Betrachtungen zum Thema Homo „ oder hier Trans*phobie
Verfasst: Do 29. Okt 2009, 14:38
Da ich beruflich im Feld: "Erleben und Verhalten" unterweges bin, im Folgenden einige Gedanken zum Thema:
Eine Phobie ist eine dauerhafte, unbegründete Angst. Angst wird immer vor Dingen empfunden, die unbekannt und möglicherweise gefährlich sind. Dies ist ein evolutionärer Prozess, der dadurch begründet ist, dass die menschlichen Vorfahren, obwohl von Intelligenz und Organisation sehr weit entwickelt, häufig zu Fressopfern wurden.
Im Zustand der Angst werden die kognitiven Fähigkeiten des Menschen herabgesetzt, der (Ur)Instinkt übernimmt das Kommando. Es lässt sich ein Zusammenhang zwischen Grundintelligenz und Verhalten in angstgeleiteten Situationen ableiten. (Intelligentere Individuen behalten einen klaren Kopf)
In solchen Situationen wird Adrenalin ausgeschüttet, das Schmerzempfinden sinkt, der Organismus stellt auf das Programm "Flucht und Verteidigung" um; auch die Hemmung zur Gewalttätigkeit sinkt. Dies alles passiert wenn wir Angst empfinden. Soweit zum Thema Angst.
Im "normalen" Leben gibt es zwei exakt definierte Gruppen: männliche und weibliche Individuen. Eine dritte Gruppe ist nicht "üblich". Diese wird dann als "unbekannt" empfunden und erfüllt somit bereits ein Kriterium, um in der Umwelt Angst zu erzeugen. Das passiert auch dann, wenn Frauen oder Männer sich nicht voraussehbar verhalten: z.B. dominante Frauen, aggressive -, aber auch emotionale Männer.
Vom entwicklungsgeschichtlichen Standpunkt aus gesehen ist dies auch vernünftig: Die Vertreter der beiden Gruppen sorgen gemeinsam für die Erhaltung der Art. Etwas anderes ist nicht vorgesehen. Uneindeutiges Verhalten in der Gruppenzugehörigkeit sorgt für Ineffizienz und ist damit unerwünscht. Dies Programm ist ebenso tief im menschlichen Verhalten verwurzelt, dass es bei Individuen mit weniger ausgeprägten kognitiven Fähigkeiten, tatsächliche Gegebenheiten überstrahlt.
Mit einfachen Worten:
Crossdresser, Trans*-Personen oder auch homosexuelle Individuen werden als Bedrohung der Art angesehen, da man (oder frau) mit ihnen auf den ersten Blick nicht zur Arterhaltung beitragen kann. (Was nachweislich nicht richtig ist). Es entsteht eine unbegründete Angst, eine Phobie.
Verstärkend wirken sich dabei folgende Faktoren aus:
"¢ Trans*-Personen oder Crossdresser vereinigen die vor allem positive Merkmale der beiden Geschlechtsgruppen in sich. Sie sind somit dem sich geschlechtlich klar definierendem Individuum überlegen. Gleiches gilt (mit Einschränkungen) auch für homosexuelle Individuen.
"¢ Die Feminisierung der Gesellschaft seit ca. 30 Jahren: Die gezielte Frauenförderung hat dazu beigetragen, dass weibliche Individuen im sozialen Kontext bessere Chancen haben und mehr Unterstützung erfahren. Typische Männerdomänen sind praktisch nicht mehr vorhanden. Eine ähnliche Entwicklung hat sich auf dem Arbeitsmarkt ergeben. Biologisch männliche Crossdresser oder Trans*-Personen gleichen sich dem Mainstream der gesellschaftlichen Entwicklung an. Sie integrieren vorteilhaftes Verhalten beider Geschlechter.
Einfachere Gemüter fühlen sich damit wiederum bedroht, da sie einer solchen Entwicklung nicht entgegenzustellen haben. Sie können (wollen) sich nicht anschließen und erleben dadurch eine Frustration, die letztendlich in einer Aggression mündet.
Wer dazu Belege braucht überlege sich bitte, wer seit gestern (28.10.2009) die Bundesrepublik regiert: eine Frau und ein Homosexueller Mann.
Was nun noch fehlt, ist die Akzeptanz von Trans*-Personen und Crossdressern in der Gesellschaft. Dies erfordert jedoch einen langen Weg, der Aufklärung und Akzeptanz, da bisher vor allem Dragqueens und andere Kuriositäten im kollektiven Bewusstsein als Vertreter geschlechts-untypischer Kleidung und Verhaltensweisen vertreten sind.
