sid ... 84328a7d72

Mal über die C.G Jungs Theorie von Anima und Animus erwähnt und das Buch die Psychologie des weiblichen. Ich finde dass deckt sich ziemlich mit Ying und Yang

Ich glaube das es eine der Lebensaufgaben ist die Andere Seite in sich zu finden und anzunehmen.
Bei Uns hat diese andere Seite sich wenig versteckt, wir gehen ihr oft dann erst im Äußeren nach bevor wir auch einen inneren Wandel zulassen. Fürsorglichkeit, Zärtlichkeit, Empathie für uns und für andere sind hier Lernziele des Lebens.

Spannend finde ich das ich durch die Entscheidung für meine weibliche Seite inzwischen auch mein Zentrum gestärkt wird und auch meine Männlichkeit auf eine gesunde Art und Weise wächst.

Ich habe meine Reise nach aussen begonnen; jetzt Reise ich nach innen auf der einen Spirale und nach außen auf der anderen.

Und ja es gibt für mich auch noch eine 3te Spirale, das Triskel ist auch mein Symbol.
Die 3te Spirale bedeutet für mich beide Seiten, Balance und auch der göttliche Funke in uns der beide Seiten belebt.


Namaste Vanessa

Viele liebe Grüße
Lorelai
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
Nicole Fritz
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 23 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Lorelai74 hat geschrieben: Fr 28. Jun 2019, 20:40 Bei Uns hat diese andere Seite sich wenig versteckt, wir gehen ihr oft dann erst im Äußeren nach bevor wir auch einen inneren Wandel zulassen. Fürsorglichkeit, Zärtlichkeit, Empathie für uns und für andere sind hier Lernziele des Lebens.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe den Eindruck, dass oft die ganze Energie in das Passing und die Transition gesteckt wird, so als ob die äußere Erscheinung als Frau wichtiger wäre als das innere Gleichgewicht. Als Mann habe ich mich selbst gehasst und alle anderen Menschen auch. Zärtlichkeit? Empathie? - Wir schreibt man das? Deshalb hat es auch nie Funktioniert mit einer Partnerschaft. Jetzt beginne ich da so langsam zu lernen. Und äußerlich? - keine Silis mehr und kaum noch Makeup. Das Gefühl nicht mehr der gehasste Mann zu sein bleibt aber. Ich denke, da zeigt sich der innere Wandel, der jedoch seine Zeit braucht.

LG Nicole
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 24 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Hallo Nicole,

Lernen, das habe ich vor kurzem verstanden ,
Ist immer Progression und Regression.
Fort- und wieder Rückschritt und Wiederholung.
Ich denke das ist auch beim inneren Weg so.
Es geht zuallerallererst um Selbstannahme und dann um Selbstwertgefühl und Selbstliebe.
Denn Liebe deinen Nächsten wie dich selbst heißt es immer. Ein Aspekt der Liebe ist die Fürsorge, die Agape. Ich kann einfach nicht fürsorglich für andere sein, wenn ich nicht auch für mich sorge.
Oder andersherum:
Man sollte sich selbst gut behandeln, ohne Narzissmus zu entwickeln, dann fängt man an auch andere gut zu behandeln.

Viele liebe Grüße
Lorelai
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 25 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

ChristinaF hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 13:44 Ich fühl mich so wie ich jetzt bin einfach glücklich und innerlich ausgeglichen.
Sehr gute Antwort. Da das auch auf mich zu trifft, musste ich das gleich so übernehmen... :mrgreen:
ChristinaF hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 13:44 Warum das Ganze sich bei mir so ergab weiß ich nicht.
Als Crossdresser sage ich mir immer, daß es in mir schon immer 2 Geschlechter gab und als Transe bringe ich das heute eben zum Ausdruck.
ChristinaF hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 13:44 Ich suche deswegen auch gar nicht nach Antworten. Ich bin was ich bin und bin damit sehr zufrieden.
Geht mir genauso. Ich hinterfrage mein Tun nicht mehr - das habe ich schon zu meiner Anfangszeit als Transe genug getan. Heute heißt es für mich den richtigen Umgang damit finden und sich selbst treu bleiben.

Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!

