Moin,
danke für den Link.
Ich habe damit immer meine Mühe:
Die Ursachen für Transsexualität liegen noch immer im Dunkeln.
Für mich gibt es da keine "Ursachen", ich frage auch nicht nach den Ursachen von Homosexualität, Hautfarbe und was auch immer.
"Ursache" beinhaltet für mich auch immer "da ist etwas schief gelaufen". (Man sagt (fast) nie: "was ist die Ursache dafür, dass xxyyxx so gelungen ist?")
... und wie ich den Basteltrieb von vielen Forschern kenne, so werden sicherlich recht bald Möglichkeiten ausgedacht, wie man diesen "Fehler" beheben kann - notfalls - oder in manchen Fällen bestenfalls durch pränatale Diagnostik (und Folgebehandlungen). Dann muss man später nicht teure Therapien bezahlen.
Hier gibt es ein Beispiel aus Dänemark, das wir schonmal diskutiert haben:
Es handelt sich um eine Praxis, die in Dänemark "Abort-Tourismus" genannt wird. Dänische Frauen reisen ins Ausland, wenn sie "unzufrieden mit dem Geschlecht des Kindes" sind. Das bekräftigten mehrere Quellen gegenüber Danmarks Radio (DR).
In Dänemark ist es möglich, ab der 14. Woche das Geschlecht eines Kindes durch ein Scanning festzustellen. Ist man "unzufrieden" mit dem Geschlecht, kann man in Schweden ohne weitere Erklärungen bis zur 18. Schwangerschaftswoche einen Abort durchführen lassen.
Dieses Phänomen veranlasste den Inhaber der privaten Schwangerschaftsklinik "Lille Københavner", Robert Kinnerfelt, mit dem Scanning des Geschlechtes ab der 14. Schwangerschaftswoche aufzuhören, um die von den Frauen geübte Praxis nicht zu unterstützen.
In Dänemark ist es verpflichtend, dass Frauen, die nach der "Abortgrenze" (12. Schwangerschaftswoche) einen Abbruch vornehmen lassen wollen, sich beraten lassen.
"Diese Praxis läuft schon seit Jahren" war von Birgit Petersson zu hören, die Mitglied im Beratungsgremium ist.
"(Gerade)Der gut ausgebildete Teil der Bevölkerung wählt die Möglichkeit des Abortes im Ausland, weil es in Schweden sehr einfach ist - und ich glaube kaum, dass man das unterbinden kann", sagte sie.
Persönlich nimmt sie großen Abstand von diesem "Abort-Tourismus". Diese Haltung teilt Robert Kinnerfelt.
Auch Schweden hat Probleme mit der Praxis, einen Abort wegen eines "falschen Geschlechtes" durchzuführen. Da ein Abbruch allerdings ohne Angabe von Gründen gesetzlich erlaubt ist (bis zur 18. Schwangerschaftswoche), hat man keine Handhabe, diesen zu untersagen.
Birgit Petersson erwartet sogar noch Steigerungen der Fälle. Auch diese Meinung wird von Robert Kinnerfelt geteilt und er ist der Meinung, dass die Praxis "til debat" kommt, also in Gesellschaft und Politik diskutiert werden muss." (Übersetzt und zusammengesetzt aus einem dän. Text)
Ja, "was lernt uns das?"
Ich will damit sagen, dass ich Trans* und Inter* als völlig "normal" ansehe und aus diesem Grund auch KEINE URSACHE dafür sehe, "normal" zu sein.
Gruß
Anne-Mette