Amazon...
Verfasst: Mo 4. Mär 2013, 15:27
Hallo, Guten Tag zusammen,
laut eines Radioberichtes des Deutschlandfunks hat sich die Inhaberin einer Leiharbeitsfirma geweigert, den ihr von diesem unsäglichen Versandhändler vorgelegten Vertragsentwurf über die Überlassung von Arbeitnehmern zu unterschreiben (Links dazu unten). Unter anderem wäre durch diesen Vertrag das Risiko kurzfristig mangelnden Arbeitskraftbedarfes, also ein nach sozialpolitischen Vorstellungen ureigenes ArbeitGEBERrisiko, auf den Arbeitnehmer, den Leiharbeiter abgewälzt worden.
Es musste also erst wieder eine Frau vorangehen, um den männlichen Vetretern ihrer Zunft einen gehörigen Umgang mit solchen asozialen*), frühkapitalistischen Methoden deutlich zu machen.
Weil ich aus dem Chat und verschiedenen Postings weiss das auch hiesige Mitglieder dort einkaufen, möchte ich zu einem kurzen Nachdenken anregen.
Muss man dort kaufen? Gäbe es nicht vielleicht Alternativen? Dieser Laden bedient sich immerhin der Bezeichnung für ein matriarchalisch organisiertes Volk, die Amazonen. Sollten wir vielleicht die dem Weiblichen zugeschriebenen Tugenden, Verantwortlichkeit, Fürsorge, Emphatie, mal auf unser Kaufverhalten anwenden?
Ich habe bei diesem (hierkönnensieeinpassendesWorteinfügen) Laden nie etwas gekauft und werde es auch weiterhin nicht tun.
Gruß
Marielle
*) "asozial" hier in der Bedeutung "schädlich für die Gesellschaft als Ganzes" bzw. "volkswirtschaftlich/gesellschaftlich von Nachteil"; M.E. ist das Verhalten von amazon auf die sukkzessive Beschränkung der Arbeitnehmerrechte durch dauernde Nutzung jedweder Möglichkeit zur Lohnkostensenkung, zur Einwerbung von Geld aus öffentlichen Kassen (siehe Amazon-Weihnachts-Beschäftigung mit ArGe-Zuschuss) und zur Minimierung der Arbeitnehmerrechte gerichtet. Daher erscheint mir die Begriffswahl "asozial" auch dann gerechtfertigt, wenn keine geltenden Rechtsnormen verletzt werden.
http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=233790
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... cf35eb.mp3
laut eines Radioberichtes des Deutschlandfunks hat sich die Inhaberin einer Leiharbeitsfirma geweigert, den ihr von diesem unsäglichen Versandhändler vorgelegten Vertragsentwurf über die Überlassung von Arbeitnehmern zu unterschreiben (Links dazu unten). Unter anderem wäre durch diesen Vertrag das Risiko kurzfristig mangelnden Arbeitskraftbedarfes, also ein nach sozialpolitischen Vorstellungen ureigenes ArbeitGEBERrisiko, auf den Arbeitnehmer, den Leiharbeiter abgewälzt worden.
Es musste also erst wieder eine Frau vorangehen, um den männlichen Vetretern ihrer Zunft einen gehörigen Umgang mit solchen asozialen*), frühkapitalistischen Methoden deutlich zu machen.
Weil ich aus dem Chat und verschiedenen Postings weiss das auch hiesige Mitglieder dort einkaufen, möchte ich zu einem kurzen Nachdenken anregen.
Muss man dort kaufen? Gäbe es nicht vielleicht Alternativen? Dieser Laden bedient sich immerhin der Bezeichnung für ein matriarchalisch organisiertes Volk, die Amazonen. Sollten wir vielleicht die dem Weiblichen zugeschriebenen Tugenden, Verantwortlichkeit, Fürsorge, Emphatie, mal auf unser Kaufverhalten anwenden?
Ich habe bei diesem (hierkönnensieeinpassendesWorteinfügen) Laden nie etwas gekauft und werde es auch weiterhin nicht tun.
Gruß
Marielle
*) "asozial" hier in der Bedeutung "schädlich für die Gesellschaft als Ganzes" bzw. "volkswirtschaftlich/gesellschaftlich von Nachteil"; M.E. ist das Verhalten von amazon auf die sukkzessive Beschränkung der Arbeitnehmerrechte durch dauernde Nutzung jedweder Möglichkeit zur Lohnkostensenkung, zur Einwerbung von Geld aus öffentlichen Kassen (siehe Amazon-Weihnachts-Beschäftigung mit ArGe-Zuschuss) und zur Minimierung der Arbeitnehmerrechte gerichtet. Daher erscheint mir die Begriffswahl "asozial" auch dann gerechtfertigt, wenn keine geltenden Rechtsnormen verletzt werden.
http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=233790
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... cf35eb.mp3