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Sexuelle Identität

Verfasst: Mi 3. Jul 2013, 15:39
von Anne-Mette
Lehrplan für Enttabuisierung

"Hetero-, Bi-, Homo-, Trans— und Intersexualität sind gleichwertige Ausdrucksformen des menschlichen Empfindens und der sexuellen Identität, die zur Persönlichkeit des betreffenden Menschen gehören." — bereits in der Präambel machen die neuen Richtlinien für Sexualerziehung deutlich, dass Respekt für Vielfalt zum Bildungsauftrag an saarländischen Schulen gehören.

... heißt es im LSVD-Blog: http://www.lsvd-blog.de/?p=6054

Worum geht es?
Gestern übergab der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon dem Lesben— und Schwulenverband Saar (LSVD) die Neufassung der Richtlinien zur Sexualerziehung an saarländischen Schulen.
Hetero-, Bi-, Homo-, Trans— und Intersexualität sind gleichwertige Ausdrucksformen des menschlichen Empfindens und der sexuellen Identität
Ich weiß nicht so recht - oftmals habe ich den Eindruck, solche Sätze werden irgendwie "passend gemacht" und es wird zu viel hineingepackt.

Gruß
CPG

Re: Sexuelle Identität

Verfasst: Mi 3. Jul 2013, 15:52
von Sabrina Verena
Hallo!
Mich stört an den Satz, dass Transsexualität und Intersexualität mit den Sexuellen Orientierungen gleichgesetzt werden.
Vielleicht hätten die Ministeriumsmitarbeiter/innen beim Schreiben vorher ein Blick in Wikipedia werfen sollen?
LG
Verena

Re: Sexuelle Identität

Verfasst: Mi 3. Jul 2013, 20:11
von Andrea aus Sachsen
.
cpg hat geschrieben:"Hetero-, Bi-, Homo-, Trans— und Intersexualität sind gleichwertige Ausdrucksformen des menschlichen Empfindens und der sexuellen Identität, die zur Persönlichkeit des betreffenden Menschen gehören."
In diesen Satz, für sich betrachtet, kann viel hineininterpretiert werden. Das ist bei Einleitungssätzen größerer Abhandlungen aber fast immer der Fall.
Bevor jetzt über Sinn oder Unsinn dieses Satzes diskutiert wird, halte ich es für sinnvoll, erst einmal den Rest der Richtlinien zu lesen. Ich hoffe, dass sich dabei herausstellt, dass allen genannten sexuellen Orientierungen und Identitäten die gleiche Anerkennung zukommen sollte. Eine andere Auslegung des Satzes, die all die genannten Erscheinungsformen in einen Topf wirft, wäre dagegen fatal.
Im Übrigen hatte wir das Thema (wenn auch nur aus Trans*-Sicht) schon mal hier im Forum: viewtopic.php?f=57&t=1879