Viellleicht können wir etwas dazu beitragen, dass auch Kerle im Fummel gesellschaftsfähig werden. Vielleicht habt ihr Vorschläge.
Nachdenkliche Grüsse
Cybill
Eine Phobie ist eine dauerhafte, unbegründete Angst. Angst wird immer vor Dingen empfunden, die unbekannt und möglicherweise gefährlich sind. Dies ist ein evolutionärer Prozess, der dadurch begründet ist, dass die menschlichen Vorfahren, obwohl von Intelligenz und Organisation sehr weit entwickelt, häufig zu Fressopfern wurden.
Im Zustand der Angst werden die kognitiven Fähigkeiten des Menschen herabgesetzt, der (Ur)Instinkt übernimmt das Kommando. Es lässt sich ein Zusammenhang zwischen Grundintelligenz und Verhalten in angstgeleiteten Situationen ableiten. (Intelligentere Individuen behalten einen klaren Kopf)
In solchen Situationen wird Adrenalin ausgeschüttet, das Schmerzempfinden sinkt, der Organismus stellt auf das Programm "Flucht und Verteidigung" um; auch die Hemmung zur Gewalttätigkeit sinkt. Dies alles passiert wenn wir Angst empfinden. Soweit zum Thema Angst.
Im "normalen" Leben gibt es zwei exakt definierte Gruppen: männliche und weibliche Individuen. Eine dritte Gruppe ist nicht "üblich". Diese wird dann als "unbekannt" empfunden und erfüllt somit bereits ein Kriterium, um in der Umwelt Angst zu erzeugen. Das passiert auch dann, wenn Frauen oder Männer sich nicht voraussehbar verhalten: z.B. dominante Frauen, aggressive -, aber auch emotionale Männer.
Vom entwicklungsgeschichtlichen Standpunkt aus gesehen ist dies auch vernünftig: Die Vertreter der beiden Gruppen sorgen gemeinsam für die Erhaltung der Art. Etwas anderes ist nicht vorgesehen. Uneindeutiges Verhalten in der Gruppenzugehörigkeit sorgt für Ineffizienz und ist damit unerwünscht. Dies Programm ist ebenso tief im menschlichen Verhalten verwurzelt, dass es bei Individuen mit weniger ausgeprägten kognitiven Fähigkeiten, tatsächliche Gegebenheiten überstrahlt.
Mit einfachen Worten:
Crossdresser, Trans*-Personen oder auch homosexuelle Individuen werden als Bedrohung der Art angesehen, da man (oder frau) mit ihnen auf den ersten Blick nicht zur Arterhaltung beitragen kann. (Was nachweislich nicht richtig ist). Es entsteht eine unbegründete Angst, eine Phobie.
Verstärkend wirken sich dabei folgende Faktoren aus:
"¢ Trans*-Personen oder Crossdresser vereinigen die vor allem positive Merkmale der beiden Geschlechtsgruppen in sich. Sie sind somit dem sich geschlechtlich klar definierendem Individuum überlegen. Gleiches gilt (mit Einschränkungen) auch für homosexuelle Individuen.
"¢ Die Feminisierung der Gesellschaft seit ca. 30 Jahren: Die gezielte Frauenförderung hat dazu beigetragen, dass weibliche Individuen im sozialen Kontext bessere Chancen haben und mehr Unterstützung erfahren. Typische Männerdomänen sind praktisch nicht mehr vorhanden. Eine ähnliche Entwicklung hat sich auf dem Arbeitsmarkt ergeben. Biologisch männliche Crossdresser oder Trans*-Personen gleichen sich dem Mainstream der gesellschaftlichen Entwicklung an. Sie integrieren vorteilhaftes Verhalten beider Geschlechter.
Einfachere Gemüter fühlen sich damit wiederum bedroht, da sie einer solchen Entwicklung nicht entgegenzustellen haben. Sie können (wollen) sich nicht anschließen und erleben dadurch eine Frustration, die letztendlich in einer Aggression mündet.
Wer dazu Belege braucht überlege sich bitte, wer seit gestern (28.10.2009) die Bundesrepublik regiert: eine Frau und ein Homosexueller Mann.
Was nun noch fehlt, ist die Akzeptanz von Trans*-Personen und Crossdressern in der Gesellschaft. Dies erfordert jedoch einen langen Weg, der Aufklärung und Akzeptanz, da bisher vor allem Dragqueens und andere Kuriositäten im kollektiven Bewusstsein als Vertreter geschlechts-untypischer Kleidung und Verhaltensweisen vertreten sind.
Viellleicht können wir etwas dazu beitragen, dass auch Kerle im Fummel gesellschaftsfähig werden. Vielleicht habt ihr Vorschläge.
Nachdenkliche Grüsse
Cybill