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heike65
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 26 im Thema

Beitrag von heike65 »

VanessaL hat geschrieben: Di 25. Jun 2019, 07:45
heike65 hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 21:46 die Frage wird dir niemand beantworten können, ich käme niemals auf die idee das so zu hinterfragen. Es ist halt so, Punkt
Liebe Heike,

wer die Welt verstehen möchte, muss sie hinterfragen oder aber die Ruhe finden, sie in sich aufzunehmen.
Aber nicht jeder Mensch möchte die Welt verstehen und nicht jeder erträgt die Ruhe um Dinge zu erspüren.

Wie schön es doch ist, dass wir alle unterschiedlich sind, oder?

Liebe Grüße
Vanessa
Ich wage zu bezweifeln das du durch hinterfragen verstehst wie die Welt tickt . Ich bin da einfach eher bei meiner pragmatischen Frau: Du bist halt so wie du bist, warum darüber grübeln ? Ich lieb dich eh
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 27 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

heike65 hat geschrieben: So 30. Jun 2019, 17:29 Ich wage zu bezweifeln das du durch hinterfragen verstehst wie die Welt tickt . Ich bin da einfach eher bei meiner pragmatischen Frau: Du bist halt so wie du bist, warum darüber grübeln ? Ich lieb dich eh
Liebe Heike,

wagen darfst Du natürlich immer gerne: den mutigen gehört die Welt.
Aber dann nenne mir doch bitte einen besseren Weg, die Welt zu verstehen.

Und wenn Dir Euer Kosmos reicht, dann ist das doch wunderbar ...

Liebe Grüße
Vanessa
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 28 im Thema

Beitrag von edeka »

VanessaL hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 11:46 Gerade gestern habe ich etwas über Yin und Yang gelesen. Das Gleichgewicht im Taoismus hat mich nachdenklich gemacht. Die innere weibliche und äußere männliche Seite - immer im Gleichgewicht.
Was hat mich also dann aus dem Gleichgewicht gebracht und in die Transition geführt? Das Ungleichgewicht aus meiner Kindheit? Oder doch etwas ganz anderes?
Eine spannende Frage, denn weibliches und männliches haben wir ja dieser Lehre nach alle. Warum hat sich das also verschoben? Und wie wurde das Gleichgewicht früher aufrecht gehalten? Und wie habe ich es jetzt wiedererlangt? Sehr spannend...
Da ich Yin und Yang nur vom hörensagen kannte, und allem esoterischen sehr skeptisch gegenüber stehe, mußte ich mich erstmal ganz schnell informieren, das schien mir ganz brauchbar, kurz, und seriös: https://www.gesundheitswissen.de/tcm/yin-und-yang/
... und ich kann dem durchaus positives abgewinnen ! Außerdem ist es keine Esoterik sondern hat eher was mit der traditionellen chinesischen Medizin zu tun.

Also nachdem ich so zum Experten wurde , :wink: kann ich die Laien erstmal über ein Mißverständnis aufklären:
Yin und Yang sind keine Gegensätze, sondern es sind zwei verschiedene Energien oder Kräfte, die sich ergänzen ! (welche das im einzelnen sind, könnt ihr selber wo auch immer nachlesen)
Yin wird als weiblich bezeichnet, Yang als männlich, den beiden werden auch Eigenschaften zugeordnet. Das heißt nicht unbedingt, daß eine Frau nur Yin-Eigenschaften hat und umgekehrt.
In jedem Mann steckt auch ein Stück Yin (Frau) und umgekehrt. Der Mensch braucht nicht nur die Energie vom "eigenen" Typ (Yin oder Yang) , sondern immer auch ein Stück vom andern , um im Gleichgewicht - also gesund zu sein. Das kann in ihm selber stecken, oder er bekommt es vom Partner/in.
Soviel in aller Kürze zum Modell.

Vanessa,
Die innere weibliche und äußere männliche Seite
trifft es eigentlich nicht. Das hiesse ja - der männliche Körper und das weibliche Innere. Ich kann beim YinYang Prinzip nicht diese Zuordnung (inneres und äußeres) sehen. Das innere kann mehr weiblich oder mehr männlich sein. Das äußere, also der Körper und evtl auch die Rolle, waren bei dir früher männlich, und das wirkt sich sicher auch auf das Gleichgewicht aus.

Ein interessanter Aspekt an dem Gleichgewichts-Modell angewandt auf TV oder TS finde ich : es gibt nicht die unterdrückte Frau, die irgendwann ausbricht und dann passiert die Transition. Sondern das Leben ist genau richtig, solange das Gleichgewicht da ist !
Warum das Gleichgewicht irgendwann mal gründlich gestört werden kann, das kann man nur selber für sich selbst heraus finden. Aber viel wichtiger ist es , heraus zu finden , wie man es wieder herstellt. Und das ist natürlich kein Weg zurück, sondern vorwärts.
Wahrscheinlich ist es eine gute Idee für das Gleichgewicht, wenn man seine eigene Geschichte annimmt. Das heißt auch, daß man - bei einer Transition - nicht erwartet, eine 100% Frau zu werden, egal wie weit man die äußerliche Veränderung treibt, sondern eben etwas eigenes, von dem vieles neu ist, aber mit der eigenen Vergangenheit.
Aber jetzt schreibe ich über etwas von dem ich keine Ahnung habe... sorry.

Ich glaube, du machst das schon richtig.

LG ascona (dr)
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 29 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

ascona hat geschrieben: Di 2. Jul 2019, 00:34 Soviel in aller Kürze zum Modell.
Lieben Dank, ascona! Du hast das noch einmal wunderbar zusammengefasst.
ascona hat geschrieben: Di 2. Jul 2019, 00:34 Vanessa,
Die innere weibliche und äußere männliche Seite
trifft es eigentlich nicht.
Tatsächlich gibt es auch die innere und äußere Seite.

Hocke Dich auf Deine Füße und umschließe mit Deinen Amen die Knie. Was eine entsteht ist eine Form, die dem Symbol von Yin und Yang sehr ähnlich ist. Der Rücken und alle anderen sichtbaren, angreifbaren Teile sind der Yang-Bereich und alle verdeckten, geschützten Bereiche entsprechen dem Yin-Bereich.

Ganz liebe Grüße
Vanessa
Jaddy
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 30 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Gut, dass da oben das Wort _Modell_ steht.

Das Problem mit Modellen wie der TCM: Sie sind übersichtlich, verständlich, daher scheinbar plausibel, aber die angenommene Wirkweise weder statistisch, noch als Wirkmodell selber bewiesen. Anders gesagt: Es fühlt sich einfach so an, als ob da was dran wäre, aber kein Mensch weiss ob überhaupt. Quasi eine medizinische Deepity[1]

Wir möchten überall Strukturen erkennen. Wir brauchen System in der Welt, denn wenn wir zu wissen meinen, wie die Welt tickt, glauben wir auch Kontrolle zu haben und vor Überraschungen und Risiken geschützt zu sein. Die ständige Frage ist aber, ob unsere Annahmen, die Modelle tatsächlich zutreffen.

"Traditionelle" Medizinmodelle gehen meistens drei von fünf Schritten zu wirksamer Medizin:
1. Zufallsfund / Korrelation ("oh, ich hatte X, hab Y gemacht, jetzt geht's mir besser"),
2. Modellbildung ("X und Y könnten aufeinander wirken weil A (=beliebige Idee)"),
3. Modellerweiterung ("Wenn Y auf X wirkt weil A, dann müsste auch W auf U wirken, weil auch A").

Das funktioniert für TCM inkl. Akupunktur, Homöpathie und ihre Variante für Faule, Schüssler-Salze, auch Bachblüten, Ayurveda, alle Arten von Geistheilung inkl. Reiki, sowie für Gesundbeten, Wallfahrten und andere (schamanische) Rituale aus aller Welt und so weiter.

Es fehlen aber die Antworten auf die ständige Frage:
4. Tatsächliche Wirksamkeit / Kausalität im Einzelfall ("es ist tatsächlich genau Y, was da wirkt - und U ebenso")
5. Modell verifizieren ("Die Idee A kann als Wirkungsmechanismus auf biologischer, chemischer Ebene nachgewiesen werden. Es ist kein isoliertes Phänomen, sondern passt zu anderem bekanntem Wissen")

Und da scheitern die oben aufgezählten Modelle allesamt, d.h. wenn alle anderen Faktoren wie Suggestionen, Placebo/Nocebo-Effekt, normale Selbstheilung asugeschlossen werden.

Was bleibt sind einzelne Zufallsfunde, aus denen sich bei objektiv-kritischer Untersuchung tatsächlich wirksames herausholen lässt. Birkenrinde gegen Schmerz: Aspirin (aber magenverträglicher). Fingerhut und Tollkirsche wirken aufs Herz: Digitalis- und Atropin-Präparate (aber verdünnt, sonst tödlich). Arnika bei Verletzungen und Entzündungen (aber nicht zu konzentriert und nicht zu verdünnt). Rituale können Menschen in Trance versetzen und dann gehen tolle Dinge: Hypnotherapie, Placebo-Verstärkung, etc. (aber ohne unrealistische, magische Versprechen).

Also nichts gegen Zufallsfunde (Anekdoten), aber Vorsicht bei Verallgemeinerungen (Modellen). "Für jedes Problem existiert eine Lösung, die einfach ist, plausibel - und falsch" (A.Einstein).

Wenn es um persönliche Lösungen geht, auch Orientierung, also private Modellbildung, finde ich Selbstbeobachtung super sinnvoll. Also: eigene Ankedoten sammeln, Wirksamkeit experimentell überprüfen und zwar immer wieder. Häufig funktionieren Ansätze ein paar Mal, aber dann nicht mehr, weil sich irgendwas geändert hat. Es geht ja nicht um triviale Mechanik wie einen Knochenbruch, sondern um extrem persönliche Mechanismen mit viel eigener Biografie und Lebensumständen. Gerade deshalb halte ich es für wichtig, alle Modelle von aussen äusserst kritisch zu prüfen, ob sie für einen selbst funktionieren. Und persönliche Modelle auch als persönliche wahrnehmen und bezeichnen. "Für mich funktioniert aktuell A. N=1[2], YMMV[3]". Je generalisierter und abstrakter die Modelle, um so mehr. Sonst landet eins in der Toni-Falle.

-----

Nachsatz TCM etc.: Dazu sollte eins wissen, dass TCM ein Sammelsurium verschiedenster Lehren, Modelle und Methoden ist, aus verschiedenen Zeiten und Kulturen. Bei weitem kein einheitliches, konzises Konzept. Dass sie im Westen so Furore macht liegt zum einen am großen Vorsitzenden Mao, der sie damals gepusht hat, um Kosten zu sparen, die Chinesen von ausländischer (=europäisch-US-amerikanischer) Medizin abzubringen, und dann am aktiven Marketing der Folgeregierungen, die ausserhalb Chinas tolle Absatzmärkte aufgebaut haben.

Dazu vielleicht mal Wiki

Ich bezweifle, dass vergleichbare Modelle und Methoden wie "Vier Körpersäfte", Aderlass, etc. aus den gleichen Zeiten unserer Weltregion das auch hinkriegen könnten. Der Exotikfaktor fehlt wohl. Die "Neue Germanische Medizin" (R.G.Hamer & Co.) ist allerdings recht erfolgreich in extrem völkisch-rechten Kreisen und die Homöopathie wurde aus den gleichen Gründen von den Nazis gefördert, wie die TCM von Mao: National denken = Kosten sparen. Das Heilpraktikergesetz in D kommt genau deswegen aus der Zeit. Nachdem aus Kliniken, Unis und Praxen alle Menschen entfernt worden waren, die nicht zur Ideologie passten, musste irgendwoher schnell Ersatz kommen. Auf Wirksamkeit wurde (und wird) dabei ebensowenig geachtet wie auf Risiken durch Verschleppung etc.

-----

[1] Deepity. Ein Satz, der scheinbaren Tiefgang hat, aber einer kritischen Betrachtung nicht standhält. Er besteht zumeist aus einem trivialen Statement, das auf einer zweiten Bedeutungsebene interpretiert eine weltbewegende Weisheit wäre, aber beim näheren Hinsehen entweder bedeutungslos oder schlicht falsch ist. Beispiele in englischer Sprache hinter dem Link.
[2] "N=1": Studie mit nur einer Person, d.h. "Getestet nur für eine Person: mich"
[3] "Your mileage my vary": "Funktioniert für mich. Deine Erfahrungen mögen anders sein"
Antworten

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